LYNX Erfahrungen – Test und Bewertung

LYNX-Broker ist ein Ableger des bekannten US-Brokers Interactive Brokers. Das Angebot ist reizvoll und besticht durch Umfang, Vielfalt und Günstigkeit. Doch der Broker weist dabei einige Besonderheiten auf, die jeder Interessent kennen sollte.

Welche Basiswerte, Finanzprodukte und Handelsplätze bietet der Online-Broker?

LYNX bietet für Privatanleger eine sehr gute und umfangreiche Auswahl, die wenig weitere Wünsche offen lassen wird. Die angebotenen Finanzprodukte des Online-Brokers sind derzeit:

  • Aktien
  • ETFs
  • Investmentfonds
  • Optionen
  • Zertifikate
  • Futures
  • Strukturierte Produkte
  • Optionsscheine
  • CFDs
  • Forex
  • Rohstoffhandel (physisch)
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Das Unternehmen bietet innerhalb der einzelnen Assetklassen ebenfalls eine umfangreiche Auswahl. Im Rahmen des Aktienhandels bietet LYNX den Direktzugang zu mehr als 100 Börsen in über 20 Ländern. Aktien lassen sich zudem mit mehr als 50 Odertypen und -zusätze handeln. Im Bereich CFD stehen mehr als 3.500 Instrumente zur Verfügung und ETFs lassen sich an mehr als 30 Börsen kaufen und verkaufen. Zudem stehen allein im Bereich des Währungshandels 80 unterschiedliche Währungspaare bereit, die sich aus 11 Währungen zusammensetzen.

LYNX bietet also ein sehr umfassendes Angebot, das auch die meisten Profis zufriedenstellen wird.

So präsentiert sich LYNX auf seiner Webseite

So präsentiert sich LYNX auf seiner Webseite

Welche Konditionen herrschen bei LYNX?

LYNX konnte sich in den letzten Jahren den Ruf als sehr günstigen Anbieter erarbeiten. An zahlreichen Börsen wie Xetra, Frankfurt, Stuttgart und Tradegate, aber auch in den meisten anderen EU-Ländern müssen Trader lediglich mit 0,14 Prozent Provision rechnen. Dabei beträgt das Minimum in der Regel 5,80 Euro. Nur in Stuttgart sind es 10 Euro.

Manche Börsen, wie in Großbritannien, Norwegen oder Schweden sind mit 10 % sogar noch günstiger, nur die Schweiz, Australien, Hong Kong, Singapur und Japan kosten mit 0,15 % deutlich mehr. Am teuersten ist die Börse in Shanghai mit 0,2 Prozent.

Im Gegenzug beschränkt LYNX die Orderkosten üblicherweise nicht oder setzt die obere Grenze mit 99 Euro auf einem sehr hohen Niveau fest. An der US-Börse kostet jeder Trade mindestens fünf Euro. Trader zahlen einen US-Cent beziehungsweise die Hälfte, wenn sie mindestens 2001 Aktien ordern.

Weitere Kosten bei LYNX:

  • Aktien CFD: ab 0,1 Prozent (mindestens 5,80 Euro)
  • Index-CFD: ab 0,01 Prozent (mindestens 3 Euro)
  • Alle elf Währungen: 0,4 Pip x Ordervolumen, unterschiedliche Minima
  • Optionen, Futures und Future-Optionen: 2 Euro je Kontrakt
  • Optionsscheine und Zertifikate: 0,2 % Provision, mindestens 8 Euro

Die meisten Dienstleistungen, die mit dem Aktienhandel verknüpft sind und nicht über das Übliche hinausgehen, sind bei LYNX kostenfrei. Hierunter fallen beispielsweise Depoteröffnung, Depotauszüge und die Depotführung. Auch der Depotübertrag und die Nutzung der Handelsplattform sind ohne Mehrkosten verfügbar. Zudem können Anleger kostenfrei auch per Telefon Order aufgeben.

Die LYNX Handelsplattform

Die LYNX Handelsplattform

Wie gut ist die Handelsplattform?

Die Handelsplattform von LYNX wurde mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der besten in der Branche. Sie bietet umfangreiche Analysemöglichkeiten und Funktionen. So können Anleger mehr als 50 Ordertypen und Orderzusätze auswählen und direkt aus dem Chart handeln, wenn sich durch die Analyse mithilfe von gut 80 technischen Indikatoren eine gute Einstiegsmöglichkeit ergibt. Auf Wunsch erhalten sie zudem Realtime-Push-Kurse und haben Einblick ist Orderbuch. Damit der Handel trotz der umfangreichen Auswahl übersichtlich bleibt, stehen für die einzelne Finanzprodukte jeweils eigene Trading-Tools zur Verfügung. Entsprechend umfangreich sind auch Daten und Statistiken, die Anleger abrufen können, um ihren Trading-Erfolg zu evaluieren und zu verbessern.

Allerdings bleiben derart viele Funktionen natürlich nicht ohne Nachteile: Durchschnittliche Anleger sind schnell überfordert von derart vielen Möglichkeiten. Allerdings bleibt diesen noch der kleinere Ableger der Handelsplattform unter dem Namen LYNX Basic. Diese Handelsplattform ist deutlich reduzierter und kommt somit Einsteigern wesentlich eher entgegen. Bemängelt wird allerdings, dass an manchen Börsen nur Aktien in der Heimatwährung erworben werden können und eine automatische Umrechnung nicht erfolgt. Stattdessen erhalten Kunden ein negatives Saldo in USD, das allerdings per Mausklick im Anschluss umgetauscht werden kann. Es ermöglicht also letztlich, selbst zu entscheiden, wann der Umtausch erfolgt.

Ist LYNX seriös? Wo ist der Broker lizenziert?

Die deutsche Webseite wird von der LYNX B.V. Germany Branch betrieben. Sie ist in Berlin lokalisiert. Letztlich stammt das Angebot allerdings von Interactive Brokers UK. Es handelt sich bei Interactive Brokers um einen der größten und bekanntesten Broker mit eigentlichem Hauptsitz in den USA, dessen Dienste unter einer Vielzahl anderer Marken vertrieben werden. Inzwischen verfügt das Unternehmen über mehr als fünf Milliarden US-Dollar Eigenkapital.

In Deutschland wird das Unternehmen als Zweigniederlassung geführt und darf demnach auf dem deutschen Markt Wertpapierdienstleistungen für deutsche Kunden leisten.

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Bei der Einlagensicherung greift allerdings keine deutsche Einlagensicherung. Stattdessen wird das Geld der Kunden auf unterschiedliche Arten geschützt:

  • IB hat mehr als 5 Milliarden Eigenkapital, das auf mehrere Banken und in Schatzanweisungen der USA aufgeteilt ist. Keine Bank hält mehr als 5 % des Gesamtkapitals.
  • Kundeneinlagen werden getrennt vom Unternehmenskapital auf gesonderten Konten verwahrt.
  • Das Geld der Kunden ist im Insolvenzfall bis zu einer Höhe von bis zu 30 Millionen US-Dollar pro Kunde bietet (SIPC und eine Police mit Lloyd’s)
  • Für Produkte, die nicht aus der USA stammen, können Kunden für ihre Einlagen den britischen FSCS wählen, über den bis zu 50.000 GBP pro Kunde abgedeckt sind. Kompensationsverfahren mit dem US SIPC können allerdings dazu führen, dass ein selbiges mit FSCS abgelehnt wird.
LYNX Depoteröffnung: das sind die Vorteile

LYNX Depoteröffnung: das sind die Vorteile

Bietet LYNX ein Demokonto oder Lernmaterial?

Ja, der Online-Broker bietet ein kostenfreies Demokonto mit virtuellem Guthaben. Kunden können so mit der Handelsplattform von LYNX Erfahrungen machen, ohne eine finanzielles Risiko einzugehen. Der Test-Account wird mit bis zu einer Million US-Dollar bestückt und ermöglicht das Trading von Aktien, Optionen, CFDs, ETFS, Forex und Futures. Trader können dabei mit PC, Smartphone und Tablet alle Plattformen ausprobieren und so auch feststellen, ob Mobile Trading für sie sinnvoll ist.

Auch in Bezug auf Lernmaterial hat LYNX einige Services zu bieten. So bietet das Unternehmen mehrere Webinare monatlich an und zeichnet diese zudem auch auf. Das ermöglicht es Kunden derzeit, auf mehr als 100 unterschiedliche Videos zuzugreifen, die aus Bereichen wie Derivate, Handelsplattform, Strategie & Taktik oder Analyse stammen. Dafür konnte der Online Broker mehr als ein Dutzend Börsenexperten gewinnen.

Darüber hinaus bietet das Unternehmen zahlreiche Analysen und Ausblicke, die es Tradern deutlich erleichtern sollen, erfolgreich zu handeln. Teils veröffentlicht LYNX dafür täglich Analysen, zudem bietet der Broker auch einen Newsletter für seine Kunden an.

Wie gut ist der Kundenservice?

LYNX legt viel Wert auf einen ausgezeichneten Support und bietet zu diesem Zwecke unter „Service Center“ verschiedene Hilfestellen, Anleitungen und Kontaktmöglichkeiten an. Kunden können die Antwort auf Fragen innerhalb kürzester Zeit selber finden, oder LYNX auf unterschiedlichen Wegen kontaktieren. Zur Auswahl stehen dabei Telefon, Live-Chat, Kontaktformular und E-Mail. Um technische Probleme schnell lösen zu können, bietet der Konzern Quick-Support an.

Die Hotline ist dabei kostenfrei aus Deutschland erreichbar und steht sowohl Interessenten als auch Bestandskunden zur Verfügung. Generell machen Kunden mit Support von LYNX positive Erfahrungen. Der Online Broker hat den Ruf, gut erreichbar zu sein, schnell zu reagieren und seine Kunden zuvorkommend und kulant zu behandeln. Vereinzelt beschweren sich Kunden allerdings über die Intransparenz bei den Informationen auf der Webseite, sodass hier im Einzelfall noch etwas nachgebessert werden könnte.

Über das Unternehmen

LYNX existiert inzwischen bereits seit 2006. Damals startete das Unternehmen in den Niederlanden. Inzwischen gehört es nach eigenen Angaben zu den führenden Anbietern in Europa. Wer genau hinter dem Broker steckt, erfordert allerdings durchaus Recherche. Der Broker gibt relativ wenig über sich preis. Grund dafür ist sicherlich, dass es sich letztlich um ein Angebot des US-amerikanischen Brokers Interactive Brokers handelt. Der Mutterkonzern besteht bereits seit 1993 und gilt als einer der größten und ersten Anbieter für elektronisches Brokerage. Zahlreiche andere Unternehmen und Tochtergesellschaften greifen auf die Dienste zurück.

Das LYNX Bildungsprogramm kann sich sehen lassen

Das LYNX Bildungsprogramm kann sich sehen lassen

Gibt es einen LYNX Bonus?

LYNX gewährt seinen Kunden einen Willkommensbonus in Höhe von derzeit 50 Euro. Allerdings ist dies derzeit nur dann der Fall, wenn der Neukunde von einem Bestandskunden geworben wird. Dieser wird dann allerdings ebenfalls mit 50 Euro belohnt. Um den Bonus für die Freundschaftswerbung bei LYNX zu erhalten, müssen Kunden einen Coupon auf der Webseite herunterladen und zusammen mit dem Depoteröffnungsantrag an LYNX senden. Die Prämie wird nur dann ausgezahlt, wenn der Geworbene innerhalb der ersten drei Kalendermonate nach seiner Eröffnung mindestens drei Transaktionen tätigt. Maximal können Kunden drei weitere Kunden anwerben.

Darüber hinaus gewährt LYNX keinen Bonus. Dementsprechend werden auch Depotwechsel zu LYNX oder Vieltrader nicht bevorzugt behandelt.

Fazit: Klare Empfehlung für LYNX

LYNX bietet ein gutes Angebot für Trader und Privatanleger. Der Online Broker besitzt zwei sehr sinnvolle Plattformen, die es ermöglichen, den Handel auf die eigenen Bedürfnisse und Kenntnisse anzupassen. Herausragend sind die guten Konditionen, bei denen LYNX im Vergleich mit den meisten anderen Brokern sehr günstig ist. Auch die Geschwindigkeit und der Funktionsumfang der Handelsplattform werden gelobt. Der WebTrader ermöglicht zudem auch Einsteigern, sich schnell zurechtzufinden.

Letztlich werden alle bei LYNX zufriedengestellt – sowohl Trader als auch Einsteiger und gelegentliche Aktienhändler finden bei dem Broker alles, was sie sich wünschen können zu günstigen Konditionen und mit dem passenden Service. Alles in allem kann LYNX deswegen eindeutig empfohlen werden. Ein Manko kann allerdings die fehlende BaFin-Lizenz sein. Schon alleine aufgrund des Brexits ist nicht klar, wie es hier weitergehen wird. Es bleibt zu hoffen, dass sich LYNX im Ernstfall eine seriöse und anspruchsvolle EU-Behörde zur Lizenzierung auswählt.

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