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Scalping Broker und Strategie – Wie funktionieren Scalping-Strategien?

Scalping gilt unter erfahrenen Tradern als eine der besten Möglichkeiten, dauerhaft erfolgreich zu traden. Allerdings erlaubt nicht jeder Broker diese Technik, sodass Interessenten einen Scalping Broker sorgfältig auswählen müssen, um ihr Geld nicht sinnlos zu riskieren. Eine Strategie hilft dabei, den Trading-Erfolg zu optimieren.

Was ist Scalping?

Scalping ist eine Technik, bei der Positionen innerhalb sehr kurzer Zeiträume eröffnet und wieder geschlossen werden. Sie ist auf verschiedene Basiswerte anwendbar. Im Rahmen des Daytradings nutzt der Anleger hierbei kleinste Kursschwankungen aus. Die Position wird häufig nur wenige Ticks später glattgestellt. Dies erfordert zum einen eine sehr schnelle Reaktionszeit, zum anderen ist Scalping nur dann sinnvoll, wenn es mit einem hohen Volumen durchgeführt wird. Deshalb nutzen die meisten Scalper Hebelprodukte.

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Darüber hinaus wird auch ein illegales Vorgehen von Börsenbriefen oder Wirtschaftsjournalisten als Scalping bezeichnet. Diese kaufen dann selbst marktenge Aktien zu kleinen Unternehmen und veröffentlichen anschließend Positivmeldung, um die Aktien bei den dadurch steigenden Kursen wieder zu verkaufen.

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Warum verbieten manche Broker Scalping?

Scalping kann aufgrund der hohen Geschwindigkeit für manche Broker problematisch sein. Dies liegt vor allem an der Arbeitsweise der Broker. Grundsätzlich muss dabei zwischen sogenannten Market Makern und Brokern, die DMA (Direct Market Access) anbieten, unterschieden werden.

Market Maker treten als Handelspartner auf und leiten die Order ihrer Kunden nicht an ein Liquiditätsnetzwerk weiter. Sie stellen stattdessen eigene Kurse und verdienen über den Spread ihr Geld. In vielen Fällen gleichen sich dabei die Order der Kunden gegenseitig aus. Hat der Markt jedoch eine sehr klare Meinung, muss der Broker die Order des Kunden absichern. Dies tut er, in dem er die Gegenposition eingeht. Auf diese Weise kann er verhindern, dass er Geld verliert, wenn seine Kunden gewinnen. Allerdings ist es beim Scalping aufgrund der raschen Abfolge technisch nicht möglich, dass der Broker sich schnell genug absichert. Dann macht er Verluste, wenn der Kunde gewinnt. Deswegen ist Scalping bei den meisten Market Makern verboten.

ECN oder STP-Broker leiten die Order hingegen an ein Netzwerk von Liquiditätsgebern weiter. Diese stellen die Kurse und der Broker funktioniert nur als Vermittler, der sich diesen Dienst fix bezahlen lässt. Er profitiert und verliert also nicht, wenn der Kunde verliert oder gewinnt und er muss die Position auch nicht absichern. Demzufolge kann es ihm egal sein, ob ein Kunde sehr schnell handelt. Im Gegenteil ist es für ECN und STP-Broker sogar von Vorteil, wenn ein Trader viel und schnell handelt, da dann sein Verdienst steigt.

Aus diesem Grunde ist Scalping bei den Market Makern in der Regel verboten, während STP- und ECN-Broker die perfekten Scalping Broker sind und diese Handelstechnik sogar gern gesehen ist.

Welche Eigenschaften hat ein guter Scalping Broker?

Beim Scalping stellen Trader besondere Anforderungen an einen Broker. So sind die folgenden Kriterien unerlässlich, wenn es sich um einen geeigneten Anbieter handeln soll:

  • Scalping erlaubt
  • Geringe Kommissionsgebühren
  • Zuverlässigkeit

Dies sind fraglos die wichtigsten drei Faktoren. Gerade die Zuverlässigkeit der Handelsplattform und ihre Geschwindigkeit können beim Scalping entscheidend sein. Wird ein Trade zu spät oder gar nicht ausgeführt, kann dies sehr negative Folgen haben.

Darüber hinaus können noch verschiedene andere Faktoren einen wichtigen Einfluss darauf haben, wie gut ein Scalping Broker im Vergleich mit anderen Anbietern ist. Ein guter Broker verfügt darüber hinaus über verschiedene andere Merkmale, durch die er sich von der Konkurrenz abheben kann. In vielerlei Hinsicht sind jedoch auch die Vorlieben des Traders entscheidend. Eine große Auswahl ist beispielsweise grundsätzlich wünschenswert, allerdings nutzen die meisten Trader ohnehin nur wenige Währungspaare zum Traden. Da fürs Scalping vor allem liquide Währungen gefragt sind, die sehr viel gehandelt werden, kommen ohnehin fast nur die Majors in Betracht.

Lohnt sich Scalping für Privatanleger?

Scalping erfordert viel Zeit. Der Ansatz, der hinter der Technik steckt, ist häufig kleine Gewinne zu realisieren, anstatt selten große. Das führt dazu, dass der Trader dem Markt ständig beobachten und viele Trades durchführen muss. Privatanleger sind häufig besser beraten, den gleichen Zeitaufwand in die Analyse ihres Aktienportfolios zu stecken. Ein weiteres Problem kann dabei auch die Vorbereitung sein. Scalping erfordert viel Hintergrundwissen und Gefühl für die Märkte, was nur durch eine Kombination von Selbststudium und Erfahrung erlangt werden kann.

Ein weiteres Problem kann sein, dass die Mindesteinlage für viele Einsteiger bei Scalping Brokern relativ hoch ist. In der Regel ist ein vierstelliger Betrag notwendig, um überhaupt aktiv zu werden. Dies führt jedoch gerade zu Beginn häufig dazu, dass Privatanleger vom Trading absehen oder anfangs zu viel Risiko eingehen. Wer als Privatanleger zu Beginn zu wenig Geld einsetzt, hat aus verschiedenen Gründen Probleme damit, das Risiko zu begrenzen. Zum einen ist es auf diese Weise schlecht möglich, ein sinnvolles Risikomanagement durchzuhalten. Wer nur ein Prozent pro Trade einsetzen möchte, muss im Gegenzug einen sehr hohen Hebel nutzen und dies erhöht das Risiko auf andere Art.

Ohnehin wird auch das Risiko für viele Privatanleger abschreckend sein. Zwar sind viele Scalper der Meinung, dass die Technik weniger riskant ist als beispielsweise Swingtrading, weil die Trades nur innerhalb weniger Pips geschlossen werden, dennoch ist auch Scalping im Vergleich zu den üblichen Finanzprodukten für Privatanleger in der Regel deutlich riskanter. Dies ergibt sich schon aus dem Hebel, der meist für das Scalping genutzt wird.

Für sehr ambitionierte Privatanleger, die ein entsprechendes Risiko eingehen können und zudem in der Lage sind, viel Zeit und zu Beginn auch Lehrgeld zu investieren, kann das Scalping jedoch eine sehr gute Technik sein.

Wie funktionieren Scalping-Strategien?

Eigentlich alle Scalping-Strategien basieren auf zwei verschiedenen Ansätzen. Entweder ein Scalper entscheidet sich für das Newstrading. Hier versucht er möglichst schnell auf relevante Marktdaten und Veröffentlichungen zu reagieren, um die darauf folgende Marktbewegung möglichst gewinnbringend zu nutzen. Dafür muss er natürlich bereits im Vorfeld die Termine der Veröffentlichung kennen und die darauf folgende Marktbewegung einschätzen können, bzw. schnell reagieren.

Ein anderer Ansatz nutzt die Möglichkeiten der technischen Analyse. Hierbei werden verschiedene Marktindikatoren genutzt, um Trends vorherzusagen. Auf diese Weise sollen auch optimale Einstiegszeitpunkte gefunden werden. Hierfür kommen die typischen technischen Indikatoren infrage, die auch kombiniert werden können. Eine besonderer Herausforderung stellen dabei die kurzen Zeiträume dar, in der die Analyse stattfindet.

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Warum sind Scalping-Strategien sinnvoll?

Scalping-Strategien sind – wie bei jeder anderen Art von Trading – die einzige Möglichkeit, den Erfolg sinnvoll zu überwachen und zu verbessern. Wer einfach darauf los tradet, ist letztlich vor allem vom Glück abhängig und kann Zusammenhänge schlechter durchschauen. Wer hingegen mit Strategie handelt, legt sämtliche wichtigen Faktoren fest:

  • Einstiegszeitpunkt und wie dieser ermittelt wird
  • Einsatz
  • Ausstiegszeitpunkt

Auch wenn dies relativ profan klingt, können Strategien so dazu führen, dass der menschliche Fehler minimiert wird und die Strategie im Laufe der Zeit verbessert werden kann. Der Trader hält dafür Erfolge und Misserfolge fest und analysiert diese regelmäßig. Auf diese Weise erhält er Anhaltspunkte, wo seine Scalping-Strategie bereits funktioniert und wo er sie noch verbessern kann oder muss.

Welche Währungspaare sind für das Scalping geeignet?

Grundsätzlich sind Währungen am besten geeignet, die eine hohe Liquidität und eine geringe Volatilität aufweisen. Auch wenn eine hohe Volatilität es natürlich immer ermöglicht, größere Gewinne zu realisieren, sind Währungen mit großer Schwankungsbreite für das Scalping eher ungeeignet.

Stattdessen sind vor allem die Majors gut geeignete Währungen. Sie haben eine hohe Liquidität und erleben nur in absoluten Ausnahmefällen größere Einbrüche. Stattdessen schwanken sie nur gering und erlauben es so, innerhalb von kurzen Zeiträumen geringe Änderungen gewinnbringend zu nutzen, ohne ein zu großes Risiko einzugehen. Zu ihnen zählen beispielsweise die folgenden Währungspaare:

  • EURUSD
  • GBPUSD
  • USDCHF

Grundsätzlich sind unter ihnen die Währungen der größten Wirtschaftsmächten zu finden. Die einzelnen Währungen gehören zu den Reservewährungen und werden weltweit gehandelt. Sie weise alle eine geringe Volatilität und eine hohe Liquidität auf. Veränderungen finden hier nur langsam statt.

Eine weitere Möglichkeit sind Währungspaare, die ebenfalls eine hohe Liquidität aufweisen, dabei jedoch volatiler sind. Hierfür eignen sich vor allem Währungen wie der Euro oder der US-Dollar in Kombination mit dem japanischen Yen, der in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit darstellt. Er wird auch heute noch genutzt, um besonders riskante Trades einzugehen. Dies hat allerdings den Nachteil, dass heftige Marktbewegungen stattfinden können. Deswegen sind Währungspaare mit dem Yen fürs Scalping nur bedingt geeignet.

Noch weniger empfehlenswert ist allerdings Scalping mit sogenannten Exoten. Sie sind noch volatiler und zudem nicht ansatzweise so liquide wie die Majors. Zu ihnen gehören Währungspaare die seltener gehandelt werden. Allerdings werden natürlich nicht alle Währungen der Welt bei Forex-Brokern angeboten. Zu den typischen Exoten zählen die folgenden Währungen:

  • Russischer Rubel
  • Norwegische Krone
  • Schwedische Krone
  • Brasilianischer Real
  • Australischer Dollar
  • Chinesische Renminbi
  • Südafrikanischer Rand
  • Türkische Lira

All diese Währungen sollten im Rahmen des Forex-Tradings also nicht durch Scalping gehandelt werden, sondern Anleger sollten länger investiert bleiben.

Fazit:

Nicht alle Forex-Broker sind als Scalping Broker geeignet. Vor allem Market Maker erlauben diese Trading-Technik nicht. Ein guter Scalping Broker erlaubt hingegen, schnell innerhalb kurzer Zeiträume zu traden, ist zuverlässig und erhebt nur geringe Gebühren. Zum Handel ist eine Scalping Strategie unerlässlich, da nur so eine Verbesserung durch Analyse möglich ist. Zum Handel sind am besten liquide und nicht zu volatile Währungen geeignet, was auf die Majors am besten zutrifft. Volatilere Werte erhöhen das ohnehin durch die Hebelwirkung recht hohe Risiko zusätzlich. Scalping ist wie Forex-Trading ohnehin nur für sehr ambitionierte Privatanleger geeignet, kann dann jedoch Spaß machen und eine ordentliche Rendite bringen.

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