Beste Pennystocks mit Zukunft 2022

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Drei 1-Dollarscheine liegen auf einem Laptop

Hohe Gewinne und Verluste sind bei Pennystocks keine Seltenheit, denn diese Aktien schwanken besonders stark. Doch längst entsprechen nicht mehr alle Aktien, die weniger als einen Euro kosten, den klassischen Vorstellungen von einem Pennystock. Wir stellen fünf Aktien vor, die weniger oder nur ein wenig mehr als einen Euro kosten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Pennystocks sind Aktien mit einem Wert von weniger als 1 Euro.
  • In den USA zählen Aktien mit einem Kurs von weniger als 5 US-Dollar in diese Kategorie.
  • Pennystocks bieten in Einzelfällen sehr hohe Kursgewinne, sind jedoch auch riskant.

 

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Inhaltsverzeichnis

Pennystocks Liste: 5 Pennystocks mit Potenzial 2022

UnternehmenWKNBrancheKurs am 11.3.2022
Pro DV696780IT, Katastrophenschutz0,80 €
First GrapheneA2ABY7Werkstoffe0,11 €
Medaro MiningA3CMG7Bergbau0,54 €
Steinhoff A14XB9Möbel0,20 €
NELA0B733Wasserstoff1,80 €

Pennystocks Liste Europa: 3 Aktien, die weniger als 1 Euro kosten

Unsere europäischen Aktien stammen aus den Niederlanden, Malta und der Schweiz.
UnternehmenWKNBrancheKurs am 11.3.2022
Steinhoff A14XB9Möbel0,20 €
Angler GamingA1JY35Glücksspiel0,62 €
IQ InternationalA2PAA5Autobatterien0,60 €

Pennystocks Liste Deutschland: diese 3 Papiere kosten weniger als 1 Euro

UnternehmenWKNBrancheKurs am 11.3.2022
Pro DV696780IT, Katastrophenschutz0,80 €
SporttotalA1EMG5Sportmedien0,56 €
Tom TailorA0STSTMode0,04 €

US Pennystocks Liste: 3 Aktien aus den USA für unter 5 US-Dollar

Da in den USA Aktien mit einem Wert von unter 5 US-Dollar als Pennystocks gelten, haben wir für unsere Liste ebenfalls diese Grenze verwendet. Die ersten beiden Aktien werden jedoch auch in Deutschland gehandelt. Bei der Aktie von REMSleep handelt es sich um einen „echten“ Pennystock, die Aktie kostet jeweils ungefähr einen US-Cent. Sie ist nur außerbörslich erhältlich, unter anderem bei PINK (Pink Sheets). Die Kursschwankungen liegen dort üblicherweise im Bereich von Zehntel oder sogar Hundertstel Cent.

US Pennystocks Liste: 3 Aktien aus den USA für unter 5 US-Dollar

UnternehmenWKNBrancheKurs am 11.3.2022
SeaChange Technologies903655Video- und Streaming-Technologie1,04 €
Northwest BiotherapeuticsA1J5EYBiotech0,69 €
REMSleepA2DY2UMedizintechnik0,01 €

In Pennystocks investieren: Diese Möglichkeiten gibt es

  • Reguläre Börsen: Kauf von Pennystocks über eine reguläre Börse
  • Spezielle Handelsplätze für Pennystocks: Handelsplätze wie Pink Sheets spezialisieren sich auf günstige Aktien
  • Zertifikate: Angebot von Papieren mit Schwerpunkt auf Pennystocks ist gering, es gibt aber einige

Pennystocks mit Zukunft – wie finde ich die richtigen?

Der Kauf von Pennystocks ist eine riskante Wette. Denn Anleger*innen hoffen darauf, dass in den Büchern noch unentdeckte Schätze schlummern, es zu einer überraschenden Trendwende kommt oder die Konkurrenz mehr als erwartet für die Übernahme einer Firma bezahlt.

Solch unerwarteten Ereignisse lassen sich natürlich nicht vorhersagen. Bereits bekannte Stärken sind aber in den Kurs längst eingeflossen, die Aktie wäre dann kein Pennystock mehr. Wir haben trotzdem versucht, ein paar attraktive Papiere zu finden.

5 Pennystocks mit Potenzial 2022 im Detail

Auffällig viele Pennystocks stammen aus dem Bergbau und der Ölförderung. Wir haben aber versucht, Unternehmen aus möglichst vielen Branchen zu finden. Pennystocks sind sehr volatil und ihre Entwicklung schwer vorherzusagen. Wir können in diesem Beitrag deshalb lediglich Investmentideen geben, aber keine „todsicheren Tipps“ oder Ähnliches liefern.

PRO DV

(WKN: 696780WKN kopiert; ISIN: DE0006967805ISIN kopiert)

Interessant wird das Softwareunternehmen PRO DV durch seinen Geschäftsbereich Katastrophenschutz, Stabs- und Führungsunterstützung. Das Hochwasser an der Ahr, die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine zeigen, dass Deutschland mehr im Bereich Notfallmanagement tun muss. In den vergangenen Jahrzehnten wurde dieser Bereich massiv vernachlässigt. Das könnte sich jetzt zumindest teilweise ändern und damit dem Dortmunder IT-Unternehmen große Aufträge bescheren.

PRO DV gehört zur Kategorie der gefallenen Engel. Während des New Economy Boom am Anfang des Jahrtausends war die Aktie mehr als 20 Euro wert, stürzte aber nach dem Platzen der Blase ab. Im Gegensatz zu vielen anderen Konkurrenten überlebte die Firma, erholte sich aber auch nicht, sondern befand sich bis 2010 weiter im Sinkflug. Damals wurde mit rund 14 Cent der Tiefpunkt erreicht. Seitdem geht es aufwärts, von Frühjahr 2019 bis Frühjahr 2022 um immerhin 184 Prozent.


Nach den vorläufigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 konnte das Unternehmen Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Haupteinnahmequelle sind dabei bisher aber nicht staatliche Stellen, sondern Unternehmenskunden. So gehören zum Geschäftsfeld von PRO DV auch Unternehmens-Prozessmodelle, das Zugangsmanagement („Access & Identity Management“) und das Bereitstellen von IT-Lösungen für das sichere Vernetzen unterschiedlicher Standorte und der Telearbeiter*innen.


Kritisiert wurde zuletzt, dass das Unternehmen wegen zu langsamer Personalrekrutierung die Wachstumspotenziale nicht ausschöpfen könne. Außerdem steht das Unternehmen – wie fast alle kleine Software-Firmen – vor dem ständigen Problem, sich gegen größere Anbieter zu behaupten. Je mehr von PRO DV angeboten Lösung bereits standardmäßig in die Angebote der Großen integriert sind, desto schwieriger wird es in der Lücke zu überleben. Dass sich die Aktie nach dem Absturz am Anfang des Jahrtausends lange nicht erholen konnte, könnte zudem ein Hinweis auf Probleme im Management sein.

Unterm Strich bleibt es jedoch eine attraktive Aktie für risikobereite Anleger*innen, wofür auch die Entwicklung der vergangenen Jahre spricht.

Bewertung:

  • IT-Aktie mit mehr als 20 Jahren Börsengeschichte
  • Deutsche Aktie
  • Geschäftszweig Katastrophenschutz könnte interessant werden

First Graphene: klimafreundlicher Bauen mit Graphenen

(WKN: A2ABY7WKN kopiert; ISIN: AU000000FGR3ISIN kopiert)

Anleger*innen hatten bisher wenig Freude mit den Aktien von First Graphene (Stand: 03/2022). Doch wer risikobereit ist, sollte die Aktie näher unter die Lupe nehmen. Denn das Produkt ist hochinteressant. First Graphene befasst sich natürlich mit Graphenen. Diese bestehen aus Kohlenstoff und soll schon bald Stahl als Werkstoff in vielen Bereichen ersetzen. Das Wort selbst ist mit dem Begriff Grafit verwandt.

Vor allem beim Bauen könnte das viel zur Klimafreundlichkeit beitragen, denn die Verbindung von Graphen mit Beton soll deutlich stabiler sein als Stahlbeton. So wird weniger Beton benötigt, was die Umweltbilanz deutlich verbessert. Mittelfristig könnten Graphene sogar gewonnen werden, indem CO₂ aus der Luft in Kohlenstoff und Sauerstoff aufgespalten wird. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

Bisher handelt es sich bei First Graphene nur um ein kleines Unternehmen, die Produktionskapazität liegt bei nur 100 Tonnen pro Jahr. Doch Wachstum ist möglich.

Im zweiten Halbjahr 2021 konnte First Graphene seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppeln. Allerdings ist der mit rund 125.000 Euro immer noch gering. Außerdem stieg auch der Verlust um 18 Prozent. Ein Blick auf den Verlust zeigt auch, warum das Unternehmen so günstig bewertet ist. Der lag bei umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro, die Einnahmen decken somit bisher nur einen kleinen Teil der Ausgaben.

Der Kauf von First Graphene Aktien ist also eine Wette auf die Zukunft. Eine, die hohe Gewinne bringen kann, wenn es dem Unternehmen gelingt, seine zahlreichen Patente und Entwicklungen zu Geld zu machen. Entweder durch den Aufbau einer eigenen Produktion oder durch Kooperationen. Aktuell kooperiert First Graphene unter anderem mit dem Baustoffhersteller Breedon-Group. Natürlich kann am Ende aber auch eine Insolvenz stehen.

In jedem Fall benötigen Anlegende einen langen Atem. Denn der Durchbruch wird nicht gleich morgen kommen, mehrere Jahre Haltedauer sollten eingeplant werden.

  • Australischer Hersteller von Graphenen
  • Graphene könnten Baugewerbe grüner machen
  • Bisher hohe Verluste

Medaro Mining: Revolutioniert das Unternehmen die Lithium-Förderung?

(WKN: A3CMG7WKN kopiert; ISIN: CA58404N1096ISIN kopiert)

Zahlreiche Pennystocks stammen, wie bereits erwähnt, aus dem Rohstoffsektor. Dort sind die Explorationskosten hoch, erweist sich eine Erstinvestition als Fehlschlag, kann das Unternehmen schnell insolvent werden. Ist es erfolgreich, sind dagegen hohe Gewinne möglich. Rohstoffunternehmen sind daher insgesamt riskant, besonders gilt das aber für kleine Firmen. Wer nicht viel Geld auf der hohen Kante hat, sollte entweder in größere und breiter aufgestellte Firmen wie African Rainbow Minerals investieren, ETFs kaufen oder den Rohstoffsektor ganz meiden (siehe dazu auch das Kapitel Alternativen).

Auch Medaro Mining ist nicht ohne Risiko, birgt aber auch viele Chancen. Das Unternehmen ist im Bereich Lithium-Förderung tätig, wegen der steigenden Nachfrage nach Akkumulatoren für E-Autos und Elektrogeräte ein wachsender Markt. Medaro Minung möchte das Lithium umweltfreundlicher gewinnen als bisher und rechnet sich Chancen im wachsenden Markt für nachhaltige Geldanlagen aus. Medaro Mining selbst bezeichnet die Technologie als „disruptiv“ und prognostiziert einen bahnbrechenden Einfluss seiner Technologie auf die weltweite Lithium-Förderung.

Medaro Mining ist allerdings kein reines Bergbau-Technologieunternehmen, sondern besitzt auch Optionen auf die Lithiumkonzessionsgebiete Superb Lake und Cyr South in Kanada sowie das ebenfalls in Kanada gelegene Urankonzessionsgebiet Yurchison.

Die Firma schreibt aktuell (Stand: 03/2022) noch rote Zahlen, ist mit einer Eigenkapitalquote von über 90 Prozent aber gut aufgestellt. Aufgrund zahlreicher Investitionen stiegen die Verluste Ende 2021 und Anfang 2022 sogar weiter an.

Wie nicht anders zu erwarten, ist die Aktie von Medaro Mining sowohl hochinteressant wegen ihrer Chancen als auch sehr riskant, da sie bisher keine Gewinne erzielt und das Kurs-Gewinnverhältnis negativ ist. Wenn die Explorationen aber erfolgreich sind und die neue Technologie so bahnbrechend wie versprochen ist, könnte sich das bald ändern.

Für schwache Nerven ist die Aktie aber nichts. Bis August 2021 stieg die Aktie zunächst auf fast 1,00 Euro, fiel dann bis Oktober auf rund 0,37 Euro, stieg dann bis Dezember fast wieder auf 0,80 Euro an und fiel dann bis Februar auf 0,44 Euro, bevor sie sich erneut erholte.


  • Will Lithium und Uran fördern
  • Lithium ist wichtiger Rohstoff
  • Bisher keine Förderung, nur Optionen auf Konzessionen
  • Entwickelte neues Verfahren zur Lithium-Förderung

Steinhoff International Holdings

(WKN: A14XB9WKN kopiert; ISIN: NL0011375019ISIN kopiert)

Wem eine Aktie wie PRO DV noch nicht genug Nervenkitzel ist, der oder die kann sich auch an einen der berühmtesten Pennystocks heranwagen, den Möbelkonzern Steinhoff International Holdings.

Das Unternehmen wurde 2017 durch einen Bilanzskandal bekannt. Außerdem gehörte der Firma bis 2018 die Hälfte des Möbel-Discounters Poco.

Wer Steinhoff Aktien kauft, wettet auf ein Überleben des Möbelhändlers, der in Deutschland gegründet wurde, seinen operativen Hauptsitz aber in Südafrika hat und offiziell in den Niederlanden residiert.

Dieses Überleben ist keineswegs sicher. Bis 2023 muss die Firma genug Geld auftreiben, um dann fällige Schulden zu begleichen. Anfang 2022 konnte sich Steinhoff allerdings mit einer wichtigen Gruppe von Gläubigern einigen. Auch der Verkauf einiger Tochterunternehmen geht gut voran. Ob das ausreichend ist, wird sich bis 2023 zeigen.

Trotzdem ist der Buchwert des Unternehmens negativ, die Verbindlichkeiten sind also höher als das Eigenkapital. Das Unternehmen muss also zeigen, dass es mehr Wert ist, als der Buchwert bisher aussagt. Das Unternehmen macht zwar noch Verluste, vor allem aber wegen hoher Abschreibungen. Der Cash-Flow ist positiv – und das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis liegt sogar unter 1, nämlich bei rund 0,8. Das bedeutet, dass der Cash-Flow im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/2021 höher war als der Kurs. Bei Netflix lag der Wert im Geschäftsjahr 2021 bei fast 700, allerdings halten mehrere Beobachter*innen die Netflix Aktie auch für überbewertet. Doch selbst Aktien, die uns unterbewertet scheinen, haben ein deutlich ungünstigeres Verhältnis. Bei Paramount Global liegt es bei rund 23.

Die Wette ist riskant. Überlebt Steinhoff, könnte die Aktie deutlich zulegen, scheitert der Versuch, kann am Ende der Totalverlust stehen. Es ist also eine Aktie für sehr risikobereite Anleger*innen. Außerdem sollte nur ein kleiner Teil des investierten Geldes in eine solche Investition fließen. Wer breit aufgestellt ist, kann hier mit einem kleinen Teil des Vermögens „zocken“.

  • Internationaler Möbelhändler mit deutschen Wurzeln, Sitz in den Niederlanden und operativem Zentrum in Südafrika
  • Firma hat Bilanzskandal hinter sich
  • Hoher Schuldenstand könnte Firma in die Insolvenz treiben, negativer Buchwert
  • Cash-Flow im Geschäftsjahr 2020/2021 höher als Kurs
  • Erste Einigungen mit Gläubiger*innen verliefen aber erfolgreich
  • Spekulanten hoffen auf Rettung
  • Von den hier vorgestellten Papieren vermutlich das riskanteste

NEL ASA: Wasserstoff Pennystock aus Norwegen

(WKN: A0B733WKN kopiert; ISIN: NO0010081235ISIN kopiert)

Ein Pennystock ist NEL ASA nur nach den nordamerikanischen Kategorien. Dort gilt ja jede Aktie mit einem Wert von unter 5 US-Dollar als „Pfennigaktie“. Denn seit Mitte 2020 liegt der Kurs der Wasserstoffaktie über 1,00 Euro, wenngleich die Aktie der Marke immer wieder gefährlich nahe kam.

Das Unternehmen aus Norwegen stellt Elektrolyseure her, also jene Teile, die Wasser mithilfe von elektrischer Energie in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Später können beide Elemente in der Brennstoffzelle wieder zusammengeführt werden, dabei wird elektrische Energie frei. So kann Strom gespeichert werden, wenn das Angebot gerade höher ist als die Nachfrage, etwa weil Solar- und Windkraftanlagen gerade viel Strom produzieren, aber wenig Energie benötigt wird. Oder um Energie in Wüstengebieten zu gewinnen und nach Europa zu transportieren.

Daneben stellt NEL ASA Wasserstofftankstellen her. Allerdings war Hauptpartner Nikola Motor Company in schweres Fahrwasser geraten, nachdem gegen den Gründer und Großaktionär Trevor Milton ein Verfahren wegen Betrugs eingeleitet wurde. Zuletzt machte Nikola allerdings von sich reden, weil die Firma die ersten beiden Lastwagen auslieferte. Die waren allerdings batteriebetrieben.

Das starke Interesse an Wasserstoffaktien hatte bei NEL zunächst zu einem deutlichen Kursplus geführt, der Wert der Aktie versechsfachte sich innerhalb von weniger als zwei Jahren von knapp über 0,50 Euro auf über 3,00 Euro. Allerdings kam es ab Anfang 2021 zu einer deutlichen Korrektur, zeitweise näherte sich der Kurs wieder der 1,00 Euro-Grenze.

Wer sich für die Aktie von NEL ASA interessiert, sollte sich die Frage stellen, ob Wasserstoff eine Zukunft hat. Wenn ja, könnten die gefallenen Kurse eine Möglichkeit zum Einstieg sein. Wird die Bedeutung von Wasserstoff überschätzt, kann es noch weiter nach unten gehen.

 2018201920202021
Umsatz in Mio. NOK489570652945
Gewinn je Aktie in NOK-0,18-0,220,91-0,47
Dividende in NOK----

Bewertung:

  • Norwegische Wasserstoffaktie
  • Stellt Elektrolyseure her
  • Wie die meisten Wasserstoffaktien ab Anfang 2021 zunächst stark gefallen.
  • Noch immer Verluste

Pennystocks in der SWAT-Analyse

Dass Pennystocks so günstig sind, hat wie erwähnt Gründe. Es gilt diese Nachteile gegen die Vorteile abzuwägen. Vereinfacht gesagt haben Pennystocks oft viele Schwächen, bieten aber auch große Chancen. Aber natürlich gibt es auch aktuelle Stärken sowie Risiken für die Zukunft.

Stärken: niedrige Kurse

Die Stärke von Pennystocks ist schnell auf den Punkt gebracht: Der Kurs ist niedrig. Das hat zwei Vorteile. Neobroker wie justTRADE, bei denen keine Mindestgebühr anfällt, erlauben schon den Handel mit kleinen Summen. Hier lohnt es sich, auch für nur 50 oder 100 Euro Aktien zu kaufen. Das geht aber nicht, wenn ein einzelnes Papier schon mehrere Tausend Euro kostet.

Schwächen: oft Firmen in Problemen

Pennystocks können neue Aktien sein, die gerade erst ihren Börsengang hinter sich haben und zu einem sehr niedrigen Kurs an die Börse gebracht wurden (siehe dazu das Kapitel „3 Arten von Pennystocks“), aber davon abgesehen gesund sind und Gewinne erzielen. Häufig sind es aber Firmen, die wie Steinhoff gerade eine Krise durchlaufen haben. Oder solche, die wie First Graphene und Medaro Mining erst noch beweisen müssen, dass sie Gewinne erzielen können.

Chancen: hohe Kursgewinne möglich

Die Hoffnung beim Kauf von Pennystocks ist oft, dass sich hinter dem Papier ein echter Tenbagger verbirgt, also eine Aktie, die ihren Kurs bald verzehnfacht. Sollte Medaro Mining mit seiner Exploration erfolgreich sein oder First Graphene technologisch der Durchbruch gelingen, ist das tatsächlich nicht unrealistisch. Ähnliches gilt für „gefallene Engel“ wie Steinhoff. Gelingt es, die Firma zu retten, etwa weil die aktuellen Beteiligungen zu einem höheren Kurs verkauft werden können, als sie aktuell in den Büchern stehen (der Buchwert ist ja negativ), sind deutliche Kursgewinne möglich.

Risiko: Insolvent ist eine Möglichkeit

Gerade das Beispiel Steinhoff zeigt aber auch, wie hoch das Risiko einer Insolvenz ist. Kann die Firma für ihre Beteiligungen nur den Buchwert erzielen, reicht das Vermögen nicht einmal, um die Schulden zu bezahlen. Auch die anderen Firmen müssen erst zeigen, dass sie Gewinne erzielen können. Von den fünf vorgestellten Aktien rechnet nur PRO DV für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 mit einem Gewinn.

Dass auch billige Aktien weiter fallen können, zeigte Anfang 2022 die Cannabis-Aktie von SpeakEasy Cannabis Club. Sie stürzte Ende Februar von knapp über 0,25 Euro auf weniger als 0,10 Euro ab. Was nicht bedeutet, dass das Papier sich nicht wieder erholen kann.

Fazit: Überwiegend nur für Spekulant*innen interessant

Die meisten Pennystocks erzielen wenig Gewinne, einige stehen kurz vor der Insolvenz. Manchmal schaffen die Firmen noch die Wende und hohe Gewinne sind möglich. Oft aber steht am Ende ein Totalverlust. Wer in Pennystocks investiert, sollte das Risiko kennen und nur einen kleinen Teil derart riskant anlegen.

Das müssen Sie zu Pennystocks wissen

Der Kurs allein sagt nicht immer etwas über das Unternehmen aus

Die Frage, ob eine Aktie mehr oder weniger als 1 Euro kostet, ist nicht allein ausschlaggebend für das Risiko oder die Chancen. Die Biotech-Aktie von Fermentalg kostet aktuell mehr als 2 Euro (Stand: 03/2022) und ist damit nach den in Europa üblichen Kriterien kein Pennystock (wie NEL ASA, aber nach den US-Kriterien schon). Auch diese Firma macht Verluste, arbeitet aber mit Algen an einem hochinteressanten Produkt. Gelingt der Durchbruch und, noch wichtiger, die Vermarktung ihrer Produkte, kann die Aktie sensationell steigen. Sie kann aber auch in die Insolvenz rutschen, wenn das nicht gelingt.

Noch deutlicher wird das bei der Cybersecurity-Aktie Cyren. Sie wurde lange als interessanter Pennystock gehandelt, legte dann aber 20 Aktien zu einer zusammen („Reverse Share Split“) und kostet daher mittlerweile deutlich mehr als 5 US-Dollar, ohne dass sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder andere Kennzahlen wesentlich verändert hätten.

Ob eine Aktie mehr oder weniger als 1 Euro kostet, sagt also nicht automatisch etwas über das Risiko und die Chancen aus. Gerade in Asien haben viele Unternehmen einen niedrigen Aktienkurs, auch wenn sie Gewinne machen und schon seit einigen Jahren existieren. In der Tendenz sind Pennystocks aber oft besonders chancen- und gleichzeitig risikoreich. So haben wir das auch in unserer SWAT-Analyse interpretiert.

Pennystock ist nicht gleich Pennystock: 3 Arten von Pfennigaktien

Wie hoch das Risiko und wie groß die Chancen sind, hängt auch davon ab, warum eine Aktie weniger als 1 Euro kostet.

Junge Unternehmen: Klein, manchmal auch fein

Medaro Mining und First Graphene sind junge, kleine Unternehmen. Ihr Kurs ist nicht auf das aktuell niedrige Niveau gefallen, sondern wurde bereits so niedrig festgelegt. In Deutschland gab es bis 1994 einen Mindestnennwert von 50 DM (rund 25 Euro) je Aktie, danach von 5 DM (rund 2,50 Euro). Daher waren Pennystocks praktisch immer Aktien, die massiv an Wert verloren hatten. Seit 1999 gibt es auch nennwertlose Stückaktien. Da die Wertpapiere auch nicht mehr gedruckt mit Mantel und Bogen vorliegen, ist es kein Problem mehr, statt 100.000 Aktien zu je 100 Euro zehn Millionen Aktien zu je einem Euro an die Börse zu bringen.

Turnaround-Aktien und gefallene Engel

Einige Pennystocks waren früher deutlich teurer. Das trifft bei den von uns vorgestellten Aktien beispielsweise auf PRO DV zu. Die Aktie startete im März 2000 mit 22 Euro (der Euro wurde zwar erst ab dem 1.1.2002 in Münzen und Scheinen ausgegeben, existierte aber seit 1999 bereits als Buchgeld). Dass die Aktie heute ein Pennystock ist, liegt an starken Kursverlusten, vorwiegend zwischen 2000 und 2002 und von 2006 bis 2010 und einer ausbleibenden Erholung.

Wer bei diesen Firmen Geld anlegt, hofft auf eine Rückkehr zu alten Kursen.

Insolvente Unternehmen

Auch Aktien insolventer Unternehmen können gehandelt werden. Das Delisting erfolgt nicht automatisch mit der Insolvenz. Denn eine Pleite bedeutet nicht automatisch, dass die Inhaber*innen ihr Geld verlieren. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens kann die Firma unter Umständen noch saniert werden. Möglicherweise wird das Unternehmen auch zerschlagen und verkauft, doch die Erlöse liegen über den Verbindlichkeiten. Dann werden die Überschüsse ausgeschüttet.

Auch Aktien von Firmen, die ihre Geschäftstätigkeit schon eingestellt haben, werden teilweise noch gehandelt. Wirecard selbst ging beispielsweise an die Börse, indem das Unternehmen die Aktien der insolventen InfoGenie AG kaufte und sich damit einen klassischen Börsengang ersparte.

Selbst nach dem Delisting an den großen Handelsplätzen können die Papiere oft noch ge- und verkauft werden, dann auf außerbörslichen Handelsplätzen oder im Direkthandel, vom englischen Over The Counter (über den Schalter) mit OTC abgekürzt.

Pink Sheets als Handelsplatz für Pennystocks

Bekannt als Plattform für den Handel mit Pennystocks ist in den USA der Handelsplatz Pink Sheets. Offiziell heißt der Handelsplatz PINK OTC Markets, das dahinterstehende Unternehmen OTC Markets Group. Der Name Pink Sheets, also rosa Blätter, stammt aus der Zeit, als die Kurse für diese Aktien auf rosa Papier gedruckt wurden. Pink Sheets war damals kein Handelsplatz, sondern ein Informationsdienst, der über die Kurse von Aktien informierte, die nicht an der Börse, sondern nur OTC gehandelt wurden. Oft waren es Aktien, deren Wert unter 1 US-Dollar gefallen war und die daher nicht mehr an den großen Börsenplätzen gehandelt werden durften.

Heute werden bei PINK zwar auch Aktien großer ausländischer Unternehmen gehandelt, die aus Kostengründen die Notierung dort einer an der New York Stock Exchange oder der NASDAQ vorziehen, ein großer Teil der dort notierten Papiere sind allerdings Pennystocks.

Allerdings bieten nur wenige deutsche Broker den Zugang zu PINK. Teilweise sind die Kosten für eine Auslandsorder außerdem sehr hoch. Vergleichsweise günstigen Zugang zu PINK OTC Markets bietet der Broker Lynx.

Das müssen Sie bei Pennystocks beachten

Wie bei allen Aktien sollten Anleger*innen zunächst auf die fundamentalen Daten achten, also das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Kurs-Buchwert-Verhältnis, die Cash-Flow-Marge und den Verschuldungsgrad.

Nötig ist auch etwas Phantasie. Kann eine Firma, die aktuell keine Gewinne macht oder ein ungünstiges Kurs-Buchwert-Verhältnis besitzt, das Ruder unter Umständen noch herumreißen? Gibt es Potenzial für die Geschäftsidee?

In jedem Fall sollte in eine Einzelaktie nicht zu viel Geld investiert werden. Lesen Sie dazu auch unsere Portfolio-Ideen und das nächste Kapitel zu Alternativen.

Alternativen zu Pennystocks

Das sind die wichtigsten Alternativen zu Pennystocks.

Zertifikate auf Pennystocks

Einen Pennystock ETF konnten wir leider nicht finden. Allerdings gibt es mehrere Zertifikate von Lang & Schwarz. Einer davon ist das Endlos-Zertifikat Pennystocks & Microcaps mit der Wertpapierkennnummer (WKN) LS9HRLWKN kopiert.

Aktien mit niedrigem KGV

Die Hoffnung beim Kauf von Pennystocks ist oft, dass die Märkte es übertrieben haben, als sie eine Aktie in den Keller schickten. Das gilt oft auch bei Aktien mit niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis. Diese Papiere sind nicht selten stark gefallen. Zumindest ist der Kurs nicht im gleichen Maße wie die Gewinne angestiegen. Meist, weil die Börsen nicht an die Zukunft der Firma glauben. Übertreffen diese Firmen die Erwartungen, sind deutliche Kursanstiege möglich.

Der Vorteil gegenüber Pennystocks ist, dass breiter investiert werden kann, weil die Auswahl nicht auf Aktien mit einem Wert von weniger als einem Euro oder fünf US-Dollar beschränkt ist. Außerdem gibt es auch ETFs, die sich entsprechend spezialisiert haben. ETFs finden Sie unter Alle „Value“ ETFs im Vergleich bei aktien.net/ETF1. Auch Dividenden-Aktien haben oft ein niedriges KGV.

Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen Pennystocks auf der einen und Dividenden-Aktien sowie Aktien mit niedrigem KGV auf der anderen Seite. Pennystocks sind überwiegend sehr spekulativ, gerade Dividendenaktien gelten tendenziell als vergleichsweise sicher – und damit auch als weniger chancenreich.

Bruchteile von Aktien kaufen

Wer Pennystocks kaufen will, weil er oder sie nur wenig Kapital zur Verfügung hat, kann bei einigen Brokern wie eToro auch Bruchteile von Aktien kaufen. So ist der Aktienkauf ebenfalls mit wenig Kapital möglich und nicht auf wenige Papiere beschränkt.

Mit wenig Kapital kann aber der Kauf eines ETFs die bessere Wahl sein. ETF-Sparpläne gibt es schon ab 1 Euro.

Mit CFDs spekulieren

Viele Spekulant*innen sind von der Volatilität der Pennystocks fasziniert. Sie wollen nicht langfristig investieren, sondern nur von den kurzfristigen Schwankungen profitieren und dann wieder aussteigen. Wer das möchte, kann auch zu Differenzkontrakten (CFDs) greifen. Sie folgen dem Kurs eines Basiswertes, schwanken aber deutlich stärker, da sie mit einem Hebel gehandelt werden. Allerdings verlieren die meisten Menschen mit CFDs Geld. Wer Spaß am Spekulieren hat, für den oder die kann ein CFD-Konto aber eine gute Wahl sein, idealerweise ergänzend zu einer – davon getrennten – langfristigen Geldanlage.

Robo-Advisor

Gerade in unsicheren Zeiten ist es mitunter die beste Strategie, das Vermögen möglichst breit zu streuen. Wie genau Corona und der Ukraine-Krieg die Weltwirtschaft langfristig verändern, lässt sich kaum vorhersagen.

Eine breite Streuung lässt sich kostengünstig mit Welt-ETFs erreichen. Doch auch diese Papiere haben oft bestimmte Schwerpunkte. Üblicherweise liegt der US-Anteil über 50 Prozent und oft werden sie von Tech-Aktien dominiert.

Dagegen bieten digitale Vermögensverwalter eine deutlich breite Streuung, meist für Gebühren deutlich unter 1 Prozent. Auf Wunsch investieren sie auch in Anleihen, teilweise in Gold.

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Fragen und Antworten zu Pennystocks

Warum sind manche Aktien so billig?

Oft handelt es sich um Aktien, deren Kurs aus unterschiedlichen Gründen stark gefallen ist. Seit der Einführung nennwertloser Stückaktien starten mitunter auch junge Unternehmen mit niedrigen Kursen.

Was sind Pennystock Aktien?

In Deutschland werden als Pennystocks meist Aktien bezeichnet, die weniger als einen Euro kosten. Der Name setzt sich zusammen aus Penny, einer Untereinheit des britischen Pfunds (vgl. Pfennig) sowie Stock für Aktie. In den USA gelten Firmen als Pennystocks, wenn eine Aktie weniger als 5 US-Dollar kostet, etwa der Wasserstoffspezialist NEL ASA.

Sind Pennystocks gefährlich?

Viele Pennystocks sind Unternehmen, die eine Krise durchlaufen und stark an Wert verloren haben. Es können sich auch Firmen im Insolvenzverfahren darunter befinden, etwa Wirecard. Investitionen in diese Firmen sind oft besonders riskant. Auch junge Unternehmen, die noch keine Gewinne erzielen, bergen oft große Chancen, aber auch hohe Risiken. Es gibt mittlerweile aber auch traditionelle Firmen mit stabilen Gewinnen, die weniger als 5 US-Dollar kosten und damit nach US-Kriterien Pennystocks sind.

Welche Pennystocks haben Potenzial?

Pennystocks haben vor allem dann eine Zukunft, wenn sie ausreichend Eigenkapital und ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell haben. Die meisten Pennystocks bergen aber auch große Risiken. Sichere Prognosen lassen sich keine abgeben, es lassen sich lediglich Aktien mit Potenzial identifizieren.

Wo finde ich Pennystocks?

Einige Pennystocks wie PRO DV werden an den regulären Börsen gehandelt. Daneben gibt es spezialisierte Märkte wie PINK (Pink Sheets), an denen überwiegend Pennystocks gehandelt werden.

Welche Pennyststocks haben es geschafft?

Ein Beispiel, dass im Zusammenhang mit Pennystocks immer wieder genannt wird, ist Zynex. Die Firma wurde 2015 für 0,22 Dollar gehandelt und stieg innerhalb von fünf Jahren um fast 10.000 Prozent. Auch Heidelberger Druck schaffte den Sprung von unter einem Euro auf mehr als zwei Euro. Viele Pennystocks wurden aber auch insolvent.

Was ist die billigste Aktie?

Was die billigste Aktie ist, ändert sich ständig. So kostete ein Anteilsschein der insolventen Wirecard AG im Frühjahr 2022 rund 3 Cent, einer der über einen Bilanzskandal in Schwierigkeiten gekommenen Steinhoff International Holdings N.V. zum gleichen Zeitpunkt immerhin 20 Cent.

Fazit

Seit der Einführung nennwertloser Stückaktien ist auch in Deutschland ein Kurs unter 1 Euro nicht zwangsläufig ein Zeichen für einen Kursverfall. In Asien ist es ohnehin Tradition, dass viele Aktien in großer Stückelung zu niedrigen Kursen ausgegeben werden. Xiaomi, immerhin einer der größten chinesischen Elektronikkonzerne, wäre nach US-Kriterien ein Pennystock.

Nach wie vor haben viele Pennystocks aber einen starken Kursverlust hinter sich oder stehen ganz am Anfang ihrer Laufbahn. Diese Aktien sind oft riskant, aber auch chancenreich.

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Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

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