Fluggesellschaften Aktien & ETFs 2021: Wie viel Zeit bleibt Anlegern zum Einstieg?

Flugzeug fliegt Sonnenuntergang entgegen - Beitragsbild Fluggesellschaften Aktien kaufen

Fluggesellschaften Aktien - Das Wichtigste in Kürze

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Inhaltsverzeichnis

Die besten Aktien von Fluggesellschaften, die wir in diesem Artikel vorstellen

Wenn Sie die Aktie anklicken, gelangen Sie zu unserer ausführlichen Analyse.
Name / WKN / ISIN
Lufthansa
823212WKN kopiert
DE0008232125ISIN kopiert
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Ryanair
A1401ZWKN kopiert
IE00BYTBXV33ISIN kopiert
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International Consolidated
Airlines

A1H6AJWKN kopiert
ES0177542018ISIN kopiert
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American Airlines
A1W97MWKN kopiert
US02376R1023ISIN kopiert
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Southwest Airlines
862837WKN kopiert
US8447411088ISIN kopiert
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Air China
A0M4S7WKN kopiert
CNE000001NN0ISIN kopiert
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Weitere Aktien von Fluggesellschaften

Name / WKN / ISIN
Air France-KLM
855111WKN kopiert
FR0000031122ISIN kopiert
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China Eastern Airlines
A0M4XHWKN kopiert
CNE1000002K5ISIN kopiert
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China Southern Airlines
A0M4MBWKN kopiert
CNE000001FG0ISIN kopiert
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Qantas Airways
896435WKN kopiert
AU000000QAN2ISIN kopiert
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Singapore Airlines
A0MZ57WKN kopiert
SG1V61937297ISIN kopiert
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United Continental
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US9100471096ISIN kopiert
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United Airlines
A1C6TVWKN kopiert
US9100471096ISIN kopiert
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Delta Airlines
A0MQV8WKN kopiert
US2473617023ISIN kopiert
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easyJet
A1JTC1WKN kopiert
GB00B7KR2P84ISIN kopiert
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Die besten Fluggesellschaften ETFs, die wir in diesem Artikel vorstellen

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Name / WKN / ISIN 
U.S. Global Jets ETF
A14ZEZWKN kopiert
US26922A8421ISIN kopiert
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iShares Transportation Average ETF
A0B5RKWKN kopiert
US4642871929ISIN kopiert
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SPDR S&P Transportation ETF
A1JYCZWKN kopiert
US78464A5323ISIN kopiert
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Weitere Airline & Travel ETFs mit Potential

Name / WKN / ISIN 
Lyxor STOXX Europe 600 Travel & Leisure UCITS ETF - Acc
LYX02UWKN kopiert
LU1834988781ISIN kopiert
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ComStage STOXX® Europe 600 Travel & Leisure ETF
ETF078WKN kopiert
LU0378437254ISIN kopiert
Ab 1 € kaufen - Bei Trade Republic verfügbar
iShares STOXX Europe 600 Travel & Leisure ETF
A0H08SWKN kopiert
DE000A0H08S0ISIN kopiert
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Fluggesellschaften-Aktien kaufen?

Spricht etwas dafür, jetzt Fluggesellschaften-Aktien zu kaufen? Immerhin hat die Coronakrise insbesondere Fluggesellschaften und Flugzeughersteller schwer getroffen. Weltweit haben Airlines einen Großteil ihrer Flüge gestrichen.

Noch können vor allem große Gesellschaften auf Geldreserven und andere Mittel zurückgreifen, um liquide zu bleiben. Dennoch stehen Debatten über mögliche Teil-Verstaatlichungen und massive Hilfspakete, etwa in der Form von Krediten, im Raum.

Für 2021 ist der weltweite Einsatz der Corona-Impfstoffe von BioNTech (WKN: A2PSR2WKN kopiert / ISIN: US09075V1026ISIN kopiert) und Moderna (WKN: A2N9D9WKN kopiert/ ISIN: US60770K1079WKN kopiert) in Planung. Airlines gehören zu jenen Unternehmen, die von Corona-Impfstoffen profitieren werden.

Ob sich jetzt eine Investition in Aktien der Fluggesellschaften und entsprechende ETFs lohnt, erfahren Sie in unserer Analyse.

Nationale und internationale Fluggesellschafts-Aktien im Überblick

Grundsätzlich können Sie als privater Investor in einen Indexfonds investieren, der gleich mehrere Fluggesellschaften abbildet. Eine genauere Beschäftigung mit Einzelaktien der Airlines lohnt sich jedoch. Denn nicht allen Fluggesellschaften geht es gleich: Zahlreiche haben bereits im Zuge der Corona-Krise staatliche Hilfe erhalten.

Einige Titel steigen nach der Impfstoffzulassung bzw. Zulassungsbeantragung jetzt schon wieder stark im Kurs.

Eine Normalisierung der Lage nach Corona wird frühestens für 2024 erwartet. Bis dahin wird sich manche Airline nicht ohne weitere staatliche Hilfsgelder über Wasser halten. Auch Pleiten kleinerer Fluggesellschaften sind nicht ausgeschlossen. Wie es um ausgewählte Aktien bekannter Airline-Unternehmen bestellt ist, beleuchten wir im Folgenden:

Lufthansa: Die größte deutsche Airline in Turbulenzen

WKN: 823212WKN kopiert / ISIN: DE0008232125ISIN kopiert

Die Lufthansa-Aktie ist im Zuge der Coronakrise um 40 Prozent gefallen. Mitte Mai hat sie ein Mehrjahrestief von 7,02 Euro erreicht und ist im Juni 2020 aus dem deutschen Leitindex DAX gefallen. Den Platz der Airline Aktie nimmt die Deutsche Wohnen (WKN: A0HN5CWKN kopiert / ISIN: DE000A0HN5C6ISIN kopiert) ein. Aktuell bewegt sich der Aktienkurs der deutschen Airline bei 10,05 Euro, was auf die letzten 12 Monate bezogen eine Rendite von -41 Prozent bedeutet (Stand: 12/2020).

Die Airline wird von der Bundesregierung als besonders wichtig angesehen. Das spiegelt sich im staatlichen Hilfspaket wider. Insgesamt 9 Milliarden Euro flossen in die Airline. Abgesichert wurde der Deal mit einer stillen Beteiligung durch den staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Höhe von 20 Prozent.

Die Lufthansa kann sich mit dem Paket dieser Art zwar zunächst ihre Liquidität sichern, verschuldet sich aber noch mehr. Erholt sich die Airline nach der Krise nicht, wird auch die Aktie weiter nach fallen. Wie sich die Krise letztendlich auf das Flugverhalten deutscher Reisender auswirkt, ist schwer abzusehen.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro35.57935.84436.424
Gewinn je Aktie in Euro5,034,582,55
Dividende je Aktie in Euro0,800,80-

Die Lufthansa-Aktie befand sich Anfang Dezember 2020 in stärkeren Turbulenzen. Erst sorgten enttäuschende Quartalszahlen für Kursverluste. Dann lösten Nachrichten zum baldigen Einsatz eines Corona-Impfstoffes eine starke Euphorie aus. Eine erneute DAX-Notierung nach der geplanten Aufstockung des deutschen Börsenindex von jetzt 30 auf dann 40 Unternehmen könnte dem Aktienkurs zusätzlichen Schwung verleihen.

Erst nach einer Normalisierung der Lage um Corona sollten sicherheitsbewusste Anleger die Aktie ins Portfolio nehmen. Jetzt eignet sie sich für hartgesottene Trader.

Bewertung

  • Staat rettet Unternehmen mit 9 Milliarden Euro
  • Ende von Corona bedeutet nicht das Ende der Lufthansa-Krise
  • Starke Konkurrenz durch Airlines aus Asien

In einem separaten Artikel haben wir mehr Informationen zur Lufthansa Aktie für Sie zusammengestellt. Gehandelt wird die Lufthansa Aktie an deutschen Börsenplätzen wie XETRA, Tradegate, Börse Frankfurt oder Gettex. Auch außerbörslicher Handel ist beispielsweise über Lang & Schwarz RT möglich. Wenn Sie die Aktie kaufen möchten, können Sie diese günstig bei Smartbroker erwerben.

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Ryanair: Irischer Billigflieger rüstet sich für nach Corona

WKN: A1401ZWKN kopiert / ISIN: IE00BYTBXV33ISIN kopiert

Die Corona-Pandemie hat zu einer Krise in der Luftfahrtbranche geführt, die vom Billigflieger Ryanair besser als von den klassischen Airlines gemeistert wird. Im laufenden Jahr 2020 erzielten Aktionäre eine Rendite von 21 Prozent, bezogen auf die letzten zehn Jahre sind es +330 Prozent.

Aber auch für Ryanair läuft nicht alles nach Plan. Neue Reisewarnungen für Spanien und weitere Urlaubsländer haben die ursprünglich großzügigen Planungen zunichte gemacht. Ryanair zählte dennoch im August sieben Millionen Fluggäste, nach 4,4 Millionen im Juli 2020.

Ryanair hat sich frisches Geld von der Börse besorgt. Neue Aktien in einem Gesamtwert von 400 Millionen Euro wurden im September an den Anleger gebracht. Die Ausgabe neuer Anleihen soll 500 Millionen Euro weiteres Kapital einbringen. Ryanair rüstet sich für den harten Winter-Flugplan 2020/2021und für mögliche Zukäufe. Dabei verfügt Ryanair nach eigenem Bekunden über 3,9 Milliarden Euro Cash und 333 schuldenfreie Boeing-Jets im Wert von sieben Milliarden Euro.

2021 muss die Airline eine Anleihe im Wert von 850 Millionen Euro und staatliche Hilfsgelder in einer Summe von 672 Millionen Euro zurückzahlen. Die fälligen Schulden belaufen sich auf rund 1,9 Milliarden Euro. Die Lieferungen neuer Boeing-Jets vom Typ 737 Max kosten ebenfalls.

Ein Blick auf den Aktienkurs macht deutlich, dass die Airline in der Luftfahrtbranche anerkannt wird. Ryanair verfügt derzeit über eine Marktkapitalisierung von 19 Milliarden Euro. Bei der vom deutschen Staat geretteten Lufthansa sind es sechs Milliarden Euro (Stand: 12/2020).

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro6.647,87.1517.697,4
Gewinn je Aktie in Euro1,051,220,77
Dividende je Aktie in Euro---

Am 03.12.2020 verzeichnete die Ryanair Aktie mit einem Kurs von 16,34 Euro ein neues 12-Monats-Hoch und stellte dabei den Kurs vom 10.01.2020 ein. Die Ryanair Aktie befindet sich seit Ende Oktober 2020 im langfristigen Aufwärtstrend. Das zeigt sich in einer Zunahme des Wertes von +40,8 Prozent.

Ryanair sorgt weiter für Schlagzeilen, indem der irische Billigflieger Anfang Dezember 75 Maschinen von Boeing zusagte. Das Unternehmen zeigt sich damit optimistisch, dass sich der internationale Flugverkehr in naher Zukunft erholen wird. Der Aktien Kurs steigt in der Folge zum 08.12.2020 bis auf 16,86 Euro.

Der irische Billigflieger Ryanair führt mittlerweile umfangreiche Klagen gegen Mitbewerber vor dem Gerichtshof der EU. Anlass sind die staatlichen Corona-Subventionen für Airlines wie Lufthansa, Air France-LKM oder Alitalia. Der irische Billigflieger hat seinen Konkurrenten bereits einen harten Preiskampf in Europas Luftverkehr für die Zeit nach Corona angekündigt.

Bewertung

  • Billigflieger für nach Corona-Zeit gerüstet
  • Ryanair Aktie im Aufwärtstrend
  • Klagen am EU-Gerichtshof wegen Wettbewerbsnachteil durch fehlende Staatshilfe

Gehandelt werden Ryanair-Titel an der Heimatbörse London und weiteren Handelsplätzen wie Tradegate, XETRA, LS Exchange, GHettex, Quotrix und Lang & Schwarz RT. Wenn Sie die Ryanair-Aktie kaufen möchten, können Sie diese bei Brokern wie Consorsbank, comdirect oder Trade Republic erwerben.

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American Airlines: Im dritten Quartal 2020 wieder tiefrote Zahlen

WKN: A1W97MWKN kopiert / ISIN: US02376R1023ISIN kopiert

American Airlines Group ist ein Luftfahrtunternehmen bestehend aus American Airlines und US Airways. Die Airline Group führte vor der Corona-Krise täglich 6.700 Flüge zu 350 Zielen in über 50 Staaten durch.

Die Corona-Krise hat bei American Airlines im dritten Quartal 2020 wieder tiefrote Zahlen hinterlassen. Der Verlust beläuft sich auf 2,4 Milliarden US-Dollar (2 Mrd. Euro). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres stand ein Gewinn von 425 Millionen zu Buche.

Der aktuelle Aktienkurs liegt bei 14,20 Euro. Zu Beginn der Corona-Krise war er bis auf 8,60 Euro gefallen. Mittlerweile lassen sich wieder leichte Anstiege verzeichnen. Aktionäre dürften nicht zufrieden sein, beträgt doch die negative Rendite bezogen auf ein Jahr -43 Prozent (Stand: 12/2020).

Das Unternehmen mit Sitz im texanischen Fort Worth hat verlauten lassen, dass Tausenden von Mitarbeitern der Jobverlust droht, weil das Ende September ausgelaufene Hilfsprogramm der US-Regierung nicht erneuert oder ersetzt worden ist.

Vor der Krise handelte es sich um eine der wichtigsten Airlines in den USA, die aus Städten wie Chicago, Los Angeles, New York, Dallas/Fort Worth, Philadelphia, Washington und Phoenix arbeitete.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro42.207,0044.541,0045.768,00
Gewinn je Aktie in Euro3,923,043,80
Dividende je Aktie in Euro0,400,400,40

Mehr 20.000 Beschäftigte von American Airlines werden das Unternehmen verlassen oder eine längere Auszeit nehmen. Rund 19.000 Mitarbeiter sind seit dem ersten Oktober im Zwangsurlaub.

Im dritten Quartal beträgt der tägliche Verlust 44 Millionen Dollar. Im vierten Quartal wird ein Verlust von täglich 25 bis 30 Millionen Dollar erwartet. Das Unternehmen hat Geld beim Staat geliehen und will neue Aktien im Volumen von einer Milliarde US-Dollar ausgeben.

Beim US-Flugzeugbauer Boeing wurde die Auslieferung von 18 Jets 737 Max auf zwei Jahre später verhandelt. Die georderten Airbus A321-Jets sollen 2021 planmäßig in Dienst gestellt werden.

Bewertung

  • Top 10 Airline weltweit
  • Durch die aktuelle Coronakrise günstig erhältlich
  • Bis dato nur leichter Anstieg: Der richtige Moment zum Einstieg?

Die Heimatbörse des Luftfahrtunternehmens ist die Nasdaq. Aktien werden ebenso in Deutschland auf Börsen wie Xetra, Tradegate, Frankfurt und LS Exchange gehandelt

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Southwest Airlines: Dramatische Geschäftseinbußen aufgrund der Corona-Pandemie

WKN: 862837WKN kopiert / ISIN: US8447411088ISIN kopiert

Southwest Airlines entstand 1949 in Dallas (Texas). Die Fluglinie war vor der Corona-Krise, gemessen an den Passagierzahlen, die zweitgrößte US-Fluggesellschaft hinter Delta Air. Für das vierte Quartal 2019 wurde ein Umsatz von 5,73 Mrd. US-Dollar ausgewiesen. Der Gewinn betrug 514 Mio. US-Dollar.

Die Aktie liegt an der Wall Street seit Jahresanfang 2020 mit 22 Prozent im Minus und weist aktuell eine Marktkapitalisierung von 29,9 Mrd. US-Dollar auf (Stand: 12/ 2020).

Die Aktien der führende US-Airline Southwest Airlines liegen auch nach zweistelligen Kurssprüngen Ende November 2020 noch erheblich unter ihren Vor-Corona-Kursen. Im Februar kostete eine Aktie 53,60 Euro, aktuell liegt der Preis der Southwest Airlines Aktie bei 39 Euro (Stand: 12/2020).

Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal zeigen Geschäftseinbußen tief in den roten Zahlen. Unter dem Strich verlor das Unternehmen 1,2 Milliarden Dollar (1,0 Mrd. Euro) in einem Quartal. Das ist zugleich der bislang höchste Quartalsverlust. Vor einem Jahr wies die Konzernbilanz für den Zeitraum noch einen Gewinn von 650 Millionen US-Dollar aus. Der Umsatz ging um 68 Prozent zurück und betrug 1,8 Milliarden Dollar.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro17.80017.90018.500
Gewinn je Aktie in Euro2,973,62 3,52
Dividende je Aktie in Euro0,360,420,56

Southwest-Chef Gary Kelly ist sich darüber im Klaren, dass die anhaltenden Corona-Krise keine zeitnahe Erholung zulassen wird. Mit Boeing wird über eine Bestellung der Problemflieger 737 Max nachverhandelt.

Das Unternehmen hat Anfang Dezember 2020 bekannt gegeben, dass 6.800 Mitarbeitern ab Mitte März Zwangsurlaub ohne Lohnfortzahlung droht. Die Geschäftsführung drängt auf weitere Kostensenkungen, denn wie viele andere Fluggesellschaften befindet sich die Southwest Airline in Finanznot. Sie hofft auf weitere staatliche Unterstützung.

Bewertung

  • Vor Corona zuverlässiger Dividendenzahler
  • Günstige Bewertung
  • Kostensenkungen werden durchgesetzt

Neben der NYSE sind London, Tradegate und LS Exchange wichtige Handelsplätze. Bei den führenden Online-Brokern können Southwest Airline Aktien erworben werden.

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International Consolidated Airlines: Drittgrößter europäischer Luftfahrtkonzern

WKN: A1H6AJWKN kopiert / ISIN: ES0177542018ISIN kopiert

Die International Consolidated Airlines Group (IAG) fährt als drittgrößter europäischer Luftfahrtkonzern im Zuge von Corona erhebliche Verluste ein. Der Aktienkurs der Holdinggesellschaft, zu deren Tochterunternehmen unter anderem British Airways, Air Europa, Iberia oder OpenSkies zählen, tut sich Ende 2020 schwer damit, in gewohnte Höhen zu klettern. 5,40 Euro Ende Januar stehen aktuellen 1,80 Euro gegenüber. Trotzdem scheint zumindest der Tiefpunkt der International-Consolidated-Airlines-Aktie von 1,30 Euro Anfang Mai überwunden zu sein (Stand: 12/2020).

Ein Lichtblick könnte der weiterhin gefragte Fracht- und Postlinienverkehr sein, in dem die Airline ebenfalls tätig ist. Mit der Verteilung der Impfstoffe weltweit dürften die Frachtumsätze 2021 zunehmen. Die durch den Passagierflugverkehr generierten Gewinne leiden jedoch stark. Es fällt eben doch schwer ins Gewicht, dass von 113 Millionen Passagieren 2019 im Jahr 2020 ein Großteil weggebrochen ist.

Die British-Airways-Mutter IAG hat für das dritte Quartal 2020 einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro ausgewiesen. Seit dem Jahreswechsel haben die IAG Aktien rund 60 Prozent eingebüßt.

Der Umsatz des Konzerns fiel im dritten Quartal 2020 bezogen auf das Vorjahresergebnis um 83 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Den Verlust gab das Unternehmen mit 1,3 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor vermeldete IAG einen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro20.119,9521.593,5822.377,27
Gewinn je Aktie in Euro0,841,260,76
Dividende je Aktie in Euro0,190,220,22

Im Gegensatz zur Lufthansa, die sich in der Krise Staatshilfen von neun Milliarden Euro besorgte, hat IAG neue Aktien ausgegeben und sich so am Kapitalmarkt bedient. Rund 2,7 Milliarden Euro brachten neue Aktien. Die Liquidität des Konzerns bewegt sich bei 9,3 Milliarden Euro Anfang Oktober.

Da der Flugverkehr vor 2024 nicht das Niveau aus der Zeit vor Corona erreichen wird, ist eine nachhaltige Aktienkurserholung nicht wahrscheinlich. Mit den Kursen dürfte es eher seitwärts gehen.

Bewertung

  • Breit aufgestelltes Unternehmen mit Liquidität
  • Tiefpunkt scheint überwunden
  • Aktie niedrig bewertet

Erhältlich ist die IAG Aktie bei Börsen wie Xetra, Tradegate, LS Exchange und außerbörslich über Lang & Schwarz RT bei zahlreichen Online-Brokern.

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Hinweis: Ihr Kapital ist gefährdet.

Air China: Einzige nationale Fluggesellschaft des Landes

WKN: A0M4S7WKN kopiert / ISIN: CNE000001NN0ISIN kopiert

Air China, gegründet 1988, hat seinen Sitz in Peking. Chinas einzige nationale Fluggesellschaft ist Mitglied der Star Alliance. Air China ltd gehört zum einzigen chinesische Luftfahrtunternehmen mit einer Listung in den „The World's 500 Most Influential Brands“. Die wichtigsten Luftfahrt-Drehkreuze betreibt die Airline in Chengdu, Shenzhen und Shanghai. Sie fliegt mehr als 1200 Destinationen in 190 Ländern an.

Die Heimatbörse der Air China ist Shanghai. Private ausländische Anleger können nur unter erschwerten Bedingungen Anteile des Flugunternehmens erwerben. Zum Handel steht sie in Form einer B-Aktie hierzulande zur Verfügung. Die Aktienanzahl der B-Titel beträgt 4.563 Millionen (Stand: 12/2020).

Air China meldete für den Berichtsmonat Oktober 2020 ein Passagieraufkommen von 8,463 Millionen Fluggästen. Im Inland hat Air China im Vergleich zum Vormonat erheblich zugelegt. Allerdings wurden zuvor die Kapazitäten um fast 30 Prozent verringert. Auf Grund der Corona-Krise läuft kaum internationales Geschäft. Lediglich etwas über 40.000 internationale Passagiere zählte die Airline für Oktober 2020.

 201720182019
Umsatz in Mio. CNY121.062,32136.511,30135.907,05
Gewinn je Aktie in CNY0,540,530,47
Dividende je Aktie in CNY0,120,100,04

In Shanghai wird die Air China Aktie (A) derzeit zu einem Kurs von 7,90 CNY gehandelt. Der Preis für B Aktien liegt bei 0,66 Euro (Stand: 12/2020).

Bewertung

  • Chinas einzige nationale Fluggesellschaft
  • Ein Positivtrend beim Passagieraufkommen zeichnet sich im Inland ab
  • Airline wird vom Wachstumsmarkt Asien profitieren

Zu günstigen Konditionen können Sie die Air China ADR Aktie u.a. über Tradegate, L&S RT, Frankfurt, Berlin, München und Stuttgart bei vielen Online-Brokern kaufen.

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Hinweis: Zu den marktbestimmenden Flugunternehmen zählen arabische Airlines wie Emirates Airlines, Etihad Airways oder Qatar Airways. Allerdings befinden sich die Fluggesellschaften in Staatsbesitz und sind nicht an der Börse handelbar. Indirekt könnten Anleger von deren Entwicklungen profitieren. Zum Beispiel ist Qatar Airways ein Großaktionär bei IAG (25,1 Prozent), wo Aktivitäten von Tochternehmen wie British Airways, Air Lingus oder Iberia zusammengeführt werden.

3 Aktien internationaler Flugzeughersteller im Überblick

Etwas abseits der Fluggesellschaften stehend, aber ebenfalls entscheidend am Markt beteiligt und von ihm abhängig, sind die Flugzeughersteller. Namen wie Boeing, Airbus oder Bombardier sind die Big Player im Markt. Wie aber sind sie von der Coronakrise betroffen? Lohnt sich jetzt eine Investition in die Aktien der Flugzeughersteller?

Boeing: Größter US-Flugzeugbauer verfolgt strikten Sparkurs

WKN: 850471WKN kopiert / ISIN: US0970231058ISIN kopiert

Die Boeing-Aktie brach zu Beginn der Corona-Krise und des damit verbundenen Lockdowns stark ein. Seit Anfang November geht es mit den Kursen wieder bergauf.

Während die Aktie am 1. März 2019 noch ein Allzeithoch von 446 US-Dollar erreichte, lag der Wert etwa ein Jahr später bei 89,00 US-Dollar. Im Juni 2020 erfolgte eine Erhöhung auf 230 US-Dollar. Danach brach der Kurs bis auf 144 US-Dollar ein. Positive Nachrichten zu Impfstoffentwicklungen halfen den Titeln nach oben. Im Moment (Stand: 12/2020) liegt der Boeing Aktienkurs bei 236 US-Dollar.

Der US-Konzern möchte zunächst ohne staatliche Hilfe zurechtkommen und behalf sich mit der Ausgabe von Anleihen. Damit konnte sich Boeing 25 Milliarden Dollar sichern. Die Laufzeiten dieser stark nachgefragten Anleihen betragen zwischen drei und 40 Jahren.

Das Unternehmen möchte bei der Zukunftsplanung umdenken. Neue Entwicklungen wie mittelgroße Flugzeuge, welche die Boeing-Typen 757 und 767 ersetzen sollten, legt der Konzern erst einmal auf Eis. Der Flugzeughersteller fokussiert sich stattdessen auf Erneuerungen und Verbesserungen bestehender Modelle.

Die Übernahme des Herstellers Embraer ist derweilen geplatzt. Damit fallen die kleineren Flugzeugmodelle, die der brasilianische Konzern produziert, erst einmal aus dem Portfolio. Eine Sparte, die Boeing gegenüber dem Konkurrenten Airbus gestärkt hätte.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro93.392101.12776.559
Gewinn je Aktie in Euro13,6018,05-1,12
Dividende je Aktie in Euro5,686,848,22

Die 737 MAX-Krise hatte der Flugzeughersteller bei seinen Aktionären ohne Verkaufsdruck meistern können. Die Corona-Krise ist allerdings von einem anderen Kaliber. In der Quartalsbilanz für das 3. Quartal 2020 vermeldete Boeing einen geringer als prognostiziert ausgefallenen Verlust. Zudem soll der Sparkurs weitergeführt werden, was das Streichen von Stellen einschließt.

Positiv wurde Mitte November 2020 am Markt die Meldung aufgenommen, dass 737 MAX ihre Starterlaubnis zurückerhalten hat. Eine erste größere Flugzeugbestellung kam hinzu. Ryanair orderte 75 Maschinen Boeing 737 MAX. Das verschaffte der Aktie den erhofften Sprung über das Juni-Hoch. Der Anlegeroptimismus scheint zurück.

Bewertung

  • Positive News sind Kurstreiber
  • Sparkurs wird weitergeführt
  • Erster größerer Neu-Auftrag eingegangen

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Airbus: Größter Luft- und Raumfahrt-Konzern Europas

WKN: 938914WKN kopiert / ISIN: NL0000235190ISIN kopiert

Airbus entstand aus dem Zusammenschluss zwischen der französischen Aerospatiale Matra, der spanischen CASA und der deutschen DaimlerChrysler Aerospace AG. Es handelt sich um den größten Luft- und Raumfahrt-Konzern Europas sowie um den weltweit größten Rüstungskonzern. Airbus ist in folgenden Bereichen tätig:

  • Zivile Luftfahrt
  • Verteidigungstechnologie
  • Bau von Hubschraubern
  • Raumfahrt
  • Konstruktion von Kampf- und Transportflugzeugen
  • Damit verbundene Dienstleistungen

Trotz des breitgefächerten Portfolios verlief das Geschäftsjahr 2019 mit 70,5 Milliarden Umsatz und einem Jahresfehlbetrag von 1,36 Milliarden Euro weniger erfolgreich. Im April 2020 ließ Konzernchef Guillaume Faury verlauten, dass Airbus in einer tiefen Krise stecke und sich auf harte Zeiten einstellen müsse. Es folgten Zwangsurlaube und Kurzarbeit für die Angestellten. Demnächst können noch drastischere Maßnahmen anstehen.

Die Dividenden für 2019 wurden gestrichen, Betriebsrenten nicht aufgestockt und Produktion von Passagierflugzeugen um ein Drittel verringert. Viele Fluggesellschaften haben die Übergabe zahlreicher bestellter Flugmaschinen verschoben. Ob es weitere tiefgreifende Veränderungen gibt, wird sich im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie zeigen.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro66.76763.70770.478
Gewinn je Aktie in Euro3,043,92-1,75
Dividende je Aktie in Euro1,501,65-

Airbus verzeichnet während der Corona-Krise einen durchschnittlichen Verlust von 3,50 Euro pro Tag und fiel im April 2020 auf einen Wert von 48,08 EUR. Zum Vergleich: Das Tief im Jahr 2019 lag bei 78,93 Euro. Aktuell (Stand: 12/ 2020) verzeichnet die Aktie einen Anstieg auf einen Wert von 95,00 Euro, ist aber noch weit entfernt vom Allzeithoch von 139,40 Euro, das die Aktie am 24. Januar 2020 erreichte.

Während der Monate vor November 2020 gab es, abgesehen vom Juni, wenig Bewegung in Airbus Aktien. Das was bei anderen Airlines und den Flugzeughersteller ebenso der Fall. Mehrere Monate bewegten sich die Airbus-Aktie eher seitwärts in einer Kursspanne zwischen 60 und 70 Euro. Anfang Dezember 2020 sorgten die Bullen dafür, dass die 90 Euro Marke übertroffen wurde. Aktuelle positive Corona-News betreffs des Impfstoffeinsatzes könnten für einen weiteren Aufwärtstrend sorgen.

Im November 2020 verkaufte Airbus kein einziges Flugzeug. Dennoch sollen im Jahr 550 Flugzeuge insgesamt ausgeliefert werden. Corona hat nicht zu Stornierungen geführt. Noch gilt es, Bestellungen für über 7.300 Flugzeuge abzuarbeiten. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hält ein Kursziel von 146 Euro für realistisch.

Bewertung

  • Breitgefächertes Portfolio
  • Durch die Krise gerade günstig erhältlich
  • Dividenden dürfte es in naher Zukunft nicht geben

Airbus ist bei allen deutschen Börsen handelbar. Darunter befinden sich Xetra, LS Exchange, Gettex und Tradegate, die bei den meisten Online-Broker geführt werden.

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Bombardier: Schuldenabbau durch Verkauf der Eisenbahnsparte

WKN: 866671WKN kopiert / ISIN: CA0977512007ISIN kopiert

Das kanadische Unternehmen begann als kleine Werkstatt in Valcourt östlich von Montreal und stieg in der Zwischenzeit zu einem Weltunternehmen auf. Dafür zeigte sich die Flugzeugsparte verantwortlich. Allerdings sorgte dieser Bereich später auch für massive Finanzprobleme. Insbesondere mit dem Mittelstreckenjet der Bombardier C-Serie steckte das Unternehmen seine Ziele zu hoch. Airbus übernahm schließlich diese Sparte und benannte die C-Series in A220 um.

Der Kurs der Bombardier-Aktie hatte im 4.Quartal 2020 einen Wert von 0,325 Euro erreicht und lag damit mehr als 75 Prozent unter der Jahresperformance. Dann stieg der Kurs bis auf 0,45 Euro. Aktuell kostet eine Aktie 0,396 Euro (Stand 01/2021)

Seit 1990 besetzt Bombardier den Markt der Business-Jets mit der Marke Learjet. Das Privatflugzeug mit sechs Sitzen soll künftig unter 10 Millionen Dollar verkauft werden. Hinzu kommen die Challenge 650 und der weltgrößte Businessjet Global 7500.  2020 stand ganz im Zeichen des Verkaufs der Bahnsparte an Alstom. Bei Nichtgelingen des Deals drohte der Verkauf der Learjet-Sparte an das Unternehmen Textron Holding. Bombardier hat im 4.Quartal 2020 für den Verkauf seines Eisenbahngeschäfts an das französische Unternehmen Alstrom von den zuständigen Kartellbehörden ihr Einverständnis erhalten. Abgeschlossen wurde der Verkauf offiziell im Januar 2021.

 

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro21.051,1321.044,2620.907,92
Gewinn je Aktie in Euro-0,320,13-1,01
Dividende je Aktie in Euro---

Durch die Übernahme wird Alstom (WKN: A0F7BKWKN kopiert / ISIN: FR0010220475ISIN kopiert) hinter dem chinesischem Industriekonzern CRRC der zweitgrößte Bahnhersteller weltweit. Bombardier möchte die 5,5 Milliarden Euro Verkaufserlöse in den Schuldenabbau stecken. Außerdem möchte sich der Flugzeughersteller auf die Produktion von Businessjets konzentrieren.

Bewertung

  • Erheblicher Schuldenabbau dank Verlauf des Eisenbahngeschäfts möglich
  • Nischenmarkt des Privatflugzeugs kann sich als zukunftsfähig herausstellen
  • Aktien Kurs günstig weit unter 1 Euro

Bombardier-Aktien werden deutschen Börsen wie Xetra, Tradegate und Quotrix gehandelt und sind bei zahlreichen Brokern erhältlich.

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Wichtig: Mit einem Aktien Preis von unter 1 Euro gehört die Bombardier Aktie zu den sogenannten Pennystocks. Diese Titel gelten als äußerst risikovoll und werden Privatanlegern von uns nicht empfohlen.

Aktien von Fluggesellschaften kaufen: SWOT-Analyse

Wenn Sie sich dafür entscheiden, in Aktien von Fluggesellschaften zu investieren oder diese in Ihrem Portfolio stärker zu bewerten, sollten Sie das Marktumfeld kennen – also die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken Ihrer Anlage einschätzen.

Stärken: Umstrukturierungen im Flugsektor bereits Anfang des Jahrtausends

Fluggesellschaften haben schon viele Rezessionen überstanden, allerdings sind einige im Zuge dessen auch untergegangen. Die Anzahl der Fluggesellschaften verringerte sich bereits Anfang des Jahrtausends. Umstrukturierungen und Konsolidierungen waren die Folge, sodass wenige Gesellschaften einen großen Teil des Markts kontrollieren und eine noch nie gesehene Machtposition besitzen.

Für Sie bedeutet das, dass Sie zwar auf wenige Gesellschaften – dort aber mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit auf weiteres Wachstum setzen können. Und gerade jetzt, wo Sie die Aktien günstig kaufen können, ist es möglich, mit wenigen Mitteln in den Geschäftszweig einzusteigen.

Schwächen: Große Schwankungen und fehlende Nachhaltigkeit als Kritikpunkte

Generell sind Geschäfte im Luftfahrtsektor immer sehr zyklisch. Trotzdem müssen Anleger hier in nächster Zeit mit Verlusten rechnen. Die Auswirkungen der Coronakrise werden Airlines noch mehrere Jahre zu spüren bekommen. Alle wichtigen Fluggesellschaften haben ihre Passagier-Kapazitäten zurückgefahren.

Insbesondere im Bereich der Geschäftsreisen ist auch nach der Krise mit einem Nachfragerückgang zu rechnen. In Zeiten des Social Distancing gewöhnen sich Unternehmen immer mehr an Online-Konferenzen. Klimabewusste Unternehmen können auf diese Weise außerdem ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen und Kosten sparen. Denn auch wenn die Branche nach eignen Aussagen daran arbeitet, den CO2-Ausstoß zu verringern, sind Flugreisen keine nachhaltige Fortbewegungsmethode.

Auch Insolvenzen wie die von Air Berlin und Tochterfirmen 2017 sowie Thomas Cook und die britische Airline Flybe oder vier Tochterfirmen von Norwegian Air (Verkündung der Insolvenz der Tochterfirmen am 21.04.2020) zeigen Schwächen auf.

Chancen: Trend zu mehr Flugreisen könnte sich nach der Pandemie fortsetzen

Für geduldige Investoren ist jetzt der richtige Zeitpunkt für langfristige Anlagen gekommen. Vor der Corona-Krise ging die International Air Transport Association (IATA) davon aus, dass sich der Luftverkehr in den nächsten zwei Dekaden verdoppelt. Die Chancen stehen gut, dass sich dieser Trend nach der Pandemie weiter fortsetzt, auch wenn sich der Zeitplan verschiebt.

Insbesondere im touristischen Bereich kann sich der Wunsch bei Urlaubern einstellen, versäumte Urlaube in der Ferne nachzuholen. Menschen, die sich für lange Zeit zu Hause isolieren mussten, könnten anschließend entsprechend häufiger auf Reisen gehen.

Dazu muss sich allerdings erst wieder ein Sicherheitsgefühl einstellen. Mit einer Entspannung der Situation, die vergleichbar mit Zeiten vor der Krise ist, können Investoren wahrscheinlich erst frühestens 2024 bis 2025 rechnen. Ein Investitionseinstieg ist im Moment jedenfalls denkbar günstig.

Risiken: Unklar, wie sich der Tourismus entwickelt

Das aktuelle Kursniveau ist nicht umsonst so niedrig: Durch die Pandemie stellen sich einige Unsicherheiten bei Investoren ein. Es ist zudem fraglich, welche Fluggesellschaft unter welchen Bedingungen staatliche Hilfe erhält und wie es nach einer Entspannung weitergeht.

Touristische Reiseentscheidungen sind durch die Krise erst einmal nachhaltig beeinträchtigt, entweder weil gesundheitliche Sorgen Menschen vor dem Reisen abhalten oder weil die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie Reisende in ihren Möglichkeiten einschränken. Internationales Passagieraufkommen ist im Dezember 2020 kaum nennenswert vorhanden.

Urlauber könnten auch nach der Normalisierung der Lage von Corona regionale Reiseziele bevorzugen, was Nachfrage nach Flügen in die Ferne beeinträchtigt. Die schon vor Covid-19 entstandene Debatte um Nachhaltigkeit und mangelnde Klimafreundlichkeit von Flugreisen rückt ebenfalls weiter in den Vordergrund.

Ergebnis der SWOT-Analyse: Normalität beim Flugverkehr nicht vor 2024

Wer sich als Gewinner der Pandemie herausstellen wird, ist momentan nicht vorherzusehen. Fluggesellschaften erlebten einen Einbruch, aber gerade deshalb könnten Investoren mit einem Einstieg zum richtigen Zeitpunkt am Ende mit einem Plus aus der Phase herauskommen. Die voraussichtlich ähnlich bleibende Struktur der Branche – in der wenige Unternehmen den Markt dominieren – gibt außerdem Sicherheit für eine Investition in ebendiese Konzerne.

Wer in Airline Aktien investieren möchte, bei denen unter Umständen eine schnellere Erholung vorstellbar ist, der könnte sich auf europäische Luftfahrtunternehmen wie Deutsche Lufthansa, Ryanair, Easyjet oder alternativ auch auf Singapore Airlines konzentrieren. Experten sehen bei diesen Fluggesellschaften eher die Wahrscheinlichkeit für einen Turnaround bei der Nettoverschuldung, was für ausreichenden finanziellen Spielraum sorgen würde.

Anleger mit langfristigem Anlagehorizont sollten vorsichtig agieren, da eventuelle Kapitalerhöhungen meist einen zeitweilig sinkenden Kurs zur Folge haben. Riskant bleibt eine Investition für Langzeitanleger, zumal sich das Reiseverhalten von Urlaubern und Geschäftsleuten nachhaltig ändern könnte. Kurzfristig orientierte Händler könnten eine Kursschwäche der jeweiligen Airline-Titel für Long- oder Short-Positionierungen (CFD-Trading) nutzen.

Wenn Sie günstig und möglichst breitgefächert in mehrere, unterschiedliche Aktien investieren möchten, ist jetzt der günstigste Zeitpunkt dafür.

Die weltweit besten ETFs anstatt einzelne Fluggesellschaften Aktien kaufen

Wir können festhalten: Den einen Fluggesellschaften geht es besser, den anderen schlechter. Grundsätzlich sind jedoch die Preise der Aktien derzeit so günstig wie selten. Wenn Sie daran glauben, dass die Branche nach der Krise wieder zu alter Stärke zurückkehrt, sich aber nicht für eine einzelne Aktie entscheiden möchten, lohnen sich ETFs. Diese bilden gleich mehrere Unternehmen der Branche ab – und Sie können dadurch eine passive und risikoärmere Anlegestrategie verfolgen.

U.S. Global Jets ETF

WKN: A14ZEZWKN kopiert / ISIN: US26922A8421ISIN kopiert

Beim U.S. Global Jets ETF handelt es sich um einen passiv gemanagten Fonds, bei dem eine breitgestreute Investition in den Flugtransportsektor seit 2015 möglich ist.

Der U.S. Global Jets Index zeigt die Leistung von Fluggesellschaften der ganzen Welt an, der Fokus liegt aber auf inländischen Fluggesellschaften (USA). (Transport)-Sektor ETFs erfreuen sich großer Beliebtheit, da durch diversifiziertes Engagement verschiedener Firmen das Risiko einer einzelnen Aktie sinkt.

Die jährlichen Betriebskosten liegen bei ca. 0,60 % und sind damit vergleichbar mit ähnlichen Produkten. Durch Corona hat dieser Fonds im laufenden Jahr 2020 rund 25 Prozent verloren. Die Preise des März-Tiefs von um die 12 US-Dollar hat der ETF überwunden.

In den letzten 52 Wochen wurde der Fonds zwischen 12 USD bzw.16 USD und 32,30 USD gehandelt. Aktueller Preis ist 23,45 US-Dollar (Stand: 12/2020). Der U.S. Global Jets ETF lässt sich zu günstigen Konditionen zum Beispiel bei comdirect, Smartbroker oder BANX handeln.

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iShares Transportation Average ETF

WKN: A0B5RKWKN kopiert / ISIN: US4642871929ISIN kopiert

Der iShares Transportation Average ETF verfolgt seit 2003 den Großteil der US-Aktien im Transportsektor. Der ETF wurde in den letzten 52 Wochen zwischen 111,00 Euro und 186 Euro gehandelt. Durch Corona erlebte der Fonds den größten Einbruch am 18.3. mit 111,00 EUR. Die Performance in den letzten 12 Monaten verbucht dennoch ein Plus von 17,50 Prozent. Die aktuelle Jahresrendite liegt bei 15 Prozent. Die jährlichen Verwaltungskosten liegen bei 0,42 Prozent (Stand 12/2020).

Wichtig zu beachten ist, dass es sich bei einer Investition in diesen ETF keineswegs lediglich um Aktienunternehmen aus dem Bereich des Flugverkehrs handelt. Vielmehr sind darin vor allem Logistikunternehmen abgebildet. Außerdem hat der ETF große Überschneidungen mit dem MSCI World. Wer also bereits in MSCI World ETFs investiert, sollte sich einer Überbewertung des Transportsektors bewusst sein.

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SPDR S&P Transportation ETF

WKN: A1JYCZWKN kopiert / ISIN: US78464A5323ISIN kopiert

Der SPDR S&P Transportation ETF repräsentiert das Transportsegment des S&P Total Market Index. Auch hier sind große Verluste zum 18.03.20 sichtbar, mit einem Tagestief von 36,00 USD. Im Monat Mai konnte der ETF aber einen Aufschwung von +6,45 % verzeichnen. Im Laufe des Jahres 2020 wurde der ETF zum Preis von bis zu 75 USD gehandelt. Der letzte Kurs liegt bei 69,85 USD mit einer Performance für das laufende Jahr von +10,50 Prozent. (Stand 01/2021)

Voraussichtlich erlebt der Index parallel zur wieder stärker anlaufenden US-Ökonomie einen weiteren Aufschwung. Aber auch bei diesem ETF gilt: Vor einer Investition sollten Sie sich als Anleger darüber Gedanken machen, ob einige der abgebildeten Unternehmen zum Beispiel über den MSCI World oder US-Indizes abgebildet sind und ob Sie den Transportsektor dementsprechend überbewerten möchten.

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Top 5 ETF

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Anzahl ETFs
443
Orderkosten 1000 €
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Sparplanfähige ETFs
443
Anzahl gebührenfreier ETFs
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Testberichtzu Consorsbank
2
Anzahl ETFs
1000
Orderkosten 1000 €
4,90€ + 0,25%
Sparplanfähige ETFs
600
Anzahl gebührenfreier ETFs
170
Testberichtzu Comdirect
3
Anzahl ETFs
165
Orderkosten 1000 €
1€
Sparplanfähige ETFs
165
Anzahl gebührenfreier ETFs
0
Testberichtzu OnVista
4
Anzahl ETFs
728
Orderkosten 1000 €
4,90€ + 0,25%
Sparplanfähige ETFs
700
Anzahl gebührenfreier ETFs
150
Testberichtzu ING
5
TradeRepublic Logo
Anzahl ETFs
7500
Orderkosten 1000€
0€
Sparplanfähige ETFs
1300
Anzahl gebührenfreier ETFs
500
Testberichtzu Trade Republic
Sie riskieren Ihr Kapital

Die besten Alternativen zum Kauf von Aktien von Fluggesellschaften

Wenn Sie beim Luftverkehr bleiben wollen, könnten Sie in die Flughäfen selbst investieren, etwa in die Fraport Aktie, die Aktie des Frankfurter Flughafens. Auch Zulieferer von Flugzeugteilen bieten oft Aktien an. Da trotz der Krise weiterhin Flugzeuge gebaut, ausgebessert und nachgerüstet werden, ist die Branche krisensicherer.

Bei einer Investition in Zulieferer empfiehlt sich etwa die FACC AG Aktie (WKN: A1147KWKN kopiert / ISIN: AT00000FACC2ISIN kopiert), die Systeme für die Luftfahrt entwickelt. Kunden sind unter anderem Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer und COMAC.

Übrigens: Der chinesische Flugzeughersteller COMAC möchte das erste, gänzlich in China zusammengebaute, zweistrahlige Passagierflugzeug entwickeln. Auch ein Langstreckenflugzeug mit einer Reichweite von 12.000 Kilometern steht auf dem Plan des Unternehmens. Dieses soll bis 2028 gemeinsam mit Russland gebaut werden. In dem Zuge lohnt sich auch ein genereller Blick auf Investitionen in chinesische Aktien.

Die Zukunftspläne von COMAC klingen vielversprechend, weswegen sich eine Investition in das Unternehmen auszahlen könnte – ein echter Angstgegner für Airbus und Boeing, der gestärkt aus der Krise kommen könnte.

Durch die Corona-Krise, aber auch durch ein gesteigertes Umweltbewusstsein, schwanken die Aktien von Fluggesellschaften stetig. Deswegen ist es gerade in unsicheren Zeiten sinnvoll, in stabile Werte wie etwa Gold ETFs zu investieren. Eine weitere, relativ krisenresistente Möglichkeit sind Energie Aktien, besonders Aktien, die nachhaltig sind. Neue Klimaschutzprojekte und Verordnungen helfen stetig dabei, die Aktien auf Kurs zu halten.

FAQ: Airline Aktien

Sollte man jetzt in Aktien von Fluggesellschaften oder Flugzeugherstellern investieren?

Es ist fraglich, welche Fluggesellschaft unter welchen Bedingungen staatliche Hilfe erhält und welche nicht. Wer dieses Risiko nicht scheut, kann allerdings relativ günstig Aktien von großen Flugzeuggesellschaften und Flugzeugherstellern kaufen.

Gibt es ETFs, die sich ausschließlich auf Fluggesellschaften konzentrieren?

Da ein ETF immer einen Index nachbildet, gibt es kaum reine ETFs auf Airlines wie den U.S. Global Jets ETF. ETF-Gesellschaften (iShares Transportation Average ETF) nutzen daher Indizes für den Bereich Transport, Reisen und Tourismus, in denen Fluggesellschaften Aktien enthalten sind. Wer US-Airline Aktien und ETFs direkt an ihren Heimatbörsen handeln möchte, findet beim Broker LYNX günstige Handelsbedingungen.

Was beeinflusst die Kursentwicklung von Fluggesellschafts-Aktien?

Nicht nur die aktuelle Pandemie macht Fluggesellschaften zu schaffen. Die Aktien sind durch Öl-Preise, andere Rohstoff-Preise sowie ein wachsendes Umweltbewusstsein angreifbar. Hinzu kommen außerordentliche Reisewarnungen aufgrund von Unruhen in einem bestimmten Land, das eine Gesellschaft besonders oft anfliegt oder in dem es seinen Hauptsitz hat. Auch Insolvenzverfahren von kleineren Fluggesellschaften können sich auf die Aktien der besten Fluggesellschaften auswirken.

Fazit

Anleger in Airline Aktien brauchen mehrere Jahre Geduld

Airlines stellen momentan eine äußerst riskante und volatile Investitionsmöglichkeit, deren Aktien Sie aber günstig kaufen können. Im Moment hängt die Zukunft vieler Konzerne von staatlichen Hilfen und den Möglichkeiten ab, kurzfristig ihre Liquidität zu sichern.

Erste wirksame Corona-Impfstoffe wurden bereits zugelassen bzw. stehen kurz davor. Im Jahr 2021 werden viele Millionen von Menschen gegen Corona geimpft. Einige Airlines werden von weltweiten Transporten der Covid-Impfstoffe profitieren.

Das Reiseverhalten der Menschen kann sich nach der Krise durchaus nachhaltig verändern. Mit einer Normalisierung ist erst wieder zu rechnen, wenn die Angst vor einer Covid19-Ansteckung nachlässt. Die wirtschaftlichen Folgen dürften Urlauber jedoch trotzdem länger vor ferneren Reisen abhalten.

Die Auswirkung auf Geschäftsreisen wird ebenfalls spürbar sein, wenn viele Unternehmen Geld sparen möchten, auf Nachhaltigkeit achten und Meetings via Videokonferenzen fortsetzen. Eine möglichst sichere Investition lässt sich nur durch eine breite Streuung garantieren. Eine Investition in Unternehmen wie Boeing oder Airbus, die auf der ganzen Welt ein hohes Markenansehen genießen, ist gegenüber kleineren oder chinesischen Fluglinien jedoch vorzuziehen.

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Paul ist Autor von Aktien.net und schreibt seit 2016 für das Portal. Im August 2006 - Januar 2009 hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Versicherung absolviert. Hier war er unter anderem im Investmentbanking bei der Dresdner Bank (damals noch Teil der Allianz, heute Commerzbank) eingesetzt. Paul interessiert sich insbesondere für Aktienindizes, ETFs, Fonds, Rohstoffe und Anleihen.