Aktiendepots für Kinder – Depot für Kind eröffnen

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Drei Kinder händehaltend

Aktiendepot für Kinder - Das Wichtigste in Kürze

  • Wo kann man ein Aktiendepot für Kinder eröffnen? Wir zeigen die Top 10 Banken mit Aktiendepots für Kinder!
  • Wer bietet das beste Aktiendepot für Kinder? maxblue ist in unserem Vergleich dank günstiger Konditionen die Nummer Eins.
  • Wie bespart man ein solches Kinderdepot? Ein Kinderdpot besparen Sie regelmäßig oder nutzen es mit Einmal-Zahlungen.
  • Wie beantragt man ein Aktienangebot für ein Kind? Zu den benötigten Dokumenten zählen u.a. das unterschriebene Antragsformular sowie Ausweisdokumente von Antragsteller und Kind.
  • Welche steuerlichen und rechtlichen Gesichtspunkte sollte ich beachten? Kinderdepots bergen Steuersparmöglichkeiten. Das auf dem Kinderdepot gesparte Vermögen darf aber nicht auf das Konto der Eltern zurücküberwiesen werden.

 

So gehen Sie vor

  • Entscheiden Sie sich, ob Sie das Geld selbst anlegen oder von einem Robo Advisor verwalten lassen wollen.
  • Wollen Sie die Steuer-Freibeträge der Kinder voll ausschöpfen? Dann benötigen Sie ein Depot auf den Namen der Kinder.
  • Wählen Sie einen Broker, der günstige Sparpläne bietet.
  • Zahlen Sie monatlich, zweimonatlich oder quartalsweise Geld ein.

Ehepaar hält Händchen und hat Babyschuhe in der Hand

Viele Eltern entscheiden sich dazu, für ihr Kind ein Aktiendepot anzulegen – Quelle: Pixabay

Aktiendepots für Kinder ermöglichen es, Geld für das Kind anzulegen und dabei Steuern zu sparen. Viele Online Broker bieten für diesen Zweck gesonderte Depots mit besonderen Bedingungen. Auch wenn die Freibeträge für Kinder die steuerliche Belastung deutlich senken können, sollten Eltern vor der Eröffnung einiges beachten.

Top 10 Aktiendepots für Kinder

BankWebsite/ErfahrungenName des DepotsDepotkosten# ETF Sparpläne# Aktien SparpläneKosten Sparplan Ausführung
Jetzt zu maxblue maxblue Test Wertpapier Sparplan für KinderKostenfrei209 (0)1030 Euro für Summen bis 250 Euro (ETF), 50 Prozent auf reguläre Preise bei Aktien, sonst 1,25 Prozent
Jetzt zu ING ING Test Direkt-Depot JuniorKostenfrei700 (150)4501,75 Prozent
Jetzt zu S Broker S Broker Test Minder-jährigendepotKostenfrei590 (590)5802,5 Prozent
Jetzt zu comdirect comdirect Test JuniorDepot6 Monate kostenlos, dann kostenlos mit Sparplan oder 2 Trades pro Quartal. Sonst 1,95 Euro.611 (135 kostenlos)3001,5 Prozent
Jetzt zu DKB DKB Test DKB-Broker u18Kostenfrei800 (0)Keine1,50 Euro
Jetzt zu Oskar Oskar Test ETF-Sparplan für Kinder0,8 Prozent (Vermögen über 10.000 Euro) bis 1 Prozent (unter 10.000 Euro)5 RisikoklassenKeine0,14 Prozent
Jetzt zu flatex flatex Test Kein gesondertes Depot0,1 Prozent p.a.1.000 (250)Keine1,50 Euro
Jetzt zu 1822direkt 1822direkt Test Kein gesondertes Kinderdepot mehrKostenfrei ab einer Ausführung pro Quartal880 (0)Keine2,95 Euro
Jetzt zur Commerzbank Commerzbank Test StartDepotKostenfrei bis 20.000 Euro, ab 20.000 Euro dann 0,25 Prozent des Depotvolumens179 (8)Keine0,5 Prozent + 2,50 Euro

Geld anlegen für Kinder mit Wertpapieren: Die Vorteile

Das Sparbuch für Kinder bringt heute kaum noch Zinsen. Ein Aktiendepot für Kinder hat verschiedene Vorteile, die auch von der Vermögenslage der Eltern abhängen. Grundsätzlich lassen sich die folgenden Vorteile benennen:

  • Sie können durch den Steuerfreibetrag des Kindes Steuern optimieren.
  • Sie können die Erbschaftssteuer senken.
  • Sie können Ihrem Kind schrittweise die Ausbildung oder den Start ins Berufsleben finanziell erleichtern.
  • Ein Kindersparplan motiviert Eltern zum Sparen.
  • Sie können Ihr Kind früh an die Aktienanlage heranführen.

Natürlich bergen Aktien auch Risiken. Vor allem, wenn einzelne Papiere gekauft werden sollen, beispielsweise Aktien von Amazon. Auch scheinbar sichere Aktien können fallen. Wir empfehlen daher, Geld mit einem Sparplan in ETFs zu investieren oder die Dienstleistungen einer (teil-)automatisierten Vermögensverwaltung wie OSKAR zu nutzen.

Mit einer breiten Streuung haben Anleger*innen in der Vergangenheit über einen Zeitraum von zehn Jahren nur selten Verluste erlitten. Völlige Sicherheit bieten aber auch diese Möglichkeiten nicht. Allerdings können auch Festgelder im Rahmen einer Inflation entwertet werden.

Lesetipp: Schauen Sie auch in unseren Ratgeber „Aktiendepots für Anfänger / Einsteiger„.

Depot für Kind eröffnen: Die besten Aktiendepots für Kinder im Vergleich

Wir haben in unserem Test die besten Aktiendepots für Kinder von allen Anbietern verglichen. Ob Sparen für Enkelkinder oder den eigenen Nachwuchs, ob ein Baby Konto oder ein Depot für einen Teenager: diese drei klassische Anlageoptionen stachen besonders hervor. Die zeitgemäße Alternative ist eine automatisierte Vermögensverwaltung, bei der ein Algorithmus das investierte Geld auf verschiedene ETFs verteilt. Wir stellen den Anbieter OSKAR vor, der sich besonders auf Depots für Kinder spezialisiert hat.

Die besten Aktiendepots für Kinder: Die Top 5!

Die fünf vorgestellten Anbieter im kurzen Überblick. Mit einem Klick auf den Namen in der ersten Spalte kommen Sie zu unserer Kurzvorstellung in diesem Beitrag. Direkt zum Anbieter gelangen Sie über die letzte Spalte.

AnbieterBesonderheitDirekt zum Anbieter
maxblueAngebot der Deutschen Bank, geringe Kosten Direkt zu maxblue
ING Junior DepotGuter Service, viele Sparpläne Direkt zu ING
S BrokerVerknüpfung mit Sparkassen-Girokonto möglich Direkt zu S Broker
comdirect bankDepot und Robo Advisor aus einer Hand Direkt zu comdirect
OSKARSpezielle Angebote für Kinderdepots Direkt zu Oskar

maxblue bietet kostenloses Aktiendepot für Kinder

Aktiendepot Kinder maxblue

Das Depot für Kinder bei maxblue. – Quelle: maxblue

Der Sieger in unserem Vergleich war eindeutig maxblue. maxblue ist der Broker der Deutschen Bank und dessen Wertpapier Sparplan für Kinder.

Der Anbieter überzeugte vor allem aufgrund der geringen Kosten. Das Depot ist nämlich grundsätzlich kostenlos! Somit können Sie für Ihr Kind sparen, solange Sie möchten, ohne dass dafür unnötige Extrakosten anfallen.

Es stehen insgesamt 209 ETF- und 103 Aktien-Sparpläne zur Verfügung.

Während die ETF-Sparpläne bis 250 Euro komplett kostenlos besparbar sind, werden die regulären Preise für die Ausführung der Aktien-Sparpläne bei Kinderdepots um 50 Prozent reduziert. Auch wenn die Auswahl insgesamt nicht so groß wie bei der Konkurrenz ist, lohnt sich der Wertpapier Sparplan für Kinder bei maxblue allein aufgrund seiner erstklassigen Gebührenstruktur für den Sparenden.

Mehr zum Anbieter erfahren Sie in unseren maxblue Erfahrungen.

Das Junior Depot der ING

Aktiendepot Kinder ING

Das Depot für Kinder bei ING. – Quelle: ING

Die ING schnürt mit dem Junior Depot ebenfalls ein attraktives Paket für Sie bzw. Ihr Kind und bietet einen attraktiven Kindersparplan.

Wie bei maxblue ist die Depotführung auch hier kostenlos. Durch eine Vertriebspartnerschaft entfallen bei Käufer*innen von ETFs über Xetra außerdem die Ordergebühren in Höhe von 1,75 Prozent. Bei Aktien-Sparplänen werden diese nach wie vor fällig, allerdings sind sie wegen der geringen Streuung für Kindersparpläne ohnehin nur sehr eingeschränkt geeignet.

Positiv ist auch die niedrige Sparrate ab 1 Euro. Damit haben auch Eltern mit kleinem Kapital die Möglichkeit, etwas für ihre Kinder zurückzulegen.

Die Auswahl im Direkt-Depot Junior ist wiederum sehr ordentlich. Die ING (ehemals ING-DiBa) ist die größte Direktbank in Deutschland. Das zeigt sich auch beim Service. Zwar ist die Bank aus Kostengründen nicht mehr an sieben Tagen rund um die Uhr erreichbar, von Montag bis Samstag sind die Telefone aber nach wie vor von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr besetzt.

Mehr zum Anbieter lesen Sie in unserem ING Erfahrungsbericht.

Direkte Alternative: Depot für Kind eröffnen DKB

Die meisten Erläuterungen zum ING Junior Depot gelten auch für die DKB, das Tochterunternehmen der Bayerischen Landesbank. Das Angebot beider Direktbanken ähnelt sich. Lesen Sie dazu auch unseren DKB Erfahrungsbericht.

Das S Broker Minderjährigendepot

S Broker Aktiendepot für Kinder

Das Depot für Kinder beim S Broker. – Quelle: S Broker

Auch beim S Broker können Sie mit dem Minderjährigendepot Geld anlegen. Das Depotkonto ist wie bei den bereits vorgestellten Anbietern kostenfrei. Somit erhält Ihr Kind auch wirklich den Betrag, den Sie mit Ihrer Anlage erwirtschaften, ohne dass Kosten für die Depotführung abgezogen weden. Gebühren fallen aber an, wenn Sie Aktien-Sparpläne ausführen.

Aktuell (Stand: 08 / 2021) hat S Broker mehr als 1.800 Sparpläne auf Aktien, ETFs, ETCs und Zertifikate. Bis zu einer Sparplanrate von 500 Euro sind die Käufe kostenlos. Für die Aktien-Sparpläne werden Gebühren in Höhe von 2,5 Prozent des Ordervolumens berechnet.

Die kleinste Sparrate beträgt aktuell 50 Euro. Eltern müssen aber nicht monatlich sparen, sondern können auch nur alle zwei, drei oder sechs Monate investieren.

Wenn Sie abseits der Sparpläne handeln möchten, zahlen Sie 4,99 Euro pro Order plus 0,25 Prozent vom Orderwert sowie ein Handelsplatzentgelt. S Broker ist also bei der Verwendung des Minderjährigendepots vor allem für ETF-Sparpläne der Kinder attraktiv.

Mehr zum Unternehmen erfahren Sie in unserem großen S Broker Testbericht.

comdirect JuniorDepot

Viele weitere Banken und Broker haben Kinderdepots aufgelegt, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Zu ihnen gehören zum Beispiel das comdirect JuniorDepot der comdirect bank und das Commerzbank Aktiendepots für Kinder.

Das comdirect JuniorDepot lässt sich ab 25 Euro besparen und ist mit Sparplan kostenlos. Ohne Sparplan fallen allerdings Gebühren an, wenn im Quartal nicht mindestens zwei Aufträge abgewickelt werden – also zwei Käufe, zwei Verkäufe oder ein Kauf und ein Verkauf.

Eine Order kostet mindestens 9,90 Euro, bei Sparplänen werden 1,5 Prozent vom Orderwert als Gebühr berechnet. Allerdings gibt es für das JuniorDepot zahlreiche Sonderangebote, viele ETFs können dann gebührenfrei bespart werden.

Die comdirect bank bietet neben dem regulären Depot noch die Möglichkeit, Gelder mit dem cominvest depot von einem Robo Advisor verwalten zu lassen.

Robo Advisor für Familien von OSKAR

Gerade für Eltern und Großeltern, die für ihre Kinder sparen wollen, ist ein Robo Advisor eine gute Option. Denn hier kümmert sich ein Algorithmus um die Verteilung der Gelder auf verschiedene Anlageformen und sorgt dadurch für eine breite Streuung.

Außerdem lässt sich das gewünschte Risikoprofil einstellen. Wer kein hohes Risiko eingehen will, wählt einfach einen niedrigeren Aktienanteil. Das restliche Geld wird in festverzinsliche Wertpapiere wie Unternehmens- und Staatsanleihen sowie in Gold investiert.

Kein Anbieter hat sich dabei so auf Familien spezialisiert wie OSKAR. Das Unternehmen bietet Eltern drei verschiedene Möglichkeiten. Bei der ersten eröffnen Eltern (oder Großeltern) ein Depot auf den eigenen Namen, auf das alle Gelder fließen. Später werden diese dann aufgeteilt.

Bei der zweiten Option läuft das Geld ebenfalls auf den Namen der Eltern, es wird aber buchhalterisch vom Vermögen der Eltern getrennt in einem eigenen Unterkoto ausgewiesen. Das bedeutet, dass auch Großeltern oder die Kinder selbst dort Geld einzahlen können.

Wer Steuervorteile nutzen will, muss das Konto aber im Namen des Kindes eröffnen. Das bedeutet etwas mehr Aufwand, weil beispielsweise eine Geburtsurkunde eingereicht werden muss. Außerdem kann das Geld dann nicht mehr zurückgefordert werden. Beschließt das Kind, das Geld statt in ein Studium in eine Weltreise zu investieren, haben die Eltern keine Möglichkeit, das Kapital zurückzufordern, wenn das Kind erst einmal volljährig ist.

Dafür bleiben Erträge bis 801 Euro je Kind (Stand: 08 / 2021) steuerfrei. Außerdem fällt meistens keine Schenkungssteuer an, wenn das Guthaben später auf das Kind übertragen wird. Allerdings ist der Freibetrag bei der Schenkungssteuer mit 400.000 Euro sehr hoch. Wer innerhalb von zehn Jahren mehr als 400.000 Euro auf das Konto des Kindes einzahlt, muss die Schenkungssteuer auch bei getrennten Konten zahlen.

Das Sparen mit OSKAR ist zweifellos der bequemste Weg – und bietet in den meisten Fällen die größte Streuung. Allerdings fällt – zusätzlich zu den ETF-Gebühren – noch eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 0,7 bis 1 Prozent des Vermögens an.

Nur Eltern können Depots für ihre Kinder anlegen. Großeltern müssen entweder im eigenen Namen sparen oder die Eltern um eine Eröffnung bitten. Sie können dann auf das von den Eltern eröffnete Konto problemlos Geld einzahlen.

Geld anlegen für Kinder bei Neobrokern

Neobroker wie Trade Republic, justTRADE oder finanzen.net zero locken mit niedrigen Gebühren, sie bieten aber im Regelfall kein Junior Depot oder Kinderdepot. Um besonders günstig zu bleiben, verzichten sie im Regelfall auf Extras, weshalb sie im Englischen auch als No-frills-Broker bezeichnet werden, also als Kein-Schnickschnack Broker. Und zu diesem Schnickschnack zählen sie üblicherweise auch Aktiendepots für Kinder.

Wer seinen Steuerfreibetrag ohnehin nicht ausschöpft, kann aber im eigenen Namen ein Depot bei einem Neobroker eröffnen und dort Geld für die Kinder oder Enkel anlegen. Ein gutes Angebot an Sparplänen bieten sowohl finanzen.net zero als auch Trade Republic.

Häufig gesucht werden:

Ein Aktiendepot für Kinder beantragen

Das Internet macht die Beantragung eines Aktiendepots für Kinder sehr leicht. In der Regel sind die folgenden Schritte erforderlich:

  • Antragsformular für das Aktiendepot beim Anbieter herunterladen
  • Die Daten des Minderjährigen und der gesetzlichen Vertreter eintragen
  • Den von beiden gesetzlichen Vertretern unterschriebenen Vertrag zusammen mit den notwendigen Dokumenten zur Post bringen
  • Dort wird durch das PostIdent-Verfahren die Identität des Antragstellers bestätigt

Je nach Online Broker und gesetzlicher Situation müssen Sie allerdings noch verschiedene weitere Dokumente einreichen. So fordern die meisten Banken eine Kopie der Geburts- oder Abstammungsurkunde des Minderjährigen an. Dies ist allerdings nur dann notwendig, wenn Ihr Kind nicht ohnehin Kunde der Bank ist. Zudem kann auch eine Kopie vom Personalausweis bei Minderjährigen ab 16 Jahre erforderlich sein.

In vielen Fällen kann zudem das Einreichen weiterer Dokumente notwendig sein, vor allem, wenn die Eltern getrennt leben oder es abweichende Familiennamen gibt. Diese Dokumente können sein:

  • Sorgerechtsbeschluss/Negativattest
  • Sorgeerklärung
  • Heiratsurkunde/Namensänderungsurkunde

Wie können Anleger*innen Geld für ihre Kinder anlegen?

Aktiendepots für Kinder verfügen häufig über einige Besonderheiten. In der Regel sind allerdings die folgenden Finanzprodukte verfügbar:

Dies ist jedoch nicht nur bei einmaligen Transaktionen möglich. Eine weitere Besonderheit ist das häufig umfangreiche Angebot an Sparplänen, die sich für den Vermögensaufbau eines Kindes natürlich besonders eignen.

Häufig wollen Anbieter*innen das Geld nicht allzu riskant anlegen. Um das Vermögen des Kindes zu schützen, fordern die Banken daher eine langfristige Vermögensanlage, deren Risiko nicht zu groß ist. Ausgeschlossen sind deshalb die folgenden Finanzprodukte:

  • Effektenkredit
  • Währungskonten
  • Optionsscheine
  • Finanztermingeschäfte
  • Auslandsgeschäfte
  • Hedgefonds
  • Knock-Out-Produkte

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Angehörige das Geld zu spekulativ anlegen. Die Banken gehen davon aus, dass das Geld zur langfristigen Vermögensanlage genutzt werden soll. Da das Depot und das dort vorhandene Kapital ausschließlich dem Kind gehört, kann die Bank die Nutzung für spekulativere Zwecke also unterbinden, um das Wohl des Kindes zu sichern.

Aktiendepot für Kinder: Sparpläne besonders interessant

Viele Broker und Filialbanken, die ein Aktiendepot für Kinder anbieten, haben ebenfalls eine große Auswahl an Sparplänen im Sortiment. Dabei stehen häufig nicht nur ETFs oder Fonds zur Verfügung, sondern auch größere Indizes wie beispielsweise der gesamte DAX. Die Sparpläne können Sie bei vielen Anbietern sogar individuell zusammenstellen und so auch mehrere Wertpapiere miteinander kombinieren.

Sparpläne sind relativ preisgünstig, weil sie Aufträge nicht direkt ausführen. Stattdessen bündelt der jeweilige Anbieter die Anfragen aller Kunden und erwirbt die Wertpapiere immer nur zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem größeren Volumen. Anschließend verteilt er die gekauften Papiere entsprechend. Das macht es möglich, auch Sparpläne mit geringen Beträgen anzubieten. Wenigstens die übliche Mindestgebühr verfällt hier.

Normalerweise erlauben die Anbieter von Aktiendepots für Kinder zudem, dass die Einzahlung flexibel erfolgt. Auf diese Weise ist es den verschiedenen Angehörigen freigestellt, auch zu speziellen Anlässen oder wenn es finanziell möglich ist, Geld für das Kind zurückzulegen.

Sparpläne haben zudem den Vorteil, dass sie Kaufkurse glätten. Der Cost-Average-Effekt sorgt dafür, dass es im Endeffekt nicht wichtig ist, ob eine Aktie dann erworben wurde, wenn sie besonders niedrig stand.

Als Anleger*in können Sie hingegen von der im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten sehr hohen Rendite profitieren, die Aktien im Durchschnitt erzielen. Dabei sparen Sie zudem unnötige Orderprovisionen und sind jederzeit investiert, sodass Ihnen auch keine Dividendenzahlung entgeht.

Das beste Aktiendepot für Kinder finden

Um das für Sie und Ihr Kind passende Depot zu finden, sollten Sie das Angebot der verschiedenen Broker auf wichtige Faktoren prüfen.

Expertentipp
In der Regel entscheiden sich die meisten Anleger*innen für einen Fondssparplan. Es kann also weitaus wichtiger sein, welche Fonds ein Broker im Angebot hat – und zu welchem Preis. Es ist daher ratsam, erst die besonders interessanten Fonds oder ETFs auszusuchen, ehe Sie dann im zweiten Schritt den Broker wählen.

Die meisten Broker bieten im Rahmen von Kinderdepots zudem besonders günstige Konditionen. Nur sehr selten werden Depotführungsgebühren fällig. Dies ist besonders für Kunden wichtig, die nur vergleichsweise geringe Beträge zur Verfügung haben. In Einzelfällen verlangen Online Broker beispielsweise zwei Euro monatlich für die Depotführung. Diese 24 Euro jährlich reichen hingegen bei anderen Brokern fast aus, um eine monatliche Rate für einen Sparplan zu begleichen.

Gerade bei geringen Sparmöglichkeiten ist es deswegen wichtig, dass ein Broker ein Aktiendepot für Kinder besonders günstig anbietet. Häufig ist dies jedoch möglich, wenn eine Mindestanzahl an Trades durchgeführt wird.

Sehr günstige Konditionen bietet aktuell der Broker der Deutschen Bank, maxblue. Der Anbieter ist in Deutschland reguliert und ermöglicht Ihnen die kostenlose Ausführung von ETF-Sparplänen bis zu einer Sparrate von 250 Euro. Dazu kommt das kostenlose Depot. Günstig bei großer Auswahl sind auch die Broker flatex und DKB.

Steuersparmöglichkeit mit einem Kinderdepot

Kinder können mit ihrem Aktiendepot ebenfalls von Steuerfreibeträgen profitieren, derzeit von einem Sparerpauschbetrag von 801 Euro und einem Grundfreibetrag von 8.004 Euro. Hinzu kommt der steuerliche Sonderausgabenpauschbetrag von 36 Euro. Das bedeutet, dass Kinder einen Betrag von 9.309 Euro steuerfrei einnehmen könnten. Allerdings kann dieser natürlich nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Freibeträge nutzen

Es bleibt viel Spielraum, um die steuerlichen Freibeträge auszunutzen. Bei einer Rendite von 5 Prozent jährlich könnten Sie auf dem Depot beispielsweise einen Anlagebetrag von 186.180 Euro anlegen, ohne dass Steuern fällig werden.

Die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent führt jedoch dazu, dass die maximale theoretische Steuerersparnis noch einmal deutlich nach unten korrigiert werden muss. Zusammen mit dem Solidaritätsbeitrag ergibt sich eine Steuerbelastung auf Kapitalerträge in Höhe von 26,375 Prozent. Das bedeutet, dass die Steuerersparnis maximal 2.455,25 Euro betragen würde.

Falls die Eltern durch die Geldanlage bereits steuerlich belastet sind, kann es sinnvoll sein, das Geld (das später ohnehin dem Kind gehören wird und beispielsweise für seine Ausbildung zur Verfügung stehen soll) direkt im Namen des Kindes anzulegen.

Wer eigene Aktien auf sein Kind überträgt, sollte wissen, dass seit der Einführung der Abgeltungssteuer jeder Übertrag als Verkauf gilt. Somit können Kinder beispielsweise nicht von der Steuerfreiheit auf Wertpapiere profitieren, die vor 2009 erworben wurden. Außerdem müssen die Eltern auf eventuelle Kursgewinne Abgeltungssteuer entrichten, wenn diese ab 2009 erworben wurden. In einem separaten Artikel informieren wir Sie ausführlicher über die Besteuerung von Aktien.

Einkommensgrenze beachten

Zudem kann es sein, dass durch die Einnahmen des Kindes durch das Aktiendepot andere Vergünstigungen wegfallen. Das Kindergeld ist davon seit 2012 allerdings ausgenommen. Letzteres hängt nicht mehr vom Einkommen des Kindes ab. Allerdings ermöglicht die Krankenversicherung eine kostenfreie Mitversicherung nur dann, wenn das Einkommen des Kindes nicht mehr als 405 Euro im Monat beträgt. Das Kind muss sich dann freiwillig gesetzlich oder privat versichern, sodass die Versicherungsprämie deutlich variieren kann.

Die Versicherung für das Kind wäre allerdings so gut wie immer teurer als die Ersparnis. Demzufolge ist es sinnvoll, wenn Ihr Kind jährlich maximal 4.860 Euro (405 Euro monatlich) durch die Aktien einnehmen würde. Dieser Betrag ermöglicht wiederum eine jährliche Steuerersparnis von 1.282 Euro (ohne Kirchensteuer, mit Soli).

Schenkungssteuer sparen

Sinnvoll kann ein Übertrag aus steuerlichen Gründen allerdings auch dann sein, wenn Sie ein größeres Vermögen auf Ihre Kinder übertragen wollen. Der Freibetrag in Höhe von 400.000 Euro kann bei einer Schenkung alle zehn Jahre genutzt werden. Es ist auf diese Weise möglich, größere Vermögen schrittweise zu vererben, ohne dass das Kind Erbschafts- oder Schenkungssteuern zahlen muss.

Rechtliche Bedingungen

Sie sollten sich immer darüber im Klaren sein, dass das Vermögen auf dem Depot des Kindes zivilrechtlich auf das Kind übergeht. Es ist also nicht möglich, das Geld auf das Konto der Eltern zu überweisen. Es müsste hingegen die Zustimmung eines Vormundschaftsgerichts vorliegen, wenn größere Beträge wieder auf die Eltern übertragen werden sollen. Dies ist notwendig, um zu verhindern, dass Eltern lediglich die Steuersparmöglichkeiten ausnutzen oder das Vermögen des Kindes für sich selbst nutzen.

Bis das Kind die Volljährigkeit erreicht hat und voll geschäftsfähig ist, haben natürlich die Eltern als gesetzliche Vertreter grundsätzlich Zugriff auf das Geld. Es ist also möglich, das Geld zu übertragen. Gerade bei größeren Beträgen, die nicht auf ein Konto mit dem Namen des Kindes gehen, kann die Bank die Überweisung jedoch stoppen.

Finden zwischen Eltern und Kind regelmäßig Geldbewegungen statt, kann dies auch steuerliche Konsequenzen haben. Das Finanzamt kann dann nämlich Steuerhinterziehung vermuten und den Fall genauer prüfen. Eltern müssen eventuell nachweisen, warum die Übertragungen in dieser Weise stattfanden.

Alternative: Automatisierte Vermögensverwaltung für Kinder

Der Kauf von Einzelaktien ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, das nicht jeder seinen Kindern zumuten will. Sichere Aktien oder Aktien, die als besonders sicher gelten, bezeichnete man früher gerne als „Witwen-und-Waisen-Papier“. Doch viele, wie die Deutsche Bank Aktie oder RWE, haben ihr Versprechen nicht gehalten und deutlich an Wert verloren.

Besser ist deshalb der Kauf eines ETF, der möglichst breit investiert, also in verschiedene Branchen und Regionen. Hier bieten sich Indexfonds auf den unten abgebildeten MSCI All Country World Index an, der die Entwicklung der größten Unternehmen aus den Industrie- und Schwellenländern abbildet.

Noch einfacher ist aber eine automatisierte Vermögensverwaltung. Diese können Sie zum Beispiel bei OSKAR nutzen, der sich auf Familien spezialisiert hat (siehe oben). Ab 25 Euro monatlich können Sie mit der gesamten Verwandtschaft in einem einzigen Konto Geld für Ihr Kind oder Enkelkind ansparen. Einmalzahlungen sind allerdings erst ab 1.000 Euro möglich.

Diese sind bei VisualVest schon ab einmalig 500 Euro oder monatlich 25 Euro möglich. Das Unternehmen gehört zur Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken und bietet ein spezielles Junior-Depot an.

Die Eltern legen ein Risikoprofil fest. Wie bei einem guten Wertpapierdepot wird das Geld breit gestreut und in verschiedene ETFs angelegt, die wiederum weltweit Aktien und Anleihen kaufen. Die Kosten liegen unter denen der meisten aktiv verwalteten Fonds. Sie betragen 1 Prozent plus 0,14 Prozent Produktkosten p.a. Weitere Anbieter in diesem Segment sind beispielsweise cominvest oder quirion.

Können Großeltern ein Depot für ihre Enkel eröffnen?

Im Regelfall ist das nicht möglich. Allerdings können sie ein Depot im eigenen Namen eröffnen und für die Enkelkinder besparen. Allerdings lässt sich dann kein Steuer-Freibetrag für die Kinder nutzen. Alternativ können die Eltern ein Depot für ihre Kinder eröffnen, das von den Großeltern bespart werden kann.

FAQ zu Kinder Depots

Welche Dokumente benötige ich zur Eröffnung eines Kinder-Aktiendepots?

Im Normalfall benötigen Sie zur Eröffnung eines Kinder-Aktiendepots mindestens die Geburtsurkunde Ihres Kindes. Weitere Dokumente für die Eröffnung eines Aktiendepots können Sorgerechtsbeschluss, Sorgeerklärung oder die Heiratsurkunde sein.

Ist es einfacher, das Kinderdepot bei der eigenen Hausbank zu eröffnen?

Es handelt sich bei der Eröffnung des Kinderdepots bei der eigenen Hausbank sicherlich um eine gute Option, wenn diese ein Kinderdepot anbietet. Überprüfen Sie einfach unsere Top 10 Anbieter für Kinder-Aktiendepots.

Warum kann ich keine riskanteren Produkte im Aktiendepot für Kinder handeln?

Da Sie im Namen Ihres Kindes anlegen, liegt der Fokus aus Sicht der Banken auf einem möglichst langfristigen Sparen. Entsprechend sind riskante Produkte nicht Teil dieses Handels.

Wie lange läuft ein Kinder-Aktiendepot?

Ein Kinder-Aktiendepot kann unterschiedlich lange Laufzeiten aufweisen. Es hängt vor allem davon ab, wann Ihr Kind die Volljährigkeit erlangt und damit Zugriff auf sein Guthaben erhält - so zum Beispiel auch bei maxblue.

Was geschieht bei der Volljährigkeit des Kindes mit dem Aktiendepot?

Das Aktiendepot geht dann offiziell auf das Kind über. Somit hat es ab dem 18. Geburtstag vollen Zugriff auf die Anlage - ob für Studium, eine Weltreise oder ein anhaltendes Investment.

Depot für Kind eröffnen Trade Republic: Hat der Discounter ein Kinderdepot? 

Bisher hat Trade Republic kein spezielles Depot für Kinder. Ohnehin ist der Broker vor allem dann interessant, wenn mehrmals pro Monat Wertpapiere ge- und verkauft werden, was bei einem Kinderdepot nicht sinnvoll ist. Wir empfehlen daher andere Anbieter

Fazit

Das beste Kinder-Aktiendepot

Ein Aktiendepot für Kinder kann steuerliche Vorteile mit sich bringen, die allerdings fast ausschließlich zum Vorteil des Kindes eingesetzt werden können. Dies betrifft sowohl die Freibeträge bei der Abgeltungs- und Einkommensteuer als auch bei der Erbschaftssteuer. Eltern müssen das Geld zudem deutlich defensiver anlegen.

Zahlreiche Sparpläne erleichtern den Vermögensaufbau auch dann, wenn monatlich nur geringe Raten zur Verfügung stehen. Auf diese Weise können Anleger*innen für die Ausbildung ihres Kindes vorsorgen. Ein exzellentes Aktiendepot für Kinder gibt es bei maxblue. Sie können es kostenlos nutzen und besparen.

Mehr zum Thema Aktiendepot: In unserem Ratgeber Gemeinschaftsdepot oder Depot für Studenten.

 

Paul ist Autor von Aktien.net und schreibt seit 2016 für das Portal. Im August 2006 - Januar 2009 hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Versicherung absolviert. Hier war er unter anderem im Investmentbanking bei der Dresdner Bank (damals noch Teil der Allianz, heute Commerzbank) eingesetzt. Paul interessiert sich insbesondere für Aktienindizes, ETFs, Fonds, Rohstoffe und Anleihen.

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