Vegane Aktien kaufen 2022 – Tipps und Erfahrungen

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Vegane Aktien - Das Wichtigste in Kürze

 

So gehen Sie vor

  • Informieren Sie sich über vegane Aktien und ETFs.
  • Untersuchen Sie sowohl die Glaubwürdigkeit des Konzepts und dessen wirtschaftliche Aussichten.
  • Wählen Sie eine oder mehrere Aktien sowie ETFs aus.
  • Suchen Sie einen passenden Broker.
  • Handeln Sie vegane Aktien.

Inhaltsverzeichnis

Die besten veganen Aktien, die wir in diesem Artikel vorstellen

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A2N7XQ
US08862E1091
40,75
886
-0.7178%
0
A1103M
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908170
US4052171000
0,90
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0.0412%
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893540
IL0007460160
0,00
10.121
0.0571%
0.0282
883172
US8004221078
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0.0646%
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Die besten veganen Fonds und ETFs, die wir in diesem Artikel vorstellen

Wenn Sie den ETF anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.
Name / WKN / ISIN
U.S. Vegan Climate ETF (VEGN)
SLA5H0WKN kopiert
DE000SLA5H01ISIN kopiert

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Vegane Aktien – ein Megatrend

Von einem Megatrend spricht man, wenn ein bestimmter Trend vermutlich viele Jahre und Jahrzehnte anhalten wird. Der Verzicht auf tierische Produkte ist also ein solcher Megatrend. Allein von 2016 bis 2020 stieg die Zahl der sich vegan ernährenden Menschen um mehr als ein Drittel.

Infografik: Rund 8 Millionen Deutsche essen kein Fleisch.

Veganer Statistik: Anzahl der Deutschen, die kein Fleisch essen. (Grafik: Statista)

Zum veganen Lebensstil gehört allerdings mehr als vegane Ernährung. Kosmetik, die ohne Tierversuche hergestellt wird, ist ein Milliardenmarkt. Die meisten veganen Aktien stammen jedoch aus dem Bereich der Ernährung.

Die Aussichten sind gut, denn durch eine steigende Weltbevölkerung wird die vegane Lebensweise immer wichtiger; mehr Menschen müssen sich in Zukunft zumindest teilweise vegetarisch oder vegan ernähren.

Ebenfalls interessant: Unsere 5 Kaffee-Aktien Listen & Kaffee Aktien ETFs

5 vegane Aktien, die Sie kennen sollten

Wir haben uns fünf vegane Aktien angesehen und eine subjektive Bewertung erstellt. Ob das Papier zu Ihrem Risikoprofil passt und ob Sie es für zukunftsfähig halten, müssen am Ende natürlich Sie selbst entscheidend.

Welcher Broker ist der richtige?

Wählen Sie den Broker, der am besten zu Ihnen passt. Wer alle Dienstleistungen, vom Girokonto bis zum Aktiendepot, aus einer Hand möchte, der braucht eine Direktbank wie comdirect. Deutlich günstiger sind dagegen Neobroker wie Trade Republic. Besonders gut gefällt uns Smartbroker, denn das Unternehmen bietet sowohl Trading zum Nulltarif (nach Art der Neobroker) als auch den Handel gegen Gebühr über Xetra und andere regulierte Börsen. Allerdings kann die Eröffnung etwas dauern, hier gibt es noch Verbesserungsbedarf.

Beyond Meat

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A2N7XQ
US08862E1091
40,75
886
-0.7178%
0

Die Beyond Meat Aktie verlor zwischenzeitlich fast 90 Prozent ihres Höchstwertes. Dabei sind Geschäftskonzept und Produkt zukunftsfähig. Sie sollten die Aktie deshalb genauer unter die Lupe nehmen.

Zukunftsträchtige Geschäftsidee, doch bisher nur Verluste

Die Geschäftsidee von Beyond Meat ist vielversprechend, denn Fleischersatz ist ein Milliardenmarkt. Bei klassischen Fleisch- und Wurstwaren ist der Konkurrenzkampf gnadenlos, doch bei Fleischersatz kann das Unternehmen mit guten, fleischähnlichen Produkten höhere Preise durchsetzen, denn es gibt deutlich weniger Anbieter mit entsprechendem Knowhow. Doch bisher erzielt das Unternehmen Beyond Meat keine Gewinne, und auch für die nächsten drei Jahre rechnet die Firma mit roten Zahlen. Die Verluste stiegen zuletzt sogar an – und werden das wohl auch 2022 tun. An der Börse haben viele Anleger*innen bereits die Geduld verloren: Mitte 2022 war die Aktie rund 80 Prozent weniger wert als ein Jahr zuvor. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Papier bereits deutlich von dem Höchstwert (200 Euro im Juli 2019) entfernt.

McDonalds und Kim Kardashian

Eigentlich könnte die Aktie für Begeisterung sorgen. Das Unternehmen kooperiert mit McDonalds und Kentucky Fried Chicken und erlangte dadurch Bekanntheit. Auch die Qualität wird überwiegend gelobt. Im Mai 2022 wurde Kim Kardashian als neue Werbebotschafterin gewonnen. Ob das dem Umsatz neuen Schwung gibt, bleibt abzuwarten.

Umsatz wächst im Jahr 2021 nur leicht

Um Gewinne zu machen, muss die Firma nicht nur ihre Kosten reduzieren, sondern auch wachsen. Das ist ihr zumindest in den ersten Jahren gut gelungen. Der Umsatz verfünffachte sich von 2018 bis 2020 nahezu. Im Jahr 2021 gab es dagegen nur noch ein Plus von 14,2 Prozent. Es bleibt abzuwarten, ob das eine Folge der Pandemie ist oder die Jahre des hohen Wachstums vorbei sind.

Beyond Meat als Übernahmekandidat

Angesichts des niedrigen Kurses und der guten Produkte könnte Beyond Meat mittelfristig übernommen werden. Das würde die Aktie nicht auf alte Kursniveaus zurückbringen, aber trotzdem für starke Kursgewinne sorgen.

Die Aktie in den Analysen

Trotz des historisch niedrigen Kurses kommt Beyond Meat in den Analysen nicht gut weg. In fünf Berichten wird zum Verkauf geraten, in nur drei zum Kauf. Die Mehrheit von 14 Berichten sieht die Aktie neutral und setzt sie auf „halten“. Hintergrund: Beyond Meat wurde 2009 gegründet und unter anderem von einer Investmentgesellschaft von Bill Gates finanziert. Das Unternehmen betreibt Fabriken in den USA, den Niederlanden und der Volksrepublik China. Trotz der überwiegend negativen Analysen ist die Firma interessant. Eine Übernahme durch einen großen Konzern könnte für Kursgewinne sorgen.
Infografik: Keine Gender-Grill-Gap bei Fleischersatz.

Kein Gender Gap am Grill: Männer grillen ähnlich häufig vegetarisch und vegan. (Grafik: Statista)

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zum Thema In künstliches Fleisch Aktien investieren.

Fermentalg

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
A1103M
FR0011271600
0,00
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-0.9021%
0

Fermentalg möchte Algen für die Produktion von Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln nutzen. Eine gute Idee, nur muss die Firma endlich in die Gewinnzone kommen.

Ewige Hoffnungsträgerin?

Die Fermentalg Aktie wurde schon vor rund zwei Jahren als Hoffnungsträgerin gehandelt. Denn Algen haben viel Potenzial. Sie lassen sich schnell züchten, sind ein nachwachsender Rohstoff und werden bisher kaum genutzt. Die Firma kann auch erste Erfolge vermelden. Sie stellt vegane Omega-3-Fettsäuren her, die unter anderem bei einer veganen Ernährung wichtig sind. Außerdem produziert sie Proteine, natürliche Farben und das Tochterunternehmen CarbonWorks holt CO2 aus der Luft. Der Aktie hat das bisher aber nicht viel gebracht, vom Startkurs von 9 Euro im Jahr 2014 ging es eigentlich nur abwärts, 2020 lag der Wert des Papiers teilweise sogar unter 1 Euro. Anfang 2021 sah es nach der Trendwende aus, als der Kurs sich in kurzer Zeit vervierfachte, doch seitdem hat das Papier erneut an Wert verloren.

Warten auf Gewinne

Die Kursentwicklung lässt sich leicht mit einem Blick auf die fundamentalen Daten erklären. Betriebsergebnis und Cash-Flow werden auch 2022 negativ sein, erst 2024 wird ein Gewinn erwartet. Die Ausgabe neuer Aktien bringt Kapital, verwässert aber die Anteile der Altaktionäre. Immerhin steigt der Umsatz rasant; von 240.000 Euro im Jahr 2018 auf 5,6 Millionen im Jahr 2021. Allein im Jahr 2021 betrug das Plus gegenüber dem Vorjahr 156 Prozent. Die Aktie ist daher attraktiv für alle, die etwas Geduld mitbringen.

Die Analysen

Bisher liegen uns nur zwei Analysen vor, beide sehen die Aktie positiv und setzen sie auf „kaufen“ beziehungsweise „übergewichten“. Hintergrund: Fermentalg hat seinen Sitz in Südfrankreich. Zusammen mit dem Versorger Suez hat das Unternehmen 2019 die weltweit erste CO2-Filteranlage in Betrieb genommen. Auch diese arbeitet mit Algen. Schwerpunkt ist allerdings der Lebensmittelsektor. So gewinnt Fermentalg aus Algen natürlichen, blauen Farbstoff. Fermentalg ist eine riskante Investition, wegen des Potenzials von Algen aber dennoch hochinteressant.

Hain Celestial Group

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
908170
US4052171000
0,90
1.687
0.0412%
0

Als eines der größten Unternehmen für Bioprodukte in den USA könnte Hain Celestial auch vom Trend zur fleischlosen oder veganen Ernährung profitieren. Die meisten Produkte sind vegetarisch, viele sind vegan. Für Babynahrung und bei der Marke Empire Kosher wird aber auch Fleisch verarbeitet.

Wachstumsmarkt – aber sinkende Umsätze

Der Markt für Bioprodukte wächst auch in den USA, der Umsatz von Hain geht allerdings seit Jahren zurück. Das liegt vor allem daran, dass unrentable Bereiche aufgegeben wurden. Dadurch verdoppelte sich der Umsatz pro Mitarbeitenden in den vergangenen drei Jahren nahezu und nach zwei Verlustjahren machte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2020/2021 endlich wieder Gewinne. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 60 war die Aktie im abgelaufenen Geschäftsjahr aber auch sehr teuer. Das wird in diesem Jahr vermutlich anders sein, einmal weil der Gewinn im am 30. Juni 2022 endenden Geschäftsjahr rund 50 Prozent höher ausfallen soll als im Vorjahr, aber auch, weil die Aktie von Juni 2021 bis Juni 2022 mehr als ein Viertel an Wert verloren hat.

Wie gut ist das Geschäftsmodell?

Immer mehr Geld wird für Bioprodukte ausgegeben – und die hat Hain im Angebot. Beispielsweise mit Yves Veggie Cuisine, Earth’s Best Organic oder dem Hersteller von Bio-Chips Garden of Eatin‘. Trotzdem bleiben einige Risiken. So wächst der Markt für Fleischersatzprodukte. Hain ist in diesem Markt aber kaum vertreten. Der Konkurrenzkampf im Biosektor wird außerdem stärker: Immer mehr Marken führen Nachhaltigkeitskriterien ein. Gleichzeitig geraten die klassischen Biokriterien unter Druck. Vor allem der höhere Flächenverbrauch wird ihnen vorgeworfen. Außerdem wird die Frage gestellt, ob Bio-Spritzmittel wirklich immer besser sind als synthetische Alternativen. Diese Entwicklung wird den Bio-Sektor nicht verdrängen, womöglich aber das Wachstum bremsen oder gar stoppen. Das könnte angesichts der zunehmenden Konkurrenz und des hohen Kurs-Gewinn-Verhältnisses für fallende oder zumindest stagnierende Kurse sorgen.

Die Meinung in den Analysen

Die meisten Analysen fallen trotz der Risiken positiv aus. Von 16 Analysen raten acht zum Kauf, vier setzen die Aktie auf „aufstocken“. Drei bewerten das Papier mit „halten“, lediglich die United Bank of Switzerland (UBS) rät zum Verkauf. Hintergrund: Hain Celestial Group wurde 1993 gegründet und stieg auch durch Übernahmen zu einem der größten Anbieter von Bioprodukten in den USA auf. Zum Konzern gehören zahlreiche Marken mit unterschiedlicher Ausrichtung. Beispielsweise übernahm der Konzern 2015 den bereits 1938 gegründeten Spezialisten für koscheres Essen Empire Kosher. Fast alle Marken müssen aber Bio-Kriterien erfüllen. Der Markt für Bioprodukte wächst, aber die Konkurrenz wird auch größer. Ob das Wachstum reicht, um die hohe Bewertung von Hain zu rechtfertigen, muss sich erst zeigen.

Strauss Group

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
893540
IL0007460160
0,00
10.121
0.0571%
0.0282

Im Grunde ist die Strauss Group ein ganz normaler Lebensmittelkonzern. Attraktiv ist vor allem das Tochterunternehmen „The Kitchen“, über das die Gruppe in junge Unternehmen aus dem Bereich Lebensmittel investiert. Unter anderem wurde dort frühzeitig in Aleph Farms investiert, einen Hersteller, der Fleisch im Labor herstellt („Laborfleisch“). Zero Egg dagegen will einen veganen Ei-Ersatz entwickeln.

So ist die aktuelle Situation

Mitte 2022 liegt der Kurs der Aktie rund 40-mal so hoch wie der erwartete Gewinn je Aktie. Damit ist das Unternehmen für einen Lebensmittelhersteller sehr teuer. Zumal ein Großteil des Geschäfts nach wie vor in Israel gemacht wird. Das bedeutet eine hohe Abhängigkeit von einem einzelnen Markt. Die Aktie hat sich im vergangenen Jahr vor allem seitwärts bewegt. Ende 2021 stieg das Papier zwar zeitweise deutlich an, gab die Gewinne aber bis Mai 2022 wieder ab und fiel unter den Vorjahreswert. Nach einem erneuten Anstieg kostete die Aktie im Juni 2022 etwas weniger als ein Jahr zuvor.

Hoffnung auf „The Kitchen“

Was die Aktie der Strauss Group trotz der vielen Nachteile attraktiv macht, ist das Tochterunternehmen „The Kitchen“, das sich selbst als „FoodTech Hub“ bezeichnet. Als Start-up-Inkubator unterstützt es innovative, junge Unternehmen aus der Lebensmittelbranche mit Geld und Erfahrung. Das bekannteste Unternehmen, das von „The Kitchen“ mitgegründet wurde, ist Aleph Farms. Auch Schauspieler Leonardo DiCaprio ist in Aleph Farms investiert und sitzt im Aufsichtsrat. Aleph Farms will echtes Fleisch ohne Tierhaltung herstellen, sogenanntes In-vitro-Fleisch oder kultiviertes Fleisch. Dieses wird direkt aus Tierzellen gezüchtet, das Aufziehen und Schlachten von Tieren ist damit nicht mehr nötig. 2018 wurde so das erste Hacksteak hergestellt, 2021 auch ein echtes Filet. 2019 wurde außerdem In-vitro-Fleisch im Weltraum hergestellt. Unter dem Schlagwort „Meat for Space“ will das Unternehmen nach eigenen Angaben „Frische Lebensmittel für Astronauten und Weltraumkolonien“ herstellen und hat dazu das Programm Aleph Zero ins Leben gerufen. Ähnliches plant Forsea mit Meeresfrüchten und Wanda Fish mit Fisch, auch sie sollen künftig im Labor entstehen. Zero Egg wiederum arbeitet an Eiersatzprodukten auf pflanzlicher Basis. Etwas weniger erfolgsversprechend sind die Pläne von Anina. Dieses Start-up aus dem „The Kitchen“-Inkubator möchte die Lebensmittelverschwendung reduzieren und Produkte aus beschädigtem Gemüse kreieren.

Analysen

Hilda und Richard Strauss starteten ihr Unternehmen 1936, nach ihrer Flucht aus Deutschland, als Nebenerwerbslandwirte und Selbstvermarkter. Kurz darauf wurde die Nahariya Molkerei gegründet, die bald auch Käse herstellte. In Deutschland ist das Unternehmen mit den Norddeutschen Kaffeewerken in Upahl in Mecklenburg vertreten, die allerdings überwiegend für den Export produzieren. 2004 fusionierte das Unternehmen mit dem Rivalen Elite. Bis 2007 hieß das Unternehmen daher Strauss-Elite. Elite ist nach wie vor der Markenname für die Schokoladen des Konzerns. Die Aktien der Strauss Group sind teuer. Attraktiv ist die Tochter „The Kitchen“, die Anteile an vielen innovativen Unternehmen hält. Doch deren Anteil am Gesamtgewinn ist bisher klein.
Infografik: Neues Fleisch für die Welt

Vegane Aktien: Schätzung zur Entwicklung des Marktes für Fleisch und Fleischersatz. (Grafik: Statista)

John B. Sanfilippo & Son Aktie

WKNISINKGVMARKT KAP.Gewinn MargeDIV/R:
883172
US8004221078
0,00
963
0.0646%
0.0091

Die steigende Zahl von Veganern und Vegetariern beschert dem alteingesessenen Unternehmen seit Jahren steigende Nachfrage und gute Zukunftsaussichten. Denn John B. Sanfilippo & Son vertreibt Nüsse in allen Variationen. Und die sind bei einer fleischlosen Ernährung besonders wichtig.

Regelmäßig Gewinne

John B. Sanfilippo & Son ist kein Start-up, das noch Verluste macht. Die Firma macht regelmäßig Gewinne – und konnte diese zuletzt sogar ausbauen. Mit dem Gewinn stieg auch die Dividende, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 betrug die Dividendenrendite 5,7 Prozent. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 ist die Aktie ähnlich bewertet wie Unilever und etwas günstiger als PepsiCo, zwei Schwergewichte aus dem Nahrungsmittelgeschäft.

Wachstumsgeschäft Nüsse

Nüsse sind ein wichtiger Teil veganer Ernährung, sie enthalten Fettsäuren und Eisen, die sonst das Fleisch liefert, außerdem weitere Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Kalium sowie Eiweiß, Folat und Vitamin E. Überhaupt sind Nüsse gesund und vermutlich auch kalorienärmer, als bisher angenommen wurde. Sie scheinen die Risiken für eine ganze Reihe von Erkrankungen zu senken, auch bei Menschen, die Fleisch essen. Dass Nüsse nicht dick machen, scheint daran zu liegen, dass die enthaltenen Kalorien nicht vollständig vom Körper aufgenommen werden. John B. Sanfilippo & Son vertreibt zahlreiche verschiedene Nusssnacks, seien es Mandeln, Walnüsse, Paranüsse oder Pekannüsse. Auch Cashewkerne und Erdnüsse gehören zum Angebot, die streng genommen keine Nüsse sind. Sie werden unter verschiedenen Markennamen vertrieben, unter anderem Fisher Nuts.

Die Analysen

Zu der Aktie haben wir nur eine einzige Analyse gefunden. Diese setzt die Aktie auf „kaufen“. Hintergrund: Nussspezialist John B. Sanfilippo & Son macht Gewinn und zahlt Dividenden. Die Firma ist in bereits seit über 100 Jahren im Nussgeschäft tätig. Ursprünglich war John B. Sanfilippo & Son ein Pekannussschälbetrieb. Hunderte Arbeiter schälten die Nüsse in Heimarbeit, während die Familie Sanfilippo sich um den Einkauf des Rohmaterials und den Vertrieb der geschälten Nüsse kümmerte. Der Sohn des Firmengründers John B Sanfilippo, Jasper B. Sanfilippo (eigentlich Gaspare Baratta Sanfilippo), baute die Firma aus und brachte sie 1991 an die Börse. Das Geschäft mit Nüssen ist zukunftsträchtig. Doch selbst bei gleichbleibenden Gewinnen scheint das Papier wegen der hohen Dividende attraktiv.

Vegane Aktienfonds und vegane Aktien ETFs

Vegane Aktien haben auch ein Risiko: Ein anderer Anbieter kann jederzeit ein besseres oder günstiges Produkt auf den Markt bringen. Sicherer ist die Risikostreuung durch einen Fonds oder einen ETF, also einen börsennotierten Fonds.

Leider gibt es bisher wenig vegane Aktien-ETFs oder vegane Aktienfonds. Um es kurz zu machen: kein einziger überzeugt wirklich.

Veganer Aktien ETF: U.S. Vegan Climate ETF (VEGN) nur bedingt empfehlenswert

WKN: SLA5H0WKN kopiert / ISIN: DE000SLA5H01ISIN kopiert

Der US Vegan Climate ETF verspricht, vegan und frei von fossilen Energien zu sein. Tatsächlich ist es jedoch kein Fonds für vegane Aktien aus dem Nahrungs- oder Kosmetikbereich: Fast 20 Prozent des Portfolios entfallen auf die Tech-Konzerne Apple, Microsoft und Facebook sowie auf das Kreditkartenunternehmen Visa. Diese kommen zwar ohne tierische Produkte aus (Microsoft plant sogar, ausgestoßenes CO2 zu kompensieren), doch als vegan kann man diese Aktien nicht bezeichnen. Große Tech-Konzerne sind keine ethischen Unternehmen, sie vermeiden Steuern und tragen erheblich zur Ungleichheit bei.

Hinzu kommt, dass der ETF mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,60 Prozent deutlich teurer ist als beispielsweise ein NASDAQ-ETF, der ähnliche Papiere enthält. Auch die vergleichsweise gute Wertentwicklung geht zum großen Teil auf Apple und Co. zurück – also auf Aktien, die auch in anderen ETFs enthalten sind.

Chancen und Risiken veganer Aktien – die SWOT-Analyse

Stärken: wachsender Markt mit hohen Zugangsbeschränkungen

Die Zahl der Vegetarier und Veganer wird zumindest kurz- bis mittelfristig steigen. Dafür spricht ein erhöhtes Gesundheits- und Umweltbewusstsein. Vegane Aktien profitieren nicht nur von Veganern, sondern von allen, die ihren Fleischkonsum reduzieren wollen.

Infografik: Flexitarisch by Nature

Anteil Veganer, Vegetarier und Flexetarier sowie Pescetarier in ausgewählten Ländern. (Grafik: Statista)

Die steigende Nachfrage dürfte vor allem den großen Unternehmen zugutekommen, denn der Markteintritt ist nicht leicht. Wer Fleischersatzprodukte, Fettsäuren aus Algen oder Milchersatz aus Hafer herstellen will, benötigt Fachwissen und muss kostspielige Forschung betreiben.

Sollten die Anfangsinvestitionen aber getätigt und abgeschrieben sein, kann das für stetige und hohe Gewinne sorgen.

Hinzu kommt, dass nicht alle Anleger*innen die Papiere nur wegen der erwarteten Gewinne kaufen. Viele wollen mit ihrer Investition auch zu einer besseren Welt beitragen.

Schwächen: Sensible Käuferschaft und oft niedrigere Rendite

Der moralische Anspruch ist auch eine Gefahr. Nicht nur Unternehmensskandale, auch persönliche Fehltritte oder „falsche“ Einstellungen der Geschäftsführung zu politischen, kulturellen oder sozialen Fragen können schnell zum Problem werden. Denn gekauft wird auch moralische Korrektheit.

Hinzu kommt, dass die Nachfrage ethisch motivierter Anleger*innen theoretisch dazu führen sollte, dass die Renditen niedriger ausfallen, weil die Nachfrage nach den Papieren steigt und diese daher unverhältnismäßig teuer sind. Ob diese theoretische Überlegung in der Praxis funktioniert, ist bisher kaum erforscht. Viele Untersuchungen kommen sogar zu dem Ergebnis, dass nachhaltige Aktien besser abschneiden.

Bisher schreiben die meisten Unternehmen Verluste. Es sind hohe Anfangsinvestitionen notwendig, hinzu kommen Ausgaben für Marketing.

Infografik: Der Veggie-Boom

Gründe für den Konsum von Fleischersatz. (Grafik: Statista)

Auf eine Dividende mussten die Aktionäre von Beyond Meat oder Fermentalg deshalb bisher verzichten. Niemand weiß, ob diese Investitionen sich eines Tages auszahlen; die Kurse sind bereits jetzt relativ hoch, was bedeutet, dass ein Wachstum bei Umsatz und Gewinnen bereits eingepreist ist.

Chancen: Umweltbewusstsein und Bevölkerungswachstum

Trotzdem gibt es gute Chancen auf steigende Kurse. Denn das mögliche Wachstum ist bisher nur zu einem Teil in die Preise eingeflossen. Vegetarier und vor allem Veganer sind meist jung. Eine Untersuchung aus der Schweiz zeigt, dass der Anteil der Vegetarier bei den unter 35-Jährigen zwar nur mäßig höher ist als in der Gesamtbevölkerung, der Anteil der Veganer aber rund sechsmal so hoch wie bei den über 35-Jährigen.

Infografik: Junges Gemüse

Durchschnittsalter Veganer und Vegetarier. (Grafik: Statista)

Diese Entwicklung dürfte anhalten, denn das Umweltbewusstsein wächst. Außerdem steigt die Weltbevölkerung, was zusätzlichen Lebensmittelbedarf bedeutet. Paradoxerweise könnten vegane Aktien auch davon profitieren, dass in den Entwicklungsländern mehr Menschen Fleisch essen und bisher ohnehin keine veganen Produkte kaufen. Der Fleischkonsum wird den Druck erhöhen, in den Industrienationen weniger Fleisch zu essen. Die verbleibenden Vegetarier und Veganer in den Schwellenländern dürften öfter zu guten Alternativen greifen statt zu traditionellen vegetarischen und veganen Produkten.

Risiken: Neue Akteure betreten den Markt

Allerdings gibt es auch Risiken. Es steht nicht fest, ob die Schwellenländer den Industrieländern in ihren Einstellungen folgen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass nicht alle westlichen Moden den Rest der Welt erreichen.

Nicht allen gefällt, dass viele vegane Produkte von großen internationalen Konzernen stammen. Neben der Gesundheit und den Diätplänen spielt schließlich auch der Umweltschutz eine große Rolle bei der Entscheidung für pflanzliche Alternativen. Da stört es, wenn die Hafermilch aus Schweden stammt, die Zutaten für die Reismilch aus China, die vegane Wurst aus Südspanien und der vegane Brotaufstrich aus den USA. Soll mittelfristig auch regional produzierte Hafermilch oder Veggie-Wurst auf dem Markt sein, könnten viele Käufer abspringen.

Außerdem kann der technische Fortschritt alles verändern. Kommt ein besserer Fleischersatz auf den Markt, dann wird ein Produkt schnell zum Ladenhüter.

Ergebnis der SWOT-Analyse zu veganen Aktien

Wie bei fast allen Zukunftsthemen sind bei veganen Aktien die Chancen, aber auch die Risiken hoch. Das Risiko liegt dabei weniger in der Tatsache, dass der Markt für vegane Produkte nicht steigen könnte, sondern eher darin, dass er nicht so stark steigt, wie es schon jetzt in den Aktienkursen eingepreist ist.

Hinzu kommt, dass vegane Aktien zwar insgesamt steigen können, aber trotzdem ein einzelnes Unternehmen Verluste machen oder gar insolvent werden kann.

3 Fonds und ETFs zum Thema Umweltschutz und weitere Alternativen zu veganen Aktien

Wer auf Zukunftsthemen setzen will, kann das nicht nur mit veganen Aktien tun. Da es bisher keinen überzeugenden veganen Aktienfonds gibt, stellen wir hier drei Alternativen aus dem Bereich nachhaltiges Investieren und andere zukunftsträchtige Branchen vor.

LBBW Global Warming R

ISIN: DE000A0KEYM4ISIN kopiert

Der LBBW Global Warming R ist ein aktiv verwalteter Fonds. Das bedeutet, dass ein Fondsmanagement die Aktien auswählt und nicht nur einen Index nachgebildet oder nach statistischen Kriterien investiert. Deshalb sind die Gesamtkosten (TER) bei diesem Fonds mit 1,74 Prozent pro Jahr etwas höher.

Auch hier sind viele Technologiewerte enthalten, unter anderem Apple, allerdings ist der Anteil der Tech-Giganten geringer als beim U.S. Vegan Climate ETF. Dafür findet sich beispielsweise die Eisenbahngesellschaft Union Pacific im Portfolio, die von einer Verlagerung von Verkehr von der Straße auf die Schiene profitieren würde.

Es fällt allerdings ein hoher Ausgabeaufschlag von 5 Prozent an, wie bei nicht börsengehandelten Fonds üblich. Doch dieser Aufschlag lässt sich mit dem richtigen Broker umgehen. comdirect und flatex bieten den LBBW Global Warming ohne Aufschlag an, bei Smartbroker wird nur eine Ordergebühr wie bei einer Börsenorder berechnet, was meist billiger ist.

Auch ETFs sind Fonds, allerdings solche, die an der Börse gehandelt werden. Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund – es sind also börsengehandelte Fonds. Allerdings gibt es in der Praxis einen weiteren Unterschied. Bei klassischen Aktienfonds sucht meist ein Fondsmanagement aussichtsreiche Aktien aus, die meisten ETFs folgen einem Index. So ist es auch beim MSCI World ESG Trend Leader. Er enthält jene Aktien aus dem MSCI World, die vom Fondsmanagement aufgestellte Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen.

Mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,20 Prozent ist er deutlich günstiger als sein aktiv verwalteter Bruder LBBW Global Warming. Auch einen Ausgabeaufschlag gibt es bei ETFs nicht. Allerdings bleibt die Wertentwicklung – auch nach Berücksichtigung der Kosten – auf drei und fünf Jahre hinter der des LBBW Global Warming zurück (Stand: 05/2021). In einem Jahr haben sich beide Fonds gleich entwickelt. Aber LBBW Fonds hat zusätzlich eine jährliche Zahlung aus den Dividenden ausgeschüttet, beim MSCI World ESG Trend Leader reinvestiert und die Wertentwicklung bereits berücksichtigt.

Die bequemste Möglichkeit: Nachhaltiger OSKAR ETF

Streng genommen ist OSKAR ETF kein Fonds, sondern ein Robo-Advisor, also ein Algorithmus, der für den Kunden nach ETFs sucht und dort Geld investiert. Das ist oft besser als ein ETF, denn der Robo Advisor kauft mehrere ETFs und streut das Geld breiter. Außerdem werden 10 bis 50 Prozent des Geldes in Anleihen sowie Gold investiert, was das Risiko zusätzlich mindert. Wie hoch der Aktienanteil ist, entscheiden die Anlegerinnen und Anleger.

Oskar ETF Broker Webseite - ETF-Sparplan

Quelle: Oskar

Im Gegensatz zu den meisten anderen Robo-Advisorn investiert OSKAR ausschließlich in ETFs, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Auch VisualVest und quirion bieten die Möglichkeit, automatisch (und auf Nachhaltigkeitskriterien basierend) Geld in ETFs zu investieren, dort investieren Kunden wahlweise mit oder ohne Nachhaltigkeitskriterien.

Egal ob quirion, VisualVest oder OSKAR: Alle Robo-Advisor verlangen eine geringe Gebühr zwischen 0,48 und 0,88 Prozent. Dafür fallen die Fremdkosten meist geringer aus; Unternehmen achten bei der Auswahl auch auf niedrige Kosten.

Unterm Strich bleiben zwar geringe Zusatzkosten, dem steht aber eine deutlich höhere Risikostreuung gegenüber.

In andere Zukunftsbranchen investieren

Wer auf die Zukunft setzen will, kann das nicht nur mit veganen Aktien tun. Auch weitere Zukunftstechnologien bieten sich an. Teilweise lassen sich diese auch besser mit einem ETF oder Fonds abbilden, als das hier der Fall ist.

Feststoffbatterien

Die Elektromobilität nimmt Fahrt auf. VW will in weniger als 15 Jahren keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr bauen und Daimler soll mit dem neuen EQS sogar Tesla übertreffen.

Doch die Elektromobilität funktioniert nur, wenn leistungsstarke Batterien zur Verfügung stehen. Um grünen Strom auch für wind- und sonnenlose Zeiten zu speichern, sind Batterien eine Alternative zu Pumpspeicherkraftwerken. Feststoffbatterien sollen hier deutliche Fortschritte bringen. Lesen Sie mehr zu dem Thema in unserem Beitrag Riesenchance Feststoffbatterie 2021 – das sind die besten Aktien für die Zukunft.

Wasserstoff

Nicht nur Akkumulatoren eignen sich für die Energiespeicherung, noch größere Hoffnungen ruhen auf dem Wasserstoff. Für Pkw scheint die Batterie das Rennen gemacht zu haben, doch bei Lastwagen, Schiffen und Zügen ist der Wettbewerb noch offen. Wasserstoff soll außerdem in der Stahlproduktion zum Einsatz kommen, Häuser statt Erdgas erwärmen und Stromüberschüsse speichern.

Der Hauptvorteil ist, dass weniger Rohstoffe verwendet werden und sich mit dem bestehenden Erdgasnetz Wasserstoff speichern und verteilen lässt. Weitere Informationen haben wir in unserem Beitrag zum Thema Wasserstoffaktien kaufen zusammengetragen.

Biotechnologie

Die Biotechnologie hat viel mit der veganen Ernährung zu tun. Der Algen-Spezialist Fermentalg nutzt beispielsweise Biotechnologie. Aber auch bei der Herstellung der Impfstoffe gegen die neuartigen Coronaviren (SARS-CoV2) ist sie im Einsatz. Mit welchen Aktien Sie von Biotech profitieren können, lesen Sie in unserem Beitrag zu Biotech-Aktien.

FAQ: Häufige Fragen über vegane Aktien

Was sind vegane Aktien?

Vegane Aktien kommen ohne den Einsatz von Tieren aus. Üblicherweise wird zusätzlich Nachhaltigkeit als Kriterium verlangt. Daher gilt beispielsweise Daimler nicht als vegan, obwohl der Konzern ohne tierische Produkte auskommt und sogar den Einsatz von Pferden als Arbeitstiere deutlich reduziert hat.

Wo kann ich Aktien der Rügenwalder Mühle kaufen?

Der Wursthersteller Rügenwalder Mühle ist nicht börsennotiert, sondern befindet sich in Familienbesitz. Wer auf den Trend vegane Wurstprodukte setzen will, muss deshalb zu Alternativen greifen.

Gibt es vegane Aktienfonds und ETFs?

Leider gibt es bisher keinen veganen Aktienfonds oder ETF, der vor allem Hersteller veganer Lebensmittel und Kosmetika umfasst. Der U.S. Vegan Climate ETF enthält vor allem große Technologiekonzerne wie Alphabet, Microsoft und Apple. Als Alternative bieten sich „grüne“ Fonds oder ein Robo Advisor mit Nachhaltigkeitsstrategie an.

Fazit

Fleischersatzprodukte sind gekommen, um zu bleiben

Alles spricht dafür, dass das Interesse an veganen Produkten weiter steigen wird. Das bedeutet aber nicht, dass vegane Aktien automatisch ein erfolgreiches Investment sind. Einerseits ist in den Kursen ein Teil des Wachstums bereits eingepreist. Andererseits wird nicht jede Firma erfolgreich sein. Eine breite Streuung durch vegane Aktien ETFs wäre sinnvoll, allerdings fehlen hier bisher die attraktiven Produkte.

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Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

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