Fintego Erfahrungen – Test und Bewertung

Fintego Erfahrungen – Test und Bewertung

fintego bietet eine passive Geldanlage unter guter Risiko-Rendite-Struktur zu geringen Verwaltungsgebühren. Für unter einem Prozent jährlichen Anteil am Vermögenswert erhalten Kunden hier eine professionell gemanagte Anlagemöglichkeit. Möglich wird dies schon ab geringen Beträgen von 2.500 Euro oder 50 Euro monatlich durch Robo-Advisor.

Was bietet fintego?

fintego ist ein Robo-Advisor-Dienst, der es Privatanleger ermöglichen soll, kostengünstig Geld anzulegen, ohne dabei auf eine ausreichende Risiko-Rendite-Optimierung verzichten zu müssen. Dafür hat fintego im Vorfeld fünf unterschiedliche Anlage-Portfolios erstellt. Der Kunde wird nach seinen Anlageprioritäten befragt und erhält anschließend einen Vorschlag, welches dieser Portfolios am besten für ihn geeignet wäre.

Dafür fragt das Unternehmen wichtige Daten wie Anlagehorizont und Anlageziel ab. Auch Kenntnisse und Erfahrung der relevanten Finanzprodukte werden abgefragt und die finanzielle Situation ermittelt. fintego befragt den Kunden allerdings nicht so nach seiner Risikobereitschaft, dass ein aussagekräftiges Ergebnis möglich wäre. Es empfiehlt sich deswegen, an einer anderen Stelle mit mehr Fragen den Risikotyp zu bestimmen, um so kein Portfolio zu wählen, das zu riskant ist.

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Der Anbieter wirbt um klassische ETF-Sparer

Derzeit bietet fintego die folgenden Risiko-Varianten an:

  • Defensiv – „Ich will’s defensiv“ – Verlustschwelle 5 %
  • Konservativ – „Ich will’s konservativ“ – Verlustschwelle 10 %
  • Ausgewogen – „Ich will streuen“ – Verlustschwelle 12 %
  • Wachstumsorientiert – „Ich will mehr“ – Verlustschwelle 15 %
  • Chancenorientiert – „Ich will alles“ – Verlustschwelle 20 %

Natürlich steigt auch die Renditechance mit erhöhtem Risiko an. Sie orientiert sich im defensiven ETF-Portfolio am 3-Monats-EURIBOR plus ein Prozent und steigt im chancenorientierten Portfolio auf 3-Monats-EURIBOR zuzüglich sechs Prozent Zinsen an.

Als Mindestlaufzeit empfiehlt fintego im defensiven und konservativen Portfolio drei Jahre Laufzeit. Für das ausgewogene Portfolio sollten Kunden mindestens mit fünf Jahren planen und um entweder das wachstums- oder das chancenorientierte Portfolio am besten zu nutzen, sollten Anleger mindestens sieben Jahre investiert bleiben wollen.

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Worin wird das Geld angelegt?

Die Geldanlage wird bei fintego in ETFs angelegt, die je nach Muster-Fondsportfolio ausgewählt werden. Grundsätzlich gibt es dabei fünf Anlageklassen, auf die das Kapital aufgeteilt wird:

  • Europäische Staatsanleihen
  • Europäische Unternehmensanleihen
  • Aktien aus Schwellenländern
  • Globale Aktien
  • Rohstoffe (ohne Lebensmittel oder Agrargüter)

Je nach gewähltem Portfolio erfolgt die Gewichtung in diesen Anlageklassen unterschiedlich. Während im risikoreichsten Depot beispielsweise Anleihen gar keine Rolle spielen, sind im konservativsten Portfolio weder globale Aktien noch Rohstoffe vertreten.

Welche ETFS genau ausgewählt werden, erfahren Kunden in den Factsheets. Angemeldete User erhalten zudem eine Übersicht im Login-Bereich.

Wie teuer ist fintego?

Wie hoch die Verwaltungsgebühr ist, die fintego veranschlagt, hängt auch davon ab, wie viel Geld der Kunde einzahlt:

  • Weniger als 10.000 Euro: 0,95 % jährlich
  • Zwischen 10.000 Euro und 50.000 Euro: 0,75 % jährlich
  • Ab 50.000 Euro: 0,45 % jährlich

Dabei sind zahlreiche Kosten bereits enthalten. Keine Zusatzgebühr wird auf diese Weise beispielsweise fällig für:

  • Ausgabeaufschläge
  • Depotführung
  • Transaktionsentgelte
  • Vermögensverwaltung
  • Vertriebsprovisionen
  • Performancefees
  • Rebalancing und Anpassungen
  • Ein- und Auszahlungen

Allerdings werden innerhalb der ETFs Gebühren fällig. Die Verwaltungsgebühr des ETF-Anbieters wird allerdings schon von den Kursgewinnen oder –verlusten abgezogen. In der Regel bleiben diese Kosten weit unter einem Prozent pro Jahr, fintego macht allerdings keine eindeutigen Angaben und weist die Gebühren auf diese Weise etwas intransparent aus.

Warum kann fintego sein Angebot so günstig anbieten?

Kostengünstig wird die Geldanlage vor allem aus drei unterschiedlichen Gründen: Zum einen kann fintego die Anleger und ihr Kapital bündeln. Das bedeutet, dass es für eine Vielzahl an Kunden jeweils die optimale Portfolio-Zusammensetzung ermitteln kann, was natürlich Kosten spart.

Zum anderen setzt das Unternehmen auf passive Vermögensverwaltung per ETF. Sie ermöglichen es, kostengünstig Geld anzulegen, da keine Fondsmanager entlohnt werden müssen und auch keine umfangreichen Analysen entlohnt werden müssen.

Als Drittes erwirbt fintego die Fonds nicht an einer Börse, sondern durch außerbörsliche Handelspartner. Das Unternehmen erwirbt sie dabei direkt vom Inventarwert zum Nettoinventarwert. Auf diese Weise entfallen die Börsengebühren und Kunden und fintego sparen Geld bei den Transaktionskosten.

Was geschieht mit Kapitalerträgen und wie wird fintego steuerlich behandelt?

Kapitalerträge oder Dividenden werden üblicherweise thesauriert. Ist dies nicht möglich, wird die Ausschüttung direkt neu angelegt. Anleger können auf diese Weise vom Zinseszins auf unkomplizierte Weise profitieren.

Natürlich muss auf Kapitalerträge bei fintego wie bei jeder Geldanlage die Abgeltungsteuer gezahlt werden. Um dies auch steuerlich auch so komfortabel wie möglich zu behandeln, gibt es natürlich die Möglichkeit, einen Freistellungsauftrag an fintego zu erteilen. Dann wird der Steuerfreibetrag von 801 Euro automatisch genutzt. Alternativ erhalten Kunden automatisch eine Steuerbescheinigung.

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Ein-und Auszahlungen bei fintego

Ein fintego Managed Depot kann erst ab einer Einmalanlage von 2.500 Euro eröffnet werden. Damit sind die Grundbedingungen auch für Kleinanleger relativ leicht zu erfüllen. Außerdem ist es möglich, einen Sparplan anzulegen. Dieser kann ab 50 Euro gestartet werden.

Es ist dabei jederzeit möglich, mehr Geld einzuzahlen. Dafür müssen Kunden lediglich die Käufe auf das Konto von fintego überweisen und dafür Depot und Depotpositionsnummer als Verwendungszweck angeben. Darüber hinaus sind auch SEPA-Lastschriften möglich. Als Mindestbetrag im Managed-Depot werden dafür 150 Euro fällig.

Kunden können zudem auch Anteile über den Online-Zugang abstoßen und den Erlös auf ihr Konto überweisen lassen. Zudem ist ab einem Depotbestand von 5.000 Euro auch möglich, einen Entnahmeplan einzurichten. Die Mindestrate hierfür beträgt 150 Euro. Kunden können dann die Verkaufserlöse ganz unkompliziert auf das hinterlegte Referenzkonto auszahlen lassen.

Es ist nicht möglich, Aktien, Fonds oder andere Wertpapiere auf das fintego Managed Depot zu übertragen. Es handelt sich bei dem Angebot um eine passive Vermögensverwaltung, die derartige Leistungen einfach nicht erbringen kann. Würde der Anbieter diese Leistung anbieten, müsste er das Risiko-Rendite-Verhältnis und den Grad der Diversifizierung für die jeweiligen Kunden individuell berechnen. Dies ist bei einer derartig geringen Provision einfach nicht möglich.

Während andere Anbieter von Robo-Advisorn sich dafür entscheiden, bereits existierende Depotbestände übertragen zu lassen und dann liquidieren, verzichtet fintego auf diese Möglichkeit. Auf diese Weise müssen Kunden ihre Wertpapiere entweder behalten oder selbst verkaufen, was durchaus auch Vorteile haben kann.

Unter welchen Bedingungen können Kunden ein fintego Managed Depot eröffnen?

Um ein fintego Managed Depot zu eröffnen, müssen Kunden die Volljährigkeit erreicht haben. Ein Gemeinschaftsdepot wird nicht angeboten. Außerdem müssen Kunden ihre Identität bestätigen. Dies ist per PostIdent-Verfahren möglich. Kunden können jedoch auch per Video-Ident-Verfahren bequem von Zuhause aus die Verifizierung ihrer Daten durchführen. Sie haben also die Wahl, welche Art sie unkomplizierter finden und lieber durchführen möchten.

Wie bei den meisten Angeboten in Deutschland sind Personen, die in den USA steuerpflichtig sind, von der Teilnahme ausgeschlossen.

Wer das Depot nicht mehr nutzen möchte, kann es kündigen und somit alle vorhandenen Sparpläne und Entnahmevereinbarungen löschen. Es ist jedoch auch möglich, das Konto ohne Zusatzkosten einfach ruhen zu lassen. Wer später wieder investieren möchte, kann diese Möglichkeit nutzen, um sich die erneute Depoteröffnung zu sparen.

fintego Support und Kundenservice

Das Unternehmen zeigt schon auf der Startseite der Online-Präsenz, dass es ein großes Interesse daran hat, dass Kunden sich jederzeit gut betreut führen. Ein Reiter auf der rechten Seite verdeckt sogar weiterführende Informationen, um den Kunden auf die Hotline aufmerksam zu machen. Dieser muss extra entfernt werden, um weiter auf der Internetseite lesen zu können. Die Hotline ist über eine Festnetznummer ohne Zusatzgebühren kostenfrei erreichbar und Mitarbeiter stehen werktags zwischen 08:00 und 19:00 Uhr zur Verfügung. Etwas ungeschickt ist allerdings der Umstand, dass die Telefonnummer nicht unter „Kontakt“ zu finden ist. Hier öffnet sich stattdessen das Emailprogramm, um direkt eine Email an das Unternehmen verfassen zu können. Wer allerdings seinen PC nicht entsprechend eingerichtet hat, erhält auf diese Weise weder die Emailadresse noch die Telefonnummer und kann so fintego nicht kontaktieren.

Damit dies ohnehin nicht all zu oft notwendig sein muss und Kunden sich selbstständig informieren können, stellt fintego eine umfangreich FAQ und ein Glossar bereit. Dies hilft Kunden nicht nur, sich auf der Webseite und mit dem Angebot besser zurechtzufinden, sondern auch dabei, die Geldanlage besser zu verstehen.

Wie sicher ist fintego?

fintego ist eine Marke der European Bank for Financial Services GmbH (ebase). Das Unternehmen sitzt in Aschheim in der Nähe von München und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Comdirect Bank. Somit ist das Unternehmen, das bereits 2002 unter dem Namen European Bank for Fund Service gegründet wurde, Teil der bedeutenden Commerzbank-Gruppe.

ebase wird dabei vor allem als B2B-Direktbank aktiv. Es ist also selbst Dienstleister für Vermögensverwalter oder Investmentgesellschaften und bietet somit mit fintego im Prinzip das an, was üblicherweise vor allem die über 50.000 Business-Kunden für ihre Kunden anbieten. Inzwischen richtet sich ebase allerdings auch an Privatkunden und bieten in diesem Rahmen auch Konten, festverzinsliche Anlagen und Depots für Privatanleger an. Insgesamt verwaltet das Unternehmen ein Kundenvermögen von 27 Milliarden Euro, aufgeteilt auf eine Million Kunden.

fintego ist also der Robo-Advisor-Dienst einer etablierten und seriösen Vollbank. Das Unternehmen wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht reguliert und lizensiert und muss dementsprechend Kundengelder im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken e. V. absichern. Darüber hinaus ist ebase auch Mitglied in der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH.

Fazit:

fintego bietet ein kostengünstiges Robo-Advising, das vor allem für Anlagesummen ab 50.000 Euro sehr kostengünstig wird. Die Einstiegshürden sind sowohl per Sparplan als auch per Einmalzahlung von mindestens 2.500 Euro auch für Kleinanleger gering. fintego ist ein Angebot von ebase und gehört somit zur Commerzbank-Gruppe, sodass die Seriosität auch aufgrund der Vollbanklizenz nicht in Zweifel gezogen werden muss.

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