Beste Palladium-Aktien, ETF und ETC zum Investieren & Marktanalyse 2021

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Palladium Aktien - Das Wichtigste in Kürze

 

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Die besten Palladium Aktien, die wir in diesem Artikel vorstellen

Wenn Sie den ETF anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.
Name / WKN / ISIN 
Palladium One Mining
A2PJNDWKN kopiert
CA69644D1087ISIN kopiert
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Nornickel (ADR)
A140M9WKN kopiert
US55315J1025ISIN kopiert
ab 0€ kaufen – Bei Smartbroker verfügbar
Impala Platinum
A0KFSBWKN kopiert
ZAE000083648ISIN kopiert
ab 0€ kaufen – Bei Smartbroker verfügbar
Anglo American Platinum
A0MUKLWKN kopiert
GB00B1XZS820ISIN kopiert
ab 0€ kaufen – Bei Smartbroker verfügbar
Xinjiang Xinxin Mining Industry
A0M236WKN kopiert
CNE1000007G2ISIN kopiert
ab 0€ kaufen – Bei Smartbroker verfügbar
African Rainbow Minerals
A0CAQDWKN kopiert
ZAE000054045ISIN kopiert
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Die besten Palladium Aktien ETCs, die wir in diesem Artikel vorstellen

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Name / WKN / ISIN 
Wisdome Tree Palladium ETC
A0N62EWKN kopiert
DE000A0N62E5ISIN kopiert
ab 0€ kaufen – Bei Smartbroker verfügbar
Xtrackers Physical Palladium EURO Hedged ETC
A1EK3BWKN kopiert
DE000A1EK3B8ISIN kopiert
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Die 6 besten Palladium-Aktien

280 Prozent lag die Palladium One Aktie Mitte 2021 über dem Vorjahreswert, Impala Platinum immerhin über 100 Prozent. Palladium gehörte in den vergangenen Jahren zu den interessantesten Rohstoffen für Investoren. Wir stellen sechs interessante Unternehmen aus dem Bereich der Palladium-Produktion vor.

Weil Palladium meistens aus Nickel- oder Kupfererzen gewonnen wird, gibt es praktisch keine reinen Palladium-Aktien. Die von uns vorgestellten Unternehmen erwirtschaften aber einen relevanten Anteil ihrer Erträge mit dem Edelmetall.

Palladium One Mining

(WKN: A2PJNDWKN kopiert / ISIN: CA69644D1087ISIN kopiert)

Mit einem Plus von 280 Prozent von Mitte 2020 bis Mitte 2021 ist die Palladium One Aktie der Star unter den Palladium-Aktien. Dabei lag der Kurs im Januar sogar noch höher.


Die hohen Gewinne hängen aber auch mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens zusammen. Es bezeichnet sich als „Explorationsunternehmen, das auf Platingruppenelement (PGE)-Kupfer-Nickel-Lagerstätten in Finnland und Kanada abzielt“. Gefördert wird – zumindest bisher – nur wenig Metall. Das bedeutet, dass positive Nachrichten hohe Kursgewinne zur Folge haben. Umgekehrt können Fehlschläge aber auch zu Kurseinbrüchen führen. Im Mai 2021 konnte das Unternehmen einen erfolgreichen Verlauf der Erkundungen in Finnland vermelden.

Gewinne erzielt das Unternehmen bisher keine, auch für die kommenden Jahre wird noch mit Verlusten gerechnet. Somit ist die Aktie vergleichsweise riskant.


Allerdings bietet die Aktie sicherheitsorientierten Anlegerinnen und Anlegern auch Vorteile. Denn das Unternehmen ist bisher ausschließlich in Finnland und Kanada aktiv. Das bedeutet eine hohe Rechtssicherheit, die meisten Unternehmen der Branche fördern in Russland und Südafrika und leiden unter Korruption und politischer Instabilität.

Bewertung

  • Hohe Kursgewinne in der jüngeren Vergangenheit
  • Bisher viele Erkundungen, wenig Förderung
  • Ausschließlich in Kanada und Finnland aktiv

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Nornickel

(WKN: 728841WKN kopiert / ISIN: RU0007288411ISIN kopiertADR mit der WKN: A140M9 WKN kopiert / ISIN: US55315J1025ISIN kopiert)

Das russische Bergbauunternehmen Nornickel war bis 2016 unter dem Namen Norilsk Nickel aktiv und gilt als Marktführer der Branche. Mit einem Netto-Profit von 2,53 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2016 gehört Nornickel zu den größten Unternehmen im Bereich Nickel und Palladium. Mit einer jährlichen Fördermenge von 2,75 Millionen Unzen Palladium ist Nornickel der mit Abstand größte Palladium-Produzent der Welt. Im Bereich der Metallurgie ist Nornickel ebenso führend. Seit dem 1. Februar 2019 stieg der Aktienkurs des Unternehmens von 18,08 Euro auf 32,05 Euro (Stand: 2/2020). Der Gewinn je Aktie stieg in den vergangenen beiden Jahren stark. Das Unternehmen beschäftigt rund 83.000 Mitarbeiter.


MNOD Aktien sind interessant, weil Nornickel der steigenden Nachfrage aus eigenen Kräften nicht mehr nachkommen kann: Die Firma kauft aufgrund stagnierender Produktionsmengen bei steigender Nachfrage große Mengen Palladium aus den russischen Staatsbeständen auf, was wiederum die Preise erhöht.

 20152016201720182019
Umsatz in Milliarden (Rubel)506,140548,564536,753728,915877,769
Gewinn je Aktie, unverwässert, nach Steuern (Rubel)666,471.068,68807,661.197,22.373,59
Dividende je Aktie857,16890,35832,181.568,54

Quelle: Nornickel Investor Relations

Sollten die russischen Bestände zur Neige gehen, wird sich dies voraussichtlich weiter treibend auf den Palladium-Preis auswirken – und dadurch auf den Aktienkurs von Nornickel.

Zusätzlich zu seiner Marktführerschaft im Palladium-Abbau ist Nornickel der weltweit größte Produzent von Nickel.

Kritik an Nornickel

Jedoch steht das Unternehmen auch in der Kritik, da der Abbau von Nickel zu Umweltverschmutzungen führt: In der Region um Norilsk führte der Nickel-Abbau durch die Firma zu schweren Umweltschäden, 2001 wurde die Stadt daher komplett für Tourismus gesperrt. Laut einer Untersuchung des Blacksmith Institutes liegt Nornickel zudem auf Platz eins der größten Luftverschmutzer der russischen Industrieunternehmen. Sollte Russland seine Umweltauflagen verschärfen, könnte dies zu starken Gewinneinbußen führen.

Die Aktien befinden sich außerdem in der Hand mehrerer großer Oligarchen, darunter Roman Abramowitsch, der allerdings nur noch geringe Anteile halten soll.

Palladium umsatzstärkstes Produkt

Seit 2017 ist Palladium jenes Abbauprodukt, das für Nornickel die höchsten Umsätze erzielt. Anleger, die auf weitere Preissteigerungen des Edelmetalls setzen möchten, investieren hier also richtig: Inzwischen ist Nornickel aufgrund der hohen Gewinnspannen für rund 40 Prozent der weltweiten Palladium-Förderung verantwortlich. Risiken ergeben sich bei der Investition durch den Sitz des Unternehmens in Russland: Sollte der russische Rubel stark an Wert verlieren, wird sich dies zwangsläufig auf die Gewinnspannen des Unternehmens auswirken.

ADR statt Aktie

Die Aktie wird an den Börsen in Moskau und St. Petersburg gehandelt. Einfacher ist für Privatanleger der Kauf eines ADR. Dabei handelt es sich um ein Zertifikat, das wiederum mit einer Aktie hinterlegt ist. Die Kursentwicklung ist nahezu identisch mit der Originalaktie, auch Dividenden werden üblicherweise weitergereicht.

Bewertung

  • Größter Palladium-Produzent weltweit
  • Sicherheit dank Kooperation mit russischem Staat
  • Kritik aufgrund von Umweltverschmutzung

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Impala Platinum

(WKN: A0KFSBWKN kopiert / ISIN: ZAE000083648ISIN kopiert)

Zwar trägt das südafrikanische Unternehmen Impala Platinum das Wort Palladium nicht im Namen, es ist aber dennoch ein Marktführer der Branche: Mit 710.000 Unzen jährlich gehört Impala Platinum zu den fünf größten Palladium-Förderern der Welt und beschäftigt 40.000 Mitarbeiter.

Der Aktienkurs des Unternehmens stieg 2019 um 212,7 Prozent, auf 10,10 Euro. Nach einem deutlichen Kursrückgang während der Corona-Krise setzte das Papier seinen Aufschwung bis Anfang 2021 fort. Trotz dieser leichten Korrektur in der ersten Jahreshälfte 2021 fällt die Aktie seit Ende Mai 2021.

Ihren Namen erhielt die Firma aufgrund ihrer Spezialisierung auf Platinmetalle wie Palladium. 2018 konnte ein Umsatz von 35,9 Milliarden ZAR (südafrikanischer Rand) erwirtschaftet werden.

Im Oktober 2019 kündigte Impala Platinum an, North American Palladium für 758 Millionen Dollar erwerben zu wollen. Die hieraus entstehende Marktmacht des Unternehmens sowie seine gewaltigen Fördermengen machen Impala Platinum zu einer reizvollen Anlagemöglichkeit: North American Palladium konzentriert sich speziell auf die Förderung von Palladium.

Das nun zu Impala Platinum gehörende Unternehmen legt sich außerdem auf die Förderung von Gold fest. Jedoch fördert die Firma auch Metalle wie Platin, Nickel, Kupfer und Silber, die in der Herstellung als Nebenprodukte entstehen. Insbesondere die großen Palladium-Fördermengen werden der Rentabilität von Impala Platinum zugutekommen.

 20152016201720182019
Umsatz in Milliarden (Euro-Südafrikanischer Rand)32,47735,93236,84135,85448,629
Gewinn je Aktie, unverwässert, nach Steuern (Euro-Südafrikanischer Rand)-6,03-0,1-11,45-14,862,05
Dividende je Aktie0,000,000,000,000,00

Quelle: Impala Platinum Investor Relations

Neben der Impala Mine in der nordwestlichen Provinz Südafrikas gehören der Firma auch die Two Rivers Mine und die Mimose und Zimplats Mine in Zimbabwe. Da Palladium nur in wenigen Regionen der Erde gefördert wird, ist Impala Platinum aufgrund der großen Anzahl an Minen flexibel aufgestellt.

Nicht nur bei der Palladium-Förderung, auch beim Abbau von Platin ist Impala Platinum einer der größten Förderer am Markt. Mit einer jährlichen Fördermenge von 212 Millionen Unzen Platin ist das Unternehmen für 22 Prozent der weltweiten Platinförderung verantwortlich.


Lange warf die Aktie von Impala Platinum für Anleger keinen Gewinn ab, doch dies änderte sich dank starker Umsatzsteigerungen im Jahr 2019. 2021 zahlte das Unternehmen seit vielen Jahren wieder eine Dividende. Die für das Geschäftsjahr 2020 gezahlte Ausschüttung war mit einer Dividendenrendite von fast 3 Prozent sogar sehr attraktiv.

Da die Firma zudem bedeutende Mengen an Kobalt fördert, welches als Metall in Elektroauto-Batterien verwendet wird, ist Impala Platinum breit genug aufgestellt, um prinzipiell jede drastische Veränderung auf dem Automobilmarkt gut zu überstehen. Dadurch ist die Aktie prinzipiell auch bei plötzlichen Gesetzesänderungen im Bereich der Verkehrswende vor Kursverlusten geschützt.

Allerdings wurden bereits Batterien ohne Kobalt entwickelt. Die neuen Feststoffbatterien von Tesla und Panasonic sollen ohne das Schwermetall auskommen. Ein weiteres Risiko ist die unberechenbare politische Situation in Südafrika.

Bewertung

  • Solide wachsender Palladium-Förderer
  • Starker Fokus auf Südafrika und Sambia
  • Seit der Übernahme von North American Palladium noch stärker
  • Erst seit 2019 erzielt die Aktie Gewinn

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Impala Platinum handeln Sie bequem und günstig über Smartbroker.

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Anglo American Platinum

(WKN: A0MUKLWKN kopiert / ISIN: GB00B1XZS820ISIN kopiert)

Das in Südafrika und England ansässige Anglo American Platinum ist für 38 Prozent der weltweiten Platinproduktion verantwortlich und damit einer der größten Förderer des Metalls. Doch das Unternehmen baut auch Palladium sowie Nebenprodukte wie Gold, Kupfer, Iridium, Nickel und weitere Rohstoffe in seinen Minen ab.

Obwohl sich Anglo American Platinum auf Platin spezialisiert, ist sein Beitrag zur weltweiten Palladium-Produktion enorm: Rund 1,23 Millionen Unzen Palladium baut das Unternehmen pro Jahr ab, womit es hinter Nornickel auf Platz zwei der weltweit größten Palladium-Produzenten liegt. 2015 geriet die Firma aufgrund fallender Rohstoffpreise in eine finanzielle Schieflage. Daraufhin mussten 85.000 Mitarbeiter, rund zwei Drittel der damaligen Belegschaft, entlassen werden. Ab 2016 kehrte das Unternehmen jedoch zurück in die Gewinnzone und konnte diese Wertsteigerung seitdem beibehalten und ausbauen. Anglo American Platinum beschäftigte zuletzt 69.000 Mitarbeiter und erzielte 2019 einen Jahresumsatz von 23,4 Milliarden Britische Pfund.

Durch neuartige Mining-Methoden möchte die Firma den Abbau von Metallen so gestalten, dass viele Minen für Außenstehende quasi unsichtbar sein sollen. Anglo American Platinum legt im Vergleich zur Konkurrenz größeren Wert auf Nachhaltigkeit. Dies unterscheidet das Unternehmen von Firmen wie zum Beispiel Nornickel und könnte zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden, falls einzelne Länder die Umweltbestimmungen beim Abbau von Edelmetallen verschärfen.

 201520162017201820192020
Umsatz in Milliarden (Britische Pfund)13,38815,84320,37720,70623,413
Gewinn je Aktie, unverwässert, nach Steuern (Britische Pfund)-2,850,921,932,102,20
Dividende je Aktie0,210,000,760,770,88

Quelle: Anglo American Platinum Investor Relations

Da auch Platin eine interessante Geldanlage ist, können Anleger hier auf eine äußerst rentable Metallkombination setzen. Der Aktienkurs verdeutlicht die Attraktivität des Unternehmens: Seit Januar 2017 konnte die Aktie um 255,1 Prozent zulegen und notiert, nach einer kurzzeitigen Kurskorrektur im letzten Jahr, aktuell bei 83 Euro (Stand: 02/2020).


Einziger Nachteil bei der Investition in Anglo American Platinum: Hier kauft man keine „reine“ Palladium-Aktie – dies ist allerdings bei den meisten Förderern der Fall. Durch die breite Aufstellung des Unternehmens sollten Anleger das aber eher als Chance begreifen.

Bewertung

  • Stark steigende Aktie
  • Starke Kombination von Palladium und Platin
  • Keine „reine“ Palladium-Aktie

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Xinjiang Xinxin Mining Industry

(WKN: A0M236WKN kopiert / ISIN: CNE1000007G2ISIN kopiert)

Wer Aktien von Xinjiang Xinxin Mining Industrie besitzt, braucht gute Nerven. Denn die Aktie ist nach ihrem Börsengang 2017 geradezu abgestürzt und hat bis April 2020 weiter an Wert verloren. Seitdem geht es allerdings wieder aufwärts, bis Januar 2021 stieg der Kurs um 600 Prozent, verlor dann mehr als 50 Prozent und stieg anschließend wieder um fast 100 Prozent an. Die Bezeichnung Achterbahnfahrt passt hier genau.


Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens ist vergleichsweise stabil. Nach einem deutlichen Rückgang der Umsätze von 2016 auf 2017 stiegen diese seitdem jährlich an. Der Umsatzrückgang 2016 ist auf die Schließung unrentabler Minen zurückzuführen. Die Gewinne stiegen seit 2016 jährlich an und haben sich seitdem mehr als vervierfacht.


Wie bei vielen Förderunternehmen ist Palladium nur ein Nebenprodukt, das bei der Gewinnung von Kupfer und Nickel anfällt. Das Unternehmen fördert neben diesen Rohstoffen und Palladium auch Kobalt, Gold, Silber, Platin und andere Edelmetalle.

Die Aktie wird in Hongkong gehandelt und ist auch für Ausländer verfügbar.

Bewertung

  • China ist weltweit großer Abnehmer von Palladium
  • Hohe Volatilität in der Vergangenheit
  • In Hongkong gehandelt

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AFRICAN RAINBOW MINERALS

(WKN: A0CAQD WKN kopiert / ISIN: ZAE000054045ISIN kopiert)

African Rainbow Minerals ist die Dividendenperle unter den Palladium-Fördergesellschaften. 11,2 Prozent soll die Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2020/2021 betragen. Kursgewinne gab es trotzdem, auch wenn diese mit rund 90 Prozent etwas geringer ausfielen als beispielsweise bei Palladium One Mining.

Das Wertpapier ist ebenfalls keine reine Palladium Aktie. Es entstand vor rund 20 Jahren aus der Fusion mehrerer Bergbauunternehmen, worauf auch der Name anspielt. Aktuell gibt es vier verschiedene Geschäftsbereiche, nämlich

  • ARM Platinum (Anteil 100%, Platinmetalle),
  • ARM Ferrous (Anteil 100%, Eisen und Mangan),
  • ARM Coal (Anteil 51%, Kohle) und
  • Harmony (Anteil 13,8%, Gold).

Die Palladium-Förderung ist im Geschäftsbereich African Rainbow Minerals Platinum angesiedelt.


Nachdem der Gewinn im Geschäftsjahr 2019/2020 um rund 10 Prozent gefallen ist, verdreifachte er sich 2020/2021. Auch für die nächsten Jahre plant das Unternehmen hohe Gewinne, allerdings etwas unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2020/2021.

Wie auch bei anderen südafrikanischen Bergbauunternehmen ist die Politik der südafrikanischen Regierung hier ein Risikofaktor, zumal die Firma überwiegend im Heimatland Bergwerke betreibt.

Allerdings gilt sie als erstes großes Minenunternehmen, das sich nicht überwiegend in der Hand von Ausländern oder europäischstämmigen Eigentümern befindet, was bei einer Verstaatlichungsdiskussion Vorteile bietet. Der Gründer und heutige geschäftsführende Vorsitzende Patrice Motsepe hält nach wie vor einen großen Teil der Aktien und ist heute Milliardär. Das Unternehmen selbst bezeichnet sich daher als „inhabergeführt“.

Unter den drei geschäftsführenden Direktoren und den zwei geschäftsführenden Direktorinnen ist nur ein Weißer, was auch fast 30 Jahre nach Ende der Apartheid noch nicht in allen Unternehmen die Norm ist. Nicht nur beim Thema Diversität ist das Unternehmen gut aufgestellt, auch bei den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist African Rainbow Materials weiter als viele Konkurrenten.

Der Zweig Kohleförderung birgt zwar Risiken, steuert aber nur noch wenig zum Gesamtergebnis bei.

Bewertung

  • Hohe Dividendenrendite
  • Auch in anderen Geschäftsbereichen aktiv
  • Minen vor allem in Südafrika
  • Inhabergeführt

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Palladium Aktien ETF

Leider gibt es bisher keinen ETF für Palladium-Aktien. Wir stellen im Kapital „Alternativen zu Palladium-Aktien“ einen ETC vor, mit dem sich direkt in Palladium investieren lässt.

Außerdem haben wir einen ETF gefunden, der vor allem in Goldminen investiert und den wir dort ebenfalls kurz beschreiben.

Palladium wo kaufen?

Beim Kauf von Palladium Aktien ist es wichtig, dass Sie die günstigsten Konditionen erhalten. Welche Broker eignen sich am besten für eine Investition? onvista, comdirect, Consorsbank und DEGIRO führen unter anderem Palladium-Aktien zu attraktiven Konditionen. Im Folgenden stellen wir Ihnen drei gute Broker für den Kauf vor.

Trade Republic hat die besten Konditionen aller hier erwähnten Broker. Vor allem mit kostenfreier Order kann Trade Republic überzeugen; es fällt lediglich ein Handelsplatzentgelt von einem Euro an. Auch die deutsche Einlagensicherung kommt bei Tradern gut an. Jedoch handelt man bei Trade Republic nur über die Lang & Schwarz Exchange, weshalb nicht alle Palladium-Aktien über den Anbieter verfügbar sind. Impala Platinum kann jedoch beispielsweise bei Trade Republic gehandelt werden.

Smartbroker überzeugt mit der Möglichkeit, gegen eine Gebühr von aktuell 4 Euro plus Fremdkosten sowohl über nationale und internationale Börsen zu handeln oder – ab einem Orderwert von 500 Euro – außerbörslich ab 0 Euro zu kaufen und zu verkaufen. Allerdings stand das Unternehmen zuletzt wegen seines Services in der Kritik.

Wer alle Dienstleistungen aus einer Hand wünscht, dem empfehlen wir comdirect bank. Im ersten Jahr liegen die Gebühren bei nur 3,90 Euro, steigen aber im zweiten Jahr auf mindestens 9,90 Euro.

Top 5 Aktien Depots

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Palladium als Alternative zu Gold und Platin

Palladium wird oft als Alternative zur Geldanlage in Gold oder Platin bezeichnet. Gold gilt für Rohstoffanleger schon seit Jahren als sicherer Hafen und als Investition mit geringem Risiko – im Vergleich zu anderen Edelmetallen. Platin und Palladium sind verwandt, da sie in Minen gemeinsam gefördert werden. Viele Palladium-Aktien sind daher auch als Platin-Aktien zu verstehen. Palladium hat einen guten Ruf, da es zunächst als günstige Platin-Alternative galt. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und Palladium ist seit Jahren unter Anlegern und in der Wirtschaft gefragt.

Eine Direktinvestition in Palladium, in Form von Münzen und Barren, ist ebenfalls möglich. Allerdings bietet diese Anlageform für Trader weniger Chancen, da die Aktienkurse von Palladium-Unternehmen oft dynamischer sind. Lesen Sie mehr dazu in unserem Beitrag Wie Sie in die besten Rohstoff Aktien und ETFs investieren.

Vorteile und Nachteile: Palladium in der SWOT-Analyse

Stärke: Palladium ist unverzichtbar in der Automobilindustrie

Die größte Stärke des Edelmetalls und damit der größte Vorteil einer Investition in Palladium liegt in der hohen industriellen Nachfrage, insbesondere in der Automobilindustrie. Die Drei-Wege-Katalysatoren, bei denen Palladium besondere Anwendung findet, wandeln Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickoxide (NOx) und unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC) in Kohlenstoffdioxid (CO2), Stickstoff (N2) und Wasser um. Strenge Umweltvorschriften in den meisten Industrienationen machen Platinmetalle in der Automobil-Herstellung mittlerweile unentbehrlich.

Der wirtschaftliche Aufstieg von Schwellenländern wie China beflügelt die Nachfrage weiter. Die Nachfrage nach Autos steigt und die meisten Schwellenländer machen Katalysatoren zur Pflicht.

Schwächen: Stark von Industrienachfrage abhängig und Förderung auf wenige Länder begrenzt

Palladium hat aktuell zwei große Nachteile. Der eine ist die Abhängigkeit von der Industrienachfrage, der andere die Abhängigkeit von zwei großen Förderländern.

Die starke Bedeutung der Industrienachfrage ist vor allem dann störend, wenn mit Palladium das Depot diversifiziert werden soll. Viele Anlegerinnen und Anleger kaufen Rohstoffe, um ihr Depot zu diversifizieren. Gut geeignet sind Edelmetalle, allen voran Gold. Denn dessen Wert steigt oft in Krisen. Palladium wird dagegen vor allem in der Automobilindustrie eingesetzt. Sollte es zu einem Wirtschaftseinbruch kommen, dürfte darunter vermutlich auch die Nachfrage nach Palladium und damit dessen Preis leiden. Zur Risikostreuung ist Palladium daher schlechter geeignet als Gold.

Aber auch die starke Konzentration auf zwei große Förderländer ist ein Risiko, vor allem für Besitzer von Minenaktien. Mehr als 80 Prozent des geförderten Palladiums kommt aktuell aus Russland oder der Republik Südafrika.

Russland hat sich unter Putin in einen Staat mit autokratischen Elementen entwickelt. Die meisten politikwissenschaftlichen Analysen bezeichnen Russland nicht mehr als Demokratie.

Political regimes over time 2011

Abbildung 1 Russland ist das aktuell wichtigste Förderland von Palladium. Es gilt seit rund 15 Jahren nicht mehr als Demokratie. Südafrika ist demokratisch, kämpft aber noch immer mit Misswirtschaft und Korruption.

Südafrika gilt bereits seit 30 Jahren als Demokratie, leidet aber unter Korruption und Misswirtschaft. Der seit 2018 regierende Präsident Cyril Ramaphosa hat zwar einige Fortschritte hin zu mehr Rechtsstaatlichkeit getan, aber die Folgen der systematischen Ausbeutung durch das Zuma-Regime (2009 bis 2018) sind noch nicht überwunden. Zumal Ramaphosa steht unter dem Druck radikaler Kräfte, die teilweise eine Verstaatlichung des Bergbaus fordern. Auch Streiks der radikalen Gewerkschaften sind ein großes Risiko.

Allerdings arbeitet das von uns vorgestellte Unternehmen Palladium One Mining an einer Erschließung von Vorkommen in Finnland und Kanada. Das würde etwas mehr Streuung ins Depot bringen.

Chancen: Anwendungsgebiete jenseits des Katalysators

Palladium könnte unter Umständen eines der begehrtesten Elemente in den Autos der Zukunft sein. In Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen, die Strom aus Wasserstoff und Sauerstoff produzieren, kann Palladium ebenfalls als Bestandteil von Katalysatoren eingesetzt werden. Dies würde dem Element auf lange Zeit eine Vormachtstellung sichern – falls Brennstoffzellen-Antriebe der neue Standard werden.

Aktuell spricht zwar vieles für den batteriebetriebenen Elektroantrieb – VW setzt ganz auf diese Technik – doch das Rennen ist noch nicht entschieden. Wasserstoff könnte außerdem in der Stahlherstellung eingesetzt werden, zum Heizen von Häusern oder zur Stromproduktion in Zeiten ohne Wind und Sonne.

Zudem wird Palladium auch in anderen Industrien eingesetzt.

  • In der Schmuckindustrie kann Palladium zusammen mit Gold zu Weißgold legiert werden.
  • Im Bereich der Zahnmedizin findet Palladium Anwendung als Legierung oder zur Veredelung von Zahnersatz.
  • In der chemischen Industrie dient Palladiumblech zur Reinigung von Sauerstoff oder der Abtrennung von Wasserstoff aus Gasgemischen.
  • Auch in der Elektronikindustrie und der Glasherstellung verwendet man Palladium.
  • Zuletzt: In Schwellenländern wie China steigt die Nachfrage nach Palladium stetig an, insbesondere in der Automobilindustrie. Hier ist mit einem längerfristigen Siegeszug des Metalls zu rechnen, da Elektro- und Wasserstoffmotoren in Schwellenländern noch auf Jahre in der Zukunft liegen.

Risiken: Elektromobilität und Recycling

Der Einsatz von Palladium in der Wasserstoffwirtschaft könnte den Ausfall bei Abgas-Katalysatoren aber vermutlich nicht ersetzen.

Zumal immer mehr Palladium aus Recycling gewonnen wird. Der Erfolg des Edelmetalls in den vergangen zehn Jahre könnte sich also rächen. Denn die damals verkauften Fahrzeuge werden nach und nach verschrottet. Wegen des hohen Preises für Palladium lohnt sich die Wiedergewinnung schon jetzt.

Infografik: Gold aus E-Schrott | Statista

Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Die Folge könnte sein, dass auch für die verbleibenden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und andere Anwendungsgebiete kein Palladium mehr benötigt wird. Der Absatz der Bergbauunternehmen könnte dann im Extremfall sogar auf null zurückgehen, obwohl weiter Palladium benötigt wird.

Unsere Meinung

Palladium bleibt gefragt. Vieles spricht aber dafür, dass der Boom der vergangenen Jahre vorbei ist. Denn es wird immer mehr Material aus alten Katalysatoren wiedergewonnen und die Produktion neuer Autos mit Verbrennungsmotor dürfte schon in wenigen Jahren ihren Höhepunkt erreichen.

Natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass Nachfrager aus der Brennstoffzellenherstellung oder der Elektronik die Lücke füllen. Außerdem bleibt den Unternehmen noch etwas Zeit, ehe Verbrennungsmotoren nicht mehr benötigt werden. Und für eine möglicherweise bald anstehende Investition sind Bergbauunternehmen meist eine gute Wahl. Doch Investoren sollten diese Entwicklung beachten.

Alternativen zu Palladium Aktien

Wer bei den vorgestellten Aktien nicht fündig geworden ist, kann entweder direkt in Palladium investieren oder eine andere Zukunftsbranche wählen.

Palladium- ETC

Fördergesellschaften profitieren vom Auf und Ab der Rohstoffmärkte, oft sogar mit einem Hebel. Ein Plus von 10 Prozent beim Rohstoff kann schnell eine Verdoppelung beim Gewinn bedeuten. Allerdings gibt es auch Nachteile, beispielsweise die Gefahr von Missmanagement und Verstaatlichungen.

Einige Investoren kaufen deshalb lieber direkt den Rohstoff. Das geht einfach mit ETCs. Ein ETC (Exchange Traded Commodity) ist ein Zertifikat, mit dem Anlegerinnen und Anleger von der Entwicklung eines Rohstoffs profitieren. Die Besonderheit ist, dass die Position durch den Rohstoff selbst abgesichert ist. Das kann in physischer Form erfolgen oder durch Terminkontrakte.

Wisdome Tree Palladium

(WKN: A0N62EWKN kopiert / ISIN: DE000A0N62E5ISIN kopiert)

Eine attraktiver ETC ist der Wisdome Tree Palladium ETC mit der Wertpapierkennnummer A0N62E. Sein Wert orientiert sich am Palladium-Kurs der Rohstoffbörse in London. Entsprechend hat der ETC in den vergangenen fünf Jahren rund 163 Prozent zugewonnen (Stand: 05/2021).

Die wichtigsten Daten zum Widsomtree auf Palladium ETC

Durchschnittlicher Wertzuwachs pro Jahr seit Auflegung33,83 % (seit 2016)
Entwicklung des Referenzindizes pro JahrKeine Angabe
ProduktstrukturPhysisch (Physisch besichert)
GewinnverwendungThesaurierend
Ausgabeaufschlag0,33 %
Gesamtkostenquote (TER)0,49% p.a.

Quelle: Wisdome Tree Palladium Investor Relations

Die Gesamtkostenquote liegt mit 0,49 Prozent zwar höher, als man das von DAX-ETFs gewohnt ist, aber nicht ungewöhnlich hoch für einen ETC, zumal das Produkt von Wisdom Tree die Entwicklung des Palladium-Kurses vergleichsweise gut abbildet.


Der ETF wird in US-Dollar gehandelt und ist nicht währungsgesichert. Dramatisch ist das aber nicht, da der Palladium-Preis ohnehin überwiegend in US-Dollar gehandelt wird.

Xtrackers Physical Palladium EURO Hedged ETC – ACC

(WKN: A1EK3BWKN kopiert / ISIN: DE000A1EK3B8ISIN kopiert)

Eine in Euro notierte Alternative ist der Xtrackers Physical Palladium EURO Hedged ETC – ACC vom Emittenten DB ETC. Der ETC ist physisch besichert, er besitzt also das abgebildete Palladium tatsächlich.


Die Kosten liegen mit 0,75 Prozent aber deutlich höher als beim Wisdom Tree ETC.

Die wichtigsten Daten zum Xtrackers Physical Palladium ETC

Durchschnittlicher Wertzuwachs pro Jahr seit Auflegung31,702 % (seit 2016)
Entwicklung des Referenzindizes pro JahrKeine Angabe
ProduktstrukturPhysisch (Physisch besichert)
GewinnverwendungThesaurierend
Ausgabeaufschlag0,33 %
Gesamtkostenquote (TER)0,75 % p.a.

Quelle: Xtrackers Physical Palladium EURO Hedged ETC – ACC Investor Relations

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Palladium CFD

Palladium ETCs sind eine gute Möglichkeit, um langfristig in das Edelmetall zu investieren. Das gilt vor allem dann, wenn das Depot durch einen Rohstoff diversifiziert werden soll. Wobei sich die Frage stellt, ob Palladium wegen seiner Abhängigkeit von der Industrienachfrage die beste Wahl dafür ist (siehe unsere Stärken- und Schwächen-Analyse von Palladium).

Wer dagegen kurzfristig spekulieren will, für den können CFDs auf Palladium eine bessere Wahl sein. Bei eToro haben Sie die Möglichkeit dazu.

Palladium eToro kaufen Odermaske Screenshot

Gut gefällt uns bei eToro, dass die Kosten bei der Order übersichtlich dargestellt werden.

Beim CFD-Handel wird der Basiswert nicht direkt gekauft, sondern nur ein Derivat, dessen Wertentwicklung dem Basiswert folgt. Das beschleunigt die Abwicklung und ist oft günstiger, da mit Differenzkontrakten auch auf fallende Kurse gesetzt werden kann. Außerdem können CFDs mit einem Hebel gehandelt werden. Bei eToro kann dieses „Leverage“ beim Rohstoff Palladium bis zu 10x betragen. Das bedeutet, dass beim Kauf von Palladium im Wert von 1.000 Euro nur 100 Euro hinterlegt werden. Oder anders ausgedrückt: Mit 100 Euro können Sie Palladium im Wert von 1.000 Euro kaufen.

Die Folge sind höhere Gewinne, wenn der Rohstoff sich wie gewünscht entwickelt, aber umgekehrt auch höhere Verluste. Fällt der Kurs von Palladium beispielsweise um 3 Prozent, hat der Spekulant oder die Spekulantin 30 Prozent Gewinn gemacht, wenn er oder sie auf fallende Kurse gesetzt hat – aber 30 Prozent Verlust, wenn auf einen Wertzuwachs spekuliert wurde. Wobei der Gewinn in der Praxis niedriger ausfallen würde und der Verlust höher, weil die Kaufkurse immer etwas höher liegen als der Verkaufskurs zum gleichen Zeitpunkt. Dieser Spread ist die Einnahme des Brokers.

Eine Kaufgebühr fällt nicht an. Allerdings wird beim Handel mit Hebel eine Übernacht-Gebühr (Roll-Over Gebühr) berechnet, falls das CFD nicht am selben Tag ge- und wieder verkauft wird. Denn wer mit Hebel handelt, spekuliert auf Kredit; die Übernacht-Gebühr ist der Zins dafür. Deshalb eignen sich CFDs vor allem für die kurzfristige Geldanlage.

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Risikohinweis: Ihr Kapital ist in Gefahr. CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Leverage schnell Geld zu verlieren. 67 % der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Gold und Goldaktien

Es muss nicht immer Palladium sein – Gold ist eine naheliegende Alternative. Mit einem Plus von 55 Prozent über fünf Jahre ist die Entwicklung zwar lange nicht so dynamisch verlaufen wie beim Palladium, dafür ist der Wert deutlich stabiler.

Vieles spricht dafür, dass das auch so bleibt. Denn Gold wird vielfältig eingesetzt, in der Elektronik, in der Schmuckherstellung oder als Wertaufbewahrungsmittel. Damit sind große Preiseinbrüche weniger wahrscheinlich.

Gold lässt sich (wie Palladium) entweder als ETC kaufen oder man partizipiert über eine Geldaktie an der Wertentwicklung. Anders als bei Palladium gibt es auch mehrere ETFs mit Aktien von Goldminen.

Lesen Sie dazu unseren Beitrag Die besten Gold-ETFs zum Investieren 2021!

Lithium

Ist Lithium das neue Palladium? Die Frage ist natürlich überspitzt, denn Lithium ist kein Edel-, sondern ein Leichtmetall. Aber so wie Palladium vom Boom der Verbrennungsmotoren mit Katalysator profitiert hat, so könnte Lithium an der Elektromobilität partizipieren.

Wie man in das Geschäft mit Lithium investieren kann, zeigt unser Beitrag Lithium Aktien kaufen.

Fragen und Antworten zu Palladium-Aktien, ETF und ETC

Ist Palladium das „neue Gold“?

Nein, denn Palladium ist zwar ein Edelmetall, wird aber vor allem in der Industrie eingesetzt. Der Anteil, der für Schmuck oder zur Wertaufbewahrung verwendet wird, ist deutlich geringer als bei Gold. Daher ist Palladium stärker abhängig von der Nachfrage aus der Wirtschaft. In den vergangenen zehn Jahren hat das dazu geführt, dass Palladium deutlich stärker im Preis gestiegen ist als Gold, doch auch die umgekehrte Entwicklung ist denkbar. 

Warum wurde Palladium so teuer? 

Die Gründe sind eine Kombination aus stagnierender Fördermenge und der immer größeren Nachfrage nach Abgas-Katalysatoren für Pkw. Aufgrund des Dieselskandals stieg beispielsweise die deutsche Nachfrage nach Palladium an, da das Element vor allem in Benzinern Verwendung findet. Zudem haben China und Indien erst kürzlich die Abgasnormen verschärft, weshalb Palladium auch in diesen Ländern in der Automobilindustrie stärker nachgefragt wird.

Weshalb stagniert die Fördermenge von Palladium?

Palladium wird zumeist nicht primär abgebaut, sondern hauptsächlich als Beiprodukt in Kupfer-, Gold- und Nickelminen gewonnen. Zudem ist das Vorkommen des Metalls beschränkt: Größte Förderregionen sind Russland und Südafrika. Daher ist es nur bedingt möglich, die Fördermengen zu erhöhen. Das treibt die Preise nach oben.

Fazit

Vor allem die hohe Nachfrage nach Autos hat den Palladium-Preis in den vergangenen Jahren in die Höhe getrieben. Zumal ein Großteil der Produktion aus nur zwei Ländern stammt, der Republik Südafrika und Russland. Allerdings gibt es für die Zukunft ein paar Fragezeichen. Denn durch den Trend zur Elektromobilität werden auch weniger Katalysatoren benötigt. Und durch Recycling kommt zunehmend wiederverwertetes Palladium auf den Markt. Allerdings ist für die meisten Minengesellschaften Palladium ohnehin nur ein Nebenprodukt.

Quellenangaben:

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Tilman Weigel

Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Er selbst legt sein Geld am liebsten mit ETFs an, gerne themen- und länderspezifisch, aber immer auch im Hinblick auf eine breite Streuung. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben.

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