Daimler Aktie Erfahrungen – Test und Bewertung

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Mit dem im April 2021 vorgestellten vollelektrischen Mercedes EQS hat Daimler nach Meinung der Tageszeitung Die Welt sogar Tesla übertroffen. Trotzdem ist die Aktie nach wie vor meilenweit vom alten Höchststand des Jahres 1998 entfernt, als ein Anteilsschein rund 380 DM, also 185 Euro kostete. Einige Analysten sind sogar der Meinung, die Börsen hätten die Aufholjagd in Sachen Elektromobilität bei Daimler, VW und Co noch nicht erkannt? Warten hier Kurschancen? Oder haben die Pessimisten recht, die den Tod der deutschen Automobilindustrie in den nächsten 10 Jahren erwarten?

Das wichtigste zur Daimler Aktie in Kürze

Die Aktie von Daimler in der Übersicht

Die Daimler Aktie ist eine globale Namensaktie (Was ist eine Namensaktie? Mehr in unserem Ratgeber Aktienarten im Überblick), die unter der WKN 710000 und der ISIN DE007100000 an der Frankfurter und Stuttgarter Börse gehandelt werden kann. Das dazugehörige Symbol ist DAI. Das auch fälschlicherweise als „Mercedes Benz Aktie“ betitelte Wertpapier ist Mitglied der folgenden Indizes:

  • DAX30
  • Stoxx Europe 50
  • EURO STOXX 50
  • Prime All Share
  • Late DAX, HDAX, CDAX, DivDAX, X-DAX
  • NYSE International 100
  • EURO STOXX
  • BX Swiss – Aktien
  • EMEA – Europa und Afrika
  • L&S DAX Indikation
  • QIX Deutschland
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Die Daimler AG ist mit DAX mit 5,0 Prozent gewichtet (Stand: 04/2021) und ist somit das 6. wichtigste Unternehmen im Deutschen Leitindex. Das Vorgängerunternehmen Daimler-Benz AG gehört sogar zu den Gründungsmitgliedern des DAX. Derzeit gibt es mehr als eine Milliarde Daimler Aktien auf dem Markt. Insgesamt erreicht der Konzern eine Marktkapitalisierung von 75,55 Milliarden Euro. Größte Aktionärin ist die chinesische Tenaciou3 Prospect Investment Limited mit 9,7 Prozent, vor der Kuwait Investment Authority mit 6,8 Prozent, der Beijing Automotive Group mit 5,0 Prozent und der Group Nissan mit 1,5 Prozent. Private Anleger besitzen rund 20,3 Prozent, die übrigen 56,7 Prozent werden von institutionellen Investoren wie Fonds, Versicherungsgesellschaften und Banken gehalten.

Aktionärsstruktur Daimler AG Grafik

Aktionärsstruktur der Daimler AG 2021.

Zuletzt zahlte der Konzern seinen Aktionären eine Dividende von 3,25 Euro je Aktie aus, was einer Dividendenrendite von 4,60 Prozent entspricht. Der Konzern gehört damit zu den großzügigsten DAX-Mitgliedern.

Fakten und Zahlen zum Autohersteller

Der Umsatz der Daimler AG betrug 2020 rund 154 Milliarden Euro, etwa 10 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Ursache für den Umsatzrückgang ist vor allem die weltweite COVID-19-Pandemie, in den Jahren zuvor hatte das Unternehmen seinen Umsatz jährlich leicht steigern können. Der Gewinn konnte zwar leicht gesteigert werden, das ist aber vor allem der Tatsache geschuldet, dass der Überschuss im Jahr 2019 sehr gering ausfiel.

Die Daimler AG ist seit 2019 als Holding organisiert und gliedert sich in drei juristisch eigenständige Unternehmen:

  • Mercedes-Benz AG: ´Pkw und Kleinbusse
  • Daimler Truck AG: Lastkraftwagen und Busse
  • Daimler Mobility AG: Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen, beispielsweise Mercedes-Benz Bank.

Seine Produkte vertreibt das Unternehmen unter verschiedenen Marken, unter anderem

  • Mercedes-Benz
  • Mercedes-AMG
  • Mercedes-Maybach
  • Smart
  • EQ
  • Freightliner
  • Western Star
  • BharatBenz
  • FUSO
  • Setra
  • Thomas Built Buses
  • Mercedes-Benz Bank
  • Mercedes-Benz Financial
  • Daimler Truck Financial
  • Moovel
  • Car2go
  • Mytaxi

Gute Erwartungen für die Zukunft

Daimler blickt derzeit verhalten-positiv in die Zukunft. Trotz der anhaltenden COVID-19-Pandemie wurden die Erwartungen im I. Quartal 2020 übertroffen. Die Gewinne sollen sich gegenüber 2020 sogar verdoppeln. Beim aktuellen Börsenkurs würde das ein äußerst günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,8 bedeuten.

Schon 2016 konnte Daimler die Nummer eins unter den Premium-Autobauern von BMW zurückerobern und verkaufte erstmals wieder mehr PKW als der Rivale. Diesen Platz wollen die Schwaben auch im laufenden Jahr verteidigen. Die Nutzfahrzeugsparte profitiert zwar vom weltweit steigenden Straßengüterverkehr, die Pandemie dürfte sich hier aber noch länger bemerkbar machen.

Hoffnung ruht auf Elektromobilität

Hoffnung ruht auch auf den Anstrengungen von Daimler, den Straßenverkehr CO2-arm zu machen. So brachte Mercedes mit dem EQS erstmals ein Fahrzeug heraus, dass von Beginn an als Elektrofahrzeug konzipiert war. Viel Wert wurde dabei auf die Windschnittigkeit gelegt, mit deren Hilfe der Stromverbrauch trotz des für eine Luxuslimousine typischen hohen Fahrzeuggewichts niedrig bleiben soll. Auch die Ladezeiten sollen kurz bleiben.

Gleichzeitig entwickelt die Daimler Truck AG wasserstoffbetriebene Lastwagen. Damit ist das Unternehmen auch in dieser Zukunftstechnologie aktiv. Sollte sich – wider Erwarten – auch bei den PKW der Wasserstoffantrieb durchsetzen, kann das Unternehmen auf diese Kompetenz zurückgreifen.

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Daimler Aktie kaufen, verkaufen oder halten? Das sagen die Analysten.

Die Analysten sind sich in Bezug auf die Daimler Aktie derzeit nicht ganz einig. Von 26 Analysten raten drei zum Verkauf, zwölf dazu die Aktie zu halten, und elf Daimler Aktien zu kaufen.

Analysehaus Einschätzung Kursziel
Bernstein Research kaufen 85 Euro
Commerzbank AG kaufen 90 Euro
Barclays Capital halten 68 Euro
BNP PARIBAS verkaufen 63 Euro
Goldman Sachs Group Inc. halten 78 Euro
Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG verkaufen 53 Euro
Independent Research GmbH halten 74 Euro
UBS AG kaufen 85 Euro
Macquarie Research halten 72 Euro
Kepler Cheuvreux halten 72 Euro
Citigroup Corp. halten 73,50 Euro

 

Vor einem halben Jahr war die Anzahl der Kaufempfehlungen – allerdings bei mehr aktuellen Analysen – noch doppelt so hoch. Das durchschnittliche Kursziel, das von den Analysten erwartet wird, liegt in etwas beim derzeitigen Kursniveau der Daimler Aktie.

theScreener.com schätzt, dass Daimler bis 2019 jährlich um 5,17 Prozent wachsen könnte. Mit einem KGV von nur 7,87 ergibt sich daraus, dass die Daimler Aktie derzeit unterbewertet ist. Dabei schneidet sich besser ab als der Vergleichsindex DJ Stoxx 600 und stellt derzeit eines der Schnäppchen der Automobilindustrie dar.

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Abgasskandal doch nicht überwunden?

Der Abgasskandal von VW greift weiter um sich. Nachdem es schon so schien, als sei Daimler bei diesem Thema aus dem Schneider, wurde im März 2017 bekannt, dass gegen Daimler-Mitaarbeiter wegen Verdachts auf Betrug in diesem Zusammenhang und wegen strafbarer Werbung ermittelt werden würde. Der Konzern beruft sich weiterhin auf die Ergebnisse des Kraftfahrt-Bundesamtes, das 20016 in Messungen keine Verstöße gegen geltende Rechtsvorschrift finden konnte.

Du Deutsche Umwelthilfe (DUH) will hingegen andere Werte gefunden haben, wenn nicht nach den gesetzlichen Standards, sondern im realen Fahrbetrieb gemessen wird. So soll die Mercedes-B-Klasse die Grenzwerte für Stickoxide um das Dreizehnfache überschritten haben, die C-Klasse und das Zehnfache und die S-Klasse um das Fünffache.

Kleinere Skandale erlebt der Konzern immer wieder im Bereich Korruption. 2010 wurde die Daimler AG wegen Korruption im großen Stil ermittelt. Zwischen 1998 und 2008 soll der Konzern in der Türkei, Russland, China und Ägypten Bestechungsgelder im zweistelligen Millionenbereich gezahlt haben, um an Regierungsaufträge zu kommen. Der Konzern schloss einen Vergleich, der neben einem Schuldeingeständnis auch eine Strafzahlung in dreistelliger Millionenhöhe enthielt.

2005 erlebte der Konzern einen internen Skandal, bei dem wegen Untreue gegen mindestens elf Mitarbeitern ermittelt wurde. Sie sollen sich durch Graumarktgeschäfte persönlich bereichert haben.

Daimler-Aktie mit hervorragender Dividende

Die Daimler-Aktie ist für alle Anleger, die eine Dividendenstrategie verfolgen wollen, gut geeignet. Der Konzern gibt an, dass er anstrebt, in Zukunft jeweils 40 % des auf die Aktionäre der Daimler AG entfallenden Konzernergebnisses auszuschütten. In den letzten 16 Jahren mussten Aktionäre dabei nur im Krisenjahr 2009 auf eine Dividende verzichten. Viermal so oft (2012, 2011, 2002 und 2000) ergab sich eine Dividendenrendite von fünf Prozent.

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2016 konnte eine Rendite von 4,6 Prozent erreicht werden, da 3,25 Euro je Aktie ausgezahlt wurden. Die Daimler Aktie bietet damit nach E.On die größte Dividende im DAX und ist auch dementsprechend unter Privatanlegern sehr beliebt.

Daimler Geschichte: Vom ersten Automobil bis zur Chrysler-Krise

Gottlieb Daimler und Carl Benz gelten als die Erfinder des Automobils. Während Daimler sich 1883 Patentrechte an Technologien sicherte, die die ersten schnell laufenden Verbrennungsmotoren ermöglichte, ließ sich Benz drei Jahre später das erste Automobil, damals noch mit drei Rädern, patentieren. In den 1920er Jahren waren die wirtschaftlichen Bedingungen für Autohersteller schlecht und die Deutsche Bank regte an, dass sich Benz und Daimler zusammenschließen. 1928 fusionierten deswegen die Benz & Co Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim (Gründungsjahr 1883) und Daimler-Motoren-Gesellschaft (1890) zur Daimler-Benz AG.

Nach der Machtergreifung Hitlers stellte das Unternehmen Militärfahrzeuge und Motoren für Panzer, Schiffe und Flugzeuge her und wurde drittgrößter Autohersteller in Deutschland. Während des Zweiten Weltkriegs arbeiteten auch Kriegsgefangene, Zwangsverschleppte und KZ-Häftlinge für das Unternehmen, der für die mangelnde Aufarbeitung und geringe Entschädigungszahlungen später kritisiert wurde.

Nach und durch den Krieg gingen die Werke im Osten Deutschlands verloren, die im Westen wurden teilweise zerstört. Dennoch schaffte der Konzern es, sich in der Nachkriegszeit und darüber hinaus durch Innovationen auf dem Markt zu etablieren, die vielfach auch die Sicherheit erhöhten. Hierunter fallen:

  • Sicherheits-Zapfenschloss (1949)
  • Sicherheitsfahrgastzelle mit Knautschzonen (1951)
  • Keilzapfen-Türschloss (1978)
  • Antiblockersystem (1978)
  • Airbag (1981)
  • Gurtstraffer (1981)

Der Konzern konnte schnell international expandieren, was teilweise durch ins Ausland verbrachte Kriegsgewinne finanziert wurde. Bereits 1954 konnte der Konzern eine Milliarde DM Umsatz verzeichnen. Unter anderem baute das Unternehmen Produktionsstätten in Südamerika und gründete ein Tochterunternehmen in New York. Es folgte ein jahrzehntelanges stabiles Wachstum, das auch durch das Wirtschaftswunder befeuert wurde. Dabei verfolgte Daimler konsequent die Vorgabe, in allen Geschäftsfeldern und Segmenten Premium-Produkte anzubieten.

Aktienkurse sind immer in Bewegung

Aktienkurse sind immer in Bewegung

Ende der 1970er war Daimler durch die Ölkrise, asiatische Wettbewerber und die einsetzende Umweltdiskussion unter Druck geraten. Daimler entschloss sich daraufhin dazu, sich von Konjunkturschwankungen unabhängiger zu machen und engagierte sich verstärkt in Schlüsseltechnologien und Wachstumsbereichen wie Dienstleistungen, Elektronik und Luftfahrt. Es übernahm 50 Prozent der Anteile an MAN, die Mehrheit an Dornier, AEG und MBB und strukturierte sich zu einer Holding um.

1998 fusionierte die Daimler-Benz AG mit der Chrysler Corporation und gründete die DaimlerChrysler AG. Als „Zusammenschluss unter Gleichen“ angepriesen, setzten sich dennoch schnell vor allem deutsche Mitarbeiter an der Spitze des Unternehmens fest. Seit der Fusion sank der Wert von Chrysler und schon 2007 wurde die Chrysler Group an Cerberus verkauft. Daimler musste einen erheblichen Imageschaden hinnehmen und verlor im Verlauf seine Führungsrolle im Automobilbau. Es benannte sich in Daimler AG um.

Alternativen zur Daimler-Aktie

Die Konkurrenz von Daimler ist vor allem unter den Premium-Autoherstellern zu finden. Zu den schärfsten Konkurrenten gehören:

  • Audi
  • BMW
  • DEUTZ
  • Ford Motor
  • General Motors
  • Honda
  • Hyundai
  • Mitsubishi
  • Peugeot
  • Porsche
  • Toyota
  • Volkswagen

Vor allem die deutschen Wertpapiere können in manchen Fällen eine attraktive Alternative zur Daimler Aktie darstellen. Die asiatischen und us-amerikansichen Konkurrenten können hingegen für etwas mehr Diversifikation im Portfolio sorgen.

Alternative für Trader: CFD statt Aktie

Aktien sind nach wie vor eine der attraktivsten Formen der Geldanlage. Wer sein Risiko breit streut, hat sehr gute Chancen, schon nach fünf Jahren deutlich im Plus zu sein. Allerdings liegt diese langfristige und unspektakuläre Art der Geldanlage nicht jedem. Wer etwas mehr „Action“ möchte, kann zusätzlich noch spekulieren. Allerdings sollte man darauf achten, Investition und Spekulation klar getrennt zu halten. Idealerweise indem man zwei verschiedene Depots führt.

Das bringt auch noch einen weiteren Vorteil. Denn für kurzfristiges Trading sind Aktien und ETFs meistens gar nicht die erste Wahl. Stattdessen sollten Trader über den Kauf von CFDs nachdenken. Die Abkürzung steht für das englische contract for difference, auf Deutsch: Differenzkontrakt. Dabei handelt es sich um ein Papier, mit dem der Inhaber von der Wertentwicklung eines Basiswertes profitiert, ohne es selbst zu besitzen. Anders ausgedrückt: Wer ein CFD auf die Daimler Aktie kauft, wird kein Aktionär des Unternehmens, macht aber ähnliche Gewinne und Verluste als wenn er das Papier besäße.

Allerdings muss er dafür weit weniger Geld investieren. Der Broker eToro, einer der besten Anbieter in diesem Segment, verlangt nämlich nur eine Sicherheitseinlage (Margin) in Höhe von 20 Prozent bei Aktien. Bei Indizes sind es sogar nur 5 Prozent. Das bedeutet, dass für eine Daimler-Position im Wert von 1.000,- Euro nur 200,- Euro hinterlegt werden müssen. So lassen sich mit geringen Summen hohe Gewinne – oder Verluste – erzielen.

eToro Kursübersicht

Nicht nur Daimler, VW und BMW, auch Tesla gehört zu den angebotenen Basiswerten bei eToro.

Ein weiterer Vorteil gegenüber Aktien ist, dass problemlos auf fallende Kurse gesetzt werden kann. Denn CFDs lassen sich auch verkaufen, wenn man sie gar nicht besitzt. Auch in diesem Fall muss lediglich eine Sicherheitseinlage geleistet werden. Abgerechnet wird, wenn die Position aufgelöst wird. Hat der Trader oder die Traderin Gewinne gemacht, werden die zusammen mit der Sicherheitseinlage dem Tradingkonto wieder gutgeschrieben, bei Verlusten wird der Betrag von der Margin abgezogen.

Allerdings fällte eine kleine Gebühr an, wenn Positionen über Nacht gehalten werden. Wegen der niedrigen Zinsen beträgt sie aktuell (Stand: 07/2020) aber nur 0,0075 Prozent pro Nacht, etwa 2,8 Prozent (einschließlich Zinseszinseffekt) für ein Jahr. Bedenken müssen Trader dabei aber, dass die Gebühr auf den gehebelten Betrag berechnet wird. Kauft eine Traderin Daimler-CFDs mit einem Hebel von 1:5 und hinterlegt dafür 500,- Euro, wird die Übernacht-Gebühr auf den gehebelten Betrag von 2.500,- Euro berechnet.

etoro trading

Wer ein Konto bei eToro eröffnet, muss nicht direkt mit echtem Geld traden. Mit einem Demokonto lässt sich der Handel zunächst risikolos mit Spielgeld üben.

Beim Kauf und Verkauf von CFDs fällt üblicherweise keine Gebühr an. Stattdessen finanzieren sich die meisten Broker aus dem Spread, der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Außerdem fällt oft eine Inaktivitätsgebühr an, wenn nicht gehandelt wird. Bei seriösen Brokern wie eToro aber erst nach einem Jahr und in moderater Höhe. Auch Auszahlungsgebühren werden oft verlangt.

Weil CFDs sehr riskant sind, wie die Stiftung Warentest feststellte, bietet sich eine zweigleisige Strategie an. Dazu gehört ein ETF-Depot oder ein Depot bei einem Robo Advisor zur Geldanlage und ein CFD-Konto bei einem seriösen Broker zum Spekulieren.

  • Schneller Handel von Aktien und ETFs
  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten
  • Mindesteinzahlung 200 EUR, die Ein- und Auszahlung ist mit allen gängigen Methoden möglich, sogar mit PayPal und Kreditkarte

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. 68% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Wichtige Partner des Konzerns

Für den chinesischen Markt ist BAIC Motor ein wichtiger Partner. Den Stuttgartern gehören inzwischen 12 Prozent der Pkw-Sparte des Konzerns, der immerhin der fünftgrößte Autohersteller Chinas ist. Der Konzern hat sich somit auch zwei Sitze im Vorstand gesichert. Zudem hat es sich mit dem chinesischen Hersteller von Batterien und Speicherkraftwerken BYD für ein Joint Venture zusammengeschlossen.

Der Konzern ist zudem am russischen LKW-Hersteller Kamanz beteiligt.

Natürlich bereitet sich auch Daimler umfassend auf die steigende Anzahl an Elektroautos vor. So hat sich der Konzern als Lead-Investor am Startup Chargepoint beteiligt, das in den USA bereits 22.000 Lademöglichkeiten anbietet.

Eine Investition soll auch eine entsprechende Rendite bringen.

Eine Investition soll auch eine entsprechende Rendite bringen.

Mercedes Benz eine der stärksten Marken.

Daimler besitzt mit Mercedes-Benz eine der wertvollsten Marken der Welt. Interbrand geht von einem Markenwert von 43 Milliarden Euro aus und listet die Marke somit auf Platz 8 weltweit. In der Automobilbranche werden die Stuttgarter allerdings noch von Toyota geschlagen. Deutschlandweit würde der Konzern allerdings auf dem ersten Rang liegen.

BrandZ von Millward Brown sieht die Marke hingegen bei Weitem weniger stark. Mercedes Benz kommt demnach „nur“ auf einen Markenwert von 22,7 Milliarden und nimmt Platz 29 der wertvollsten Marken der Welt ein. Vor den Stuttgartern soll zudem nicht nur Toyota, sondern auch Konkurrent BMW liegen.

Auch wenn sich deutlich zeigt, dass unterschiedliche Methoden der Ermittlung des Markenwertes sehr unterschiedliche Ergebnisse zutage fördern können, besteht kein Zweifel daran, dass Daimler mit Mercedes eine außergewöhnlich wertvolle Marke besitzt, die für Qualität steht und nur schwer vom Markt verdrängt werden kann.

Fragen und Antworten zur Daimler Aktie

Warum Daimler Aktien kaufen? 

In der Vergangenheit bot die Daimler-Aktie eine hohe Dividendenrendite. Das ist aber keine Garantie für die Zukunft, außerdem sollten Anleger auch auf die Kursentwicklung achten. 

Welche Daimler-Aktien gibt es? 

Es gibt nur eine einzige Art von Daimler-Aktien (WKN: 710000), denn der Automobilhersteller gibt, anders als VW oder BMW, keine Vorzugsaktien aus. Die Daimler AG ADR (WKN: A2DKLU) sind keine Aktien, sondern Zertifikate. 

Wem gehören die Daimler Aktien? 

Größter Aktionär ist mit rund zehn Prozent der chinesischen Automobilhersteller Geely (über eine Investmentgesellschaft), knapp sieben Prozent gehören dem Land Kuweit, fünf Prozent der Beijing Automotive Industry Holding sowie rund drei Prozent Renault/Nissan. Die übrigen rund 75 Prozent befinden sich zu zwei Dritteln im Besitz institutioneller Investoren wie Fonds und zu einem Drittel im Besitz von Privatanlegern. 

Wo wird die Daimler Aktie gehandelt und wo kann sich sie kaufen ?

Wichtigster Handelsplatz ist Xetra, aber auch an der NASDAQ werden viele Aktien gehandelt. Kaufen lassen die Aktien sich über praktisch jeden Aktienbroker in Deutschland. 

Fazit zur Daimler-Aktie: Solider Wert mit leichtem Risiko

Die Daimler-Aktie lockt mit einem soliden Wachstum. Die Krise, die von der Chrysler-Übernahme verursacht wurde, scheint überwunden. Daimler erobert den Premium-Markt zurück und ist inzwischen wieder Marktführer in diesem Bereich. Noch dazu überzeugt die Dividendenrendite als zweitstärkster Titel im DAX und mit dem Versprechen des Konzerns, jährlich 40 % der Gewinne auszuschütten.

Die Daimler-Aktie gilt dabei nach wie vor als deutlich unterbewertet. Wirkliche Probleme bestehen derzeit nur bei Trucks, deren Absatz weiter zurückgeht, sodass die Sparte deutlich auf die Gewinnmarge drückt. Unklar ist derzeit zudem erneut, ob Daimler von „Dieselgate“ tatsächlich unbeeindruckt bleiben wird. Ermittlungen gegen Mitarbeiter lassen vorsichtige Aktionäre zumindest aufhorchen.

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Quellenangaben:

Paul Scheuschner

Paul ist Autor von Aktien.net und schreibt seit 2016 für das Portal. Im August 2006 - Januar 2009 hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Versicherung absolviert. Hier war er unter anderem im Investmentbanking bei der Dresdner Bank (damals noch Teil der Allianz, heute Commerzbank) eingesetzt. Paul interessiert sich insbesondere für Aktienindizes, ETFs, Fonds, Rohstoffe und Anleihen.