Sichere Aktien – auf diese Aktien sollten Sie 2020 setzen

Sichere Aktien

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gibt es überhaupt sichere Aktien? Wir sagen: unter gewissen Voraussetzungen ja.
  • Wir stellen Ihnen 4 sichere Aktien vor: Die Tech-Giganten SAP, Facebook und Alphabet/Google sowie das im Konsumgüterbereich tätige Nestlé.
  • Wir geben Ihnen eine detaillierte Begründung dafür, welche Aktien-Typen für uns sicher sind – und was der Unterschied zu unsicheren Aktien ist.
  • In unserer SWOT-Analyse beleuchten wir die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Investments in sichere Aktien.
  • Alternativ stellen wir Ihnen spannende und sichere ETFs vor.
  • In unseren FAQ beantworten wir Ihre Fragen kurz und knapp.

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Gibt es sichere Aktien überhaupt?

Aktien sind eine Investition, die nie ganz frei von Risiko ist. Es ist das Wesen von Aktien, dass sie steigen und fallen können. Wer sich eine Zeit lang mit Aktien und Aktienfonds beschäftigt, weiß aber, dass manche Investitionen und Aktien sicherer sind als andere.

Für Ihre eigene Strategie gilt: Je breiter Sie investieren, desto weniger Risiko gehen Sie ein.

Wenn Sie die Sicherheit von einzelnen Aktien einschätzen können, sind Sie darüber hinaus in der Lage, sich entsprechend Ihrer Strategie ein eigenes Investitionsportfolio mit einem risikobehafteten und einem sogenannten sicheren Aktienanteil zusammenzustellen.

Kriterien sicherer Aktien

Es gibt einige Kriterien, anhand derer Sie die Sicherheit einer Aktie bewerten können. Dazu zählen:

  • Unternehmensentwicklung
  • Politisches Umfeld
  • Renditechancen bzw. sichere Dividende
  • Angebot und Nachfrage
  • Volatilität
  • Diversifizierung

Dividenden

Als Privatanleger verfügen Sie nicht über dieselben Ressourcen wie Investmentbanken oder Hedgefonds. Es ist daher schwer, alle Kriterien richtig einzuschätzen. Harte Zahlen lassen sich jedoch einfacher interpretieren. Deshalb empfiehlt es sich, mit Dividenden und wichtigen Dividendenrenditen als Schlüsselindikatoren zu beginnen. Übrigens: Sie können auch als passiver Anleger mit Dividenden-ETFs in Unternehmen investieren, die Aktien mit hoher Rendite haben.

Die Faustformel lautet: Je höher Ihre Gewinnbeteiligung als Aktionär ist, desto besser fällt die Leistung des Unternehmens aus. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass Sie sich im Vorfeld darüber informieren, wie sich das Unternehmen im Laufe der Jahre entwickelt hat. Dabei werden Sie womöglich auf den Begriff Dividenden-Aristokraten stoßen. Dividenden-Aristokraten sind Unternehmen, die über 25 Jahre hinweg ihre Rendite kontinuierlich steigern konnten.

Eine gute Dividende allein ist aber noch nicht ausreichend, um das Unternehmen als sogenannte sichere Aktie mit ins Portfolio aufzunehmen. So bietet die Kennzahl keine tatsächliche Auskunft über die Zukunft eines Unternehmens und könnte ein am Abgrund stehender Wert sein.

Difersifizierung und das Marktumfeld

Vielmehr bietet auch eine breite Diversifizierung, die Finanzkraft und das Marktumfeld (das unter anderem auch durch politische Entscheidungen beeinflusst wird) einem Unternehmen Sicherheit.

Aktien von solch insgesamt gut aufgestellten Unternehmen werden häufig als Blue Chips bezeichnet. Der Begriff Blue Chips ist nicht genau definiert, bezeichnet aber die Wertpapiere von Großunternehmen, die nicht nur besonders umsatzstark sind, sondern über eine gute Marktkapitalisierung sowie eine hervorragende Bonität verfügen. Eine Investition diese Unternehmen gilt als vergleichsweise sicher.

Im Vergleich – Welche Aktien sind sicher?

Private Anleger sind besonders an den sicheren Aktien interessiert. Sie möchten ihre angesparten finanziellen Mittel so sicher wie möglich anlegen, um im Laufe der Zeit daraus Rendite zu erzielen.

Wir stellen nun vier verschiedene Aktien vor, die unserer Meinung nach aufgrund ihrer Dividenden und Historie als sicher bezeichnet werden dürfen.

Nestlé – Lebensmittel-Konglomerat aus der Schweiz

(WKN: A0Q4DC / ISIN: CH0038863350)

Nestlé ist ein Unternehmen, das aus der Schweiz stammt und einer der größten Lebensmittelhersteller der Welt ist. Neben Tiefkühlprodukten stellt Nestlé auch Getränke (Tee, Kaffee, Mineralwasser usw.), Süßigkeiten und Milchprodukte, Medikamente, Spezialnahrungsmittel, Babyprodukte und Heimtierbedarf her.

Zu den bekanntesten Marken der Gruppe gehören:

  • Nescafé
  • Nesquik
  • Maggi
  • Thomy
  • KitKat
  • Buitoni
  • Smarties
  • Wagner
  • Alete
  • Bübchen
  • Beneful
  • Felix



Seit dem Börsengang 1996 ist die Aktie konstant gestiegen. Einbrüche gab es lediglich zur Finanzkrise 2008 und zur diesjährigen, durch den Covid-19-Virus bedingten Wirtschaftskrise. Beide Negativentwicklungen waren aber nur von kurzer Dauer und haben sich schnell wieder korrigiert.

Bereits jetzt (Stand: 06/2020) hat die Aktie die jüngste Krise fast komplett überwunden und steht wieder bei 112,2 USD. Um wieder auf das Höchstniveau von September 2019 zu gelangen, fehlen nur noch 1,3 USD – und weil die Kurve wie gewohnt nach oben zeigt, dürfte das nur eine Frage der Zeit sein.

 201720182019
Umsatz in Mio. CHF89.791,0091.439,0092.568,00
Ergebnisse je Aktie in USD (unverwässert, nach Steuern)2,323,364,30
Dividende je Aktie in USD2,352,452,70

Die Nestlé-Aktie gilt deshalb als sicher, weil es sich um eines der erfolgreichsten, renommiertesten und am breitesten aufgestellten Unternehmen der Welt handelt. Die Aktie ist fast immer stabil, es gibt wenig Tiefen und in aller Regel zeigt das Aktienniveau nach oben. Kurzum: Sie erfüllt alle Kriterien, anhand derer die Aktien-Sicherheit als vergleichsweise hoch bewertet werden kann.

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Google – das Suchmaschinen-Monopol

(WKN: A14Y6F / ISIN: US02079K1079)

Alphabet Inc. (ehemals Google Inc.) ist eine globale Holdinggesellschaft, die für die Verwaltung mehrerer Tochterunternehmen verantwortlich ist. Die größte davon ist die Google-Online-Suchmaschine, also die weltweit am meisten verwendete Suchmaschine, die in mehr als 130 verschiedenen Sprachen angeboten wird. Zahlreiche Produkte rund um Google sollen die Verbindung zwischen Personen herstellen und den Zugriff auf Informationen im Internet ermöglichen.

Die Alphabet Group wurde im Oktober 2015 gegründet, um den bestehenden Google-Namen zu ersetzen. Dadurch sollten die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens (z. B. das Netzwerkgeschäft (immer noch unter dem Namen Google) oder die Entwicklung autonomer Fahrzeuge) unabhängiger sein als die verschiedenen Tochterunternehmen. Aus diesem Anlass wurde die Google-Aktie in eine Alphabet-Aktie umbenannt.

Es lohnt sich definitiv in die Google-Aktie zu investieren, wenn man über das nötige „Kleingeld“ verfügt. Schließlich kostet zurzeit eine einzige Aktie 1.280,49 Euro. Verglichen mit den drei anderen „sicheren Aktien“ ist das die teuerste Aktie.

Charts sowie eine tiefere Analyse der Google bzw. Alphabet-Aktie können Sie in unserem Artikel rund um die Alphabet Aktie lesen.

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SAP – der Software-Gigant

(WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600)

Nicht ohne Grund ist SAP das am stärksten im DAX gewichtete Unternehmen – und darf auch in dieser Liste von vergleichsweise sicheren Aktien nicht fehlen.

Zwar musste der Konzern durch die Corona-Krise seine Prognosen für 2020 auf ein maximales Umsatzwachstum von 3 Prozent und ein Wachstum des Betriebsgewinns von bis zu 6 Prozent reduzieren. Auch ein kurzfristiger Gewinnrückgang ist nicht mehr auszuschließen.

Dennoch erfüllt der Software-Gigant langfristig betrachtet fast alle wichtigen Kriterien für sichere Aktien: Eine hohe Marktkapitalisierung, eine starke Unternehmensentwicklung sowie voraussichtlich weiterhin die Möglichkeit, eine hohe Nachfrage an IT-Produkten zu befriedigen, kommen dem Wertpapier zugute.


Stand Juni 2020 liegt die SAP-Aktie bei 124,02 Euro, womit fast das Niveau der Zeit vor Corona erreicht ist, als das Wertpapier bei einem Höchstniveau von 125,20 Euro lag. Über einen Gesamtzeitraum seit 1995 betrachtet ist der Wert konstant gestiegen und selbst weltweite Wirtschaftskrisen konnten der SAP-Aktie höchstens kurz zusetzen.

 201720182019
Umsatz in Mio. USD23.461,0024.708,0027.553,00
Ergebnisse je Aktie in USD (unverwässert, nach Steuern)3,363,422,78
Dividende je Aktie in USD1,401,501,58

Es wird geschätzt, dass das derzeitige KGV im Jahr 2020 25 beträgt, was zwar ehrgeizig, der Größe und den Möglichkeiten des Unternehmens aber angemessen erscheint. Ein Sicherheitsfaktor ist, dass viele der SAP-Produkte dem Konzern wiederkehrende Einnahmen bringen, denn Unternehmen aus der ganzen Welt nutzen die Softwares als Abonnements.

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Facebook – Social Network mit Zukunft?

(WKN: A1JWVX / ISIN: US30303M1027)

Die Facebook-Aktie ist ein Produkt des gleichnamigen Unternehmens und zurzeit gehört das Unternehmen zu den weltweit größten sozialen Netzwerken. Benutzer können nicht nur ihre Bewegungen persönlich ausdrücken, sondern auch aktuelle Informationen über das Geschehen in der Stadt und im Netzwerk erhalten.

Das Unternehmen generiert seinen Umsatz durch Werbung. Dazu gibt es eine einfache Option, und zwar die sogenannten Facebook-Ads.

Facebook wird deshalb von vielen Geschäftskunden verwendet. Der bekannte Gefällt mir-Button, Informationen zu Interessen und Arbeit sowie Informationen zum Alter, Geschlecht und Bildung machen Facebook ganz besonders für Marketingkunden interessant.

Aktuell (Stand: 06/2020) steht die Facebook-Aktie bei 235,94 USD, was der höchste Wert der vergleichsweise jungen Unternehmensgeschichte ist. Aber nicht nur daran zeigt sich, dass der Wert der Facebook-Aktie konstant und vor allem steil ansteigt. Die Corona-Krise hat das Unternehmen kaum berührt.

Lediglich 2018 gab es einen stärkeren Kurseinbruch, der erst 2019 wieder wettgemacht wurde. Damals holten einige Skandale um die Weitergabe und Verarbeitung von Daten sowie Manipulationsmöglichkeiten der Politik – Stichwort Cambridge Analytica – den Internetkonzern ein. Wer kontinuierlich dabei blieb, hat jedoch nichts verloren. Im Gegenteil: Die Aktie ist seit Auflage um 697 % im Wert gestiegen.

 201720182019
Umsatz in Mio. USD40.653,0055.838,0070.697,00
Ergebnisse je Aktie in USD (unverwässert, nach Steuern)5,497,656,48
Dividende je Aktie in USD---

Seit Februar 2014 ist das Unternehmen WhatsApp Inc., das für 16 Milliarden US-Dollar erworben wurde, ebenfalls ein Teil von Facebook. Außerdem gehört mittlerweile auch das weltweit bekannte soziale Netzwerk Instagram zu Facebook.

Folglich lohnt es sich Geld in eine Aktie von Facebook zu investieren, denn es handelt sich um ein stabiles Unternehmen, das keinen hohen Kursschwankungen ausgesetzt ist.

Mit einer Marktkapitalisierung von 577,73 Mrd. Euro ist Facebook außerdem finanziell abgesichert. Übrigens zeigt sich bei Facebook, dass die oben genannten Kriterien für sichere Aktien zwar ein Anhaltspunkt sind, Wertpapiere aber immer im Gesamtpaket betrachtet werden müssen. So schüttet das Unternehmen Facebook zum Beispiel keine Dividenden aus, erfüllt jedoch alle anderen Kriterien mit Bravour – weswegen die Aktie konstant im Wert steigt.

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Unterschiede zwischen sicheren und „unsicheren Aktien“

Bei den sicheren Aktien handelt es sich um solche Wertpapiere, die ihren Wert nicht so leicht und nicht so schnell verlieren. Weil Sie dafür auch die Unternehmensgeschichte bewerten müssen, handelt es sich bei diesen Unternehmen bereits um etablierte Player auf dem Markt. Entsprechend höher ist in der Regel dann auch der Preis für diese vergleichsweise sicheren Aktien – wobei es natürlich Ausnahmen wie kurzfristige Preisabfälle gibt.

Bei unsicheren Aktien handelt es sich hingegen entweder um solche, die oftmals diversen Kursschwankungen ausgesetzt sind oder um solche, die noch nicht lange an der Börse gelistet sind. Eine Aktienvorhersage fällt dann schwer aus, weil Vergleichs- und Erfahrungswerte zum Unternehmen fehlen.

Das muss aber nicht heißen, dass Sie unbedingt die Finger von Aktien lassen sollten, deren künftigem Verlauf Sie sich unsicher sind. Denn sie können günstig sein und gleichzeitig ein besonders hohes Wachstumspotential haben. Häufig sind diese sogenannten unsicheren Aktien bei neuen Unternehmen (Start-ups) anzutreffen – lesen Sie mehr dazu in unserer Analyse der Aktien von Start-ups.

Expertentipp
Wichtig für Sie als langfristiger Anleger ist zu wissen, wie Sie Unternehmen anhand der Kriterien für sichere Aktien einschätzen können. Wenn Sie möchten, können Sie sich darüber Gedanken machen, wie groß Ihr risikobehafteter Teil im Investitionsportfolio sein soll.

Daraufhin können Sie die Unternehmen auswählen, in die Sie Ihr Geld anlegen möchten, und die Investitionen entsprechend Ihrer Strategie aufteilen und gewichten. Ein Teil Ihres Portfolios besteht dann aus relativ sicheren Aktien sowie Aktienindizes und ein anderer Teil aus Wertpapieren, die zwar ein höheres Risiko, aber gleichzeitig ein höheres Wachstumspotential bieten..

Aktienverlauf vergangener Krisen – Sind Aktien sicher?

Nach aktuellen Schätzungen der Vereinten Nationen könnte das Coronavirus die Weltwirtschaft in diesem Jahr 2 Billionen US-Dollar kosten. Aufgrund der Unvorhersehbarkeit der Situation ist es für Börsenmakler immer noch schwierig, den Boden unter dem Preis zu finden.

Der jüngste Abfall des DAX Ende Februar betrug in nur einem Monat 37 Prozent. Anfang Juni ist er jedoch schon wieder auf dem Weg, sich zu erholen und steht derzeit bei 12.435 Euro. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann der DAX wieder sein Niveau bevor der Krise erreicht. Da stand er bei 13.799 Euro.

In den USA fielen der Nasdaq– und der S & P 500-Index durch Corona um etwa 30 Prozent. Sofern Sie kein Spekulant, sondern ein langfristiger Anleger sind, sollten Sie sich jedoch nicht in den kurzfristigen Wertschwankungen verlieren, sondern nach einigen Jahren Bilanz ziehen.

Bis dato wurden Wertverluste der großen Indizes durch Krisen nach einiger Zeit wettgemacht. Nimmt man die Entwicklungen diversifizierter Indizes wie den MSCI World oder den DAX als Grundlage, sind die Werte langfristig immer gestiegen – und das trotz aller Krisen.

Ein Beispiel: Nach der Finanzkrise von 2008 fiel der DAX um mehr als 50 Prozent. In den nächsten zwei Jahren verdoppelte sich der Index jedoch erneut. Der DAX verlor zuvor in 60 Tagen mindestens 25 Prozent. In den nächsten 360 Handelstagen stieg der Index von 20 Prozent auf 50 Prozent auf. Nach einem solchen Einbruch stieg der Preis in den nächsten 720 Handelstagen um 30 Prozent.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Aktien können auf langfristige Sicht durchaus krisenfest sein. Indizes nehmen dabei eine sicherere Rolle ein.

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Sichere Aktien unter der Lupe – die SWOT-Analyse

Für die Entscheidung, ob und wie viele sogenannte sichere Aktien Sie in Ihre Anlage aufnehmen möchten, lohnt es sich, diese Form der Investition einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: Heißt sicher gleich sicher? Welche Risiken und welche Chancen bietet solch eine Investition? Und welche Stärken und Schwächen bringt sie mit sich?

Stärken: Wertsteigerung vorprogrammiert

Warum werden eigentlich sichere Aktien gekauft? Auf diese Frage gibt es eine einfache Antwort: Anleger erhoffen sich, dass die Aktien mit der Zeit zwar in ihrem Wert steigen und jährliche Dividenden ausgeschüttet werden, das Risiko eines Kursverlustes aber gleichzeitig gering ist. Die Dividenden bedeuten für Anleger einen Teil am reinen Gewinn zu erhalten.

Die größte Stärke von den sicheren Aktien sind ihre geringen Kursschwankungen und ihr vergleichsweise vorhersehbarer Verlauf.

Folglich entscheiden sich viele private Anleger für sichere Aktien, wenn sie das Geld sicher und langfristig anlegen möchten. In Zeiten des Niedrigzins gibt es schließlich kaum Banken, die für das Geldanlegen gute Zinsen vergeben.

Schwächen: Sichere Aktien bedeuten höheren Kaufpreis

Sie haben es sicher bemerkt, dass die sicheren Aktien häufig mehr Geld kosten als „unsichere Aktien“. Ergründen lässt sich das durch einen hohen Unternehmenswert und jährlich solide Umsätze. Somit steigt auch der Aktienwert und Sie müssen als Anleger gegebenenfalls mehr Kapital einbringen, um zählbare Gewinne zu generieren.

Weil Sie nur etablierte Aktien als risikoarm einstufen können, ist hier meistens schon der Punkt überschritten, an dem die Aktie ein extremes Wachstum hatte. Immer wenn Sie in Unternehmen investieren, die vergleichsweise sicher sind, haben Sie eine vergleichsweise geringere Chance auf unerwartet hohe Renditen – das solide Wachstum ist schließlich das Wesen dieser Art von Investition.

Gleichzeitig sind die sogenannten Aktien nie hundert Prozent sicher im Sinne einer risikofreien Investition. Niemand kann die Zukunft voraussehen und ein Restrisiko bleibt immer. Sichere Aktien müssen deshalb immer im Vergleich begriffen werden.

Chancen: Langfristige Wachstumsstrategie mit sicheren Aktien

Die Chance, mit „sicheren Aktien“ reich zu werden, ist gering. Vielmehr liegt die größte Chance vergleichsweise sicherer Aktien in der Absicherung Ihres Investitionsportfolios. Sie können so eine Anlage vornehmen, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit – wenn auch nicht sehr stark – vermehrt.

Indem Sie aber einen großen Teil Ihres Investitionskapitals in sichere Aktien investieren und einen kleinen Anteil in „unsichere“ Aktien, um damit die Performance zu steigern, können Sie sich zu großen Teilen darauf verlassen, am Ende nicht leer auszugehen.

Risiken: Lassen sie sich ganz ausschließen?

Leider lassen sich die Risiken nicht zu 100 Prozent ausschließen: Es kann immer im Laufe der Zeit etwas passieren und dem Unternehmen kann das Aus drohen. Selbst die am stärksten aufgestellten Unternehmen können durch äußere, nicht beeinflussbare Gegebenheiten erschüttert werden.

Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Sie die Nachrichten rund um das Unternehmen nachverfolgen und das Umfeld des Unternehmens einschätzen. Gibt es politische Entscheidungen, die das Unternehmen in seiner Entwicklung beeinflussen könnten? Sind Konjunkturschwankungen einer Volks- oder der Weltwirtschaft zu erwarten? Ist das Unternehmen nicht breit aufgestellt und lediglich auf einen einzelnen, wenn auch derzeit gut laufenden, Geschäftsbereich fokussiert?

Ergebnis der SWOT-Analyse

Bei einer Investition in als sicher bewertete Aktien können Sie weniger falsch machen, als bei einer Investition in ein unbekanntes und neues Unternehmen, bei dem der Geschäftserfolg kaum vorhersehbar erscheint.

Gleichzeitig wird Ihnen niemand eine 100-prozentige Sicherheit geben können, dass eine sichere Aktie ihren Wert nicht verliert. Risiken bestehen immer, denn die Entwicklung eines Unternehmens ist auch von äußeren Umständen abhängig, die nicht immer vorhersehbar sind. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Aktie ihren Wert beibehält – gleichzeitig ist die Chance auf hohe Renditen im Vergleich zum eingebrachten Kapital geringer.

Wenn Sie auf dem aktuellen Stand der Dinge sind, können Sie rationale Entscheidungen treffen und in das Unternehmen investieren, das, Ihrer Meinung nach, auch in Zukunft erfolgreiche Geschäftsjahre haben wird. Vergessen Sie nicht, dass der Aktienwert von Unternehmen aus verschiedensten Gründen in den Keller wandern kann.

Letztlich empfiehlt sich eine Mischung aus verschiedenen Aktien, wobei Sie sowohl sichere Aktien kaufen als auch auf solche setzen sollten, die mehr Wachstumspotential bei gleichzeitig höherem Risiko bieten. Um das Risiko jedoch nicht zu drastisch zu erhöhen, aber dennoch ein signifikanteres Wachstumspotenzial zu erreichen, empfiehlt sich ein Anteil von 10-15% an volatilen Aktien.

Starke Alternative: Warum ETFs sicherer als Aktien sind

Im Vergleich zu Anlagen in einzelne Aktien gelten Investitionen in ETFs als risikoarm. ETFs sind passiv verwaltete Fonds, die Indizes abbilden. Wenn Sie beispielsweise in einen DAX-ETF investieren, umfasst dieser alle Aktien börsennotierter Unternehmen am DAX. Wenn der DAX steigt, steigt der Wert Ihres ETF. Wenn der DAX fällt, verliert auch Ihr ETF an Wert.

Insbesondere große Indizes (wie DAX oder MSCI World) diversifizieren das Anlagerisiko stark, da der Index viele verschiedene Aktien enthält. Wenn der Preis einer oder mehrerer Aktien im Index fällt, kann dies normalerweise dadurch kompensiert werden, dass andere Aktien gleichzeitig Kurserhöhungen erfahren. Infolgedessen bieten ETFs ein gewisses Maß an Sicherheit.

Es handelt sich jedoch um an Börsen gehandelte Finanzprodukte. Daher tragen ETFs trotzdem Risiken, die jedoch kleiner ausfallen können, als bei den sicheren Aktien.

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Sparplanfähige ETFs
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iShares Core S&P 500 UCITS ETF – breit gestreute Investitionen in den USA

(WKN: A0YEDG / ISIN: IE00B5BMR087)

Der iShares Core S&P 500 UCITS ETF ist ein börsengehandelter Fonds (ETF), der die Wertentwicklung der 500 größten US-amerikanischen Unternehmen so genau wie möglich nachbildet. Der ETF investiert direkt in die im Index enthaltenen Wertpapiere.


Derzeit (Stand: 06/2020) liegt der Index bei 277,80 EUR und ist damit auf einem guten Weg, das Niveau zu erreichen, das er vor der Corona-Krise hatte: Im Februar 2020 lag er bei 312,09 EUR. Seit Auflage des Index Ende 2010 zeigt der Index ein starkes Wachstum von über 263 %.

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iShares Core MSCI World UCITS ETF – Investition in die Welt

(WKN: A0RPWH / ISIN: IE00B4L5Y983)

Der MSCI World UCITS ETF USD (Acc) von iShares Core ermöglicht eine breite und kostengünstige Investition in ungefähr 1.637 Aktien. Der Index bietet Zugang zu Aktien aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften der Welt, die die MSCI-Kriterien für Skalierung, Liquidität und freie Marktkapitalisierung erfüllen. Der Index wird nach der Marktkapitalisierung gewichtet und Dividendenerträge in den Fonds reinvestiert.


Seit Auflage zeigt der Index ein solides Wachstum, was unter anderem daran liegt, dass Krisen in den einen Ländern und Branchen vom Aufschwung andere Länder und Branchen aufgefangen werden können. Derzeit liegt er bei 53,87 EUR, womit er noch unter dem Höchstniveau von 60,35 EUR im Februar 2020 liegt. Seit Auflage 2009 zeigt der ETF aber ein sehr solides Wachstum von ganzen 221,80 %.

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Rohstoffe ETFs und ETCs – Depot durch Diversifizierung zusätzlich versichern

Auch eine Investition in Gold bzw. Gold-ETFs oder Rohstoffe bzw. Rohstoff-ETFs ist sinnvoll. Weil diese zur Absicherung des Portfolios beitragen, stellen wir im Folgenden zwei vor – insgesamt gibt es natürlich einige mehr.

iShares Gold Producers UCITS ETF USD – für goldene Zukunftsaussichten

(WKN: A1JKQJ / ISIN: IE00B6R52036)

Der iShares Gold Producers UCITS ETF USD ist ein börsengehandelter Fonds (ETF), der die Wertentwicklung des S & P Commodity Producer Gold Index so gut wie möglich abbildet. ETFs investieren direkt in die im Index enthaltenen Wertpapiere.

Mit dem S & P Commodity Producer Gold Index erhalten Sie Zugriff auf die Aktien der größten börsennotierten Unternehmen, die weltweit an der Exploration und Produktion von Goldminen und verwandten Produkten beteiligt sind.

Der Index wird nach der Marktkapitalisierung gewichtet. Der iShares ETF wird von BlackRock als Fonds verwaltet. Diese transparenten, billigen und liquiden Anlagen werden wie gewöhnliche Wertpapiere an Börsen gehandelt.

Nachdem sich der ETF schon von der durch die Corona-Pandemie bedingten Wirtschaftskrise erholt hatte (im März 2020 lag er bei 8,23 EUR, Anfang Mai 2020 bei 14,6 EUR), sank er zuletzt (Stand Juni 2020) auf 12,57 EUR, auch wenn die Kurve direkt wieder nach oben zeigte.

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iShares Physical Gold ETC

(WKN: A1KWPQ / ISIN: IE00B4ND3602)

Der iShares Physical Gold ETC investiert in Gold. Die Gesamtausgabenquote beträgt 0,19 Prozent pro Jahr. Die Wertentwicklung des Index kann durch Inhaberschuldverschreibungen nachgebildet werden, die durch die physische Bestandsaufnahme von Edelmetallen abgesichert sind.

iShares Physical Gold ETC ist ein sehr großes ETC mit einem Gesamtkapital von 11,365 Milliarden Euro.

Der ETC hat zwar eine junge Geschichte, kann aber schon auf ein solides Wachstum zurückblicken. Kaum von der Corona-Krise berührt – eher profitierte er davon – steht er inzwischen bei 30,39 EUR. Seit Auflage Ende 2016 verzeichnete er nur einmal, im September 2018, einen größeren Rückschritt und rutschte das einzige Mal knapp unter 20 Euro (19,84 EUR). Im Großen und Ganzen geht es kontinuierlich bergauf.

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FAQ: Fragen zu sicheren Aktien

FAQ

Gibt es sichere Aktien mit hoher Dividende?

Ja, es gibt sichere Aktien mit hoher Dividende. Natürlich wird die jährliche Dividende nicht höher als bei einem jungen und aufstrebenden Unternehmen sein, doch die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche sichere Aktie absteigt, ist ebenfalls wesentlich geringer.

Sind Aktien oder ETFs sicherer?

Auch wenn man zwischen vergleichsweise sicheren und unsicheren Aktien unterscheiden kann, sind ETFs wertstabiler als Einzelaktien.

Gibt es sichere Aktien für Anfänger?

So etwas wie eine „Anfängeraktie“ existiert nicht. Allerdings gibt es sichere Aktien, die über viele Jahre hinweg ihren Wert nicht verlieren und eine stabile Kursentwicklung vorweisen. Aus diesem Grund sollte man als Anfänger zu einer sicheren Aktie greifen. Im Abschnitt Welche Aktien sind sicher? stellen wir vier sichere Aktien vor.

Kann man mit Aktien sicher Geld verdienen?

Ein Risiko besteht immer, trotzdem schließen sich Aktien und Sicherheit nicht aus; so gibt es Wertpapiere von Unternehmen, die als risikoärmer gelten. Zudem gibt es vergleichsweise sichere ETFs, die in Rohstoffe wie etwa Gold investieren.

Fazit

Sichere Aktien sind über lange Zeit stabil

Eine zu 100 Prozent sichere Aktie gibt es nicht. Jede Aktie ist mit bestimmten Risiken verbunden. Schließlich beteiligen Sie sich mit Aktien an einem bestimmten Unternehmen und jedes Unternehmen kann seine guten und schlechten Geschäftstage oder sogar Jahre erleben.

Sollten Sie Börsenanfänger sein, ist es für Sie empfehlenswert, lieber auf defensive Aktien oder defensive Fonds zu setzen. Auf diese Weise werden Sie sich nicht erschrecken, wenn Sie Ihren ersten Börsencrash erleben. Die Theorie besagt, dass es kaum einen Sinn macht, wenn Sie zu sehr niedrigen Kursen aus Angst verkaufen und das sollten Sie bereits wissen.

Kaufen Sie sichere Aktien und profitieren Sie von einem stabilen Aktienkurs, der Sie in der Regel nicht enttäuschen wird. Wenn Sie Einsteiger sind, lohnt es sich zudem, auf ETFs zu setzen, da diese breiter diversifiziert sind und der Erfolg nicht von einem einzelnen Unternehmen abhängig ist.