In Rohstoffe investieren – Die besten ETCs und ETFs 2020

In Rohstoffe investieren

Investieren in Rohstoffe – Das Wichtigste in Kürze

In Rohstoffe investieren – aber wie?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Geld in Rohstoffen anzulegen. Welche die beste ist, hängt vom Ziel und vom Rohstoff ab.

Direktkauf: Nur bei Edelmetallen sinnvoll

Der direkte Kauf von Münzen und Barren bietet sich praktisch nur für Edelmetalle an. Eine englische Finanzjournalistin hatte den Versuch gestartet direkt in Öl zu investieren und wollte aus diesem Grund ein Fass Erdöl kaufen. Doch das Ergebnis war ernüchternd, dem gigantischen Aufwand standen sieben Cent Gewinn gegenüber.

Auch beim Kauf von Gold und Silber gilt es zu bedenken, dass Kosten anfallen, wenn die Edelmetalle im Bankschließfach gelagert werden. Eine Aufbewahrung im eigenen Haus ist wiederum mit Risiken verbunden.

Termingeschäfte: Futures und Optionen

Bei Termingeschäften wird ein Anlagegut nicht sofort gekauft, sondern zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft. Dabei unterscheidet man bedingte und unbedingte Termingeschäfte.

Ein unbedingtes Termingeschäft ist etwa der Kauf eines Futures, mit dem ein Barrel Öl zur Lieferung in drei Monaten gekauft wird. Unbedingt deshalb, weil keine der Vertragsparteien von dem Kauf zurücktreten kann.

Bei einer Option kann der Optionsinhaber dagegen auf das Geschäft verzichten. Er verliert dann nur das Geld, dass er für den Kauf der Option ausgegeben hat.

Beide Geschäfte haben den Nachteil, dass erwartete Preiserhöhungen bereits durch ein Contango vorweg genommen werden. Denn der in einem Future vereinbarte Preis für die Lieferung eines Fasses Öl in drei Monaten ist nicht der gleiche Preise wie der zur sofortigen Lieferung. Erwarten die Marktteilnehmer aber steigende Preise, wird sich das in den Preisen an den Terminbörsen widerspiegeln und das Öl zur Lieferung in drei Monaten teurer verkauft werden. Sonst wäre es für die Fördergesellschaft lohnender, das Öl einfach nicht am Terminmarkt zu verkaufen. Diese Situation nennt man Contango. Auch die umgekehrte Situation ist denkbar, man spricht dann von Backwardation.

Bei Futures kann es außerdem vorkommen, dass die Verluste höher sind als die erste Einzahlung und Geld nachgeschossen werden muss.

Außerdem lassen sich Futures und Optionen nur über Terminbörsen wie die Eurex ordern, für die Trader oft besondere Kenntnisse nachweisen müssen. Eine Ausnahme sind Optionsscheine, die über die regulären Wertpapierbörsen gehandelt werden.

Zertifikate und ETCs

Auch Zertifikate und ETCs investieren meistens nicht direkt in den Rohstoff, sondern kaufen Futures und Optionen. Das führt dazu, dass sie ebenfalls vom oben beschriebenen Contango betroffen sind.

Dieses Contango führt regelmäßig zu sogenannten Rollverlusten. Denn Futures haben meist ein Datum, zu dem die Ware geliefert wird. Dann wird das Future aufgelöst und das Geld in ein neues Papier investiert. Beispielweise kaufen Investoren statt eines Futures für den Kauf von Öl mit Lieferung zum 31. Mai ein neues mit Lieferung zum 31. August. Allerdings kann der Preis dafür höher sein.

CFDs

Für die kurzfristige Spekulation sind CFDs am besten geeignet. Die Abkürzung CFD steht für Contract for Difference, also Differenzkontrakt. Mit diesem Papier partizipieren dessen Besitzer von der Wertentwicklung eines Basiswertes, beispielsweise Gold. Steigt der Goldpreis, steigt auch der Wert des CFDs.

Allerdings ist ein Hebel von bis zu 30 (bei professionellen Anlegern auch mehr) möglich. Das bedeutet, dass ein Preisanstieg von 1,0 Prozent beim Basiswert zu einer Wertveränderung von bis zu 30,0 Prozent führen kann.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man CFDs bei den meisten Brokern auch verkaufen kann, ohne sie selbst zu besitzen. Man spekuliert dann auf fallende Kurse. Anders als bei Futures können Inhaber von CFDs aber nicht mehr Geld verlieren, als sie eingezahlt haben, die Nachschusspflicht wurde von den Aufsichtsbehörden für Privatanleger verboten.

Allerdings eignen sich CFDs nur für die kurzfristige Spekulation, vor allem das Daytrading. Denn wer ein CFD über Nacht hält, muss eine Gebühr bezahlen. Ein CFD-Broker mit sehr großem Angebot an Rohstoffen ist eToro (siehe unten).

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Hinweis: Investieren beinhaltet Risiken. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren.

Broker für Rohstoff-CFDs: eToro

Wer kurzfristig spekulieren will, für den sind CFDs oft die beste Wahl. Denn die Kauf- und Verkaufgebühren sind niedrig, es wird mit einem Hebel gehandelt und Leerverkäufe sind problemlos möglich.

Ein großes Angebot an Rohstoffen bietet der Broker eToro. Neben Gold, Silber und Öl sind dort auch CFDs auf andere Rohstoffe wie Palladium, Platin, Kupfer oder Erdgas handelbar.

Vor allem aber ist eToro der größte Anbieter von Social Trading. Dabei können sich Anleger über ihre Erwartungen austauschen, die Entscheidungen anderer Trader verfolgen oder gleich kopieren. Das ist nicht nur für Einsteiger interessant, sondern erhöht auch den Spaß am Traden.

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eToro verfügt auch über ein breites Angebot in den Bereichen Indizes und Kryptowährungen.

Auch wer bei seinem Aktienbroker bereits CFDs handeln kann, sollte über einen Wechsel zu einem spezialisierten Anbieter wie eToro nachdenken. Denn die Trennung von Geldanlage und Spekulation hilft dabei, die eigenen Finanzen im Griff zu behalten.

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Die wichtigsten Rohstoffe

Energierohstoffe

In Öl investieren

In Rohstoffe investieren: Öl

Öl ist trotz des Klimawandels nach wie vor einer der wichtigsten Rohstoff der Welt. (Bild: Pixabay | © catmoz)

Bei Energierohstoffen denkt man zunächst natürlich an Öl. Tatsächlich wird auch ein Kohlepreis an der Börse notiert, allerdings findet der weit weniger Beachtung als der Ölpreis. Außerdem gibt es für Privatanleger nur wenig Möglichkeiten in Kohle zu investieren.

Anders sieht es mit Öl aus. An der Börse lassen sich zahlreiche Zertifikate auf den Ölpreis handeln. Weil sie aber fast ausschließlich den Ölpreis mit Terminkontrakten abbilden, sind sie für Laien nur schwer zu verstehen. Mehr Informationen zum Thema „In Öl investieren” finden Interessenten in unserem Beitrag „Die besten Öl-ETFs“. Allerdings könnten neue Energieträger wie Wasserstoff den fossilen Rohstoffen den Rang ablaufen.

Einfacher ist der Kauf eines Differenzkontrakts (CFD), mit dem auch leicht auf fallende Ölpreise gesetzt werden kann. Dieses Papier bildet die Preisentwicklung direkt ab. Weil Gebühren anfallen, wenn die Papiere über Nacht gehalten werden, sind sie aber nur für die kurzfristige Spekulation geeignet. Einige CFD-Broker wie Libertex bieten auch Kontrakte auf Gas an.

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In Holz investieren

Immer mehr Anleger wollen auch in Holz investieren, denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und bei nachhaltiger Bewirtschaftung auch umweltfreundlich. Der Begriff Nachhaltigkeit kommt übrigens aus der Holzwirtschaft, er bedeutet, dass nur so viel Holz entnommen wird, wie auch nachwächst.

Ein Holzinvestment ist mittlerweile möglich, beispielsweise mit dem iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF (WKN: A0M59G). Dieser ETF ist ohne Zusatzgebühren ist bei vielen Brokern auch als Sparplan erhältlich.

Durchschnittlicher Wertzuwachs pro Jahr seit Auflegung-8,82 %
Entwicklung des Referenzindex pro Jahr13,47 %
ProduktstrukturPhysisch replizierend
GewinnverwendungAusschüttend
AusgabeaufschlagEntfällt
Gesamtkostenquote0,65 %

Gold, Silber und andere Edelmetalle

Während Industrierohstoffe sich überwiegend prozyklisch verhalten, steigen die Preise für Gold und Silber oft in Krisenzeiten. Das macht eine Investition auch für langfristig orientierte Anleger attraktiv.

In Edelmetalle investieren

Gold und Silber haben den Vorteil, dass sie sich häufig gegen den Trend entwickeln. Sie steigen in Krisenzeiten, fallen aber oft bei länger andauernden Boomphasen, weil die Anleger dann lieber in Aktien investieren.

Neben Gold und Silber sind Platin und Palladium Aktien als Anlageobjekte interessant. War Platin lange Zeit teurer als Gold, hat sich der Wert seit dem Höchststand 2008 bis 2020 deutlich reduziert.

Dagegen stieg der Preis für Palladium bis März 2020 kontinuierlich an und überflügelte nicht nur den für Platin, sondern auch für Gold. Allerdings brachte der Ausbruch der Corona-Pandemie einen deutlichen Rückschlag. Trotz des hohen Wertes wird Palladium offenbar von der Börse eher als Industriemetall gesehen. Wie Platin wird auch Palladium häufig für den Bau von Katalysatoren verwendet.

Dagegen werden Edelsteine wegen der fehlenden Standardisierung nicht an den Börsen gehandelt. Hier muss jeder Stein einzeln begutachtet werden, um den Wert zu ermitteln.

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Industrierohstoffe

Industrierohstoffe entwickeln sich meistens stark zyklisch. Allerdings gibt es von Rohstoff zu Rohstoff besondere Entwicklungen.

In Lithium investieren

Oft fällt der Name Lithium im Zusammenhang mit Industrierohstoffen. Dabei handelt es sich um ein Leichtmetall, genauer gesagt ein Alkalimetall. Es wird vor allem in der Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus eingesetzt. Deshalb sind Investitionen in Lithium aktuell ein großes Thema. Auch hier gilt allerdings, dass ein langfristiger Preisanstieg keine Gewinne garantiert, wenn er entweder bereits eingepreist ist oder durch Rollverluste aufgefressen wird. In einem eigenen Beitrag haben wir weiterführende Informationen zum In Lithium investieren zusammengestellt.

In Kupfer investieren

Kupfer ist eines der ältesten von Menschen verwendeten Metalle. Schon bevor die Menschen Werkzeuge aus Eisen herstellten, nutzten sie dafür Bronze, eine Legierung von Kupfer und Zinn. Heute findet Kupfer beispielsweise in elektrischen Leitungen und Kabeln und beim Bau von Rohrleitungen Einsatz.

Von 2006 bis 2020 hat sich der Kupferpreis allerdings seitwärts bewegt. Durch die Ausschläge nach oben und unten eröffnen sich aber Chancen für kurzfristige Spekulationen.

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Agrarrohstoffe

Der Handel mit Agrarrohstoffen ist das umstrittenste Gebiet des Rohstoffhandels, zumindest dort, wo es um Lebensmittel geht. Kritiker werfen den Händlern vor, Lebensmittel teurer zu machen. Ob das zutrifft, ist nicht abschließend geklärt.

Außerdem sind nicht alle Agrarrohstoffe auch Lebensmittel. Praktisch alle nachwachsenden Rohstoffe sind Agrarrohstoffe. Das ist wichtig zu wissen für alle, die nachhaltig investieren möchten. Auf der sicheren Seite ist deshalb, wer mit nicht als Nahrungsmittel verwendeten Produkten wie Zucker oder Kaffee handelt.

Wer CFDs kauft, erwirbt den Rohstoff ohnehin nicht direkt, sondern nur ein Differenzkontrakt darauf. Welche Agrarrohstoffe angeboten werden, ist sehr unterschiedlich. Bei eToro lassen sich Zucker, Baumwolle, Kakao und Weizen handeln, bei Plus500 ist es nur Kaffee. Besonders viele Rohstoffe bietet auch hier der Broker Libertex, bei dem Sie CFDs auf Kakao, Kaffee, Zucker, Sojabohnen, Weizen und Mais handeln können.

Mit Kaffee handeln

In Rohstoffe investieren: Mit Kaffee handeln

Koffein fürs Portfolio: Anleger können sich die weltweite Kaffee-Nachfrage zunutze machen. (Bild: Pixabay | © acekreations)

Kaffee ist an den Warenbörsen traditionell ein wichtiger Agrarrohstoff. In Deutschland wurde bereits 1887 die Kaffeebörse in Hamburg gegründet, die heute aber nicht mehr existiert. Gehandelt wird der Kaffee heute vor allem in London und New York, daneben gibt es regional bedeutende Börsen in Tokio und Sao Paulo.

Attraktiv ist der Handel mit Kaffee für Spekulanten vor allem durch seine hohen Preisschwankungen. Weil sich ein Großteil der Produktion auf wenige Länder konzentriert, haben besonders schlechte oder besonders gute Ernten dort starke Auswirkungen auf die Preise.

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SWOT-Analyse: In Rohstoffe investieren – eine gute Idee?

Investments in Rohstoffe bieten Chancen, sind aber auch mit Risiken verbunden. Diese lassen sich anhand einer SWOT Analyse darstellen.

Stärken: Starke Schwankungen

Rohstoffinvestments bieten eine zusätzliche Diversifikation des Portfolios über Aktien und Anleihen hinaus. Im besten Fall ergibt sich dadurch eine langfristig stabile Portfolioentwicklung. Das gilt besonders für Edelmetalle, denn ihr Wert entwickelt sich oft gegensätzlich zu dem der Aktien. Besonders in Krisenzeiten sind Gold, Silber und Co gefragt und bieten Chancen auf Gewinne oder zumindest einen Werterhalt.

Anleger können mit dem Kauf eines Rohstoffs außerdem auf einen bestimmten Trend setzen, ohne sich für ein einzelnes Unternehmen entscheiden zu müssen. Wer beispielsweise der Meinung ist, dass die Elektromobilität die Nachfrage nach dem in vielen Akkus verwendeten Salz Lithium erhöht, kann mit dem Kauf des Rohstoffs auf diesen Trend setzen, ohne sich für ein konkretes Unternehmen entscheiden zu müssen. Das ist vor allem für Spekulationsgeschäfte attraktiv.

Schwächen: Handel oft nur über Terminkontrakte

Rohstoffinvestments unterliegen häufig hohen Schwankungen. Dies gilt für Rohöl genauso wie für Industriemetalle und Agrarrohstoffe. Der Diversifikationseffekt wurde möglicherweise überschätzt. Häufig lässt sich eine hohe Korrelation von Rohstoffen mit den Aktien- und Anleihemärkten erkennen – vor allem bei starken Kursrückgängen. Wenn die verarbeitende Industrie unter einer Konjunkturschwäche leidet, sind Rohstoffpreise betroffen. Die Nachfrage sinkt und das lässt auch die Preise einbrechen.

Eine noch größere Schwäche ist aber die Konstruktion der meisten ETCs und ETFs. Mit Ausnahme von einigen Edelmetall-Fonds bilden nämlich fast alle Fonds die Wertentwicklung mit Hilfe von Swaps, Futures und Optionen ab. Das bedeutet, dass ein Öl-ETF nicht etwa Öl kauft und einlagert, sondern Termingeschäfte abschließt. Beispielsweise kauft er Öl der Sorte Brent nicht zur sofortigen Lieferung am Kasa- oder Spotmarkt, sondern zur Auslieferung in einem halben Jahr.

Allerdings kann der Ölpreis an der Terminbörse als am Spotmarkt deutlich höher liegen, wenn alle Marktbeobachter eine Erholung erwarten. So war das beispielsweise im Mai 2020, als die Corona-Krise den Ölpreis teilweise negativ werden ließ. Die Preise für Öl an den Terminmärkten lagen aber deutlich höher, weil die meisten Marktteilnehmer mit einem Preisanstieg rechneten. Diese Situation ist sehr häufig, man nennt sie Contango (siehe Frage: Was ist Contango? in diesem Artikel).

Hinzu kommt, dass ETCs ihre Terminkontrakte regelmäßig erneuern müssen. Wird ein Future fällig, wird es ersetzt. Man sagt, es wird gerollt. Liegt der Preis für den Kontrakt aber deutlich höher als der Spotpreis, entstehen sogenannte Rollverluste.

Deshalb profitieren Inhaber von ETCs und Zertifikaten nicht automatisch von steigenden Rohstoffpreisen sondern nur, wenn der Anstieg höher ausfällt als erwartet.

Hinzu kommt, dass Rohstoffe keine Zinsen abwerfen und keine Gewinne erwirtschaften.

Chancen: Wirtschaftswachstum erhöht Nachfrage

Verfechter von Rohstoffinvestments verweisen gerne auf die großen Chancen durch eine steigende Weltbevölkerung und einen weiteren Aufstieg von Schwellenländern. Sollten Länder wie Indien ähnlich dynamisch wachsen wie China das in den vergangenen 20 Jahren getan hat (siehe auch: chinesische Aktien), dann würde das die Rohstoffnachfrage enorm beschleunigen.

Im Idealfall könnte der Trend sich selbst verstärken, wenn beispielsweise afrikanische Länder die Gewinne nutzen, um selbst stärker zu wachsen. Wichtig ist dabei aber zu wissen, dass die meisten ETCs nur Gewinne machen, wenn die Rohstoffnachfrage stärker wächst, als erwartet, und Rohstoffeinnahmen bisher nur selten zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in den Förderländern geführt haben („Ressourcenfluch“).

Risiken: Ersatz von Rohstoffen

Den Chancen stehen aber auch hohe Risiken gegenüber. Die Preisentwicklung von Rohstoffen unterliegt häufig diversen und nicht immer klar nachvollziehbaren Einflüssen. Der Preis für Rohöl etwa hängt auch von verschiedenen geopolitischen Entwicklungen ab. Dadurch kann es zu plötzlichen, starken Preisveränderungen kommen.

Beispielsweise hat die OPEC enormen Einfluss auf den Ölpreis und einzelne Nationen wie Saudi-Arabien können die Kurse massiv beeinflussen. So, wie Rohstoffe an Bedeutung und Wert gewinnen können, können sie auch an Bedeutung und Wert verlieren. Denkbar wäre etwa, dass der Preis für Rohöl bei einer weltweiten Anwendung der Elektromobilität fallen könnte.

Aber auch „moderne“ Rohstoffe wie Lithium können schnell an Wert verlieren, wenn sie durch andere Rohstoffe ersetzt werden. Akkus lassen sich auch mit anderen Grundmaterialien herstellen oder Wasserstoff könnte das Rennen machen.

Außerdem könnte sich das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsamen. Beispielsweise weil die Welt nach der Corona-Krise nicht zu alter Form zurückfindet, weil Konflikte das Wachstum bremsen oder Märkte gesättigt sind. Das alles setzt die Rohstoffmärkte unter Druck.

Außerdem können neue Fördergebiete erschlossen werden. Dadurch steigt das Angebot, was die Preise drückt, wenn die Nachfrage nicht mindestens im gleichen Maße steigt.

Ergebnis der SWOT Analyse: Ist in Rohstoffe investieren sinnvoll?

Für langfristige Investoren sind Rohstoffe nur bedingt attraktiv. Vor allem der Kauf von Edelmetallen zur Risikostreuung kann sinnvoll sein. Anders sieht es aus, wenn man spekulieren will. Dann sind Rohstoffe attraktiv. Denn mit ihnen lässt sich gut auf politische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen wetten. Gut eignen sich dafür CFD-Depots.

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Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko. 75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Was beeinflusst die Preise am Rohstoffmarkt?

Wie bei allen Märkten hängen auch beim Rohstoffmarkt die Preise von Angebot und Nachfrage ab.

Die Nachfrage ist vor allem von der allgemeinen Wirtschaftslage abhängig. Bei Energie-, Agrar- und Industrierohstoffen ist sie meistens umso höher, je besser die wirtschaftliche Entwicklung ist. Bei Edelmetallen kann dagegen die Nachfrage auch in sehr unsicheren Zeiten steigen.

Hinzu kommt eine rohstoffspezifische Komponente. Jahrhundertelang waren vor allem Nahrungsmittel wichtige Rohstoffe. Die erste Terminbörse der Welt war die Reisbörse in Osaka. Später waren Kohle und Eisen, dann Öl wichtig.

Das Angebot wird zunächst vom vorhandenen Rohstoffangebot bestimmt. Aber auch die Politik spielt eine wichtige Rolle. Ungünstige politische Rahmenbedingen können das Angebot reduzieren, wie das beispielsweise bei der Gold- und Platinförderung in Südafrika der Fall ist. Kartelle wie die OPEC nehmen ebenfalls Einfluss auf die Preise. Bei Rohstoffen, deren Förderung sich auf wenige Länder konzentriert, kann auch die Politik dieser Staaten eine wichtige Rolle spielen.

Auch neue technische Möglichkeiten wie das Fracking beeinflussen das Angebot.

Bei einigen Rohstoffen ist die Spekulation selbst mittlerweile ein wichtiger Einflussfaktor. Außerdem beeinflussen sich Angebot und Nachfrage mit einige Zeitverzögerung gegenseitig. Dauerhaft höhere Preise machen die Erschließung neuer Vorkommen attraktiv, niedrige Preise führen zur Stilllegung.

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Fragen & Antworten zum Thema Investieren in Rohstoffe

In welche Rohstoffe sollte man investieren?

Zum Absichern eines Depots gegen Schwankungen sind Edelmetalle gut geeignet, da Industrierohstoffe in Krisen ebenfalls an Wert verlieren. Zum Spekulieren sind aber auch Metalle und Energierohstoffe interessant.

Wie kann ich in Rohstoffe investieren?

Wer sein Depot gegen Schwankungen absichern will, sollte Edelmetalle als ETC oder ETF kaufen. Zum Spekulieren sind vor allem CFDs gut geeignet.

Wie viel Geld muss man mindestens in Rohstoffe investieren?

Beim Handel mit CFDs lässt sich schon mit wenig Geld spekulieren. Broker wie eToro verlangen eine Mindesteinzahlung von nur 200,- Euro.

Wo werden Rohstoffe gehandelt? 

Rohstoffe werden oft an speziellen Warenbörsen oder Warenterminbörsen gehandelt. Zertifikate auf Rohstoffe oder ETFs lassen sich aber über die regulären Wertpapierbörsen kaufen – und damit über einen klassischen Aktienbroker. 

Fazit

Rohstoffinvestments sind sehr spekulativ. Denn Rohstoffe zahlen weder Zinsen noch Dividenden. Die Konstruktion der meisten Zertifikate sorgt außerdem dafür, dass Anleger nicht automatisch Gewinne machen, wenn der Rohstoffpreis steigt. Für die langfristige Geldanlage sind breit aufgestellte ETFs oder eine Online-Vermögensverwaltung meist besser geeignet. Allerdings können Gold oder ein Edelmetall-ETF eine gute Ergänzung zu Aktien und ETFs in einem Depot sein. Wer gerne hohe Risiken eingeht und kurzfristig spekulieren möchte, kann das mit CFDs gut tun.