Bewertung
8/10

Trade Republic
Aktiendepot Erfahrungen & Test

Order ab 1 €

Unschlagbar günstig, aber geringes Leistungsangebot und Trading nur über die App möglich.

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13 Leserwertungen | Bewertung schreiben

Aktien kaufen ohne Gebühren – eine wunderbare Idee. Trade Republic macht dieses Angebot, auch wenn es nicht ganz gebührenfrei ist, weil ein Handelsplatzentgelt von 1,- Euro anfällt. Das ist immer noch unschlagbar günstig und obendrein ist der Broker in Deutschland reguliert und zugelassen, anders als andere Discounter. Allerdings müssen sich Anleger dafür mit einem reduzierten Angebot an Wertpapieren zufriedengeben.

Stärken und Schwächen von Trade Republic

Pros
  • Sehr niedrige Gebühren
  • Echter Aktienbroker, keine CFDs
  • Deutscher Broker, BaFin reguliert
  • Deutsche Einlagensicherung
  • Wertpapiere lagern beim Broker direkt
Contra
  • Beschränkung auf 6.500 Aktien und 500 ETFs
  • Handel nur über Lang & Schwarz Exchange
  • Wenig Orderzusätze
  • Keine weiteren Bankdienstleistungen
  • Teilweise Zusatzkosten für Dienstleistungen wie Karten für Hauptversammlung

Die wichtigsten Daten zu Trade Republic

Handelbare Börsenplätze
  • ausschließlich Lang & Schwarz Exchange an der Börse Hamburg
    Handelbare Wertpapiere
    • 7.300 Aktien
    • 500 ETF
    • 40.000 Derivate
    Angebotene Fonds
    • Nur ETF
    Orderarten
    • Market Order
    • Limit Oder
    • Stop Loss Order
    Sparpläne
    • 300 ETF kostenlos handelbar ab 25 Euro
    Kosten
    • Kosten je Order: 1,- Euro inklusive Handelsplatzentgelt
    Bonus /Sonderaktionen
    • Keine Sonderaktionen
    Regulierung
    • Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
    • Bundesbank
    Adresse
    • Trade Republic Bank GmbH
      Kastanienallee 32
      10435 Berlin
    Kundenservice (Erreichbarkeit/ Arten)
    • E-Mail: service@traderepublic.com
    • Telefon: +49 30 5490 6310
    Jetzt direkt zu Trade Republic

    Test und Erfahrungen

    Wie bei jedem Broker gibt es bei Trade Republic Aspekte, die uns überzeugen, und andere, bei denen wir Verbesserungsbedarf sehen.

    Trade Republic ist am besten für:

    • Trader, die regelmäßig kaufen und verkaufen
    • Sehr kostenbewusste Anleger
    • Menschen, die vor allem mit dem Smartphone oder Tablet handeln wollen

    Was wir mögen

    Regulierung in Deutschland und eigenverantwortliche Abwicklung

    Trade Republic ist ein deutscher Broker, der durch die BaFin reguliert und überwacht wird. Das Unternehmen besitzt eine offizielle Genehmigung als Wertpapierhandelsbank und gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an. Das bedeutet, dass die Wertpapiere auch wirklich bei Trade Republic gelagert werden und nicht bei einem Partnerunternehmen, wie das beispielsweise bei Revolut Trading der Fall ist. Bei der Abwicklung selbst nutzt das Unternehmen die Dienste von HSBC Transaction Services.

    Verrechnungskonten werden ebenfalls in Deutschland geführt

    Die Verrechnungskonten werden bei der solarisBank geführt, die ebenfalls eine deutsche Bankenlizenz besitzt. Die Berliner sehen sich selbst als „Tech-Unternehmen mit Banklizenz“ und gehören der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken an. Darüber sind alle Guthaben bis 100.000,- abgesichert.

    Einfache Abwicklung der Steuern bei Trade Republic

    Auch beim Thema Steuern hat der deutsche Sitz Vorteile, denn das Unternehmen kümmert sich um die Abführung ans Finanzamt und stellt eine Jahressteuerbescheinigung in deutscher Sprache aus.

    Außerdem kümmert sich Trade Republic bei US-Aktien um die Reduzierung der Quellensteuer von 30 auf 15 Prozent gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen beider Länder. Diese 15 Prozent lassen sich wiederum voll auf die Abgeltungssteuer anrechnen.

    LandQuellensteuer in %maximale Quellensteuer nach DBAMaximale Zusatzbelastung ohne RückerstattungZusatzbelastung nach Rückerstattung
    Belgien30151515
    Brasilienkeine---
    China, Volksrepublik (ohne Hongkong und Macau)0-201010-
    China, Republik (Taiwan)211011-
    Frankreich12,812,8--
    Frankreich12,812,8--
    Hongkongkeine---
    Indien0-1010--
    Irlandkeine für EU-Bürger---
    Italien261511-
    Japan1515--
    Korea (Südkorea)20155-
    Schweiz351520-
    Südafrika20155-
    Singapurkeine---
    Spanien19154-
    Türkei1515--
    Vereinigtes Königreichkeine---
    Vereinigte Staaten von Amerika 301515-

    Echt er Broker

    Wer bei Trade Republic Aktien kauft, wird tatsächlich Aktionär. Dazu gehört auch das Anrecht auf eine Dividende oder die Teilnahmen an einer Hauptversammlung. Trade Republic ist also kein CFD-Broker, sondern ein klassischer Aktienbroker.

    Jetzt direkt zu Trade Republic

    Wo Trade Republic besonders gut ist

    Der wichtigste Pluspunkt von Trade Republic ist aber ganz klar der Preis. Jede Order kostet nur einen Euro Fremdkostenpauschale. Anders als beim britischen Anbieter Revolut Trading, der ebenfalls mit Niedrigstgebühren wirbt, gibt es auch keine Monatsgebühr. Selbst Dividendenzahlungen sind kostenfrei, auch hier abgesehen von Fremdkosten.

    Wer nicht gerade regelmäßig Hauptversammlungen besucht, der spart bei Trade Republic aufgrund der niedrigen Gebühren viel Geld, selbst gegenüber Discountbrokern.

    Was uns nicht gefällt

    Wenig Wertpapiere

    Trotz der Provisionen sind die Einnahmen von Trade Republic geringer als die regulärer Broker. Das Geld muss der Broker an anderer Stelle einsparen. Beispielsweise durch die Reduzierung des Angebots auf 7.300  Aktien und 500 ETFs. Das ist für die meisten Anleger völlig ausreichend, wer aber gerne Spezialwerte kauft, der wird hier eventuell nicht fündig. Hinzu kommen 40.000 Derivate, beispielsweise Knock-out-Zertifikate.

    Wenig Orderzusätze

    Erst nach und nach wird die App entwickelt. Das bedeutet, dass es bisher wenig Orderzusätze gibt und ihre Zahl nur langsam zunimmt. Mitte 2019 wurde die Stopp-Loss-Order eingeführt, auch einfache Limits lassen sich setzen, aber eben nicht im gleichen Umfang wie bei klassischen Direktbanken.

    Kundenservice nicht optimal

    Leider ist es nicht besonders einfach, mit Trade Republic Kontakt aufzunehmen. Die Firma hat zwar ihren Sitz in Berlin und bietet deutschsprachige Ansprechpartner, aber die Telefonnummer des Brokers ist gut versteckt. Man findet sie nur im Impressum. Zum Kostensparen gehört auch der Verzicht auf Personal. Es gibt auch einen Chat, der aber erscheint erst, nachdem man auf „Konto eröffen“ geklickt hat.

    Positiv fällt auf, dass das Preis- und Leistungsverzeichnis auf der Startseite prominent verlinkt ist, doch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen muss man lange suchen. Die Webseite könnte besser und übersichtlicher sein, auch ohne große Zusatzkosten.

    Kosten für Zusatzdienste

    Für die Bestellungen von Karten für Hauptversammlungen fallen Gebühren an – und zwar ordentliche. Nicht ganz so hoch sind die Kosten für den Kauf und Verkauf von Namensaktien sowie die Wandlung von Optionsscheinen oder Wandelanleihen. Die hohe Gebühr bei ausländischen Dividenden hat Trade Republic dagegen mittlerweile abgeschafft.

    Kein Angebot von Trade Republic für die Schweiz und Österreich

    Aktuell ist Trade Republic nur in Deutschland aktiv. Aus Österreich und der Schweiz lässt sich also ebenso wenig ein Depot eröffnen wie aus Südtirol oder Luxemburg. Leider ist die Internetseite hier etwas verwirrend. Bei der Eingabe der Telefonnummer können Antragsteller nämlich zahlreiche Länder auswählen, von Afghanistan bis Österreich. Allerdings scheint dann jedes Mal der Hinweis, man habe keine deutsche Nummer eingegeben.

    Wann Tradegate auch in Österreich oder der Schweiz präsent sein wird, ist aktuell noch offen. Eine Expansion ist aber, nach Aussage des Support, zumindest in andere EU-Staaten geplant.

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    Trade Republic ist der richtige Broker, wenn …

    …ich kurz- bis mittelfristig handle

    Wer mehrmals monatlich Aktien kauft und verkauft, der kann mit Trade Republic viel Geld sparen. Ob der Broker die beste Wahl ist, hängt vor allem vom Anspruch ab. Wie wichtig ist Bedienkomfort? Möchte man auch exotische Wertpapiere handeln? Wer beide Fragen mit „nein“ beantwortet, kann mit einem Depot bei Trade Republic viel Geld sparen.

    …ich vor allem langfristig Geld anlege

    Wer nur zwei bis dreimal im Jahr kauft oder in einem monatlichen ETF-Sparplan einzahlt, spart ebenfalls Geld. Denn anders als beim britischen Konkurrenten Revolut gibt es keinen Mindestumsatz. Allerdings stellt sich die Frage, ob der geringere Bedienkomfort die geringe Ersparnis wirklich wert ist. Vor allem die geringe Zahl an ETF-Sparplänen ist ein Nachteil.

    Jetzt direkt zu Trade Republic

    Wie kann sich Trade Republic ohne (eigene) Gebühren finanzieren?

    Auch Trade Republic ist angetreten, um mit seinem Geschäftsmodell Geld zu verdienen. Aber wie geht das, wenn lediglich Fremdkosten in Rechnung gestellt werden? Trade Republic selbst schreibt dazu: „Wie viele andere Broker auch, erhalten wie Rückvergütungen von Handelspartnern.

    So werden alle Order an der Lang & Schwarz Exchange in Hamburg ausgeführt. Bei der Abwicklung verdient der Dienstleister an den Spreads, also der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen. Davon wird ein Teil an Trade Republic weitergeleitet, nach Informationen des Handelsblatts bis zu 3,- Euro je Transaktion. Denkbar ist auch, dass der Broker Provisionen von BlackRock bekommt, da aktuell alle ETF-Sparpläne von diesem Anbieter stammen.

    Trade Republic Erfahrungen – der Broker Schritt für Schritt getestet

    Schritt
    01
    Konto eröffnen
    Schritt
    02
    Persönliche Daten eingeben und legitimieren
    Schritt
    03
    Erfahrung erfassen
    Schritt
    04
    Geld einzahlen oder Wertpapiere transferieren
    Schritt
    05
    Wertpapiere mit der Trade Republic App handeln

    Erster Schritt: Konto eröffnen

    Der Weg zum Trade Republic Depot führt immer über das Smartphone. Denn um ein Konto zu eröffnen, benötigen Kunden eine Mobiltelefonnummer. An diese wird dann ein vierstelliger Code gesendet. Erst wenn dieser eingegeben wurde, kommen Antragsteller zum zweiten Schritt.

    Trade Republic App

    Nur mit einer deutschen Mobiltelefonnummer kann man sich anmelden.

    Zweiter Schritt: Persönliche Daten eingeben und legitimieren

    Im zweiten Schritt werden nun persönliche Daten abgefragt, also vor allem Name, Wohnort und Alter. Diese Daten müssen dann verifiziert werden. Das erfolgt mit Hilfe eines Video-Idents. Dafür müssen Kunden ihren Personalausweis bereithalten und die Kamera aktivieren. Ein Mitarbeiter überprüft so die Korrektheit der Daten.

    Trade Republic Erfahrung Anmelden

    Wer seine Telefonnummer eingegeben hat, bekommt nun einen Code zugeschickt, mit dem er sich ein erstes Mal legitimiert. Die zweite Legitimation erfolgt über Video-Ident.

    Dritter Schritt: Erfahrung erfassen

    Die Gesetzgeber schreiben EU-weit vor, dass Broker und Banken die Vorkenntnisse ihrer Kunden erheben müssen. Denn handelt ein Anleger mit einem Papier einer höheren Risikoklasse, muss er darauf aufmerksam gemacht werden. Auch Trade Republic erhebt deshalb die Erfahrung seiner Anleger mit Wertpapiergeschäften.

    Beispielsweise werden Neukunden gefragt, ob und welche Arten von Wertpapieren sie bisher gekauft haben. Dabei müssen Neukunden angeben, ob sie bisher nur Aktien oder auch riskantere Papiere wie Optionsscheine gekauft haben. Und wenn Neukunden bereits Aktien gekauft haben, müssen sie mitteilen, ob es sich dabei nur um Standardaktien oder auch um riskantere Investition gehandelt hat. Anleger sollten hier bei der Wahrheit bleiben. Denn zum Angebot gehören ohnehin nur Aktien und ETFs. Und Trade Republic verbietet niemandem den Handel, sondern warnt nur bei Geschäften in einer Risikoklasse, in der man bisher nicht gehandelt hat. Und das ist durchaus sinnvoll.

    Vierter Schritt: Geld einzahlen oder Wertpapiere transferieren

    Mit dem Depot eröffnen Anleger auch ein Verrechnungskonto bei der solarisBank. Das Unternehmen aus Berlin tritt den Privatanlegern gegenüber selbst nicht in Aktion. Stattdessen übernimmt es für andere Unternehmen die Kontoführung. Dies können Finanzunternehmen sein oder auch Konsumgüterhersteller, die ihre Produkte nicht unter ihrem eigenen Namen verkaufen, sondern unter der Marke eines Handelsunternehmens wie z.B. EDEKA.

    Um Wertpapiere kaufen zu können, müssen Anleger dort Geld einzahlen. Nötig ist dafür ein deutsches Bankkonto. Wer nur ein ausländisches Girokonto besitzt, kann die Dienste von Trade Republic nicht nutzen. Mit der Depoteröffnung erhalten Kunden eine Kontonummer für ihr Verrechnungskonto, das letztendlich ein unverzinstes Tagesgeldkonto ist. Wie bei bei jedem Konto dauert es meist ein oder zwei Bankarbeitstage, bis das Geld verbucht ist.

    Alternativ lassen sich natürlich auch Papiere aus einem anderen Depot zu Trade Republic transferieren und dann verkaufen, um an Geld für neue Käufe zu kommen.

    Fünfter Schritt: Wertpapiere mit der Trade Republic App handeln

    Handeln kann man bei Trade Republic ausschließlich über die App. Die App ist übersichtlich und gut zu bedienen. Statt die Anwendung zu überfrachten und vor allem nach der Schönheit des Designs zu konzipieren, wurde sie schlicht und praktisch gehalten. Alle Kurse sind schnell und einfach aufrufbar. Die Legitimation ist per Video-Ident ebenfalls mit dem Smartphone möglich.

    Trade Republic App

    Die App ist übersichtlich, bietet aber auch wenig Funktionalitäten.

    Auf Kritik in den Bewertungen im App Store reagiert Trade Republic immer, zumindest mit einer Entschuldigung oder dem Versprechen, das Ärgernis zu beheben. Ob das Versprechen dann auch umgesetzt wird, lässt sich natürlich nicht immer überprüfen.

    Ein Nachteil an der App ist, dass es noch zu wenige Auswertungsmöglichkeiten gibt. Wer Wertpapiere analysieren will, muss dafür auf andere Dienste wie onvista zugreifen.

    Eine Webanwendung ist, entgegen anders lautenden Gerüchten im Internet, nach Auskunft von Trade Republic nicht geplant. Wer lieber über den PC handelt, muss sich mit Programmen wie Vysor behelfen, die den Tablet- oder Smarthone-Bildschirm über den PC steuern lassen.

    Über die App lassen sich jetzt Sparpläne eröffnen und einzelne Wertpapiere kaufen.

    Jetzt direkt zu Trade Republic

    Es gibt bessere Broker, wenn…

    …ich alle Dienstleistungen aus einer Hand haben will

    Gerade bei geringen Umsätzen kann es die bessere Entscheidung sein, eine Direktbank mit Vollbanksortiment zu wählen. Dann können Kunden beim Eingeben von Überweisungen auch schnell einen Blick auf die Entwicklung des Depots werfen, ohne sich dafür bei einem anderen Anbieter anmelden zu müssen. Anbieter wie die DKB Bank, die ING (ehemals ING DiBa) oder die Targobank sind zwar teurer, bieten dafür aber alles aus einer Hand.

    …ich mich möglichst wenig um mein Depot kümmern will

    Wer keine Freude am Geldanlegen hat, der muss sich damit auch nicht mehr auseinandersetzen. Denn mittlerweile gibt es gute Angebote zur automatisierten Vermögensverwaltung. Ein sogenannter Robo Advisor (siehe unten) sucht dabei ETFs, mit deren Hilfe der Anleger eine möglichst breite Streuung erreicht.

     

    Die besten Alternativen

    Beim Preis schlägt niemand Trade Republic. Selbst Discount-Broker wie DEGIRO verlangen mindestens das Doppelte. Wer mehr Dienstleistungen wünscht, als Trade Republic bietet, für den sind diese Alternativen aber eine gute Wahl.

    Discount-Broker: DEGIRO

    Wer eine größere Auswahl an Wertpapieren und Börsenplätzen wünscht, trotzdem aber nur geringe Gebühren zahlen will, der findet das beim niederländischen Anbieter DEGIRO. Auch im Vergleich zu älteren Discount-Brokern wie Flatex sind die Gebühren dort niedrig. Trotzdem entspricht das Angebot an Wertpapieren, Handelsmöglichkeiten und Börsen dem teurerer Broker.

    DEGIRO Discount Broker

    DEGIRO bietet ein besonders günstiges Depot.

    Einziger Nachteil neben den etwas höheren Kosten: Um die Steuer müssen sich Anleger selbst kümmern, denn als ausländisches Unternehmen führt DEGIRO keine Abgeltungssteuer ab. Und auch DEGIRO ist keine Universalbank, sondern ein spezialisierter Broker. Ein Tagesgeld- oder ein Girokonto kann man hier nicht führen.

    Geld anlegen kann sich finanziell lohnen, aber es ist nicht ohne Risiko. Sie können einen Teil Ihrer Einlage verlieren.

    Jetzt direkt zu DEGIRO

    Hinweis: Investieren beinhaltet Risiken. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren.

    Universalbank: DKB Bank

    Wer nur wenige Mal im Jahr handelt, für den spielen die Kosten keine große Rolle. Stattdessen ist dann die Bequemlichkeit oft wichtiger. Dazu gehört für viele Anleger auch die Möglichkeit, alle Bankdienste aus einer Hand zu bekommen. Das erlaubt nicht nur einen schnellen Check des Depots, während man gerade Überweisungen tätigt, sondern Anleger müssen sich auch weniger Kennwörter merken.

    Schaubild DKB Zuwachssparen

    Die DKB Bank verlangt zwar Gebühren von mindestens 10,- Euro je Kauf oder Verkauf, dafür aber keine Mindestgebühr. Wer seltener als ein Mal im Monat handelt, zahlt hier weniger als bei Interactive Brokers und bekommt alle Bankdienste aus einer Hand.

    Ein breites und gutes Angebot macht die DKB Bank. Das Unternehmen aus Berlin gehört heute zur Bayerischen Landesbank, die sich wiederum im Besitz der Sparkassen und des Freistaates Bayern befindet. Die Gebühren liegen mit 10,- Euro deutlich höher als bei Trade Republic oder auch DEGIRO, dafür bietet die Bank ein kostenloses Girokonto mit der Möglichkeit, an nahezu jedem Automaten in Deutschland kostenlos mit der VISA-Karte Geld abzuheben.

    Jetzt direkt zur DKB Bank

    Robo Advisor

    Aktienhandel macht Spaß. Ob für Privatanleger die gezielte Aktienauswahl wirklich sinnvoll ist, ist umstritten. Denn um erfolgreich zu sein, muss ihr Urteil besser sein als das der meisten anderen Anleger. Viele Börsenfachleute empfehlen deshalb als Alternative eine breite Streuung. So schneiden Anleger zwar nicht besser, aber auch nicht schlechter ab als der Markt.

    Die Annahme, dass eine gezielte Aktienauswahl für die Mehrheit der Anleger nichts bringt, wird nicht von allen geteilt. Wer sie in Zweifel zieht, sollte zu einem klassischen Aktienfonds greifen.

    Um eine möglichst breite Streuung zu erreichen, kann man entweder selbst ETFs aussuchen, deren Entwicklung möglichst gering korreliert. Oder man überlässt diese Aufgabe einem Algorithmus, einem Robo Advisor. Gute Angebote gibt es hier schon ab 0,48 Prozent Gebühren pro Jahr. So günstig ist das Angebot von quirion.

    Natürlich können Anleger auch einen Teil des Geldes automatisch verwalten lassen und mit dem Rest aktiv handeln. Das geht beispielsweise bei der Comdirect Bank mit ihrem Robo Advisor Cominvest.

    Jetzt direkt zu quirion

    Gesamtfazit zu unseren Trade Republic Erfahrungen: guter Broker, aber nicht für alle erste Wahl

    Trade Republic ist vor allem attraktiv, wenn Anleger regelmäßig Wertpapiere kaufen und verkaufen. Dann lohnen sich die niedrigen Gebühren. Wer dagegen einen ETF-Sparplan anlegen will oder nur gelegentlich Aktien kauft, der sollte sich überlegen, ob der höhere Komfort bei anderen Brokern nicht die etwas höheren Kosten wert ist. Denn Trade Republic bietet keinerlei weitere Bankdienstleistungen und auch die Auswahl an Aktien oder an Orderzusätzen ist gering.

    Jetzt direkt zu Trade Republic

    Leserbewertung

    • Willi - 16. Januar 2020

      Nach Kontoeröffnung und 3 Tagen handeln kan eine Mail, dass ein anderes Smartphone sich authentifizieren wollte. Das Konto wurde gesperrt. Seit 4 Tagen warte ich auf die Entsperrung. Kundenservice geht also gegen NULL. Wer es sich leisten kann, auch mal einige Tausend Euro zu verlieren, ist bei Traderepublic sicher gut aufgehoben. 1 Euro für den Trade wiegt das auf…

    • Stefan Behling - 5. Februar 2020

      Die Idee ist gut aber die App ist schlecht. Orders werden teils mit 2 Minuten Verzögerung ausgeführt oder erst nachdem man den Kundenservice um Hilfe gebeten hat. Das kann gerade bei den Zertifikaten alles zunichte machen. Hier Geld anlegen ist wie mit geschlossenen Augen über die Autobahn fahren.

    • Uwe Lorenz - 10. Februar 2020

      Also der Kundenservice bei Trade Republic geht gegen null. Ich habe vor 14 Tagen einen grösseren Betrag angewiesen. Die Gutschrift dieses Betrags wurde mit dem Hinweis, dass aufgrund gewisser gesetzlicher Regelungen zunächst noch von mir ein Auskunftsblatt an Trade Republic zuzusenden sei, abgelehnt. Obwohl ich das Auskunftsblatt an Trade Republic versendet habe, warte ich immer noch auf die Gutschrift des eingezahlten Geldbetrags. Also Service am Kunden gleich null.

    • dmeyer@pecinan.net - 11. Februar 2020

      Hier meine Erfahrungen zu TradeRepublic (TR).
      An sich ist die einfache Art Wertpapiere zu handeln sehr ansprechend und man kann auch Beträge <500€ handeln, was bei allen anderen Anbietern in dieser Preislage pro Trade nicht der Fall ist (und eines der Hauptargumente, mich für TR zu entscheiden). Eine fehlende Weboberfläche ist von daher für mich unschön, aber verschmerzbar. Die sequentielle Transaktionsliste ist gut gelöst. Die Berechtigungen, welche sich die App einräumt bzw. einfordert, sind zumindest unter Android (für iOS hoffentlich ähnlich) in einem nachvollziehbaren Rahmen. Da gibt es ganz andere Beispiele. Kurzum – sehr spartanisch alles, aber praktikabel und stimmig.

      Schaue ich aber zwangsläufig hinter die Kulissen und nehme den Support in Anspruch, scheint mir TR sehr unseriös und inkompetent. Man vergisst hier wohl einfach, dass es um die sichere und dauerhafte Anlage von hart erarbeitetem Geld geht und nicht darum, ein paar Mal im Jahr ohne Verbindlichkeit besonders hipp einen Konsumartikel zu kaufen.
      Der Aktienübertrag ist ein Witz. Der abgebende Broker teilte mir mit, dass er die Anschaffungsdaten nicht übermittelt bekommt und 2 Wochen lang vergebens versucht hat, TR zu kontaktieren per eMail und Telefon. Genau diese Erfahrung mit Bearbeitungszeit und -Qualität der Antworten habe ich auch gemacht, ganz davon abgesehen, dass man mich ungefragt von Anfang an duzt und die Antworten in einer Art Teenager-Whatsapp-Chat Stil geschrieben sind.
      Die Position liegt jetzt also bei TR, aber ohne jegliche Anschaffungsdaten. Ein Verkauf oder auch ein Rückübertrag macht so keinen Sinn. Eine kurze Suche ergab z.B. im Consorsbroker Forum, dass der Support dem Consors Kunden auf die Frage nach einer verbindlichen BLZ für den Übertrag geantwortet hat, er möge als BLZ einfach die BIC verwenden und die letzten 3 X wegstreichen. Das nur mal als Beispiel was passiert, wenn man offensichtlich bankgeschäftsfachunkundige Support-Mitarbeiter Bankgeschäfte machen lässt. Ich belasse es unkommentiert bei diesem Beispiel.

      Weiterhin ist es für mich ein Unding, dass ich keine Möglichkeit habe, essenzielle Daten meiner Depot-Positionen einzusehen, wie Kaufdatum, Anschaffungspreis usw. Es gibt nur eine sehr ungenaue Schätzung, wie weit ich absolut oder relativ im Gewinn oder Verlust liege. Man bietet auch keine Option, einen bindenden Depotauszug mit eben diesen Daten zu erstellen. Selbst an der Übermittlung des leeren pdf Formulars für den Depotübertrag scheitert der Support bereits.

      Ein weiteres Unding. TR nimmt sich ungefragt das Recht, meine Kontaktdaten (vor allem ärgerlich Telefon) an Werbe- und Marktforschungsfirmen weiterzuverkaufen. Wird dieser Teil des Geschäftsmodells irgendwo prominent erwähnt? Nein! Vor allem muss ich aktiv dagegen widersprechen, nur leider ist es dann meist schon zu spät. Ich bezweifle, dass es viele Leute gibt, die sich bei der wirklich schnellen Eröffnung die ganzen Dokumente vollständig durchlesen (wobei die App schon so gestaltet ist, dass man das Risiko eines Timeouts des Vorgangs gern vermeiden möchte), noch danach. Auf jeden Fall bin ich durch TR nun wohlbekannt bei dieser Art von Firmen und werde nun regelmäßig telefonisch belästigt.

      Aufgrund der genannten Erfahrungen und des daraus zusätzlich entstehenden schlechten „Bauchgefühls“ werde ich es nach aktuellem Stand tunlichst vermeiden, TR größere Geldbeträge in Form von Bargeld oder Wertpapieren anzuvertrauen, günstige Handelsgebühren hin oder her. Auch ein Banken Startup muss Grundregeln des seriösen Umgangs mit den Finanzen seiner Kunden erfüllen!

    • Hermann - 5. März 2020

      Erfolgreich registriert und au­then­ti­fi­zie­ren und warte jetzt seit einer Woche auf die Eröffnung des Depots. Also in 10 min anmelden und handeln funktioniert anders…

    • Vigge - 12. März 2020

      Hallo zusammen,

      spannende Zeiten, mit bestimmten Aktien kann man momentan recht gut die Volatilität ausnutzen. Glück im Sinne des Nutzens des richtigen Augenblicks beim Kauf oder Verkauf ist sicherlich wie bei allen Aktienkäufen wichtig.
      Was mich allerdings wundert, ist, dass, bei Aktien, die gerade jetzt interessant sind, immense Preisaufschläge von 10-15% auf den aktuellen Kurs verlangt werden.
      Da braucht man kein Rechengenie sein, um zu erkennen, dass die Chance auf ein Minusgeschäft automatisch beim Kauf generiert wird. WER SOLL DAS DANN KAUFEN.
      Irgendwie absurd, man bietet Handel an, aber macht den Handel quasi unmöglich, also handelt man nicht.
      Typisch deutsches New Age Geschäftsmodell. Also eben kein echtes Geschäftsmodell.

      Das betrifft allerdings nur wenige Werte, allerdings in der Regel die, die gerade in aller Munde sind, oder eben eine gewisse Chance durch %uale Wertsteigerung bieten.
      Ein Beispiel: zum Zeitpunkt dieses Artikels: Lakeland Ind. Verkauf 15, 40 € Marktpreis, Kauf 17,10€! (mehr als 10% Aufschlag?!!)
      Wer soll den shit dann kaufen. Das ist doch kein echtes Angebot. Ich kann TR daher nur bedingt empfehlen.
      Ich kenne mich allerdings jetzt auch nicht so super aus, als dass ich behaupten könnte, bei anderen App Anbietern wäre es besser.
      Funktion und Stabilität der App sind aber gut.
      Aussetzer oder Fehler gibt es nach meiner Erfahrung bisher in 2 Monaten kaum. Und auf die meisten Werte die ich beobachte, sehe ich auch nur geringe Aufschläge beim Kauf.
      Was mir fehlt, sind trennbare Watchlists, um sich selbst verschiedene Anlageszenarien in einzelne Übersichten zu holen.
      Bei vielen Kursen fehlen leider auch die 5 Jahresverläufe. Da sieht man dann nur 2 Jahre z.B.
      D.h. man muss dann zwingend noch an anderer Stelle nachschlagen.
      Drei von fünf Sterne. Bin also insgesamt zufrieden.

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