Anlagetrend Virtual (Augmented) Reality

Anlagetrend Virtual (Augmented) Reality

Anlagetrend Virtual Reality

Virtual und Augmented-Reality gelten als Zukunftstechnologien. Kein Wunder also, dass wichtige Firmen, die die passende Soft- und Hardware hierzu liefern, bereits jetzt als Renditebringer gefeiert werden.

Was ist der Unterschied zwischen Augmented und Virtual Reality?

Beide Begriffe beschreiben Phänomene, die die Wahrnehmung des Users erweitern, während dieser Software wie Spiele nutzt. Bei der Virtual Reality handelt es sich dabei eher um etwas, was auf der Ebene des Spiels oder des Programmes geschieht. Der User hat durch unterschiedliche Methoden das Gefühl, dass er sich tatsächlich auch körperlich in der Spielewelt oder eben der virtuellen Umgebung befindet. Dies kann durch relativ einfache Geräte wie beispielsweise eine spezielle Brille und eine 360°-Umgebung erzeugt werden. Die Immersion ist also deutlich höher als gewöhnlich, weil sich der Spieler so fühlt, als wäre Teil dieser Welt.

Augmented Reality bedeutet „erweiterte Realität“ und beschreibt im Prinzip genau das Gegenteil: Nicht der Spieler befindet sich in der Spielewelt, sondern Elemente des Spiels greifen in die Realität. Eines der bekanntesten Beispiele schlechthin ist Pokémon Go. In der App können Spieler kleine Monster an markanten Landschaftspunkten fangen und in Arenen kämpfen lassen. Die Orte sind dabei für jeden Spieler die gleichen und wurden durch Google Maps ermittelt.

Vereinfacht gesagt ist beispielsweise die Spielbrille Oculus-Rift eher der Virtual Reality zuzuordnen, während Google Glass eher der Augmented Reality zuzurechnen waren.

In beiden Arten vermischen sich also Realität und Fiktion stärker, als dies üblicherweise der Fall ist. Sowohl Augmented als auch Virtual Reality stellen allerdings ähnliche Anforderungen an Soft- und Hardware. Diese werden mehr oder weniger von den gleichen Firmen abgedeckt. Alleine deswegen ist es sinnvoll, Augmented und Virtual Reality als Anlagetrend gemeinsam zu behandeln.

Probleme und Chancen des Trends

Wer jetzt in Virtual Reality investieren möchte, hat den Beginn des Trends bereits verschlafen und muss demzufolge bei den meisten Aktien schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Da die Wachstumschancen des Marktes allerdings alles andere als erschöpft sind, ist dies langfristig gesehen sicherlich vernachlässigbar.

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Grundsätzlich ist durch den Trend natürlich auch die Gefahr einer Überbewertung gegeben. Gerade junge Unternehmen werden zudem häufig überschätzt und können die guten Prognosen später entweder nicht erfüllen oder werden einfach von einem größeren Unternehmen geschluckt. Auch beim Anlagetrend Virtual Reality gilt deswegen, dass es vor allem die größeren Entwickler sind, die ein Investment wert sind. Sie könnten sich durch eine gute Positionierung auf dem Markt weiter von der Konkurrenz absetzen.

Wie groß ist das Wachstumspotenzial?

Bei Virtual Reality handelt es sich um einen sehr neuen Trend, der die Branche revolutionieren könnte. Schon seit einigen Jahren schwirren Ideen, die in die Richtung gehen, im Internet herum. Auch erste Prototypen oder Programme wurden bereits vor längerer Zeit entwickelt. Allerdings gelangt das Thema erst jetzt in das Bewusstsein der Konsumenten.

Viele kommen erst in diesem Jahr überhaupt so richtig mit der Technik in Berührung. Grund dafür ist auch, dass der Trend langsam, aber sicher massentauglicher wird und nicht mehr in den Kinderschuhen steckt. Ein frühes Stadium ist allerdings immer noch nicht überschritten. Eine von der Bitkom in Auftrag gegebene Trendstudie von Deloitte geht davon aus, dass der Umsatz mit Hardware und Inhalten bereits 2017 eine Milliarde Euro übertreffen werde – weltweit, versteht sich. Allerdings sind dies nur 0,25 Prozent des Umsatzes, der mit Smartphones erzielt wird.

In Deutschland ist die Technologie bereits vergleichsweise gefragt. In diesem Jahr sollen rund 330 Millionen Euro Umsatz mit VR-Brillen und -Inhalten erzielt werden, hat der Branchendienst Statista errechnet. Bereits im Jahr 2020 sollen es alleine in Deutschland schon eine Milliarde Euro sein. Dies wäre für eine vergleichsweise neue Technologie ein sehr starkes Wachstum, das nur selten von anderen Trendprodukten erreicht wird.

Dabei ist das Interesse der User keineswegs auf Spiele beschränkt. Potenzielle Kunden interessieren sich laut verschiedenen Studien aus folgenden Gründen für Augmented und Virtual Reality, sie wollen:

  • Games in der VR erleben
  • Ferne Orte/Reiseziele im Vorfeld kennenlernen
  • Musikkonzerte erleben
  • Museen und Ausstellungen besuchen
  • 3D-Fotos und Panorama-Aufnahmen ansehen
  • Filme sehen
  • Sportereignisse ansehen
  • Online-Shopping

Es handelt sich also keineswegs um ein abgeschlossenes und strikt eingegrenztes Feld. Stattdessen könnte sich die gesamte Multimediabranche durch Virtual Reality revolutionieren.

Auch eine Studie, die von der Gamescom in Auftrag gegeben wurde, zeichnet ein ähnliches Bild: Rund 46 Prozent der befragten Internetnutzer kennen VR-Brillen bereits, das ist fast die Hälfte. Rund ein Drittel könnte sich vorstellen, eine solche Brille zum Spielen zu verwenden. Ein Fünftel der Umfrageteilnehmer könnte sich zudem bereits jetzt vorstellen, eine solche Brille zu erwerben.

Wie weit ist die Technologie im Jahr 2017?

Die Technologie gilt zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht als massentauglich, nähert sich diesem Stadium aber mit großen Schritten. Wie groß das Interesse bei geringen Einstiegshürden sein kann, hat sie bereits 2016 bewiesen: Mit Pokémon Go wurde das erste Augmented-Reality-Spiel auf den Markt gebracht, dem es gelang, einen wahren Hype auszulösen. Und dies, obwohl das Spiel zahlreiche technische Mängel aufwies und grundsätzlich von den Kritikern trotz der eigentlich klugen Spielidee eher weniger gelobt wurde. Dennoch ist wohl klar, dass Spiele und andere Software nach und nach immer mehr Einzug auf den Smartphones halten werden.

In Bezug auf die Virtual-Reality-Technologie bleibt derzeit zu sagen, dass diese noch immer nicht komplett ausgereift ist, um das volle Potenzial ausschöpfen zu können. Doch große Unternehmen wie aktuell zum Beispiel Microsoft arbeiten hart daran, dies möglichst zügig zu ändern. Im Oktober 2017 stellte der Konzern zusammen mit seinem Windows-10-Creators-Update einige neue Funktionen vor, die Virtual Reality im Alltag etablieren sollen.

Auch die dafür benötigte Hardware präsentierte der Gigant gleich mit: So hat Microsoft unter anderem Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo an Bord holen können, die ebenfalls ab Oktober eigene VR-Brillen anbieten werden, die mit Windows 10 kompatibel sind.

Auf welche Arten können Unternehmen an Virtual Reality verdienen?

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Bereiche, in denen Unternehmen den Trend nutzen können:

  1. Hardware: Wer leistungsstarke und zuverlässige Hardware entwickeln kann, wird auch in Zukunft gefragt sein. Die meisten Unternehmen aus diesem Bereich konnten sich bereits etablieren und zählen ohnehin zu den Marktführern. Die wohl wichtigste Rolle spielt hier vor allem die Hardware, die hochauflösende Grafiken bereitstellen kann, also Grafikkarten, aber auch schnelle Prozessoren.
  2. Software: Die zweite Möglichkeit, am Trend beteiligt zu sein, entsteht durch die passende Software. Vor allem Spieleentwickler testen derzeit ihre Möglichkeiten aus. Genauso gefragt können allerdings auch Lernprogramme, virtuelle Laboratorien oder begehbare Sehenswürdigkeiten als Marketingmöglichkeit sein. Microsoft zum Beispiel versucht, sein komplettes Betriebssystem für die neue Technologie flottzumachen.
  3. Indirekt mit Virtual Reality verknüpfte Hersteller: Viele Anleger unterschätzen, dass sich der Markt deutlich weiter erstreckt, als auf den ersten Blick erkennbar. Auch IT-Sicherheit oder Entwickler von Sensorik oder medizinischer Diagnostik, sowie Anbieter von GPS-Technik können von dem Trend auf unterschiedliche Arten profitieren.

Welche Firmen kommen für Privatanleger besonders in Frage?

Zahlreiche Unternehmen werden inzwischen der Virtual und Augmented Reality zugerechnet. Zu den relativ bekannten Firmen, die bereits ein gewisses Standing vorweisen können, zählen:

  • Activision Blizzard
  • Advanced Micro Devices Inc.
  • Alphabet Inc.
  • Autodesk
  • Dassault Systems
  • Electronic Arts
  • Facebook Inc.
  • GoPro Inc.
  • Himax Technologies
  • HTC Corp.
  • InvenSense Inc.
  • Kopin Corp.
  • Microsoft Corp.
  • Nokia Corp.
  • NVIDIA Corp.
  • Samsung Electronics
  • SEIKO EPSON Corp.
  • Sony
  • Take-Two Interaktive Software
  • Ubisoft Entertainment
  • Vuzix Corporation

Ein Blick auf die Liste verrät bereits, wie divers das Feld ist, das dem Anlagetrend zuzurechnen ist. Neben absoluten Marktführern wie Facebook oder Alphabet (Google) finden sich auch eher unbekannte Unternehmen wie Autodesk. Wer einen näheren Blick auf das Unternehmen wirft, stellt jedoch fest, dass es sich um einen alteingesessenen Hersteller für digitales 3D-Design handelt. Es geht hierbei also um eine der wichtigsten Virtual-Reality-Aktien schlechthin.

Genauso gut könnten Anleger darüber verwundert sein, den als gescheitert geltenden Handy-Hersteller Nokia in der Liste zu finden. Das Unternehmen hat allerdings die erste Kamera produziert, die einen Rundumblick mit acht Kameras ermöglicht. Auch Google hat ein ähnliches Konzept im Angebot, setzt dafür aber auf die die Kameras von GoPro, die sich auch deshalb in der Empfehlungsliste wiederfinden. Ebenso zählt Samsung zu den heißen Kandidaten, die mit einer eigenen Kamera, aber auch mit einer Virtual-Reality-Brille den Markt erobern wollen. Hier wird deutlich, dass Nokia zwar zu den derzeit innovativsten Anbietern auf dem Markt gehören könnte, die Konkurrenz jedoch nicht schläft und die Aktie deswegen durchaus risikobehaftet ist.

Wer in Augmented Reality investieren möchte, muss sich also mit der Technik, den derzeitigen Möglichkeiten und dem aktuellen Forschungsstand durchaus auseinandersetzen. Nur so lassen sich Potenzial und Risiko halbwegs zuverlässig einschätzen. Privatanleger, die das Risiko eher scheuen, sollten dann auf die Marktführer der Branche zurückgreifen und solide Unternehmen wählen. Sollte sich der Trend dann letztlich doch nicht bestätigen oder das Unternehmen sich in diesem Bereich nicht besonders hervor tun, ist dies in der Regel für die Rendite nicht entscheidend. Wer hingegen volles Risiko gehen möchte, um die maximale Rendite aus dem Trend herauszuholen, kann ruhig die Spezialisten genauer unter die Lupe nehmen. Dabei besteht allerdings immer die Gefahr, dass diese schon überbewertet sind und die hohen Erwartungen nicht bestätigen können.

Fazit:

Virtual und Augmented Reality gelten vor allem 2018 als einer der Zukunftstrends der Branche. Die Hälfte der deutschen Internetnutzer kennt die Technologie bereits, die ersten Brillen sind dann bereits zur Marktreife gebracht worden und mit Pokémon Go hat die Software schon vor einem Jahr bewiesen, welche Chancen in der Technologie stecken. Der Markt soll sich dabei nach aktuellen Schätzungen innerhalb von nur wenigen Jahren vervielfachen – dabei könnte sowohl Augmented als auch Virtual Reality die Art und Weise, wie wir Multimedia erleben, revolutionieren. Neben Startups und jungen Technologieunternehmen mischen auch zahlreiche Konzerne und alte Hasen in dem Geschäft mit, sodass jeder Anleger ein Unternehmen finden sollte, das zu ihm passt.

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