Aktiendepots für Kinder – Depot für Kind eröffnen

Drei Kinder händehaltend

Aktiendepot für Kinder - Das Wichtigste in Kürze

  • Wo kann man ein Aktiendepot für Kinder eröffnen? – Wir zeigen die Top 10 Banken mit Aktiendepots für Kinder!
  • Wer bietet das beste Aktiendepot für Kinder? – maxblue konnte unseren Vergleich dank günstiger Konditionen für sich entscheiden.
  • Wie bespart man ein solches Kinderdepot? – Ein Kinderdpot kann regelmäßig bespart oder mit Einmal-Zahlungen genutzt werden.
  • Wie beantragt man ein Aktienangebot für ein Kind? – Zu den benötigten Dokumenten zählen u.a. das unterschriebene Antragsformular sowie Ausweisdokumente von Antragsteller und Kind.
  • Welche steuerlichen und rechtlichen Gesichtspunkte gibt es zu beachten? – Kinderdepots bergen Steuersparmöglichkeiten. Das auf dem Kinderdepot gesparte Vermögen darf aber nicht einfach auf das Konto der Eltern zurücküberwiesen werden.
Ehepaar hält Händchen und hat Babyschuhe in der Hand

Viele Eltern entscheiden sich dazu, für ihr Kind ein Aktiendepot anzulegen – Quelle: Pixabay

Aktiendepots für Kinder ermöglichen es, Geld für das Kind anzulegen und dabei Steuern zu sparen. Viele Online Broker bieten für diesen Zweck sogar gesonderte Depots mit besonderen Bedingungen. Auch wenn die Freibeträge für Kinder die steuerliche Belastung deutlich senken können, sollten Eltern vor der Eröffnung einiges beachten.

Top 10 Aktiendepots für Kinder

BankWebsite/ErfahrungenName des DepotsDepotkosten# ETF Sparpläne# Aktien SparpläneKosten Sparplan Ausführung
Jetzt zu maxblue maxblue Test Wertpapier Sparplan für KinderKostenfrei209 (0)1030 Euro für Summen bis 250 Euro (ETF), 50 Prozent auf reguläre Preise bei Aktien, sonst 1,25 Prozent
Jetzt zu ING ING Test Direkt-Depot JuniorKostenfrei700 (150)4501,75 Prozent
Jetzt zu S Broker S Broker Test Minder-jährigendepotKostenfrei590 (590)5802,5 Prozent
Jetzt zu comdirect comdirect Test JuniorDepot6 Monate kostenlos, dann kostenlos mit Sparplan oder 2 Trades pro Quartal. Sonst 1,95 Euro.611 (135 kostenlos)3001,5 Prozent
Jetzt zu DKB DKB Test DKB-Broker u18Kostenfrei800 (0)Keine1,50 Euro
Jetzt zu Oskar Oskar Test ETF-Sparplan für Kinder0,8 Prozent (Vermögen über 10.000 Euro) bis 1 Prozent (unter 10.000 Euro)5 RisikoklassenKeine0,14 Prozent
Jetzt zu flatex flatex Test Kein gesondertes Depot0,1 Prozent p.a.1.000 (250)Keine1,50 Euro
Jetzt zu 1822direkt 1822direkt Test Kein gesondertes Kinderdepot mehrKostenfrei ab einer Ausführung pro Quartal880 (0)Keine2,95 Euro
Jetzt zur Commerzbank Commerzbank Test StartDepotKostenfrei bis 20.000 Euro, ab 20.000 Euro dann 0,25 Prozent des Depotvolumens179 (8)Keine0,5 Prozent + 2,50 Euro

Die besten Aktiendepots für Kinder: Die Top 5!

  1. maxblue
  2. ING
  3. S Broker
  4. comdirect
  5. DKB

Geld anlegen für Kinder mit Wertpapieren: Die Vorteile

Das Sparbuch für Kinder bringt heute kaum noch Zinsen. Ein Aktiendepot für Kinder hat verschiedene Pluspunkte, die auch von der Vermögenslage der Eltern abhängen. Grundsätzlich lassen sich die folgenden Vorteile nennen:

  • Sie können durch den Steuerfreibetrag des Kindes Steuern optimieren.
  • Sie können die Erbschaftssteuer senken.
  • Sie können Ihrem Kind schrittweise die Ausbildung oder den Start ins Berufsleben finanziell erleichtern.
  • Ein Kindersparplan diszipliniert Eltern zum Sparen.
  • Sie können Ihr Kind früh an die Aktienanlage heranführen

Depot für Kind eröffnen: Die besten Aktiendepots für Kinder im Vergleich

Wir haben im Test die besten Aktiendepots für Kinder von allen Anbietern verglichen. Egal ob Sparen für Enkelkinder oder den eigenen Nachwuchs, ob ein Baby Konto oder ein Depot für einen Teenager eröffnet werden sollen, drei klassische Anlageoptionen stachen besonders hervor. Zudem ist Oskar als Robo Advisor zu nennen. Hier findet die Anlage automatisch in Form einer Vermögensverwaltung statt.

  • 10 ETF Sparpläne ab 25 Euro
  • Ihr Geld wird nachhaltig, renditeorientiert, kostengünstig und transparent investiert
  • Mehrfacher Testsieger mit höchster Rendite
  • Auch als Geldanlage für große Vermögen

maxblue bietet kostenloses Aktiendepot für Kinder

Aktiendepot Kinder maxblue

Das Depot für Kinder bei maxblue. – Quelle: maxblue

Der Sieger in unserem Vergleich war eindeutig maxblue. Es handelt sich um den Broker der Deutschen Bank, dessen Produkt sich Wertpapier Sparplan für Kinder nennt.

Unseren Kinderdepot Vergleich gewann der Anbieter vor allem deshalb, weil die Kosten überaus gering gehalten werden. Das Depot ist grundsätzlich kostenlos. Somit können Sie, solange Sie möchten, für Ihr Kind sparen, ohne dass dafür unnötige Extrakosten anfallen.

Es stehen insgesamt 209 ETF- und 103 Aktien-Sparpläne zur Verfügung.

Während die ETF-Sparpläne bis 250 Euro komplett kostenlos besparbar sind, werden die regulären Preise für die Ausführung der Aktien-Sparpläne bei Kinderdepots um 50 Prozent reduziert. Auch wenn die Auswahl insgesamt nicht so groß wie bei der Konkurrenz ist, lohnt sich der Wertpapier Sparplan für Kinder bei maxblue allemal aufgrund seiner erstklassigen Gebührenstruktur für den Sparenden, also vermutlich Sie.

Mehr zum Anbieter erfahren Sie in unseren maxblue Erfahrungen.

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Für Ihre Kinder anlegen bei ING

Aktiendepot Kinder ING

Das Depot für Kinder bei ING. – Quelle: ING

Die ING schnürt mit dem Junior Depot ebenfalls ein attraktives Paket für Sie bzw. Ihr Kind und bietet ebenfalls einen attraktiven Kindersparplan.

Wie bei maxblue wird die Depotführung auch hier kostenlos ermöglicht. Der Nachteil gegenüber dem Broker der Deutschen Bank ist derweil, dass die Ausführung der Sparpläne leider nicht kostenlos möglich ist. Als Kosten fallen 1,75 Prozent des Ordervolumens an. Dies gilt sowohl für ETF- als auch Aktien-Sparpläne.

Die Auswahl im Direkt-Depot Junior ist wiederum sehr ordentlich. Es stehen insgesamt 700 ETF-Sparpläne zur Verfügung, von denen immerhin 150 kostenfrei sind. 450 Aktien-Sparpläne sind im direkten Vergleich zu den meisten Konkurrenten ebenfalls ein starker Wert. Sechs Monate lang handeln Sie zudem für 2,90 Euro pro Order beim Broker.

Mehr zum Anbieter lesen Sie in unserem ING Erfahrungsbericht.

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Direkte Alternative: Depot für Kind eröffnen DKB

Die meisten Ausführungen zur ING gelten so ähnlich auf für die DKB, ein Tochterunternehmen der Bayerischen Landesbank. Beide Direktbanken sind vom Angebot her sehr ähnlich, lesen Sie dazu auch unseren DKB Erfahrungsbericht.

Langfristiges Kinderdepot bei S Broker

S Broker Aktiendepot für Kinder

Das Depot für Kinder beim S Broker. – Quelle: S Broker

Auch beim S Broker können Sie mit einem Minderjährigendepot Geld anlegen. Das Depotkonto ist wie bei den anderen beiden näher vorgestellten Anbietern kostenfrei. Somit erhält Ihr Kind auch wirklich den Betrag, den Sie mit Ihrer Anlage erwirtschaften, ohne Abgaben für die Depotführung verkraften zu müssen. Gebühren fallen zum Beispiel dann an, wenn Sie Aktien-Sparpläne ausführen möchten.

590 ETF-Sparpläne stehen allerdings kostenlos zur Verfügung, während die 580 Aktien-Sparpläne mit je 2,5 Prozent berechnet werden. Wenn Sie abseits der Sparpläne handeln möchten, zahlen Sie 4,99 Euro pro Order plus 0,25 Prozent vom Orderwert sowie ein Handelsplatzentgelt. S Broker ist also bei der Verwendung des Minderjährigendepots vor allem für ETF-Sparpläne zu nutzen.

Mehr zum Unternehmen erfahren Sie in unserem großen S Broker Testbericht.

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Wer hat außerdem Kinderdepots im Angebot?

Viele weitere Banken und Broker haben ebenfalls Kinderdepots aufgelegt, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Zu ihnen gehören zum Beispiel das comdirect junior depot der comdirect bank und das Commerzbank Aktiendepots für Kinder. Wer ein comdirect Depot fürs Kind eröffnen will, sollten die eigenen Bedürfnisse zuerst ausführlich mit den jeweiligen Banken vergleichen, die allesamt ihre eigenen Stärken und Schwächen haben.

Andere, die zuvor ein Kinderdepot anboten, wie onvista, tun dies mittlerweile nicht mehr. Hier werden Sie also keinerlei Vergünstigungen vorfinden, mit denen Sie die Anlage für Ihre Kinder vorteilhaft gestalten können. Konzentrieren Sie sich also am besten auf die Anbieter in unserer Liste.

Häufig gesucht werden:

Ein Aktiendepot für Kinder beantragen

Die Beantragung eines Aktiendepots für Kinder ist durch das Internet sehr leicht geworden. In der Regel sind die folgenden Schritte erforderlich:

  • Antragsformular für das Aktiendepot beim Anbieter herunterladen.
  • Die Daten des Minderjährigen und der gesetzlichen Vertreter eintragen.
  • Den von beiden gesetzlichen Vertretern unterschriebenen Vertrag zusammen mit den notwendigen Dokumenten zur Post bringen.
  • Dort wird durch das PostIdent-Verfahren die Identität des Antragstellers bestätigt.

Je nach Online Broker und gesetzlicher Situation müssen Sie allerdings noch verschiedene weitere Dokumente einreichen. So fordern die meisten Banken eine Kopie der Geburts- oder Abstammungsurkunde des Minderjährigen an. Dies ist allerdings nur dann notwendig, wenn Ihr Kind nicht ohnehin Kunde der Bank ist. Zudem kann auch eine Kopie vom Personalausweis bei Minderjährigen ab 16 Jahre erforderlich sein.

In vielen Fällen kann es zudem das Einreichen weiterer Dokumente notwendig sein. Dies gilt vor allem dann, wenn die Eltern getrennt sind oder es abweichende Familiennamen gibt. Diese Dokumente können sein:

  • Sorgerechtsbeschluss/Negativattest
  • Sorgeerklärung
  • Heiratsurkunde/Namensänderungsurkunde

Wie können Anleger das Geld ihrer Kinder anlegen?

Aktiendepots für Kinder verfügen häufig über einige Besonderheiten. Grundsätzlich sind allerdings die folgenden Finanzprodukte in der Regel verfügbar:

Dies ist jedoch nicht nur in einmaligen Transaktionen möglich. Eine weitere Besonderheit ist das häufig umfangreiche Angebot an Sparplänen, die sich für den Vermögensaufbau eines Kindes natürlich besonders eignen.

Im Rahmen von Aktiendepots für Kinder erlauben die Anbieter häufig nicht, das Geld zu riskant anzulegen. Um das Vermögen des Kindes zu schützen, fordern die Banken deswegen eine langfristige Vermögensanlage, deren Risiko nicht zu groß ist. Ausgeschlossen sind deshalb in der Regel die folgenden Finanzprodukte:

  • Effektenkredit
  • Währungskonten
  • Optionsscheine
  • Finanztermingeschäfte
  • Auslandsgeschäfte
  • Hedgefonds
  • Knock-Out-Produkte

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Angehörige das Geld zu spekulativ anlegen. Die Banken gehen davon aus, dass das Geld zur langfristigen Vermögensanlage genutzt werden soll. Da das Depot und das dort vorhandene Kapital ausschließlich dem Kind gehört, kann die Bank die Nutzung für spekulativere Zwecke also unterbinden, um das Wohl des Kindes zu sichern.

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Aktiendepot für Kinder: Sparpläne besonders interessant

Viele Broker und Filialbanken, die ein Aktiendepot für Kinder anbieten, haben ebenfalls eine große Auswahl an Sparplänen im Sortiment. Dabei stehen häufig nicht nur ETFs oder Fonds zur Verfügung, sondern auch größere Indizes wie beispielsweise der gesamte DAX. Die Sparpläne können Sie bei vielen Anbietern sogar individuell zusammenstellen und so auch mehrere Wertpapiere miteinander kombinieren.

Sparpläne sind deswegen relativ preisgünstig erhältlich, weil Ihre Aufträge nicht direkt ausgeführt werden. Stattdessen bündelt der jeweilige Anbieter die Anfragen aller Kunden und erwirbt die Wertpapiere immer nur zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem größeren Volumen. Anschließend verteilt er die gekauften Papiere dann entsprechend. Das macht es möglich, auch Sparpläne mit geringen Beträgen anzubieten. Wenigstens die übliche Mindestgebühr verfällt hier.

In der Regel erlauben die Anbieter von Aktiendepots für Kinder zudem, dass die Einzahlung flexibel erfolgt. Auf diese Weise ist es den verschiedenen Angehörigen möglich, auch zu speziellen Anlässen oder wenn es finanziell möglich ist, Geld für das Kind zurückzulegen.

Sparpläne haben zudem den Vorteil, dass Kaufkurse geglättet werden. Der Cost-Average-Effekt sorgt dafür, dass es im Endeffekt nicht wichtig ist, ob eine Aktie dann erworben wurde, wenn sie besonders niedrig stand.

Als Anleger können Sie hingegen von der im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten sehr hohen Rendite profitieren, die Aktien im Durchschnitt über die Jahre erzielen können. Dabei sparen Sie zudem unnötige Orderprovisionen und sind jederzeit investiert, sodass Ihnen auch keine Dividendenzahlung entgeht.

Das beste Aktiendepot für Kinder finden

Um das Depot zu finden, das für das Kind am besten geeignet ist, sollten Sie das Angebot der verschiedenen Broker auf wichtige Faktoren prüfen.

Expertentipp
In der Regel entscheiden sich die meisten Anleger für einen Fondssparplan. Es kann deswegen sein, dass es weitaus wichtiger ist, welche Fonds und zu welchem Preis ein Broker diesen im Angebot hat. Es ist daher ratsam, erst die besonders interessanten Fonds oder ETFs auszusuchen, ehe Sie dann im zweiten Schritt den Broker wählen.

Die meisten Broker bieten im Rahmen von Kinderdepots zudem besonders günstige Konditionen. Nur sehr selten werden Depotführungsgebühren fällig. Dies ist besonders für Kunden wichtig, die nur vergleichsweise geringe Beträge zur Verfügung haben. In Einzelfällen verlangen Online Broker beispielsweise durchaus zwei Euro monatlich für die Depotführung. Diese 24 Euro jährlich reichen hingegen bei anderen Brokern fast aus, um eine monatliche Rate für einen Sparplan zu begleichen.

Gerade bei geringen Sparmöglichkeiten ist es deswegen wichtig, dass ein Broker ein Aktiendepot für Kinder besonders günstig anbietet. Häufig ist dies jedoch möglich, wenn eine Mindestanzahl an Trades durchgeführt wird.

Sehr günstige Konditionen bietet aktuell der Broker der Deutschen Bank, maxblue. Der Anbieter ist in Deutschland reguliert und ermöglicht Ihnen die kostenlose Ausführung von ETF-Sparplänen bis zu einer Sparrate von 250 Euro. Dazu kommt das kostenlose Depot. Günstig bei großer Auswahl sind auch der Broker flatex sowie die DKB.

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Steuersparmöglichkeit mit einem Kinderdepot

Kinder können mit ihrem Aktiendepot ebenfalls von Steuerfreibeträgen profitieren. Derzeit können sie von einem Sparerpauschbetrag von 801 Euro und einem Grundfreibetrag von 8.004 Euro profitieren. Hinzu kommt der steuerliche Sonderausgabenpauschbetrag von 36 Euro. Das bedeutet, dass Kinder einen Betrag von 9.309 Euro steuerfrei einnehmen könnten. Allerdings kann dieser natürlich nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Freibeträge nutzen

Um die steuerlichen Freibeträge ausnutzen zu können, bleibt dabei viel Spielraum. Bei einer Rendite von 5 Prozent jährlich könnten Sie auf dem Depot beispielsweise einen Anlagebetrag von 186.180 Euro anlegen, ohne dass Steuern fällig werden würden.

Die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent führt jedoch dazu, dass die maximale theoretische Steuerersparnis noch einmal deutlich nach unten korrigiert werden muss. Zusammen mit dem Solidaritätsbeitrag ergibt sich eine Steuerbelastung auf Kapitalerträge in Höhe von 26,375 Prozent. Das bedeutet, dass die Steuerersparnis maximal 2.455,25 Euro betragen würde.

Sind Sie als Eltern steuerlich auch durch die Geldanlage bereits sehr belastet, kann es deswegen sinnvoll sein, das Geld, das später ohnehin Ihrem Kind gehören wird und beispielsweise für seine Ausbildung zur Verfügung stehen soll, direkt im Namen des Kindes anzulegen.

Wer eigene Aktien auf sein Kind überträgt, sollte wissen, dass seit der Einführung der Abgeltungssteuer jeder Übertrag als Verkauf gilt. Somit können Kinder beispielsweise auch nicht von der Steuerfreiheit auf Wertpapiere profitieren, die vor 2009 erworben wurden. Außerdem müssen die Eltern auf eventuelle Kursgewinne Abgeltungssteuer entrichten, wenn sie ab 2009 erworben wurden. In einem separaten Artikel informieren wir Sie ausführlicher über die Besteuerung von Aktien.

Einkommensgrenze beachten

Zudem kann es sein, dass durch die Einnahmen des Kindes durch das Aktiendepot andere Vergünstigungen wegfallen. Das Kindergeld ist davon seit 2012 allerdings ausgenommen. Letzteres hängt nicht mehr vom Einkommen des Kindes ab. Allerdings ermöglicht die Krankenversicherung eine kostenfreie Mitversicherung nur dann, wenn das Einkommen des Kindes nicht mehr als 405 Euro im Monat beträgt. Das Kind muss sich dann freiwillig gesetzlich oder privat versichern, sodass die Versicherungsprämie deutlich variieren kann.

Die Versicherung für das Kind wäre allerdings so gut wie immer teurer als die Ersparnis. Demzufolge ist es sinnvoll, wenn Ihr Kind jährlich maximal 4.860 Euro (405 Euro monatlich) durch die Aktien einnehmen würde. Dieser Betrag ermöglicht wiederum eine jährliche Steuerersparnis von 1.282 Euro (ohne Kirchensteuer, mit Soli).

Sinnvoll kann ein Übertrag aus steuerlichen Gründen allerdings auch dann sein, wenn Sie ein größeres Vermögen auf Ihre Kinder übertragen wollen. Ein Freibetrag von 400.000 Euro ist per Schenkung alle zehn Jahre möglich. Es ist auf diese Weise möglich, größere Vermögen schrittweise zu vererben, ohne dass das Kind die steuerliche Belastung durch die Erbschaftsteuer tragen muss.

Rechtliche Bedingungen

Sie sollten sich immer darüber im Klaren sein, dass das Vermögen auf dem Depot des Kindes zivilrechtlich auf das Kind übergeht. Es ist also nicht möglich, das Geld auf das Konto der Eltern zu überweisen. Es müsste hingegen die Zustimmung eines Vormundschaftsgerichts vorliegen, wenn größere Beträge wieder auf die Eltern übertragen werden sollen. Dies ist notwendig, um zu verhindern, dass Eltern lediglich die Steuersparmöglichkeiten ausnutzen oder das Vermögen des Kindes für sich selbst nutzen.

Natürlich haben Eltern dennoch dadurch, dass sie die gesetzlichen Vertreter sind, grundsätzlich Zugriff auf das Geld, bis das Kind die Volljährigkeit erreicht hat und voll geschäftsfähig ist. Es ist deswegen dennoch möglich, das Geld zu übertragen. Gerade bei größeren Beträgen, die nicht auf ein Konto gehen, das unter dem Namen des Kindes geführt wird, kann die Bank die Überweisung jedoch stoppen.

Finden zwischen Eltern und Kind regelmäßig Geldbewegungen statt, kann dies allerdings auch steuerliche Konsequenzen haben. Das Finanzamt kann dann nämlich Steuerhinterziehung vermuten und den Fall genauer prüfen. Eltern müssen dann genau nachweisen, warum die Übertragungen in dieser Weise stattfanden.

Alternative: Automatisierte Vermögensverwaltung für Kinder

Der Kauf von Einzelaktien ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, das nicht jeder seinen Kindern zumuten will. Sichere Aktien, oder Aktien, die als besonders sicher gelten, bezeichnete man früher gerne als „Witwen-und-Waisen-Papier“. Doch viele, wie die Deutsche Bank Aktie oder RWE, haben ihr Versprechen nicht gehalten und deutlich an Wert verloren.

Besser ist deshalb der Kauf eines ETF, der möglichst breit investiert, also in verschiedene Branchen und Regionen. Hier bieten sich Indexfonds auf den unten abgebildeten MSCI All Country World Index an, der die Entwicklung der größten Unternehmen aus den Industrie- und Schwellenländern abbildet.

Noch einfacher ist aber eine automatisierte Vermögensverwaltung. Diese können Sie zum Beispiel bei Oskar nutzen, die sich auf Familien spezialisiert haben. Ab 25 Euro monatlich können Sie mit der gesamten Verwandtschaft in einem einzigen Konto Geld für Ihr Kind oder Enkelkind ansparen. Einmalzahlungen sind aber leider erst ab 1.000 Euro möglich.

Diese sind bei VisualVest schon ab einmalig 500,- Euro oder monatlich 25,- Euro möglich. Das Unternehmen gehört zur Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken und bietet ein spezielles Junior-Depot an.

Die Eltern legen schließlich ein Risikoprofil fest. Wie bei einem guten Wertpapierdepot wird das Geld breit gestreut und in verschiedene ETFs angelegt, die wiederum weltweit Aktien und Anleihen kaufen. Die Kosten liegen unter denen der meisten aktiv verwalteten Fonds. Sie betragen 1 Prozent plus 0,14 Prozent Produktkosten p.a. Weitere Anbieter in diesem Segment sind beispielsweise cominvest oder quirion.

FAQ zu Kinder Depots

Welche Dokumente benötige ich zur Eröffnung eines Kinder-Aktiendepots?

Im Normalfall benötigen Sie zur Eröffnung eines Kinder-Aktiendepots mindestens die Geburtsurkunde Ihres Kindes. Weitere Dokumente für die Eröffnung eines Aktiendepots können Sorgerechtsbeschluss, Sorgeerklärung oder die Heiratsurkunde sein.

Ist es nicht einfacher, das Kinderdepot bei der eigenen Hausbank zu eröffnen?

Es handelt sich bei der Eröffnung des Kinderdepots bei der eigenen Hausbank sicherlich um eine gute Option, wenn diese ein Kinderdepot anbietet. Überprüfen Sie einfach unsere Top 10 Anbieter für Kinder-Aktiendepots.

Warum kann ich keine riskanteren Produkte im Aktiendepot für Kinder handeln?

Da Sie im Namen Ihres Kindes anlegen, liegt der Fokus aus Sicht der Banken auf einem möglichst langfristigen Sparen. Entsprechend sind riskante Produkte nicht Teil dieses Handels.

Wie lange läuft ein Kinder-Aktiendepot?

Ein Kinder-Aktiendepot kann unterschiedlich lange Laufzeiten aufweisen. Es hängt vor allem davon ab, wann Ihr Kind die Volljährigkeit erlangt und damit Zugriff auf sein Guthaben erhält. Das gilt zum Beispiel auch bei maxblue.

Was geschieht bei der Volljährigkeit des Kindes mit dem Aktiendepot?

Das Aktiendepot geht im Anschluss offiziell auf das Kind über. Somit hat es ab dem 18. Geburtstag vollen Zugriff auf die Anlage - ob für Studium, eine Weltreise oder ein anhaltendes Investment.

Depot für Kind eröffnen Trade Republic: Hat der Discounter ein Kinderdepot? 

Bisher bietet Trade Republic kein spezielles Depot für Kinder. Ohnehin ist der Broker vor allem dann interessant, wenn mehrmals pro Monat Wertpapiere ge- und verkauft werden, was bei einem Kinderdepot nicht sinnvoll ist. Wir empfehlen daher andere Anbieter

Fazit

Das beste Kinder-Aktiendepot

Ein Aktiendepot für Kinder kann steuerliche Vorteile mit sich bringen, die allerdings fast ausschließlich zum Vorteil des Kindes eingesetzt werden können. Dies betrifft sowohl die Freibeträge bei der Abgeltungs- und Einkommensteuer als auch bei der Erbschaftssteuer. Eltern müssen das Geld zudem deutlich defensiver anlegen.

Zahlreiche Sparpläne erleichtern den Vermögensaufbau auch dann, wenn monatlich nur geringe Raten zur Verfügung stehen. Auf diese Weise können Anleger für die Ausbildung ihres Kindes vorsorgen. Ein exzellentes Aktiendepot für Kinder gibt es bei maxblue. Sie können es kostenlos nutzen sowie besparen.

Jetzt bei maxblue anmelden!

Mehr zum Thema Aktiendepot: In unserem Ratgeber Gemeinschaftsdepot oder Depot für Studenten.

Paul ist Autor von Aktien.net und schreibt seit 2016 für das Portal. Im August 2006 - Januar 2009 hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Versicherung absolviert. Hier war er unter anderem im Investmentbanking bei der Dresdner Bank (damals noch Teil der Allianz, heute Commerzbank) eingesetzt. Paul interessiert sich insbesondere für Aktienindizes, ETFs, Fonds, Rohstoffe und Anleihen.