IPO Aktien 2021 kaufen oder nicht: Chancen & Risiken in der Analyse

IPO Aktien

IPO Aktien kaufen - Das Wichtigste in Kürze

  • IPO Aktien sind für jene Anleger mit Börsenerfahrung interessant, die von stärkeren Kursgewinnen im Anschluss an den Börsengang überzeugt sind.
  • 2020 konnten Anleger bei weltweit rund 1.400 Börsengängen von Unternehmen IPO Aktien kaufen. An deutschen Börsen sind für 2021 mehr als 40 Neuemissionen avisiert. Darunter befinden sich mit Synlab, Katek und Daimler Truck interessante Unternehmen.
  • Mit zahlreichen IPO Aktien haben Ersthändler viel Geld verdient. Risiken, die Sie immer im Blick haben sollten, erläutern wir in der SWOT Analyse.
  • Wer den Risiken beim IPO Aktien kaufen aus dem Weg gehen möchte, wählt entsprechend Alternativen wie börsennotierte Aktien und ETFs.
  • Für erfahrene Händler bietet sich beim Aktien-Trading die gute Möglichkeit, von der hohen Volatilität der Börsenneulinge zu profitieren.

 

IPO Aktien kaufen - So gehen Sie vor

  • IPO-Börsenkandidaten für 2021 werden beispielsweise bei der Börse Stuttgart oder Frankfurter Börse aufgelistet.
  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über betreffende Unternehmen. Recherchieren Sie so viel wie möglich, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.
  • Wenn der Börsengang mit der Erstnotierung erfolgt ist, können Sie neue Aktien so handeln wie jedes andere börsennotierte Unternehmen.
  • Sie können in neue Aktien bei Online Brokern wie Trade Republic oder Smartbroker investieren.
  • Eröffnen Sie ein Broker-Konto oder melden Sie sich als bestehender Kunde an.
  • Wir empfehlen, Aktien über ein eToro Depot provisionsfrei und mit günstigen Spreads zu handeln. Mit CFDs können Sie auch von fallenden Kursen bei der IPO profitieren.

 

IPO Aktien Januar bis April 2021 (Börsengang abgeschlossen)

Name / WKN
Affirm Holdings
A2QL1GWKN kopiert
ab 0 € handeln -
Bei Smartbroker verfügbar
Qualtrics
A2QLPCWKN kopiert
ab 0 € handeln -
Bei Smartbroker verfügbar
Auto1
A2LQ88WKN kopiert
ab 0 € handeln -
Bei Smartbroker verfügbar
Bumble
A2QMTAWKN kopiert
ab 0 € handeln –
Bei eToro verfügbar

Hinweis: Ihr Kapital ist gefährdet.
Roblox
A2QHVSWKN kopiert
ab 0 € handeln –
Bei eToro verfügbar

Hinweis: Ihr Kapital ist gefährdet.
Coupang
A2QQZ2WKN kopiert
ab 0 € handeln –
Bei eToro verfügbar

Hinweis: Ihr Kapital ist gefährdet.
Coinbase
A2QP7JWKN kopiert
ab 0 € handeln –
Bei eToro verfügbar

Hinweis: Ihr Kapital ist gefährdet.
Vantage Towers
A3H3LLWKN kopiert
ab 0 € handeln -
Bei Smartbroker verfügbar
Friedrich Vorwerk
A255F1WKN kopiert
ab 0 € handeln -
Bei Smartbroker verfügbar

IPO Aktien 2021 (Börsengang geplant)

Wenn Sie die Aktie anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.
Name / WKN
Synlab
NETSY1WKN kopiert
Katek
A2TSQHWKN kopiert
Daimler Truck
DT0001WKN kopiert
N26
N26000WKN kopiert
Robinhood
ROBHO1WKN kopiert

Top Depots für den Kauf von IPO Aktien

1
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu Smartbroker
2
justTRADE Logo
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Testberichtzu justTRADE
3
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
0,00 €
Sie riskieren ihr Kapital
Testberichtzu eToroSie riskieren ihr Kapital
4
Scalable Capital Top5 Logo
Kosten pro Order
0,99 €
Kosten gesamt*
11,88 €
Testberichtzu Scalable Capital
5
Kosten pro Order
0,00 €
Kosten gesamt*
12,00 €
Testberichtzu flatex
* 12 Order p.a. je Order 1000€ incl. Depotkosten

Durch IPO Aktien kommen Unternehmen über die Börsennotierung an Kapital zum Expandieren und Umsetzen von Geschäftsideen. Eine große Anzahl an Neuemissionen (erfolgt oder geplant) weist auf eine gute Stimmung am Markt hin.

Bei großem Anlegerinteresse kann es passieren, dass Aktien überzeichnet werden, was wiederum für eine erste Börsennotiz im oberen Preisbereich sorgt. Für Erstinvestoren bietet sich die Chance auf schnelle und größere Kursgewinne.

Nicht immer verlaufen Börseneinführungen von Unternehmenstiteln so ab, wie es sich die beteiligten Unternehmen, Banken und Investoren gewünscht hätten. Der Markt ist Chance und Risiko zugleich. IPO Aktien eignen sich für Anleger, die Börsenerfahrung haben und eine Chance auf rasche Kursgewinne im Anschluss an den Börsengang sehen.

5 IPO Aktien 2021 vorgestellt + News zum Börsengang

Synlab: Spannendes Unternehmen aus dem Gesundheitssektor

WKN: NETSY1WKN kopiert

Synlab ist ein Labordienstleister und mit 20.000 Mitarbeitern zugleich Europas größte Laborkette. Das Unternehmen bereitet den nächsten milliardenschweren Börsengang 2021 in Frankfurt vor. Synlab gehört seit 2015 zu dem Finanzinvestor Cinven. Nach dem Börsengang Ende April 2021 könnte der Börsenwert vier Milliarden Euro betragen. Mit dem Verkauf der IPO Aktien wird ein Bruttoerlös von 400 Millionen Euro angestrebt. 22,2 Millionen neue Synlab-Aktien werden in einer Spanne von 18 bis 23 Euro angeboten. 27,5 Millionen Aktien gehen an Altaktionäre wie Cinven, Ontario Teachers‘ Pension Plan Board und Novo Holdings. Der Streubesitz wird 17 Prozent betragen.

Synlab verdient viel Geld mit PCR-Tests auf das Coronavirus. Laut Ratingagentur Fitch betrug der Umsatz mit Geschäften rund um Corona 2020 rund ein Fünftel des Gesamtumsatzes. Vor dem IPO gibt es daher Stimmen, die bei der Konzentration auf PCR-Tests ein nachhaltiges Umsatzwachstum nach Ende der Pandemie in Frage stellen. Der Umsatz soll von 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 3 Milliarden im Jahr 2021 steigen.

Quelle: Investor Relations Synlab

Katek: Entwickler & Produzent hochkomplexer Elektronik

WKN: NETSY1WKN kopiert

Katek ist ein Elektronik-Spezialist aus Bayern. Mit dem Verkauf der IPO Aktien sollen bis zu 103 Millionen Euro eingenommen werden, bis zu 89 Millionen Euro sollen in die Firmenkasse fließen. Die Preisspanne der bis zu 3,95 Millionen Aktien reicht von 21 bis 26 Euro. Der erste Handel an der Börse ist für Anfang Mai geplant.

An Katek besitzen Primepulse und Grosso Tec mit zusammen 91 Prozent die Aktienmehrheit. Nach dem Börsengang sollen sie 67 bis 71 Prozent der Katek Aktien halten.

In den vergangenen Jahren steigerte das Unternehmen dank zahlreicher Zukäufe den Umsatz enorm.
2.600 Mitarbeiter erwirtschafteten 2020 einen Umsatz von 414 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr um 59 Prozent.

Katek möchte mit dem beim Börsengang eingenommenen Geld Übernahmen vorantreiben. Rund 1.900 Unternehmen im Elektronikbereich hierzulande bieten sich für Zukäufe und das Erreichen der führenden Marktstellung in Europa an.

Bei zahlreichen Geschäftsfeldern von Katek ist das Zukunftspotential hoch und wird wohl auch in einigen Jahrzehnten nicht voll ausgeschöpft werden. Kann das Unternehmen das hohe angepeilte Wachstum und die Steigerung der Profitabilität umsetzen, ist die Katek Aktie ein lohnenswertes Investment.

Quelle: Investor Relations Katek

Daimler Truck: Eigenständiges Unternehmen für Lastwagen und Busse

WKN: DT0001WKN kopiert

Der Autobauer Daimler wird sein Geschäft umstrukturieren. Geplant sind zwei eigenständige Unternehmen. Mercedes-Benz AG ist das Unternehmen für Autos und Vans. Daimler Truck AG ist das Unternehmen für Lastwagen und Busse.

Erwartet wird, dass die Daimler Truck AG an der Börse rund 35 Milliarden Euro wert sein könnte. Bei der Schätzung wurde die Börsenbewertung des schwedischen LKW-Herstellers Volvo herangezogen. Marktkapitalisierung des Gesamtkonzerns Daimler beträgt rund 68 Milliarden Euro.

Daimler Truck soll 2021 an der Frankfurter Börse in den Handel gehen. Angestrebt wird eine Notierung von Daimler Truck im Deutschen Aktienindex DAX.

Eigenen Angaben zur Folge ist Daimler Truck der globale Marktführer bei der Fertigung von Lkw und Bussen. Rund 100.000 Beschäftigte erzielten 2020 Umsatz von 45 Milliarden Euro. Im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung (3. Quartal) wird über den Börsengang 2021 endgültig entschieden. Daimler Aktien konnten durch die Nachrichten zu Neustrukturierung profitieren und bei den Kursen zulegen.

Quelle: Investor Relations Daimler Truck

N26: FinTech-Unternehmen erfolgreich durch digitales Banking

WKN: N26000WKN kopiert

N26 ist eine reine Online-Bank und eines der Top FinTech-Unternehmen Deutschlands. Die Unternehmensbewertung bewegt sich im Milliardenbereich. Der genaue Zeitpunkt für einen IPO ist noch offen. Mittlerweile wurde bei BaFin die Lizenz als Finanzholding beantragt. Online-Bank und Muttergesellschaft benötigen mit der Änderung des Kreditwesengesetzes 2020 eine BaFin-Überwachung.

Die Einstufung als Finanzholding zieht stärkere Regulierung durch die BaFin und Berichtspflichten nach sich. Eine Lizenzerteilung könnte einen bevorstehenden IPO beschleunigen. Von Verantwortlichen im Unternehmen selbst gibt es keine Stellungnahmen zu einem Fahrplan für einen IPO. Der kann 2021 oder erst 2022 sein.

Das Berliner FinTech-Unternehmen wird mit 3,5 Milliarden Euro bewertet. Bei Investoren wurden bereits mehr als 800 Millionen Euro eingesammelt. Die Onlinebank N26 ist hierzulande führend im Bereich digitales Banking und hat eigenen Angaben zur Folge rund 7 Millionen Kunden.

Aufgrund hoher Investitionsausgaben wurde das vergangene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 110 Millionen Euro abgeschlossen. Bis Ende 2021 will man schwarze Zahlen schreiben.

Quelle: Investor Relations N26

Robinhood: Online-Broker-App aus den USA

WKN: ROBHO1WKN kopiert

Robinhood wird bei Börsenanalysten seit mehreren Monaten als IPO Kandidat gehandelt. Der Wert des FinTechs soll mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar betragen.

Im Jahre 2013 gründeten Vladimir Tenev und Baiju Bhatt das Unternehmen Robinhood Markets. Wie bei vielen Hightech-Unternehmen ist der Unternehmenssitz Silicon Valley.

Robinhood Markets setzt sich aus den drei Geschäftsbereichen Robinhood Financial, Robinhood Securities und Robinhood Crypto zusammen. Robinhood Financial ist zugleich der Betreiber der gleichnamigen mobilen Trading-App Robinhood.
Über die App für Android und iOS erhalten Anleger Zugang zu mehr als 5.000 US-Aktien und Exchange-Traded Funds (ETFs).

Der Handel ist gebührenfrei, da Robinhood ein eigenes Clearing-System betreibt, was Drittanbieter unnötig macht. Mit der Robinhood-App können Anleger bestimmte IPO Aktien vorab bestellen. Robinhood besitzt eine offizielle Registrierung bei der US-Wertpapieraufsicht SEC und eine Mitgliedschaft bei der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA).

Konkurrenten von Robinhood sind Handels- und Investment-Apps wie eToro, eine Brokerplattform die sich ebenfalls für den Börsengang rüstet. 20 Millionen eToro-Nutzern stehen 7 Millionen Nutzer bei Robinhood gegenüber. Der Wert von Robinhood könnte bei 40 Milliarden US-Dollar liegen, während für eToro mit 10,4 Milliarden US-Dollar gerechnet wird.

Robinhood bereitet den Börsengang vor. Der Securities and Exchange Commission (SEC) wurde eine Registrierungserklärung (1. Entwurf) für den IPO vorgelegt. Informationen zu Anzahl und der Preis der Aktien sind bislang nicht veröffentlicht.

Einen genauen Termin für den Börsengang gibt es nocht nicht. Erst muss die SEC den Überprüfungsprozess abschließen. Sollten die Marktbedingungen für IPO von Robinhood geeignet sein, könnte Ende 2021 der Handel mit Robinhood Aktien starten.

Quelle: Investor Relations Robinhood

Anleitung zum IPO Aktien kaufen

Zu den größten und erfolgreichsten IPOs weltweit gehören Alibaba mit einem Erlös von 25 Milliarden US-Dollar 2014, General Motors Company 2010 mit 20,1 Milliarden US-Dollar und Agricultural Bank of China 2010 mit 19,2 Milliarden US-Dollar.

Der chinesische Internetriese Alibaba notierte an der New York Stock Exchange (NYSE) erstmals mit 92,70 US-Dollar. Der Kurs der IPO Aktie steht im April 2021 bei 232 US-Dollar. Das Zeichnen der IPO Aktie hat sich bei einer Gesamtrendite von 175 Prozent somit ausgezahlt.

In Deutschland hat die Deutsche Telecom für den größten Börsengang gesorgt. Gleich dreimal hat sich das Unternehmen Kapital an den Finanzmärkten besorgt. Vom im Februar 2020 vorhandenen Wert je Deutsche Telekom Aktie von 86,10 Euro sind damaligen Aktieninvestoren im April 2021 noch rund 16 Euro geblieben.

Interessierte IPO Aktien Anleger sollten vorab analysieren, ob die Renditeerwartungen beim Kauf einer IPO Aktie real sind. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie KGV, Umsatz und Gewinnentwicklung geben hier Auskunft.

Unternehmen, die den Börsengang 2021 abgeschlossen haben (oder planen), haben wir in einer IPO Übersicht 2021 erfasst. Darunter sind auch einige Nennungen, für die in den Börsennachrichten ein börsennotierter Aktienhandel für wahrscheinlich gehalten wird.

QualtricsMarktforschung, SAP Tochter2021
Auto1Gebrauchtwagen2021
BumbleOnlinedating2021
RobloxGaming2021
CoupangOnlinehändler aus Südkorea2021
Vantage TowerFunktürme Vodafone2021
Friedrich VorwerkEnergieinfrastruktur2021
DeliverooEssenslieferdienste2021
CoinbaseKrypto-Handelsplattform per APP2021
geplant
SynlabLabortechnik2. Q. 2021
KatekElektronik2. Q. 2021
Daimler TruckLastwagen und Busse4. Q. 2021
wahrscheinlich
About youOnline-Modehandel2021
Ant GroupFinanzdienstleister2021
InstacartUS-Lebensmittellieferanten-App2021
N26Internetbank2021
RobinhoodOnline-Trading2021
StripeFintech2021
SuseLinux-Software Anbieter2021
Wintershall DeaÖl- und Gas2021
in der Diskussion
ByteDanceSocial Media App Tik Tok2021
KlarnaFinanzdienstleister2021/2022
Mister SpexOnline-Optiker2021/2022
Check24Finanzvergleichsportale2021/2022
Sono MotorsSolarauto-StartUp 2021
ChimeFinTech-App4. Q. 2021
Expertentipp
Die vorgenannte Aufstellung zu Börsenkandidaten 2021 ist weder vollständig, noch bedeutet sie, dass das IPO wirklich vollzogen wird. Bei der Börse Stuttgart oder der Frankfurter Börse werden Neuemissionen vor Beginn der eigentlichen Zeichnungsfrist und mit einigem Zeitvorlauf vor der Erstnotiz im Handel angekündigt.

Wie man IPO Aktien handelt

Geht ein Unternehmen an die Börse, haben Anleger zwei Möglichkeiten, um sich Anteile zu sichern. Sie können Aktien zeichnen oder nach der offiziellen Handelseinführung an der Börse kaufen.

Während der Zeichnungsfrist an Aktien zu gelangen, ist mitunter nicht so einfach. Dazu wird bei der Depotbank oder dem Broker eine Zeichnungsorder zu den üblichen Ordergebühren aufgegeben. Automatisch funktioniert das nicht, denn nur ausgewählte Banken und Online-Broker verfügen als Teil des IPO-Konsortiums über ein bestimmtes Zeichnungskontingent.

Die Alternative ist, bis zum ersten Handelstag der Neuemission zu warten und die Aktien dann an der Börse zu kaufen. Was die bessere, weil rentablere Lösung ist, lässt sich nicht vorhersagen. Hier spielen das Unternehmen und die allgemeine Börsenumfeld eine Rolle. Sind Investoren zurückhaltend, kann sich ein IPO als Fehlschlag erweisen und der erste Börsenkurs unter dem Zeichnungspreis liegen.

Wo kann man IPO Aktien kaufen

  • Möchten Sie IPO Aktien zeichnen, erkundigen Sie sich bei Ihrem Depotanbieter über entsprechende Möglichkeiten.
  • Wird eine Neuemission an der Börse zum Handel freigegeben, können Sie neue Aktien handeln  – das funktioniert also wie bei den Aktien börsennotierter Unternehmen.
  • Eröffnen Sie ein Konto bei Trade Republic oder Smartbroker. Als Kunde melden Sie sich auf dem üblichen Weg an.
  • Suchen Sie auf der Broker-Plattform nach dem Unternehmenswert, in die Sie investieren möchten.
  • Über die Eingabe der Wertpapierkennnummer (WKN) erhalten Sie die Aktie und den Handelsplatz.
  • Platzieren Sie Ihre Order, nach Bedarf mit oder ohne Limits.

Jetzt bei Smartbroker handeln!

IPO Aktien in der SWOT Analyse

Stärken: IPO Chance auf neue Anlagemöglichkeiten

Ein IPO liefert Investoren einige Vorteile. Neuemissionen bzw. Börsengänge für Unternehmen bieten die Chance, Kapital neu zu investieren. Eine gut laufende Booking Phase zeigt an, dass hohe Renditen möglich sind.

Oftmals streben jene Unternehmen an die Börse, die auf eine gute wirtschaftliche Entwicklung verweisen können und die das wirtschaftliche Umfeld als profitabel ansehen. Der erste Kurs bei Herausgabe neuer Aktien bewegt sich nicht selten über dem ursprünglich bewerteten Aktienpreis.

Größte Börsengänge in Deutschland

UnternehmenErlös in Mrd. EuroJahr
Deutsche Telekom13,02000
Deutsche Telekom10,81999
Deutsche Telekom10,01996
Deutsche Post5,82000
Infineon5,42000
Innogy5,02016
Siemens Healthineers4,22018
Knorr-Bremse3,92018
T-Online2,92000
Tognum2,02007
Deutsche Postbank AG1,62004
Covestro1,52015
Telefónica Deutschland Holding1,52012
Symrise1,42006
Rocket Internet1,42014

(Quelle: Wikipedia.org)

Schwächen: Der Markt entscheidet über Zeichnungserfolg

Beim Zeichnen von Neuemissionen können sich IPOs nachteilig zeigen. Die Erstnotiz an der Börse muss nicht der erwarteten Unternehmensbewertung entsprechen. Außerdem gibt es keine Garantie, dass nach dem Zeichnungsgebot Aktien wirklich gekauft werden. Der Erfolg oder Misserfolg wird nach der Booking Phase sichtbar.

Jeder Investor muss das betreffende Unternehmen selbst bewerten und sich für oder gegen eine Investition entscheiden. Nur auf den starken Emissionskurs zu spekulieren muss nicht immer aufgehen. Die Bewertung von neuen Aktien ist im Vergleich zu börsenerfahrenen Werten schwerer. Das gilt vor allem für Start-Ups mit ihrer kurzen Unternehmensgeschichte.

Chancen: Mit Neuemission schnelle, hohe Renditen erzielen

Mit Neuemissionen lassen sich in einem positiv gestimmten Marktumfeld schnelle und hohe Renditen erzielen. Stößt eine IPO Aktie auf starkes Anlegerinteresse, kann eine Überzeichnung die Folge sein; das garantiert in der Regel einen erfolgreichen Börsenstart.

Unerfahrene Anleger sollten nicht der allgemeinen Start-Up Manie verfallen und sich einen Einstieg in neue Aktien vorbehalten, wenn gestandene Unternehmen eigene neue Gesellschaften an die Börse bringen. Ideale Börsenkandidaten sind traditionsreiche und profitable Unternehmen mit einem funktionierenden Geschäftsmodell. Hier ist die allgemeine Informationslage gut. Man riskiert nicht, dass das Geschäftsmodell auf bloßem Papier besteht.

Trader können die hohe Volatilität neuer Aktien im Rahmen einer Daytrading-Strategie für Profite nutzen.

Risiken: Schnellem Aufstieg folgt der tiefe Fall

Vor den eigentlichen Börsengängen von Unternehmen werden Investoren mit allerlei Werbeversprechen gelockt. Den Unternehmen und Anlegern wird eine glänzende Zukunft ausgemalt. Es geht darum, die Aufmerksamkeit möglichst vieler Anleger auf die Aktie zu lenken, damit das Unternehmen möglichst viel Kapital einsammelt.

Auf die verlustreiche Geschichte der Deutschen Telekom Aktie (WKN: 555750) wurde bereits verwiesen. Wenn über 20 Jahre hinweg der Kurs von 86,10 Euro nicht annährend erreicht wird, ist das sehr enttäuschend. Für Erstanleger sind die noch rund 16 Euro Aktienwert vom April 2021 ein erheblicher Verlust.

Neue Aktien kennzeichnen häufig starke Wertschwankungen. Für eine Investition bedeutet das ein erhöhtes Risiko. Die Facebook Aktie hat nach der Börseneinführung schnell an Wert verloren. Der Kurs stieg eine Zeit lang stetig. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben Facebook Titel Anlegern eine Rendite von 160 Prozent beschert.

Ergebnis der SWOT-Analyse

Im Jahr 2020 haben laut Statista an den weltweiten Aktienmärkten rund 1.400 IPOs von Unternehmen stattgefunden. Für 2021 wird mit einer größeren Anzahl gerechnet. In Deutschland könnten es mehr als 40 Börsengänge werden. Es gibt viele Chancen, um Kapital in Erwartung von Gewinn zu investieren. Nicht jeder vorhergesagte oder erwartete Börsengang wird im Jahr 2021 über die Bühne gehen. Verschiebungen oder ein Verzicht sind durchaus nicht unüblich, wenn sich die Bedingungen am Markt oder im Unternehmen ändern.

Interessierte Anleger sollten vor einer Aktienzeichnung genau prüfen und analysieren, ob sich ein Kauf einer IPO Aktie auch wirklich lohnt. Börsengeschäfte sind mit Risiken verbunden. Im Fall von Neuemissionen sind höhere Risiken einzukalkulieren.

Für risikobewusste Anleger empfiehlt es sich, neue Aktien eine Weile zu beobachten und nicht jede Neuemission sofort zu kaufen. Börsennotierte Unternehmen, deren Aktien möglicherweise unterbewertet sind, bieten ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis.

IPO Aktien kaufen: Was sind die Alternativen

Für Anleger halten Aktienmarkt und Börsen zahlreiche Anlagemöglichkeiten abseits dem Zeichnen von Neuemissionen bzw. IPO Aktien kaufen bereit. In Aktienindizes wie Dow Jones oder DAX sind die Top Unternehmen des jeweiligen Landes gelistet. Viele der Bluechips haben ihren Erfolg am Markt bereits unter Beweis gestellt und empfehlen sich für eine Langzeitanlage. Über Anleihen können Anleger zum Kreditgeber werden und wie eine Bank an den Zinsen verdienen. Anleger, die eine Daytrading-Strategie verfolgen, können mit CFD-Kontrakten auf die Kurse von Aktien spekulieren, ohne dass sie die Titel real erwerben.

Börsennotierte Aktien: Unterbewertung ermöglicht Zusatzrendite

Gegenüber neuen Aktien besitzen Aktien, die schon länger börsennotiert sind, über eine Börsenvergangenheit. Der Vorteil für Anleger ist, dass sie über aussagekräftige und geprüfte Informationen verfügen können. Bei Neuemissionen von Start-ups beruhen viele Daten auf Erwartungen und Schätzungen.

Als eine echte Alternative zu IPO Aktien können sich unterbewertete Aktien erweisen, die erhebliches Kurspotential besitzen. Eine Unterbewertung ist nicht selten die Folge von Börsencrash und Kurssturz (Kurskorrektur infolge einer Marktüberhitzung).

Viele erfolgreiche Börsenexperten haben ihr Vermögen gemacht, indem sie Aktien von funktionierenden, gut am Markt positionierten Unternehmen kaufen, wenn deren Preise an der Börse günstig sind.

ETFs: Rendite wie die Entwicklung vom Marktindex

Wer wenig Kapital hat, kann mit ein zwei Aktien im Portfolio keine gute Risikostreuung erreichen. Die Alternative sind börsengehandelte Indexfonds oder kurz ETFs. ETFs sind passiv gemanagte Fonds, die einen Aktienindex (oder Rentenindex, Immobilienindex, etc.) sehr genau abbilden und die Wertentwicklung möglichst 1:1 nachbilden wollen. Die größten globalen Marktindizes wie MSCI vereinen rund 1.600 Aktien. Risiken sind breit gestreut. Die durchschnittliche Rendite ist geringer als die der Top-Aktien. Wer weiß, welche Aktien sich lohnen, kann bei richtiger Spekulation mehr Geld verdienen.

Viele Broker bieten kostenlose ETF-Sparpläne (Smartbroker) oder Aktiensparpläne (Trade Republic). Hier können Anleger mit Sparraten ab 10 Euro im Monat langfristig Vermögen aufbauen.

Unternehmensanleihen: Mehr Zinsen höheres Risiko

Aktienemissionen sind für beteiligte Unternehmen teuer und haben zudem den Nachteil, dass Investoren, Aktionäre oder Banken ein Mitspracherecht erhalten. Es gibt viele Unternehmer mit Bedarf an Kapital, die ihre Unabhängigkeit und alleinige Entscheidungshoheit nicht aus der Hand geben wollen.

Mit einer Unternehmensanleihe können sie sich am Kapitalmarkt Geld besorgen. In Zeiten niedriger Anlagezinsen suchen Investoren nach interessanten Anlagealternativen etwa zum Festgeld. Der Anleihekäufer gewährt dem Unternehmen quasi einen Kredit. Im Gegenzug erhält er eine festgelegte Zinszahlung.

Abzuwägen gilt es Rendite versus Bonität. Bei Anleihen mit hoher Verzinsung besteht ein erhöhtes Risiko. Eine höhere Ausgleichsprämie ist nichts wert, wenn das Unternehmen während der Laufzeit insolvent geht.

Ein Käufer der Anleihe muss für sich klären, ob das betreffende Unternehmen Zinszahlungen wie vereinbart leistet und ob zum Laufzeitende die Rückzahlung der Anleihe gesichert bleibt. Ratingagenturen wie Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch helfen bei einer Einschätzung.

Trading von CFDs auf Aktien

Die Alternative zum Kaufen von börsennotierten Aktien ist das Trading von Aktien-CFDs. Ein CFD (Differenzkontrakt) ermöglicht es dem Trader, einen Kontrakt auf bestimmte Assets zu handeln, die er nicht besitzen muss. Er spekuliert über die Preisdifferenz einer Aktie. Investoren zahlen dem Broker, beispielsweise Plus500, FXflat oder eToro, den Spread bzw. die Differenz im Aktienwert zwischen einem Eröffnungs- und Schlusspreis. Mit geringem Kapitaleinsatz können Trader höhere Handelsvolumen mit Aktien umsetzen. Eine Hebelwirkung bei Aktien von 1:5 oder Indizes 1:20 führt zu größeren Gewinnen.

Mal angenommen: Sie eröffnen im CFD-Handel und Aktienhandel jeweils 10 Positionen im Wert von jeweils 300 Euro. Als CFD-Trader kostet Sie der Deal 604 Euro (Margin 1:5), als Aktieninvestor zahlen Sie 3.005 Euro. Geschlossen bzw. verkauft wird die Position bei einem Wert von 325 Euro oder einem Zuwachs von 19 Punkten bzw. einem Gewinn von 250 Euro.

Ein weiterer Vorteil von CFDs besteht darin, dass Sie sowohl Long-Positionen (steigender Preis) als auch Short-Positionen (fallender Preis) eröffnen können.

Das CFD-Trading gilt in der Regel als kurzfristige Investition, bei der die Trades innerhalb von Tagen und Wochen geöffnet und geschlossen werden.

Für Aktien-Trading empfehlen wir Einsteigern ein eToro Depot, das Ihnen einen provisionsfreien Handel ermöglicht. Im virtuellen Depot können Sie Aktien-Trading kostenfrei und ohne Risiko ausprobieren.

  • eToro ist geeignet für spekulative, eher kurzfristig orientierte Trader
  • Schneller und einfacher Handel von Aktien, ETFs, Rohstoffen, Währungen und Kryptos
  • Keine Depotgebühren, keine Ordergebühren und Kontoeröffnung in wenigen Minuten
  • Müheloses Trading auf steigende und fallende Kurse, für jeden verständlich
  • Mindesteinzahlung 200 EUR, die Ein- und Auszahlung ist mit allen gängigen Methoden möglich, sogar mit PayPal

FAQ: Typische Fragen und unsere Antworten rund um IPO Aktien

Was ist ein IPO bei Aktien?

Im Rahmen eines Börsengangs oder IPO bieten Unternehmen ihre Aktien erstmals für eine Teilnahme am Börsenhandel an. Sie nutzen den organisierten Kapitalmarkt mit dem Ziel, neues Kapital zu erhalten. Neben der Erstplatzierung (Primary Offering) von Aktien gibt es die Form der Zweitplatzierung (Secondary Offering). Altaktien des Unternehmens werden über die Börse verkauft, wobei die verkaufenden Aktionäre den Erlös erhalten.

Welche Firmen gehen 2021 an die Börse?

2021 verspricht ein Jahr mit weltweit vielen Börsengängen zu werden. Zu den rund 40 deutschen Börsenkandidaten gehören interessante Unternehmen wie Synlab, Katek und Daimler Truck. Erfolgreich an der Börse gestartet sind in diesem Jahr bereits Coinbase, Vantage Towers und Friedrich Vorwerk.

Wie kann man an IPO teilnehmen?

Wer an einem IPO teilnehmen möchte, muss sich einen Broker suchen, der dies ermöglicht. IPO Aktien kaufen können Anleger bei am IPO beteiligten Depotbanken und Brokern. Meist wählen die Broker interessante IPO-Unternehmen für ihre Kunden aus. Ein Anleger muss nicht unbedingt eine Neuemission zeichnen, denn für den Einstieg ins Unternehmen kann er bis zum ersten Börsentag warten.

Soll man IPO Aktien kaufen oder nicht?

Das ist schwer zu sagen. Bei IPOs gibt es zahlreiche Erfolgsgeschichten, doch sind Aktiengewinne keine Selbstverständlichkeit. Wer ein langfristiges Investment anstrebt, sollte sich das Unternehmen genau ansehen und Risiken nicht außer Acht lassen. Viele der neu an der Börse gehandelten Aktien sind überbewertet. Für einen nachhaltigen Anlageerfolg mit Aktien ist die Bewertung sehr entscheidend.

Warum gehen Unternehmen an die Börse?

Unternehmen versprechen sich vom IPO zusätzliches Kapital. Das verwenden sie für die Expansion, Übernahme oder Umsetzung einer bestimmten Geschäftsidee. Wachstum oder Eigenkapitalstärkung des Unternehmens sind für die weitere Wertentwicklung einer Aktie wichtig. Außerdem wird einem Unternehmen durch einen IPO große Aufmerksamkeit zuteil. Sie profitieren über Monate von der damit verbundenen Werbung von Produkten und Marke.

Fazit

Mit IPO Aktien auf schnelle Kursgewinne spekulieren

  • Anlegern mit Börsenerfahrung bieten sich mit IPO Aktien die Chance auf rasche Kursgewinne nach erfolgtem Börsengang. Unter den IPOs gibt es einige Erfolgsgeschichten, doch in zahlreichen Fällen bleiben die erhofften schnellen Aktiengewinne aus.
  • Wer langfristig in Aktien investieren möchte, wartet den Börsengang und eine gewisse Entwicklung der Kurse danach ab.
  • In Marktphasen, in denen Anleger bereit sind, praktisch alles zu kaufen, sind Börsenneulinge nicht selten überbewertet. Das erschwert einen nachhaltigen Anlageerfolg, wenn das Unternehmen hinter den hohen Börsenerwartungen zurückbleibt.
  • Neue Aktien sind sehr volatil. Die häufigen und stärkeren Kursbewegungen können Daytrader für Profite nutzen. CFDs bieten die Chance, sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen Geld zu verdienen.

Schreiben Sie einen Kommentar

0.0

Thomas Detlef Bär

Thomas Detlef Bär schreibt seit mehr als zehn Jahren über Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherthemen. Bereits vor dieser Zeit galt sein Interesse dem Aktienmarkt. Seine Erfahrungen hat er in vielen Ratgebern niedergeschrieben und in Onlinemedien veröffentlicht. Thomas hat Betriebswirtschaft studiert und mehrere Jahre freiberuflich für Versicherungen gearbeitet. Seit 2020 schreibt er bei Aktien.net über Themen rund um den Aktienmarkt.

Weitere Artikel von Thomas Detlef Bär