In günstige Aktien mit Potential 2022 investieren – Unsere Tipps

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Günstige Aktien und billige Aktien sind nicht das Gleiche. Günstig ist eine Aktie, wenn ihr Preis gemessen am Potential gering ist; billig ist sie, wenn das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) niedrig ist. Aber wie finde ich günstige Aktien? Oder gibt es die gar nicht, wie Anhänger der Effizienzmarkthypothese behaupten?

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recherchiert
Analysierte Investments
5
Ausführliche
Analysen

 

Günstige Aktien - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Günstige Aktien sind Anteile von Unternehmen, die an der Börse zu einem niedrigen Kurs gehandelt werden und von denen Anleger*innen einen künftigen Kursanstieg erwarten.
  • Der Kauf günstiger Aktien könnte sich lohnen, da die Aktienkurse zahlreicher lange Jahre erfolgreicher Aktienunternehmen aufgrund einer allgemeinen Verunsicherung am Markt gefallen sind. Die Zukunftschancen sind nach wie vor intakt.
  • Anleger*innen können mehrere Methoden nutzen, um günstige Aktien mit Potential aufzuspüren. Eine Aktienanalyse sollte jeder Kaufentscheidung vorangehen.
  • Günstige Aktien unterliegen wie alle an den Börsen gehandelten Unternehmenswerte den Risiko von Kursschwankungen. Auf lange Sicht bieten sie sechs bis acht Prozent inflationsbereinigte Rendite.

 

So gehen Sie vor

  • Überlegen Sie, ob sie günstige Aktien mit Dividende oder lieber Wachstumsaktien ohne Ausschüttungen kaufen wollen.
  • Verwenden Sie die Aktien-Suche auf aktien.net zum Finden günstiger Aktien, erreichbar über das obere Menü „Charts“.
  • Suchen Sie sich alternativ aus unserer Liste eine günstige Aktie aus.
  • Nutzen sie zum Finden von günstigen Aktien Tipps von professionellen Investor*innen, erfolgreichen Fondsmanagern und Börsen-Gurus.
  • Auf ETF1 können Sie über ETFs in die besten Aktien themenbezogen, weltweit oder nachhaltig investieren.
  • Suchen Sie sich einen günstigen Broker. Bei Smartbroker handeln Sie ab 0 Euro je Order.

Inhaltsverzeichnis

5 günstige Aktien zum Kaufen 2022, die wir in diesem Artikel vorstellen

Mit einem Klick auf die jeweilige Aktie gelangen sie zur Ausführlichen Analyse und den Charts.

  • Advanced Micro Devices Inc
    WKN:863186KGV: 0,63
    ISIN:US0079031078DIV/R:0
  • HeidelbergCement AG
    WKN:604700KGV: 0,37
    ISIN:DE0006047004DIV/R:0.059
  • Microsoft Corporation
    WKN:870747KGV: 1,76
    ISIN:US5949181045DIV/R:0.0117
  • PayPal Holdings Inc
    WKN:A14R7UKGV: 0,95
    ISIN:US70450Y1038DIV/R:0
  • Volkswagen AG VZO O.N.
    WKN:766403KGV: 3,45
    ISIN:DE0007664039DIV/R:0.0598
WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
863186
US0079031078
0,63
102.283
0.1451%
0
604700
DE0006047004
0,37
7.627
0.078%
0.059
870747
US5949181045
1,76
1.736.943
0.3669%
0.0117
A14R7U
US70450Y1038
0,95
99.538
0.0779%
0
766403
DE0007664039
3,45
75.890
0.0696%
0.0598

Günstige Aktien: Was ist damit gemeint?

Günstig kann sich auf verschiedene Arten deuten. Zunächst einmal im Sinne eines niedrigen Aktienkurses. Wirklich sinnvoll ist diese Interpretation aber nicht. Der Aktienpreis wird beispielsweise oft gesenkt indem Aktien gesplittet werden. Altaktionäre erhalten dann zu einer alten Aktie noch neun weitere hinzu, dafür wird der Aktienkurs auf ein Zehntel gesenkt.

Wirklich günstiger wird die Aktie dadurch nicht. Sie kostet zwar nur noch ein Zehntel des alten Betrags, dafür repräsentiert sie auch nur noch einen Zehntel des Anteils einer alten Aktie am Unternehmen. Wer den Preis einer 200 Gramm Tafel Schokolade mit dem einer 100 Gramm Tafel vergleicht, berechnet ja auch meist den Preis je 100 Gramm.

Finanzpresse readly Aktientipps

Die Finanzzeitschrift Börse Online veröffentlicht wöchentlich Aktien mit niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis. Bild: Pressefoto von readly

Auf Aktien übertragen entspricht das dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es gibt an, das Wievielfache des Gewinns die Aktien kostet. Ein KGV von 14 bedeutet also, dass der Wert aller Aktien, gemessen am Aktienkurs, 14 Mal so hoch ist wie der aktuelle Jahresgewinn. Viele Börsenzeitungen und -zeitschriften veröffentlichen regelmäßig Tabellen mit einer Reihe fundamentaler Kennzahlen.

Günstige Aktien hinsichtlich der Anlagestrategie

Was für Investor*innen im Einzelfall als günstige Aktien mit Potenzial bewertet wird, hängt von deren Anlagestrategie ab. Während die einen Value Investing betreiben und wie Börsenguru Warren Buffet in Qualitätsaktien mit echten Substanzwerten, inklusive Aktien mit günstigem KGV investieren, setzen andere Anleger*innen auf die Growth-Aktien-Strategie. Dabei favorisieren sie Wachstumsaktien, denen in der Zukunft hohe Gewinne prognostiziert werden.

Für eine weitere Anlegergruppe sind günstige Aktien Titel, die sehr niedrige Kurse aufweisen und somit für Kleinanleger*innen in größerer Anzahl zu haben sind. Sie kosten in der Regel weniger als 10 Euro. Anleger*innen müssen bei solchen Werten genau analysieren, denn viele der Aktien unter 10 Euro haben die niedrige Bewertung nicht zu Unrecht, andere Aktien gehören möglicherweise zu den künftigen Börsenstars wie Apple, Nvidia oder Amazon, die auch mal klein angefangen haben. Sie wurden sogar zu Tenbagger Aktien, die innerhalb von 10 Jahren um 1.000 Prozent und mehr im Wert gestiegen sind

Es gibt zahlreiche Aktien unter einem Euro. Diese werden in Deutschland als sogenannte Pennystocks gehandelt. In den USA sind dies Aktien mit Kursen von fünf US-Dollar und weniger.

Günstige Aktien Beispiel: Die Anteile der kanadischen Arbor Metals Corp kosteten Anfang September rund zwei Euro je Stück. Bezogen auf letzten zwölf Monate haben die Titel eine Rendite von rund 38 Prozent erwirtschaftet. Die Marktkapitalisierung ist mit 110 Millionen Euro eher durchschnittlich. Das Jahreschart zeigt stark schwankende Kurse im Bereich von 1,60 Euro bis 2,10 Euro.

Höhere Handelsvolumen weniger Anleger*innen können in kurzer Zeit größere Kursanstiege zur Folge haben. Nach Gewinnmitnahmen geht es mit den Kursen wieder bergab. Ebenso können bei diesen riskanten Investments Kursverluste bis hin zum Totalverlust auftreten.

Warum sich der Kauf günstiger Aktien lohnen könnte

Seit Herbst des Jahres 2021 haben die Kurse zahlreicher Aktien stark nachgegeben. Besonders bei Technologiewerten und andere Wachstumsaktien kam es zu Kurskorrekturen, die aufgrund der vorherigen Kursanstiege nicht überraschend kamen.

Bei einigen Aktien dürfte der Boden der Kurskorrektur erreicht sein, sodass sich im Einzelfall günstige Einstiegsmöglichkeiten eröffnen. Viele Aktien sind nicht nur aus aktueller Betrachtung günstig bewertet, sondern sie sind es vor allem aus historischer Sicht.

Günstige Aktien in Deutschland finden sich u.a. in allen deutschen Aktienindizes. Börsenanalysten sehen bei Aktienkursen ein Aufholpotential von 30 bis 40 Prozent, um die durchschnittlichen Bewertungen der Vergangenheit zu erreichen. Deutlich wird das beispielsweise am Kurs-Gewinn-Verhältnis der DAX-Werte, welches in 2022 bei rund 11 liegt. Das KGV bei den Unternehmen im MSCI-World beträgt das 17-fache ihrer Gewinne.

Die mit Blick auf die Vergangenheit sehr günstigen Bewertungen haben Ursachen. Märkte werden von zahlreichen Faktoren wie Inflation, Ukraine-Krieg, Lieferkettenstörungen und steigende Zinsen belastet.

Für langfristig orientierte Anleger*innen bieten sich bei kluger Auswahl einige Kaufgelegenheiten. Es kann durchaus sein, dass der Tiefpunkt an den Aktienmärkten aus Sicht Anfang September 2022 noch nicht erreicht ist. Der Monat September gehört traditionell zu den schwächsten Börsenmonaten des Jahres und das seit 25 Jahren.

Günstige Aktien finden Schritt für Schritt

Um unterbewertete bzw. günstige Aktien zu finden, ist eine Aktienanalyse ein wichtiger Schritt.

Die Ermittlung, wie günstig eine Aktie ist, geschieht u.a. unter Verwendung mehrerer fundamentaler Indikatoren (kalkulierter Umsatz, Gewinn, Buchwert und Cashflow). Dazu wird der aktuelle Kurs ins Verhältnis einzelner Indikatoren gesetzt.

Wichtige Indikatoren bei der Aktienanalyse sind u.a.:

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV),
  • Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV),
  • Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV),
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Bei KGV und KCV ist alles unter 12 sehr gut, über 20 gilt als teuer. KUV und KBV unter 1 gelten als sehr gut. Damit lässt grob gesagt eine Aussage darüber treffen, was kostet dem Investor*in ein vom Unternehmen erwirtschafteter Euro Umsatz, Gewinn oder Cashflow.

Zehn bis 15 Indikatoren kommen abhängig von jeweiligen Analyst*innen bei Aktienanalyse zum Einsatz. Darunter sind Kennzahlen wie Marktkapitalisierung, Dividendenrendite, Umlaufvermögen, Verschuldungsgrad und Profit Margin.

Bei uns auf aktien.net hilft Ihnen beim Finden günstiger Aktien die Aktien-Suche. Diese Erreichen Sie über das obere Menü „Charts“.

Aktien.net Suche

Aktien.net Suche Filter Drop-Down

Sie können Ihre Suchergebnisse nach Kriterien wie Gewinn Marge, Marktkapitalisierung, Dividendenrendite oder KGV sortieren.

Aktien.net Suche Sucherergebnisse

Noch mehr Kennzahlen und Daten finden sie auf der jeweiligen Seite der gewählten Aktie.

Gut informieren über den Markt und potenzielle Wachstumsaktien

Wer günstige Aktien sucht, muss sich informieren. Es reicht nicht aus, ein paar Charts zu studieren. Auch ein Blick auf eine Tabelle mit Aktien mit den günstigsten Kurs-Gewinn-Verhältnissen ist vielleicht ein erster Schritt, aber noch nicht einmal die halbe Miete. Anleger*innen müssen sich informieren, also im Internet nach Hintergrundwissen suchen. Und sie brauchen Phantasie und eine gute Vorstellung davon, wie sich unsere Welt in den kommenden Jahren entwickelt.

Value Investing

Fundamentale Kennzahlen wie das KGV sind wichtig, aber nur ein erster Schritt bei der Suche nach günstigen Aktien.

Börsenjournale und -zeitungen können Ideen und Hintergrundwissen liefern, ihre Lektüre reicht aber nicht aus. Nur wer sich auch eigene Gedanken macht, kann erfolgreich sein. Bedenken muss man dabei, dass es nicht reicht einige kommende Entwicklungen zu benennen. Man muss auch übersetzen können, was das für den Börsenkurs bedeutet. Und dabei besser sein als die übrigen Anleger*innen, denn deren Meinung ist im aktuellen Kurs schon abgebildet.

Was wichtig ist!

Wichtig ist, dass Anleger*innen dabei nicht dem Größenwahn verfallen. Besser zu sein als der Markt ist nicht so einfach. Immerhin verwenden große institutionelle Anleger viel Energie darauf, die Kurse richtig zu bestimmen. Zwar haben sie auch ein paar Nachteile, weil es ihnen schwer fällt langfristig zu investieren. Bei Fonds besteht nämlich die Gefahr, dass die Anleger*innen alle längst ihre Anteile verkauft haben, bis sich der Erfolg einstellt. Trotzdem ist es nicht einfach diese Profis zu übertreffen.

Cominvest Robo Advisor Test

Einen großen Teil seines Aktienportfolios sollte man breit streuen. Wem das zu langweilig ist, der kann diese Aufgabe einem Robo Advisor übertragen und nur den Teil selbst verwalten, den er auch aktiv investieren will.

Anleger*innen sollten deshalb sich nicht selbst überschätzen und das ganze Vermögen in eine vermeintlich günstige Aktie investieren. Ein Großteil des Geldes sollte vielmehr breit gestreut in Indexfonds angelegt werden. Beispielsweise durch den Kauf eines ETFs auf den MSCI All Countries World Index, der weltweit in großen Firmen aus Industrie- und Schwellenländern investiert. Wie man sein Geld aufteilt, lässt sich hier nachlesen.

Comdirect Webauftritt

Comdirect gehört überwiegend zum Reich der Frankfurter Commerzbank.

Wem das zu langweilig ist, der kann diese Aufgabe einem Robo Advisor übertragen. Angebote wie das Cominvest Depot der Comdirect Bank lassen sich schon ab 3.000,- Euro nutzen, VisualVest und Oskar sogar schon ab 500,- beziehungsweise 1.000,- Euro. Wer beispielsweise 20.000,- Euro investieren will, der kann 15.000,- vom Robo Advisor anlegen lassen und mit 5.000,- Euro mehrere aussichtsreiche Einzelpapiere kaufen.

Die Comdirect Bank aus Quickborn bei Hamburg hat dabei den Vorteil, dass sie sowohl eine automatisierte Vermögensverwaltung mithilfe eines Robo Advisors als auch ein klassisches Aktiendepot anbietet. Wer dagegen alles selbst anlegen will, findet mit der Consorsbank ein Institut, das immer wieder attraktive Neukundenangebote macht. Wem dagegen Beständigkeit wichtig ist, der findet mit dem S Broker, 1822direkt und der DKB drei Anbieter, die zum Lager der Sparkassen gehören oder sich zumindest indirekt zu großen Teilen in deren Besitz befinden.

Stärken und Risiken: Günstige Aktien in der SWOT-Analyse

Stärken: Anteile guter Unternehmen zum günstigen Preis

An den Börsen geht es auf und ab. Jede Marktphase endet einmal, auch wenn es vielen Anleger*innen bei länger steigenden Kursen kaum bewusst ist. Nach dem Hype kommt der Crash und damit die Chance zum Nachkaufen oder Einstieg. Bei den jahrzehntelang erfolgreichen Börsenunternehmen ändert sich wenig. Trotz Kursrückgang an der Börse laufen die Geschäfte wie gewohnt und die Zukunftsaussichten bleiben intakt. Nicht immer sind Entscheidungen am Markt rational zu erklären. In den allgemeinen Abwärtssog zieht auch die bisher besten Aktien. Für den Langfristanleger*in sind das die Chancen zum Einstieg und zum Aktienkauf zu kleinem Preis.

Schwächen: Günstige Aktien können zu Recht billig sein

Anleger*innen sollten sich eine Aktie und das Unternehmen dahinter immer genau anschauen und sich nicht vom günstigen Preis einer Aktie blenden lassen. Nicht in jedem Fall, wenn die Kurse an der Börse fallen, müssen dafür globale Entwicklungen und Marktstimmungen verantwortlich sein. Schlechtes Unternehmensmanagement, fallende Umsätze, ausbleibende Gewinne oder enttäuschte Analystenerwartungen können für längeren Verkaufsdruck und wegfallendes Kaufinteresse sorgen. Ohne positive News dümpeln Aktienkurse ewig lang vor sich hin oder rauchen weiter in die Tiefe.

Günstige Aktien können durchaus mehrere hundert Euro kosten. Anfang September 2022 bewegt sich die Sartorius Aktie bei um die 370 Euro. Microsoft Titel kosten rund 256 Euro, American Express Aktien rund 150 Euro. Auch durch Aktiensplitting kann eine Aktie scheinbar günstiger werden. Der Online-Händler Amazon hat im Juni 2022 einen Aktiensplit im Verhältnis von 20:1 durchgeführt. Die rund 2.280 Euro teure Amazon Aktie verbilligte sich auf etwa 114 Euro. So günstig waren die Amazon Titel.

Chancen: Hohe Renditen langfristig, auch kurzfristig möglich

Der Aktienmarkt hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten im Durchschnitt zwischen sechs und acht Prozent an Wert nach Inflation zugelegt. Diese Renditeangaben können lediglich für eine langfristige Aktienanlage als Basis genommen werden, wobei historische Renditen keine Zukunftsrenditen bedeuten.

Nach einem Börsencrash oder einer Kurskorrektur bietet sich Anleger*innen die Chance, die besten Aktien der Vergangenheit mit erheblichem Rabatt zu kaufen. Wie die Entwicklung an den Aktienmärkten nach dem Coronacrash gezeigt hat, sind größere Profite auch innerhalb weniger Monate möglich. Für Aktienanfänger*innen sollte das Investieren und nicht das Spekulieren im Vordergrund stehen. Langfristig gesehen sind Aktien die einzige Alternative für die Vermögensbildung.

Risiken: Renditegarantie gibt es nicht

Generell sind Investitionen in Aktien mit Risiken behaftet. Die Lage an den Märkten kann längere Zeit ziemlich turbulent sein. In den ersten Monaten diesen Jahres haben zahlreiche Aktien, einige Indizes und Fonds 20 Prozent und mehr verloren. Das Minus ist zwar nur für jene Investor*innen relevant, die Anfang des Jahres investiert haben. Doch sollten Anleger*innen nicht von direkt steigenden Kursen ausgehen. Für Langfristanleger*innen stellt sich die Situation anders dar. Sie schreiben sich nicht mal eben Kursverluste in die Bücher. Zeitweilig fallende Kurse gehören an der Börse zur Normalität. Ein Investmentergebnis zeigt sich beim Verkauf der betreffenden Wertpapiere.

Ergebnis der SWOT-Analyse

Das Jahr 2021 gilt trotz Corona als eines der besten Börsenjahre der letzten fünf Jahrzehnte. In den ersten acht Monaten des Jahres 2022 ist positive Marktstimmung großer Verunsicherung gewichen. Die Aktienkurse der großen Tech- und Konsumgüterkonzerne haben das zu spüren bekommen.

Hohe Inflation, Energiekrise ausgelöst durch den Russland-Krieg, die schrittweise Zinserhöhung durch der US-Notenbank Fed belasten Märkte enorm.

Es mehren sich Zeichen für eine wirtschaftliche Abschwächung. Lieferprobleme werden weiterhin Fertigungen von Fahrzeugen und Hi-Tech-Anlagen begrenzen, denn in China kommt es immer noch zu neuen Lockdowns.

Es gibt zahlreiche günstige Aktien von wirklich gut aufgestellten und zukunftsträchtigen Unternehmen. Mit dem Zurückkehren der positiven Stimmung bei Investor*innen, könnten deren Aktienkurse zügig Richtung der bisherigen Allzeithochs steigen. Für Langfristanleger*innen sind die Chancen auf künftige Gewinne intakt.

Entscheidungen erfolgreicher Investoren berücksichtigen

Das Berücksichtigen von Entscheidungen anderer erfolgreicher Investor*innen kann sich als hilfreich bei Suche von günstigen Aktien mit wirklichem Potential erweisen. An den Finanzmärkten sind Käufe und Verkäufe von Aktien und anderen Wertpapieren öffentlich einsehbar. So lassen sich Transaktionsdaten von Insidern auswerten. Anleger*innen können ihre Handlungen an denen der Aufsichtsratsmitglieder, Vorstände, Fondmanager oder Short-Seller ausrichten.

So kaufen viele Topmanager bei fallenden Kursen die Anteilsscheine ihrer Unternehmen. So war es in der Vergangenheit beim Corona-Crash oder bei Beginn des Ukraine-Kriegs zu beobachten. Sollten Vorstände und Aufsichtsräte wie aktuell im September 2022 beim Kauf von Aktien der eigenen Unternehmen starke Zurückhaltung üben, erwarten sie längerfristig Probleme für ihre Unternehmen.

Wenn Börsen-Gurus wie Warren Buffet einen Kauf tätigen, dann sehen sie bei dem betreffenden Unternehmen großes Potential. Die Verkäufe von Short-Sellern (z.B. Hedgefonds) sollten Grund genug sein, diese Aktien zu meiden. Short-Seller verfügen meist über der Öffentlichkeit nicht zugängliche Informationen.

Aktien günstig kaufen beim Discount-Broker

Um günstige Aktien kaufen zu können, bedarf es eines Aktiendepots bei einer Depotbank oder einem Broker. Ein Broker Vergleich hilft beim Finden des passenden Depotanbieters. Börsenneulinge sollten Wert auf niedrige Gebühren beim Aktienkauf legen, denn hohe Kosten gehen zu Lasten der Rendite. Günstige Aktien können unnötig teuer werden. Wegen günstiger Ordergebühren ist der Aktienkauf bei einem Discount-Broker zu empfehlen. Sehr preiswert können Anleger Aktien und ETFs bei Trade Republic (ab 1 Euro) und Smartbroker ab 0 Euro) ordern.

Ebenfalls lesenswert: Erfahren Sie in unserem Artikel „Beste Aktien 2022, welche die besten Aktien weltweit sind und welche es in Zukunft sein werden.

Typische Fragen und unsere Antworten zum Thema Günstige Aktien

Wie finde ich günstige Aktien?

Investieren wie Warren Buffet wer die einfachste Variante. Allgemein zielführend ist eine Aktienanalyse anhand wichtiger Kennzahlen wie KGV. Ein KGV von maximal 10 ist nach Expertenansicht ein typisches Merkmal günstiger Aktien. Nutzen Sie das Charts-Tool mit der Aktien-Suche auf aktien.net für sortierte Ergebnisse. BMW, Porsche und Covestro aus dem DAX sowie K+S, Tag Immobilien und Aurubis aus dem MDAX werden im Geschäftsjahr 2022 mit einem KGV 3 bis 6 weit unter einem KGV von 10 liegen.

Welches sind die günstigsten Aktien?

Im Vergleich zu in der Vergangenheit erreichten Kurshöchstständen sind die Titel von Allianz, Ballard Power, AMC Entertainment, Deutsche Bank, Paypal und Varta mit ihren aktuellen Kursen Ende August 2022 weit entfernt und somit an der Börse günstig erhältlich. Die Titel von TeamViewer, Palantir und ThyssenKrupp werden zu Preisen unter 10 Euro gehandelt.

Welche Aktien kosten 1 Euro?

Es gibt zahlreiche Aktien, die einen Euro und weniger kosten. Dazu zählen Ende August 2022 u.a. Medaro Mining, Steinhoff International Holdings First Graphene oder PRO DV. Mehr dazu in unserem Beitrag über Pennystocks.

Welche Aktien sollte man derzeit kaufen?

Zu den meist gehandelten Aktien der Börse Stuttgart im August 2022 gehören die inländischen Titel BASF, Allianz, Mercedes und Uniper sowie die Auslandswerte Linde, Amazon und Plug Power.

Welche Aktien lohnen sich für 2022?

Langfristig orientierte Anleger*innen können die günstigen Bewertungen zahlreicher Aktien für ein erstes Investieren oder ein Nachkaufen nutzen. Günstige Aktien mit guten Zukunftsaussichten sind die hier bei näher vorgestellten Titel AMD, Bank of America, Microsoft, PayPal und Volkswagen Vz.

Fazit

Günstige Aktien von guten Unternehmen zu niedrigen Kursen kaufen

Billige Aktien sind nicht unbedingt auch günstige Aktien. Eine günstige Aktie sollte ein attraktives Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aufweisen, gleichzeitig aber auch für die Zukunft gut gerüstet sein. Denn eine Aktie die nur deshalb preiswert ist, weil die Krise schon absehbar ist, sind keine gute Investition.

In Zeiten korrigierender Märkte und nach Börsencrashs bieten sich Langfristanleger*innen viele attraktive Einstiegsgelegenheiten, da regelmäßig auch die langjährig erfolgreichen Unternehmen von fallenden Kursen betroffen sind. Damit werden sie zu günstigen Aktien, die sich zur Vermögensanlage lohnen.

In jedem Fall sollten Anleger*innen aber einen großen Teil ihres Geldes breit gestreut anlegen, denn auch die schlüssigste Theorie kann sich als falsch erweisen.

 

Weitere günstige Aktien mit Potential 2022

Mit einem Klick auf die jeweilige Aktie gelangen sie zur Ausführlichen Analyse und den Charts

  • American Express Company
    WKN:850226KGV: 1,01
    ISIN:US0258161092DIV/R:0.0154
  • Apple Inc
    WKN:865985KGV: 2,56
    ISIN:US0378331005DIV/R:0.0067
  • WKN:KGV: 0,00
    ISIN:DIV/R:
  • Advanced Micro Devices Inc
    WKN:863186KGV: 0,63
    ISIN:US0079031078DIV/R:0
  • Boeing Co
    WKN:850471KGV: 6,53
    ISIN:US0970231058DIV/R:0
  • Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
    WKN:519000KGV: 0,27
    ISIN:DE0005190003DIV/R:0.0829
  • Covestro AG
    WKN:606214KGV: 0,51
    ISIN:DE0006062144DIV/R:0.1179
  • Eni SpA
    WKN:897791KGV: 1,90
    ISIN:IT0003132476DIV/R:0.0406
  • Fox Corp Class B
    WKN:A2PF3TKGV: 3,37
    ISIN:US35137L2043DIV/R:0.0175
  • Knorr-Bremse AG
    WKN:KBX100KGV: 0,00
    ISIN:DE000KBX1006DIV/R:0.0431
  • LG Electronics Inc
    WKN:576798KGV: 0,00
    ISIN:US50186Q2021DIV/R:0.026
  • OMV Aktiengesellschaft
    WKN:874341KGV: 0,00
    ISIN:AT0000743059DIV/R:0.0612
  • Oracle Corporation
    WKN:871460KGV: 1,14
    ISIN:US68389X1054DIV/R:0.021
  • Polski Koncern Naftowy ORLEN SA
    WKN:929424KGV: 0,00
    ISIN:PLPKN0000018DIV/R:0.0654
  • Repsol
    WKN:876845KGV: 2,09
    ISIN:ES0173516115DIV/R:0.053
  • Roche Holding AG
    WKN:851311KGV: 4,44
    ISIN:CH0012032113DIV/R:0.024
  • SCOR SE
    WKN:A0LGQXKGV: 0,66
    ISIN:FR0010411983DIV/R:0.1243
  • Sartorius AG VZO O.N.
    WKN:716560KGV: 2,10
    ISIN:DE0007165607DIV/R:0.004
  • Siemens Aktiengesellschaft
    WKN:723610KGV: 2,30
    ISIN:DE0007236101DIV/R:0.0395
  • SSAB AB (publ)
    WKN:887029KGV: 0,00
    ISIN:SE0000171100DIV/R:0.1092
  • Samsung Electronics Co. Ltd
    WKN:896360KGV: 1,63
    ISIN:US7960508882DIV/R:0.0306
  • SAP SE
    WKN:716460KGV: 1,37
    ISIN:DE0007164600DIV/R:0.0232
  • Taiwan Semiconductor Manufacturing
    WKN:909800KGV: 0,73
    ISIN:US8740391003DIV/R:0.0271
  • UBS Group AG
    WKN:A12DFHKGV: 0,79
    ISIN:CH0244767585DIV/R:0.0335
  • Voestalpine AG
    WKN:897200KGV: 0,00
    ISIN:AT0000937503DIV/R:0.0579
  • Wells Fargo & Company
    WKN:857949KGV: 0,17
    ISIN:US9497461015DIV/R:0.0298
WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
850226
US0258161092
1,01
101.149
0.1586%
0.0154
865985
US0378331005
2,56
2.220.985
0.2571%
0.0067
0,00
0
%
863186
US0079031078
0,63
102.283
0.1451%
0
850471
US0970231058
6,53
71.899
-0.0869%
0
519000
DE0005190003
0,27
46.108
0.146%
0.0829
606214
DE0006062144
0,51
5.612
0.0771%
0.1179
897791
IT0003132476
1,90
38.439
0.1096%
0.0406
A2PF3T
US35137L2043
3,37
16.253
0.0862%
0.0175
KBX100
DE000KBX1006
0,00
6.998
0.0762%
0.0431
576798
US50186Q2021
0,00
9.555
0.0229%
0.026
874341
AT0000743059
0,00
12.220
0.0646%
0.0612
871460
US68389X1054
1,14
164.655
0.1315%
0.021
929424
PLPKN0000018
0,00
33.540
0.0744%
0.0654
876845
ES0173516115
2,09
16.516
0.0614%
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Thomas Detlef Bär schreibt seit mehr als zehn Jahren über Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherthemen. Bereits vor dieser Zeit galt sein Interesse dem Aktienmarkt. Seine Erfahrungen hat er in vielen Ratgebern niedergeschrieben und in Onlinemedien veröffentlicht. Thomas hat Betriebswirtschaft studiert und nach Abschluss seines Studium mehrere Jahre als Ökonom in einem ostdeutschen Automobilbetrieb gearbeitet. In den 1990er Jahren startete er als freiberuflicher Versicherungs- und Vermögensberater. 2009 begann er Ratgeber für das bekannte Portal helpster.de zu verfassen. Seitdem veröffentlicht er regelmäßig Beiträge auf zahlreichen Finanz-Portalen, darunter mikrokredit24.net, gevestor.de, onlinebanken.com. Seit 2020 schreibt er bei Aktien.net über Themen rund um den Aktienmarkt.

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