Aktien: Alle wichtigen Indizes erklärt

Aktien: Alle wichtigen Indizes erklärt

Aktienindizes

Wenn man sich die Börse so anschaut, dann ist es oft nicht einfach zu verstehen was sich dort eigentlich abspielt. Das Ganze fängt schon mit den Begriffen an. Oft kann man unter dem ganzen „Fachjargon“ nichts verstehen. Wir bemühen uns die Verbraucher und Anfänger so gut wie möglich aufzuklären. Wir sind uns bewusst, dass die Börse und das ganze Geschehen dort für jeden Anfänger sehr überwältigend sein kann. Es ist schon sehr wichtig sich intensiv mit dem Geschehen auseinanderzusetzen. Ein ordentlicher Input bildet eine hervorragende Informationsgrundlage, um sich ein besseres Bild über die Börse zu verschaffen. Es sollten aber nicht nur Bücher gelesen werden, die über Strategien oder Herangehensweisen berichten. Vielmehr ist es auch wichtig, dass man die einzelnen Begriffe studiert. Denn nur so kann man die Börse auch verstehen. In gewisser Hinsicht wird an der Börse eine eigene Sprache gesprochen. Sicherlicht kann es nicht verkehrt sein so viele Begriffe wie möglich zu verstehen. Als Interessent oder Anleger sollte man zumindest wissen welche verschiedenen Aktien es gibt, wo man sie kaufen kann und wie Broker hier weiterhelfen.

Aktienindizes

Die wichtigsten Aktienindizes auf einem Blick

In diesem Beitrag möchten wir ein Nachschlagewerk darstellen, welches die einzelnen Aktien-Indizes näher erklärt. Das Verstehen der Aktien-Indizes kann dem Anfänger helfen die Börse viel besser zu verstehen und die verschiedenen Kurse zu analysieren. Anfänger machen am Anfang häufig den Fehler, dass sie versuchen die Kurse von einzelnen Aktien zu analysieren. Dies ist aber mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Besser ist es, wenn man sich an den größten und bekanntesten Aktienindizes orientiert, und somit die genauen Kurswerte ermitteln kann.
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Was ist überhaupt ein Aktienindex?

An den Börsen werden tausenden von Aktien gehandelt. Nicht jeder Anleger hat die Zeit oder die Lust sich mit der Börse intensiv zu beschäftigen. Viel wichtiger ist es nämlich hohe Renditen einzufahren. Die Beschäftigung mit den Einzelkursen kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher hat sich auch der Index herausgebildet. Dieser Index wird wie viele andere Indizes auch als Kursbarometer bezeichnet.

Grundsätzlich ist ein Indiz eine Ansammlung von einer festgelegten Anzahl von Aktien. Die Entwicklung aller gebündelten Aktien spiegelt sich in dem Aktienindex wider. Dadurch können Experten und Beobachter sofort erkenne wie sich der Kurs der ganzen Aktien im Index verhalten. Einen derartigen Index gibt es in den verschiedensten Ländern in den unterschiedlichsten Ausprägungen.

Weiterhin gibt es in jedem Land einen Leitindex. Dieser gilt als der wichtigste Index im ausgewählten Land. Der bekannteste Leitindex ist der Dow-Jones-Index, der aus den USA kommt. Natürlich gibt es auch in Deutschland einen Leitindex. Dieser wird als der DAX bezeichnet, Deutscher Aktienindex.

Dax30

DAX

Wichtigster Aktienindex in Deutschland

Der Dax setzt sich aus den Kursen der 30 größten Aktiengesellschaften zusammen, die börsennotiert sind. Diese aus Deutschland stammenden Unternehmen gehörten zu den bekanntesten in Deutschland und geben als Index einen aussagekräftigen Wert für den Anleger dar.

Der Deutsche Aktienindex ist im Jahr 1988 entstanden. Er wird zu diesem Zeitpunkt auf 1000 Punkte festgelegt.

Interessant ist sicherlich auch die der Dax30 überhaupt entstanden ist. Nur ein Jahr später nach der Entstehung kam es zu einem Absturz an der Börse. Der Dax30 brach um 13 Prozent ein.

Als Anleger sollte man den Dax30 immer als etwas Ganzes betrachten. Die Gewichtung der Industrien spielt hier eine große Rolle. Auf diese Weise lassen sich nämlich interessante Prognosen aufstellen, die für den Anleger entscheidend sein können. Sehr stark vertreten ist die Automobilbranche. 4 der 30 Konzerne stellen Autos und Zulieferteile her. Mit 3 Vertretern ist aber auch die Chemie-Branche sehr gut vertreten. Daneben sind es die Versicherer, Banken und Versorgen, die den Rest des Dax30 Indexes ausmachen.

MDax

Der MDax heißt soviel wie „Mid-Cap-DAX“. Er wurde im Jahr 1996 auf den Markt gebracht. In diesem Index sind insbesondere die klassischen Branchen vertreten. Sämtliche Werte im MDax sind nach der Marktkapitalisierung, dem Börsenumsatz sowie der Rangliste geordnet. Der MDax umfasst einen Index bestehend aus 50 mittelgroßen Unternehmen, welche ihren Geschäftssitz in Deutschland haben.

Damit ein Unternehmen im MDax gelistet sein kann, muss eine Überprüfung durchgeführt werden. Diese wird zweimal im Jahr gemacht. Der MDax kann aber auch in ganz besonderen Fällen aktualisiert werden, wenn Beispiele eine Neuemission bevorstehen. Beim Mid-Cap-Dax sieht das ein bisschen anders aus. Hier müssen die größten 60 Unternehmen vertreten sein, die sich hinter den DAX-Werte ansiedeln.

TecDax

Der TecDax ist ein Aktienindex, der in Deutschland geführt wird. Er wurde im Jahr 2003 eingeführt und es gibt ihn nicht nur als Index, sondern auch als Performanceindex. Der TecDax ist der Nachfolger des Nemax50, welcher durch Bilanzfälschungen in Probleme geraten ist.

Im TecDax sind die 30 stärksten Technologieaktien vertreten. Die Aktien sind nach Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz geordnet. Vier Mal im Jahr wird entschieden, welche Kurse auf- und absteigen. Typische Aktien, die in diesem Index vertreten sind, sind Wirecard, Evotec, Freenet.

SDax

Der SDax ist ein Aktienindex, der 1999 eingeführt worden ist. Der Aktienindex setzt sich aus 50 kleinen Unternehmen zusammen. Die kleinen Firmen werden auch als Small Caps definiert. Bei diesem Index gilt die 110/110 Regel. Ein Unternehmen muss demnach zu den 110 größten Unternehmen gehörten was die Marktkapitalisierung und den Umsatz angeht. Wenn dies der Fall ist, wird das kleine Unternehmen auch im SDax aufgenommen.

Die Überprüfung des SDax erfolgt quartalsweise. Wenn ein Unternehmen längerfristig die 110/100 Regeln nicht erfüllt, so wird dieses Unternehmen aus diesem Index entfernt und durch ein anderes Unternehmen ersetzt, welches die Kriterien erfüllt. Der Index kann natürlich auch geändert werden, wenn es zu einer Fusion oder Neuemission kommt.

Nasdaq

Der Nasdaq stellt die größte elektronische Börse in den USA dar. In Englisch bezeichnet man den Nasdaq als „National Association of Securities Dealers Automated Quotations“. Die Börse ist in Manhattan auf dem Times Square untergebracht. Der Handel mit den Aktien wird durch die „United States Securities and Exchange Commission“ beaufsichtigt.

Bei der Börse können mehrere Teilnehmer am Handel teilnehmen. Das Ziel war es mit dieser Börse ein System zu etablieren, wo jeder überall in den USA einen aktuellen Kurs von Wertpapieren erhalten kann. Zunächst haben sich für dieses System viele junge Unternehmen interessiert. Daher übernahm die Technologiebörse immer mehr die Rolle als Kursprovier für Wachstumswerte. Die Plattform hat sich aber mittlerweile als Marktplatz für tausende von Unternehmen entwickelt.

Zusammengefasst ist der Nasdaq der wichtigste Aktien-Index für Technologie. Der Index setzt sich aus 100 Unternehmen zusammen, die nach Marktkapitalisierung geordnet sind. Aktiensplits und Kapitalerhöhungen haben keine verzerrenden Wirkungen. Damit das Unternehmen in den Index aufgenommen wird, muss die Aktie auch liquide sein. Die größten Anteile im Nasdaq machen Apple, Microsoft, Google, Amazon und Facebook aus. Wie man also bereits sehen kann, liegt der Schwerpunkt hier auch dem Internet und IT.

Dow Jones

Dow Jones

Aktienindex aus den USA

Der Dow Jones mag wohl eine der bedeutendsten Begriffe sein, die das Phänomen Börse recht gut verkörpern. Der Dow Jones ist der bekannteste Börsenindex weltweit. Er wird auch oftmals in den Nachrichten der Börse genannt. Der Index wurde im Jahr 1895 eingeführt und gilt mit seinem hohen Alter als sehr etabliert und bekannt. Der Dow Jones umfasst die Kursentwicklung der 30 bekanntesten Aktien in den USA. Im Vergleich mit bekannten Indexes ist der Dow Jones nicht nach der Marktkapitalisierung gewichtet. Bei dem Dow Jones handelt es sich um einen reinen Kursindex, der keine Dividendeneinzahlungen mit in die Indexentwicklung mit einfließen lässt. Und schließlich gibt es auch keine festen Aufnahmekriterien. Die Auswahl der aufzunehmenden Unternehmen erfolgt durch ein unabhängiges Gremium, welches das Wall Street Journal bestimmt.
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Nikkei

Der Nikkei gilt als der japanische Leitindex. Er ist der bekannteste Index in Asien. Gleichzeitig gehört er auch zu den bedeutendsten Indizes in der Welt. Der Nikkei wird an der Tokio-Börse gehandelt. Er setzt sich aus den 225 größten japanischen Unternehmen zusammen. Dazu gehören nicht nur Firmen aus der IT oder Telekommunikation, sondern auch Unternehmen im Bereich Transport und Automobilindustrie. Im Nikkei sind aber auch Konzerne enthalten der Eisen- und Stahlindustrie.

Der Nikkei ist fest an die japanische Währung Yen gekoppelt. Der Index wird gebildet in dem als 225 Kurswerte aufaddiert werden. Dieses Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Dow Jones, wo es keine Dividenden oder Bezugsrechte gibt. Die Überprüfung der Unternehmen erfolgt einmal im Jahr.

Der Nikkei wurde im September 1950 in Tokio ermittelt. Die Wertermittlung erfolgt durch den japanischen Zeitungsverlag Nihon Keizai Shimbun. Der Index wird alle 15 Sekunden aktualisiert. Im Jahr 1989 am 29. Dezember erreichte der Index seinen Höchststand mit 38.957,44 Punkten.

Als die New Economy gescheitert ist und die Spekulationsbörse geplatzt ist, ist der Aktienindex dramatisch eingebrochen. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts kam es zu erheblichen Kursschwankungen, was insbesondere auf die internationale Banken- und Finanzkrise und dem Erdbeben 2011 zurückzuführen ist.

Eurostoxx 50

Der Eurostoxx 50 ist ein Aktienindex, der die 50 größten Unternehmen des Euro-Gebietes enthält. Dieser Index gehört zu den führenden Indizes in ganz Europa. Der Eurostoxx 50 ist nicht nur ein Kursindex, sondern auch ein Performanceindex. Er berücksichtigt keine Dividenden. Die Aufnahmen in diesen Index werden jährlich überprüft. Damit ein Unternehmen im September aufgenommen werden kann, muss es eine gute Marktkapitalisierung aufweisen. Bei dem deutschen DAX ist das anders. Denn hier spricht man oftmals auch von einem Performanceindex.

Der Index wurde im Jahr 1998 auf den Markt gebracht. Der Index wird von der STOXX Ltd. In Zürich betrieben. Ein historischer Meilenstein war, als der Eurostoxx 50 am 1. August 1989 seine Höchstmarke erreichte. Ganze 1.000 Punkte erreichte der Index. Am 23. Januar 1997 erreichte er sogar 2000 Punkte. Die folgenden Jahre waren durch weitere Rekorde geprägt. Am 3. Februar 2000 erreichte der Index ganze 5000 Punkte. Und am 6. März 2000 wurde der Höchststand mit 5.464,43 Punkten erreicht. Die folgenden Jahre wurden durch Tiefstände geprägt. Als die Spekulationsblase (Dotcom-Blase) geplatzt ist, kam es zu einem enormen Rückschlag. Am 12. März 2003 ging der Kurswert wieder nach oben. Der Tiefpunkt wurde aber am 12. März 2003 erreicht. Der Index hatte zu diesem Zeitpunkt einen Tiefstand von 1.849,64 Punkten. Seit dem Jahr 2000 war dies ein Rückfall von 66,2 Prozent. Schließlich erreichte der Eurostoxx 50 am 16. Juli 2007 einen Schlussstand von 4.557,57 Punkten.

S&P 500

S&P 500

Auch diesen Index sollte man sich merken

Dieser Aktienindex gilt neben dem Dow Jones als einer der wichtigsten Aktienindizes der Welt. Der Index setzt sich aus 500 Unternehmen zusammen, die an ihrer Marktkapitalisierung gemessen werden. Den Index gibt es nicht nur als Kurs-Index, sondern auch als Performance-Index. Der Performance-Index berücksichtigt Dividenden und Sonderzahlungen.

Der S&P 500 berücksichtigt also die 500 größten Unternehmen, die an der New Yorker Börse gehandelt werden. Der Index ist somit der umfassendste Index in den USA. Schaut man auf die Anzahl der Unternehmen, so ist das auch kein Wunder. Es gibt wohl kaum einen Index, der eine derart hohe Anzahl von Unternehmen umfasst. Und beeindruckend ist auch die Tatsache, dass drei Viertel der Börsenkapitalisierung der USA in diesem Aktienindex dargestellt werden. Möchte man als Unternehmen in diesen Aktienindex aufgenommen werden, so muss man sich einer Überprüfung durch die Ratingagentur Standard & Poor’s unterziehen lassen.

Der S&P 500 wurde im Jahr 1923 etabliert. Zu diesem Zeitpunkt hat die Ratingagentur Standard & Poor’s einen Index herausgegeben, der 233 Aktientitel enthielt. Dieser Index wurde wöchentlich veröffentlicht. Im Jahr 1957 hat die Ratingagentur den Aktienindex in seiner heutigen Ausprägung etabliert.

Für Anleger stellt dieser Aktienindex den interessantesten dar. Möchte man sich für eine Investition in den USA entscheiden, so wird man beim S&P 500 sicherlich nichts verkehrt machen. Er ist sehr gut diversifiziert und besitzt eine hohe Marktkapitalisierung.

Fazit

Das waren sie also, die größten und bekanntesten Aktienindizes der Welt. Möchte man an der Börse erfolgreich handeln, so wird kein Weg an diesen Aktienindizes vorbeikommen. Auf der Börse gibt es vieles zu entdecken. Und kennt man auch die Aktienindizes aus anderen Ländern, so werden dem Anleger oder Interessenten ganz neue Möglichkeiten offenbart seine Investitionen zu streuen oder sein Portfolio attraktiv zu gestalten. Die Aktienindizes kommen auf sämtlichen Börsen vor, und ein Verständnis dieser oft genutzten Begriffe hilft dem Anleger die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen. Man muss nicht alle Indizes auswendig kennen, aber zumindest sollte man gehört haben welche Aktienindizes es in Deutschland und in den USA gibt.
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