Diese Aktien haben Tenbagger-Potenzial – Und das sind die Risiken!

Unser Dienst wird Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt. Um ihn zu finanzieren, gehen wir Partnerschaften mit Unternehmen ein (siehe Kapitel: Unsere Finanzierung und Partnerschaften). Dabei setzen wir aber nicht auf klassische Anzeigen. Diese bergen immer die Gefahr, sich im Zweifelsfall zwischen dem Wunsch eines großen Kunden und der redaktionellen Unabhängigkeit entscheiden zu müssen. Stattdessen erhalten wir bei vielen Produkten eine Provision, wenn Sie einen Vertrag über unseren Vergleichsrechner oder einen Link von unserer Seite abschließen. Das hat für uns den Vorteil, dass wir offen sagen können, welches Unternehmen uns besser gefällt. Denn ob Sie einen Vertrag mit diesem oder einem anderen Anbieter aus unserem Vergleichsrechner schließen, hat für uns oft nur geringe Bedeutung. Grundsätzlich haben unsere Partner keinen Anspruch auf eine positive Berichterstattung. Allerdings behalten wir uns das Recht vor, in unsere Vergleichsrechner und Tabellen nur Partner aufzunehmen. Somit können Konkurrenzanbieter mit vergleichbaren Angeboten unberücksichtigt bleiben, sofern sie nicht an unserem Partnerprogramm teilnehmen. Wichtig ist uns dabei Transparenz. Schaltflächen mit Beschriftungen wie „Jetzt direkt zum Broker“ enthalten sogenannte Affiliate-Links, bei denen wir eine Vergütung den dem Unternehmen bekommen. Dagegen sind reguläre Links im Text, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, nicht gesponsert. Diese erkennen sie an dem (). Durch diese Art der Finanzierung bleibt die Seite mit ihren Dienstleistungen für Sie kostenfrei. Hier erfahren Sie mehr über uns.
Tenbagger Beitragsbild

Tenbagger - Das Wichtigste in Kürze

 

So gehen Sie vor

  • Legen Sie das Budget fest, das Sie investieren wollen.
  • Identifizieren Sie mögliche Tenbagger Aktien.
  • Wählen Sie mehrere Aktien, denn nicht alle werden erfolgreich sein.
  • Eröffnen Sie ein Depot bei einem günstigen Broker, beispielweise einem Neobroker.
  • Handeln Sie.

 

Unsere Arbeitsweise

analysierte investments
12
Analysierte
Investments
stunden investiert
8
Stunden
investiert
stunden recherchiert
26
Stunden
recherchiert
Analysierte Investments
5
Ausführliche
Analysen

 

Tenbagger Bedeutung: Das ist ein Tenbagger

Als Tenbagger werden Aktien bezeichnet, die ihren Wert mindestens verzehnfacht haben. Allerdings ist nicht festgelegt, in welchem Zeitraum das passieren muss und gegenüber welchem Ausgangspunkt. So lag die SAP-Aktie Mitte 2021 mehr als zehn Mal so hoch wie 1997 – und wäre somit ebenfalls ein Tenbagger. Allerdings ist der Zeitraum von 24 Jahren vergleichsweise lang, Amazon verzehnfachte seinen Wert in nur 10 Jahren.

Der Begriff wurde von dem ehemaligen Fondsmanager Peter Lynch kreiert und hat nichts mit Baufahrzeugen zu tun, sondern ist dem Baseball entnommen. Ein Home Run, bei dem der Schläger selbst alle vier Bases (Bags) abläuft, wird auch als Fourbagger bezeichnet.

Wie Tenbagger Aktien finden?

Peter Lynch hatte eine klare Meinung dazu, wie man gute Aktien findet. Statt alleine auf Werte wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder die Rendite in der Vergangenheit zu blicken, sollten Fondsmanager seiner Meinung nach das Potential einer Aktie erkennen. Dazu gehört fundierte Marktkenntnis – aber auch Fantasie. Ein Blick auf die fundamentalen Daten, also die Gewinne und die Entwicklung der Aktienkurse, ist zwar notwendig, kann aber Marktkenntnis nicht ersetzen. Ein langfristiger Kursgewinn ist nur bei erfolgreichen Produkt möglich.

3 Aktien mit Tenbagger-Potential: Unsere Meinung

Welchen Aktien könnte es gelingen, den Wert innerhalb von nur zehn Jahren zu verzehnfachen, also eine jährliche Rendite von 25 Prozent zu erzielen? Hellsehen können auch wir nicht, aber diese drei Aktien haben Potential. Bedenken müssen Anlegerinnen und Anleger dabei, dass chancenreiche Wertpapiere üblicherweise auch viele Risiken bergen (siehe die Kapitel Chancen und Risiken in unserer SWOT-Analyse).

Tenbaggger Aktie Deutschland: Linux-Spezialist SUSE

WKN: SUSE5AWKN kopiert / ISIN: LU2333210958ISIN kopiert

Deutsche Aktien gelten üblicherweise als undynamisch. Allerdings gibt es viele Aktien, die ihren Kurs in zehn Jahren mehr als verzehnfacht und somit mehr als 900 Prozent gesteigert haben.

NameWKNISINEntwicklung 2011 - 2021
Sartorius716560DE0007165607+5.090 %
Nemtschek645290DE0006452907+2.190 %
Evotec566480DE0005664809+1.330 %

Unklar ist, ob eines der Unternehmen den Aufwärtsboom fortsetzen kann. Alle drei Firmen sind in Zukunftsbranchen aktiv; Sartorius ist Zulieferer für Labore und die Pharma- und Chemieindustrie, Nemetschek entwickelt Software für Architekten und die Bauindustrie und Evotec ist in der Wirkstoffforschung tätig. Eine weitere Verzehnfachung würde eine Verhundertfachung innerhalb von 20 Jahren bedeuten. Unmöglich ist das nicht – wer 2001 Apple Aktien kaufte, hatte sein Kapital 20 Jahre später auf das 288-fache gesteigert.

Es gibt aber auch andere Kandidaten für einen starken Anstieg. Das offiziell in Luxemburg registrierte, tatsächlich aber von Nürnberg aus agierende IT-Unternehmen SUSE ist auf Open-Source-Software spezialisiert, vor allem auf Basis des freien Betriebssystems Linux. Kunden sind überwiegend Unternehmen und Rechenzentren. Auch wenn Linux nur auf wenigen PCs installiert ist, hat es heute große Bedeutung bei Servern. Die Nürnberger bezeichnen sich selbst als „weltweit führender Anbieter von Open Source-basierten Lösungen“.


Das Unternehmen könnte von mehreren Trends profitieren, zum Beispiel von der zunehmenden Vernetzung, die die Nachfrage nach Rechenkapazitäten erhöht. Gefragt sind nicht nur Rechenleistungen für Büros oder das Internet. Die Vernetzung von Maschinen in Fabriken oder das autonome Fahren werden riesige Kapazitäten benötigen. Angesichts der Macht von Big Tech werden viele Firmen aber davor zurückschrecken, sich weiter in die Hand weniger chinesischer oder US-amerikanischer Monopolisten zu begeben. Das bedeutet Chancen für eine offene und freie Software wie Linux.

Diese Kombination könnte SUSE eine beeindruckende Wachstumsgeschichte bescheren. Zumal das Unternehmen bereits seit 1992 Linux-Produkte anbietet, die damals noch echte Nischenprodukte waren. Im Geschäftsjahr 2019/2020 (das Geschäftsjahr beginnt bei Suse am 1. September) konnte SUSE seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als 81,3 Prozent steigern. Im laufenden Geschäftsjahr soll erstmals wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden, ab dem Folgejahr dann endlich auch Gewinne.

Im ersten Monat nach dem Börsengang im Mai 2021 stieg die Aktie bereits um 13 Prozent. Es gibt allerdings auch Risikofaktoren. Die Zugangshürden in den Markt sind niedriger als bei Unternehmen, die wie Microsoft, SAP oder Nemetschek eine komplett eigene Software entwickeln. Und natürlich werden die großen Tech-Konzerne alles dafür tun, dass ein relevanter Anteil der Einnahmen aus der zunehmenden Vernetzung in ihren Taschen landet.

Bewertung:

  • Führend im Markt für Linux-Software
  • Profitiert vom wachsenden IT-Markt
  • Bisher keine Gewinne

Tenbagger Aktie Welt: Carbios, das Ende des Plastikmülls

WKN: A1XA4JWKN kopiert / ISIN: FR0011648716ISIN kopiert

Ein Unternehmen, das im Zusammenhang mit hohen Kurschancen immer wieder genannt wird, ist der französische Biotech-Spezialist Carbios. Das Unternehmen arbeitet an einem Enzym, das Plastik zersetzen soll. Genauer gesagt sollen Polyethylenterephthalate (PET) aus Plastikflaschen oder Textilien in Polymere zerlegt und dann wiederverwendet werden.

Das hat viele Vorteile. Eine sortenreine Trennung von Kunststoffen nach Farbe ist dann nicht mehr nötig. Außerdem sinkt bisher bei jedem Recycling die Kunststoffqualität, auch das soll künftig nicht mehr der Fall sein.

Sollte der Ansatz von Carbios funktionieren, wäre das ein Milliardenmarkt. Im Frühjahr 2021 besorgten sich die Franzosen mit einer Kapitalerhöhung Geld für den Aufbau einer ersten Pilotanlage. Der Aktienkurs litt zunächst unter diesem Schritt, für Neueinsteiger kann das aber eine Chance sein.

Das Investment ist allerdings auch riskant. Bisher macht das Unternehmen Verluste, denn es befindet sich noch in der Forschungsphase. Gewinne sind auch für die nächsten zwei Jahre nicht geplant. Scheitern die Pläne oder ist ein anders Unternehmen schneller, könnte das Papier wertlos werden. Aber auch das gehört zur Strategie von Peter Lynch. Er investierte gezielt in hochriskante Firmen und setzte darauf, dass die Gewinne der erfolgreichen Aktien die Verluste mehr als ausgleichen.

Bewertung:

  • Arbeitet an Enzymen, die Plastik zersetzen
  • Bei Erfolg ein Milliardenmarkt
  • Falls das Projekt scheitert, ist eine Insolvenz wahrscheinlich

Tenbagger Aktie China: Nio, das Auto-Startup

WKN: A2N4PBWKN kopiert / ISIN: US62914V1061ISIN kopiert
Nio ist in einem traditionellen Marktumfeld aktiv, nämlich der Automobilindustrie. Doch die Firma aus Shanghai ist kein etablierter und schwerfälliger Konzern, sondern ein junges Unternehmen, das vor allem in den Bereichen Elektromobilität und automatisiertes Fahren aktiv ist.

Allein von Juli 2020 bis Februar 2021 vervierfachte sich der Kurs. Anschließend sank er wieder. Doch vieles spricht dafür, dass sich die Aufwärtsbewegung fortsetzen wird, auch wenn Nio bisher keine Gewinne erzielt. Denn die Aktie verbindet drei große Trends, nämlich die Elektromobilität, das autonome Fahren sowie den chinesischen Markt.

Ohne Risiken ist das Papier trotzdem nicht. Neben technologischen und wirtschaftlichen Problemen könnte auch die Politik Schwierigkeiten bereiten. Mit der zunehmend aggressiveren Außenpolitik der Volksrepublik steigt das Risiko von Konflikten. Nicht nur mit den Nachbarn, allen voran der Republik China auf Taiwan, sondern auch mit den USA. Die Folgen könnten für Aktionäre verheerend sein.

 20192020e2021e
Umsatz in Mrd. EUR---
Gewinn/Aktie-1,44-0,86-0,52
Dividende/Aktie000

Bewertung:

  • Chinesische Autoaktie
  • Autonomes Fahren und Elektromobilität als Schwerpunktthemen
  • Gute Entwicklung in der Vergangenheit
  • Neben wirtschaftlichen auch politische Risiken

ETFs mit potenziellen Tenbagger Aktien

Auch Peter Lynch lag mit seinen Einschätzungen nicht immer richtig. Seine Philosophie des Tenbagger-Investments baute darauf auf, dass die Gewinne der Sieger-Aktien die Verluste der Verlierer mehr als ausgleichen. Für Privatanleger ist diese Strategie aber schwerer umzusetzen. Neobroker wie justTRADE oder finanzen.net zero verlangen einen Mindestwert von 500 Euro je Position. Wer 10 verschiedene Tenbagger Aktien kaufen will, benötigt also 5.000 Euro. Klassische Broker erlauben auch geringere Beträge, doch wegen der Ordergebühren ist das oft nicht sinnvoll. Wer 100 Euro investiert und 10 Euro Gebühren zahlen muss, hat erst ab einem Plus von zehn Prozent überhaupt Gewinne gemacht. Neobroker sind deshalb bei der Umsetzung dieser Strategie eine gute Wahl, doch sie fordern meist einen Mindestumsatz.

Die Lösung des Problems sind Fonds. Vor allem ETFs bieten sich an, also börsengehandelte Fonds. Denn die Kauf- und Verkaufskosten bei sind niedriger als bei klassischen Investmentfonds. Oft handelt es sich außerdem um passive Fonds, die lediglich einen Index abbilden oder Wertpapiere nach festgelegten statistischen Kriterien aussuchen. Das hält die Kosten niedrig.

Risikohinweis: Ihr Kapital ist gefährdet.

 

Deka STOXX Europe Strong Growth 20 UCITS ETF

WKN: ETFL03WKN kopiert / ISIN: DE000ETFL037ISIN kopiert
Auf eine Rendite von 21,2 Prozent pro Jahr kommt der ETF der Sparkassen-Gruppe in den vergangenen drei Jahren – insgesamt ein Plus von 77,9 Prozent. Das ist deutlich mehr als der Markt insgesamt erreichte.

Der ETF konzentriert sich ganz auf europäische Aktien mit starkem Wachstum. Zum Portfolio gehören Unternehmen wie Zalando oder das Gesundheitsunternehmen Straumann Holding aus der Schweiz.

Im Gegensatz zu vielen anderen ETFs bildet er nicht einfach einen Index ab, sondern wählt gezielt Aktien aus. Allerdings nutzt er dafür kein teures Fondsmanagement. Die Entscheidung wird auf Basis statistischer Kriterien getroffen. Diese sogenannten Smart Beta ETFs sind praktisch eine Mischung aus aktivem und passivem Investieren.

Das zeigt sich auch beim Preis, die Gesamtkostenquote (TER) liegt mit 0,65 Prozent etwas höher als bei einem DAX-ETF, aber deutlich niedriger als bei den meisten aktiv verwalteten Fonds.

Der Fonds ist auch über kleinere Handelsplätze wie die L&S Exchange handelbar und kann damit auch über viele Neobroker gekauft werden.

Bewertung:

  • Aktienauswahl auf Basis statistischer Kennzahlen
  • Rendite schlägt DAX in den vergangenen Jahren deutlich
  • Gesamtkostenquote bei 0,65 Prozent

Lyxor Russell 1000 Growth UCITS ETF – Acc

WKN: LYX0MSWKN kopiert / ISIN: FR0011119171ISIN kopiert

Bei der Geldanlage ist eine breite Streuung sinnvoll, auch bei Growth Aktien. Deshalb ist es empfehlenswert, neben europäischen Aktien auch Papier aus anderen Ländern mit ins Depot zu nehmen, etwa den USA.

Der Lyxor Russel 1000 Growth ETF hat wachstumsstarke Aktien aus dem Russel 1000 Index versammelt, also den 1.000 größten börsennotierten Unternehmen der USA.

In den vergangenen fünf Jahren konnte der Index 93,3 Prozent zulegen und damit sogar noch etwas mehr als der Deka ETF mit europäischen Papieren. Das liegt nicht zuletzt an dem hohen Anteil von Big-Tech-Werten wie Apple, Facebook, Alphabet sowie dem Autohersteller Tesla.

Der ETF wird synthetisch repliziert, die Fondsgesellschaft hält also nicht zwangsläufig die im ETF enthaltenen Aktien, sondern kann ihr Geld auch in andere Papiere investieren und deren Erträge gegen die des Russel 1000 Growth tauschen.

Die Kosten liegen dafür mit 0,19 Prozent deutlich niedriger als beim Deka-Fonds. Sollte der Siegeszug von Apple, Amazon und Co enden, wird das den ETF schwer treffen.

Der ETF wird nur an wenigen Handelsplätzen gehandelt und ist daher bei den meisten Neobrokern nicht verfügbar. Kaufen lässt er sich beispielsweise über Smartbroker, da das Unternehmen sowohl den kostenfreien Handel über Gettex als auch den kostenpflichtigen Handel über Xetra und andere Börsenplätze bietet.

Bewertung:

  • Growth Aktien aus dem Russel 1000
  • Rendite von 93,3 Prozent in drei Jahren
  • Starker Schwerpunkt auf Big-Tech-Aktien
  • Gesamtkostenquote bei 0,19 Prozent

Jetzt zu eToro! Arrows right

Risikohinweis - Sie riskieren ihr Kapital. Es fallen Gebühren an. Für mehr Informationen besuchen sie etoro.com/trading/fees

SWOT Analyse

Die Investition in potenzielle Tenbagger-Aktien hat Vor- und Nachteile. Wir haben Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken zusammengetragen.

Stärken: Meist dynamische Unternehmen

Über aktuelle Stärken gibt es bei potenziellen Tenbagger Aktien kaum Informationen. Ihre Stärke liegt vor allem in der Zukunft, also bei den Chancen. Allerdings sind die meisten bei zukunftsträchtigen Branchen tätig und haben oft flache Hierarchien.

Schwächen: Meist am Anfang des Weges

Und dann gibt es Firmen wie Apple. Das Unternehmen erzielte vor acht Jahren bereits hohe Gewinne und verzehnfachte den Kurs seitdem. Aber die meisten unserer Kandidaten befinden sich noch in der Verlustzone. SUSE schreibt rote Zahlen, Carbios ebenfalls.

Immer wieder sind Firmen deshalb zu Kapitalerhöhungen gezwungen, Carbios beispielsweise im Mai 2021. Obwohl solche Maßnahmen oft weitere Investitionen ermöglichen, im Fall von Carbios den Bau einer Pilotanlage, sorgen sie oft kurzfristig für Kursrückgänge.

Chancen: Mehr als 100 Prozent Gewinn möglich

Die Stärken der Tenbagger Aktien liegen in den potenziellen Gewinnen. Wenn bei der Vernetzung der Industrie auf das offene Betriebssystem Linux gesetzt wird – oder es Carbios wirklich gelingt, das Plastik-Recycling zu revolutionieren – dann sind Gewinne möglich, die den DAX weit hinter sich lassen. Vergleichsweise sichere Aktien wie Nahrungsmittelproduzenten können solches Wachstum meistens nicht bieten.

Risiken: Nicht jede gute Idee bringt auch Geld

Betriebssysteme auf Linux-Basis, Recycling von Plastikmüll und Autos, die autonom und elektrisch fahren, sind sicher gute Ideen. Eine Garantie für Gewinne sind Sie jedoch nicht. Es ist möglich, dass die technische Umsetzung nicht funktioniert oder dass andere Unternehmen schneller sind. Fermentalg arbeitet wie Carbios daran, das Potential für Algen zu erschließen. Eine zukunftsträchtige Idee, doch die großen Kursgewinne lassen seit fünf Jahren auf sich warten.

Fazit zur SWOT-Analyse:

Für erfahrene Börsianer ist es keine große Überraschung: Tenbagger Aktien bieten große Chancen, aber auch hohe Risiken. Doch die potentiellen Gewinne sind höher als die möglichen Verluste. Peter Lynch empfahl deshalb eine breite Streuung des Engagements in unterschiedliche Unternehmen. Dann ist die Chance hoch, dass die Gewinne die Verluste anderer Engagements übertreffen. Oder man investiert direkt in einen ETF.

Alternative zu Tenbagger Aktien: Wachstumsbranchen

Wer Tenbagger Aktien sucht, kann sich auch gezielt bei anderen Zukunftsbranchen umsehen, etwa der Wasserstoffwirtschaft, der Biotechnologie oder nachhaltigen Aktien. In unseren Beiträgen haben wir entsprechende Informationen zusammengestellt.

ETFs aus diesen Branchen können auch eine Alternative zu Growth-Aktienfonds sein. Allerdings haben sie den Nachteil, dass viel Kapital in eine einzelne Branche investiert wird. Sollte Wasserstoff die Erwartungen nicht erfüllen, würden nicht nur einzelne Aktien, sondern der gesamte ETF darunter leiden. Deshalb gibt es bisher kaum ETFs für sehr kleine Nischenmärkte.

Fragen und Antworten zu Tenbagger Aktien

Was sind Tenbagger Aktien?

Eine Tenbagger Aktie ist ein Wertpapier, das seinen Kurs verzehnfacht hat. Allerdings ist nicht festgelegt, in welchem Zeitraum. Wir haben bei unserer Analyse einen maximalen Zeitraum von zehn Jahren definiert.

Welche Aktie ist ein Tenbagger?

Da der Zeitraum für eine Verzehnfachung nicht definiert ist, kann man diese Frage nicht beantworten. Legt man aber eine Frist von zehn Jahren für die Verzehnfachung als Obergrenze fest, dann sind beispielsweise Apple und Amazon Tenbagger.

Was ist das Tenbagger Potential?

Eine Aktie mit Tenbagger Potential ist ein Wertpapier, das seinen Kurs möglicherweise verzehnfachen wird. Solche Papiere sind meist in Zukunftsmärkten aktiv und haben einen technologischen Vorsprung auf die Konkurrenz. Trotzdem sind diese Aktien auch riskant.

Welche Aktien können sich verzehnfachen?

Theoretisch hat fast jedes Papier das Potential zum Verzehnfachen. Praktisch handelt es sich aber oft um junge Unternehmen mit zukunftsträchtigen Ideen. Die große Chance ist die Belohnung für das hohe Risiko, das Anleger und Anlegerinnen eingehen. Nach einer Theorie von Peter Lynch übertrifft in der Summe aber die Chance das Risiko.

Fazit

Die Investition in potentielle Tenbagger Aktien birgt hohe Risiken, aber noch größere Chancen. Der Fondsmanager Peter Lynch erzielte mit dieser Strategie Gewinne, die weit über der allgemeinen Marktentwicklung lagen. Allerdings funktioniert sie nur, wenn die Investition ausreichend breit gestreut wird. Zumal auch ein paar Dividendenaktien dem Depot guttun. Wer wenig Kapital zur Verfügung hat, kann mit Growth ETFs am Erfolg der Tenbagger teilhaben.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

0.0

Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Er selbst legt sein Geld am liebsten mit ETFs an, gerne themen- und länderspezifisch, aber immer auch im Hinblick auf eine breite Streuung. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben.

Weitere Artikel von Tilman Weigel