Bux Erfahrungen und Test – Hält der Broker was er verspricht?

Mehr Sicherheit als andere Broker will Bux bieten und außerdem cooler sein. Im Gegensatz zu anderen Brokern setzt die Firma ganz auf das mobile Trading, einen Webtrader gibt es nicht. Außerdem kann man dort nicht mehr Geld verlieren, als man zunächst eingezahlt hat. Allerdings ist das aufgrund von Vorgaben der Regulierungsbehörden zunehmend die Regel. Gibt es noch andere Argumente für den Broker?

Die wichtigsten Informationen in Stichpunkten

Das sind die wichtigsten Informationen zu Bux:

  • Bux Kosten niedriger als bei Aktienbrokern
  • Aktien, Indizes, Anleihen, Währungen, Kryptowährungen und Rohstoffe
  • Niederländisches Unternehmen
  • Partner von Ayondo, daher Regulierung in UK
  • Webanwendung und Apps für iOS und Android
  • Firmenzentrale in Amsterdam
  • Kostenloses Demokonto

Die Idee

Bux ist Partner von Ayondo, einem etablierten CFD-Broker. Bux will allerdings etwas lockerer, moderner und cooler sein als andere Broker. Das beginnt schon damit, dass Kunden generell geduzt werden. Die Schulungen verbergen sich unter „Trading Bootcamp“ und statt einer Rubrik mit Nachrichten und Analysen gibt es unter „Bears and Bullshit“ die angeblich lustigsten und verrücktesten Geschichten aus der Welt der Finanzen. Die App kommt ohne „trockene Finanzcharts“ aus und natürlich steht der Austausch über eine Art soziales Netzwerk im Mittelpunkt.

Der Name leitet sich übrigens vom amerikanischen Wort Bucks ab, einem umgangssprachlichen Ausdruck für Geld, den man frei mit Kröten, Kohle oder Moneten übersetzen könnte. Entsprechend lautet die Webadresse auch getbux, „macht Kohle“.

Was handeln?

Bux ist ein CFD Broker. Hier handelt man also nicht direkt mit Aktien, ETFs oder ETC, sondern mit Differenzkontrakten, deren Kurs dem eines Basiswertes folgt. Das können Aktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffe sein. Dabei profitiert das Unternehmen von der Kooperation mit Ayondo.

Rund 180 Aktien, vor allem aus Europa und den USA werden als Basis für CFDs angeboten, ebenso neun Indizes. Bei den Rohstoffen ist die Auswahl mit drei relativ gering, auch die Zahl von zwölf handelbaren Währungspaaren ist niedriger als bei den meisten Konkurrenten.

Bux Gebühren und Kurssetzung

Möglichst einfach möchte Bux es seinen Kunden machen. Entsprechend verzichtet man auf die übliche Vorgehensweise, die Kosten im Spread zu verstecken. Üblicherweise kaufen Kunden ein CFD zu einem höheren Preis als es ein anderer Marktteilnehmer zum gleichen Zeitpunkt verkaufen kann. Die Differenz fließt in die Kassen des Brokers.

Bei Bux gibt es dagegen nur einen Kurs. Unterschiedliche Kauf- und Verkaufskurse sind allerdings keine Erfindung der CFD Broker. Sie kommen auch an den Börsen vor. Selbst wenn zum Marktpreis alle Käufer und Verkäufer ihre Order abwickeln konnten (was nicht der Fall sein muss) gibt es noch Marktteilnehmer die zu einem etwas höheren Preis verkaufen und solche, die zu einem etwas niedrigeren kaufen würden. So entstehen Geld- und Briefkurs. Um trotzdem einen einheitlichen Kurs zu bekommen, nimmt Bux die Mitte daraus als Marktpreis.

Aber natürlich muss auch Bux Kosten decken und will Gewinne machen. Statt sich durch den Spread zu finanzieren verlangt der Broker eine Gebühr. Sie wird prozentual vom Umsatz berechnet. Allerdings gibt es eine Mindestgebühr und bei hohen Beträgen wird oft ein niedrigerer Prozentsatz verlangt.

Insgesamt sind die Kosten aber weit niedriger als bei Aktienbrokern, zumindest für Daytrader die eine Position nur kurz halten. Sie zahlen bei europäischen Aktien aktuell (Stand 2018) beispielsweise nur 0,15 Prozent Gebühren, bei mehr als 5.000,- Euro Einsatz nur 0,12 Prozent. Gleichzeitig gibt es Mindestkosten von 0,25 Euro.

Das ist deutlich weniger als bei Aktienbrokern, wo oft mindestens 10,- Euro verlangt werden. Allerdings fällt zusätzlich noch eine Finanzierungsgebühr an, wenn eine Position über Nacht gehalten und mit einem Hebel gehandelt wird.

Die Handelssoftware

Bux setzt ganz auf das mobile Trading mit Apps für iOS und Android. Selbst eine Webanwendung gibt es nicht, geschweige denn eine richtige Handelssoftware wie den MetaTrader. Das liegt auch daran, dass Bux statt auf tiefgreifende technische Analysen stark auf soziale Netze setzt.

Kern der App sind die Gruppen, in denen Trader miteinander die Marktentwicklung diskutieren. Diese Gruppen können von Händlern angelegt werden, sofern sie mit Echtgeld spekulieren. Wer nur das Demokonto nutzt kann zwar in eine Gruppe eingeladen werden, aber selbst keine eröffnen. Der Gruppenbesitzer legt Modalitäten wie die Sprache fest und kann Mitglieder hinzufügen oder entfernen.

Eine Besonderheit sind die Battles, bei denen verschiedene Nutzer ihre Erfolge in einem Zeitraum von zwei oder fünf Tagen miteinander vergleichen.

Daneben gibt es die Bux Channels, in denen einzelne Nutzer ihre Einschätzung zum Markt veröffentlichen, eine Art Mini-Finanzblog. Andere Trader können dem Channel folgen und so Ideen für Investments bekommen.

Tatsächlich bekommt sowohl die App für iOS (iPad, iPhone) als auch jene für Android überdurschnittlich gute Bewertung.

Sitz und Regulierung

Bux hat seinen Sitz in Amsterdam. Die Niederlande waren auch der erste Markt, auf dem der Broker aktiv war. Allerdings wird die Abwicklung der Trades nicht von Bux selbst durchgeführt, sondern vom Partner Ayondo.

Ayondo ist ein britischer CFD-Broker und wird durch die dortige Finanzaufsicht kontrolliert. Es bleibt abzuwarten, wie die Firma auf den Brexit reagiert. Denkbar ist, dass beispielsweise auf Zypern eine Niederlassung entstehen wird, wo bereits heute der wichtigste europäische Standort für CFD-Broker existiert.

Sicherheit und Kontoführung

Bux wirbt mit dem Verzicht auf eine Nachschusspflicht. Das bedeutet, dass Trader nicht mehr Geld verlieren können als sie eingezahlt haben. Das ist wegen des Hebels nicht selbstverständlich. Bei einem Hebel von 100 werden alle Gewinne und Verluste entsprechend multipliziert. So hat man als Trader bereits bei einem Minus von 1,1 Prozent mehr Geld verloren als zuvor eingezahlt wurde. Auch Stoppkurse können das nicht verhindern, weil der Kurs teilweise Sprünge macht. Eine wichtige Nachricht kann beispielsweise dazu führen, dass der Kurs plötzlich um zehn Prozent abstürzt. Bei einem Hebel von 100 hätten Trader dann das Zehnfache ihres Einsatzes verloren.

Bux verzichtet auf eine Nachschusspflicht. Vom Konto wird immer ein kleiner Betrag als Risikopuffer zurückgelegt. Reicht das nicht, muss Bux die Verluste tragen. Allerdings ist dieses Vorgehen mittlerweile keine Besonderheit mehr.

Support und Website

Die deutsche Website befindet sich noch immer im Aufbau. Bei einigen Seiten finden sich viele Fehler, auf anderen sogar noch Bildtext. Allerdings gibt es eine gute Seite mit Fragen und Antworten.

Fazit

Bux setzt ganz auf das mobile Trading. Das ist ein Nachteil für Trader, die umfangreiche Analysen vornehmen wollen. Dafür bietet das Unternehmen mit den Gruppen und Channels viele Wege zum Austausch. Mit dem Demokonto funBux lässt sich der Broker risikolos testen.

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