Wasserstoff Aktien 2021 – Wie Sie mit Aktien & ETFs in Wasserstoff investieren

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Atom Chemie Wissenschaft

Wasserstoff Aktien - Das Wichtigste in Kürze

 

So gehen Sie vor

  • Informieren Sie sich über die Zukunftsenergie Wasserstoff, die beteiligten Unternehmen sowie Chancen und Risiken eines Wasserstoff-Investments.
  • Wählen Sie geeignete Wasserstoff Aktien oder Wasserstoff ETFs für ein Investment aus.
  • Bei Ihrem Online-Broker sind Wasserstoff Aktien und ETFs erhältlich. Das kostenlose Aktiendepot bei Smartbroker ist unsere Empfehlung für kostenbewusste Anleger*innen.
  • Wasserstoff Aktien sind sehr volatil und damit gut für das Daytrading geeignet. Unsere Empfehlung für eine Daytradingplattform ist der Broker eToro

 

In Wasserstoff investieren: Diese Möglichkeiten gibt es

  • Wasserstoff Aktien: Mit Wasserstoff Aktien können Sie in die führenden Industriegasehersteller und weitere Wasserstoff-Technologieunternehmen investieren. Die besten Wasserstoffaktien sind in den bekannten Aktienindizes enthalten.
  • Wasserstoff ETF: Anfang 2021 wurden zwei Wasserstoff ETFs aufgelegt. Anleger*innen können über den Referenzindex in Aktien der Wasserstoff-Branche weltweit investieren.
  • Wasserstoff CFD: Beim Daytrading von CFDs können Sie über den Preis auf die Entwicklung von Aktien aus der Wasserstoff-Industrie von steigenden und fallenden Kurse dieser Titel profitieren.

 

Unsere Arbeitsweise

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30
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Investments
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Inhaltsverzeichnis

 

Die besten Wasserstoff Aktien, die wir in diesem Artikel vorstellen

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Name / WKN
Ballard Power Systems
A0RENBWKN kopiert
NEL ASA
A0B733WKN kopiert
Linde plc
A2DSYCWKN kopiert
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Risikohinweis - Ihr Kapital ist Gefährdet

Weichai Power
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Powercell Sweden
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Weitere gute Wasserstoff Aktien

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Broad Ocean Motor
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ElringKlinger
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SFC Energy
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2G Energy AG
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Nikola
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Heliocentris
Energy Solutions AG

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AirLiquide
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Ceres Power Holdings
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Quantum
Fuel Systems Technology

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Hexagon Composites
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FuelCell Energy Inc
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PlugPower
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Die besten Wasserstoff ETFs, die wir in diesem Artikel vorstellen

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Name / WKN
L&G Hydrogen Economy UCITS ETF USD Acc
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VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF
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DNB Fund – Renewable Energy Retail A
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LYXOR UCITS ETF New Energy D
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iShares Global Clean Energy UCITS ETF
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Die besten Wasserstoff-Fonds

Name / WKN
LBBW Global Warming R
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DWS Invest ESG
Climate Tech LC

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ÖkoWorld Klima C
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Deka-UmweltInvest CF
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RobecoSAM Smart Mobility Fund
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Diese Liste enthält aktiv verwaltete Fonds, die einen Teil ihrer Geldanlage in Wasserstofftechnologie investieren.

 

Wasserstoffaktien: Neue Chancen nach der Korrektur?

Im Februar 2021 endete die Kursrally der Wasserstoff Branche abrupt – es kam zu einem starken Einbruch. Seither bewegte sich der Global Hydrogen Index (Wasserstoff Index) seitwärts. Die Turbulenzen der Wasserstoff Aktien scheinen vorüber. Neue Wasserstoff-Projekte wurden angekündigt. Expert*innen sind sich einig: Wasserstoff wird das Öl der Zukunft. Das könnte eine Gelegenheit zum Einstieg sein.

Viele Länder haben Klimaschutzmaßnahmen ergriffen, die den Einstieg in die Wasserstoff-Wirtschaft enthalten. So will die Bundesregierung mehr in Wasserstoff investieren.

Die Wasserelektrolyse ist entscheidend für den Aufbau eines Energiesystems ohne C02-Emmissionen und einer grünen Industrie. Für zahlreiche Unternehmen ergeben sich neue Märkte. Das gibt weiteren Schub für Wasserstoff Aktien. Mehr dazu in unserer SWOT-Analyse.

 

Bringt die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung den Aktien neuen Schub?

Zu den Projekten, die die Bundesregierung zur langfristigen Energiewende angeschoben hat, gehört auch eine neue Wasserstoffstrategie. Die ist nach Meinung vieler Beobachter längst überfällig. Wer Strom nutzt, um daraus Wasserstoff zu gewinnen, muss EEG-Umlage zahlen, auch wenn ausschließlich Ökostrom zum Einsatz kommt. Deshalb lohnt es sich bisher nicht, Überschüsse in der Stromproduktion in Wasserstoff umzuwandeln. Dabei könnte so das Speicherproblem größtenteils gelöst werden.

Die FDP hatte daher bereits im Januar 2020 eine „abgestimmte Bund-Länder-Wasserstoffstrategie“ gefordert. Strom, mit dem Wasserstoff produziert wird, soll von der EEG-Umlage befreit werden. Außerdem soll Wasserstoff in der Stahlproduktion die extrem umweltschädliche Kokskohle teilweise ersetzen. Allerdings sollen bis 2030 nur zusätzliche Anlagen mit einer Kapazität von fünf Gigawatt entstehen, bis 2035 weitere fünf Gigawatt.

Viel Geld soll auch in die Forschungsförderung fließen. Insgesamt will die Bundesregierung für die Wasserstoffstrategie 12,5 Milliarden Euro ausgeben, 9 Milliarden mehr als zunächst geplant.

Die Wasserstofferzeugung in nennenswerten Mengen steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen. Eines der konkreten Vorhaben ist die Errichtung eines Elektrolyseurs im Energiepark Wunsiedel. Hier soll ab Mitte 2022 grüner Wasserstoff im Volumen von neun Megawatt erzeugt werden. Pro Jahr sollen aus Ökostromüberschüssen rund 1.350 Tonnen erzeugt werden.

Wasserstoffaktien werden erst dann anlaufen, wenn andere Länder Deutschland folgen. Das ist auch keineswegs ausgeschlossen, manche Staaten wie Japan sind bereits weiter als wir.

Aktuell beträgt die Produktionsmenge für CO2-neutralen und CO2-freien Wasserstoff weltweit weniger als 3 Millionen Tonnen. Für 2050 wird eine Produktionsmenge von mehr als 240 Millionen Tonnen von grünem und blauem (CO2-neutral) Wasserstoff prognostiziert.

Das könnte Investitionsmöglichkeiten von elf Billionen US-Dollar und Umsätze von 2,5 Billionen US-Dollar bieten. Von diesen Entwicklungen könnten Langfristinvestor*innen in den kommenden Jahrzehnten profitieren.

 

Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Aktien 2021

Ballard Power Systems: Weltmarktführer bei Brennstoffzellen

(WKN: A0RENBWKN kopiert / ISIN: CA0585861085ISIN kopiert)

Die Aktie von Ballard Power Systems hat in der Vergangenheit deutlich die Unwägbarkeiten der Wasserstoffbranche aufgezeigt. Sie hat in den letzten drei Jahren eine Rendite von mehr als 394 Prozent erwirtschaftet. Vom Kurshöchststand im Februar 2021 mit mehr als 40 Euro ist der aktuelle Aktienkurs mit 15,49 Euro weit entfernt.

Die Aktie hat ihre besten Tage also vielleicht schon hinter sich. Seit Mai bewegt sich der Kurs seitwärts. Die Aktienrendite der letzten zwölf Monate beträgt 3,80 Prozent (Stand: 08/2021). Sehen wir aktuell Kaufkurse?

Tatsächlich spricht weiterhin vieles für Ballard Power, denn das kanadische Unternehmen ist ein Klassiker unter den Brennstoffzellen-Aktien. Es wurde vor fast 40 Jahren gegründet und ist heute Weltmarktführer für Brennstoffzellen. Im Januar 2020 konnte sich das Unternehmen einen großen Auftrag aus Deutschland sichern. Es wird die Notstromversorgung von Mobilfunkmasten übernehmen.

 

Starke Partner in China

Spannend ist die Aktie von Ballard Power Systems auch durch den Einstieg der chinesischen Unternehmen Weichai Power und Broad Ocean Motor. Beide halten zusammen fast 30 Prozent der Aktien. Das bringt Ballard Power Systems einen besseren Zugang zum chinesischen Markt.

Denn zusammen mit Weichai Power betreiben die Kanadier in Asien ein großes Joint Venture. Außerdem hoffen viele Aktionär*innen darauf, dass die Chinesen ihren Anteil weiter ausbauen oder sogar Ballard Power ganz übernehmen könnten. Das würde für weiter steigende Kurse sorgen.

Allerdings birgt das Engagement in China auch Gefahren. Ballard Power ist stark vom chinesischen Markt abhängig. Immer wieder ist eine Kürzung der Förderung in China im Gespräch, zumal einige Projekte wie die Produktion von Wasserstoff-Lkw bisher nur mäßig erfolgreich sind. Außerdem könnten die Partner die Technik kopieren und ohne Ballard Power die Entwicklung weitertreiben.

Die chinesische Regierung geht gegen marktstarke Unternehmen vor.

 2018 201920202021
Umsatz in Mio. CAD96,6106104109
Gewinn je Aktie in CAD-0,15-0,17-0,21-0,22
Dividende in CAD----

Source: Ballard Power Investors Relation

 

Eher kleines Unternehmen

Im Vergleich zu anderen Technologiekonzernen ist Ballard Power Systems noch ein vergleichsweise kleines Unternehmen. Im Jahr 2019 erzielte es einen Umsatz von 106 Millionen Kanadische Dollar. Für 2021 wird ein Umsatz von 109 Millionen Kanadische Dollar angepeilt. Nach aktuellen Schätzungen werden vor 2022 auch keine Gewinne erwartet (Stand 08/2021).

 

Wie geht es mit der Ballard Power Aktie weiter?

Ballard Power Systems hat sich einen Auftrag des indischen Bushersteller Tata Motors über die Lieferung von 15 Wasserstoff-Brennstoffzellen gesichert. Bis Ende 2022 soll der Auftrag abgewickelt sein. Die 70-kW-FCmoveTM-HD-Brennstoffzellen werden in die neuen Busse der Indian Oil mit Einsatzort Faridabad eingebaut.

Ein weiterer Auftrag betrifft die Lieferung eines Brennstoffzellensystems für das Wasserstoffprojekt H2Evora von Fusion-Fuel in Portugal. Nach der Mitteilung des Auftrags ging es mit der Aktie fast neun Prozent nach oben.

Die neuesten Geschäftszahlen sind eher negativ. Der Umsatz im 2. Quartal 2021 sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent. Der Verlust je Aktie war um 36 Prozent höher. Um das Unternehmen nachhaltig auf Kurs und in die schwarzen Zahlen zu bringen, bedarf es weiterer Aufträge.

Das Papier von Ballard Power befindet sich trotz gewisser Kurssprünge nach oben in einer seit Mai anhaltenden Seitwärtsbewegung. Insgesamt hat sich die Aktie als sehr volatil erwiesen, also nichts für schwache Nerven.

Hinzu kommt, dass der kanadische Brennstoffzellenhersteller hoch bewertet ist. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 4,5 Milliarden Dollar, und das bei Umsätzen im Bereich von etwas über 100 Millionen Dollar und ohne Gewinnerwirtschaftung. Langfristig orientierte und risikofreudige Anleger*innen können sich bei Ballard Power engagieren.

Bewertung

  • Weltmarktführer für Brennstoffzellen
  • Auf Märkten in Europa, China und den USA aktiv
  • Zu hohe Marktkapitalisierung

Wo kaufen?

Die Titel des kanadischen Brennstoffzellenherstellers können Sie an zahlreichen deutschen Börsenplätzen wie Xetra, Tradegate Exchange oder gettex handeln. Lang & Schwarz bietet außerbörslichen Handel an.

 

NEL ASA: Ohne Elektrolyseure geht nichts

(WKN: A0B733WKN kopiert / ISIN: NO0010081235ISIN kopiert)

Auch NEL ASA hat sich nach dem Corona-Crash ausgesprochen positiv entwickelt. Bis Dezember 2020 stieg der Kurs von 0,76 Euro auf 3,35 Euro. Die stark steigenden Kurse von Wasserstoff Aktien haben auch im Fall von NEL ASA einige Zweifel aufkommen lassen. Wie bei anderen Titeln aus der Wasserstoffbranche folgte eine längere Abwärtsbewegung, die den NEL ASA Kurs auf mittlerweile nur noch 1,41 Euro führte.

Aus Dreijahressicht ist die Aktienentwicklung mit 311 Prozent im Plus sehr positiv. Die Entwicklung im laufenden Jahr wird den Aktionär*innen wohl kaum gefallen. In den letzten drei Monaten verlor die Aktie 18 Prozent an Wert. Der norwegische Aktienindex (OBX) machte im gleichen Zeitraum 5,6 Prozent Gewinn (Stand 08/2021).

Das norwegische Unternehmen NEL ASA baut seit rund 90 Jahren Elektrolyseure, also Geräte zur Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Der große Vorteil: Elektrolyseure benötigt man auch, wenn der Wasserstoff für andere Zwecke als zur Stromerzeugung in der Brennstoffzelle benötigt wird. Vor einiger Zeit hat NEL von RotoBoost die Lizenz für den RotoLyzer erworben, der die Elektrolyse noch deutlich effizienter machen soll.

 

Hersteller von Wasserstofftankstellen

Daneben stellt das Unternehmen auch Wasserstofftankstellen her. Gerade erst hat NEL einen Großauftrag zum Bau von Wasserstofftankstellen aus Dänemark erhalten. Auch mit Nikola Motor ist NEL im Geschäft.

Nikola Motors will für den Lkw das werden, was Tesla für den Pkw ist – mit dem Unterschied, dass der Lastwagenbauer nicht auf Batterien, sondern auf Wasserstoff als Energiespeicher setzt. Bereits im März 2018 hatte Nikola Motors einen Großauftrag zur Herstellung von über 800 Fahrzeugen des Typs Nikola One bekommen. Auch hier liefert NEL ASA die Wasserstofftankstellen sowie Geräte für die Elektrolyseure.

Vom großen Hype um Nikola Motors ist nicht mehr viel geblieben. NEL ASA ist am US-Wasserstoff-Autobauer beteiligt und verzeichnete in der Vergangenheit wegen der Kurseinbrüche der Nikola Motors Aktie erhebliche Verluste.

Besserung ist nicht in Sicht. Für 2021 sollen gerade einmal 25 bis 50 Fahrzeuge bei Nikola ausgeliefert werden. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft in New York Anklage gegen Trevor Milton, den Nikola-Gründer (nicht mehr im Unternehmen), erhoben.

 2018201920202021
Umsatz in Mio. NOK489570652945
Gewinn je Aktie in NOK-0,18-0,220,91-0,47
Dividende in NOK----

Source: NEL ASA Investors Relation

NEL ASA konnte seinen Umsatz kontinuierlich steigern und rechnet für 2021 mit 945 Millionen Norwegische Kronen (nach 652 Millionen Norwegische Kronen Umsatz 2020). Einen erheblichen Einbruch wird es beim Gewinn je Aktie geben. Nach 0,91 Norwegische Kronen wird für 2021 mit einem Verlust von 0,47 Norwegischen Kronen je Aktie gerechnet.

Nach einem Gewinn von 1,26 Milliarden NOK im Jahr 2020 wird für dieses Jahr mit einem Verlust von -703 Millionen NOK gerechnet. Erst ab 2024 könnte die Gewinnschwelle erreicht werden.

 

Wie geht es mit NEL ASA Aktie weiter?

Wie bei Ballard Power Systems ist eine Investition in Wasserstoff-Aktien des norwegischen Unternehmens NEL ASA sehr spekulativ.

Die NEL ASA-Aktie überzeugt derzeit nicht mit ihrer Performance. Der Aktienkurs ist seitwärts gerichtet. Zusätzlicher Druck kommt von Short-Händlern. Laut Wirtschaftsagentur Bloomberg sind 97 Millionen NEL ASA Aktien leer verkauft.

Am 23. Juli 2021 wurde der Einstieg in ein Wasserstoffprojekt in den Niederlanden vermeldet. Enttäuschend ist, dass die Mitteilung keinen Kursanstieg auslösen konnte.

Die Analystenmeinungen sind unterschiedlich. Barclays nennt als fairen Wert für die Aktie 3,74 Euro. JPMorgan hat das Kursziel auf 1,43 Euro gesenkt.

NEL ASA muss im Laufe des Jahres bessere Zahlen liefern, vor allem bei der Verlustbegrenzung. Das könnte für neue Impulse sorgen und die Kurse der NEL ASA-Aktie steigen lassen.

Bewertung

  • Wichtiger Hersteller von Elektrolyseuren
  • Partnerschaft mit Nikola Motors belastet Aktienkurs
  • Verluste für 2021 und 2022

An welcher Börse kaufen?

Auch die Aktie von NEL ASA wird an der Lang & Schwarz Exchange gehandelt. Sie lässt sich also ebenfalls über den Discount-Anbieter Trade Republic handeln. Wem die Beschränkung auf einen außerbörslichen Handelsplatz nicht gefällt, der findet günstige Konditionen bei Smartbroker. Wer über die Berliner Tradegate Exchange kauft, seit 2009 eine offiziell regulierte Börse in Deutschland, zahlt keine Börsengebühren.

 

Linde plc: Wasserstoff nur ein Geschäftszweig

(WKN: A2DSYCWKN kopiert / ISIN: IE00BZ12WP82ISIN kopiert)

Wer kein Risiko mag, dem bleibt noch das irische Unternehmen Linde plc. Firmengründer Carl Linde war einer der wesentlichen Begründer der modernen Kühltechnik und erhielt 1913 den Nobelpreis für Physik. Bis 2013 war das Unternehmen auch der größte deutsche Anbieter in diesem Sektor, 2014 wurde der Geschäftszweig aber verkauft. 2016 fusionierte die Linde AG mit der US-amerikanischen Praxair zur neuen Linde plc mit Sitz in Dublin.

Carl Linde (ab 1897 Carl von Linde) war nicht nur ein Pionier der modernen Kühltechnik, er zerlegte auch als erster im industriellen Maßstab Luft in ihre einzelnen Bestandteile – und Gase sind heute das Kerngeschäft der Linde plc.

Das Unternehmen vertreibt sowohl die Gase selbst als auch Maschinen und Infrastruktur zu deren Gewinnung. Linde plc hat auch stark in Wasserstoff investiert. Mit BeeZero betreibt es den weltweit ersten Carsharing-Anbieter für Autos mit Wasserstoffantrieb.

Seit Dezember 2018 ist Linde Mitglied im Stoxx 50, dem europäischen Index der 50 wichtigsten Aktiengesellschaften. Dort löste es die Großbank Barclays ab. Da das Unternehmen in zahlreichen anderen Gebieten aktiv ist, hat die Investition weniger Risiken, aber auch weniger Aussichten auf starke Kurssprünge.

 2018201920202021
Umsatz in Mrd. USD28,128,227,229,7
Gewinn je Aktie in USD-4,194,718,88
Dividende in USD3,303,503,854,24

Source: Linde Investors Relation

Linde hat nach eigenen Angaben früher als erwartet von der Fusion mit Praxair profitiert. Nach vorläufigen Daten hat Linde im Jahr 2019 einen Umsatz von 28,2 Milliarden US-Dollar erzielt, also rund 26,0 Milliarden Euro. Das ist etwa doppelt so viel wie im Vorjahr.

Der operative Gewinn sank aber im gleichen Zeitraum von 5,2 auf 2,9 Milliarden US-Dollar, vor allem aufgrund höherer Umsatzkosten. Das nächste Jahr brachte wieder steigende Gewinne je Aktie. Für 2021 wird mit einem Gewinn je Aktie von 8,88 US-Dollar gerechnet (4,71 US-Dollar in 2020). Im Gegensatz zu den Aktien von NEL und Ballard Power ist Linde seit Jahren in den schwarzen Zahlen.

 

Wie geht es mit der Linde Aktie weiter?

Die Privatbank Berenberg hält ein Kursziel von 282 Euro für möglich. Die Einstufung lautet weiterhin „Buy“. Der Industriegase-Hersteller hat in den vergangenen Jahren die Erwartungen regelmäßig übertroffen.

Linde ist unter den drei großen Herstellern (Air Liquide und Air Products) laut Berenberg das Top-Unternehmen. Die Aktien versprechen das sicherste Investment.

Die DZ Bank hat die Kursprognose auf 308 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt auf „Kaufen“. Analyst Peter Spengler sieht den weltweit größten Industriegase-Konzern in einer hervorragenden Wettbewerbsposition im Gasgeschäft. Linde wird im Zukunftsmarkt „Wasserstoff“ eine Führungsrolle übernehmen.

Bewertung

  • Breit aufgestelltes, etabliertes Unternehmen
  • Mitglied im Stoxx 50
  • Wasserstoff ist nur eines von vielen Geschäftsfeldern

An allen Regionalbörsen handelbar

Obwohl Linde mittlerweile kein deutsches Unternehmen mehr ist, wird die Aktie an praktisch allen Regionalbörsen gehandelt, vor allem natürlich am ehemaligen Firmensitz München. Die wichtigsten Börsen sind aber die Tradegate Exchange in Berlin sowie die Handelsplattform Xetra. Bei eToro können Anleger*innen die Aktie provisionsfrei handeln.

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Risikohinweis - Ihr Kapital ist Gefährdet

 

Chinesische Wasserstoff-Aktie: Weichai Power

(WKN: A0M4ZCWKN kopiert / ISIN: CNE1000004L9ISIN kopiert)

Wie Linde ist das chinesische Unternehmen Weichai Power keine reine Wasserstoffaktie. Das Unternehmen war einst die erste Dieselmotor-Fabrik Chinas und hieß bis 1992 Weichai Diesel Engine Factory. Das Unternehmen ist wichtigster Aktionär beim deutschen Gabelstaplerhersteller Kion.

 

Einstieg ins Thema Wasserstoff

In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen aber auch massiv in das Thema Wasserstoff investiert, unter anderem durch Gemeinschaftsprojekte mit europäischen und nordamerikanischen Unternehmen. So ist es, wie oben erwähnt, Großaktionär bei Ballard Power und dem britischen Wasserstoffspezialist Ceres Power. Auch mit Linde kooperieren die Chinesen, allerdings mit Linde Hydraulics, einer ehemaligen Linde-Sparte, an der Weichai Power 70 Prozent hält.

China will stark in Wasserstoff investieren, davon dürfte Weichai als chinesisches Unternehmen besonders profitieren. Zumal es eine bekannte Strategie der dortigen Firmen ist, erst mit westlichen Unternehmen zu kooperieren und dann alleine den Markt zu übernehmen.

 2018 201920202021
Umsatz in Mrd. CNY159,2174,3197,4213,5
Gewinn je Aktie in CNY1,081,151,161,34
Dividende in CNY-0,290,150,45

Source: Weichai Power Investors Relation

Auch die Finanzdaten sprechen für Weichai Power. Im Gegensatz zu Nel ASA oder Ballard Power machen die Chinesen Gewinne, im Jahr 2020 in Höhe von 1,16 CNY je Aktie, also 0,15 Euro (Stand Wechselkurs: 08/2021). Der Umsatz hat sich seit 2012 verdreifacht und Aktionäre erhalten sogar eine Dividende. Für 2021 soll sie bei 0,45 CNY liegen. Die Aktivitäten in anderen Branchen geben Stabilität, lassen das Unternehmen aber auch weniger stark von einem Wasserstoff-Boom profitieren.

 

Wie geht es mit der Weichai Power Aktie weiter?

Die Weichai Power Aktie ist besser als die Konkurrenz. Im Jahr 2020 erzielte sie eine Rendite von 14,22 Prozent. In den Monaten Mai bis August 2021 verzeichnete die Aktie eine Wertsteigerung von 12,5 Prozent.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,93 ist die Aktie weder unterbewertet noch überbewertet und bewegt sich im Branchendurchschnitt.

Im Vergleich zu anderen Industrie und Maschinen Aktien haben sich die Titel mit einem Plus von 22 bzw. 23 Prozent besser entwickelt. Das macht die Aktie zu einem „Buy”.

 

Tipp: Nicht Ballard Power und Weichai Power gemeinsam ins Depot legen

Weil die Firma Anteile an Ballard Power hält, sollten Anleger*innen auch nur eine von beiden Aktien kaufen. Denn eine Krise der Kanadier hätte auch auf die Gewinne der Chinesen Auswirkungen.

Bewertung

  • Zahlreiche starke Kooperationen und Beteiligungen
  • Profitiert vom E-Auto-Boom
  • Wichtiger Aktionär bei Ballard Power

Auch in Deutschland handelbar

Gehandelt wird die Aktie nicht nur an der Börse in Hongkong, sondern auch an der US-amerikanischen NASDAQ sowie an allen wichtigen deutschen Börsen, darunter Börse Frankfurt, Xetra und Tradegate Exchange in Berlin. Die Weichai Power Aktie steht Anleger*innen ebenso außerbörslich bei Lang & Schwarz zum Kauf bereit.

 

PowerCell Sweden: 2019 erstmals Gewinn

(WKN: A14TK6WKN kopiert / ISIN: SE0006425815ISIN kopiert)

Powercell Sweden entwickelt und produziert Brennstoffzellen-Stacks (Brennstoffzellen-Stapel). Seit das Unternehmen 2017 an die Börse ging, stiegen die Kurse bis zur Korrektur aufgrund des Corona-Virus im Februar und März 2020 um bis zu 1.000 Prozent.

 

2019 mit Gewinn abgeschlossen

Diese Kursgewinne sind fundamental gut begründet, denn 2019 hat das Unternehmen erstmals Gewinne gemacht. Trotz eines Verlustes von rund 41,0 Millionen Schwedische Kronen (3,8 Millionen Euro) im vierten Quartal 2019 erzielte das Unternehmen im gesamten Jahr 2019 nach ersten Daten ein Plus von 438,0 Millionen SEK (41,5 Millionen Euro). Dabei waren Gewinne erst für 2021 geplant.

 

Zusammenarbeit mit Bosch

Zwar hätte PowerCell Sweden ohne eine einmalige Zahlung in Höhe von 50 Millionen Euro durch die Robert Bosch GmbH für einen Entwicklungs- und Lizenzvertrag rund 8,5 Millionen Euro Verlust gemacht, doch der Verkauf von Lizenzrechten zeigt, wie innovativ das Unternehmen ist. Bosch hat 2021 für 1,3 Millionen Euro einen Auftrag erteilt, bei dem es um die Entwicklung von Brennstoffzellen für Kühlanlagen für Lkws und Anhänger geht.

Die Brennstoffzellen könnten für die Notstromversorgung von Telekommunikationseinrichtungen und ähnlichen Projekten zum Einsatz kommen.

Schon seit dem Börsengang hat das Unternehmen sein Minus jedes Jahr (zumindest bis 2019) reduziert, während sich der Umsatz von 2015 bis 2019 im Schnitt jährlich fast verdoppelte. Pro Jahr stieg er im Durchschnitt um 91,7 Prozent an.

 2018 201920202021
Umsatz in Mio. SEK60,566,9104131
Gewinn je Aktie in SEK8,388,38-2,24-1,67
Dividende in SEK----

Source: PowerCell Investors Relation

Im Jahr 2020 gab es nach den positiven Vorjahren einen Gewinneinbruch. Trotz steigender Umsätze verzeichnete die Powercell Sweden Aktie in 2020 einen Verlust von -2,24 Schwedische Kronen. Auch 2021 wird ein Verlust mit -1,67 Schwedische Kronen erwartet.

Powercell Sweden rüstet ZeroAvia mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie aus. Zum Einsatz kommen soll sie in Wasserstoff-Flugzeugen mit 19 Sitzen. Der Auftragswert beträgt umgerechnet 1,07 Millionen Euro für Brennstoffzellen. Der Ausbau der Kooperation mit Bosch wurde bereits genannt.

 

Wie geht es mit der Powercell Sweden Aktie weiter?

Das schwedische Unternehmen zählt gemessen an der Marktkapitalisierung der Branchenführenden eher zu den kleineren Fischen. Derzeit liegt sie bei 9,1 Milliarden SEK (893 Millionen Euro).

Der Aktienkurs von Powercell Sweden legt derzeit bei 17,40 Euro. Das ist auf Jahressicht ein Wertverlust von 34 Prozent. In den letzten drei Jahren haben Aktionäre eine hohe Rendite von über 500 Prozent erzielt. Diese guten Zeiten scheinen erstmal vorbei zu sein. Powercell Sweden Aktie bewegt sich seit Juli 2021 in einem kurzfristigen und mittelfristigen Abwärtstrend (Stand: 08/2021).

Für Langfristinvestoren mit Risikobereitschaft ist die Powercell Schweden Aktie eine Möglichkeit zum Investieren in Wasserstoff.

Bewertung

  • Ausgründung aus Volvo
  • Sehr dynamisches Wachstum
  • Kooperation mit Bosch & ZeroAvia

An allen großen deutschen Handelsplätzen käuflich

Auch diese Aktie lässt sich außer über die großen deutschen Handelsplätze über die Lang & Schwarz Exchange kaufen, kann also über den Discount-Anbieter Trade Republic und Smartbroker gehandelt werden.

 

Stärken und Risiken: Wasserstoffaktien in der SWOT-Analyse

Stärken: Wasser ist umweltfreundlich und ausreichend vorhanden

Die Elektrolyse, bei der aus Strom Sauer- und Wasserstoff gewonnen wird, ist ein relativ einfaches und gut erprobtes Verfahren. Das gewonnene Gas könnte in das bestehende Gasnetz eingespeist und so gespeichert werden. Denn anders als das Stromnetz erlaubt es die Speicherung von Energie in begrenztem Umfang.

Als Gas ließ es sich auch aus den sonnenreichen Staaten Nordafrikas mit dem Schiff oder per Pipeline nach Europa bringen. Zumal neue Techniken die Elektrolyse mithilfe von Salzwasser erlauben. Das ist (anders als Trinkwasser) in ausreichendem Maße vorhanden.

Wasserstoff Aktien

Anzahl der Wasserstofftankstellen in Deutschland. (Grafik: Statista.de)

Nachdem Wasserstoff lange im Schatten von Batterien gestanden hatte, steigen immer mehr Staaten deshalb jetzt in die Förderung ein. Auch Deutschland hat eine Wasserstoffstrategie verabschiedet.

 

Schwächen: Viele finanzielle Unwägbarkeiten

Die Zukunft von Wasserstoff als Energieträger ist nicht eindeutig und noch gibt es zu viele finanzielle Unwägbarkeiten. Die Politik verspricht massive Hilfe für alternative Energien. Auch der Umfang der geförderten Projekte nimmt zu.

Der Durchbruch der Wasserstoff-Technologien wird nur in Kooperationen mit großen Konzernen gelingen. Vergleichsweise kleine Anbieter wie Powercell Schweden und NEL ASA bekommen durch Kooperationen verstärkt Probleme. Möglicherweise verringert sich deren Anteil am Gesamtprojekt, was einen Umsatzrückgang zur Folge haben könnte. Für Investoren bedeutet das erhebliche finanzielle Unwägbarkeiten.

 

Chancen: Politischer Wille ist jetzt da

Schon vor rund 30 Jahren sollte Wasserstoff „das nächste große Ding“ sein. BMW und Linde kooperierten, der Münchner Automobilkonzern erstellte das Fahrzeug und der damals noch in Wiesbaden beheimatete Gasspezialist kümmerte sich um die Infrastruktur. Doch umgesetzt wurde die Vision nie.

Allerdings wäre Wasserstoff nicht die erste Technik, die erst im zweiten oder dritten Anlauf den Durchbruch schafft. Zumal heute der politische Wille zur Förderung da ist. Auch die Solartechnik schaffte erst mit Anschubhilfe der Politik den Durchbruch, in den 1990er-Jahren hatten viele Beobachter*innen die Technik schon abgeschrieben.

Die Titel der Wasserstoffbranche sind nach einer Kursrally in 2020 abgestürzt. Langfristig orientierten Anleger*innen bietet das Einstiegschancen in den Wasserstoff-Zukunftssektor. Für viele kleinere Wasserstoff Unternehmen sehen die Zukunftschancen schlecht aus. Ohne Kooperationen mit den Top-Firmen der Branche wird sich die Wasserstoff-Technologie nicht am Markt etablieren.

 

Risiken: Andere Techniken ziehen am Wasserstoff vorbei

Wasserstoff ist nicht die einzige Technologie, die für die Speicherung von Energieüberschüssen infrage kommt. Neben dem Lithium-Ionen-Akku (siehe dazu auch unser Beitrag zu Lithium-Aktien) oder Feststoffbatterien (siehe hierzu unseren separaten Ratgeber zur Riesenchance Feststoffbatterie Aktien) sind andere Energieträger im Gespräch.

Das Fraunhofer-Institut für chemische Technologie arbeitet beispielsweise an einer Redox-Flow-Batterie. Dabei wird zunächst unter Energieeinsatz eine Flüssigkeit in zwei Bestandteile zerlegt. Wenn Energie benötigt wird, werden die beiden Bestandteile wieder zusammengeführt und Energie entsteht. Das Verfahren entspricht also der Elektrolyse, verwendet aber andere Grundstoffe.

Einige Beobachter*innen merken an, dass die Elektrolyse ein altes Verfahren und daher weitgehend erforscht sei. Größere Verbesserungen beim Wirkungsgrad oder den Kosten seien daher nicht zu erwarten. Diese Sichtweise ist allerdings umstritten.

 

Ergebnis der SWOT-Analyse

Viele Aktien der Wasserstoffbranche haben in den letzten drei Jahren einen Höhenflug erlebt. Wenn die Kurse wie bei Wasserstoff Aktien in 2020 stark steigen, interessieren sich private Anleger*innen und Fondsgesellschaften für den Marktsektor. Nicht selten wird dann gekauft, wenn Aktien bereits überbewertet sind. Im Jahr 2000 gab es ein ähnliches Szenario bei Biotech- und Technologiefonds. Bis die Kursverluste ausgeglichen wurden, dauerte es viele Jahre.

Weitere Kursverluste sind bei Wasserstoff Aktien trotz der Korrektur Anfang 2021 keineswegs ausgeschlossen. Der Wasserstoff-Markt bewegt sich Mitte 2021 sehr uneinheitlich. Eine Investition bleibt aber risikoreich, vor allem in Anbetracht der hohen Kursschwankungen der jüngeren Vergangenheit. Wie volatil Wasserstoff Aktien sind, zeigen die kurz darauf folgenden starken Kursprünge nach oben und unten.

Bei einem weiteren Kursanstieg werden nicht alle Firmen profitieren. Die großen Industriegasehersteller Linde, Air Products und Air Liquide stellen für Anleger*innen ein weitaus risikoärmeres Investment als beispielsweise NEL ASA oder Powercell Schweden dar, bei denen alles vom Erfolg der Wasserstofftechnologie am Markt abhängt.

Es bietet sich daher an, das Risiko zu streuen. Nicht nur auf verschiedene Aktien, sondern auch auf verschiedene Branchen. Wer Aktien für Kinder oder für den Ruhestand kaufen will, sollte nur einen kleinen Teil des Geldes in dieses Segment investieren.

Leseempfehlung: Nicht nur in Krisenzeiten helfen Analysten-Ratings bei der Anlageentscheidung. Mehr dazu in unserem Artikel: Welche Aktien jetzt kaufen?

 

Alternativen zur Wasserstoff Aktie: Wasserstoff-Fonds, ETFs und Zertifikate

Die Zahl von Aktiengesellschaften im Bereich Brennstoffzellen ist sehr überschaubar. Entsprechend gibt es nur wenige Wertpapiere, die sich ganz auf das Themengebiet spezialisiert haben. Mittlerweile gibt es mit dem L&G Hydrogen Economy UCITS ETF USD Acc und VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF zwei echte Brennstoffzellen-ETF-Fonds.

Es gibt weitere Investmentfonds aus dem Themengebiet Neue Energien, die auch einige Wasserstoff-Aktien enthalten. Wer zielgerichtet in Wasserstoff investieren will, muss auf Zertifikate ausweichen.

 

Top 5 Depots für Wasserstoff Aktien

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Diese Wertpapiere haben einen starken Fokus auf Wasserstoff und können eine solide Entwicklung und akzeptable Kosten vorweisen:

 

L&G Hydrogen Economy UCITS ETF USD Acc

(WKN: A2QMALWKN kopiert / ISIN: IE00BMYDM794ISIN kopiert)

Der L&G Hydrogen Economy UCITS ETF USD Acc wurde im Februar 2021 aufgelegt und verfügt über ein Fondsvolumen von 392 Millionen Euro. Anleger*innen investieren über den ETF in Aktien der globalen Wasserstoffindustrie. Der Referenzindex ist der Solactive Hydrogen Economy Index NTR.

Alle Indexbestandteile werden im ETF nachgebildet (vollständige Replikation). Die Dividendenerträge werden thesauriert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,49 Prozent pro Jahr.

Zu den drei Top-Positionen im ETF gehören Plug Power (4,6 Prozent), Cell Impact (4,2 Prozent) und Doosan Fuel Cell (3,9). Der ETF weist noch keine aussagekräftigen Renditezahlen aus und ist in Irland aufgelegt. Bei mehreren Online-Brokern gibt es ein ETF Sparplan-Angebot für den L&G Hydrogen Economy UCITS ETF.

Quelle: LGIM (Stand: 08/2021)

 

VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF

(WKN: A2QMWRWKN kopiert / ISIN: IE00BMDH1538ISIN kopiert)

Der VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF wurde im März 2021 aufgelegt und verfügt über ein Fondsvolumen von 44 Millionen Euro. Der Referenzindex ist der MVIS Global Hydrogen Economy Index. Der Index bietet Zugang zu den liquidesten und bedeutendsten Unternehmen aus der Wasserstoff-Industrie weltweit. Die Dividendenerträge werden reinvestiert (thesauriert). Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei 0,55 Prozent pro Jahr.

Die drei Top-Positionen im ETF sind Linde Plc (9,75 Prozent), Mitsubishi Chemical Holdings Corp (9,37 Prozent) und Air Liquide Sa (9,26 Prozent). Der ETF ist in Irland aufgelegt und unter einem Jahr am Markt. Der VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF ist bei ausgewählten Online-Brokern als ETF-Sparplan erhältlich.

Quelle: VanEck (Stand:08/2021)

 

DNB Fund – Renewable Energy Retail A: Erfolgreicher ETF

(WKN: A0MWALWKN kopiert / ISIN: LU0302296149ISIN kopiert)

Auch der DNB Fund – Renewable Energy Retail A investiert weltweit. Der Ausgabeaufschlag ist zwar etwas höher als beim New Energy Fund von DNB, allerdings war der Fonds zwischen 2013 und 2018 auch einer der erfolgreichsten des Sektors mit einem Gewinn von nahezu 75 Prozent.

2018 stand der Fonds das erste Mal seit 2013 am Jahresende niedriger als am Jahresanfang. Angesichts des insgesamt schwachen Börsenjahres ist das allerdings wenig erstaunlich.

Die Performance der letzten zwölf Monate beträgt 68 Prozent. Genauere Informationen finden Anleger*innen auf den Seiten der Fondsgesellschaft (Stand: 08/2021).

 

LYXOR UCITS ETF New Energy D: Hoher Anteil von Brennstoffzellen-Aktien

(WKN: LYX0CBWKN kopiert / ISIN: FR0010524777ISIN kopiert)

Mit dem LYXOR UCITS ETF New Energy D haben wir auch einen Brennstoffzellen-ETF aufgenommen, wobei es sich hier streng genommen um einen allgemeinen Fonds zum Thema erneuerbare Energien handelt. Er bildet den World Alternative Energy Index nach. Auch hier fließen also verschiedene Energieträger ein. Einen ETF aus reinen Wasserstoff- oder Brennstoffzellen-Aktien gibt es, wie bereits erwähnt, nicht.

Allerdings kommt der New Energy ETF von Lyxor diesem Ziel näher als alle anderen ETFs. Durch die Konzeption als Indexfonds sind die Gebühren mit 0,6 Prozent vergleichsweise gering. Trotzdem konnte der Fonds in den vergangenen Jahren um rund 50 Prozent zulegen. Beim 5-Jahres-Vergleich profitiert der Fonds allerdings davon, dass Ende 2012 ein Tiefstkurs erreicht wurde.

Vom Start 2008 bis Dezember 2012 verlor der Fonds fast 70 Prozent seines Wertes. Das heißt, er notierte Anfang 2019 trotz der Kursgewinne seit 2013 immer noch rund 40 Prozent unter dem Startkurs. Die Rendite für die letzten zwölf Monate liegt bei 29,4 Prozent. Mehr Informationen zum ETF gibt es auch hier auf den Seiten der Fondsgesellschaft Lyxor (Stand: 08/2021).

 

LBBW Global Warming R: Aktiv verwalteter Fonds

(WKN: A0KEYMWKN kopiert / ISIN: DE000A0KEYM4ISIN kopiert)

Im Gegensatz zum ETF von Lyxor ist der LBBW Global Warming R Fonds der Landesbank Baden-Württemberg ein aktiv verwalteter Fonds. Das bedeutet, dass Fondsmanager bewusst bestimmte Wertpapiere von Unternehmen auswählen, die etwas gegen die globale Erwärmung tun oder die Folgen zu reduzieren versuchen.

Dazu zählen unter anderem Wasserstoffaktien, beispielsweise die Wertpapiere von Linde. Allerdings sind sie nur ein kleiner Baustein in dem Portfolio, zu dem beispielsweise auch Versicherungskonzerne oder IT-Spezialisten gehören. Eine genauere Auflistung findet man bei der Fondsgesellschaft LBBW Asset Management.

Mit einer Gesamtkostenquote von 1,74 Prozent ist der Fonds deutlich teurer als ein Indexfonds, hat sich aber über die Zeiträume von einem, drei, fünf und zehn Jahren trotzdem besser entwickelt als der vorgestellte ETF von DNB. Von Februar 2010 bis Februar 2020 legte der Kurs um 175 Prozent zu, verglichen mit rund 62 Prozent beim ETF. Die Entwicklung der letzten zwölf Monate ist mit 29,2 Prozent positiv (Stand: 08/2021).

Einziger Haken ist der Ausgabeaufschlag von 5 Prozent. Allerdings wird dieser bei der Consorsbank um die Hälfte auf 2,5 Prozent gesenkt. Andere Broker bieten den Fonds teilweise ohne Ausgabeaufschlag an, beispielsweise comdirect, Smartbroker oder flatex.

 

Morgan Stanley Zertifikat auf E-Mobilität Wasserstoff: Zertifikat statt ETF

(WKN: MC2G7QWKN kopiert / ISIN: DE000MC2G7Q8ISIN kopiert)

Im Gegensatz zum Renewable Energy ETF und dem Global Warming Fonds der LBBW ist das Zertifikat von Morgan Stanley ganz auf das Thema Wasserstoff fokussiert. Es bildet die Entwicklung also besser ab als der ETF. Dafür handelt es sich aber um keinen Fonds, sondern um ein Zertifikat.

Es bildet den E-Mobilität Wasserstoff Index (WKN: SLA8F83) des deutschen Anbieters Solactive ab, einen der wenigen Indizes auf Wasserstoffunternehmen. Das Zertifikat wurde erst Mitte 2019 aufgelegt und hat bis Februar 2020 seinen Kurs mehr als verdoppelt. Allerdings stiegen in diesem Zeitraum Wasserstoffaktien insgesamt ungewöhnlich stark an.

Diese enge Bindung an die allgemeine Entwicklung ist aber nicht erstaunlich. Da ein Index abgebildet wird, entwickelt sich das Zertifikat im Regelfall weder besser noch schlechter als die Masse der Aktien. Genauere Informationen zum Zertifikat bietet Morgan Stanley auf seiner Internetseite.

(Stand: 08/2021)

 

Top 5 Depots für Wasserstoff-ETFs und Zertifikate

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Die wichtigsten Fakten zum Thema Wasserstoff

Wer in Wasserstoff investieren will, sollte einige grundlegende Fakten kennen.

 

1. Wie funktioniert die Energiegewinnung aus Wasserstoff?

Mithilfe von Strom wird Wasser zunächst in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet. Später werden beide Elemente wieder zusammengeführt. Theoretisch lässt sich damit auch ein Verbrennungsmotor betreiben, ähnlich wie sich auch Motoren mit Erdgas betreiben lassen. Häufiger werden Wasserstoff und Sauerstoff allerdings in einer Brennstoffzelle zusammengeführt.

 

2. Was ist eine Brennstoffzelle?

Wer Brennstoffzelle sagt, meint meist eine Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle. Die beiden Elemente verbinden sich zu Wasser – dabei entsteht Strom. Auf den ersten Blick erscheint es unsinnig, mithilfe von Strom zunächst Wasser in seine Elemente zu zerlegen und beide dann wieder zusammenzuführen. Denn natürlich ist die Stromausbeute am Ende geringer als der Aufwand. Allerdings lässt sich die Energie so speichern.

Schon vor mehr als 170 Jahren beschrieb der große Schriftsteller und Visionär Jules Vernes die Energiegewinnung aus Wasserstoff. Tatsächlich lassen sich so zwei Probleme auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Energieeinsatz gleichzeitig lösen.

Hinweis: Lesen Sie zum Thema Nachhaltigkeit auch unseren Beitrag „In nachhaltige Aktien und ETFs investieren 2021„.

 

3. Hat Wasserstoff im Verkehrssektor eine Zukunft?

Aktuell sind es vor allem Diesel-Fahrzeuge, die wegen der Schadstoffbelastung der Luft in den Innenstädten in der Kritik stehen. Doch die Erfahrung zeigt, dass die Grenzwerte in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter verschärft wurden.

Der Smog einer Großstadt des späten 19. Jahrhunderts, als Industriebetriebe keine Filter hatten und fast alle Haushalte mit Kohle heizten, ist aus heutiger Sicht fast unvorstellbar. Da eine weitere Verschärfung der Richtwerte sehr wahrscheinlich ist, sind emissionsarme oder sogar emissionsfreie Alternativen gefragt.

Im Pkw-Bereich setzen die Autohersteller aktuell vor allem auf Batterien. Der Erfolg dieser Technik ist keineswegs garantiert. So sind die Akkumulatoren in der Produktion oft wenig umweltfreundlich. Für Lastkraftwagen erscheinen sie gänzlich ungeeignet. Die Lösung könnten mit Wasserstoff betriebene Autos sein.

Für Schiffe scheint die auf Wasserstoff basierende Technik aktuell bereits die beste Lösung zu sein. Denn die Technik ist dort bereits im Einsatz: Die deutsche und die italienische Marine betreiben U-Boote, die mit Brennstoffzellen ausgerüstet sind – nicht zuletzt deshalb, weil bei dem Verfahren kaum Abwärme anfällt, die die Schiffe verraten könnte.

 

4. Warum beflügelt die Energiewende die Nachfrage nach Wasserstoff?

Wasserstoff kann auch ein weiteres Problem lösen. Denn Strom aus Wind und Sonne fällt nicht immer nur dann an, wenn er gebraucht wird. Mit überschüssigem Strom könnte Wasserstoff gewonnen und die Energie gespeichert werden. Es geht hier um fast unvorstellbare Mengen von Energie.

Der Energieberater und ehemalige Vorstand des Energieversorgers N-Ergie AG, Thomas Unnerstall, schätzt in seinem Buch „Energiewende verstehen“, dass zur kurzfristigen Speicherung von Strom vor allem Batterien zum Einsatz kommen werden. Diese gleichen kurze Schwankungen durch Windstille und Wolken aus und speichern Strom für die Nacht.

Die mittel- bis langfristige Speicherung wird dagegen seiner Meinung nach mithilfe von „Power to Gas“ erfolgen, das bedeutet, dass Strom in Gas umgewandelt wird, beispielsweise in Wasserstoff. Das Gas lässt sich nämlich einfach in der schon jetzt vorhandenen Infrastruktur speichern. Es gibt bereits heute Speichermöglichkeiten für Gas und außerdem lässt sich Gas in den Leitungen speichern, indem der Druck erhöht oder gesenkt wird.

 

5. Was sind die größten Herausforderungen?

Wasserstoff hat, bezogen auf das Gewicht, eine sehr hohe Energiedichte. Das liegt daran, dass er so leicht ist. Bezogen auf das Volumen ist der Energiegehalt beim Gas aber sehr gering. Das Gas muss deshalb entweder komprimiert oder so stark abgekühlt werden, dass es flüssig wird. Beides ist bei Fahrzeugen schwierig.

Flüssig wird Wasserstoff erst bei -252 Grad Celsius, also etwa 21 Grad über dem absoluten Nullpunkt. Drucktanks wiederum benötigen viel Energie für die Komprimierung des Gases (etwa 12 Prozent) und wecken bei vielen Autofahrern Ängste vor einer Explosion, auch wenn die Technik bereits weit fortgeschritten ist. Weitere Techniken wie Adsorption oder die Bindung an andere Elemente werden aktuell erprobt.

Die geschilderten Probleme betreffen vor allem den Einsatz in Fahrzeugen. Leichter ist die Speicherung von Stromüberschüssen aus Wind- und Sonnenenergie („Power to Gas“), weil dann mehr Platz zur Verfügung steht. In geringeren Mengen kann der erzeugte Wasserstoff sogar ins Erdgasnetz eingespeist werden. Ein Wasserstoffanteil bis zehn Prozent soll möglich sein.

 

Rohstoff Aktien als Alternativen zu Wasserstoffaktien

Wer in Rohstoffe investieren will, muss nicht zwingend zu Wasserstoff Aktien greifen. Eine naheliegende Alternative sind Lithium-Aktien. Das Salz ist wichtig für den Bau von Akkumulatoren. Ein weiteres Zukunftsthema ist die Biotechnologie. Hier gab es eine Reihe interessanter wissenschaftlicher Fortschritte, die neuen Technologien zum Durchbruch verhelfen könnten.

Außerdem profitiert die Branche von der immer größer werdenden Bedeutung des Themas Gesundheit. Alle drei Branchen haben einige Vertreter, die zu den Aktien 2017 Tipps zählten und durch enorme Kurssprünge Anleger*innen neidisch machen, die die Trendthemen zu spät entdeckt haben.

Wasseraktien sind nur auf den ersten Blick eine langweilige Investition. Eine steigende Weltbevölkerung und wachsender Wohlstand lassen Wasser immer wichtiger werden. Interessant sind dabei weniger die Versorger, die politischen Risiken ausgesetzt und immer wieder Ziel von Verstaatlichungsforderungen sind, sondern vielmehr jene Unternehmen, die technologische Lösungen für die Wasseraufbereitung, die Abwasserreinigung oder das Entsalzen von Meerwasser bieten.

 

Wichtig: Spekulation und Investition trennen

Wasserstoffaktien bergen viele Chancen, aber auch hohe Risiken. Deshalb sollte nur ein Teil des Vermögens in sie investiert werden. Wer nur 10.000 Euro anlegt, für den ist eine Position an Wasserstoffaktien eines Unternehmens im Wert von 1.000 Euro schon grenzwertig. Besser ist es meistens, das Geld mit ein paar ETF breit zu streuen oder sogar ganz von einem Robo Advisor wie OSKAR oder quirion verwalten zu lassen.

Das ist vielen Anleger*innen zu langweilig. Wer ausreichend Eigenkapital mitbringt, kann sein Basisinvestment durch ein paar sichere Einzelaktien oder Themen-ETFs ergänzen, zum Beispiel den oben vorgestellten Global Warming Fonds. Um auch größere Positionen an riskanteren Einzelaktien aufzubauen, sollten 50.000 Euro oder mehr vorhanden sein.

Oskar ETF Erfahrungen - Wasserstoff Aktien

Das Geld einem Robo Advisor wie Oskar anzuvertrauen ist langweilig, unter dem Gesichtspunkt der Risikostreuung aber sinnvoll. Das gilt vor allem dann, wenn nicht genug Geld vorhanden ist um durch den Kauf von mindestens drei bis vier ETF eine ausreichend breite Streuung zu erreichen.

Wer weniger Kapital hat oder wem auch der gelegentliche Kauf einer Einzelaktie zu wenig Trading-Spaß bedeutet, der sollte lieber eine von der Geldanlage getrennte Tradingposition aufbauen. Wer beispielsweise monatlich 200 Euro in einem ETF-Sparplan einzahlt, kann quartalsweise weitere 100 Euro auf ein Konto einzahlen und mit diesem „zocken“. Dabei ist der Totalverlust des Geldes immer einkalkuliert.

Um zu vermeiden, dass bei hohen Spekulationsverlusten das Ersparte verwendet wird, sollte das Trading von der Geldanlage getrennt sein, am besten durch einen eigenen Broker. Ohnehin bietet sich dafür nicht der Aktienhandel an, sondern das CFD-Trading. Die Konditionen sind dort üblicherweise noch günstiger als bei einem Discountbroker.

CFDs werden manchmal auch als Differenzkontrakte bezeichnet, denn der Inhaber eines solchen Derivats gewinnt oder verliert durch die Wertentwicklung eines Basiswertes. Zwar gibt es nur wenig Wasserstoffaktien als Basiswerte, doch weil CFDs mit einem Hebel getradet werden, sind auch scheinbar langweilige Standardaktien plötzlich spannend.

Der Broker eToro bietet bei Aktien üblicherweise einen Hebel von 1:10. Denn wer beispielsweise CFDs auf Ballard Power-Aktien im Wert von 1.000 Euro kaufen will, muss dafür nur 100 Euro hinterlegen. Die Gewinne und Verluste sind aber die gleichen wie bei einer Investition von 10.000 Euro.

eToro Screenshot - Wasserstoff Aktien

Als Basiswert für CFDs können außer Rohstoffe auch Aktien, Anleihen, Devisen, Kryptowährungen und Indizes dienen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass auch auf fallende Kurse gesetzt werden kann. Das funktioniert genauso wie die Spekulation auf steigende Kurse und auch hier gibt es einen Hebel. Anders als noch vor einigen Jahren können private Trader übrigens nicht mehr Geld verlieren, als sie auf das CFD-Konto eingezahlt haben.

In der Vergangenheit konnte es noch passieren, dass der Broker einen Nachschuss einforderte. Denn fällt eine Aktie um 20 Prozent, beträgt der Verlust bei einem Hebel von 10 genau 200 Prozent. Diese Differenz darf der Broker heute aber nicht nachfordern.

Auch deshalb ist ein seriöser CFD-Broker wie eToro wichtig. Er bietet mit dem Social Trading außerdem die Möglichkeit, sich mit anderen Tradern auszutauschen oder sie zu kopieren. Wer Geldanlage und Spekulation trennt und nur ein festes Budget zum Traden verwendet, der kann eine solide Finanzentwicklung und gleichzeitig Spaß am Trading haben. Wer keinen Spaß am Wertpapierhandel hat, der fährt mit einem Robo Advisor ohnehin besser.

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  • Mindesteinzahlung 200 EUR, die Ein- und Auszahlung ist mit allen gängigen Methoden möglich, sogar mit PayPal und Kreditkarte

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. 67% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Leseempfehlung: Vor allem spekulativ eingestellte Trader wollen gerne auch unterwegs informiert bleiben. Lesen Sie dazu unseren Beitrag Beste Börsen App!

 

Fragen und Antworten zum Thema Wasserstoffaktien

Welche Wasserstoff-Aktien gibt es in Deutschland und anderen Ländern?

In Deutschland gibt es nur wenige große Wasserstoffaktien. Das ehemals deutsche Unternehmen Linde ist stark und seit vielen Jahrzehnten im Wasserstoffgeschäft engagiert. Investoren sollten aber auch ausländische Unternehmen wie NEL ASA aus Norwegen, Weichai Power aus China oder Ballard Power aus Kanada beobachten. Auch Fonds und ETFs können eine Alternative sein

Welches sind die besten Wasserstoff-Aktien?

Die Markteinschätzung kann sich stündlich ändern, doch unter die Lupe nehmen sollten Anleger die Aktien von Ballard Power, dem Elektrolyse-Spezialisten NEL ASA, dem chinesischen Unternehmen Weichai Power und Powercell Sweden. Auch das deutsch-britische Unternehmen Linde plc ist seit vielen Jahren im Wasserstoffgeschäft aktiv. Eine Alternative zu Einzelaktien können Fonds und ETFs sein.

Gibt es Wasserstoffaktien?

Ja, einige Aktien verdienen ihr Geld ganz oder zumindest zum großen Teil mit Wasserstoff und können deshalb als Wasserstoffaktien bezeichnet werden.

Warum Wasserstoff Aktien kaufen?

Wasserstoff gilt vielen als Zukunftstechnologie auf dem Weg zu einer sauberen Energieversorgung. Sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus idealistischen Gründen können Wasserstoff- und Brennstoffzellenaktien deshalb eine gute Wahl sein.

Was ist von Wasserstoffaktien zu halten?

Wasserstoffaktien sind chancen-, aber auch risikoreich. Es sind hohe Gewinne möglich, allerdings auch hohe Verluste, falls ein Unternehmen in der Forschung erfolglos bleibt oder eine andere Technologie schneller ist.

Was sind Wasserstoffaktien?

Wasserstoffaktien sind Anteile von Firmen, die Technik für die Wasserstoffhersteller wie Elektrolyseure bauen. Andere Firmen sind in der Herstellung und dem Vertrieb von Wasserstoff aktiv.

Wo bekomme ich Wasserstoffaktien?

Wasserstoffaktien werden, wie andere Aktien auch, über die Börse gehandelt. Man benötigt daher zunächst einen Broker oder man kauft einen Fonds mit Wasserstoffaktien.

Wie teuer ist eine Wasserstoff Aktien?

Wasserstoffaktien bekannter Unternehmen sind oft schon ab rund 15 € je Stück erhältlich. Auch Fonds und ETFs sind bereits für etwas mehr als 10 € je Stück erhältlich.

Was sieht es aktuell mit Wasserstoffaktien aus? 

Wasserstoffaktien sind sehr volatil, sie schwanken also stark. Weil die Hoffnungen der Investoren vor allem in die Zukunft gerichtet sind, ist der Kurs immer von aktuellen technischen oder politischen Entwicklungen beeinflusst. Wem das nicht gefällt, der kann zu Aktien großer Unternehmen wie Linde greifen oder zu Fonds und ETFs.

 

Fazit

Mit Wasserstoff Aktien nachhaltig investieren

Wie für jede Zukunftstechnologie gilt auch für Wasserstoff: Es handelt sich um eine riskante, aber auch chancenträchtige Geldanlage. Beim Umstieg auf Strom aus Sonnen- und Windkraft könnte dem Wasserstoff die Rolle eines Energiespeichers zufallen.

Das Wasserstoffthema könnte sich als eine echte Gelddruckmaschine erweisen. Die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff reichen vom Treibstoff für alle möglichen Verkehrsmittel bis zum Heizen von Gebäuden oder Industrieanlagen.

Zahlreiche Wasserstoff Aktien haben seit Anfang 2021 an Wert verloren. Günstige Kurse könnten risikobereite Langfristanleger*innen für einen Einstieg nutzen.

Sollten dagegen andere Technologien das Rennen machen, sind bei Wasserstoff Aktien hohe Wertverluste denkbar. Das Risiko lässt sich jedoch mit Fonds oder Aktien einer breiter aufgestellten Firma streuen. Wer von der Technologie überzeugt ist, der kann kurzfristige Rückschläge einfach aussitzen.

 

Quellenangaben:

 

Thomas Detlef Bär schreibt seit mehr als zehn Jahren über Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherthemen. Bereits vor dieser Zeit galt sein Interesse dem Aktienmarkt. Seine Erfahrungen hat er in vielen Ratgebern niedergeschrieben und in Onlinemedien veröffentlicht. Thomas hat Betriebswirtschaft studiert und mehrere Jahre freiberuflich für Versicherungen gearbeitet. Seit 2020 schreibt er bei Aktien.net über Themen rund um den Aktienmarkt.

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