Auslandsaktien kaufen 2021 – Ein Ratgeber für Einsteiger*innen

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Auslandsaktien handeln

Auslandsaktien – Das Wichtigste in Kürze

 

So gehen Sie vor

 

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Inhaltsverzeichnis

 

Die besten Auslandsaktien

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Panasonic
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Tesla
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Facebook
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PayPal
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Zoom
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Xiaomi
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Alibaba
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Johnson & Johnson
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Amgen
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Vertex Pharmaceuticals
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Astrazeneca
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BioNTech
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Ballard Power Systems
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NEL ASA
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Die besten ETFs mit Auslandsaktien

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Lyxor MSCI All Country World UCITS ETF - Acc (EUR)
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XTRACKERS MSCI WORLD UCITS ETF - 1C
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WisdomTree Cloud Computing UCITS ETF - USD ACC
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Deka STOXX® Europe Strong Growth 20 UCITS ETF - EUR DIS
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WisdomTree Global Quality Dividend Growth UCITS ETF USD Acc
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Amundi Index Solutions NASDAQ 100 UCITS ETF - EUR ACC H
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HSBC MSCI EM Far East ETF - USD DIS
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LYXOR MSCI AC ASIA EX JAPAN UCITS ETF ACC
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Warum Auslandsaktien in jedes Depot gehören

Auslandsaktien haben zwei große Vorteile. Zum einen gibt es im Ausland viele lukrative Unternehmen, die nicht übersehen werden sollten. Der andere Vorteil ist die Risikostreuung. Es wäre ein Fehler, Auslandsaktien nur auf die USA zu beschränken. Gerade unter dem Gesichtspunkt der Diversifikation gehören auch Papiere aus Schwellenländern ins Depot, bei größerem Depotvolumen sogar solche aus Frontier Markets, also Entwicklungsländern, die bald ein Schwellenland werden könnten.

Expertentipp
Nicht wenige Anleger*innen sind der Meinung, dass sie ausländische Aktien am günstigsten direkt an deren Heimatbörse ordern. Das stimmt meistens nicht. Regelmäßig fallen für die Auslandsorder Zusatzgebühren an. Auch die höhere Liquidität im Wertpapierhandel wiegt die extra Ordergebühren in den meisten Fällen nicht auf.

 

Interessante Auslandsaktien

Interessante US-Auslandsaktien

Viele interessante Aktien sind in den USA notiert. Ein Blick auf diese Papiere lohnt sich.

 

Interessante US-Aktien

Name / WKN
Amazon
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Microsoft
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Coca Cola
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Facebook
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The Travelers Companies Inc
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Wenn Sie die Aktie anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.

Genauere Informationen zu diesen Aktien haben wir in unserem Beitrag zu US-Aktien zusammengestellt. Dort stellen wir auch einige ETFs vor.

 

Chinesische Aktien mit Potential

Die Wirtschaft der Volksrepublik China hat in den vergangenen Jahrzehnten einen sagenhaften Aufstieg erlebt. Obwohl Investitionen von Ausländer*innen in den chinesischen Markt noch immer eingeschränkt sind, lassen sich mehrere interessante Aktien auch von Europa aus kaufen.

 

Diese chinesischen Aktien gefallen uns besonders

Wenn Sie die Aktie anklicken gelangen, Sie zu unserer ausführlichen Analyse.
Name / WKN
Alibaba
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Xiaomi
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Tencent
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JD.com
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BYD Electronic
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Geely Automobile
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Auf fallende Kurse
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Eine genauere Analyse dieser Aktien ist in unserem Beitrag zu chinesischen Aktien erschienen.

 

Japanische Aktien nicht vergessen

Seit der Wirtschaftskrise in Japan in den 1990er-Jahren und dem Aufstieg Chinas ist es um Japan still geworden. Doch das Land hat nach wie vor Potential. Gerade in Zukunftsfeldern wie der Batterietechnologie hat das Land einiges zu bieten.

 

Japanische Aktien 2021 – 5 interessante Unternehmen in der Analyse

Wenn Sie die Aktien anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.
Name / WKN / ISIN
Shimano
852147WKN kopiert
JP3358000002ISIN kopiert
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Chugai Pharmaceutical
857216 WKN kopiert
JP3519400000ISIN kopiert
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Nintendo
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Keyence Corp
874827 WKN kopiert
JP3236200006ISIN kopiert
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Daikin
A1W1Q6 WKN kopiert
US23381B1061ISIN kopiert
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Weitere Informationen enthält unser Beitrag zu japanischen Aktien.

 

ETFs und Fonds: Mehr Streuung als mit Einzelaktien

ETF steht für Exchange Traded Fund, also für börsengehandelten Fonds. Streng genommen ist der ETF also auch ein Fonds. Das bedeutet, dass die Wertpapiere ein Sondervermögen sind. Die Anteilsscheine sind durch Wertpapiere abgesichert und gehen im Fall einer Insolvenz des Emittenten nicht in die Konkursmasse mit ein. Das macht sie sicherer als Zertifikate. Meistens (aber nicht immer) sind ETFs Indexfonds, sie bilden also einen bestimmten Index wie den MSCI World nach.

Mit ETFs können Anleger*innen entweder weltweit oder aber auch in bestimmte Regionen investieren. Einige ETFs bilden Aktien aus bestimmten Länderklassen ab, beispielsweise aus Schwellenländern. Andere investieren in einzelne Regionen, beispielsweise Ostasien. Der große Vorteil gegenüber Einzelaktien ist die Risikostreuung.

 

Weltweit investieren: Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF 1C

WKN: A1W8SBWKN kopiert / ISIN: IE00BGHQ0G80ISIN kopiert

Ein ETF auf den MSCI All Countries World Index (MSCI ACWI) ist die einfachste Form, sein Vermögen weltweit zu investieren. Denn der Index enthält die Aktien der wichtigsten börsennotierten Unternehmen aller Industrie- und Schwellenländer.

 

Durchschnittlicher Wertzuwachs p.a. letzte 3 J.13,1 %
Entwicklung Referenzindex p.a. letzte 3 J.13,1 %
ReplikationsmethodePhysisch (optimiertes Sampling)
GewinnverwendungThesaurierend
Ausgabeaufschlag-
Gesamtkostenquote (TER)0,25%

Beim bekannteren Bruder, dem MSCI World, bleiben die Schwellenländer dagegen außen vor. Allerdings ist deren Anteil auch beim MSCI ACWI mit rund 13 gering. Schwergewicht sind die Vereinigten Staaten, deren Aktien rund 56 Prozent des Fondsvermögens ausmachen (Stand: 08/2021). Allein Amazon, Alphabet, Apple, Microsoft und Facebook haben ein ähnliches Gewicht wie die Papiere aller Schwellenländer zusammen.

Trotzdem ist der Fonds eine gute Möglichkeit, international zu investieren. Zumal der hohe Anteil an US-Unternehmen schlicht deren Bedeutung für die Weltwirtschaft abbildet. Die Fondsgebühren sind mit 0,25 Prozent ausgesprochen niedrig. Pluspunkte gibt es auch dafür, dass der ETF die im Basisindex enthaltenen Aktien überwiegend tatsächlich hält. Für die meisten Anlegerinnen und Anleger dürfte auch die Tatsache positiv sein, dass Dividenden gleich wieder angelegt, also thesauriert werden.

Hintergrund: Wichtigstes Schwellenland im Index ist Südkorea mit einem Anteil von rund 1,7 Prozent. Deutsche Aktien stehen für etwa 2,4 Prozent des ETFs.

Bewertung:

  • Weltweit investieren
  • Auch Unternehmen aus Schwellenländern enthalten
  • Schwerpunkt liegt aber auch hier auf den USA

 

Interessanter ETF mit Auslandsaktien: LYXOR MSCI AC ASIA EX JAPAN UCITS ETF ACC

WKN: LYX014WKN kopiert / ISIN: LU1900068161ISIN kopiert

Ostasien wird als die Wachstumsregion schlechthin bezeichnet. Aber bedenkt auch hier: Was für die letzten 20 Jahre galt, muss nicht für die nächsten 20 gelten. Zumal viele Länder fast zu den “alten” Industrienationen aufgeschlossen oder sie sogar überholt haben.

Japan ist traditionell ein Industriestaat und wird deshalb im Fonds nicht berücksichtigt. Aber auch andere Länder wie Südkorea (offizieller Name: Republik Korea) und Taiwan (offizieller Name: Republik China) haben zu Europa aufgeschlossen oder es sogar überholt, auch wenn sie in vielen Emerging Markets Fonds noch immer vertreten sind. Der Wohlstand im Stadtstaat Singapur hat den in Deutschland sogar schon übertroffen.

Auslandsaktien ETF bei Lyxor

Auf der Webseite von Lyxor finden sich viele Informationen zum ETF.

Trotzdem glauben viele Beobachter*innen, dass der Aufschwung noch eine ganze Weile andauert. Dafür sorgen nicht nur die großen Konzerne, auch der neue Wohlstand führt zu mehr Konsum. Statt der Exportindustrie könnten Konsumgüterhersteller, Einzelhändler und Reiseveranstalter bald das große Geschäft machen.

Der LYXOR MSCI AC ASIA EX JAPAN UCITS ETF ACC kann über Xetra gehandelt werden und damit über praktisch alle deutschen Broker ohne Auslandsgebühren. In den vergangenen fünf Jahren hat er rund 60 Prozent zugelegt, von April 2018 bis April 2019 rund 7,1 Prozent. Die Gesamtkostenquote beträgt moderate 0,50 Prozent, Dividenden werden reinvestiert (Thesaurierung).

Allerdings erfolgt die Replikation synthetisch. Der Fonds hält also nicht zwangsläufig die im Index vertretenen Aktien, sondern zu mehr als einem Drittel US-Aktien. Deren Gewinne werden mit einem Swap-Partner getauscht, sodass die Wertentwicklung der des Index folgt (hier zu einer genaueren Erläuterung des Unterschieds zwischen synthetisch und physisch replizierenden Fonds).

Hintergrund: Im Gegensatz zu Pazifik ex Japan ETFs sind hier keine australischen, neuseeländischen oder westasiatische Firmen vertreten. Russland und die Türkei werden üblicherweise Europa zugeschlagen, auch wenn sie geographisch größtenteils in Asien liegen.

Bewertung:

  • Region mit hohen Wachstumsraten
  • Viele innovative Unternehmen
  • Aber: die beste Zeit könnte in der Region schon vorbei sein

 

6 Tipps für den Kauf von Auslandsaktien

Tipp 1: Den richtigen Broker für Auslandsaktien finden

Wer vor allem in die Aktien bekannter Unternehmen wie Amazon, Apple oder Microsoft investiert, braucht keinen speziellen Broker dafür. Denn die Aktien lassen sich auch in Deutschland handeln – oft sogar über Neobroker.

Wer aber auch an ausländischen Börsen kaufen und verkaufen will, muss darauf achten, dass der Broker die entsprechenden Handelsplätze auch anbietet. Vor allem die günstigen Neobroker tun dies meistens nicht.

LogoGebührenBroker
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Günstig, aber ohne Auslandsbörsen: Trade Republic

Trade Republic bietet keine Auslandsbörsen, sondern ausschließlich den Handel über die Lang & Schwarz Exchange an der Börse Hamburg. Wer vor allem die Papiere großer Unternehmen wie Amazon, Samsung Electronics, Tencent oder Panasonic kaufen will, kann das aber auch über Trade Republic tun. Dann kostet jeder Kauf oder Verkauf nur 1 Euro – bei großen Direktbanken hingegen bis zu 10 Euro.

 

Trade Republic vs Postbank

Die Postbank bietet praktisch alle wichtigen Bankdienstleistungen. Im Gegensatz dazu ist das Berliner Startup Trade Republic nahezu unschlagbar günstig, bietet aber keine weiteren Dienste neben dem Wertpapierhandel. Und auch dort begrenzt man sich wenige Wertpapiere, die nur über die App gehandelt werden können.

Daneben bietet Trade Republic in Zusammenarbeit mit sogenannten Premium-Partnern 1.500 ETFs ganz ohne Gebühren an. Fast alle ETFs können auch als Sparplan bespart werden, zusätzlich gibt es 2.500 Aktien-Sparpläne.

Wer sich nicht für Sparpläne interessiert, sollte auch justTRADE in die engere Auswahl nehmen. Die Brokerage-Tochter der Hamburger Sutor Bank bietet nämlich nicht nur den Handel über die Lang & Schwarz Exchange, sondern auch über Quotrix und vor allem die Tradegate Exchange, den nach Xetra zweitgrößten elektronischen Handelsplatz in Deutschland. Außerdem ist der Handel dort kostenlos, der Broker unterbietet also selbst Trade Republic noch.

Allerdings bietet justTRADE keine Sparpläne, was vor allem für Kleinanleger*innen ein echter Nachteil ist. Wer sich nicht für Sparpläne interessiert, findet mehr Informationen zu dem Broker in unseren justTRADE Erfahrungen.

 

Smartbroker: kostenlos über gettex oder kostenpflichtig über Xetra und Co.

Wem der Zugang zu Auslandsbörsen wichtig ist, der findet diese Option bei Smartbroker. Anleger*innen können dort gebührenfrei über gettex handeln, für 1 Euro über die Lang & Schwarz Exchange oder für 4 Euro (plus Fremdgebühren) über alle anderen deutschen Börsen.

Zudem kann über Auslandsbörsen in mehr als 20 Ländern ge- und verkauft werden. Die Gebühren liegen dann allerdings deutlich höher, nämlich bei 9 Euro plus Börsengebühren und weiteren Fremdkosten. In den USA betragen die Fremdkosten beispielsweise mindestens 25 US-Dollar.

Smartbroker ist ein Online-Broker und eine Handelsmarke der wallstreet:online capital AG. Insgesamt umfasst das Handelsportfolio mehr als 200.000 Wertpapiere. Die Abwicklung erfolgt über die zur BNP Paribas Gruppe gehörende DAB Bank in München. Allerdings standen Smartbroker und DAB BNP Paribas zuletzt immer wieder wegen langer Bearbeitungszeiten bei Depoteröffnungen in der Kritik.

 

Broker mit exotischen Handelsplätzen: S Broker

Der Sparkassen Broker liegt preislich nur im Mittelfeld. Ein großer Vorteil ist aber, dass viel Sparkassenkund*innen ihr Girokonto als Verrechnungskonto nutzen können. Mit dem Sparkassen Musterdepot lässt sich risikofrei in den Aktienhandel hineinschnuppern. Außerdem bietet das auch als S Broker bezeichnete Unternehmen den Zugang zu vielen ausländischen Handelsplätzen.

So gehört S Broker zu den wenigen Anbietern, bei denen Sie über die Börse in Johannesburg in Südafrika oder Jakarta in Indonesien handeln können.

 

Broker mit günstigen Gebühren im Ausland: LYNX

Wenn Sie direkt an einer ausländischen Börse handeln wollen, dann finden Sie attraktive Konditionen bei dem niederländischen Broker LYNX.

Das Unternehmen lässt den gesamten Handel über die britische Tochter der US-Firma Interactive Brokers abwickeln. Dadurch bietet es Zugang zu allen wichtigen nordamerikanischen Handelsplätzen, neben NASDAQ und New York Stock Exchange (NYSE) auch zur NYSE America (ehemals AMEX) oder zu den Börsen in Kanada und Mexiko. LYNX ist auch einer der wenigen Broker, die Zugang zum Handelsplatz Pink Sheets bieten.

Vorteilhaft sind die niedrigen Gebühren für Auslandsorder. Während andere Broker im Vergleich zu einer Inlandsorder teilweise mehr als das Doppelte für einen Kauf oder Verkauf an einer Auslandsbörse verlangen, können US-Aktien bei LYNX sogar günstiger gekauft werden.

Weil das Depot im Ausland (Niederlande) geführt wird, wird keine Abgeltungssteuer einbehalten. Die Kapitalerträge müssen Sie als Kund*in zwar versteuern, aber erst mit der Steuererklärung im kommenden Jahr.

 

Broker für Auslandsbörsen in der Übersicht

Die Tabelle gibt an, ob sich beim jeweiligen Broker Aktien an einer Börse des jeweiligen Landes handeln lassen. Andere Möglichkeiten wie der Handel mit Optionen oder CFDs wurden nicht untersucht, ebenso wenig die Frage, ob Papiere aus dem jeweiligen Land in Deutschland handelbar sind.

Beispielsweise bietet der Broker LYNX den Handel mit Optionen und Futures über südkoreanische Handelsplätze, nicht aber den mit Aktien. Daher wurde in die Tabelle ein „Nein“ eingetragen. Unbeachtet blieben auch Angebote, die nur für Einheimische gelten. So bietet LYNX den Handel mit indischen Aktien ausschließlich für in Indien lebende Personen.

Von den Top 5 Aktien Brokern haben sich justTRADE und Trade Republic aus Kostengründen gegen den direkten Auslandsaktienhandel an einer Auslandsbörse entschieden.

Während Trade Republic den Aktienhandel allein über das elektronische Handelssystem Lang & Schwarz Exchange an der Börse Hamburg abwickelt, können justTRADE Kund*innen Aktien, ETFs und ETCs zusätzlich über Quotrix, das elektronische Handelssystem der Düsseldorfer Börse, handeln. Seit 2021 bietet justTRADE auch den Handel über die Tradegate Exchange in Berlin an.

Auslandsbörse AktienLynxSmartbrokerS BrokercomdirektConsorsbank
AustralienJaJaJaJaJa
FrankreichJaJaJaJaJa
GroßbritannienJaJaJaJaJa
HongkongJaJaJaNeinJa
IndienNeinNeinJaNeinNein
IndonesienNeinNeinJaNeinNein
SchweizJaJaJaJaJa
SingapurJaJa JaNeinJa
SüdafrikaNeinNeinJaNeinNein
USAJa JaJaJaJa

(Stand: 08/2021)

 

Lohnt sich ein Depot im Ausland?

Ob sich ein Wertpapierdepot im Ausland lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Preisstruktur deutscher Broker ist inzwischen sehr günstig und die Online-Broker bieten zudem einen umfangreichen Zugang zu den wichtigsten weltweiten Börsen und sogar dem außerbörslichen Handel. Wer Auslandsaktien handeln möchte, kann dies also auch im Rahmen des Depots in Deutschland tun.

Mittlerweile können Broker aus anderen EU-Ländern aber problemlos in Deutschland um Kund*innen werben. Mitunter ist Anleger*innen nicht klar, dass sie gerade ein Depot im Ausland eröffnet haben: So haben LYNX und DEGIRO ihren Sitz in den Niederlanden, die Consorsbank und die DAB Bank sind Marken der BNP Paribas mit Sitz in Paris.

Hauptunterschied zu deutschen Brokern ist in allen vier Fällen, dass die Einlagen nicht über die deutsche, sondern die niederländische beziehungsweise französische Einlagensicherung geschützt ist. Das gilt auch für Smartbroker, da die Guthaben von DAB BNP Paribas verwaltet werden.

DEGIRO und LYNX unterliegen außerdem niederländischem Recht und führen keine Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge) ab, wohingegen die Consorsbank und DAB BNP Paribas laut AGB nach deutschem Recht handeln und die Abgeltungssteuer abführen.

 

Tipp 2: Auslandsaktien am richtigen Handelsplatz kaufen

Ausländische Aktien müssen nicht unbedingt an einem Handelsplatz im Ausland gehandelt werden. Oft ist der Kauf von Auslandsaktien in Deutschland die bessere Wahl. Das gilt vor allem, wenn der Broker bei Auslandsordern eine erhöhte Gebühr verlangt. Das ist bei fast allen deutschen Brokern der Fall. Besonders hoch ist der Zuschlag bei der Consorsbank.

Doch selbst bei kostengünstigen Brokern lauern oft hohe Zuschläge in Form von Börsen- und Maklergebühren, die von den Brokern an die Kund*innen weitergereicht werden.

 

Tradegate Exchange

Die Tradegate Exchange ist preislich die attraktivste deutsche Börse für Auslandsaktien. Die Börsengebühren entfallen hier weitgehend. Auch wenn Tradegate oft als „außerbörslicher Handelsplatz“ geführt wird, ist es seit 2009 eine reguläre Börse.

Die Umsätze sind dort im Regelfall etwas geringer als bei Xetra, was aber nur bei selten gehandelten Aktien ein Nachteil ist. Die meisten Broker zeigen den Umsatz und den aktuellen Kurs an, sodass man vor der Entscheidung einen guten Eindruck von den größeren Börsen bekommt.

 

gettex – günstige Börse für den Live Handel

Die Handelsplattform ist ein Angebot der Bayerischen Börse AG und wirbt vor allem mit niedrigen Kosten um Aufträge.

Die Händler der Plattform zahlen keine Börsenentgelte, Ordergebühren oder Makler-Courtagen. Hinzu kommen lange Handelszeiten von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr. Bei gettex stehen rund 20.000 Werte (Aktien, Anleihen, Fonds und ETPs) und rund 220.000 Zertifikate für Anlagen zur Verfügung. Anleger*innen profitieren von schneller Ausführung beziehungsweise dem Live (real time) Handel mit der Baader Bank, dem führenden Market Maker in Deutschland.

 

Xetra und Frankfurter Börse

Nach wie vor ist Frankfurt der größte Börsenplatz Deutschlands, wobei der Großteil des Handels mittlerweile über den zur Frankfurter Wertpapierbörse gehörenden Handelsplatz Xetra abgewickelt wird. Dessen Marktanteil am gesamten Aktienhandel liegt bei rund 90 Prozent.

Allerdings liegen die Gebühren hier deutlich höher als bei der Tradegate Exchange.

 

Börse Berlin

Die Börse Berlin hat sich seit Jahren auf Aktien aus dem Ausland spezialisiert. Deshalb finden Aktionär*innen hier nicht nur die Standardwerte, sondern auch Wertpapiere von kleineren und mittleren Unternehmen, also Small und Mid Caps.

Derzeit bietet der Handelsplatz der Hauptstadt rund 10.000 Auslandswerte aus 120 Ländern. Dabei sind die Ordergebühren zwar teurer als bei einem Kauf über Xetra, allerdings günstiger als beim Kauf der jeweiligen Handelsplätze. Es empfiehlt sich dennoch, die Kurse mit denen der Heimatbörse zu vergleichen und zur Sicherheit eine limitierte Order aufzugeben.

 

Ausländische Börsen

Vor allem bei wenig gehandelten Papieren kann aber auch der Kauf an einem ausländischen Handelsplatz sinnvoll sein. Einige Aktien kleiner Unternehmen werden auch nur an ihrer Heimatbörse gehandelt. Allerdings müssen sich Anleger gut überlegen, ob sie diese Papiere wirklich kaufen wollen. Dafür benötigt man gute Kenntnisse des jeweiligen Marktes.

Beliebt ist vor allem der Handel über Pink Sheets. Dabei handelt es sich um einen außerbörslichen Handelsplatz der Pink Sheets LLC für nahezu wertlose Aktien, sogenannte Pennystocks. Diese Geschäfte sind sehr riskant, bieten aber auch große Gewinnmöglichkeiten. Wir raten Einsteiger*innen von diesen Aktien ausdrücklich ab.

Teilweise kann der Kauf an einer Auslandsbörse aber auch bei mittelgroßen Unternehmen sinnvoll sein, wenn die Kurse dort deutlich günstiger sind.

Ein Sonderfall sind aktuell Schweizer Aktien. Sie dürfen zurzeit nicht in der Europäischen Union gehandelt werden. Allerdings lassen sich an deutschen Börsen teilweise ADRs auf große Aktien wie Nestlé kaufen.

 

Tipp 3: Auslandsaktien während der Öffnungszeit der Heimatbörse handeln

Aufgrund der höheren Liquidität empfiehlt es sich immer, Auslandswerte möglichst dann zu handeln, wenn ihre Heimatbörse geöffnet hat. Die Liquidität ist dann deutlich höher, was wiederum zu engeren Spreads führt.

 

Tipp 4: Wechselkurs beachten

Auslandsaktien sorgen nicht nur für eine breitere Risikostreuung: Wenn Sie Aktien in einer Fremdwährung kaufen, bietet sich Ihnen auch eine Chance auf Währungsgewinne. Wertet etwa der US-Dollar gegenüber dem Euro auf, steigt damit auch der Wert eines Aktienpaketes in US-Dollar, auch wenn sich die Kurse nicht verändert haben.


Gleichzeitig entsteht damit aber auch ein Wechselkursrisiko. Sinkt der US-Dollar, sinkt der Wert des Guthaben in US-Dollar.

Das betrifft Aktionär*innen meist weniger als Anleihenbesitzer*innen. Denn viele große Unternehmen sind international tätig, sie erzielen einen Teil ihrer Gewinne auch in anderen Währungen wie zum Beispiel dem Euro.

Unternehmen in Ländern mit höherer Inflation steigern außerdem ihre (nominalen) Gewinne oft besonders stark, das gleicht den Währungsverlust aus. Die türkische Lira hat beispielsweise in den vergangenen 15 Jahren fast drei Viertel ihres Wertes gegenüber dem Euro verloren.

Dafür stiegen türkische Aktien (in Landeswährung gerechnet) deutlich stärker als deutsche. Umgekehrt führen Währungsgewinne – wie sie Käufer*innen von Schweizer Aktien bei der Franken-Aufwertung 2018 erlebt haben – dazu, dass die Unternehmen dort international weniger konkurrenzfähig werden. Denn oft produzieren sie nach wie vor einen großen Teil ihrer Produkte im Heimatland; und das wird durch die Währungsaufwertung teurer.

Der Währungseffekt ist deshalb bei Weitem nicht so groß wie bei Festgeldern oder Anleihen, sollte Anleger*innen aber bewusst sein.

 

Tipp 5: Über Fonds und ETFs nachdenken

Einzelaktien oder Fonds?

Die Vorteile von Fonds, also auch von ETFS, liegen bei den Auslandsaktien. ETFs können Sie an der Börse (und nicht nur über die Fondsgesellschaft) kaufen und verkaufen. Hier müssen Anleger*innen keine Kenntnisse der jeweiligen Märkte mitbringen. Außerdem hat ein Fonds, egal ob in der klassischen Variante oder als ETF ausgestaltet, einige Steuervorteile.

 

Fonds und ETFs steuerlich bequemer

Bei Fonds werden die zu viel gezahlten Quellensteuern üblicherweise von der Fondsgesellschaft zurückgefordert. Die übrigen Beträge, meist 15 Prozent, können seit der Investmentsteuerreform jedoch nicht mehr auf die Abgeltungssteuer angerechnet werden. Außerdem müssen die Fonds 15 Prozent Steuern auf deutsche Dividenden und Mieteinkünfte zahlen.

Im Gegenzug erhalten Anleger*innen eine pauschale Steuerfreistellung. Liegt der Aktienanteil über 50 Prozent, werden 30 Prozent der Erträge von der Steuer befreit. Wenn Sie also 100 Euro ausgeschüttet bekommen, zahlen Sie nur auf 70 Euro Steuern. Bei Mischfonds mit höchstens 50 Prozent und mehr als 25 Prozent Aktienanteil sinkt die Freistellung auf 15 Prozent, darunter entfällt sie ganz.

Aufpassen müssen Anleger*innen bei Sonderfällen wie synthetisch replizierenden ETFs. Diese bauen die Wertentwicklung über sogenannte SWAPs nach, also über Finanzderivate. Im Einzelfall kann das Aktienvermögen dadurch unter die 50 Prozent-Grenze fallen. Das ist allerdings die Ausnahme, überwiegend investieren auch sie mehr als 50 Prozent der Finanzanlagen in Aktien, allerdings nicht unbedingt in die Aktien des abgebildeten Index. Die Gewinne dieses Portfolios werden dann mit einem Partner gegen die des Index getauscht (engl. swap = Tausch).

Diese Regelung gilt für Erträge aus deutschen und aus ausländischen Investmentfonds gleichermaßen.

 

Tipp 6: Auslandsaktien richtig versteuern

Aus Sicht des deutschen Finanzamtes spielt es keine Rolle, ob ein Kapitalertrag in Deutschland oder im Ausland erwirtschaftet wurde: 25 Prozent Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer werden in jedem Fall einbehalten. Bei ausländischen Papieren kann die Steuerbelastung allerdings höher liegen, da noch eine zusätzliche Quellensteuer fällig werden kann.

 

Quellensteuer auf ausländische Dividenden

Viele Länder erheben auf Dividenden eine Steuer, auch wenn die Aktionäre im Ausland wohnen. Weil sie im Herkunftsland, sozusagen an der Quelle, erhoben wird, wird sie auch als Quellensteuer bezeichnet. Sie beträgt in der Schweiz 35 Prozent und in den USA 30 Prozent.

Steuern auf Auslandsaktien können auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet werden, allerdings maximal 15 Prozent der Zahlung – und natürlich nicht mehr als die eigentliche Zahlung. Wenn 35 Prozent Schweizer Quellensteuer gezahlt wurden, reduziert sich die deutsche Kapitalertragssteuer also nur um 15 Prozentpunkte.

 

Doppelbesteuerungsabkommen

Mit mehr als 80 Ländern hat Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Darin ist festgelegt, wie hoch die Quellensteuer für in Deutschland steuerpflichtige Personen maximal sein darf. Üblicherweise liegt der Wert bei maximal 15 Prozent. Allerdings reduziert sich der Steuerabzug oft nicht automatisch, sondern Anleger*innen müssen den über 15 Prozent hinaus gehenden Betrag in dem Staat zurückfordern, in dem die Steuer einhalten wurde.

Viele Broker bieten an, diesen Service zu übernehmen. Allerdings ist das oft kostenpflichtig, Smartbroker berechnet beispielsweise 10 Euro je Forderung. Wer sich selbst um die Rückforderung kümmern will, findet beim Bundeszentralamt für Steuern die entsprechenden Formulare.

Liegt die Quellensteuer bei maximal 15 Prozent, muss meistens kein Geld zurückgefordert werden. Für türkische Aktien werden beispielsweise 15 Prozent der Dividende als Quellensteuer einbehalten. Die lassen sich voll auf die deutsche Abgeltungssteuer anrechnen.

 

Quellensteuer in den wichtigsten Ländern

Die Regelungen für die Steuererstattung sind von Staat zu Staat verschieden. Nur wenige wichtige Wirtschaftsstandorte wie Großbritannien, Brasilien, Hongkong oder Singapur verzichten ganz auf eine Quellensteuer.

LandQuellensteuer in %maximale Quellensteuer nach DBAMaximale Zusatzbelastung nach DBA
Argentinien7-2020-
Australien0-301515
Belgien5-301515
Brasilienkeine--
China, Volksrepublik (ohne Hongkong und Macau)0-201010
China, Republik (Taiwan)211011
Dänemark15-271512
Finnland301515
Frankreich12,812,8-
Hongkong0--
Indien0-1010-
Irland0--
Italien261511
Japan15-20155
Kanada251510
Kroatien1212-
Liechtenstein00-
Luxemburg0-1515-
Malta00-
Niederlande1515-
Portugal0-281513
Russland1515-
Schweden301515
Schweiz351520
Serbien15015
Singapur0--
Spanien19154
Südafrika0-20155
Tschechische Republik1515-
Türkei1515-
Ungarn1515-
Vereinigtes Königreich0--
Vereinigte Staaten von Amerika 0-301515
Zypern0--
Stand 1.1.2019 Quelle Bundeszentralamt für Steuern

Quellensteuer im Überblick (Quelle: Bundeszentralamt für Steuern)

Die Tabelle beschreibt jeweils den häufigsten Fall. Weil es oft Sonderregeln gibt, gehen wir auf einige Länder besonders ein.

 

Quellensteuer in den USA

Die Quellensteuer beträgt in den USA 30 Prozent. 15 Prozent können auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet werden. Die anderen 15 Prozent können auf zwei Wegen erstattet werden:

  • Anleger*innen reichen eine US-Steuererklärung ein.
  • Depotbanken können von den amerikanischen Steuerbehörden mit dem Status eines Qualified Intermediary ausgezeichnet sein. Ist dies der Fall, wird nur der ermäßigte Satz von 15 Prozent einbehalten, der voll auf die Abgeltungssteuer angerechnet wird. Einen solchen Status haben viele Broker, beispielsweise Smarttrader oder der DKB Broker. Anders als bei der vom Kunden angeforderten Quellensteuererstattung ist diese meistens kostenlos und Anleger*innen können bei US-Aktien Steuern sparen.

Somit haben US-Aktien den großen Vorteil, dass für viele Anleger*innen keine Quellensteuer anfällt, ohne dass sie selbst eine Befreiung beantragen oder Gebühren bezahlen müssen.

 

Großbritannien ohne Quellensteuer

Großbritannien besteuert seit 1973 keine Dividendenzahlungen für ausländische Aktionär*innen mehr.

 

China: keine Quellensteuer in Hongkong

Die Quellensteuer für chinesische Aktien beträgt 20 Prozent. Laut Doppelbesteuerungsabkommen reduziert sie sich aber für deutsche Steuerpflichtige auf 10 Prozent. Diese können voll auf die Abgeltungssteuer angerechnet werden. Leider reduziert sich die Anrechenbarkeit auch dann, wenn die Quellensteuer nicht zurückerstattet wird.

Die Regelung gilt aber nicht für die chinesischen Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao, die keine Quellensteuer erheben.

Das offiziell als Republik China bezeichnete Taiwan behält 21 Prozent Quellensteuer ein. Auch hier ist die Höhe laut Doppelbesteuerungsabkommen auf 10 Prozent begrenzt, die voll angerechnet werden können.

 

Spanien: Steuer voll anrechenbar

Die Quellensteuer in Spanien beträgt 19 Prozent. Durch das Doppelbesteuerungsabkommen reduziert sie sich auf 15 Prozent. Seit dem 01.01.2015 können Banken in Deutschland diese unbegrenzt auf die deutsche Abgeltungsteuer anrechnen lassen.

 

Norwegen: Komplizierte Lage

In Norwegen beträgt die übliche Quellensteuer 25 Prozent. Durch das Doppelbesteuerungsabkommen ist sie für Deutsche auf 15 Prozent begrenzt.

Allerdings geht Norwegen noch einen Schritt weiter und erlässt Bürger*innen aus Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR – im Wesentlichen sind das die Mitglieder der EU und der EFTA) die Steuer bei Dividendeneinnahmen gleich ganz. Das hat allerdings nicht nur Vorteile, denn weil Bürger*innen die Steuer vom norwegischen Finanzamt zurückfordern können, dürfen diese sie nicht auf die Kapitalertragsteuer anrechnen. Sie müssen sich also an die Finanzbehörde in Norwegen wenden.

Allerdings ist das Erstattungsverfahren vorbildlich. Ein formloser Brief an die Steuerbehörde für ausländische Steuerangelegenheiten genügt und kann sogar auf Deutsch eingereicht werden. Allerdings muss eine Ansässigkeitsbescheinigung des zuständigen Finanzamtes in Deutschland und eine Kopie der Dividendenabrechnung beigefügt werden.

 

Frankreich: Quellensteuer wurde reduziert

Frankreich erhebt eine Quellensteuer von 12,8 Prozent. Diese kann vollständig auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet werden. Vorbei die Zeiten, als die Steuer bei 21 Prozent lag und Anleger*innen die Differenz zu den laut Doppelbesteuerungsabkommen maximal zu entrichteten 15 Prozent mühsam zurückholen mussten. Seit der Änderung sind französische Aktien unter steuerlichen Aspekten endlich attraktiv.

 

Italien: Langsames Erstattungsverfahren

Die italienischen Finanzbehörden verlangen von jeder Dividendenzahlung 26 Prozent Quellensteuer. Die deutschen Depotbanken können davon 15 Prozent anrechnen, die übrigen 11 Prozent müssen Anleger*innen mit einer Frist von vier Jahren nach der Dividendenzahlung zurückfordern. Allerdings ist hier vor allem die Wartezeit ein großes Ärgernis. Bis zu zehn Jahre sind nicht unüblich.

 

Japan: kein Mehraufwand für deutsche Anleger*innen

Dividenden in Japan können sich auch für Deutsche lohnen. Das dortige Finanzamt behält 15 Prozent Quellensteuer ein, die direkt auf die Abgeltungsteuer angerechnet werden.

 

Schweiz: hohe Quellensteuer, aber schnelle Erstattung

Die Schweizer Finanzämter verlangen 35 Prozent Verrechnungssteuer. 15 Prozent davon können auf die Abgeltungsteuer angerechnet werden.

Laut Doppelbesteuerungsabkommen beträgt die Quellensteuer für in Deutschland steuerpflichtige Aktionär*innen allerdings nur 15 Prozent, die übrigen 20 Prozent können deshalb mit einem Formular vom Schweizer Fiskus zurückverlangt werden. Dazu müssen Anleger*innen beim Broker einen Steuerbeleg anfordern, einen sogenannten Tax Voucher. Allerdings darf der Broker dafür Gebühren verlangen.

Die Schweizer gelten dabei als außergewöhnlich schnell und zahlen zu viel gezahlte Steuern innerhalb weniger Wochen.

Fonds mit Auslandsaktien ersparen Steuerärger

Wer zu viel gezahlte Steuern nicht mühsam im Ausland zurückfordern will, sollte sich überlegen, ob die etwas höheren Kosten eines Fonds die Arbeit wert sind. Denn dann kümmert sich meistens die Fondsgesellschaft um die Rückforderung der Steuern. Außerdem sind Erträge aus Fonds seit 2018 teilweise von der Kapitalertragsteuer freigestellt.

Wichtig ist aber, dass der Fonds gut wirtschaftet und Erträge erzielt (genauer Informationen zum Thema Steuern bei Fonds haben wir in Tipp 4 zusammengestellt).

 

Kapitalertragsteuern auf ausländische Aktien richtig in der Steuererklärung aufnehmen

Wie bereits erwähnt, müssen ausländische Kapitalerträge in Deutschland versteuert werden. Die Steuerlast kann aber um 15 Prozentpunkte reduziert werden, wenn ausländische Quellensteuern gezahlt wurden.

Anlage AUS bei Steuererklärung

In der Steuererklärung müssen die Kapitalertragsteuern auf ausländische Aktien in der Anlage AUS angegeben werden.

Der wichtigste Unterschied zu Einkünften aus deutschen Unternehmen ist, dass die Erträge zusätzlich in die Anlage AUS eingetragen werden. Sie werden also zunächst ganz normal in der Anlage KAP als Kapitalertrag erfasst und dann zusätzlich in der Anlage AUS.

Oft wurde die Quellensteuer schon direkt vom Broker auf die Abgeltungssteuer angerechnet.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zur Besteuerung von Aktien.

Zusammengefasst:

  • Ein Teil der ausländischen Quellensteuer wird auf die Abgeltungssteuer angerechnet.
  • Es handelt sich hierbei maximal um 15 Prozent der Dividende, bei Zinsen für Anleihen oder andere Zahlungen sogar nur 10 Prozent.
  • Das Finanzamt schlägt dann den Differenzbetrag bis zu 25 Prozent Abgeltungssteuer auf.
  • Liegt die Besteuerung über 15 Prozent, ist der Anteil, der darüber hinaus geht, unter Umständen erstattungsfähig, aber nicht mehr anrechenbar. Aktionär*innen müssen sich die Quellensteuer also selbst aus dem Ausland zurückholen.
  • Der Erstattungsantrag muss an die Steuerbehörde des Landes gestellt werden, in dem das Unternehmen seinen Hauptsitz hat.

 

Auslandsaktien kaufen? Die SWOT-Analyse

Stärken: Streuung ist wichtig

Je breiter ein Depot gestreut ist, desto geringer das Risiko, dass Probleme in einem Land das ganze Vermögen in Gefahr bringen. Zwar sind die weltweiten Finanzmärkte heute in hohem Maße vernetzt und Probleme in einem Land ziehen meistens Schwierigkeiten in anderen nach sich, doch darüber hinaus gibt es auch heute noch länderspezifische Probleme. Eine weltweite Streuung sorgt dafür, dass schlechte Entwicklungen in einem anderen Land teilweise ausgeglichen werden.

 

Schwächen: Auswahl eingeschränkt und Quellensteuer

Wer in ausländische Aktien investieren will, dem bleibt meistens vor allem die Investition in Großunternehmen. Kleinere Aktien sind hierzulande oft unbekannt, was die Aktienauswahl schwierig macht. Doch selbst wenn Sie eine aussichtsreiche Aktie eines kleinen oder mittleren Unternehmens finden, werden diese oft nicht an einer deutschen Börse gehandelt. Ein Kauf und späterer Verkauf im Heimatmarkt kann teuer werden.

Ein weiterer Nachteil sind die Quellensteuern. Durch sie kann die Steuerbelastung deutlich höher liegen als bei einem deutschen Wertpapier. Doppelbesteuerungsabkommen sollen das zwar verhindern, doch das Zurückfordern zu viel gezahlter Beiträge ist oft so aufwändig, dass es sich für Privatanleger*innen nicht lohnt.

 

Chancen: ausländische Werte werden stärker wachsen

Nikkei 225, Dow Jones, NASDAQ100, FTSE China A50, sie alle haben sich in den vergangenen fünf Jahren deutlich besser entwickelt als der DAX-Kursindex. Gelitten hat der deutsche Index nicht zuletzt unter der schwachen Entwicklung der Autoaktien, die ein großes Gewicht im DAX haben. Es fehlen dagegen dynamisch wachsende Technologieaktien wie Amazon oder Tencent. Die findet man aktuell vor allem in China und den USA.

Deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass Deutschland auch in den vergangenen Jahren vom Ausland abgehängt wird. Hierzulande gibt es wenig Wachstumsphantasie, was zum großen Teil auch für andere EU-Staaten gilt. Das Potential ist weitgehend ausgeschöpft und im Gegensatz zu den USA oder Großbritannien ist Deutschland auch kein Magnet für Fachkräfte aus der ganzen Welt. Sensationelles Wachstum darf man hier nicht erwarten, in einigen ausländischen Märkten hingegen schon.

 

Risiken: andere Gesetze und Regeln

Unsere Welt ist hochgradig vernetzt und wirtschaftlich offen. Problemlos lassen sich Aktien aus den USA kaufen, teilweise sogar aus China. Aber das kann sich jederzeit ändern. Denkbar ist, dass nationalistische Fraktionen die Oberhand gewinnen und ausländische Anleger*innen schröpfen. Dann könnten beispielsweise Sondersteuern fällig oder der Handel eingeschränkt werden.

 

SWOT-Fazit: Auslandsaktien bieten viele Vorteile

Auslandsaktien gehören in jedes Depot. Sie bieten häufig besonders interessante Renditechancen. In vielen Ländern herrscht eine ausgeprägtere Dividendenkultur als in Deutschland, sodass sich vor allem bei den Gewinnausschüttungen interessante Möglichkeiten ergeben. Auch ähnlich dynamische Unternehmen wie Amazon oder Tencent finden Aktionärinnen und Aktionäre in Deutschland kaum.

Vor allem spricht aber die Streuung für Auslandsaktien. Niemand kann eine Garantie geben, dass die USA nicht an ihren inneren Spannungen zerbrechen, die Volksrepublik China nicht einen Krieg mit der Republik China auf Taiwan beginnt oder Japan von der Überschuldung gelähmt wird. Aber auch Deutschland steht vor großen Herausforderungen wie beispielsweise hohen Produktionskosten und dem Verlust des technologischen Vorsprungs der Automobilindustrie.

Wer sein Vermögen streut, reduziert damit die Gefahr eines Vermögensverlustes deutlich. Verluste in Deutschland können dann durch Gewinne in China ausgeglichen werden oder umgekehrt.

 

Alternativen zu Auslandsaktien

Nicht für jede*n sind Auslandsaktien das richtige Instrument. Auf ETFs und Fonds als Alternative haben wir bereits hingewiesen. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten.

 

Automatisierte Vermögensverwaltung

Alternativ können Kund*innen einen Teil ihres Geldes auch einer automatisierten Vermögensverwaltung anvertrauen, einem Robo Advisor. Diese investieren praktisch immer auch im Ausland. So kann man eine hohe Streuung erreichen.

Top 5 Robo Advisor

1
Servicegebühr
0,80%
Fondskosten
0,15%
Sparplan
Ab 25€
Mindesteinlage
Ab 1.000€
Anlagestrategien
5
Testberichtzu Oskar
2
quirion-logo-184x44
Servicegebühr
0,00%
Fondskosten
0,22%
Sparplan
Ab 30€
Mindesteinlage
Ab 5.000€
Anlagestrategien
10
Testberichtzu Quirion
3
Weltsparen-logo-184x44
Servicegebühr
0,33%
Fondskosten
0,16%
Sparplan
Ab 50€
Mindesteinlage
Ab 500€
Anlagestrategien
4
Testberichtzu Weltsparen
4
Growney-logo-184x44
Servicegebühr
0,69%
Fondskosten
0,27%
Sparplan
Ab 1€
Mindesteinlage
Ab 0€
Anlagestrategien
5
Testberichtzu Growney
5
Servicegebühr
0,70%
Fondskosten
0,25%
Sparplan
Ab 50€
Mindesteinlage
Ab 2.500€
Anlagestrategien
5
Testberichtzu Fintego
Sie riskieren Ihr Kapital

Eine automatisierte Vermögensverwaltung oder ein ETF-Depot sind sinnvoll, aber mitunter auch langweilig. Wer sich für den Aktienhandel nicht interessiert, wird das vielleicht sogar gut finden. Er oder sie zahlt einfach regelmäßig Geld ein, beispielsweise über einen ETF-Sparplan, und nach zehn Jahren wird das Vermögen mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich gewachsen sein.

Robo-Advisor wie OSKAR oder quirion bieten schon für niedrige Beträge eine teilautomatisierte Vermögensverwaltung. Wer gleichzeitig auch noch selbst Aktien kaufen will, findet beide Möglichkeiten bei der comdirect bank, wo Kund*innen neben einem klassischen Wertpapierdepot auch das automatisiert verwaltete cominvest Depot zur Verfügung steht. Dort kann ein anderer Teil des Geldes gezielt in Aktien investiert werden, denen man großes Potential zutraut – oder in Wachstumsmärkte wie Biotechnologie oder Wasserstoff.

 

CFD-Konto für Trader meist die erste Wahl beim Day-Trading

Einziger Nachteil dieser durchaus vernünftigen Strategie ist, dass die Freude am Wertpapierhandel zu kurz kommt.

Wer „zocken“ möchte, der sollte die Spekulation klar von der Investition trennen. Das geht sehr einfach mit einem Konto bei einem CFD-Broker.

Die Vorteile sind:

  • Trennung von Spekulation und Investition
  • niedrige Kosten auch bei geringen Beträgen
  • Handeln mit einem Hebel
  • Spekulieren auch auf fallende Kurse

Eines gleich vorweg: Die meisten CFD-Konten machen Verluste, bei guten Brokern sind es oft 75 Prozent, bei einigen anderen noch mehr. Deshalb ist es sinnvoll, CFDs nicht bei einem regulären Aktienbroker zu handeln, obwohl flatex oder die Consorsbank diese Möglichkeit bieten.

Dann aber ist die Versuchung zu groß, Verluste beim Spekulieren mit Mitteln für die langfristige Geldanlage zu „stopfen“. Oder, wenn es gerade gut läuft, die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen und Geld zu riskant anzulegen.

Besser ist ein eigenes CFD-Konto bei einem spezialisierten Anbieter.

eToro Trade und Invest - Auslandsaktien

Statt direkt in ausländische Aktien zu investieren, können Trader auch CFDs auf Auslandsaktien kaufen. Das ist aber nur sinnvoll, wenn die Papiere überwiegend am selben Tag ge- und wieder verkauft werden. (Bild: eToro)

Dafür lässt sich dort mit wenig Geld traden. Wer 10.000 Euro anlegt, sollte maximal 500 Euro für Finanzwetten aufwenden. Damit lässt sich aber bei vielen Brokern nur eine einzige Position eröffnen. Anders sieht es bei CFDs aus.

 

Weitere Vorteile von CFDs:

Aus zwei Gründen können Trader mit 500 Euro beim Handel mit CFDs schon einiges bewegen. Zum einen sind die Kosten niedrig. Die Aktie wird nicht direkt gekauft, sondern nur ein Derivat darauf. Dieser Basiswert kann neben einer Aktie auch ein Rohstoff, eine Währung oder ein Index sein. Dieses Vorgehen spart Kosten, deshalb fallen meistens keine Ordergebühren an. Der Broker finanziert sich nur aus der kleinen Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskursen („Spread“).

Außerdem muss immer nur ein Teil des investierten Betrags wirklich hinterlegt werden („Margin“). Der renommierte Broker eToro verlangt für Aktien beispielsweise eine Hinterlegung von 20 Prozent des Wertes einer Position, bei den großen Indizes wie dem Dow Jones oder dem Hang Seng sogar nur 5 Prozent. Das bedeutet, dass sich mit 500 Euro beim Kauf von CFDs auf Indizes Auslandsaktien im Wert von 10.000 Euro handeln lassen. Mehr als die Einlage können Privatanleger*innen trotzdem nicht verlieren, denn das verbietet die Europäische Union. Nur für professionelle Trader gibt es noch eine sogenannte „Nachschusspflicht“.

Größter Nachteil ist die Tatsache, dass eine Gebühr berechnet wird, wenn ein CFD nicht am selben Tag ge- und wieder verkauft wird. Die Instrumente eignen sich daher nur für Day-Trader.

 

Broker eToro

Ein beliebter und guter Broker für CFDs ist eToro. Bekannt ist er vor allem für das Social Trading. Das bedeutet, dass Trader ihre aktuellen Einschätzungen posten, einzelne Basiswerte kommentieren oder gar die Aktionen anderer verfolgen und kopieren können. Natürlich müssen sich Trader nicht kopieren lassen. Viele tun das allerdings gerne, zumal sie Geld erhalten, wenn viele andere Marktteilnehmer*innen ihnen folgen. Bei eToro lassen sich auch Aktien kaufen und verkaufen, dann allerdings ohne Hebel.

  • Schneller Handel von Aktien und ETFs
  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten
  • Mindesteinzahlung 200 EUR, die Ein- und Auszahlung ist mit allen gängigen Methoden möglich, sogar mit PayPal und Kreditkarte

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. 68% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

 

Welches Depot für ausländische Aktien?

Die Aktien großer ausländischer Unternehmen wie Amazon oder General Motors lassen sich auch in Deutschland kaufen. Neobroker bieten hier die günstigsten Konditionen. Wer dagegen direkt im Ausland handeln will, sollte einen Broker wie LYNX wählen, der auch im Ausland niedrigere Gebühren berechnet.

 

Fragen und Antworten zu Auslandsaktien

Was muss ich bei ausländischen Aktien beachten? 

Neben lokalen politischen und wirtschaftlichen Besonderheiten sollten Sie die Quellensteuer beachten. Das sind Steuern, die im jeweiligen Heimatland direkt von den Dividenden und anderen Erträgen abgezogen werden. 

Welches Depot ist für ausländische Aktien das beste?

Viele Auslandsaktien lassen sich über deutsche Handelsplätze wie Xetra kaufen und verkaufen. Smartbroker ist hier z.B. eine gute Anlaufstelle. Allerdings bieten einige Discount-Broker nur den Handel über einen Handelsplatz, weshalb sie nicht unbedingt die erste Wahl sind. 

Wie werden ausländische Aktiengewinne versteuert? 

Gewinne mit Auslandsaktien unterliegen der Steuer. Sie werden vom deutschen Finanzamt wie inländische Gewinne besteuert. Allerdings können zusätzlich noch Quellensteuern durch ausländische Finanzbehörden anfallen. Diese können auf die deutsche Steuer angerechnet werden, maximal aber 15 Prozentpunkte.

Sind die Kosten für ausländische Aktien höher? 

Werden ausländische Aktien über Xetra oder einen anderen deutschen Börsenplatz gehandelt, liegen die Orderkosten nicht höher als in Deutschland. Abgerechnet werden Trades wie eine Inlandsorder. Der Kauf über eine Auslandsbörse kann aber teurer sein. Allerdings gibt es Anbieter wie LYNX mit sehr niedrigen Orderkosten im Ausland

Wie kauft man ausländische Aktien? 

An einfachsten ist der Kauf eines ETFs mit Auslandsaktien. Aber natürlich lassen sich über praktisch jeden Broker auch Einzelaktien kaufen. 

 

Fazit

Auslandsaktien gehören in jedes Depot, denn sie dienen der Risikostreuung. Allerdings dürfen Anleger*innen dabei die Quellensteuer nicht aus dem Auge verlieren. Zwar gibt es mit vielen Ländern Doppelbesteuerungsabkommen, aber das Zurückfordern ist oft schwierig. Bei US-Aktien ist es vorteilhaft, wenn der Broker einen Vertrag mit der US-Steuerbehörde geschlossen hat.

Die meisten Auslandsaktien können Sie in Deutschland handeln. Wegen der höheren Umsätze sollten Sie das aber tun, wenn die Börse im Heimatland geöffnet hat. Wenn Sie direkt im Ausland handeln wollen, müssen Sie einen Broker mit günstigen Gebühren für Auslandsbörsen wählen.

Quellenangabe:

Leseempfehlung: alles zum Thema Kosten beim Aktienkauf.

 

Paul ist Autor von Aktien.net und schreibt seit 2016 für das Portal. Im August 2006 - Januar 2009 hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Versicherung absolviert. Hier war er unter anderem im Investmentbanking bei der Dresdner Bank (damals noch Teil der Allianz, heute Commerzbank) eingesetzt. Paul interessiert sich insbesondere für Aktienindizes, ETFs, Fonds, Rohstoffe und Anleihen.

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