Aktiendepots für Kinder – Aktien für Kinder kaufen

Aktiendepots für Kinder – Aktien für Kinder kaufen

Kinder Umgang mit Geld

Aktiendepots für Kinder ermöglichen es, Geld für das Kind anzulegen und dabei Steuern zu sparen. Viele Online Broker bieten für diesen Zweck sogar gesonderte Depots, mit besonderen Bedingungen. Auch wenn die Freibeträge für Kinder die steuerliche Belastung deutlich senken können, sollten Eltern vor der Eröffnung einiges beachten.

Welche Vorteile haben Aktiendepots Kinder?

Ein Aktiendepot für Kinder kann verschiedene Pluspunkte haben, die auch von der Vermögenslage der Eltern abhängt. Grundsätzlich lassen sich die folgenden Vorteile nennen:

  • Die Steuern können durch den Steuerfreibetrag des Kindes optimiert werden.
  • Die Erbschaftssteuer kann gesenkt werden.
  • Dem Kind kann schrittweise die Ausbildung oder der Start ins Berufsleben finanziell erleichtert werden.
  • Ein Wertpapiersparplan diszipliniert Eltern zum Sparen.
  • Das Kind kann früh an die Aktienanlage herangeführt werden.
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Wie können Anleger das Geld ihrer Kinder anlegen?

Aktiendepots für Kinder verfügen häufig über einige Besonderheiten. Grundsätzlich sind jedoch die folgenden Finanzprodukte in der Regel verfügbar:

Dies ist jedoch nicht nur in einmaligen Transaktionen möglich. Eine weitere Besonderheit ist das häufig umfangreiche Angebot an Sparplänen, die sich für den Vermögensaufbau eines Kindes natürlich besonders eignen.

Aktiendepots Kinder

Das SBroker StartDepot eignet sich für Kinder und Jugendliche

Im Rahmen von Aktiendepots für Kinder erlauben die Anbieter häufig nicht, das Geld zu riskant anzulegen. Um das Vermögen des Kindes zu schützen, fordern die Banken deswegen eine langfristige Vermögensanlage, deren Risiko nicht zu groß ist. Ausgeschlossen sind deshalb in der Regel die folgenden Finanzprodukte:

  • Effektenkredit
  • Währungskonten
  • Optionsscheine
  • Finanztermingeschäfte
  • Auslandsgeschäfte
  • Hedgefonds
  • Knock-Out-Produkte

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Angehörige das Geld zu spekulativ anlegen. Die Banken gehen davon aus, dass das Geld zur langfristigen Vermögensanlage genutzt werden soll. Da das Depot und das dort vorhandene Kapital ausschließlich dem Kinde gehört, kann die Bank die Nutzung für spekulativere Zwecke also unterbinden, um das Wohl des Kindes zu sichern.

Aktiendepots: Sparpläne besonders interessant

Viele Broker und Filialbanken, die Aktiendepots für Kinder anbieten, bieten eine große Auswahl an Sparplänen an. Dabei stehen häufig nicht nur ETFs oder Fonds zur Verfügung, sondern auch größere Aktientitel wie beispielsweise der gesamte DAX. Die Sparpläne können bei vielen Anbietern sogar individuell zusammengestellt werden und so auch aus mehreren Wertpapieren bestehen.

Sparpläne sind deswegen relativ preisgünstig möglich, weil die Aufträge nicht direkt ausgeführt werden. Stattdessen bündelt der jeweilige Anbieter die Anfragen seiner Kunden und erwirbt die Wertpapiere immer nur zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem größeren Volumen. Anschließend verteilt er die gekauften Papiere dann dementsprechend. Das macht es möglich, auch Sparpläne mit geringen Beträgen anbieten zu können. Zumindest die übliche Mindestgebühr verfällt hier.

In der Regel erlauben die Anbieter von Aktiendepots für Kinder zudem, dass die Einzahlung flexibel erfolgt. Auf diese Weise ist es den verschiedenen Angehörigen möglich, auch zu speziellen Anlässen oder wenn es finanziell möglich ist, Geld für das Kind zurückzulegen.

Sparpläne haben zu dem den Vorteil, dass Kaufkurse geglättet werden. Der Cost-Average-Effekt sorgt dafür, dass es im Endeffekt nicht wichtig ist, ob eine Aktie dann erworben wurde, wenn sie besonders niedrig stand. Der Anleger kann hingegen von der im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten sehr hohen Rendite profitieren, die Aktien im Durchschnitt über die Jahre erzielen können. Dabei spart er zudem unnötige Orderprovisionen und ist jederzeit investiert, sodass ihm auch keine Dividendenzahlung entgeht.

Ein Aktiendepot für Kinder beantragen

Die Beantragung eines Aktiendepots für Kinder ist durch das Internet sehr leicht geworden. In der Regel sind die folgenden Schritte erforderlich:

  • Antragsformular für das Aktiendepot beim Anbieter herunterladen.
  • Die Daten des Minderjährigen und der gesetzlichen Vertreter eintragen.
  • Den von beiden gesetzlichen Vertretern unterschriebenen Vertrag zusammen mit den notwenigen Dokumenten zur Post bringen.
  • Dort wird durch das PostIdent-Verfahren die Identität des Antragstellers bestätigt.

Je nach Online Broker und gesetzlicher Situation müssen allerdings noch verschiedene weitere Dokumente eingereicht werden. So fordern die meisten Banken eine Kopie der Geburts- oder Abstammungsurkunde des Minderjährigen an. Dies ist allerdings nur dann notwendig, wenn der Minderjährige nicht ohnehin Kunde der Bank ist. Zudem kann auch eine Kopie vom Personalausweis bei Minderjährigen ab 16 Jahre notwendig sein.

In vielen Fällen kann es zudem notwendig werden, dass noch weitere Dokumente eingereicht werden müssen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Eltern getrennt sind oder es abweichende Familiennamen gibt. Hier können erforderlich werden:

  • Sorgerechtsbeschluss/Negativattest
  • Sorgeerklärung
  • Heiratsurkunde/Namensänderungsurkunde
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Das beste Depot für Kinder finden

Um das Depot zu finden, das für das Kind am besten geeignet ist, sollte das Angebot der verschiedenen Broker auf wichtige Faktoren geprüft werden.

In der Regel entscheiden sich die meisten Anleger für einen Fondssparplan. Es kann deswegen sein, dass es weitaus wichtiger ist, welche Fonds und zu welchem Preis ein Broker diesen im Angebot hat. Es ist deswegen ratsam erst die Fonds oder ETFs auszusuchen, die besonders interessant sind, um dann in einem zweiten Schritt den Broker zu wählen.

Die meisten Broker bieten im Rahmen von Kinderdepots zudem besonders günstige Konditionen. Nur sehr selten werden Depotführungsgebühren fällig. Dies ist besonders für Kunden wichtig, die nur vergleichsweise geringe Beträge zur Verfügung haben. In Einzelfällen verlangen Online Broker beispielsweise durchaus zwei Euro monatlich für die Depotführung. Diese 24 Euro jährlich reichen hingegen bei anderen Brokern fast aus, um eine monatliche Rate für einen Sparplan zu begleichen. Gerade bei geringen Sparmöglichkeiten ist es deswegen wichtig, dass ein Broker ein Kinderdepot besonders günstig anbietet. Häufig ist dies jedoch möglich, wenn eine Mindestanzahl an Trades durchgeführt wird.

Steuersparmöglichkeit Kinderdepot

Kinder können ebenfalls von Steuerfreibeträgen profitieren. Derzeit können sie also einen Sparerpauschbetrag von 801 Euro und einem Grundfreibetrag von 8.004 profitieren. Hinzu kommt der steuerliche Sonderausgabenpauschbetrag von 36 Euro. Das bedeutet, dass Kinder einen Betrag von 9.309 Euro steuerfrei einnehmen könnte. Allerdings kann dieser natürlich nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Um die steuerlichen Freibeträge ausnutzen zu können, bleibt dabei viel Spielraum. Bei einer Rendite von 5 Prozent jährlich könnte auf dem Depot beispielsweise ein Anlagebetrag von 186.180 Euro angelegt werden, ohne dass Steuern fällig werden würden.

Die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % führt jedoch dazu, dass die maximale theoretische Steuerersparnis noch einmal deutlich nach unten korrigiert werden muss. Zusammen mit dem Solidaritätsbeitrag ergibt sich eine Steuerbelastung auf Kapitalerträge in Höhe von 26,375 %. Das bedeutet, dass die Steuerersparnis maximal 2.455,25 Euro betragen würde.

Sind die Eltern steuerlich auch durch die Geldanlage bereits sehr belastet, kann es deswegen sinnvoll sein, das Geld, das später ohnehin dem Kind gehören wird und beispielsweise für seine Ausbildung zur Verfügung stehen soll, direkt im Namen des Kindes anzulegen.

Wer eigene Aktien auf sein Kind überträgt, sollte dafür wissen, dass seit der Einführung der Abgeltungssteuer jeder Übertrag als Verkauf gilt. Somit können Kinder beispielsweise auch nicht von der Steuerfreiheit auf Wertpapiere profitieren, die vor 2009 erworben wurden. Zudem müssen die Eltern auf eventuelle Kursgewinne Abgeltungssteuer entrichten, wenn sie ab 2009 erworben wurden.

Zudem kann es sein, dass durch die Einnahmen des Kindes durch das Aktiendepot andere Vergünstigungen wegfallen. Das Kindergeld ist davon seit 2012 allerdings ausgenommen. Es hängt nicht mehr vom Einkommen des Kindes ab. Allerdings ermöglicht die Krankenversicherung eine kostenfreie Mitversicherung nur dann, wenn das Einkommen des Kindes nicht mehr als 405 Euro im Monat beträgt. Das Kind muss sich dann freiwillig gesetzlich oder privat versichern, sodass die Versicherungsprämie deutlich variieren kann.

Die Versicherung für das Kind wäre allerdings so gut wie immer teurer als die Ersparnis. Demzufolge ist es sinnvoll, wenn das Kind jährlich maximal 4.860 Euro (405 Euro monatlich) durch die Aktien einnehmen würde. Dieser Betrag ermöglicht wiederum eine jährliche Steuerersparnis von 1.282 Euro (ohne Kirchensteuer, mit Soli).

Sinnvoll kann ein Übertrag aus steuerlichen Gründen allerdings auch dann sein, wenn Eltern ein größeres Vermögen auf ihre Kinder übertragen wollen. Ein Freibetrag von 400.000 Euro ist per Schenkung alle zehn Jahre möglich. Es ist auf diese Weise möglich, größere Vermögen schrittweise zu vererben, ohne dass das Kind die steuerliche Belastung durch die Erbschaftsteuer tragen muss.

Rechtliche Bedingungen

Anleger sollten sich immer darüber im Klaren sein, dass das Vermögen auf dem Depot des Kindes zivilrechtlich auf das Kind übergeht. Es ist also nicht möglich, das Geld auf das Konto der Eltern zu überweisen. Es müsste hingegen die Zustimmung eines Vormundschaftsgerichts vorliegen, wenn größere Beträge wieder auf die Eltern übertragen werden sollen. Dies ist notwendig, um zu verhindern, dass Eltern lediglich die Steuersparmöglichkeiten ausnutzen oder das Vermögen des Kindes für sich selbst nutzen.

Natürlich haben Eltern dennoch dadurch, dass sie die gesetzlichen Vertreter sind, grundsätzlich Zugriff auf das Geld, bis das Kind die Volljährigkeit erreicht hat und voll geschäftsfähig ist. Es ist deswegen dennoch möglich, das Geld zu übertragen. Gerade bei größeren Beträgen, die nicht auf ein Konto gehen, das unter dem Namen des Kindes geführt wird, kann die Bank die Überweisung jedoch stoppen.

Finden zwischen Eltern und Kind regelmäßig Geldbewegungen statt, kann dies allerdings auch steuerliche Konsequenzen haben. Das Finanzamt kann dann nämlich Steuerhinterziehung vermuten und den Fall genauer prüfen. Eltern müssen dann genau nachweisen, warum die Übertragungen in dieser Weise stattfanden.

Fazit:

Ein Aktiendepot für Kinder kann steuerliche Vorteile mit sich bringen, die allerdings fast ausschließlich zum Vorteil des Kindes eingesetzt werden können. Dies betrifft sowohl die Freibeträge bei der Abgeltungs- und Einkommensteuer als auch bei der Erbschaftssteuer. Eltern müssen das Geld zudem deutlich defensiver anlegen. Zahlreiche Sparpläne erleichtern den Vermögensaufbau auch dann, wenn monatlich nur geringe Raten zur Verfügung stehen. Auf diese Weise können Anleger für die Ausbildung ihres Kindes vorsorgen.

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