Aktien China

Die besten chinesischen Aktien, Aktienfonds und ETFs 2020

Das Wichtigste in Kürze

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6 Aktien aus China, die wir empfehlen

1. Alibaba

Alibaba ist der chinesische Platzhirsch im E-Commerce und am ehesten mit Amazon vergleichbar. Wie Amazon auch Alibaba über ein erfolgreiches Cloud-Geschäft, krieg mit hohen Margen zum Gewinn. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass Amazon aktiv als Händler auftritt, wohingegen Alibaba nur die bereitstellte Plattform.

Das Unternehmen kommt im E-Commerce auf 55 Prozent Marktanteil im heimischen China, ist bereits in Europa vertreten und hat aggressive Expansionspläne. Weltweit sollen Bestellungen innerhalb von drei Tagen versendet werden können, wofür sechs massive Distributionszentren sind. Der europäische Standort in Lüttich ist bereits in der Entstehung. Um die Expansion, sind auch Übernahmen wahrscheinlich, weil das schneller geht, als neue Strukturen. Alibaba verfügt über enorme Cash-Reserven, diese Vorgehensweise passt auch in der Strategie. Gerüchte über eine Übernahme des deutschen Modehändlers Zalando halten sich hartnäckig, werden aber noch nicht nicht als wahrscheinlich. Zumindest ist sicher, dass Alibaba seine Präsenz in Europa deutlich ausbauen wird.

Attraktive Tochter Alipay

Hinaus hinaus gehört mit Alipay der mit über 500 Millionen weltweit Nutzern weltweit erachten den weltweiten Online-Bezahldienst zum Unternehmen. Täglich werden über 100 Millionen Transaktionen und für wird jede eine Gebühr kassiert. Zum Vergleich: Paypal schafft nicht mal ein Drittel der Transaktionen. Weltweit lässt sich der Trend zum digitalen Bezahlen nicht mehr aufhalten und Alibaba marschiert technologisch vorneweg. Kunden können bezahlen, indem sie ihre Handynummer und ihr Gesicht an speziellen Terminals abstellen. War für Europäer befremdlich klingt, verbreitet sich in China immer mehr und basiert auf sehr fortgeschrittener Software, die auf KI zurückgreift.

Alibaba weist seit der Gründung ein sensationellen von Jährlich 48 Prozent auf. Der Handelsstreit schlug eine Delle in den Kurs der chinesischen Aktie, aber inzwischen erreicht sie wieder regelmäßig neue Höchststände.

Wer vor drei Jahren bei Alibaba eingestiegen ist, hat sein Geld inzwischen mehr als verdoppelt. Der Konzern ist äußerst profitabel und bestens aufgestellt, um die Zukunft des Welthandels mitzubestimmen.

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Ein Aspekt, der nochmals betont sei, sind die Bemühungen Alibabas in der KI-Forschung. Das Unternehmen investiert große Summen. Führend ist es dabei vor allem in der Verarbeitung Daten, aber auch in der Entwicklung spezialisierter Computerchips. Hier gibt potentiell gigantisches Wachstumspotential.

Wachstumsaussichten weiter gut

Bei einer Aktie zu steigen, die sich gerade auf einem Rekordhoch wie Alibaba befindet, ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden und hinterlassen bei vielen Anlegern ein zwiespältiges Gefühl. Angesichts des KGV von 36 kann man bei Alibaba aber immer noch nicht von einer Überbewertung sprechen. Zudem sprechen die neuen Wachstumsaussichten für weitere steigende Kurse in den nächsten Jahren.

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Hinweis: Investieren in Risiken. Sie kann (ein Teil) Ihr(r) Einlage verlieren.

2. Xiaomi

Xiaomi ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, der seit 2018 an der Börse notiert ist. Von der Größe ihr ist Xiaomi in China die Nummer zwei hinter Huawei und weltweit an vierter Stelle, hinter Apple und Samsung. Der Börsengang an der Hongkonger Börse fiel in einen ungünstigen Zeitraum, als die Streitigkeiten zwischen den USA und China zu einem simonischen. Statt den geplanten zehn Milliarden US-Dollar nahm Xiaomi auch nur die Hälfte ein.

Den Tiefpunkt erreichte die Xiaomi Aktie Mitte 2019, wobei der Kurs im Dezember 2019 wieder um beeindruckende 50 Prozent angestiegen ist. Dafür ausschlaggebend war das neue Handelsabkommen zwischen den USA und China. US-Sanktionen oder Importverbote für chinesische Smartphones wären für Xiaomi natürlich überaus problematisch gewesen.

Hohe Innovationskraft

Die große Stärke von Xiaomi liegt in der Fähigkeit, High-End Smartphones sehr günstig anzubieten, und in seiner Innovationskraft. Der Absatz von Smartphones stagniert weltweit und die Hersteller versuchen zunehmend, ihr Angebot zu erweitern. Für Xiaomi ist das kein Problem: Mit seinen „Wearables“ (Fitnessarmbänder und Smartwatches) hat das Unternehmen einen höheren Marktanteil als Fitbit (Google) und macht sogar Apple Kunden streitig. 2019 stieg der Verkauf dieser „Wearables“ um über 60 Prozent an und das Geschäft ist äußerst lukrativ. Xiaomi punktet zudem mit neuen Produkten wie vernetzter Beleuchtung, Staubsauger-Robotern und sogar Drohnen, die sich ebenfalls gut verkaufen.

 201620172018
Umsatz in Millionen HKD-Dollar79.959,74132.172,29207.179,26
Gewinn je Aktie0,03-2,141,00
Dividende je Aktie---

Die aktuellen Quartalszahlen von Xiaomi zeigen eine enorme Steigerung in Europa, wohingegen der Absatz in China leicht abnimmt, weil der Markt gesättigt ist. Für Anleger ist der Smartphone-Hersteller besonders interessant, weil er aktuell so günstig bewertet ist. Die Geschäfte entwickeln sich konstant weiter und mit einem KGV von 27 ist Xiaomi niedriger bewertet als der Branchendurchschnitt. Bei dieser chinesischen Aktie könnte sich 2020 also einiges bewegen.

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Hinweis: Investieren beinhaltet Risiken. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren.

3. Tencent

Tencent ist eines der größten chinesischen Internetunternehmen. Vergleicht man es mit westlichen Konzernen, dann entspricht es wohl am ehesten Facebook. Tencent verfügt mit Qzone über das größte soziale Netzwerk Chinas, mit WeChat über den absolut dominanten Messenger und mit QQ über einen weiteren Messenger-Dienst, der vor allem unter jungen Chinesen beliebt ist.

Im Gegensatz zu Facebook ist Tencent aber einen Schritt weiter und weniger von Werbeeinnahmen und Nutzerdaten abhängig. Denn zu Tencent gehört auch Tenpay, der zweitgrößte Online-Bezahldienst in China, der erheblich zum Umsatz beiträgt. Ein weiteres Standbein hat Tencent in der Gaming-Branche. In China ist das Unternehmen hier bereits an der Spitze und im westlichen Markt auf dem Vormarsch. Riot Games gehört vollständig zu Tencent und es gibt erhebliche Beteiligungen an Epic Games, Activision Blizzard und Vivendi.

Social Media, Online-Bezahldienste und Gaming sind also die wichtigsten Einnahmequellen des Konzerns. Hinzu kommen Musikdienste, Streaming-Angebote und Videoplattformen. Wer in China das Internet benutzt, kommt nicht um Tencent herum.

Künstliche Intelligenz und Daten-Wolken

Für Investoren besonders interessant ist die Technologieführerschaft in künstlicher Intelligenz und der Cloud-Entwicklung für E-Commerce und Messaging. Tencent hält in diesen Bereichen über 400 Patente und wird als chinesisches Flaggschiff weiterhin staatlich gefördert.

Auch fundamental betrachtet ist Tencent ein spannendes Investment. Mit einem KGV von 30 liegt das Papier immer noch unter dem Branchendurchschnitt. 2019 schloss die Aktie mit einem Plus von 19 Prozent ab, auf Dreijahressicht gelang den Papieren sogar ein sagenhafter Zuwachs von 88 Prozent.

2018 hatte die Tencent-Aktie deutliche Einbußen zu verzeichnen, weil der Handelsstreit zwischen China und den USA die Investoren weltweit verschreckte. Auch wurden Unternehmen weltweit vorsichtiger mit ihren Ausgaben, was das Werbegeschäft beeinträchtigt hat. Aktuell stehen die Zeichen wieder auf Entspannung und der Kurs der Tencent-Aktie nähert sich wieder dem Allzeithoch. Das heißt aber nicht, dass die Gelegenheit zum Einstieg nun schon verstrichen ist.

 201620172018
Umsatz in Millionen HKD-Dollar177.52,17274.157,94370.371,62
Gewinn je Aktie5,128,769,87
Dividende je Aktie0,610,881,00

Hinter Tencent steht eine beeindruckende Wachstumsgeschichte und es gibt keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass diese fortgesetzt werden kann. Vor allem die Eingliederung eines Bezahldienstes in Social Media ist ein enormer Wettbewerbsvorteil und verspricht weiteren Wachstum. Ob ein Einstieg bei der aktuellen Bewertung attraktiv ist, müssen Anleger selbst entscheiden, aber wer auf der Suche nach Aktien aus China ist, sollte Tencent zumindest auf seine Watchlist setzen.

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4. JD.com

JD.com ist ebenfalls ein E-Commerce-Anbieter und im Vergleich zu Alibaba ein wahrer Underdog. Das Unternehmen wird an der Börse mit 57 Milliarden US-Dollar bewertet, damit ist es zwar wesentlich größer als Zalando (12 Milliarden US-Dollar) aber deutlich kleiner als der heimische Konkurrent Alibaba mit einer Bewertung von über einer halben Billionen US-Dollar.

Genau diese noch eher niedrige Bewertung im Verhältnis zum Umsatz spricht für JD.com. Der Konzern besetzt in China sehr erfolgreich eine Nische: Mit einem eigenen Logistiknetzwerk kann er auch entlegenere Region in China beliefern. Zudem unterscheiden sich die Geschäftsmodelle von JD.com und Alibaba: Bei Alibaba kann potentiell jeder Ware inserieren, bei JD.com werden nur verifizierte lokale Händler zugelassen, für die die Logistik übernommen wird. Das hat den Vorteil, dass das Unternehmen mit einer starken Qualität und Kontrolle überzeugen kann. Bei Alibaba hingegen gibt es schwarze Schafe, die Plagiate und Produkte mit Mängeln anbieten – ein Wettbewerbsvorteil für JD.com.

Die Aktie von JD.com hat sich im Gegensatz zu vielen anderen Papieren noch nicht vollständig von den Kurseinbrüchen durch den Handelsstreit erholt. Die letzten drei Jahre zusammengerechnet steht dennoch ein Kursplus von 40 Prozent zu Buche.

 201620172018
Umsatz in Millionen HKD-Dollar39.075,4753.613,4869.823,02
Gewinn je Aktie2,603,785,06
Dividende je Aktie---

Für JD.com spricht, dass es sehr unabhängig von externen Akteuren ist und daran arbeitet, profitabler zu werden. Das Geschäftsmodell mit der eigenen Logistik ist kapitalintensiv, kann sich aber langfristig auszahlen, weil eine höhere Qualität geboten wird. Was die absolute Größe betrifft, wird Alibaba wohl die Nummer 1 im chinesischen E-Commerce bleiben, aber JD.com ist bereits etabliert und wird es sicher schaffen, von dem wachsenden chinesischen Markt zu profitieren, der immer mehr Menschen Wohlstand verschafft.

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5. BYD

BYD ist der weltgrößte Produzent von Batterien und Handy-Akkus sowie der größte Automobilproduzent Chinas. Das Unternehmen profitiert enorm vom weltweiten Batterie-Boom und der steigenden Fokussierung auf Elektroautos. Mit einem Kursplus von rund 60 Prozent in den letzten drei Jahren muss sich auch die Aktie des Unternehmens nicht hinter anderen China Aktien verstecken.

Spannend sind vor allem die enormen Produktionskapazitäten, wenn künftig immer mehr Automobilproduzenten auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umstellen. BYD ist hier eines von wenigen Unternehmen, das eine große Nachfrage bedienen kann. Mit Audi soll es beispielsweise Gespräche über einen größeren Auftrag gegeben haben. Dabei ist es keineswegs so, dass BYD nur ein austauschbarer Zulieferer ist, stattdessen ist das Unternehmen zusammen mit Tesla führend was die Batterie-Technologie betrifft.

BYD stabilisiert sich

Trendmäßig ist aktuell erkennbar, dass BYD sich bei den Autoverkäufen in China stabilisiert, obwohl der Staat seine Subventionen zurückfährt und weniger Autos finanziert. Zudem fasst das Unternehmen langsam in Europa fuß. Beispielsweise wurden bereits mehrere Taxiflotten in Brüssel mit BYD-Elektroautos ausgerüstet.

 201620172018
Umsatz in Millionen HKD-Dollar117.084,54118.365,08144.255,73
Gewinn je Aktie2,191,621,10
Dividende je Aktie0,620,170,23

Wichtig für die gesamte Automobilbranche und auch für BYD ist, dass sich das Verhältnis zwischen den USA und China wieder etwas entspannt hat. Neue Handelsabkommen verschaffen mehr Planungssicherheit und der chinesische Automobilmarkt verspricht weiterhin Wachstum. Relativ gesehen haben die Chinesen weniger eigene Autos als die Europäer, BYD ist in der besten Position, um diesen wachsenden Markt zu bedienen.

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6. Geely

Geely ist ein Motorrad- und Automobilhersteller, der sowohl auf Verbrennungsmotoren als auch auf Elektroantriebe setzt. Das Unternehmen hat bereits Automarken wie Volvo und Lotus übernommen, hält rund zehn Prozent an der Daimler AG und gilt neben BYD als der dominante Automobilkonzern Chinas.

Geely ist hochprofitabel und erwirtschaftet höhere Margen, als es beispielsweise Volkswagen tut. Der Konzern trumpft mit einer niedrigen Kostenstruktur auf, muss seine Autos aber gleichzeitig nicht zu Kampfpreisen verschleudern. In den letzten drei Jahren hat die Geely Aktie um 44 Prozent zugelegt und gehört deshalb auch zu den besten Aktien des Jahres 2020. Anleger, die vor über fünf Jahren eingestiegen sind, konnten ihr Kapital bis heute sogar verfünffachen.

Ähnlich wie BYD ist auch Geely äußerst innovativ und hält zahlreiche Patente, vor allem im Design von Elektroautos. Der Konzern ist äußerst konsequent und kündigte 2018 an, dass 2020 zu 90 Prozent nur noch Elektroautos ausgeliefert werden sollen. Damit war eine Steigerung von 30 Prozent angepeilt und aktuell sieht es so aus, als ob Geely dieses Ziel erreicht.

 201620172018
Umsatz in Millionen HKD-Dollar62.769,28106.961,17126.257,02
Gewinn je Aktie0,681,371,66
Dividende je Aktie0,120,290,35

Perspektivisch sehr spannend sind Geelys Expansionspläne. Der Autobauer versucht gerade, mit der eigenen Marke in Europa Fuß zu fassen, indem er Forschungszentren errichtet und Mitarbeiter von deutschen Herstellern abwirbt. Noch ist kein direkter Vertrieb geplant, aber Anleger, die sich für die Geely Aktie interessieren, sollten diese Entwicklung genau beobachten.

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Der wichtigste China Index, der Hang Seng und 3 ETFs als Alternative

In China ist der CSI 300 der dominierende Aktienindex für rein chinesische Papiere. Er setzt sich zusammen aus Aktien, die an den beiden größten Börsen Shanghai und Shenzhen gehandelt werden, und wird in Renminbi berechnet. Die Kursentwicklungen des CSI 300 beeinflussen regelmäßig auch die europäischen und amerikanischen Börsen. Ein empfehlenswerter ETF, der die Kursentwicklung dieses Index nachbildet, ist der Xtrackers Harvest CSI 300 INDEX UCITS ETF 1D (WKN: DBX0NK ISIN: LU0875160326).

Der chinesische Aktienmarkt hatte seine Höchststände 2007 vor der Finanzkrise und 2015 nach einer finanzpolitischen Öffnung. Damals war enorm viel Geld in den Markt geflossen und rückwirkend zu diesen Zeitpunkten wohl überbewertet. Seitdem sind die gelisteten Unternehmen aber erheblich gewachsen und haben sich international etabliert. Die Aktienkurse bestätigen das: Die Höchststände sind zwar noch nicht wieder erreicht, aber wer vor drei Jahren eingestiegen ist, kann sich über immerhin 20 Prozent Rendite freuen und der Trend zeigt weiter nach oben.

Ein weiterer wichtiger Index ist der Hang Seng Index, der von der Hongkong Börse herausgegeben wird und als international besonders wichtig gilt, weil er von der Finanzbranche dominiert wird. Ausländische Anleger können direkt in Unternehmen aus dem Index investieren und auch der Erwerb von Aktienfonds und ETFs ist problemlos möglich. Sehr gut bietet sich hierfür der iShares MSCI Hong Kong ETF (WKN: 906869 / ISIN: US4642868719) an.

Hang Seng (WKN: 145733 / ISIN: HK0000004322)

Der Hang Seng hat sich grundsätzlich sehr ähnlich wie der CSI300 entwickelt, obwohl sich die gelisteten Unternehmen nicht überschneiden. Der Hang Seng ist 2015 ebenfalls eingebrochen, als viele Chinesen an die Börse strömten, und auch der Handelsstreit hat sich negativ ausgewirkt. Trotz dieser Widrigkeiten gab es 20 Prozent Rendite in den letzten drei Jahren. Wer vor 15 Jahren eingestiegen ist, hat sein Kapital inzwischen verdoppelt.

Eine weitere eher neue ETF-Alternative besteht mit dem WisdomTree S&P China 500 UCITS ETF USD (WKN: A2ANVN ISIN: LU1440654330). Anleger erhalten dadurch die Möglichkeit, direkt in 500 große chinesischen Unternehmen zu investieren, die an den nationalen Börsen und im Ausland gelistet sind. Im Vergleich streut dieser ETF das Investment also besonders breit und kann als gut abgesichert betrachtet werden.

Seitdem dieser ETF 2017 aufgelegt wurde, konnten Anleger bereits eine Rendite von rund 15 Prozent erzielen. Weil der ETF in eine Vielzahl von chinesischen Unternehmen investiert und der chinesische Markt auf ganzer Linie wächst, stellt dieser Fonds eine ernstzunehmende Alternative für das Portfolio dar.

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Vielversprechende chinesische Aktienfonds

Neben der Anlage in ETFs können Anleger in China auch in Aktienfonds investieren. 2019 verzeichneten auf China spezialisierte Aktienfonds ein deutliches Plus.

  • Der UBS (Lux) Equity Fund – China Opportunity (USD) ist ein Aktienfonds, der durch seine gekonnten Anlagen in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von fast 27 Prozent erreichen konnte.
  • Der älteste chinesische Fonds ist der Baring Hong Kong China. In den vergangenen zwölf Monaten konnte er ein Wachstum von über 16 Prozent verzeichnen.
  • Der Matthews Asia China Dividend Aktienfonds agiert in China und Hong Kong. Im vergangenen Jahr liegt sein Wachstum bei 5,35 Prozent. Im Fünfjahresrückblick kann dieser Aktienfonds jedoch ein Wachstum von mehr als 50 Prozent vorweisen.

So finden Sie chinesische Aktien mit Potential

Für chinesische Aktien und Aktienfonds gelten bei der Auswahl die gleichen Kriterien wie für andere Investments. Entscheidende Kriterien sind also vor allem der Zeithorizont und die Risikobereitschaft. In der momentanen Marktlage, wo die Kurse prinzipiell seit Jahren weltweit steigen, existieren keine absolut unterbewerteten Unternehmen. (Hier gelangen Sie zum Abschnitt über die aktuellen Entwicklungen chinesischer Aktien in der Coronakrise.) Stattdessen bietet es sich an, auf Unternehmen zu setzen, die auf die Zukunft ausgerichtet sind. Konkret bedeutet das in den Branchen Technologie, erneuerbare Energien und Mobilität Ausschau zu halten. In China gibt es zahlreiche dieser Unternehmen, die für Anleger potentiell interessant sein können.

An diesen Börsen werden chinesische Aktien gehandelt

Chinesische Aktien und Aktienfonds sind in der Regel an den Börsen in Shanghai und Shenzen gelistet. Diese beiden Handelsplätze sind allerdings nicht für ausländische Investoren geöffnet, für die es extrem aufwändig ist, in die dort gelisteten Unternehmen zu investieren.

Viele chinesische Unternehmen gehen daher einen Umweg und lassen sich über ADR-Zertifikate an der New York Stock Exchange (NYSE) listen. Ein ADR selbst ist keine Aktie, sondern ein verbrieftes Recht auf eine Aktie. Diese Methode ist etabliert, sicher und wird von der Börsenaufsicht überwacht. Beispielsweise sind auch die UBS und die Deutsche Bank auf diese Art und Weise an den US-Börsen gelistet. Über ADRS sind beispielsweise Internetkonzerne wie Alibaba, Tencent und JD.com sowie Aktienfonds an der NYSE handelbar.

Eine weitere Möglichkeit, chinesische Aktien zu kaufen, besteht mit der Börse Hong Kong. Die Hong Kong Stock Exchange (HSKE) ist unabhängig vom chinesischen Staat und wird stark reguliert. Hier sind neben den Papieren von Geely und BYD viele weitere bekannte chinesische Aktien und Aktienfonds handelbar.

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SWOT-Analyse bei chinesischen Aktien

Auch wenn man bereits weiß, dass man in chinesische Aktien investieren will, ist es wichtig, sich alle Seiten der Entscheidung vor Augen zu führen. Es bietet sich an, eine SWOT-Analyse zu machen und die Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) zu analysieren.

Stärken

1. Die Größe der Volkswirtschaft

Die chinesische Volkswirtschaft schickt sich an, die USA zu überholen und die größte Volkswirtschaft der Welt zu werden. Dies verweist auf das erhebliche Wachstumspotenzial, das auch die Wertpapiere der chinesischen Unternehmen aufweisen.

2. Die wachsende weltweite Relevanz

Die Aufnahme des Renminbi in den internationalen Währungskorb zeigt die wachsende Bedeutung der chinesischen Wirtschaft im internationalen Kontext. Obwohl immer noch nicht frei konvertierbar, wird die chinesische Währung für den Handel immer wichtiger. Dies zeigt auch das Potenzial der Volkswirtschaft und die Wichtigkeit und Macht Chinas im asiatischen Raum.

Doch auch weltweit wirken sich die Wirtschaftsereignisse des Reichs der Mitte immer deutlicher aus. So wirken sich bedeutende Verluste immer stärker auch auf den DAX aus und international wird eine Krise der chinesischen Wirtschaft als Gefahr für die Weltkonjunktur gesehen.

3. Starke Einzeltitel

Chinas Regierung zahlte gerade zu Beginn des Jahres 2016 Lehrgeld in Form von beachtlichen Kursrückgängen an der chinesischen Börse. Allerdings zeigt sich die Legislative seit Jahren bemüht, den Kapitalmarkt schrittweise für ausländische Investoren zu öffnen.

Dabei geht die chinesische Regierung sogar schneller und weiter, als die meisten Anleger vermuteten würden. Ein Beispiel hierfür ist die Verbindung der Börsen in Hongkong und Shanghai, die es erstmals Anlegern aus dem Ausland ermöglichte, mit wesentlich weniger Restriktionen Aktien kaufen zu können, die im Renminbi notiert sind.

4. Die Investition des Staats in Technologie

Unter dem Stichwort „Made in China 2025“ läuft in China die nächste Technologie-Offensive an. Mit rund 50 Milliarden Euro sollen Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Daten-Algorithmen und 5G zusätzlich gefördert werden, um sich die weltweite Poleposition zu sichern. Man darf sehr davon ausgehen, dass auch chinesische Unternehmen direkt von diesen Investitionen profitieren werden. Zum Vergleich: Deutschland will bis 2023 500 Millionen Euro in die Erforschung und Förderung von künstlicher Intelligenz investieren.

Schwächen

Unsicherheiten bei den Anlegern ergeben sich zu einem nicht unbeträchtlichen Maße aus der starken Einflussnahme der chinesischen Regierung. Sowohl Großinvestoren als auch Kleinanleger können sich nicht sicher sein, dass die Börsenregeln nicht plötzlich geändert werden. Das hat in der Vergangenheit bereits dazu geführt, dass Investoren den chinesischen Markt gemieden haben.

Ein Beispiel hierfür ist die Regelung, dass der Handel eine Viertelstunde lang ausgesetzt wird, sobald die 300 wichtigsten Aktien durchschnittlich fünf Prozent verlieren. Bei sieben Prozent Verlust wird der Handel sogar für den Rest des Tages ausgesetzt. Auf diese Weise sollen Crashs verhindert werden. Diese Regelung wurde von Spekulanten ausgenutzt und schließlich wieder abgeschafft. Dies zeigt, dass das Verhalten des Staats auch eine Schwäche für den chinesischen Aktienmarkt darstellen kann.

Auch eine beträchtliche Anzahl von Chinesen misstraut der Regierung und zweifelt ihre Kompetenz an oder will zumindest weniger kontrolliert werden. Folgerichtig muss China eine leichte Kapitalflucht verzeichnen, weil Einheimische ihr Geld im Ausland anlegen möchten.

Die chinesische Wirtschaft steht zudem derzeit dem Problem gegenüber, dass viele Nachbarländer konkurrenzfähig geworden sind und die chinesischen Unternehmen so unter Druck setzen. Um dem entgegenzuwirken, hat die chinesische Regierung in der Vergangenheit den Renminbi bewusst günstig gehalten und damit weltweit Produzenten unter Druck gesetzt. Das Modell, mit billigen Löhnen massenhaft zu produzieren, wird auch für China nicht dauerhaft funktionieren.

Chancen

Hongkong

In den vergangenen Jahren ist der Wertpapiermarkt in der Volksrepublik China extrem gewachsen. Das teilautonome Hongkong, das weitgehende Sonderrechte bis hin zu einer eigenen Währung (Hongkong-Dollar) genießt, bleibt aber ein wichtiger Finanzplatz, vor allem für ausländische Anleger. (Bild: pixabay.com Ι © tee2tee)

Die größte Chance für chinesische Aktien liegt in der massiven Grundlagenforschung, die das Land betreibt. Natürlich forschen auch andere Länder intensiv an neuen Anwendungen, aber dank hoher Investitionen beschäftigen sich in China die meisten Experten mit Themen wie künstlicher Intelligenz und Big Data. Sollte Konzernen wie Alibaba oder Tencent hier der Durchbruch gelingen, bestehen potentiell riesige Wachstumsmöglichkeiten, weil die ganze Welt an der Technologie interessiert wäre.

 

Risiken

Eine mögliche Bedrohung für den chinesischen Aktienmarkt liegt im Verhalten des chinesischen Staats und der kommunistischen Partei. Dies wurde bereits als Schwäche beschrieben, aber Anleger sollten zumindest im Hinterkopf behalten, dass auch in der Zukunft ein Risiko besteht.

Die größte Bedrohung liegt jedoch im angespannten Verhältnis zu den USA. Chinas geopolitische Bedeutung und Einfluss wachsen weiter an und das Land ist den USA ein Dorn im Auge. Ein wieder aufgenommener Handels- bzw. Wirtschaftskrieg würde den weltweiten Aktienmarkt unter Druck setzen. Gerade für den Handel mit chinesischen Aktien und Aktienfonds sollte diese Bedrohung erwähnt werden.

Eine weitere Bedrohung für den chinesischen Aktienmarkt liegt in einer potentiellen Immobilienblase. Chinesische Banken, vor allem auch die staatlichen, haben einen hohen Anteil von fragwürdigen Krediten in ihren Büchern. Der Staat hat den Hausbau jahrelang mit sehr günstigen Krediten finanziert, was die Verschuldungsquote der privaten Haushalte in die Höhe getrieben hat. Sollte eine chinesische Bank ausfallen, ähnlich wie das 2008 in den USA der Fall war, wäre das ein Desaster für chinesische Aktien.

Top 5 Depots für chinesische Aktien

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Chinesische Aktien unter dem Einfluss des Coronavirus: Droht jetzt der Crash?

Das Wichtigste zum Corona-Virus in Stichpunkten:

  • Chinesische Aktien gaben nach, der MSCI China steht aktuell (Stand: 03/2020) rund 7 Prozent niedriger als vor einem Jahr, der DAXglobal China rund 5 Prozent. .
  • Viele Firmen in China stoppten die Produktion.
  • COVID-19 (auch SARS-CoV-2) ist eng verwandt mit dem SARS Virus von 2002/2003 (SARS-CoV) und dem Virus des Nahost-Atemwegssyndrom (MERS-CoV).
  • Die Mortalität scheint nach ersten Daten niedriger zu sein als bei SARS.
  • Die hohe Anpassungsbereitschaft und rasante Ausbreitung machen COVID-19 dennoch sehr gefährlich.

Der Sachstand Ende April 2020

Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat den chinesischen Börsen im ersten Quartal 2020 stark zugesetzt. Nachdem die Behörden den Aktienhandel zunächst ausgesetzt hatten, gingen die Kurse an den wichtigsten Märkten nach der Wiederaufnahme des Handels deutlich zurück. Doch der Einbruch war nicht so dramatisch, wie manche Schlagzeile vermuten ließ, auch wenn der Rückgang deutlich ist. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor von Mitte Januar bis Anfang März rund 10 Prozent. Dass es nicht schlimmer kam, lag auch daran, dass die Zentralbank die Geldschleusen öffnete. Sofort erholten sich die Kurse leicht, auch wenn sie anschließend wieder nachgaben.

MCHI Kurse von TradingView

Insgesamt hat der DAXglobal China über ein Jahr gesehen weniger stark nachgegeben als der deutsche DAX30. Der Hang Seng lag Ende April zwar rund 20 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, aber hatte innerhalb eines Monats schon wieder rund 5 Prozent gutgemacht.

Denn in China sind viele Menschen der Meinung, die Pandemie sei bereits überwunden. Bis Ende April waren nach Daten der Weltgesundheitsorganisation in der Volksrepublik mehr als 80.000 Menschen betroffen, die meisten davon in der Region Hubei mit der Hauptstadt Wuhan. Der Großteil dieser Menschen war Ende April bereits wieder gesund, rund 4.600 waren verstorben. Damit läge die Zahl der Toten niedriger als in Deutschland, die der Infizierten sogar nur halb so hoch. Eine Unternehmen aus Wuhan verschenkte sogar medizinische Schutzausrüstung an ein Partnerunternehmen im bayerischen Karlstadt, die angeblich nicht mehr gebraucht werde.

Viele Experten bezweifeln die Zahlen. Sie gehen davon aus, dass sie deutlich zu niedrig liegen. Nicht auszuschließen ist auch, dass es zu einer zweiten Welle kommt, die China noch einmal zurückwerfen könnte.

Trotz Coronavirus chinesische Aktien kaufen?

Einige Beobachter sehen den Rücksetzer als einmalige Kaufgelegenheit. Andere verweisen darauf, dass der vermutlich nicht besonders ehrliche Umgang Chinas mit der Pandemie auf die Defizite bei Rechtsstaatlichkeit und Offenheit hinweist.

Im Hinblick auf die Risikostreuung ist es aber gerade aktuell durchaus überlegenswert, sich ein paar chinesische Aktien oder einen China-ETF ins Depot zu legen.

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Einfluss von COVID-19 auf die weltweiten Aktienmärkte

Mit der weltweiten Verbreitung des Virus stellt sich die Frage nach dem Aktienkauf allerdings nicht nur für China. Die Aktienmärkte haben weltweit deutlich nachgegeben. Die niedrigen Kurse können für mutige Investoren eine Kaufgelegenheit sein, auch wenn die Gefahr eines weiteren Rückgangs weiterhin besteht.

Dabei ist nicht nur der Kaufzeitpunkt entscheidend, sondern auch die richtige Aktie oder der richtige ETF. Lesen Sie dazu beispielsweise unsere Beiträge zu:


Für risikobewusste Anleger können Dividenden-ETFs oder Gold-ETFs eine Alternative sein. Wer sich nicht um die Wertpapierauswahl kümmern will oder es sich nicht zutraut, kann außerdem sein Geld einer automatisierten Vermögensverwaltung, einem Robo-Advisor anvertrauen.

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Einige Besonderheiten des chinesischen Aktienmarkts

1. Alle Investments sind mit dem Staat verbunden

Prinzipiell sind alle chinesischen Unternehmen untrennbar mit dem Staat und der kommunistischen Partei verbunden. Dies ist zunächst ein neutraler Fakt und hat sich in der Vergangenheit nur positiv auf chinesische Aktien ausgewirkt. Das Wachstum von Technologieriesen wie Alibaba oder Tencent wäre ohne die staatliche Unterstützung in China nicht möglich gewesen. Der Staat ist auch häufig am Eigenkapital der Unternehmen beteiligt, was diesen eine größere Finanzkraft verschafft. Anders als beispielsweise in Deutschland wirkt die öffentliche Hand also nicht bremsend, sondern fördernd.

2. China ist ein abgeschlossener Markt

Obwohl viele chinesische Unternehmen international agieren, haben die meisten ihren absoluten Schwerpunkt im Heimatmarkt. Auch das kann ein Vorteil sein, weil sich nicht alle internationalen Ereignisse auf diesen Markt auswirken. Mit über einer Milliarde Einwohnern, die immer kaufkräftiger werden, kann China es sich erlauben, so abgeschottet zu sein. Beispielsweise sind Facebook und Google in China nicht frei zugänglich, wohingegen Tencent, Alibaba, JD.com und Co. ihre Dienste weltweit anbieten können.

3. Die wichtigsten Industriezweige

Technologie beziehungsweise E-Commerce sind für Investoren in China die vielversprechendsten Sektoren in China. Hier werden enorme Wachstumsraten erzielt und die Investitionen in Forschung und Entwicklung machen sich bezahlt. Für China selbst hat der Banken- und Immobilienbereich eine enorme Bedeutung. Der wirtschaftliche Aufschwung Chinas wurde auch von einem riesigen Bauboom begleitet, der Chinas Banken zu den größten Geldhäusern der Welt gemacht hat.

Ausblick – China in den nächsten zehn Jahren

Wie sich die Wirtschaft und damit auch die chinesischen Aktien in den nächsten zehn Jahren entwickeln werden, ist schwierig zu sagen. Vieles wird tatsächlich davon abhängen, wie sich das politische Verhältnis zu den USA entwickeln wird. Können die zwei Supermächte friedlich miteinander koexistieren und vielleicht sogar zusammenarbeiten? Dann steht einem weiteren Hoch bei chinesischen Aktien nichts im Wege. Sollte sich der Konflikt hingegen verschärfen, dürfte das weltweite Turbulenzen an den Aktienmärkten nach sich ziehen.

Eine weitere spannende Entwicklung ist der langsame Übergang Chinas vom reinen Produzenten zur Dienstleistungsgesellschaft. Andere Staaten in Asien und vereinzelt auch in Afrika holen in Sachen Produktionskosten auf. Das wird auch Veränderungen für viele chinesische Unternehmen mit sich bringen. Aktuell sieht es danach aus, dass die staatlichen Pläne greifen und China auch auf diesen Trend reagieren kann. Durch den landesweit steigenden Bildungsstandard und die hohen Investitionen stehen die Chancen gut, dass China sich in Zukunft als Hochtechnologieland und Dienstleistungsgesellschaft behaupten kann.

Fazit

Chinesische Aktien und Aktienfonds verfügen über enormes Potential. Für westliche Investoren bietet es sich besonders an, in die großen Konzerne zu investieren, die auch im Ausland gehandelt werden. Wer bereits an der Börse investiert, aber noch keine chinesischen Aktien in seinem Portfolio hat, sollte ernsthaft in Erwägung ziehen, sein Investment in dieser Hinsicht zu erweitern.