10 Aktien von Softwareunternehmen, die 2022 interessant sind!

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Software Entwickler sitzt an seinem iMac und programmiert Code

Computer werden in unseren Leben immer wichtiger. Davon können Anleger*innen mit Software-Aktien profitieren. Aber nicht jede Aktie ist eine gute Wahl. Denn nicht alle Firmen werden in dem harten Konkurrenzkampf erfolgreich sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Attraktive Software-Aktien stammen oft aus den USA.
  • 40er-Regel als Auswahlkriterium für Software-Aktien
  • 40er-Regel ist aber nicht einziges Auswahlkriterium
  • Bei Software-Aktien oft große Unterschiede zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Firmen

 

So gehen Sie vor

  • Entscheiden Sie sich, ob Sie direkt in Software-Aktien oder in einen Software-Aktien-ETF investieren.
  • Nehmen Sie unsere Auswahl an Software-Aktien als Anregung und stellen Sie eigene Recherchen und Überlegungen an.
  • Betrachten Sie nicht nur die 40er-Regel, sondern bewerten Sie auch die Geschäftsidee und den Preis der Aktie.

Auf diese 10 Software-Aktien sollten Sie im 2022 achten

Diese 10 Unternehmen erfüllen die 40er-Regel oder kommen ihr zumindest sehr nahe.

NameLand40er-Kennzahl
Meta PlatformsUSA86,09
UbisoftFrankreich82,50
AlphabetUSA76,79
AdobeUSA68,57
RokuUSA65,12
MicrosoftUSA63,18
Atoss SoftwareFrankreich47,49
Electronic ArtsUSA44,99
NemetschekDeutschland40,10
AtlassianVereinigtes Königreich37,52

Statt Einzelaktien können Sie auch in ETFs investieren. Lesen Sie dazu unseren Beitrag Augmented Reality Aktien & ETFs 2022 zum Investieren in den Megatrend. ETFs mit Software-Aktien finden Sie auch unter aktien.net/ETF1.

Software-Aktien Europa: 3 interessante Papiere

Auch in Europa gibt es interessante Software-Aktien. Allerdings muss man hier länger suchen als in den USA und die 40er-Regel erfüllt kaum ein Unternehmen. Deutsche Aktien haben wir in dieser Tabelle nicht aufgenommen, da sie in der Tabelle „Software-Aktien Deutschland“ enthalten sind (nächstes Kapitel).

NameLand40er-Kennzahl
UbisoftFrankreich82,50
Atoss SoftwareFrankreich47,49
AtlassianVereinigtes Königreich37,52

Software-Aktien Deutschland: diese 3 sind einen genauen Blick wert

Die meisten großen deutschen Softwarehersteller bleiben beim Umsatzwachstum und der Cashflow-Marge deutlich hinter den US-Konkurrenten zurück und erreichen damit auch eine niedrigere 40er-Kennzahl.

Eine Ausnahme war im Geschäftsjahr 2019/2020 die Suse S.A., die eine Zahl von 108,79 erreichte. Im Jahr 2020/2021 lag die Kennzahl, auch wegen Corona, deutlich niedriger; das Papier ist trotzdem einen Blick wert. Der juristische Sitz der Susa S.A. befindet sich zwar in Luxemburg, wichtigster Standort ist aber nach wie vor Nürnberg.

NameLand40er-Kennzahl
NemetschekDeutschland40,10
SAPDeutschland24,13
SuseDeutschland / Luxemburg18,99

Software-Aktien USA: 3 Aktien mit hohem 40er-Wert

Die USA sind nicht nur Heimat vieler Software-Unternehmen, diese fallen auch durch eine Kombination aus hohem Umsatzwachstum und attraktiver Cashflow-Marge auf.

NameLand40er-Kennzahl
Meta PlatformsUSA86,09
AlphabetUSA76,79
AdobeUSA68,57

Vor- und Nachteile von Software-Aktien

Vor- und Nachteile im Überblick

Pro
  • In einem Zukunftsbereich aktiv
  • Durch Skaleneffekte sind hohe Rendite möglich
  • Viele Softwarefirmen sind durch ihren „Burggraben“ schwer angreifbar
Contra
  • Technischer Wandel stellt Firmen vor stetig neue Herausforderungen
  • Oft können nur wenige Firmen überleben
  • Personalengpässe

Vorteile: hohe Renditen möglich

Anders als beim Kauf von Öl-Aktien besteht bei Software-Aktien keine Gefahr, dass das angebotene Produkt schon in wenigen Jahren nicht mehr gefragt ist. Die Zeichen stehen vielmehr auf Wachstum. Der Trend zur Nachhaltigkeit könnte den Softwareherstellern sogar helfen, wenn etwa Meetings Online statt in Präsenz abgehalten werden oder Steuerungssysteme den Energieverbrauch senken.

Hinzu kommt, dass im Software-Sektor gigantische Gewinne möglich sind. Das liegt an der Herstellung und Verbreitung dieses Produkts. Setzt VW mehr Autos ab, muss das Unternehmen auch mehr Teile einkaufen, mehr Personal beschäftigen und unter Umständen sogar ein neues Werk bauen. Verkauft Microsoft mehr Lizenzen seines Office-Paketes, entstehen kaum Zusatzkosten. Mit jedem zusätzlich eingenommenen Euro steigt auch der Gewinn deutlich an. Zumindest bei Software-Herstellern, für Dienstleister gilt das nur eingeschränkt.

Die hohen Einmalkosten sorgen noch für einen weiteren Effekt. Für neue Firmen ist es schwer möglich, neu in den Markt einzutreten. Dieser „Burggraben“ reduziert die Konkurrenz. Zumal es bei vielen Produkten einen Lock-In-Effekt gibt. Benutzt die Mehrzahl der Menschen beispielsweise die Office-Produkte von Microsoft, sind selbst kostenlose Alternativen wie LibreOffice wenig attraktiv. Denn die meisten Beschäftigten sind die Produkte von Microsoft gewohnt und trotz aller Bemühungen um Kompatibilität gibt es mitunter immer noch Probleme, wenn mit einer Software erstellte Dokumente mit einer anderen gelesen werden. Also greifen die Nutzer*innen zur verbreitetsten Software – und ermöglichen dessen Hersteller hohe Einnahmen.

Nachteile: hohe Risiken, ständig neue Herausforderungen

Die Vorteile von Software-Aktien sind gleichzeitig auch Nachteile. Bleibt eine Firma nicht an der Spitze, kann das schnell massive Verluste zur Folge haben. Ein Beispiel: Kaum jemand kennt heute noch die einst weitverbreitete Office-Software Lotus Smart Suite.

Selbst dass Firmen wie Microsoft oder Alphabet mit seiner Suchmaschine Google den Spitzenplatz verlieren könnten, ist nicht so unwahrscheinlich, wie es auf den ersten Blick scheint. Neue Technologien ändern die Spielregeln und können sogar Monopolisten zu Fall bringen. Selbst die „Platzhirsche“ können sich deshalb nicht auf ihrer marktbeherrschenden Stellung ausruhen, sie müssen in neue Software investieren. Fehlschläge dort können schnell kostspielig werden, wie beispielsweise IBM mit dem kommerziell gescheiterten Betriebssystem OS/2 erfahren musste.

So weit muss es allerdings gar nicht kommen, damit Anleger*innen Geld verlieren. Software-Aktien sind oft teuer, denn die Anlegenden wissen um die Vorteile dieser Papiere. Das bedeutet, dass schon ein langsameres Wachstum zu Kursverlusten führen kann, beispielsweise weil Regierungen eingreifen oder Open Source Produkte Marktanteile erobern.

Kleinere Softwareanbieter haben sich oft Nischen erobert, Nemetschek etwa die für Bau- und Architektursoftware. Wenn große Softwarekonzerne in diese Märkte eindringen, haben die kleineren Anbieter oft (wenn auch nicht immer) das Nachsehen.

Fazit zu Vor- und Nachteilen von Software-Aktien

Software-Aktien sind attraktiv, allerdings keine Lizenz zum Geldverdienen. Wie in allen Branchen ist es auch hier sinnvoll, Aktien zunächst genau unter die Lupe zu nehmen. Weil auch die beste Analyse keine Garantie gegen Verluste bietet, kann eine breite Streuung über ETFs, Fonds und Portfolios die bessere Alternative zum Kauf von Einzelaktien sein.

Das sollten Sie zu Software-Aktien 2022 wissen

Wie finde ich attraktive Software-Aktien? Die 40er-Regel

Für Software-Aktien gibt es eine einfache Kennzahl, mit der ihre Qualität bewertet werden soll, nämlich die 40er-Regel, englisch auch Rule of 40 genannt. Sie besagt, dass die Summe aus dem prozentualen jährlichen Umsatzwachstum und der Cashflow-Marge mindestens 40 betragen soll.

So wird die 40er-Kennzahl berechnet

Der Umsatz der Suse S.A. wuchs 2019/2020 beispielsweise um 81,34 Prozent. Gleichzeitig betrug die Cashflow-Marge 27,45 Prozent, was einen Gesamtwert von 108,79 ergab und damit deutlich über den angestrebten 40 lag. Der Gedanke hinter der Regel ist, dass eine niedrige Cashflow-Marge kein Problem ist, wenn dafür die Umsätze stark wachsen – und damit auch die Aussicht auf zukünftige Überschüsse. Vereinfacht gesagt bedeutet eine Cashflow-Marge von 27,5, dass für 100,00 Euro Umsatz 72,50 Euro Ausgaben entstehen, 27,50 Euro aber im Unternehmen verbleiben. Zieht man von den 27,50 Euro noch die Abschreibungen ab, erhält man den Gewinn vor Steuern.

Nachteile der Rule of 40

Allerdings ist diese Kennzahl nur eine Momentaufnahme, im Geschäftsjahr 2020/2021 (November 2020 bis Oktober 2021) lag die 40-er-Kennzahl bei Suse wegen des schwachen Umsatzwachstums und einer negativen Cash-Flow-Marge nur noch bei 18,99. Schon im aktuellen Geschäftsjahr kann es aber wieder ganz anders aussehen.

Außerdem berücksichtigt die Kennzahl nicht den Preis der Aktie. Dazu ist zusätzlich ein Blick auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis und das Kurs-Gewinn-Verhältnis nötig.

Unterschiedliche Geschäftsmodelle

Auch innerhalb der Software-Branche gibt es große Unterschiede. Microsoft und SAP verdienen viel Geld mit Software-Lizenzen und Abogebühren, Alphabet und Meta Platforms dagegen mit Daten beziehungsweise Werbung. Die Suse S.A. wiederum verdient Geld vor allem mit Dienstleistungen rund um das Open Source Betriebssystem Linux. In der Praxis haben die meisten Unternehmen mehrere Einnahmequellen, Microsoft bietet beispielsweise auch IT-Beratung an. Doch oft gibt es einen Schwerpunkt.

Die unterschiedlichen Herangehensweisen haben verschiedene Vor- und Nachteile. Dienstleister müssen meist mit der stärksten Konkurrenz leben, häufig aber auch weniger hohe Investitionen stemmen. Datengetriebene Geschäftsmodelle wiederum sind immer von zunehmender Regulierung oder strengerem Datenschutz bedroht, so hat Meta Platforms nach eigenen Angaben rund 10 Milliarden US-Dollar durch Anti-Tracking-Maßnahmen von Apple verloren. Dagegen sind Lizenzmodelle gefährdet, wenn kostenlose Alternativen ähnlich gute Leistungen bringen.

Alternativen zu Software-Aktien

Software-Aktien haben Vor- und Nachteile. Ein Grund mehr, auch Alternativen ins Auge zu fassen.

ETFs mit Software-Aktien

Welche Softwareaktie in zehn Jahren die Nummer 1 ist, lässt sich kaum vorhersagen. Dafür wissen wir heute zu wenig über den technischen Stand in der Zukunft, die Führungspersönlichkeiten an den Spitzen der Unternehmen und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Aber auch kurzfristig lassen sich Aktienkurse nur schwer vorhersagen, schlechte Nachrichten, der Ein- und Ausstieg von Investmentgesellschaften oder strategische Entscheidungen können den Kurs drastisch verändern.

Eine Alternative sind ETFs mit Software-Aktien oder ganz allgemein Technologieaktien. So wird das Risiko breit gestreut. Die schlechte Entwicklung einer Aktie kann dann oft durch Kursgewinne bei anderen Papieren ausgeglichen werden. ETFs auf Tech-Aktien finden Sie beispielsweise auf aktien.net/etf1 unter Alle „Tech“ ETFs im Vergleich | ETF1.de (aktien.net).

Eine Alternative sind Investment-Portfolios, wie sie etwa der Broker eToro anbietet. Dabei wird von den Mitarbeitenden des Brokers – teilweise auch von Partnern – ein Portfolio aus attraktiven Aktien zu einem Thema zusammengestellt, beispielsweise eCommerce. Darin können Anleger*innen dann aber 500 Euro investieren.

In andere Zukunftsbranchen investieren

Nicht nur Software hat Zukunft, sondern auch andere Branchen wie Wasserstoff, Fleischersatz, Feststoffbatterien oder Biotechnologie. Aber auch klassische Branchen können attraktiv sein. Autoaktien könnten eine Renaissance erleben, wenn den Herstellern der Umstieg auf autonomes Fahren, Elektromobilität und neue Mobilitätskonzepte gelingt.

Automatisierte Vermögensverwaltung nutzen

Die Strategie, möglichst hohe Renditen mit ausgewählten Aktien zu erzielen, ist nicht zwangsläufig die beste. Denn an der Börse werden aktuelle Informationen innerhalb weniger Minuten in die Kurse eingepreist. Hat ein Wert gute Zukunftsaussichten, ist die Aktie auch entsprechend teuer. Es ist nicht so leicht, über- und unterbewertete Aktien zu erkennen. Oft erscheint Privatanleger*innen ein Wertpapier unterbewertet, weil sie Herausforderungen unterschätzen oder wesentliche Informationen nicht kennen.

Eine bessere Strategie könnte deshalb eine möglichst hohe Streuung sein. Das lässt sich mit einem ETF auf einen weltweiten Index wie den MSCI ACWI erreichen; doch auch solche Weltindizes legen üblicherweise rund 60 Prozent oder mehr ihres Kapitals in den USA an. Noch mehr Streuung bieten digitale Vermögensverwalter, sogenannte Robo-Advisor. Diese legen das Geld in unterschiedliche ETFs an, darunter auf Wunsch auch Anleihen-ETF und bei OSKAR sogar in Gold.

Fragen und Antworten zu Software-Aktien

Welche Software-Aktien kaufen?

Alle Software-Aktien haben Vor- und Nachteile. Selbst Tech-Giganten wie Alphabet, Meta Platforms oder Microsoft haben Schwächen. Unterm Strich sind Software-Aktien aber ein attraktives Feld. Bei der Auswahl der Software-Aktien hilft die 40er-Regel.

Warum Software-Aktien kaufen?

Software bestimmt unser Leben zunehmend. Ein weiterer Vorteil von Software-Aktien sind die hohen Skalenerträge. Doch Anleger*innen sollten auch die Nachteile nicht übersehen.

Was sind Software-Aktien?

Software-Aktien sind Aktien von Unternehmen, die ihre Erträge ganz oder überwiegend mit Software verdienen. Das kann sowohl das Erstellen von Software als auch Beratung und Dienstleistungen sein.

Was ist die Rule of 40

Die Rule of 40 oder 40er-Regel besagt, dass bei einer attraktiven Softwareaktie die Cash-Flow-Marge in Prozent und das Umsatzwachstum zum Vorjahr in Prozent in der Summe mindestens 40 ergeben sollte. Eine Liste mit Werten, die dieses Kriterium überwiegend erfüllen, gibt es hier.

Fazit

Software-Aktien haben Zukunft, aber nicht jedes Unternehmen wird auch Kurssteigerungen bieten. Die 40er-Regel oder Rule of 40 bietet aber zumindest Orientierung. Eine Alternative zu Aktien von Softwareunternehmen können ETFs sein.

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Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

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