7 Kobalt-Aktien Listen & Kobalt Aktien ETFs

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Kobalt Aktien Beitragsbild

Kobalt wird vor allem in Stahlherstellung sowie Batterietechnik eingesetzt. Lithium-Cobaltdioxid-Akkumulatoren stecken in zahlreichen mobilen Elektrogeräten und könnten vom Trend zum Elektroauto profitieren. Von 2006 bis 2021 hat sich die Förderung des Schwermetalls verdreifacht. Kobalt Aktien sollten davon profitieren.

Außerdem gehen wir der Frage nach, ob es interessante Kobalt-Aktien ETFs gibt.

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Die Kobalt-Aktien Liste 2022

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Kobaltpreis und Kobalt als Rohstoff handeln

Elektromobilität führt zu Nachfrageschub

Bereits 2017 wurden 46 Prozent des geförderten Kobalts für die Herstellung von Akkumulatoren verwendet. Wichtigstes Anwendungsgebiet sind Batterien für elektronische Geräte, zum Beispiel Laptops, Smartphones und Tablet PCs. Auch in den Akkus von Elektrofahrzeugen steckt das Schwermetall häufig, weshalb die Nachfrage zuletzt deutlich anstieg. Gleichzeitig ist Kobalt ein eher seltenes Metall. Es könnte daher zu steigenden Preisen kommen. Allerdings wird in der Batterietechnik bereits nach Alternativen zu Kobalt gesucht.

Daneben wird Kobalt in der Stahlindustrie verwendet, vorwiegend für die Herstellung besonders wärmefester Stähle, wie sie in Turbinen oder Triebwerken zum Einsatz kommen. 2017 war die Stahlindustrie für 19,2 Prozent der Nachfrage verantwortlich. Weitere Einsatzgebiete sind die chemische Industrie oder die Herstellung von Magneten.

Verwendung von Kobalt 2017. Quelle CRU Group

Abbildung 1: Verwendung von Kobalt 2017. Quelle CRU Group

Wichtigstes Förderland ist mit großem Abstand die Demokratische Republik Kongo. Dort wird das Schwermetall überwiegend als Nebenprodukt bei der Kupferförderung gewonnen.

Die wichtigsten Förderländer im Jahr 2021

Abbildung 2 Die wichtigsten Förderländer im Jahr 2021. Quelle: US Geological Survey

Weitere wichtige Förderländer sind Australien, die Philippinen und Kanada. Russland spielte 2021 ebenfalls eine wichtige Rolle, es bleibt aber abzuwarten, welche Auswirkung der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Sanktionen haben. In Kuba gibt es große Reserven an Kobalt, die bisher aber kaum abgebaut werden.

Den aktuellen Kobalt-Kurs können Sie in unserer Datenbank unter Kobalt Preis in US-Dollar » Kobalt Kurs, Chart, Analyse, News abfragen.

Kobalt-Aktien Listen nach Ländern

Kobalt-Aktien Kongo: DR Kongo größtes Förderland

Im Jahr 2021 kamen nach Schätzungen der staatlichen US-Geologen 71 Prozent des weltweit geförderten Kobalts aus der Demokratischen Republik Kongo (auch Kongo-Kinshasa genannt, von 1971 bis 1997 Republik Zaire).

Kobalt-Aktie mit Schwerpunkt in der DR Kongo

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A1JAGV
JE00B4T3BW64
0,41
79.701
0.0646%
0.0426

Zu den wichtigsten Kobalt-Förderern in dem Staat gehört der Jersey-Schweizer Rohstoffkonzern Glencore. Dieser gewinnt das Metall überwiegend als Nebenprodukt beim Kupferabbau im Süden des Landes. Allerdings steht die Förderung in dem afrikanischen Land immer wieder in der Kritik, weil Arbeits- und Umweltschutznormen nicht eingehalten werden. Außerdem kommt es immer wieder zu Kämpfen um Rohstoffe, sodass oft vermutet wird, dass der Rohstoffreichtum dem Land eher schadet.

Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sollte ein Engagement in dem Land gut überlegt sein, denn die Instabilität kann schnell zum Verlust der Produktionskapazitäten führen. Zudem erwirtschaftet Glencore nur einen geringen Teil seines Umsatzes mit Kobalt, eine echte „Kobalt-Aktie“ ist das Papier deshalb nur sehr eingeschränkt.

Kobalt-Aktien Australien: Große Reserven

Australien ist nicht nur eines der wichtigsten Förderländer, sondern verfügt auch über die zweitgrößten Reserven nach der Demokratischen Republik Kongo. Bei steigenden Preisen könnte die Förderung in dem Land ausgebaut werden. Davon würden vor allem die heimischen Rohstoffunternehmen profitieren.

Kobalt-Aktien aus Australien

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A3CLTW
AU0000143729
0,00
181
0.0862%
0
A1JAGV
JE00B4T3BW64
0,41
79.701
0.0646%
0.0426
A3CLTW
AU0000143729
0,00
181
0.0862%
0

Eine wichtige australische Fördergesellschaft ist Sunrise Energy Metals. Daneben fördert auch das bereits erwähnte Unternehmen Glencore aus der Schweiz beziehungsweise Jersey in Australien Kobalt. Es wird dort beim Abbau von Nickel als Nebenprodukt gewonnen.

Die australische BHP Group ist bisher nicht in größerem Maße in der Kobalt-Förderung aktiv. Weil sie sowohl Kupfer als auch Nickel fördert und bei beiden Metallen Kobalt oft als Nebenprodukt gewonnen wird, ist ein Einstieg aber denkbar.

Kobalt-Aktien Kanada

Kanada liegt sowohl in Bezug auf Produkt als auch – noch stärker – in Bezug auf die Reserven hinter Australien, beheimatet aber mehrere Unternehmen, die im Geschäft mit Kobalt aktiv sind.

Kobalt-Aktien aus Europa

Unter den Kobalt-Aktien aus Europa finden sich hauptsächlich britische Firmen. Einige haben sich ganz auf das Thema Rohstoffe für Akkumulatoren spezialisiert, etwa African Battery Metals. Auf der Liste findet sich mit Umicore aber auch ein belgisches Unternehmen. Dessen Ursprünge liegen ausgerechnet in der Demokratischen Republik Kongo, dem ehemaligen Belgisch-Kongo und heute größten Kobalt-Förderer. Die dortigen Minen wurden allerdings nach der Unabhängigkeit verstaatlicht.

Kobalt-Aktien aus Europa

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A0JMMF
GB00B11DNM70
0,00
256
0%
0
A2H5A3
BE0974320526
2,11
8.171
0.0209%
0.024
A2ACHZ
GB00BYWKBV38
0,00
5
0%
0

Kobalt-Aktien aus den USA

Unternehmen aus den USA sind selten im Kobalt-Geschäft aktiv.

Kobalt-Aktien aus den USA

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
896476
US35671D8570
0,20
50.296
0.1672%
0.0171

Kobalt-Aktien weltweit

Chinesische Unternehmen kontrollieren einen großen Teil der Kobalt-Förderung, allerdings sind einige davon in staatlichem Besitz. Es gibt aber auch börsennotierte Firmen. Der große brasilianische Rohstoffkonzern Vale fördert ebenfalls Kobalt.

Kobalt-Aktien aus Kanada

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A0M4V5
CNE100000114
0,00
96.274
0.0381%
0.0331
897136
BRVALEACNOR0
3,05
328.202
0.457%
0.1086

Invistieren in Kobalt-Aktien ETFs

Spezielle Kobalt-ETFs gibt es bisher nicht. Auch sonst ist die Auswahl klein. Zwar gibt es mit dem S&P GLOBAL CORE BATTERY METALS einen Index für Batteriemetalle, zu denen auch Kobalt gehört, allerdings fanden wir keinen guten ETF auf diesen Index.

Eine Alternative sind allgemeine ETFs zum Thema Akkumulatoren und Batterien, etwa der L&G Battery Value-Ch.UCITS ETF USD Acc (WKN: A2H5GKWKN kopiert; ISIN: IE00BF0M2Z96ISIN kopiert). Der ETF ist mit einer Gesamtkostenquote von 0,49 Prozent preiswert und unter anderem bei Scalable Capital und der comdirect bank sparplanfähig.

Was sind Vor- und Nachteile einer Investition in Kobalt-Aktien?

Kobalt ist selten und wird gleichzeitig stark nachgefragt. Hinzu kommt, dass das Schwermetall vor allem als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Kupfer und Nickel gewonnen wird. Eine eigenständige Kobalt-Förderung lohnt sich meistens nicht. Die Preise sollten daher bei steigender Nachfrage deutlich anziehen.

Dem gegenüber stehen aber einige Risiken. Das wichtigste Förderland ist aktuell die Demokratische Republik Kongo. Das Land gehört zu den ärmsten der Welt und ist chronisch schlecht regiert. So sind Korruption, Kinderarbeit und Umweltverschmutzung an der Tagesordnung. Das ist nicht nur ethisch ein Problem, sondern kann auch wirtschaftlich Folgen haben, da Batteriehersteller keine Rohstoffe mehr aus dem Land beziehen oder weil die Minen zerstört werden.

Von diesem Szenario würden Kobalt-Aktien aus Australien oder Kanada profitieren. Doch das Schwermetall wird bereits in einigen Akkus durch andere Werkstoffe ersetzt. Das könnte zur Folge haben, dass die Preise für Kobalt mittelfristig einbrechen, schließlich entfallen 46,0 Prozent der Nachfrage aktuell auf Akkumulatoren. Diese Entwicklung würde auch für kanadische und australische Firmen negative Folgen haben. Breiter aufgestellt ist, wer allgemein auf Batterietechnik setzt.

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Thomas Detlef Bär schreibt seit mehr als zehn Jahren über Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherthemen. Bereits vor dieser Zeit galt sein Interesse dem Aktienmarkt. Seine Erfahrungen hat er in vielen Ratgebern niedergeschrieben und in Onlinemedien veröffentlicht. Thomas hat Betriebswirtschaft studiert und nach Abschluss seines Studium mehrere Jahre als Ökonom in einem ostdeutschen Automobilbetrieb gearbeitet. In den 1990er Jahren startete er als freiberuflicher Versicherungs- und Vermögensberater. 2009 begann er Ratgeber für das bekannte Portal helpster.de zu verfassen. Seitdem veröffentlicht er regelmäßig Beiträge auf zahlreichen Finanz-Portalen, darunter mikrokredit24.net, gevestor.de, onlinebanken.com. Seit 2020 schreibt er bei Aktien.net über Themen rund um den Aktienmarkt.

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