Top Aktien von Fluggesellschaften kaufen

Top Aktien von Fluggesellschaften kaufen – Einstieg 2020 nicht verpassen

Das Wichtigste in KĂĽrze

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Fluggesellschaften-Aktien kaufen? Wohin es mit den Aktien und ETFs geht

Spricht was dafür, jetzt Fluggesellschaften-Aktien zu kaufen? Immerhin hat die Coronakrise insbesondere Fluggesellschaften und Flugzeughersteller schwer getroffen. Weltweit haben Airlines einen Großteil ihrer Flüge gestrichen. Noch können vor allem große Gesellschaften auf Geldreserven und andere Mittel zurückgreifen, um liquide zu bleiben. Dennoch stehen Debatten über mögliche Teil-Verstaatlichungen und massive Hilfspakete, etwa in der Form von Krediten, im Raum. Ob sich trotzdem gerade jetzt eine Investition in Aktien der Fluggesellschaften und entsprechende ETFs lohnt, erfahren Sie in unserer Analyse.

Nationale und internationale Fluggesellschafts-Aktien im Ăśberblick

Grundsätzlich können Sie als privater Investor in einen Indexfonds investieren, der gleich mehrere Fluggesellschaften abbildet. Eine genauere Beschäftigung mit Einzelaktien der Airlines lohnt sich jedoch. Denn nicht allen Fluggesellschaften geht es gleich: Manche können nach der Coronakrise staatliche Hilfe erwarten, bei anderen ist die Zukunft ungewiss und wieder andere steigen bereits jetzt schon wieder stark im Kurs.

Lufthansa

(WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125)

Die Lufthansa-Aktie ist im Zuge der Coronakrise um 40 Prozent gefallen. Mitte Mai hat sie ein Mehrjahrestief von 7,02 Euro erreicht und ist nun sogar aus dem deutschen Leitindex Dax gefallen.

Mit Liquiditätsreserven von fünf Milliarden Euro kann sich die Fluggesellschaft noch über Wasser halten.
Jüngst vereinbarte die Bundesregierung zudem ein staatliches Hilfspaket. Das Paket soll verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in einer Höhe von insgesamt 9 Milliarden Euro enthalten. Im Gegenzug würde sich der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) mit 20 bis 25 Prozent still am Unternehmen beteiligen.

Die Lufthansa kann sich mit einem Paket dieser Art zwar zunächst ihre Liquidität sichern, verschuldet sich aber noch mehr. Erholt sich die Airline nach der Krise nicht, fällt auch die Aktie weiter nach unten. Wie sich die Krise letztendlich auf das Flugverhalten deutscher Reisender auswirkt, ist schwer abzusehen.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro35.57935.84436.424
Gewinn je Aktie in Euro5,034,582,55
Dividende je Aktie in Euro0,800,80-

Bewertung

  • Wichtiges Unternehmen fĂĽr die deutsche Wirtschaft
  • Staatliches Hilfspaket so gut wie sicher
  • Erholung nach der Coronakrise hängt vom Reiseverhalten ab

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Ryanair

(WKN: A1401Z / ISIN: IE00BYTBXV33)

Die Krise hat auch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair nicht kalt gelassen. Trotzdem ist die Ryanair-Aktie wieder im Aufwind. Nachdem das Wertpapier im März bei einem Tiefstand von 9,45 USD lag, hat sie jetzt (Stand: Anfang Juni) wieder 13,5 USD erreicht. Das sind zwar noch nicht die Werte wie vor der Krise (17,79 USD im Januar 2020), doch die Aktionäre dürften optimistisch in die Zukunft blicken.

Weitere gute Nachrichten für Käufer der Ryanair-Aktie: Ab Juli möchte Ryanair-Chef Michael O’Leary wieder 40 Prozent der normalen Kapazität an den Start bringen und möglichst im Sommerquartal wieder Gewinne schreiben. Derzeit verbrenne Ryanair pro Woche rund 60 Millionen Euro – das ist zwar viel, im Vergleich zu den wöchentlichen 200 Millionen im März jedoch ein Schritt zurück in die Normalität. Dafür könnte Ryanair wohl bis zu 3000 Piloten und Flugbegleiter entlassen, wie verschiedene Medien Anfang Mai berichteten.

Zudem ließ Ryanair verlauten, dass es über 4,1 Milliarden Euro an Reserven verfüge und damit die Krise aus eigener Kraft überstehen werde. Trotzdem ärgerte sich das Unternehmen öffentlich über staatliche Hilfen für Konkurrenten wie die Lufthansa und möchte sogar dagegen klagen.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro6.647,87.1517.697,4
Gewinn je Aktie in Euro1,051,220,77
Dividende je Aktie in Euro---

Bewertung

  • Das Rekordtief scheint die Aktie ĂĽberstanden zu haben
  • Ryanair dĂĽrfte ab Sommer wieder Gewinne abwerfen
  • Aber: Möglicher Wettbewerbsnachteil durch fehlende Staatshilfe

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American Airlines

(WKN: A1W97M / ISIN: US02376R1023)

Am 24. Juli 2019 erreichte die Aktie mit 34,98 USD ihren Höchststand der vorangegangenen zwölf Monate. Der niedrigste Wert wurde am 3. April 2020 mit 9,09 US-Dollar notiert. Mittlerweile lassen sich wieder leichte Anstiege verzeichnen.

Mit einem Defizit von 2,2 Milliarden in diesem Quartal musste American Airlines zum ersten Mal seit der Insolvenz im Jahr 2011 einen Quartalsverlust erleiden. Da die Coronakrise noch lange nicht ausgestanden ist, erwartet Konzernchef Doug Parker noch größere Herausforderungen. Auch im zweiten Quartal rechnet das Unternehmen mit einem täglichen Verbrauch von 70 Millionen Dollar an Barmitteln.

Vor der Krise handelte es sich um eine der wichtigsten Airlines in den USA, die aus Städten wie Chicago, Los Angeles, New York, Dallas/Fort Worth, Philadelphia, Washington und Phoenix arbeitete.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro42.207,0044.541,0045.768,00
Gewinn je Aktie in Euro3,923,043,80
Dividende je Aktie in Euro0,400,400,40

Bewertung

  • Größter Konkurrent der Lufthansa
  • Durch die aktuelle Coronakrise gĂĽnstig erhältlich
  • Bis dato nur leichter Anstieg: Der richtige Moment zum Einstieg?

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Emirates

(WKN: A1C8FR / ISIN: AEE000801010)

Zwischen März 2020 und Mai 2020 ist die Emirates-Aktie durch die Coronakrise stark gestürzt. Anfang Mai sieht es jedoch so aus, als würde der Kurs langsam wieder steigen. Evakuierungs- und Frachtflüge finden weiterhin statt. So soll u.a. verhindert werden, dass zu viele Angestellte ihren Job verlieren.

Emirates, mit Sitz in Dubai, ist die Airline der Vereinigten Arabischen Emirate. Die 1985 gegründete Fluggesellschaft ist eine der größten Airlines weltweit und war 2010 sogar die zweitgewinnreichste Fluglinie der Welt. Die Fluggesellschaft ist ein großer Teil der The Emirates Group, einem staatlichen Mischkonzern, der noch weitere tourismusrelevante Divisionen in sich vereint. Alle Entscheidungen werden von der herrschenden Familie der VAE als Eigentümer der Gruppe getroffen.

Die Fluggesellschaft Emirates war laut einer Studie von Brand Finances 2018 die wertvollste Marke innerhalb der Golf-Region und 2013 war die Emirates Gesellschaft sogar weltweit die am höchsten rankende Brand – nicht zuletzt durch Sponsoring von Fußballmannschaften wie Paris St. Germain (das Team wird seit 2019 jedoch von Accor gesponsort) oder der Tatsache, dass die Londoner Seilbahn nach dem Sponsor Emirates benannt wurde.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro2.220,752.220,752.220,75
Gewinn je Aktie in Euro1,351,642,46
Dividende je Aktie in Euro0,390,390,40

Bewertung

  • Eine der bekanntesten Marken weltweit
  • Durch staatlich-private EigentĂĽmer relativ sicher
  • Derzeit gĂĽnstiges Kursniveau

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International Consolidated Airlines

(WKN: A1H6AJ / ISIN: ES0177542018)

Die International Consolidated Airlines Group fährt als drittgrößter europäischer Luftfahrtkonzern aktuell ebenfalls große Verluste ein. Der Aktienkurs der Holdinggesellschaft, zu deren Tochterunternehmen unter anderem British Airways, Air Europa, Iberia oder OpenSkies zählen, tut sich derzeit (Stand: Juni 2020) schwer damit, in gewohnte Höhen zu klettern. 17,48 USD Ende Januar stehen aktuellen 6,39 USD gegenüber. Trotzdem scheint zumindest der Tiefpunkt der International-Consolidated-Airlines-Aktie von 4,15 USD Anfang Mai überwunden zu sein.

Ein Lichtblick könnte der weiterhin gefragte Fracht- und Postlinienverkehr sein, in dem die Airline ebenfalls tätig ist. Die durch den Passagierflugverkehr generierten Gewinne leiden jedoch stark. Es fällt eben doch schwer ins Gewicht, dass von 113 Millionen Passagieren 2019 im Jahr 2020 ein Großteil wegbricht.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro20.119,9521.593,5822.377,27
Gewinn je Aktie in Euro0,841,260,76
Dividende je Aktie in Euro0,190,220,22

Bewertung

  • Breit aufgestelltes Unternehmen
  • Tiefpunkt ĂĽberwunden
  • Aber: Aktie immer noch sehr niedrig

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Air China

(WKN: A0M4S7 / ISIN: CNE000001NN0)

Im ersten Quartal hatte Air China einen Einbruch in den Passagierzahlen von etwas über 50 %. Da die Coronakrise besonders China früh und schwer getroffen hat, sind Februar und März 2020 sehr schlecht ausgefallen. Trotzdem waren die Verkehrszahlen im März doppelt so hoch wie noch im Februar – es zeichnet sich also Besserung ab. Seit Mai 2020 ist zudem ein positiver Markttrend zu beobachten.

Die Air China Aktie ist nur an der Shanghai Börse handelbar. Air China ist die staatliche Fluggesellschaft Chinas und Mitglied der Star Alliance.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro121.062,32136.511,30135.907,05
Gewinn je Aktie in Euro0,540,530,47
Dividende je Aktie in Euro0,120,100,04

Bewertung

  • China hält sich ĂĽber die Zukunft von Air China bedeckt
  • Der Staat dĂĽrfte aber UnterstĂĽtzung geben
  • Ein Positivtrend zeichnet sich ab

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3 Aktien internationaler Flugzeughersteller im Ăśberblick

Etwas abseits der Fluggesellschaften stehend, aber ebenfalls entscheidend am Markt beteiligt und von ihm abhängig, sind die Flugzeughersteller. Namen wie Boeing, Airbus oder Bombardier sind die Big Player im Markt. Wie aber sind sie von der Coronakrise betroffen? Lohnt sich jetzt eine Investition in die Aktien der Flugzeughersteller?

Boeing

(WKN: 850471 / ISIN: US0970231058)

Während die Aktie am 01. März 2019 noch ein Allzeithoch von 446,01 USD erreichte, lag der Wert etwa ein Jahr später bei 89,00 USD. Danach erfolgte eine starke Erhöhung auf 186,48 USD. Im Moment (Stand: Ende Mai 2020) liegt sie bei 128,65 USD. Weil die USA Steuervorteile gegenüber der Boeing gestrichen hatte, war die Aktie wieder gefallen.

Der US-Konzern möchte zunächst ohne staatliche Hilfe zurechtkommen und behalf sich mit der Ausgabe von Anleihen. Damit konnte sich Boeing 25 Milliarden Dollar sichern. Die Laufzeiten dieser stark nachgefragten Anleihen betragen zwischen drei und 40 Jahren. Zu den Zinsen ist nichts bekannt.

Allerdings hatte der Hersteller schon vor der Krise Probleme. Diese lassen sich auf ein weltweites Startverbot des Kurz- und Mittelstreckenjets Boeing 737 Max zurückführen, die wiederum durch zwei Abstürze zustande kamen. Auch das US-Justizministerium nimmt das Unternehmen wegen Produktionsmängel genauer unter die Lupe. Auf diesen Umstand scheinen Anleger jedoch gelassen zu reagieren.

Das Unternehmen möchte bei der Zukunftsplanung dennoch umdenken. Neue Entwicklungen wie mittelgroße Flugzeuge, welche die Boeing-Typen 757 und 767 ersetzen sollten, legt der Konzern erst einmal auf Eis. Der Flugzeughersteller fokussiert sich stattdessen auf Erneuerungen und Besserungen bestehender Modelle.

Die Übernahme des Herstellers Embraer ist derweilen geplatzt. Damit fallen die kleineren Flugzeugmodelle, die der brasilianische Konzern produziert, erst einmal aus dem Portfolio. Eine Sparte, die Boeing gegenüber dem Konkurrenten Airbus gestärkt hätte.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro93.392101.12776.559
Gewinn je Aktie in Euro13,6018,05-1,12
Dividende je Aktie in Euro5,686,848,22

Bewertung

  • Stark durchwachsener Kurs
  • Anleihen könnten das Unternehmen retten und die Aktie stärken
  • FĂĽr eine Entscheidung in eine Investition die langfristige Entwicklung miteinbeziehen

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Airbus

(WKN: 938914 / ISIN: NL0000235190)

Airbus verzeichnet einen durchschnittlichen Verlust von 3,50 EUR pro Tag und fiel in den letzten Wochen auf einen Wert von 48,08 EUR. Zum Vergleich: Das Tief im Jahr 2019 lag bei 78,93 EUR. Aktuell (Stand: Ende Mai 2020) verzeichnet die Aktie einen Anstieg auf einen Wert von 55,47 EUR, ist aber noch weit entfernt vom Allzeithoch von 139,40 EUR, das die Aktie am 24. Januar 2020 erreichte.

Airbus entstand aus dem Zusammenschluss zwischen der französischen Aerospatiale Matra, der spanischen CASA und der deutschen DaimlerChrysler Aerospace AG. Es handelt sich um den größten Luft- und Raumfahrt-Konzern Europas sowie um den weltweit größten Rüstungskonzern. Airbus ist in folgenden Bereichen tätig:

  • Zivile Luftfahrt
  • Verteidigungstechnologie
  • Bau von Hubschraubern
  • Raumfahrt
  • Konstruktion von Kampf- und Transportflugzeugen
  • Damit verbundene Dienstleistungen

Trotz des breitgefächerten Portfolios verlief das letzte Geschäftsjahr mit 70,5 Milliarden Umsatz und einem Jahresfehlbetrag von 1,36 Milliarden Euro weniger erfolgreich. Im April 2020 ließ Konzernchef Guillaume Faury verlauten, dass Airbus in einer tiefen Krise stecke und sich auf harte Zeiten einstellen müsse. Es folgten Zwangsurlaube und Kurzarbeit für die Angestellten. Demnächst können noch drastischere Maßnahmen anstehen.

Die Dividenden für 2019 wurden gestrichen, Betriebsrenten nicht aufgestockt und Produktion von Passagierflugzeugen um ein Drittel verringert. Viele Fluggesellschaften haben die Übergabe zahlreicher bestellter Flugmaschinen verschoben. Ob es weitere tiefgreifende Veränderungen gibt, wird sich erst ab Juni zeigen.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro66.76763.70770.478
Gewinn je Aktie in Euro3,043,92-1,75
Dividende je Aktie in Euro1,501,65-

Bewertung

  • Breitgefächertes Portfolio
  • Durch die Krise gerade gĂĽnstig erhältlich
  • Dividenden dĂĽrfte es in naher Zukunft nicht geben

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Bombardier

(WKN: 866671 / ISIN: CA0977512007)

Der Kurs der Bombardier-Aktie hat einen Wert von 0,53 CAD erreicht und liegt damit -61,87 Prozent unter dem GD200 (Gleitdurchschnitt bzw. 200-Tage-Linie). Mit einer Rendite von -82,05 liegt Bombardier mehr als 87 Prozent unter der Jahresperformance.

Das kanadische Unternehmen begann als kleine Werkstatt in Valcourt östlich von Montreal und stieg in der Zwischenzeit zu einem Weltunternehmen auf, wofür sich die Flugzeugsparte verantwortlich zeigte. Allerdings sorgte dieser Bereich später auch für massive Finanzprobleme. Insbesondere mit dem Mittelstreckenjet der Bombardier C-Serie steckte das Unternehmen seine Ziele zu hoch.

Airbus übernahm schließlich diese Sparte und benannte die C-Series in A220 um. Auch das Eisenbahngeschäft möchte Bombardier veräußern, und zwar an das französische Unternehmen Alstrom – sofern die Kartellbehörden ihr Einverständnis geben. Der Konzern hofft darauf, mit den Erlösen in der Höhe von 7 Milliarden US-Dollar seinen Schuldenberg von 9,3 Milliarden US-Dollar zu reduzieren.

Sollte das bis 2021 möglich sein, möchte sich der Hersteller auf die Produktion von Businessjets konzentrieren.
Seit 1990 besetzt Bombardier diesen Markt mit der Marke Learjet. Das Privatflugzeug mit sechs Sitzen soll künftig unter 10 Millionen Dollar verkauft werden. Hinzu kommen die Challenge 650 und der weltgrößte Businessjet Global 7500. Auch der Verkauf dieser Sparte an das Unternehmen Textron Holding stand zur Debatte, falls der Deal mit Alstrom nicht zustande kommt.

 201720182019
Umsatz in Mio. Euro21.051,1321.044,2620.907,92
Gewinn je Aktie in Euro-0,320,13-1,01
Dividende je Aktie in Euro---

Bewertung

  • Unsichere Zukunft
  • Nischenmarkt des Privatflugzeugs kann sich als zukunftsfähig herausstellen
  • Aktien sind derzeit gĂĽnstig

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Aktien von Fluggesellschaften kaufen: SWOT-Analyse

Wenn Sie sich dafür entscheiden, in Aktien von Fluggesellschaften zu investieren oder diese in Ihrem Portfolio stärker zu bewerten, sollten Sie das Marktumfeld kennen – also die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken Ihrer Anlage einschätzen.

Stärken: Umstrukturierungen im Flugsektor bereits Anfang des Jahrtausends

Fluggesellschaften haben schon viele Rezessionen ĂĽberstanden, allerdings sind einige im Zuge dessen auch untergegangen. Die Anzahl der Fluggesellschaften verringerte sich bereits Anfang des Jahrtausends. Umstrukturierungen und Konsolidierungen waren die Folge, sodass wenige Gesellschaften einen groĂźen Teil des Markts kontrollieren und eine noch nie gesehene Machtposition besitzen.

Für Sie bedeutet das, dass Sie zwar auf wenige Gesellschaften – dort aber mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit auf weiteres Wachstum setzen können. Und gerade jetzt, wo Sie die Aktien günstig kaufen können, ist es möglich mit wenigen Mitteln in den Geschäftszweig einzusteigen.

Schwächen: Große Schwankungen und fehlende Nachhaltigkeit als Kritikpunkte

Generell sind Geschäfte im Luftfahrtsektor immer sehr zyklisch. Trotzdem müssen Anleger hier in nächster Zeit mit teils schmerzhaften Verlusten rechnen. Insbesondere der US-Markt bekommt das gesamte Maß der Auswirkungen der Coronakrise noch zu spüren. Mehrere große Fluggesellschaften kündigten bereits an, dass sie ab Mai 2020 80 Prozent ihrer Kapazitäten zurückfahren werden.

Insbesondere im Bereich der Geschäftsreisen ist auch nach der Krise mit einem Nachfragerückgang zu rechnen. In Zeiten des Social Distancing gewöhnen sich Unternehmen immer mehr an Online-Konferenzen. Klimabewusste Unternehmen können auf diese Weise außerdem ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen und Kosten sparen. Denn auch wenn die Branche nach eignen Aussagen daran arbeitet, den CO2-Ausstoß zu verringern, sind Flugreisen keine nachhaltige Fortbewegungsmethode.

Auch kürzliche Insolvenzen wie die von AirBerlin und Tochterfirmen 2017 sowie Thomas Cook und die britische Airline Flybe oder vier Tochterfirmen von Norwegian Air (Verkündung der Insolvenz der Tochterfirmen am 21.04.2020) zeigen Schwächen auf.

Chancen: Trend zu mehr Flugreisen könnte sich nach der Pandemie fortsetzen

Für geduldige Investoren ist jetzt der richtige Zeitpunkt für langfristige Anlagen gekommen. Vor der Coronakrise ging die International Air Transport Association davon aus, dass sich der Luftverkehr in den nächsten zwei Dekaden verdoppelt. Die Chancen stehen gut, dass sich dieser Trend nach der Pandemie weiter fortsetzt, auch wenn sich der Zeitplan verschiebt.

Insbesondere im touristischen Bereich kann sich der Wunsch bei Urlaubern einstellen, versäumte Urlaube in der Ferne nachzuholen. Menschen, die sich für lange Zeit zu Hause isolieren mussten, könnten anschließend entsprechend häufiger auf Reisen gehen.

Dazu muss sich allerdings erst wieder ein Sicherheitsgefühl einstellen. Mit einer Entspannung der Situation, die vergleichbar mit Zeiten vor der Krise ist, können Investoren wahrscheinlich erst frühestens 2024 bis 2025 rechnen. Ein Investitionseinstieg ist im Moment jedenfalls denkbar günstig.

Risiken: Unklar, wie sich der Tourismus entwickelt

Das aktuelle Kursniveau ist nicht umsonst so niedrig: Durch die Pandemie stellen sich einige Unsicherheiten bei Investoren ein. Es ist zudem fraglich, welche Fluggesellschaft unter welchen Bedingungen staatliche Hilfe erhält und wie es nach einer Entspannung weitergeht.

Touristische Reiseentscheidungen können durch die Krise erst einmal nachhaltig beeinträchtigt werden, entweder weil gesundheitliche Sorgen Menschen vor dem Reisen abhalten oder weil die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie Reisende in ihren Möglichkeiten einschränken. Urlauber könnten regionale Reiseziele wieder für sich entdecken, was Nachfrage nach Flügen in die Ferne beeinträchtigt. Die schon vor Covid-19 entstandene Debatte um Nachhaltigkeit und mangelnde Klimafreundlichkeit von Flugreisen rückt ebenfalls weiter in den Vordergrund.

Ergebnis der SWOT-Analyse

Wer sich als Gewinner der Pandemie herausstellen wird, ist momentan nicht vorherzusehen. Fluggesellschaften erlebten einen Einbruch, aber gerade deshalb könnten Investoren mit einem Einstieg zum richtigen Zeitpunkt am Ende mit einem Plus aus der Phase herauskommen. Die voraussichtlich ähnlich bleibende Struktur der Branche – in der wenige Unternehmen den Markt dominieren – gibt außerdem Sicherheit für eine Investition in ebendiese Konzerne.

Riskant bleibt eine Investition für Langzeitanleger, zumal sich das Reiseverhalten von Urlaubern und Geschäftsleuten nachhaltig ändern könnte. Viele Fluggesellschaften und Flugzeughersteller kämpften schon vor der Krise mit wirtschaftlichen Problemen und müssen sich in der aktuellen Situation weiter einschränken. Wenn Sie allerdings dennoch günstig und möglichst breitgefächert in mehrere, unterschiedliche Aktien investieren möchten, ist jetzt der günstigste Zeitpunkt dafür.

Die weltweit besten ETFs anstatt einzelne Fluggesellschaften Aktien kaufen

Wir können festhalten: Den einen Fluggesellschaften geht es besser, den anderen schlechter. Grundsätzlich sind jedoch die Preise der Aktien derzeit so günstig wie selten. Wenn Sie zwar daran glauben, dass die Branche nach der Krise wieder zu alter Stärke zurückkehrt, sich aber nicht für eine einzelne Aktie entscheiden möchten, lohnen sich ETFs. Diese bilden gleich mehrere Unternehmen der Branche ab – und Sie können dadurch eine passive und risikoärmere Anlegestrategie verfolgen.

U.S. Global Jets ETF

(WKN: A14ZEZ, ISIN: US26922A8421)

Beim U.S. Global Jets ETF handelt es sich um einen passiv gemanagten Fonds, bei dem eine breitgestreute Investition in den Flugtransportsektor seit 2015 möglich ist.

Der U.S. Global Jets Index zeigt die Leistung von Fluggesellschaften der ganzen Welt an, der Fokus liegt aber auf inländische Fluggesellschaften (USA). (Transport)-Sektor ETFs erfreuen sich großer Beliebtheit, da durch diversifiziertes Engagement verschiedener Firmen das Risiko einer einzelnen Aktie sinkt.

Die jährlichen Betriebskosten liegen bei ca. 0,60 % und sind damit vergleichbar mit ähnlichen Produkten.
Durch Corona hat dieser Fonds 2020 50,38 % verloren. Wegen regelmäßigen Einzahlungen wetten aber viele Investoren auf einen Aufschwung, obwohl der ETF immer noch zu den Preisen des März-Tiefs gehandelt wird. Andere hoffen auf finanzielle Unterstützung der Regierung für einzelne abgebildete Unternehmen, sodass der Kurs schneller als erwartet steigen könnte.

In den letzten 52 Wochen wurde der Fonds zwischen 12,16 und 32,30 USD gehandelt (Stand: 05/2020).

Der U.S. Global Jets ETF lässt sich zu günstigen Konditionen zum Beispiel bei comdirect oder BANX handeln.

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iShares Transportation Average ETF

(WKN: A0B5RK / ISIN: US4642871929)

Der iShares Transportation Average ETF verfolgt seit 2003 den Großteil der US-Aktien im Transportsektor. Der ETF wurde in den letzten 52 Wochen zwischen 111,00 EUR und 183,74 EUR gehandelt. Durch Corona erlebte der Fond den größten Einbruch am 18.3. mit 111,00 EUR. Die Performance im letzten Jahr verbucht einen Verlust von -20,36 %.
Es ist aber auch hier mit einem Aufschwung zu rechnen, da die Performance im letzten Monat bereits um 1,44 % angestiegen ist. Allgemein stieg die Performance um 3,43 % an. Die jährlichen Verwaltungskosten liegen bei 0,42 %.

Wichtig zu beachten ist, dass bei einer Investition in diesen ETF keineswegs lediglich um Aktienunternehmen aus dem Bereich des Flugverkehrs handelt. Vielmehr sind darin vor allem Logistikunternehmen abgebildet. Außerdem hat der ETF große Überschneidungen mit dem MSCI World. Wer also bereits in MSCI World ETFs investiert, sollte sich einer Überbewertung des Transportsektors bewusst sein.

Wenn Sie in den iShares Transportation Average ETF investieren möchten, erhalten Sie günstige Konditionen zum Beispiel bei comdirect oder BANX.

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SPDR S&P Transportation ETF

(WKN: A1JYCZ / ISIN: US78464A5323)

Der SPDR S&P Transportation ETF repräsentiert das Transportsegment des S&P Total Market Index. Auch hier sind große Verluste zum 18.03.20 sichtbar, mit einem Tagestief von 36,00 USD. Im Monat Mai konnte der ETF aber einen Aufschwung von +6,45 % verzeichnen. In den letzten 52 Wochen wurde der Fonds zwischen 36,00 USD und 67,63 USD gehandelt (Stand: 05/2020). Der letzte Kurs liegt bei 48,20 USD mit einer Performance von +4,08 %.

Voraussichtlich erlebt der Index parallel zur wieder stärker anlaufenden US-Ökonomie seinen Aufschwung. Aber auch bei diesem ETF gilt: Vor einer Investition sollten Sie sich als Anleger darüber Gedanken machen, ob einige der abgebildeten Unternehmen zum Beispiel über den MSCI World oder US-Indizes abgebildet sind und ob Sie den Transportsektor dementsprechend überbewerten möchten.

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Top 5 ETF

Sie riskieren Ihr Kapital

Fragen und Antworten rund ums kaufen von Fluggesellschafts Aktien

Wissende Investoren haben einen Vorteil. Wir haben deshalb die häufigsten Fragen gesammelt und beantworten diese in den folgenden FAQs.

FAQ (3)

Es ist fraglich ist, welche Fluggesellschaft unter welchen Bedingungen staatliche Hilfe erhält und welche nicht. Wer dieses Risiko nicht scheut, kann allerdings relativ günstig Aktien von großen Flugzeuggesellschaften und Flugzeugherstellern kaufen.

Bisher gibt es lediglich auf den US-Märkten ETFs, die sich auf Fluggesellschaften und Flughäfen fokussieren. Entsprechend benötigen Sie ein US-Depot, über das Sie in entsprechende Fonds investieren können. Dort bietet sich etwa der Broker LYNX an, über den Sie günstig handeln können.

Nicht nur die aktuelle Pandemie macht Fluggesellschaften zu schaffen. Die Aktien sind durch Öl-Preise, andere Rohstoff-Preise sowie ein wachsendes Umweltbewusstsein angreifbar. Hinzu kommen außerordentliche Reisewarnungen aufgrund von Unruhen in einem bestimmten Land, das eine Gesellschaft besonders oft anfliegt oder in dem es seinen Hauptsitz hat. Auch Insolvenzverfahren von kleineren Fluggesellschaften können sich auf die Aktien der besten Fluggesellschaften auswirken.

Die besten Alternativen im Vergleich zum Aktien kaufen von Fluggesellschaften

Soll es im Luftverkehr bleiben, besteht die Möglichkeit, in die Flughäfen selbst zu investieren, etwa in die Fraport Aktie, die Aktie des Frankfurter Flughafens. Auch Zulieferer von Flugzeugteilen bieten oft Aktien an. Da trotz der Krise weiterhin Flugzeuge gebaut, ausgebessert und nachgerüstet werden, ist die Branche krisensicherer.

Bei einer Investition in Zulieferer empfiehlt sich etwa die FACC AG Aktie (WKN: A1147K / ISIN: AT00000FACC2), die Systeme fĂĽr die Luftfahrt entwickelt. Kunden sind unter anderem Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer und COMAC.

Übrigens: Der chinesische Flugzeughersteller COMAC möchte das erste, gänzlich in China zusammengebaute, zweistrahlige Passagierflugzeug entwickeln. Auch ein Langstreckenflugzeug mit einer Reichweite von 12.000 Kilometern steht auf dem Plan des Unternehmens. Dieses soll bis 2028 gemeinsam mit Russland gebaut werden. In dem Zuge lohnt sich auch ein genereller Blick auf Investitionen in chinesische Aktien.

Die Zukunftspläne von COMAC klingen vielversprechend, weswegen sich eine Investition in das Unternehmen auszahlen könnte – ein echter Angstgegner für Airbus und Boeing, der gestärkt aus der Krise kommen könnte.

Durch die Corona-Krise, aber auch durch ein gesteigertes Umweltbewusstsein, schwanken die Aktien von Fluggesellschaften stetig. Deswegen ist es gerade in unsicheren Zeiten sinnvoll, in stabile Werte wie etwa Gold ETFs zu investieren. Eine weitere, relativ krisenresistente Möglichkeit sind Energie Aktien, besonders Aktien, die nachhaltig sind. Neue Klimaschutzprojekte und Verordnungen helfen stetig dabei, die Aktien auf Kurs zu halten.

Fazit

Airlines stellen momentan eine äußerst riskante und volatile Investitionsmöglichkeit, deren Aktien Sie aber günstig kaufen können. Im Moment hängt die Zukunft von vielen Konzernen von staatlichen Hilfen und den Möglichkeiten ab, kurzfristig ihre Liquidität zu sichern.

Auch das Reiseverhalten der Menschen kann sich nach der Krise nachhaltig verändern. Mit einer Normalisierung ist erst wieder zu rechnen, wenn die Angst vor einer Covid19-Ansteckung nachlässt. Die wirtschaftlichen Folgen dürften Urlauber jedoch trotzdem länger vor ferneren Reisen abhalten.

Die Auswirkung auf Geschäftsreisen wird ebenfalls spürbar sein, wenn viele Unternehmen Geld sparen möchten, auf Nachhaltigkeit achten und Meetings via Videokonferenzen fortsetzen. Eine möglichst sichere Investition lässt sich nur durch eine breite Streuung garantieren. Eine Investition in Unternehmen wie Emirates, Boeing oder Airbus, die auf der ganzen Welt ein hohes Markenansehen genießen, ist gegenüber kleineren oder chinesischen Fluglinien jedoch vorzuziehen.

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