Porsche Börsengang 2022: Kommt die IPO des Sportwagenherstellers

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Seit 2009 ist der Sportwagenhersteller Porsche eine Marke der Volkswagen AG. Doch das könnte sich bald ändern, denn der Sportwagenhersteller soll womöglich noch 2022 an die Börse kommen.

Porsche IPO Betrug: Bafin warnt vor Betrügern

Schon vor dem Börsengang bot die DAX Investment GmbH Porsche Aktien an. Doch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt: Es könnte sich um Betrug handeln. Anders sieht es bei den bereits an der Börse gehandelten Aktien der Porsche Automobil Holding SE aus. Dieses Unternehmen existiert bereits, es besitzt allerdings vor allem VW-Aktien.

Das Wichtigste in Kürze

  • Porsche ist aktuell Tochter der Volkswagen AG.
  • Der Sportwagenbauer soll eventuell noch 2022 an die Börse gehen.
  • Auf welchem Weg der Börsengang erfolgt und ob es eine Porsche IPO geben wird, ist noch offen.
  • Die bestehende Porsche Automobil Holding SE besitzt hauptsächlich VW Stammaktien und ist nicht zu verwechseln mit dem Automobilhersteller Porsche.

 

So gehen Sie vor

  • Warten Sie ab. Fallen Sie nicht auf Betrug herein.
  • Kaufen Sie Aktien nur über einen offiziellen Broker. Gute Broker finden Sie in unserem Aktien.net Broker Vergleich.

Die Szenarien für den Börsengang

Wie Porsche an die Börse gehen soll, ist noch unklar. Aktuell werden vor allem zwei Szenarien diskutiert.

Szenario 1: Porsche IPO

Bei dieser Option würde es einen klassischen Börsengang geben. Interessierte könnten zunächst Aktien zu einem festgelegten Preis zeichnen. Wie viele Aktien jede und jeder erhält, hängt aber davon ab, wie überzeichnet der Börsengang ist. Dieses Verfahren wurde beispielsweise bei der Privatisierung der Deutschen Telekom genutzt. Auch Siemens brachte auf diesem Weg seine Tochter Siemens Healthineers an die Börse.

Szenario 2: Spinn Off der Porsche AG

Daneben ist es denkbar, dass alle Inhaber*innen von VW automatisch Porsche-Aktien erhalten. Beispielsweise könnten die Altaktionär*innen je VW-Aktien das Bezugsrecht für eine Porsche-Aktie erhalten. Damit könnte er oder sie dann Porsche-Aktien bekommen, entweder zu einem festgesetzten Preis oder kostenlos. Alternativ lässt sich das Bezugsrecht auch verkaufen.

Diesen Weg wählte Siemens beim Börsengang der Siemens Energy AG. Damals erhielten die Eigentümer*innen von Siemens je zwei Siemens-Aktien eine Siemens Energy-Aktie.

Daneben sind weitere Möglichkeiten denkbar, etwa der Verkauf von Porsche an einen Börsenmantel. Mehr über diese Optionen lesen Sie im Beitrag IPO Aktien 2022: Wertpapiere vor dem Börsengang kaufen. Die beiden oben dargestellten Optionen gelten aber als wahrscheinlichste Möglichkeiten.

Wie attraktiv wird die neue Porsche AG?

In den Jahren vor der Übernahme durch VW haben sich die Porsche Aktien günstiger entwickelt als die von VW. Grundsätzlich ist das Luxus-Segment attraktiver als der Massenmarkt, in dem die Margen deutlich niedriger sind.

Allerdings stand Porsche in der Vergangenheit auch schon einmal fast vor dem Aus. Die Schuld wurde damals auch in der geringen Größe gesehen. Die Kosten für die Entwicklung des autonomen Fahrens sind für Porsche nicht wesentlich niedriger als für VW, müssen aber mit weniger verkauften Autos refinanziert werden. Wobei Porsche und VW auch in der Vergangenheit schon zusammengearbeitet haben – und das wohl auch in der Zukunft tun werden.

Warum Porsche Börsengang – Porsche ist doch schon an der Börse

Seit 2007 gibt es zwei Porsche AGs. Die Porsche Automobil Holding ist eine reine Holding, das operative Geschäft wurde in ein Tochterunternehmen integriert. Dieses Tochterunternehmen wurde von 2009 bis 2012 schrittweise von der Volkswagen AG übernommen. Wenn vom Porsche Börsengang die Rede ist, ist diese Firma gemeint.

Dagegen bliebt die Porsche Automobil Holding SE unabhängig. Seit der Integration des operativen Geschäfts in die VW AG besteht ihr Vermögen vorwiegend aus VW Stammaktien. Wer aktuell Porsche Aktien kauft, kauft also vor allem VW.

Alternativen zum Porsche-Investment

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Krise in der Ukraine ist eine besonders breite Streuung die beste Option. Das geht beispielsweise mit einem ETF auf Autoaktien. Noch besser ist aber in Krisenzeiten unserer Meinung nach ein Investment, das sich nicht nur auf eine Branche spezialisiert. Das kann ein allgemeiner ETF sein, beispielsweise auf den MSCI World oder den MSCI ACWI.

Besonders breit ist die Streuung allerdings, wenn das Geld in eine digitale Vermögensverwaltung investiert wird. Das kostet zwar etwas Geld, ein solcher Robo-Advisor berechnet für seine Dienste aber meist weniger als 1,0 Prozent der Anlagesumme pro Jahr.

Eine Übersicht über unsere Beiträge zum Thema Börsengänge und IPOs finden Sie unter Alle Artikel von aktien.net zum Thema Börsengang und IPOs.

Fazit

Bisher ist noch wenig über den Porsche Börsengang bekannt. Aktien.net wird Sie informieren, sobald mehr Details veröffentlicht wurden. Aktuell versuchen Betrüger*innen, vom Wirbel um Porsche zu profitieren. Angesichts der aktuellen Krise könnte aber eine breite Streuung durch einen Weltfonds oder einen Robo Advisor besser sein.

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Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit mehr als zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben. Gelernt hat er sein Handwerk aber ganz klassisch bei der Tageszeitung Main Post als Lokalreporter.

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