Deutsche Post Aktie 2020 Analyse & Prognose

Deutsche Post Aktie kaufen

Das Wichtigste in Kürze

Top 5 Aktien Depots

1
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu Smartbroker
2
Kosten pro Order
1,00 €
Kosten gesamt*
12,00 €
Testberichtzu Trade Republic
3
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu justTRADE
4
Kosten pro Order
3,95 €
Kosten gesamt*
47,40 €
Testberichtzu Consorsbank
5
Kosten pro Order
3,90 €
Kosten gesamt*
46,80 €
Testberichtzu Comdirect
* 12 Order p.a. je Order 1000€ incl. Depotkosten
  • 10 ETF Sparpläne ab 25 Euro
  • Ihr Geld wird nachhaltig, renditeorientiert, kostengünstig und transparent investiert
  • Mehrfacher Testsieger mit höchster Rendite
  • Auch als Geldanlage für große Vermögen

Deutsche Post Aktie: Ein langfristiges Investment?

Wie viele Aktien in der Coronakrise hat die Deutsche Post Aktie im Zuge der Coronakrise spürbar nachgegeben. Dabei ist das Unternehmen nur begrenzt von der Krise betroffen. Langfristig sehen die Perspektiven sogar gut aus: Der weltweite Logistikmarkt wächst und dürfte auch in den kommenden Jahren für steigende Umsätze und Gewinne sorgen. Die Aussichten bei Cashflow, Dividenden und Gewinn sind ebenfalls positiv.

Gemessen daran könnte die Deutsche-Post-Aktie aktuell ein gutes Investment sein. Vor allem als Teil einer passiven Investmentstrategie dürfte die Post eine langfristig gute Investition sein.

Die Aktie der Deutschen Post im Überblick

Die Deutsche Post Aktie ist seit rund 20 Jahren an der Börse notiert. In dieser Zeit gab es einige Kursschwankungen. Kurz nach der Jahrtausendwende sowie im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise lag die Aktie im einstelligen Bereich. Einige Jahre nach der Finanzkrise setzte jedoch ein starker und langfristiger Aufwärtstrend ein.

Von 7,40 EUR im Februar 2009 stieg das Papier auf 39,81 EUR im November 2017. Von diesem Höchststand aus kam es zu einem längeren Kursrückgang bis auf das Niveau von 23,22 EUR im Januar 2019.

Danach unternahm die Deutsche-Post-Aktie einen erneuten Anlauf auf ihr bisheriges Allzeithoch. Als das Niveau bei knapp unter 35 EUR lag, wurde die Aktie von der Coronakrise getroffen. Die Aktie fiel auf ein Niveau knapp über 20 EUR. Von dem starken Kursrutsch hat sich der Titel bis jetzt (Stand: 07/2020) fast vollständig erholt.


Wer hinter der Post ein solides Geschäftsmodell vermutet, liegt richtig. Nach einem Rückgang im Jahr 2016 stiegen die Umsätze in den Jahren 2017 bis 2019 jeweils im einstelligen Prozentbereich an. Der Gewinn pro Aktie belief sich im Jahr 2019 auf 2,13 EUR. Für 2020 werden 1,90 EUR erwartet – auch wegen der durch Covid-19 bedingten wirtschaftlichen Einbußen.

In den Folgejahren rechnet die Post mit deutlich höheren Gewinnen pro Aktie. Dies soll sich auch in der Dividende niederschlagen. Wurden für 2019 noch 1,25 EUR pro Aktie gezahlt, soll die Ausschüttung bis zum Jahr 2022 auf 1,45 EUR ansteigen.

 20192020e2021e2022e
Gewinn je Aktie in EUR (unverwässert, nach Steuern)2,131,902,422,64
Dividende je Aktie1,251,191,321,45

Die Deutsche Post Aktie (ISIN: DE0005552004) ist an der Frankfurter Börse notiert und seit dem Jahr 2000 im DAX enthalten. Seit 2013 ist die Aktie des Unternehmens auch im EURO STOXX 50 vertreten. Die Aktie wird unter anderem über die elektronische Handelsplattform Xetra gehandelt. Günstige Broker für den Handel mit der Post Aktie sind zum Beispiel DEGIRO, LYNX und BANX. Alle drei genannten Anbieter schenken sich nicht viel – mit den günstigen Konditionen trumpft derzeit jedoch flatex auf.

Jetzt bei flatex für 5,90 Euro handeln!

Geschichte der Deutschen Post Aktie

Die Deutsche Post AG entstand 1995 im Zuge der Privatisierung der Deutschen Bundespost. Das Unternehmen teilt sich grob in zwei Schwerpunkte auf. Unter den Marken Deutsche Post und DHL betreibt die in Bonn ansässige AG das nationale Postgeschäft in Deutschland. Die Marke DHL bezieht sich auf das internationale Logistikgeschäft.

Firmenprofil und Marktposition

Rund 79,3 % der Aktien befinden sich im Streubesitz, wovon 17,6 % auf Privataktionäre fallen. Nur noch 20,5 % entfallen auf den Staat (Stand: 31. März 2020). So viele Anteile hält die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Diese verkaufte im Juli 2005 sowie im September 2012 Aktien und verfügt nun weder über eine Mehrheit noch über eine Sperrminorität.

Die Deutsche Post beschäftigte (Stand: 12/2019) knapp 550.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 63,34 Milliarden EUR.

Zur Post gehörte früher auch die Postbank. Diese wurde jedoch an die Deutsche Bank verkauft.
Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, betreibt die Post keine eigenen Filialen. Stattdessen setzt das Unternehmen auf Partner. Dazu gehören die Filialen der Postbank sowie sogenannte Postagenturen. Bei kleineren Einzelhandelsunternehmen wie Kiosks, Reisebüros oder gastronomische Betrieben erfolgen Paketabgabe und Annahme.

Zum Zeitpunkt der Privatisierung war die Post noch ein klassischer Postdienstleister. Durch verschiedene Zukäufe hat sich das Unternehmen jedoch zu einem weltweit operierenden Logistikkonzern entwickelt.

Deutsch Post Aktie: Die Entwicklung der AG

Die Deutsche Post Aktie gibt es seit dem 20. November 2000. An diesem Tag fand der Börsengang der Deutschen Post AG statt. In jenem Jahr war dies das größte IPO in Deutschland und der drittgrößte Börsengang weltweit. Die Aktien waren achtfach überzeichnet – 6 % des Gesamtvolumens wurden durch inländische Mitarbeiter des Konzerns gekauft.

Seit dem 1. Januar 2002 hält die Deutsche Post eine Mehrheitsbeteiligung an dem Logistikunternehmen DHL International. Diese wurde im Juli 2002 durch den Kauf des 25-prozentigen DHL Anteils von Lufthansa Cargo auf 75 % aufgestockt. Im Dezember des Jahres erwarb die Deutsche Post schließlich die verbleibenden Anteile. Seither ist DHL eine 100-prozentige Tochtergesellschaft.

Der Kauf von DHL war eine entscheidende Wegmarke für die Deutsche Post. Zum Zeitpunkt der Übernahme beschäftigte DHL Worldwide Express weltweit mehr als 71.000 Mitarbeiter. DHL lieferte in mehr als 220 Länder und Territorien.

Im Jahr 2004 folgte der Börsengang der Postbank. Die Deutsche Post trennte sich mit diesem Schritt von ihrem Bankgeschäft. Später wurde die Postbank an die Deutsche Bank verkauft.

Im Dezember 2005 übernahm die Deutsche Post den britischen Logistikdienstleister Exel. Dieser beschäftigte zu diesem Zeitpunkt rund 111.000 Mitarbeitern in 135 Ländern. Das Spezialgebiet von Exel sind Transport- und Logistiklösungen für Großkunden.

Im Jahr 2009 folgte die Übernahme von UK Mail, dem größten Logistikdienstleister Großbritanniens. Mit dem Schritt stärkt die Deutsche Post ihre Marktposition auf der Insel.

Kritik

Der Post wird immer wieder die Schließung von Filialen bzw. Servicepoints vorgeworfen. Der Vorwurf: Das ehemalige Staatsunternehmen spare durch die Schließung von Standorten und die Ausdünnung von Versorgungsleistungen vor allem in der Fläche. Mittlerweile werden allerdings auch Standorte in Großstädten geschlossen. Kritisiert wird auch die Verringerung der Zahl der Briefkästen und die vergrößerten Leerungsintervalle.

Gewerkschaften kritisieren eine interne Richtlinie der Post. Diese sieht vor, dass Arbeitnehmer mit mehr als 20 Krankheitstagen in den ersten zwei Jahren ihrer Tätigkeit keine unbefristete Anstellung erhalten. Wenn Sie viel Wert auf Investments in faire und nachhaltige Unternehmen legen, haben wir dazu einen Artikel über nachhaltiges Investieren.

Aktuelle Situation der Deutsche Post Aktie und Ausblick

Die Deutsche Post konnte ihren Umsatz im ersten Quartal 2020 leicht steigern. Der Gewinn ging dagegen erheblich zurück. Im Zusammenhang mit der Coronakrise verzeichnete das Unternehmen Auswirkungen in Höhe von 210 Mio. EUR.
234 Mio. EUR kostete die Restrukturierung des Streetscooter-Bereichs.

Im April hatte die Deutsche Post die Unternehmensziele für das gesamte Jahr zunächst kassiert. Mitte Mai folgte mit der Bekanntgabe der Zahlen für das erste Quartal eine Konkretisierung der weiteren Entwicklung. Im ersten Vierteljahr 2020 wurde trotz Corona und Streetscooter ein Nettogewinn in Höhe von 301 Millionen EUR erzielt. Dies entspricht einem Rückgang um 60 % im Vergleich zum Vorjahr (746 Million EUR). Der Umsatz legte um knapp ein Prozent auf 15,487 Milliarden EUR zu (Vorjahr: 15,353 Milliarden EUR). Das EBIT sank um ca. 50 % auf 582 Millionen EUR.

Die durch Corona bedingte Wirtschaftskrise wirkt sich auf das Geschäftsmodell der Post unterschiedlich aus. Im Paketgeschäft verzeichnet DHL Rekordaufträge. Mit rund 9 Millionen Paketen pro Tag lieferte DHL mehr als 40 % mehr aus als gewöhnlich. Dafür wurden 4000 neue Mitarbeiter eingestellt.

Die Post will bis 2022 ein operatives Ergebnis in Höhe von mindestens 5,3 Milliarden EUR erzielen und benötigt laut CEO Frank Appel keine Staatshilfe. Für 2019 wurde deshalb eine Dividende in Höhe von 1,25 EUR je Deutsche Post Aktie ausgezahlt.

Jetzt bei flatex für 5,90 Euro handeln!

Ausblick der verschiedenen Geschäftsbereiche

Wer die Deutsche Post Aktie kauft, kauft alle Bereiche des Unternehmens. Die Deutsche Post hat ihr operatives Geschäft in fünf Divisionen aufgeteilt. Dabei handelt es sich im Einzelnen um:

  • Post & Paket Deutschland
  • Express
  • Global Forwarding, Freight
  • Supply Chain
  • eCommerce Solutions

1. Post & Paket Deutschland

Die Division Post & Paket Deutschland erzielte im ersten Quartal ein um 47,1 % verbessertes Ergebnis in Höhe von 334 Millionen EUR. Während weniger Briefe verschickt wurden, stieg das Paketvolumen deutlich.

2. Express

DHL Express verzeichnete im ersten Quartal ebenfalls einen Umsatzanstieg. Die Umsätze stiegen um 4,5 % auf 4,2 Milliarden EUR. Vorteilhaft war hier aus Sicht der Post die eigene Flotte von Frachtfliegern. Diese habe Transporte ermöglicht, die aufgrund des weitgehend eingestellten Passagierflugbetriebs anderen Konkurrenten nicht möglich waren.

DHL Express erzielte im ersten Quartal ein operatives Ergebnis in Höhe von 393 Millionen EUR. Im Jahr 2019 wurden 443 Millionen EUR erzielt. Der Grund für das schlechtere Ergebnis ist, der Unternehmensleitung zufolge, die krisenbedingt ungleiche Auslastung des Netzwerks.

3. Global Forwarding, Freight

Schlechter entwickelte sich der Bereich Global Forwarding, Freight. Hier sank der Umsatz um 4,1 % auf 3,6 Milliarden EUR. Der Grund dafür ist eine Verknappung der Transportkapazitäten etwa durch ausfallende Passagierflüge. Das operative Ergebnis sank um 27 % auf 73 Millionen EUR (2019: 100 Mio. EUR).

Ohne die Pandemie hätte das Ergebnis 33 Millionen EUR höher gelegen. Trotz des Umsatzrückgangs gehört die Division zu den größten Anbietern für Landtransporte in Europa.

4. Supply Chain

Der Unternehmensbereich Supply Chain erlitt im ersten Quartal einen Umsatzrückgang in Höhe von 1,9 % auf 3,2 Milliarden EUR. Das operative Ergebnis sank von 486 Millionen EUR auf 105 Millionen EUR. Allerdings waren im Vorjahr einmal Effekte durch Verkäufe erzielt worden.

Der Ausbruch von Corona hat diesen Geschäftsbereich der Deutschen Post zufolge um 31 Millionen EUR belastet. Ohne die Pandemie in 2020 und die Einmaleffekte im letzten Jahr wäre der Gewinn um 18 Millionen EUR gestiegen.

5. eCommerce Solutions

Im Geschäftsbereich eCommerce Solutions blieb der Umsatz mit 1,0 Milliarden Euro im Auftaktquartal konstant. Die Krise wirkt sich regional sehr unterschiedlich aus. Verschiedene europäische Regionen verzeichneten steigende Volumina bei gleichzeitig höherer Effizienz. In anderen Regionen wie zum Beispiel Spanien und Indien waren die Volumina dagegen rückläufig.

Das operative Ergebnis der Sparte belief sich auf 6 Millionen EUR und fiel damit deutlich besser aus als 2019 (- 28 Millionen EUR). Ursächlich für die Verbesserung des Ergebnisses war laut Unternehmensangaben die vorgenommene Restrukturierung des Bereichs.

Übergreifendes Digitalisierungsprogramm

Die Deutsche Post investiert rund 2 Milliarden EUR in ein Digitalisierungsprogramm, was in der Logistik zu Effizienzsteigerungen führen soll. Generell sind für die Zukunft verschiedene technologische Neuerungen denkbar. Diese könnten den Aktien der Deutschen Post Rückenwind verleihen. Beispiele dafür sind Paketauslieferungen mittels Drohnen und autonomer Fahrzeuge.

Partner der Deutschen Post

Die Deutsche Post betreibt ihre Filialen im deutschen Brief- und Paketgeschäft von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht selbst. Vielmehr bedient sich das Unternehmen hier unterschiedlicher Partner. Dazu gehören neben der Postbank auch zahlreiche Einzelhändler und Gastronomiebetriebe. Diese fungieren als Filiale bzw. Servicepartner.

In sogenannten DHL Paket Shops werden Pakete und Retouren abgegeben und abgeholt. Die Shops verkaufen darüber hinaus Marken für Briefe, Einschreiben oder Pakete.

Partnerfilialen erbringen etwas weiter gefasste Leistungen. Dort wird auch das Porto für angenommene Briefe und Pakete ermittelt. Auch verschiedene Postprodukte sowie gegebenenfalls Bankdienstleistungen werden dort verkauft.

Das Prinzip der Partnerschaft: Die Post nutzt bestehende Infrastruktur, um ihre eigene Wertschöpfungskette darin zu integrieren. Dies soll eine hohe Abdeckung bei gleichzeitig niedrigen Kosten ermöglichen.

Jetzt bei flatex für 5,90 Euro handeln!

Jetzt Deutsche Post Aktie kaufen?  ̶  Die SWOT-Analyse

Welche Chancen und Risiken bietet die Deutsche-Post-Aktie? Die SWOT-Analyse liefert Antworten.

Stärken: Monopolstellung in Deutschland

Die Stärken der Aktie liegen auf der Hand. Es handelt sich um ein solides Papier mit guter Dividendenrendite. Das Unternehmen ist, zumindest bezogen auf den deutschen Markt, weiterhin staatsnah und partiell immer noch in einer Monopolstellung. Die Deutsche Post ist in verschiedenen Bereichen tätig, deren langfristiges Wachstum vorhergesagt wird – darunter etwa die Paketzustellung.

Schwächen: Fehlender Technologie- und Digitalisierungsaspekt

Die Deutsche Post Aktie ist keine Technologieaktie. Eine echte Technologieführerschaft ist bei den Bonnern nicht erkennbar. Tatsächlich scheinen angestrebte technische Innovationen im Sande zu verlaufen.

So ist es Deutschen Post ist es nicht gelungen, den E-Post-Brief konsequent am Markt zu etablieren. Und der Streetscooter gilt als Flop der jüngeren Unternehmensgeschichte. 11.000 davon sind im Einsatz. Produziert wurden die Streetscooter von einem Startup in Aachen. Die Post verabschiedet sich jedoch von dem Projekt. Nachdem kein Käufer gefunden wurde, soll die Produktion im Jahr 2020 auslaufen.

Allein 2019 war der Streetscooter für Verluste in Höhe von rund 100 Millionen EUR verantwortlich. Für Abschreibungen und andere Kosten im Zusammenhang mit der Schließung bildete der Konzern Rückstellungen im Bereich von mehreren hundert Millionen Euro.

Im Paketgeschäft herrscht zudem ein intensiver Wettbewerb. Dieser drückt ebenso auf die Preise wie Vorgaben des Kartellamtes.

Möglichkeiten und Chancen: zukunftsfähiges Geschäftsmodell

Die weltweite Logistik ist eine Wachstumsbranche. Wenn die Coronakrise vorüber ist und es nicht zu einem größeren Globalisierungsabriss kommt, dürfte der Welthandel weiterhin wachsen. Davon profitieren Logistikdienstleister wie die Deutsche Post Aktie. Das Geschäftsmodell ist langfristig tragbar. In Zukunft könnte die Aktie von Effizienzgewinnen durch künstliche Intelligenz, Drohnen oder autonome Fahrzeuge profitieren.

Risiken: Trennung des Staats

Ein Globalisierungsabriss gehört für das internationale Geschäft der Post zu den größten Risiken. Speziell für die Deutsche Post Aktie besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich der Staat von seiner verbliebenen Beteiligung in einer Größenordnung von etwa 20 % trennt. Dies würde (vorübergehend) das Angebot an Aktien deutlich erhöhen und möglicherweise auf den Kurs drücken.

Ergebnisse der SWOT-Analyse

Nicht zuletzt aufgrund der in Deutschland de facto noch immer bestehenden Monopolstellung dürfte der Deutschen Post weiterhin ein konstantes Wachstum sicher sein. Diese besondere Position macht die vergangenen Fehltritte in puncto Digitalisierung zumindest teilweise wett.

Wenn die Aktiengesellschaft daraus gelernt hat, ist aber auch im Bereich Technologie viel Potential vorhanden. Und weil ein Ende des in Zeiten der Globalisierung weiterhin wachsenden Geschäftsbereichs der Post nicht in Sicht ist, kann die Aktie als vergleichsweise risikoarm eingestuft werden.

Die Deutsche-Post-Aktie ist deshalb ein sogenannter defensiver Titel. Damit ist das Papier ein gutes Investment für Aktionäre, die mit kontrolliertem Risiko investieren möchten und ein großes Unternehmen mit solidem Geschäftsmodell bevorzugen.

Top 5 Aktien Depots

1
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu Smartbroker
2
Kosten pro Order
1,00 €
Kosten gesamt*
12,00 €
Testberichtzu Trade Republic
3
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu justTRADE
4
Kosten pro Order
3,95 €
Kosten gesamt*
47,40 €
Testberichtzu Consorsbank
5
Kosten pro Order
3,90 €
Kosten gesamt*
46,80 €
Testberichtzu Comdirect
* 12 Order p.a. je Order 1000€ incl. Depotkosten

FAQ zur Deutschen-Post-Aktie

Unsere Leser stellen uns immer wieder Fragen zur Deutsche-Post-Aktie. Häufige Fragen möchten wir folgend beantworten:

FAQ

Soll ich die Aktie der Deutschen Post kaufen oder verkaufen?

Langfristig betrachtet scheint der Kurs der Deutsche Post Aktie nicht besonders hoch, weswegen die Dividendenrendite für die kommenden Jahre sehr attraktiv ausfallen dürfte. Bislang hat sich die Coronakrise außerdem nur sehr begrenzt auf das Geschäftsmodell ausgewirkt. All dies spricht für den Kauf der Aktie – der gleichwohl nicht ohne Risiken ist.

Lohnt sich die Investition als Privatanleger?

Durch die Kombination aus hoher Dividendenrendite und der Chance auf Kursgewinne ist die Deutsche Post Aktie für Privatanleger ein chancenreiches Investment. Ein Vorteil besteht darin, dass das Unternehmen Deutsche Post jedem Anleger gut bekannt ist. Wer direkt in die Aktie investiert, trägt keinerlei Kosten wie zum Beispiel Verwaltungsgebühren.

Wie stabil ist die Aktie der Deutschen Post?

Die Aktie der Deutschen Post unterliegt allgemeinen Marktpreisrisiken. Im Vergleich zu anderen Aktien erscheint der Titel eher defensiv und damit stabil.

Alternativen zur Deutsche-Post-Aktie: Die wichtigsten Konkurrenten

Die Post hat Konkurrenz – vor allem im Paketgeschäft. Zwei Konkurrenten (UBS und FedEx) sehen wir uns mitsamt den zugehörigen Aktien deshalb einmal genauer an.

FedEx

(WKN: 912029 / ISIN: US31428X1063)

FedEx ist ein weltweit tätiges Kurier- und Logistikunternehmen mit Sitz in Memphis, Tennessee, USA. Das Unternehmen verfügt über die größte Frachtfluggesellschaft der Welt. Niederlassungen gibt es unter anderem in Wien und in Kelsterbach. Im Geschäftsjahr 2018/2019 wurde ein Umsatz in Höhe von 69,693 Milliarden USD erzielt. Dies entsprach einem Anstieg um 6,48 % gegenüber dem Vorjahr. Bereits in den Geschäftsjahren zuvor verzeichnete FedEx hohe Wachstumsraten.


Die FedEx-Aktie brach im Zuge der Coronakrise deutlich ein und erholt sich seither langsam, aber sicher. Dabei rechnet das Unternehmen für die kommenden Geschäftsjahre mit steigenden Gewinnen. Für das Geschäftsjahr 2021/2022 wird ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 13,39 EUR prognostiziert. Die Dividende soll dann 2,97 EUR betragen – damit bewegt sie Dividendenrendite in einem nicht gänzlich unattraktiven Bereich.

 201720182019
Umsatz in Mio. USD223,40240,63262,99
Ergebnisse je Aktie in USD
(unverwässert, nach Steuern)
11,2517,102,06
Dividende je Aktie in USD1,602,002,60

Bewertung:

  • Hohe Wachstumsraten vor 2020
  • Derzeit günstig(er) zu haben
  • Ungewisse Zukunft: Chance oder Risiko?


Ein guter Broker für den Kauf der FedEx Aktie an US-Börsen ist zum Beispiel LYNX. Hier gilt ein angelsächsisches Preismodell mit einer niedrigen Mindestgebühr in Höhe von 5,00 USD.

Jetzt Depot bei LYNX eröffnen!

UPS

(WKN: 929198/ ISIN: US9113121068)

Der United Parcel Service (UPS) ist ein weltweit tätiges Logistikunternehmen mit Hauptsitz in den USA. Auch in Deutschland gibt es einen Ableger. Weltweit erzielte UPS im Geschäftsjahr 2019 einen Gesamtumsatz in Höhe von mehr als 74 Milliarden USD. Im selben Jahr wurde ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 4,74 EUR erzielt.

Dieser Gewinn soll bis 2022 auf 7,47 EUR pro Aktie steigen. Die Dividende soll von 3,54 EUR pro Aktie im Jahr 2019 auf 3,85 EUR pro Aktie im Jahr 2022 steigen. Gemessen am aktuellen Kursniveau ergeben sich damit Dividendenrenditen im Bereich von 4 %.


Die UPS Aktie hat im Zuge der Coronakrise erheblich an Wert eingebüßt und sich bislang nicht nachhaltig erholt. Sofern sich die überwiegend positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre nach dem Ausgang der Krise rasch fortsetzt, erscheint das aktuelle Kursniveau deshalb als mögliches Einstiegsniveau.

 201720182019
Umsatz in Mio. USD65.83771.91173.917
Ergebnisse je Aktie in USD
(unverwässert, nach Steuern)
5,645,535,14
Dividende je Aktie in USD3,323,643,84

Bewertung:

  • Starke Einbußen im Zuge der Coronakrise
  • Derzeit niedriger Preis
  • Voraussichtlich steigende Dividende

LYNX und BANX sind gute Broker für den Kauf der UPS-Aktie an der Heimatbörse in den USA.

Jetzt bei LYNX günstig mit Aktien handeln!

Alternativen zur Deutschen-Post-Aktie

Die Deutsche Post Aktie gilt als defensives Investment mit attraktiver Dividendenrendite. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass auch scheinbar sichere Aktien in Schwierigkeiten geraten können. Man denke an die schwache Entwicklung der Deutschen Bank oder von RWE in den vergangenen zehn Jahren.

Wer langfristig sein Geld vermehren will, sollte deshalb über einen ETF oder ein Depot bei einem Robo Advisor wir Oskar als Alternative nachdenken. Natürlich lässt sich so ein Depot dann auch durch Einzelaktien ergänzen.

Wer dagegen eher Interesse an kurzfristigem Trading und der Spekuliation hat, für den gibt es mit CFDs ebenfalls eine bessere Alterantive.

Jetzt direkt zum Robo Advisor Oskar

ETF als Alternative: iSharers DivDAX UCITS ETF (DE)

(WKN: 263527 / ISIN: DE0002635273)

Der Dividendenindex DivDAX enthält die 15 Unternehmen des DAX mit der höchsten Dividendenrendite. Der Dividendenindex wird einmal jährlich neu zusammengesetzt. In dem Index befinden sich typischerweise wirtschaftlich sehr starke und solide Unternehmen. Die Gewichtung innerhalb des Indexes erfolgt anhand der Marktkapitalisierung und bezieht sich hier ausschließlich auf den Streubesitz. Eine Einzelaktie kann im DivDAX aber maximal 10 % ausmachen.

Übrigens: Mehr zum Thema finden Sie in unseren Artikeln über die besten deutschen ETFs sowie die besten Dividenden-ETFs.

Der iShares DivDAX UCITS ETF (DE) ist eine dritte Option für den Kauf des DivDAX. Der ETF wurde am 4. April 2005 aufgelegt und verwaltet rund 375 Million EUR. Damit gehört der Fonds zu den größeren ETFs auf den DivDAX. Bis zu viermal pro Jahr erfolgen Ausschüttungen. Die Replikation erfolgt physisch.

Pro Jahr fallen Gesamtkosten in Höhe von 0,31 % (TER) an. Die annualisierte Performance der letzten fünf Jahre beträgt im Vergleichsindex -1,41 %. Der ETF lag mit -1,89 % dahinter. Gute Broker für den Kauf sind flatex und BANX.

Rendite Index 5. J kumuliert
Rendite ETF 5. J. Ann.
AusschüttungsmodusAusschüttend
ReplikationsmethodePhysisch
Gesamtkostenquote (TER)0,31 %

Jetzt Depot bei flatex eröffnen!

CFDs als Alternative: Konto bei eToro eröffnen

Für einige Trader steht auch die kurzfristige Wette auf steigende und fallende Kurse statt der langfristigen Geldanlage im Vordergrund. Natürlich lässt sich der Wunsch nach langfristigen Gewinnen und kurzfristigem Trading auch kombinieren, indem man sowohl ein klassisches Aktiendepot als auch ein CFD-Konto eröffnet. Schon zu Beginn sollte feststehen, wie viel Geld in das eine und wie viel in das andere Angebot investiert wird.

CFDs sind Derivate, die der Entwicklung eines Basiswertes folgen und üblicherweise nicht an der Börse gehandelt, sondern entweder direkt vom Broker herausgegeben oder über ein außerbörsliches Handelsnetz (ECN) ge- und verkauft werden. Als Basiswert kann neben einer Aktie beispielsweise auch ein Rohstoff, ein Währungspaar oder ein Index dienen.

Ein CFD-Konto hat nicht nur den Vorteil, dass Investition und Spekulation klar getrennt sind, sondern hat weitere Pluspunkte:

  • CFDs bieten einen Hebel, mit 200,- Euro lassen sich bei eToro mit CFDs auf Postaktien Gewinne (und Verluste) erzielen wie sonst mit 1.000,-Euro.
  • Mit CFDs können Trader auch auf fallende Kurse setzen.
  • Die Kosten für Käufe und Verkäufe sind niedrig.

Die Vorteile von CFDs

Der Hebel ergibt sich daraus, dass nur ein Teil des Wertes einer Position tatsächlich eingezahlt werden muss. Bei eToro, einem der besten Anbieter für CFDs, beträgt diese sogenannte Margin für Aktien 20 Prozent. Beträgt der Wert zugrundeliegenden Aktien 1.000,- Euro, müssen also nur 200,- Euro eingezahlt werden. Gewinne und Verluste entsprechen aber denen einer Investition von 1.000,- Euro.

Das funktioniert genauso, wenn auf fallende Kurse gesetzt werden soll. Auch dann werden 20 Prozent des Wertes hinterlegt, Gewinne werden nach dem Schließen einer Postion zusammen mit der Margin ausgeschüttet, Verluste von ihr abgezogen. Die Gefahr mehr Geld zu verlieren also zuvor eingezahlt wurde, besteht mittlerweile für Privatanleger nicht mehr. Die sogenannte Nachschusspflicht wurde von den europäischen Aufsichtsbehörden verboten. Beispielsweise fiel die Wirecard-Aktie am 26. Juni um fast 50 Prozent. Wer 10.000,- Euro investiert hatte, verlor fast 5.000,- Euro und damit 3.000,- Euro mehr als die Sicherheitseinlage von 2.000,- Euro, falls es nicht gelang, das Papier schon im Tagesverlauf zu verkaufen. Anders als noch vor wenigen Jahren darf der Broker den Trader aber nicht zu einer Einzahlung zwingen, um die Differenz auszugleichen.

Übersicht über Suchergebnisse für "Post" bei eToro

eToro bietet nicht nur CFDs auf die Deutsche Post Aktie, sondern auch auf Aktien anderer börsennotierter Postgesellschaften.

Spread statt Ordergebühr und Übernacht-Gebühren

Die meisten Broker verzichten auf eine Ordergebühr. Sie finanzieren sich dadurch, dass der gesamte Handel über sie läuft. Wer ein CFD kauft, der kauft es direkt vom Broker, wer es verkauft, verkauft es an ihn. Weil ein Trader immer zu einem etwas ungünstigeren Kurs kauft als er zum gleichen Zeitpunkt verkaufen könnte, verdient der Broker dabei Geld. Diesen sogenannten Spread gibt es aber auch an der Börse.

Für langfristige Anleger sind CFDs trotzdem nur eingeschränkt geeignet. Das liegt an der Übernacht-Gebühr. Sie fällt an, wenn ein Papier nicht am Tag des Kaufes auch wieder verkauft wird. Bei seriösen Brokern wie eToro liegt sie allerdings niedrig. eToro berechnet den Sollzins pro Jahr mit der Formel 3,0 Prozent + Zinssatz des Libor. Weil dieser im Juli 2020 negativ lag, betrugt der Sollzins weniger als 2,75 Prozent. Der tägliche Zinssatz ergibt sich aus diesem Wert geteilt durch 365.

Social Trading als Extra

Beliebt ist eToro auch wegen des Social Trading. Nach eigenen Angaben betreibt der Broker die größte Social Trading Gemeinschaft weltweit. Dabei können sich die Trader über aktuelle Entwicklungen austauschen und andere Händler beobachten.

  • Schneller und einfacher Handel von Aktien und ETFs
  • Keine Depotgebühren, keine Ordergebühren und Kontoeröffnung in wenigen Minuten
  • Mindesteinzahlung 200 EUR, die Ein- und Auszahlung ist mit allen gängigen Methoden möglich, sogar mit PayPal und Kreditkarte

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko. 75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Fazit

Die Deutsche Post Aktie hat im Zuge der Coronakrise deutlich nachgegeben. Dabei wirkt die Pandemie gar nicht so stark auf das gesamte Unternehmen ein – einzelne Bereiche profitieren sogar. Für die kommenden Jahre plant die Deutsche Post deutliche Steigerungen bei Umsatz und Gewinn. Gemessen daran ist die Deutsche Post Aktie zum aktuellen Niveau sehr günstig bewertet.

Attraktiv erscheint insbesondere die Dividendenrendite. Wer in einen defensiven Titel zu günstigen Kursen einsteigen möchte, ist bei der Deutschen Post Aktie womöglich an der richtigen Adresse. Alternativen zum Investment in die Aktie bieten sich Ihnen mit direkten Konkurrenten wie FedEx und UPS oder Dividendenindizes wie der DivDAX.