Aktiendepots für Anfänger/ Einsteiger

Wer gerade erst mit dem Aktienhandel beginnt, stellt besondere Anforderungen an einen Online Broker. Nicht alle Anbieter erfüllen dies gleichermaßen. Auch wenn die Hürden für Kleinanleger und Einsteiger durch das Online-Brokerage insgesamt deutlich kleiner geworden sind, gibt es Broker, die besser auf die Bedürfnisse von Anfängern beim Aktienhandel eingehen.

Worauf sollten Anfänger bei Aktiendepots achten?

Die meisten Anfänger starten mit einem vergleichsweise geringen Volumen. Kaum ein Einsteiger an der Börse handelt mit mehr als 10.000 Euro Kapital. Deswegen müssen sie verstärkt auf die Gebührenstruktur des Online Brokers achten. Sonst fressen die Transaktionskosten einen zu großen Teil des Kapitals auf. Gerade bei einer zu großen Mindestgebühr oder Depotführungskosten können die Gebühren schnell zu hoch werden. Es gibt jedoch auf dem Markt auch sehr günstige Angebote.

Außerdem sollte ein Aktiendepot für Anfänger immer auf den Risikotypen ausgelegt sein. Wer gerade erst mit dem Handel anfängt und noch keine großen Erfahrungen sammeln konnte, unterschätzt sehr schnell, wie groß das Risiko von Finanzderivaten ist. Deswegen ist es sinnvoll, dass der Broker zu Beginn nicht den vollen Zugriff auf alle Finanzprodukte ermöglicht, allerdings zählen hierzu beispielsweise auch Lombardkredite.

Aktiendepots für Anfänger

Bei der Consorsbank ist es möglich das eigene Depot zu beleihen

Viele Anleger sind zudem sehr zögerlich, was die ersten Investitionen angeht. Deswegen ist es häufig sinnvoll, wenn der Online Broker Marktanalysen oder zumindest aktuelle Nachrichten zur Verfügung stellt, um den Einsteiger zu bekräftigen und ihm eine Möglichkeit zu geben, sich weiter zu bilden. Zudem ist es sinnvoll, wenn gerade Anfänger ihr Geld auf dem Depot gut verzinsen können, damit Kaufentscheidungen in Ruhe und wohlüberlegt getroffen werden können.

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Welche Eigenschaften muss ein Broker für Einsteiger haben?

  1. Gute Lernmöglichkeiten

Viele Broker bieten zusätzlich zu ihrem herkömmlichen Angebot an Handelsmöglichkeiten auch verschiedene Produkte an, die sich zur Weiterbildung eignen. Besonders häufig ist dies bei sehr spezialisierten Brokern, die sehr riskante Finanzprodukte wie binäre Optionen oder CFDs anbieten. Sie bieten besonders häufig Video-Tutorials oder E-Books mit Informationen. Allerdings sind diese Handelsarten generell für Einsteiger eher ungeeignet und auch die Lernmaterialen bieten häufig nur einen ungefähren Überblick.

Viele Online Broker bieten allerdings auf Umwegen interessante Lernmöglichkeiten. Dies ist immer dann der Fall, wenn sie zusätzliche Informationen für ihre Kunden zur Verfügung stellen. Besonders interessant sind dabei Markt- oder sogar einzelne Wertpapieranalysen. Hier erfahren Anfänger, welche Daten und Informationen von Spezialisten als sinnvoll und interessant erachtet werden und wie die Aktiengesellschaften eingeschätzt werden. Dies kann dazu führen, dass gerade Einsteiger vor Fehlentscheidungen gewarnt werden. Außerdem können Anfänger, die sich regelmäßig mit solchen Beobachtungen beschäftigen, viel hinzulernen.

Noch wichtiger ist allerdings die Möglichkeit, ein Musterdepot anzulegen. Auf diese Weise können Einsteiger völlig risikofrei mit Aktien handeln. Sie müssen dabei kein Geld einsetzen, sondern erhalten in der Regel ein bestimmtes Kapital an Spielgeld. Sie können damit dann Wertpapiere ihrem Depot hinzufügen und die Entwicklung beachten oder sie wieder verkaufen. So lernen Anfänger die Börse wesentlich spielerischer kennen, als dies durch Analysen oder Lehrbücher der Fall ist.

  1. Gute Gebührenstruktur für geringe Ordervolumen

Die meisten Anfänger haben zu Beginn nur ein vergleichsweise geringes Depotvolumen zur Verfügung. Das bedeutet, dass auch die Trades natürlich nicht all zu umfangreich sind. Sind dann die Mindestgebühren des Brokers sehr hoch, wird es für den Aktionär schwer, die Transaktionskosten wieder hereinzuholen. Inzwischen gibt es jedoch viele Online Broker, die nur eine geringe Mindestsumme fordern, sodass sich auch Orders mit vergleichsweise kleinem Volumen lohnen können.

  1. Benutzerfreundlichkeit

Gerade Einsteiger im Aktienhandel stoßen bei einem Broker gleich auf verschiedene Herausforderungen:

  • Einsteiger müssen wissen, welche Wertpapiere sie warum kaufen möchten.
  • Sie müssen die Begrifflichkeiten verstehen.
  • Anfänger müssen wissen, welche Handelsmöglichkeiten sie wo finden.
  • Sie sollten verstehen, wo und wie sie ihre Order eingeben können.

Das bedeutet, dass gerade die ersten Trades sehr kompliziert wirken können. Ein guter Broker für Einsteiger achtet deswegen auf die folgenden Punkte:

  • Verständliches Menü mit leichter Navigation
  • Übersichtliche Handelsplattform
  • Hilfestellung bei Fachbegriffen
  • Gut und kostenfrei erreichbarer Support

Dies erleichtert es Anfängern wesentlich, sich schnell zurecht zu finden und unnötige Fehler zu vermeiden.

  1. Keine zu riskanten Finanzprodukte

Viele Einsteiger können das Risiko der verschiedenen Finanzprodukte und Assetklassen noch nicht einschätzen. Deswegen ist es von elementarer Wichtigkeit, dass sie keinen Zugriff auf riskantere Handelsmöglichkeiten erhalten, bevor sie nicht einiges hinzugelernt haben.

Üblicherweise fragen die Broker deswegen bei der Anmeldung des Depots auch Anfänger, welche Handelserfahrungen sie bereits sammeln konnten und schalten dann je nach der Einstufung von Erfahrung und Risikofreudigkeit bestimmte Handelsmöglichkeiten frei und andere nicht. Es ist jedoch sehr wichtig, dass ein Broker mit seinen Möglichkeiten gewissenhaft umgeht.

Viele Online Broker bieten auch unerfahrenen Kunden allerdings schnell eine „bessere“ Einstufung an und schalten dann auch riskantere Produkte frei. Nicht immer ist dies für den Kunden jedoch tatsächlich sinnvoll. Gerade Einsteiger müssen einige Zeit mit Aktien und anderen Wertpapieren gehandelt haben, um überhaupt genug Wissen erworben zu haben, um derartige Finanzinstrumente überhaupt sinnvoll nutzen zu können. Es handelt sich dabei vor allem um:

  • Optionen
  • Optionsscheine
  • Zertifikate
  • Futures
  • CFDs
  • Forex
  • Exotische Optionen

Vor allem bei Produkten die gehebelt sind, und bei Produkten, die über ein Knock-Out verfügen, können Anfänger davon ausgehen, dass sie noch nicht geeignet sind.

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  1. Angebot an Wertpapieren mit geringem Risiko

Vielen Anfängern steht für den Aktienhandel noch kein umfangreiches Kapital zur Verfügung. Deswegen investieren sie häufig nicht ausschließlich in Aktien, sondern nutzen auch anderer Assetklassen wie Fonds oder ETFs. Deswegen verfügt ein gutes Depot für Anfänger auch in dieser Hinsicht über ein umfangreiches und vor allem günstiges Angebot. Es wird so für den Kunden deutlich leichter, sein Kapital gewinnbringend zu verteilen. Außerdem arbeiten viele Einsteiger gerne mit Fonds, da sich dort Finanzexperten um die Geldanlage kümmern und sich viele Anfänger noch keinen umfangreichen Einstieg in den Aktienhandel zutrauen.

  1. Hohe Tagesgeldzinsen

Die meisten Einsteiger an der Börse legen ihr Geld eher vorsichtig an. Häufig steht ein bestimmtes Volumen zur Verfügung, das jedoch erst nach und nach in Wertpapiere angelegt wird. Deswegen ist es für Anfänger besonders sinnvoll, wenn der Cash-Anteil gut verzinst wird. Natürlich ist dies jedoch eher als besonderer Pluspunkt anzusehen denn als wichtige Voraussetzung. In einem Anfängerdepot sollte das Geld jedoch wenigstens automatisch verzinst werden.

  1. Kein Kredit

Viele erfahrene Aktienhändler wählen gezielt Depots aus, in denen ein Lombardkredit bereits enthalten ist. Hintergrund ist auch, dass die Buchungen nicht immer direkt erfolgen und Online Broker häufig großzügig kalkulieren, was den Ausführungspreis und die Transaktionskosten angeht. Auf diese Weise kann es geschehen, dass Kundendepots nicht genügend Cash aufweisen, obwohl es eigentlich ausreichen würde. In solchen Fällen ist ein Lombardkredit häufig sehr praktisch.

Allerdings erhöht das Handeln mit Geld, das ein Aktionär nicht hat, deutlich das Risiko. Vor allem dann, wenn ein Fehler des Einsteigers dazu führt, dass eine Position unabsichtlich eingegangen wird, ist es besonders wichtig, dass dafür kein Kapital eingesetzt wird, dass der Kunde gar nicht hat. Außerdem verleitet ein solcher Kredit häufig auch Aktionäre, die noch nicht feststellen mussten, wie schnell Aktienkurse einbrechen können, schnell dazu, mehr Kapital einzusetzen, als eigentlich vertretbar ist.

Mit wem können Einsteiger ihre Entscheidung absprechen?

Anfänger wünschen häufig, ihre ersten Entscheidungen mit einem Experten zu besprechen. Dies kann auch durchaus sinnvoll sein. Allerdings gibt es für die meisten kaum einen geeigneten Ansprechpartner.

Auf Freunde sollten sich Einsteiger an der Börse nicht verlassen, um spätere Streitigkeiten oder Vorwürfe zu vermeiden. Die meisten Tipps aus dem Bekanntenkreis entpuppen sich letztlich als schlechte Geldanlage und häufig führt dies zu Unmut.

Wer professionelle Hilfe durch einen Bankberater in Anspruch nehmen möchte, kann dadurch nicht mehr von besonders günstigen Angeboten profitieren. Filialbanken verlangen in der Regel deutlich mehr Gebühren. Die Bankberater sind jedoch dennoch nicht immer unabhängig und zudem auch nicht immer Spezialisten für aktuelle Bewegungen auf dem Markt. Wer sich hierfür entscheidet, sollte sich deswegen auch darüber im Klaren sein, dass die Empfehlung noch durch andere Quellen bestätigt werden sollte. Außerdem sollten Anleger überprüfen, wie gut die Beratungsqualität ihrer Hausbank ist. Einen Online Broker mit günstiger Gebührenstruktur fällt dann allerdings weg. Einer der Gründe dafür, warum manche Broker deutlich günstiger sind als andere, ist gerade im fehlenden Beratungsangebot zu finden.

Ein unabhängiger Finanzberater auf Honorarbasis ist deswegen für viele Anleger die beste Möglichkeit, allerdings auch kostenintensiv. Sie lohnt sich häufig nicht, wenn der Anfänger nur kleine Summen anlegen kann.

Eine weitere Alternative ist die Beratung mit anderen Anlegern in gut besuchten Foren. Hier geben die Mitglieder sich unter einander Tipps und kommentieren das Anlagevorhaben auf Wunsch. In der Regel ist es ohnehin sinnvoll, wenn sich gerade Anfänger in solchen Foren umsehen und möglichst viel mitlesen. Häufig haben andere Anleger schon vorher ähnliche Fragen gestellt und die Experten tragen dazu bei, das Wissen zu erweitern. Natürlich sollten auch diese Tipps nicht ungesehen übernommen werden. Nicht immer handelt es sich beim Tippgeber um einen Experten und nicht immer liegt er mit seiner Vermutung richtig. Dennoch werden hier häufig interessante Hinweise gegeben, die gerade Anfängern neue Möglichkeiten und Sichtweisen eröffnen können.

Fazit:

Ein gutes Anfängerdepot ermöglicht dem Einsteiger, sich schnell zurecht zu finden und zu niedrigen Transaktionskosten gerade auch kleine Volumina zu handeln. Außerdem bietet der perfekte Online Broker für Anfänger genügend Alternativen, die dabei allerdings nicht zu riskant sein dürfen. Der Bankberater ist für viele Einsteiger heute nicht mehr der einzige und beste Ansprechpartner, häufig finden Aktionäre im Austausch gute Lösungen.

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