Beste Palladium-Aktien, ETF und ETC zum Investieren & Marktanalyse 2020

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Das Wichtigste in Kürze

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Sie riskieren Ihr Kapital

Die besten Palladium-Aktien

In Palladium-Aktien zu investieren, ist für viele Anleger aufgrund der hohen Nachfrage äußerst profitabel. Palladium zählt zu den interessantesten Rohstoffen für Investoren von heute. Im Folgenden stellen wir Ihnen vier führende Unternehmen aus dem Bereich der Palladium-Produktion vor sowie deren Aktien:

  • Nornickel (bis 2016 Norilsk Nickel): Russisches Nickel- und Palladium- Bergbauunternehmen mit 83.600 Angestellten, das sich für 1,5 Prozent des russischen BIP verantwortlich zeigt
  • North American Palladium: Kanadisches Bergbauunternehmen mit Spezialisierung auf Palladium und Gold
  • Impala Platinum: Südafrikanischer Bergbaukonzern mit Fokus auf Palladium, Platin, Nickel, Kupfer, Rhodium und Kobalt
  • Anglo American Palladium: Weltweit führender Produzent von Platinum mit Sitz in Südafrika, der große Mengen an Palladium fördert

Nornickel (WKN: 728841; ISIN: RU0007288411)

Das russische Bergbauunternehmen Nornickel war bis 2016 unter dem Namen Norilsk Nickel aktiv und gilt als Marktführer der Branche. Mit einem Netto-Profit von 2,53 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2016 gehört Nornickel zu den größten Unternehmen im Bereich Nickel und Palladium. Mit einer jährlichen Fördermenge von 2,75 Millionen Unzen Palladium ist Nornickel der mit Abstand größte Palladium-Produzent der Welt. Im Bereich der Metallurgie ist Nornickel ebenso führend. Seit dem 1. Februar 2019 stieg der Aktienkurs des Unternehmens von 18,08 Euro auf 32,05 Euro (Stand: 2/2020). Der Gewinn je Aktie stieg in den vergangenen beiden Jahren stark. Das Unternehmen beschäftigt rund 83.000 Mitarbeiter.


Unter anderem sind für Anleger MNOD Aktien interessant, weil Nornickel der steigenden Nachfrage seit einer Weile aus eigenen Kräften nicht mehr nachkommen kann: Die Firma kauft aufgrund stagnierender Produktionsmengen bei steigender Nachfrage große Mengen Palladium aus den russischen Staatsbeständen auf, was wiederum die Preise erhöht.

 20152016201720182019
Umsatz in Milliarden (Rubel)506,140548,564536,753728,915877,769
Gewinn je Aktie, unverwässert, nach Steuern (Rubel)666,471.068,68807,661.197,22.373,59
Dividende je Aktie857,16890,35832,181.568,54

Sollten die russischen Bestände zur Neige gehen, wird sich dies voraussichtlich weiter treibend auf den Palladium-Preis auswirken – und dadurch auf den Aktienkurs von Nornickel.

Zusätzlich zu seiner Marktführerschaft im Palladium-Abbau ist Nornickel der weltweit größte Produzent von Nickel. Jedoch steht das Unternehmen auch in der Kritik, da der Abbau von Nickel zu Umweltverschmutzungen führt: In der Region um Norilsk führte der Nickel-Abbau durch die Firma zu schweren Umweltschäden, 2001 wurde die Stadt daher komplett für Tourismus gesperrt. Laut einer Untersuchung des Blacksmith Institutes liegt Nornickel zudem auf Platz eins der größten Luftverschmutzer der russischen Industrieunternehmen. Sollte Russland seine Umweltauflagen verschärfen, könnte dies für starke Gewinneinbußen sorgen.

Seit 2017 ist Palladium jenes Abbauprodukt, das für Nornickel die höchsten Umsätze erzielt. Anleger, die auf weitere Preissteigerungen des Edelmetalls setzen möchten, investieren hier also richtig: Inzwischen zeichnet Nornickel sich aufgrund der hohen Gewinnspannen für rund 40 Prozent der weltweiten Palladium-Förderung verantwortlich. Risiken ergeben sich durch bei der Investition durch den Sitz des Unternehmens, der sich in Russland befindet: Sollte der russische Rubel stark an Wert verlieren, wird sich dies zwangsläufig auf die Gewinnspannen des Unternehmens auswirken.

Bewertung

  • Größter Palladium-Produzent weltweit
  • Sicherheit dank Kooperation mit russischem Staat
  • Kritik aufgrund von Umweltverschmutzung

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Impala Platinum (WKN: A0KFSB; ISIN: ZAE000083648)

Zwar trägt das südafrikanische Unternehmen Impala Platinum das Wort Palladium nicht im Namen, es ist aber dennoch ein Marktführer der Branche: Mit 710.000 Unzen jährlich gehört Impala Platinum zu den fünf größten Palladium-Förderern der Welt und beschäftigt 40.000 Mitarbeiter. Der Aktienkurs des Unternehmens stieg im vergangenen Jahr um 212,7 Prozent auf 10,10 Euro (Stand: 02/2020).

Ihren Namen erhielt die Firma aufgrund ihrer Spezialisierung auf die Gruppe der Platinmetalle, welche auch Palladium beinhaltet. 2018 konnte ein Umsatz von 35,9 Milliarden ZAR (südafrikanischer Rand) erwirtschaftet werden.

Im Oktober 2019 kündigte Impala Platinum an, North American Palladium für 758 Millionen Dollar erwerben zu wollen. Die hieraus entstehende Marktmacht des Unternehmens sowie seine gewaltigen Fördermengen machen Impala Platinum zu einer reizvollen Anlagemöglichkeit für Anleger: North American Palladium zeichnet sich dadurch aus, dass es einer der wenigen Rohstoffkonzern ist, der sich speziell auf die Förderung von Palladium konzentriert.

Das nun zu Impala Platinum gehörende Unternehmen legt sich daneben auf die Förderung von Gold als zweitem Rohstoff fest. Jedoch fördert die Firma auch Metalle wie Platin, Nickel, Kupfer und Silber, die in der Herstellung als Nebenprodukte entstehen. Insbesondere die großen Palladium-Fördermengen werden der Rentabilität von Impala Platinum zugute kommen.

 20152016201720182019
Umsatz in Milliarden (Euro-Südafrikanischer Rand)32,47735,93236,84135,85448,629
Gewinn je Aktie, unverwässert, nach Steuern (Euro-Südafrikanischer Rand)-6,03-0,1-11,45-14,862,05
Dividende je Aktie0,000,000,000,000,00

Impala Platinum überzeugt Anleger unter anderem durch seine breite Aufstellung. Neben der Impala Mine in der nordwestlichen Provinz Südafrikas gehören der Firma auch die Two Rivers Mine und die Mimose und Zimplats Mine in Zimbabwe. Da Palladium nur in wenigen Regionen der Erde gefördert wird, ist Impala Platinum für einen Förderer des Edelmetalls daher durch die große Anzahl an Minen flexibel aufgestellt.

Nicht nur bei der Palladium-Förderung, auch beim Abbau von Platin ist Impala Platinum einer der größten Förderer am Markt. Mit einer jährlichen Fördermenge von 212 Millionen Unzen Platin zeichnet das Unternehmen sich für 22 Prozent der weltweiten Platinförderung verantwortlich.

Lange warf die Aktie von Impala Platinum für Anleger keinen Gewinn ab, doch dies änderte sich dank starker Umsatzsteigerungen in Jahr 2019. Da die Firma zudem bedeutende Mengen an Kobalt fördert, welches als Metall in Elektroauto-Batterien verbaut wird, ist Impala Platinum breit genug aufgestellt, um prinzipiell jede drastische Veränderung auf dem Automobilmarkt gut zu überstehen. Dadurch ist die Aktie prinzipiell auch bei plötzlichen Gesetzesänderungen im Bereich der Verkehrswende vor Kursverlusten geschützt.

Bewertung

  • Solide wachsender Palladium-Förderer
  • Dank Kobalt-Förderung gut aufgestellt im Automobilsektor, auch bei Einführung von Elektro-Motoren
  • Seit der Übernahme von North American Palladium noch stärker
  • Erst seit 2019 erzielt die Aktie Gewinn

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Anglo American Platinum (WKN: A0MUKL; ISIN: GB00B1XZS820)

Das in Südafrika und England ansässige Anglo American Platinum zeichnet sich für 38 Prozent der weltweiten Platinproduktion aus und ist damit einer der größten Förderer des Metalls. Doch das Unternehmen baut auch Palladium sowie Nebenprodukte wie Gold, Kupfer, Iridium, Nickel und weitere Rohstoffe in seinen Minen ab. Obwohl sich Anglo American Platinum also auf Platin spezialisiert, ist sein Beitrag zur weltweiten Palladium-Produktion enorm: Rund 1,23 Millionen Unzen Palladium baut das Unternehmen pro Jahr ab, womit es hinter Nornickel auf Platz zwei der weltweit größten Palladium-Produzenten liegt. 2015 geriet die Firma aufgrund fallender Rohstoffpreise in eine finanzielle Schieflage. Daraufhin mussten 85.000 Mitarbeiter, rund zwei Drittel der damaligen Belegschaft, entlassen werden. Ab 2016 kehrte das Unternehmen jedoch zurück in die Gewinnzone und konnte diese Wertsteigerung seitdem beibehalten und ausbauen. Anglo American Platinum beschäftigte zuletzt 69.000 Mitarbeiter und erzielte 2019 einen Jahresumsatz von 23,4 Milliarden Britische Pfund.

Durch neuartige Mining-Methoden möchte die Firma den Abbau von Metallen so gestalten, dass viele Minen für Außenstehende quasi unsichtbar sein sollen. Anglo American Platinum legt im Vergleich zur Konkurrenz größeren Wert auf Nachhaltigkeit. Dies unterscheidet das Unternehmen von Firmen wie zum Beispiel Nornickel und könnte zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden, falls einzelne Länder die Umweltbestimmungen beim Abbau von Edelmetallen verschärfen.

Da auch Platin eine interessante Geldanlage ist, können Anleger hier auf eine äußerst rentable Metallkombination setzen. Der Aktienkurs verdeutlicht die Attraktivität des Unternehmens: Seit Januar 2017 konnte die Aktie um 255,1 Prozent zulegen und notiert, nach einer kurzzeitigen Kurskorrektur im letzten Jahr, aktuell bei 83,00 Euro (Stand: 02/2020).

 201520162017201820192020
Umsatz in Milliarden (Britische Pfund)13,38815,84320,37720,70623,413
Gewinn je Aktie, unverwässert, nach Steuern (Britische Pfund)-2,850,921,932,102,20
Dividende je Aktie0,210,000,760,770,88

Einziger Nachteil bei der Investition in Anglo American Platinum ist, dass man hier keine „reine“ Palladium-Aktie kauft. Dies ist allerdings bei den meisten Förderern der Fall. Durch die breite Aufstellung des Unternehmens sollten Anleger dies aber eher als Chance begreifen.

Bewertung

  • Stark steigende Aktie
  • Starke Kombination von Palladium und Platin
  • Keine „reine“ Palladium-Aktie

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Palladium kaufen

Beim Kauf von Palladium Aktien ist es wichtig, dass Sie die günstigsten Konditionen erhalten. Welche Broker eignen sich am besten für eine Investition? onvista, comdirect, Consorsbank und DEGIRO führen unter anderem Palladium-Aktien zu sehr guten Konditionen im Angebot. Im Folgenden stellen wir Ihnen drei gute Broker für den Kauf vor.

Trade Republic wartet mit den besten Konditionen der in Frage kommenden Brokern auf. Vor allem mit kostenfreier Order kann Trade Republic überzeugen; es fällt lediglich ein Handelsplatzentgelt von einem Euro an. Auch die deutsche Einlagensicherung kommt bei Tradern gut an. Jedoch handelt man bei Trade Republic nur über die Lang & Schwarz Exchange, weshalb nicht alle Palladium-Aktien über den Anbieter verfügbar sind. Impala Platinum kann jedoch beispielsweise bei Trade Republic gehandelt werden.

Consorsbank überzeugt mit geringen Kosten von 3,95 Euro pro Order und führt auch Angebote wie ein Young Trader Konto für Anleger unter 25 Jahren. Insgesamt 24 internationale Börsen stehen hier zur Verfügung. Alle hier vorgestellten Aktien können über Consorsbank gehandelt werden.

onvista trumpft mit der geringen Orderprovision von nur 5 Euro an allen deutschen Handelsplätzen auf. Depot- und Kontoführung sind kostenlos und ausländische Dividendenzahlungen kostenfrei. Dies sticht positiv bei den hier vorgestellten Anbietern heraus.

Top 5 Aktien Depots

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Palladium als Alternative zu Gold und Platin

Palladium wird oft als Alternative zur Geldanlage in Gold oder in Platin gesehen. Gold gilt für Rohstoffanleger schon seit Jahren als sicherer Hafen und, im Vergleich zu anderen Edelmetallen, als Investition mit geringem Risiko. Platin und Palladium wiederum sind eng miteinander verwandt, da sie in Minen zumeist gemeinsam gefördert werden. Viele Palladium-Aktien sind daher auch als Platin-Aktien zu verstehen. Palladium hat sich ursprünglich seinen guten Ruf erworben, da es zunächst als günstige Alternative zu Platin in der Industrie galt. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und Palladium ist seit Jahren unter Anlegern und in der Wirtschaft gefragt.

Eine Direktinvestition in Palladium, in Form von Münzen und Barren, ist ebenfalls möglich. Allerdings bietet diese Anlageform für Trader weniger Chancen, da die Aktienkurse von Palladium-Unternehmen oft dynamischer sind.

Vorteile und Nachteile: Palladium in der SWOT-Analyse

Stärke: Palladium ist unverzichtbar in der Automobilindustrie

Die größte Stärke des Edelmetalls und damit der größte Vorteil einer Investition in Palladium liegt in der hohen industriellen Nachfrage, insbesondere in der Automobilindustrie. Die Drei-Wege-Katalysatoren in Fahrzeugen, für die Palladium besondere Anwendung findet, wandeln Kohlenstoffmonoxid (CO), Stickoxide (NOx) und unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC) in Kohlenstoffdioxid (CO2), Stickstoff (N2) und Wasser um. Die strengen Umweltvorschriften in den meisten Industrienationen machen Platinmetalle in der Automobil-Herstellung daher unentbehrlich. Da Schwellenländer wie China ebenfalls an den Vorzügen der Konsumgesellschaft teilhaben wollen, wird diese Stärke auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben.

Schwächen: Fördermengen begrenzt

Die größte Schwäche der Palladium-Aktien ist die begrenzte Fördermenge. Die weltweiten Vorkommen des Metalls sind auf wenige Regionen verteilt: Russland und Südafrika zeigen sich heute für 80 Prozent der weltweiten Palladium-Produktion verantwortlich. Insbesondere Nornickel kann zudem die hohe Nachfrage bereits jetzt nicht mehr stillen und ist daher auf den Kauf von russischen Palladium-Reserven angewiesen. Kann die Nachfrage längere Zeit nicht ausreichend gestillt werden, könnte dies zu einer Abkehr von Palladium in Katalysatoren führen. Bereits jetzt ist die Forschung damit beschäftigt, Katalysatoren ohne Edelmetalle marktreif zu machen.

Chancen: Das Auto der Zukunft

Palladium könnte unter Umständen eines der begehrtesten Elemente in den Autos der Zukunft sein. In Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen, welche als chemische Abfallprodukte Sauerstoff und Wasser produzieren, kann Palladium nämlich ebenfalls als Bestandteil von Katalysatoren eingesetzt werden. Dies würde dem Element auf lange Zeit eine Vormachtstellung sichern – falls Brennstoffzellen-Antriebe der neue Standard werden.

Während Elektroautos den öffentlichen Diskurs prägen, könnten Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzellen jedoch die Technologie sein, die sich in Zukunft durchsetzt. Will man Elektroautos großflächig betreiben, muss man zunächst viele Hürden überwinden: So ist das Stromnetz aktuell nicht in der Lage, genügend Elektrizität zu erzeugen, um Millionen von Elektroautos zu laden. Zudem dauert das Laden der Batterien mehrere Stunden. Bei Wasserstofftanks würde das Tanken kaum länger benötigen als bei herkömmlichen Motoren und das Stromnetz würde nicht überlastet werden. Falls Wasserstoff der Antrieb der Zukunft wird, könnte Palladium weiter unverzichtbar sein.

Zudem wird Palladium auch in anderen Industrien eingesetzt.

  • In der Schmuckindustrie kann Palladium zusammen mit Gold zu Weißgold legiert werden.
  • In der Zahnmedizin findet Palladium Anwendung als Legierung oder zur Veredelung von Zahnersatz.
  • In der chemischen Industrie dient Palladiumblech zur Reinigung von Sauerstoff oder der Abtrennung von Wasserstoff aus Gasgemischen.
  • Auch in der Elektronikindustrie und der Glasherstellung verwendet man Palladium.
  • Zuletzt: In Schwellenländern wie China steigt die Nachfrage nach Palladium stetig an, insbesondere in der Automobilindustrie. Hier ist mit einem längerfristigen Siegeszug des Metalls zu rechnen, da Elektro- und Wasserstoffmotoren in Schwellenländern noch auf Jahre in der Zukunft liegen.

Risiken: Abhängigkeit von Automobilbranche

Der Einsatz von Palladium in der Automobilbranche ist gleichzeitig die größte Schwäche des Metalls: Da es hier flächendeckend einsetzbar ist, konnte das Element in den vergangenen Jahren einen Siegeszug ohnegleichen am Markt hinlegen. Seit Januar 2016 stieg der Preis von Palladium um 244,6 Prozent und liegt inzwischen bei 2.501,77 Euro je Unze (Stand: 02/2020).

Gleichzeitig ist der Palladium-Preis stark abhängig vom Einsatz in der Automobilbranche. In Elektromotoren, bei denen die Umwelt belastende Stoffe beinahe ausschließlich während der Stromerzeugung entstehen, kann Palladium nicht in Katalysatoren eingesetzt werden, da die chemischen Reaktionen kein Palladium als aktives Metall nötig machen. Sollten Elektroautos von Wirtschaft und Politik forciert werden – beispielsweise mit Gesetzgebungen zur Verkehrswende – so würde Palladium innerhalb weniger Jahre einen Großteil seines Einsatzgebietes verlieren. Die Nachfrage nach Palladium in der Automobilindustrie hängt daher eng mit der weiteren Lebensdauer der herkömmlichen Verbrennungsmotoren und deren Nachfolge-Technologie wie Wasserstoff-Brennstoffzellen zusammen.

Alternativen zu Palladium

Die von uns vorgestellten Palladium-Aktien bieten große Chancen bei der Anlage. Dennoch gibt es für Anleger, die in Palladium investieren wollen verschiede Alternativen in Form von Palladium-ETFs und -ETCs sowie die Rohstoffe Gold und Platin.

Palladium-ETFs und -ETCs

Eine gute Alternative zu Palladium stellen Finanzprodukte wie ETFs dar. Diese können das Investitionsrisiko senken. DEGIRO beispielsweise hat den (JE00B1VS3002) ETFS PHYSPALLADIUM ETF im Angebot. Insgesamt ist das Angebot an Palladium ETFs jedoch überschaubar.

Jetzt ETFs bei Consorsbank kaufen

Eine Alternative zu ETFs sind Palladium-ETCs. ETC steht für Exchange Traded Commodities, an der Börse gehandelte Rohstoffe, wie zum Beispiel Edelsteine. Da es in vielen Fällen aufwändig ist, Rohstoffe als Sicherheit zu hinterlegen, sind ETCs, also rechtlich unbefristete Anleihen, häufig eine gute Wahl für Trader, die in Palladium investieren möchten. Wir stellen einige ETCs vor.

onvista hat den ETC Wisdomtree ETC auf Palladium vom Emittenten WisdomTree im Angebot, der in den vergangenen fünf Jahren um 189,59 Prozent gestiegen ist (Stand: 02/2020) und im Zehnjahresvergleich sogar eine Steigerung von 509,91 Prozent aufweisen konnte. Der ETC richtet sich an erfahrene Trader mit hohem Schutzniveau, bei einer Risikobewertung von 5. Der ETC verfolgt das Ziel, die Entwicklung des Underlyings nachzubilden.


Da der ETC bereits seit über einer Dekade existiert, kann die weitere Wertentwicklung besser vorhergesagt werden als bei jungen ETCs. Hier können Anleger in einen äußerst Performanzen ETC investieren, der aber dennoch große Kursschwankungen vorweisen kann und für Trader mit langfristigem Anlagehorizont am besten geeignet ist.

Die wichtigsten Daten zum Widsomtree auf Palladium ETC

Durchschnittlicher Wertzuwachs pro Jahr seit Auflegung33,83 % (seit 2016)
Entwicklung des Referenzindizes pro JahrKeine Angabe
ProduktstrukturPhysisch (Physisch besichert)
GewinnverwendungThesaurierend
Ausgabeaufschlag0,33 %
Gesamtkostenquote (TER)0,49% p.a.
Widsomtree ETC auf Palladium bei Consorsbank handeln

comdirect führt den Xtrackers Physical Palladium EURO Hedged ETC – ACC vom Emittenten DB ETC. Der ETC konnte in den vergangenen sechs Monaten (Stand: 02/2020) um 79 Prozent zulegen und zielt auf professionelle Kunden mit höchstem Schutzniveau und erweiterten Erfahrungen im Investitionsbereich ab. Das Wachstum beträgt seit Jahresbeginn 40,52 Prozent (Stand: 02/2020). Der ETC partizipiert an der Entwicklung des zugrunde liegenden Rohstoffs.


Der Xtrackers Physical Palladium ETC stellt für erfahrene Investoren mit langfristigem Anlagehorizont eine interessante Anlagemöglichkeit dar. Er bietet eine erhöhte Rendite, bei gleichzeitig starken Kursschwankungen.

Xtrackers Physical Palladium EURO Hedged ETC bei comdirect handeln

Die wichtigsten Daten zum Xtrackers Physical Palladium ETC

Durchschnittlicher Wertzuwachs pro Jahr seit Auflegung31,702 % (seit 2016)
Entwicklung des Referenzindizes pro JahrKeine Angabe
ProduktstrukturPhysisch (Physisch besichert)
GewinnverwendungThesaurierend
Ausgabeaufschlag0,33 %
Gesamtkostenquote (TER)0,75 % p.a.

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Gold und Platin

Eine weitere Alternative zur Palladium-Investition ist die Geldanlage in Rohstoffe wie Gold und Platin. Da Platin und Palladium, wie bereits erwähnt, gemeinsam gefördert werden, empfiehlt sich hier ebenfalls eine Investition in die oben vorgestellten Impala Platinum und Anglo American Platinum. Über Gold als Geldanlage beraten wir Sie in einem separaten Artikel.

FAQ

Ist Palladium das „neue Gold“?

Selbstverständlich gibt es große Unterschiede zwischen einer Investition in Gold und einer in Palladium. Gold ist vor allem aufgrund seiner relativen Krisensicherheit bei Anlegern beliebt und gilt als „sicherer Hafen“. Die Palladiumpreise schwanken tendenziell stärker. Jedoch stieg der Palladium-Preis in den vergangenen drei Jahren um das Dreifache. Zum Vergleich: Der Goldpreis ist im gleichen Zeitraum um etwas mehr als 25 Prozent gestiegen.

Was sind die konkreten Gründe für den Aufstieg von Palladium?

Die Gründe sind eine Kombination aus stagnierender Fördermenge und der immer größeren Nachfrage nach Abgas-Katalysatoren. Aufgrund des Dieselskandals stieg beispielsweise die deutsche Nachfrage nach Palladium an, da das Element vor allem in Benzinern Verwendung findet. Zudem haben China und Indien erst kürzlich die Abgasnormen verschärft, weshalb Palladium auch in diesen Ländern in der Automobilindustrie stärker nachgefragt wird.

Weshalb stagniert die Fördermenge von Palladium?

Palladium wird zumeist nicht primär abgebaut, sondern hauptsächlich als Beiprodukt in Kupfer-, Gold- und Nickelminen gewonnen. Zudem ist das Vorkommen des Metalls beschränkt: Größte Förderregionen sind Russland und Südafrika. Daher ist es nur bedingt möglich, die Fördermengen zu erhöhen. Das treibt die Preise nach oben.

Fazit

Eine Investition in Palladium Aktien ist für Anleger attraktiv. Nicht nur in der Industrie hat sich Palladium als Alternative zu Platin herausgestellt. Auch die Aktienkurse der wichtigsten Palladium-Förderer entwickeln sich seit Jahren positiv. Dabei gilt: Das Edelmetall ist vor allem aufgrund seiner Unverzichtbarkeit in der Automobilbranche für Anleger wertvoll. Dies dürfte auch für Jahre noch so bleiben, da Verbrennungsmotoren in Schwellenländern noch lange die Norm bleiben werden.

Die langfristige Rentabilität einer Palladium-Investition hängt jedoch von der Frage ab, welche Art von Motor den Verbrennungsmotor ablösen wird. Dies müssen Anleger im Blick behalten. Zwar ist der Kurs der Palladium-Aktien aufgrund dieser Tatsachen maßgeblich von der Situation in der Automobilbranche abhängig. Doch aufgrund der steigenden Nachfrage in den Schwellenländern wird sich die Situation noch auf Jahre nicht verändern. Insgesamt stellen Palladium-Aktien eine lukrative Anlageform dar und gehören in jedes ausgewogene Depot.

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