Plus500 CFD Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

Plus500 ist einer der bekanntesten Broker für CFDs. Das an der Börse notierte Unternehmen machte dabei unter anderem als Sponsor von Atletico Madrid von sich reden. Und tatsächlich bietet der Broker ein sehr umfangreiches Angebot, jedoch nicht ohne dabei einige Schwächen zu offenbaren.
Ihr Kapital unterliegt einem Risiko.

Welches Handelsangebot bietet Plus500?

Plus500 bietet ein relativ umfangreiches Angebot an unterschiedlichen Basiswerten, die über CFDs gehandelt werden können. Darunter fallen:

  • Mehrere Hundert Aktien aus 20 Ländern
  • Fast 60 Währungspaare
  • Mehr als 20 Indizes
  • 80 ETFs
  • 16 Rohstoffe
  • Optionen aus zehn unterschiedlichen Bereichen

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Trader werden also kaum einen Basiswert vermissen. Lediglich der Fokus auf die westlichen Märkte könnte für Anleger, die auch auf Underlyings außerhalb der USA und Westeuropa traden wollen, als Nachteil erweisen. Wer jedoch den Fokus auf diese Regionen setzen möchte, findet nur bei wenigen Brokern ein umfangreicheres CFD-Angebot.

So präsentiert sich Plus500 auf seiner Webseite

So präsentiert sich Plus500 auf seiner Webseite

Wie hoch sind die Tradinggebühren von Plus500?

Die Gebühren von Plus500 bestehen hauptsächlich aus Spreads. Dabei beginnt der Broker grundsätzlich in einem recht günstigen Bereich. Während unseres Tests von Plus 500 (01. Februar 2018 – 12:30Uhr) betrug der Spread beim Währungspaar EUR/USD nur 0.6 Pips. Bei EUR/GBP waren es 1.3 und bei EUR/JPY 1.5 Pips. Bei CFDs auf die Apple-Aktie betrug der Spread 3.7 Punkte, der Index Deutschland 30 konnte ab einem Spread von 1.15 Punkten gehandelt werden. Der Broker setzt dabei üblicherweise vor allem auf dynamische Handelsspannen, die sich an die Marktgegebenheiten anpassen und sich dementsprechend ständig ändern können. Die Spreads steigen zudem noch einmal deutlich an, wenn der Trader eine garantierte Stop-Order nutzen möchte.

Trader, die ihre Positionen auch über Nacht halten wollen oder andere Premium-Leistungen in Anspruch nehmen, müssen dafür zusätzliche Gebühren entrichten, was im Rahmen des CFD-Handels allerdings absolut üblich ist. Wie hoch die Finanzierungskosten dann sind, richtet sich nach dem Basiswert.

Welche Konditionen müssen Anleger beachten?

Um ein Konto bei Plus500 zu eröffnen, ist eine Mindesteinzahlung von 100 Euro/USD notwendig. Plus500 erhebt keine Kontoführungskosten für die Bereitstellung des Tradings. Dies ändert sich allerdings, wenn sich der Kunde drei Monate lang keine Transaktionen getätigt hat oder sich über diesen Zeitraum nicht eingeloggt hat, obwohl er offene Positionen hält. Der Broker erhebt dann eine Inaktivitätsgebühr und rechtfertigt dies damit, dass die Bereitstellung des Services für ihn mit Kosten verbunden ist. Diese Gebühren fallen nach dreimonatiger Inaktivität an und betragen aktuell 10 $.

Der Broker erlaubt als MarketMaker kein Scalping. Zudem ist auch automatischer Handel verboten. Wie groß der maximale Hebel ist, hängt sehr stark vom gehandelten Basiswert ab. Plus500 verzichtet auf die Nachschusspflicht.

Die Handelsplattform von Plus500

Plus500 nutzt eine eigene Handelsplattform, über die Trader Geld investieren können. An diese Plattform sind Kunden gebunden. Eine API-Schnittstelle oder die Möglichkeit, andere Software-Lösungen zu nutzen, besteht nicht. Dies ist durchaus bedauerlich, da die Handelsplattform von Plus500 im Vergleich zu professionellem Trading-Werkzeug durchaus eingeschränkt ist. So wird der Chart beispielsweise immer in der unteren Bildhälfte angezeigt und lässt sich nicht vergrößern. Zudem können sich Anleger nur zwischen Linien und Candlesticks in der Chart-Darstellung entscheiden und zwar einige Indikatoren einzeichnen, eigene Zeichentools lassen sich jedoch nicht nutzen. Insgesamt ist die Handelsplattform also durchaus verbesserungswürdig, auf der anderen Seite jedoch auch sehr einsteigerfreundlich. Die Handelsplattform gibt es allerdings auch in einer Download-Variante, die deutlich leistungsstärker ist und mehr Einstellungen ermöglicht.

Die Plus500 Handelsplattformen auf einen Blick

Die Plus500 Handelsplattformen auf einen Blick

Gibt es eine App?

Es gibt eine Plus500 App, die der Broker für Android und iOS anbietet. Das Unternehmen gibt sogar an, dass rund 40 Prozent der Transaktionen über Smartphones oder Tablets getätigt werden. So überrascht es nicht, dass ein Großteil der Trader die App positiv bewertet. Bei Google Play finden sich zwar auch einige kritische Stimmen, die jedoch nur in den seltensten Fällen die Umsetzung der App kritisieren, sondern eher das Produkt an sich. Tradern wird hiermit jedoch eine vergleichsweise zuverlässige und einfach zu bedienende Möglichkeit des mobile Tradings geboten.

Wie funktionieren Einzahlungen?

Um eine Einzahlung zu tätigen, muss der Kunde nicht nur ein Konto eröffnen, sondern auch seine Registrierung im Bestätigungszentrum komplettieren. Zur Einzahlung stehen dann unter anderem die folgenden Zahlungsmethoden zur Verfügung:

  • Überweisung
  • Kreditkarte mit Visa und MasterCard
  • PayPal
  • Giropay
  • Skrill

Der Broker verzichtet dabei auf Einzahlungsgebühren, erhebt jedoch eine Mindesteinzahlung von 100EUR/USD.

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Wie sind die Gelder der Kunden geschützt?

Der Sicherheitsaspekt ist aus nachvollziehbaren Gründen für die meisten Anleger besonders wichtig. Plus500 legt hier sehr hohe Standards an. Wenn Sie ein Konto bei Plus500 eröffnen, wird Ihr Geld gemäß den Regeln zum Schutz von Kundengeldern der britischen Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority – FCA) behandelt. Im Einzelnen bedeutet das für Sie:

  • Das gesamte Kundenvermögen wird, gemäß den Bestimmungen der FCA, auf gesonderten Bankkonten verwaltet.
  • Plus500UK Ltd verwendet eigenes Vermögen zum Hedging. Das Geld der Kunden wird zu diesem Zweck nicht verwendet.
  • Plus500UK Ltd gibt das Geld von Kunden nicht durch Hedging an Gegenparteien weiter.
  • Plus500UK Ltd geht keine spekulativen Positionen am Markt ein.
  • Plus500UK Ltd ist nicht durch Unternehmens- oder Staatsschulden belastet.
  • Plus500UK Ltd ist von der FCA unter der Registernummer 509909 zugelassen und reguliert.
  • Plus500UK Ltd legt kein Geld von Kleinanlegern an.

Zudem ist der Broker Teilnehmer im Financial Services Compensation Scheme (FSCS). Das FSCS ist Großbritanniens Ausgleichsfonds der letzten Instanz für Kunden von zugelassenen Finanzdienstleistungs-Unternehmen. Wenn ein Unternehmen zahlungsunfähig wird oder seine Tätigkeit einstellt, kann die FSCS möglicherweise ihren Kunden eine Entschädigung zahlen. Die FSCS deckt Geschäfte ab, die von Unternehmen durchgeführt werden, die von der britischen Finanzaufsichtsbehörde anerkannt sind.

Bis zu 50.000 £ Entschädigung möglich

Kunden von Plus500UK Ltd würden unter den Anspruch der Kategorie “Investitionen” fallen, wobei die Abdeckung 50.000 £ pro Person und Unternehmen beträgt. Wenn ein Kunde ein Konto bei einem zugelassenen Investment-Unternehmen hatte und es einen Fehlbetrag bei der Auflösung gab, kann er immer noch bis zu 50.000 £ als Entschädigung erhalten. Sollte Plus500UK Ltd Insolvenz anmelden, würden Kunden, deren Gelder in getrennten Konten gehalten wurden, ihren Anteil an dem getrennten Geld-Pool zurückerhalten, abzüglich der Verwaltungskosten für die Bearbeitung und Verteilung dieser Mittel. Wenn es einen Fehlbetrag gibt, kommen Personen möglicherweise für einen Anspruch auf Entschädigung aus dem Financial Services Compensation Scheme infrage.

Die Zahlungsarten sind breit aufgestellt zur Freude des Anlegers

Die Zahlungsarten sind breit aufgestellt zur Freude des Anlegers

Unter welchen Bedingungen zahlt Plus500 aus?

Um eine Auszahlung bei Plus500 zur tätigen, müssen Kunden eine Mindestauszahlungssumme erreichen. Diese beträgt bei PayPal und Skrill 50 Euro, bei Banküberweisung und Kreditkartenzahlung 100 Euro. Darunter wird eine Auszahlungsgebühr in Höhe von 10 Euro fällig.

Plus500 bearbeitet alle Auszahlung innerhalb von ein bis drei Werktagen. Hinzu kommt die Bearbeitungszeit des Zahlungsdienstleisters. Bei eWallets dauert es zwischen drei und sieben Werktagen, bis das Geld überwiesen ist, bei der Banküberweisung sind es hingegen nur bis zu fünf Werktage.

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Gibt es ein Demokonto oder Lernmaterial?

Der Broker bietet ein zeitlich unbegrenzt nutzbares Demokonto, das Anleger zudem sehr leicht beantragen können. Es reicht, dafür eine E-Mail-Adresse und den Namen anzugeben. Neukunden werden dann automatisch eingeloggt und können ins Demo-Konto wechseln, welches frei von Risiken ist. Dort wird ein Demoeinsatz i.H.v. 40.000EUR bzw. 50.000USD zur Verfügung gestellt. Durch die Demo-Version können Neukunden das Handeln auf der Plus500 Plattform testen.

Bildungsmaterial, wie Kunden es teilweise von anderen Brokern gewöhnt sind, gibt es bei Plus500 nicht. Auf der Webseite befinden sich lediglich eine FAQ, die jedoch kaum dabei hilft, über Trading mehr zu erfahren. Zudem stehen Videos zur Verfügung, die die Handelsplattform erklären und so den Einstieg erleichtern sollen.

Auch weitere Services wie aktuelle Nachrichten, Prognosen und Analysen oder beliebte Lernmaterialien wie Webinare werden von Plus500 nicht angeboten. Der Broker hält sein Angebot in diesem Bereich sehr klein und bietet so gut wie keine weiteren Servicedienstleistungen.

Hinweis: Obwohl Plus500 eine sehr benutzerfreundliche Plattform ist, sind CFDs komplexe Finanzprodukte. Daher ist die Plattform nicht für Anfänger bzw. unerfahrene Händler geeignet.

Wie können Anleger den Kundenservice erreichen?

Kunden erreichen den Broker rund um die Uhr (24/7) auf schriftlichem Weg per E-Mail oder Live-Chat in verschiedenen Sprachen. Das Unternehmen verweist auf die FAQ, wenn Fragen dringend beantwortet werden müssen.

Sicherheit ist bei Anlagen immer wichtig.

Sicherheit ist bei Anlagen immer wichtig.

Ist Plus500 seriös?

Plus500UK Ltd ist zugelassen und reguliert durch Financial Conduct Authority (FRN 509909) und hat somit eine der striktesten Finanzaufsichtsbehörden der Welt als Aufseher. Die Briten haben dabei durchaus ein Auge auf den Anbieter. So wurden 2015 die Konten der Kunden aus Großbritannien eingefroren, da der Broker nicht genügend Maßnahmen gegen Geldwäsche getroffen haben soll. Der Vorfall sorgte für Aufsehen und dafür, dass zahlreiche Kunden dem Anbieter den Rücken kehrten.

Auch heute ist Plus500 einer der Broker, die eher kritisch gesehen wird. Dies liegt allerdings primär daran, dass der CFD-Handel gerade für Privatanleger umstritten ist und für viele in zu großes Risiko darstellen kann. Plus500 scheint allerdings relativ schnell in der Umsetzung von geforderten Anpassungen zu sein.

Dennoch ist Plus500 mit der belgischen Finanzaufsichtsbehörde FSMA in Konflikte geraten. Der Broker muss eine Strafe in Höhe von mehr als einer halben Mio. Euro entrichten. Grund dafür ist, dass das Unternehmen seine Dienste weiterhin in Belgien angeboten und dafür auch eine belgische TLD-Webseite betrieben haben soll, obwohl CFDs dort inzwischen vollständig verboten sind. (Quelle: Financial Times)

Hinweis: Plus500 ist eine Handelsmarke von Plus500 Ltd. Plus500 Ltd arbeitet über die folgenden Tochtergesellschaften:
Plus500UK Ltd ist von der Financial Conduct Authority zugelassen und reguliert. Britische Finanzaufsichtsbehörde FCA-Registernummer: 509909. Anschrift: Plus500UK Ltd, 78 Cornhill | London EC3V 3QQ
Plus500CY Ltd ist autorisiert und reguliert durch die Cyprus Securities and Exchange Commission (Lizenznr. 250/14).
Plus500AU Pty Ltd hält AFSL #417727, herausgegeben von ASIC, FSP Nr. 486026 herausgegeben von der FMA in Neuseeland und Autorisierter Finanzdienstleister #47546, herausgegeben von der FSCA in Südafrika.
Plus500SG Pte Ltd (UEN 201422211Z) verfügt über eine Dienstleistungslizenz für Kapitalmärkte der Währungsbehörde von Singapur für den Handel mit Wertpapieren und den Leveraged-Devisenhandel (Lizenznr. CMS100648-1).

Fazit: Plus500 mit umfangreichen Angebot

Plus500 bietet ein Auswahl an Basiswerten, die von anderen Brokern nur selten erreicht wird. Auch die Konditionen beim Trading beginnen bei sehr günstigen Spreads. Negativ sind die Auszahlungsgebühren und die Handelsplattform, die ein professionelles Trading zumindest in der Webversion nicht ermöglicht. Ohnehin könnten sich ambitionierte Trader stark dadurch eingeschränkt fühlen, dass Scalping und AutoTrading verboten sind.

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Hinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. Zwischen 74% und 89% der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs Geld. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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