Wasserstoff Aktien kaufen & Brennstoffzellen Aktien kaufen – das Wichtigste auf einen Blick

In den vergangenen Jahren hat sich die Diskussion um Elektromobilität fast völlig auf mit Akkus bestückte Fahrzeuge verlagert. Dabei forschen viele deutsche Unternehmen schon seit Jahren zum Thema Wasserstoff. Und tatsächlich haben viele Experten sie noch lange nicht abgeschrieben. Nicht nur bei Lastkraftwagen scheint die Brennstoffzelle eine Zukunft zu haben. Japan hat gerade bekannt gegeben, dass das Land bis 2040 vollständig auf erneuerbare Energien umsteigen will – und dabei vor allem auf den Wasserstoff als Energiespeicher setzt. Wer in Wasserstoff investieren will, für den ist das aktuell geringe Interesse sogar von Vorteil. So bleiben die Kurse niedriger.

Die besten Wasserstoff Aktien 2018

Sollte die Brennstoffzelle wirklich bald durchstarten, dann sollte sich das auch in den Kursen der beteiligten Unternehmen niederschlagen. Am Anfang des Jahrtausends befanden sich die Wasserstoff Aktien bereits schon einmal auf einem Höhenflug. Seither hat sich die Aufmerksamkeit auf andere Bereiche gelenkt. Womöglich eine gute Gelegenheit, um jetzt einzusteigen.

Brennstoffzellen Aktien 2018



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Ein Klassiker unter den Brennstoffzellen Aktien ist das kanadische Unternehmen Ballard Power Systems. Vor fast 40 Jahren gegründet ist es heute Weltmarktführer für Brennstoffzellen. Die Aktie ist allerdings nichts für schwache Nerven. Vom Herbst 2013 bis zum Frühjahr 2014 verfünffachte sich der Kurs der Ballard Power Aktien fast, um dann wieder auf das alte Niveau zurückzufallen. Ähnlich war es Herbst 2017, als sich der Kurs verdoppelt und erstmals den Wert des Frühjahrs 2014 übertraf. Mitte 2018 lag der Kurs beim Weltmarktführer Wasserstoff dann aber wieder nur wenig über dem vom Herbst des Vorjahres. Die Mobilitätswende und die Notwendigkeit, Energie aus regenerativen Quellen zu speichern, wird hoffentlich zu einem dauerhafteren Anstieg bei dem kanadischen Brennstoffzellen Unternehmen führen.

Beim norwegischen Unternehmen Nel steht dagegen die andere Seite im Vordergrund. Seit rund 90 Jahren baut die Firma Elektrolyseure, also Geräte zur Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Der große Vorteil: die benötigt man auch, wenn der Wasserstoff für andere Zwecke als zur Stromerzeugung in der Brennstoffzelle benötigt wird. Daneben stellt das Wasserstoff Unternehmen auch Wasserstofftankstellen her. Wie bei Ballard Power Systems ist eine Investition in Wasserstoff Aktien aus Norwegen aber spekulativ.

Wer weniger Risiko mag, dem bleibt noch das deutsche Unternehmen Linde. Firmengründer Carl Linde war einer der wesentlichen Begründer der modernen Kühltechnik und erhielt 1913 den Nobelpreis für Physik. Bis 2013 war das Unternehmen auch der größte deutsche Anbieter in diesem Sektor, 2014 wurde der Geschäftszweig aber verkauft.

Carl Linde (ab 1897 Carl von Linde) zerlegte aber auch als erster im industriellen Maßstab Luft in ihre einzelnen Bestandteile. Gase sind heute das Kerngeschäft der Linde AG. Das Unternehmen vertreibt sowohl die Gase selbst als auch Maschinen und Infrastruktur zu deren Gewinnung. Es hat auch stark in das Thema Wasserstoff investiert. Mit BeeZero betreibt es den weltweit ersten Carsharing-Anbieter für Autos mit Wasserstoffantrieb. Weil das Unternehmen aber auch in zahlreichen anderen Gebieten aktiv ist, ist die Investition weniger riskant, bietet natürlich auch weniger Aussichten auf starke Kurssprünge.

Tipp:

Die Consorsbank lockt immer wieder mit besonderen Aktionsangeboten. Auch dauerhaft ist die Nürnberger Bank aber eine gute Adresse. Denn sie verbindet moderate Transaktionskosten mit dem Angebot einer Universalbank für Privatkunden, vom Girokonto über Tages- und Festgeld bis hin zum Depot. Außerdem bietet die Consorsbank einen unbürokratischen Lombardkredit (Wertpapierkredit). Allerdings können bei guter Bonität Ratenkredite günstiger sein.

Wasserstoff Fonds

Die Zahl von Aktiengesellschaften im Bereich Brennstoffzellen ist sehr überschaubar. Entsprechend gibt es nur wenige Fonds, die sich ganz auf das Themengebiet spezialisieren. Echte Brennstoffzellen Fonds gibt es kaum noch, der stark auf Wasserstoff fokussierte DWS New Energies Basket 25+ wurde mittlerweile eingestellt. Meist sind es Investmentfonds aus dem Themengebiet Neue Energien, die auch Wasserstoff Aktien enthalten. Neben aktiv verwalteten Fonds haben wir auch einen Wasserstoff ETF in unsere Liste aufgenommen.

Drei Aktienfonds rund um das Thema Wasserstoff

Der JSS Multi Label SICAV – New Energy Fund (EUR) B  bezeichnet sich selbst als ersten europäischen Fonds für regenerative Energien. Er setzt nicht ausschließlich auf Wasserstoff, sondern investiert auch in andere erneuerbare Energien. Der weltweit agierende Fonds hat zwischen 2013 und 2018 rund 18 Prozent zulegen können und wird in Euro notiert.
Auch der DNB Fund – Renewable Energy Retail A investiert ebenfalls weltweit. Der Ausgabeaufschlag ist etwas höher als beim New Energy Fund von DNB, allerdings war der Fonds zwischen 2013 und 2018 auch einer der erfolgreichsten des Sektors mit einem Gewinn von nahezu 75 Prozent.
Mit dem LYXOR UCITS ETF New Energy D haben wir auch einen Brennstoffzellen ETF aufgenommen, wobei es sich auch hier streng genommen um einen allgemeinen Fonds zum Thema erneuerbare Energien handelt. Er bildet den World Alternative Energy Index nach. Durch diesen passiven Ansatz sind die Kosten sehr niedrig, trotzdem erzielte der Fonds von 2013 bis 2018 einen Gewinn von fast 60 Prozent. Auch hier fließen aber verschiedene Energieträger ein, einen echten ETF Wasserstoff oder gar ETF Brennstoffzellen gibt es nicht.
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Eine große Auswahl an Fonds zum Thema erneuerbare Energien bietet die Comdirect-Tochter finvesto. Das Unternehmen hat sich ganz auf das Investieren in Fonds sowie seinen Robo Advisor spezialisiert, bietet also keinen Handel mit Aktien an. Dafür ist die Auswahl an Fonds groß und die Konditionen sind überwiegend gut. Das ETF-Magazin Extra kürte das Unternehmen sogar zum Testsieger in der Rubrik ETF-Sparplan.

Wie funktioniert die Energiegewinnung aus Wasserstoff?

Mit Hilfe von Strom wird Wasser zunächst in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Später werden beide Elemente dann wieder zusammengeführt. Theoretisch lässt sich damit auch ein Verbrennungsmotor betreiben, ähnlich wie sich auch Motoren mit Erdgas betreiben lassen. Häufiger werden Wasserstoff und Sauerstoff allerdings in einer Brennstoffzelle zusammengeführt.

Was ist eine Brennstoffzelle?

Wer Brennstoffzelle sagt, meint meist eine Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle. Die beiden Elemente verbinden sich zu Wasser, dabei entsteht Strom. Auf den ersten Blick erscheint es unsinnig, mit Hilfe von Strom zunächst Wasser in seine Elemente zu zerlegen und beide dann wieder zusammenzuführen. Denn natürlich ist die Stromausbeute am Ende geringer als das, was zunächst aufgewendet wurde. Allerdings lässt sich die Energie so speichern.

Schon vor mehr als 170 Jahren beschrieb der große Schriftsteller und Visionär Jules Vernes die Energiegewinnung aus Wasserstoff. Tatsächlich lassen sich so zwei Probleme auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Energieeinsatz gleichzeitig lösen.

Warum Wasserstoff als Energieträger der Zukunft gilt

Ein großer Teil der Emissionen wird heute durch den Verkehr verursacht. Der Umstieg auf Strom wäre die Lösung. Züge fahren bereits heute in Deutschland überwiegend elektrisch, das Modell der Stromzufuhr über eine Oberleitung ist aber für Autos wenig praktikabel.

Im Pkw-Bereich setzten die Autohersteller aktuell vor allem auf Batterien. Dass sich diese Technik durchsetzt ist aber noch keineswegs sicher. So sind die Akkumulatoren in der Produktion oft wenig umweltfreundlich. Für Lastkraftwagen erscheinen sie gänzlich ungeeignet. Die Lösung könnten mit Wasserstoff betriebene Autos fahren.

Auch für Schiffe scheint das aktuell die bessere Lösung. Zumal die Technik dort bereits im Einsatz ist. Die deutsche und die italienische Marine betreiben U-Boote, die mit Brennstoffzellen ausgerüstet sind. Nicht zuletzt, weil bei dem Verfahren kaum Abwärme anfällt, die die Schiffe verraten könnte.

Aber auch bei einem zweiten Problem kann Wasserstoff helfen. Denn Strom aus Wind und Sonne fällt nicht immer dann an, wenn er gebraucht wird. Mit dem überschüssigen Strom könnte Wasserstoff gewonnen und die Energie so gespeichert werden.

Wo liegen die Probleme?

Wasserstoff hat eine sehr hohe Energiedichte, bezogen auf das Gewicht. Das liegt aber daran, dass er so leicht ist. Bezogen auf das Volumen ist der Energiegehalt beim Gas sehr gering. Es muss deshalb entweder komprimiert oder aber so stark gekühlt werden, dass es flüssig wird. Beides ist bei Fahrzeugen schwierig. Denn flüssig wird Wasserstoff erst bei -252 Grad Celsius, also etwa 21 Grad über dem absoluten Nullpunkt. Drucktanks wiederum benötigen viel Energie für die Komprimierung des Gases (etwa 12 Prozent) und wecken bei vielen Autofahrern Ängste vor einer Explosion, auch wenn die Technik bereits weit fortgeschritten ist. Weitere Techniken wie Adsorption, Absorption oder die Bindung an andere Elemente werden aktuell erprobt.

Die Probleme betreffen vor allem den Einsatz in Fahrzeugen. Leichter ist die Speicherung von Stromüberschüssen aus Wind- und Sonnenenergie („Power to Gas“), weil dann mehr Platz zur Verfügung steht. In geringeren Mengen kann so erzeugter Wasserstoff sogar ins Erdgasnetz eingespeist werden. Bis zu zehn Prozent Wasserstoffanteil soll möglich sein.

Fazit

Erst jüngst hatte der US-amerikanische Steuerzahlerbund die staatlichen Forschungsbeihilfen für die Wasserstofftechnologie als Steuerverschwendung gebrandmarkt, da damit eine ineffiziente und ineffektive Technologie gefördert werden. Diese Einschätzung könnte aber gravierend falsch sein. Denn natürlich liefert die Brennstoffzelle weniger Strom, als zuvor für die Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgewendet wurde. Allerdings erlaubt Wasserstoff die Speicherung von Energie. Wenn sich die Windräder drehen und die Sonne scheint, aber gerade niemand Strom braucht, kann der für die Elektrolyse genutzt werden. Auch Autos können mit Wasserstoff fahren. Die japanischen Wirtschaftsförderer, die schon öfter ein gutes Gespür für Trends hatten, setzten jedenfalls ganz auf die Technologie. Mit den richtigen Brennstoffzellen Aktien und Fonds kann man davon profitieren. Aber wie bei allen Zukunftstechnologien ist auch hier das Risiko groß.

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