Investieren in (erneuerbare) Energie – Aktien, ETFs und Marktanalyse 2020

Investieren in erneuerbare Energie-Aktien

Das Wichtigste in Kürze

Energie-Aktien und erneuerbare Energien: Ein Blick in die Zukunft

Energie-Aktien zählen zu den riskanteren Wertpapieren. Daher werden sie von vielen Privatanlegern gemieden. Allerdings können Energie-Aktien die Diversifikation erhöhen und sind so auch in konservativen Depots unter Umständen sehr gut aufgehoben. Eine besondere Rolle nehmen Aktien im Bereich erneuerbarer Energien ein. Wir stellen spannende Energie-Aktien und Fonds vor und bereiten wichtige Informationen rund um das Thema verständlich in einer SWOT-Analyse auf, damit Sie entscheiden können, ob Sie in Energie-Aktien investieren möchten.

Top 5 Depots für Energie-Aktien

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Auf diese (Erneuerbare-)Energie-Aktien sollten Sie 2020 achten

Baker Hughes

(WKN: A2DUAY, ISIN: US05722G1004)

Nicht nur in Deutschland lieferten Energie-Aktien im letzten Jahr eher enttäuschende Renditen. Gemessen an einem weltweiten Fonds, der Aktien von 28 der größten Energiekonzerne hält – dem Energy Select SPDR-ETF – ergaben die Energiekonzerne im Durchschnitt nur eine Gesamtrendite von circa elf Prozent. Das derzeit also eher triste Grau der Kraftwerke hält aber auch einige Lichtblicke bereit. Zu diesen gehört zweifelsohne Baker Hughes.

Die Baker Hughes Company ist einer der führenden Hersteller von Technologielösungen für energiefördernde Unternehmen. Im Portfolio hat es Maschinen und Services für Raffinerien, Ölfelder sowie Pipelinebetreiber. Von Hochleistungspumpen über Messsysteme bis zu Bohrflüssigkeiten ist das Unternehmen auf alles rund um die klassische Energiegewinnung spezialisiert. Das Unternehmen ist breit aufgestellt und sowohl in der Erdöl- und Erdgasförderung zuhause.

 20152016201720182019
Umsatz in Mio. USD15.7429.84117.25922.87723.838
Ergebnis je Aktie in USD (unverwässert, nach Steuern)-4,49-6,31-0,170,460,23
Dividende je Aktie (in USD)0,680,680,690,720,72

Zuletzt hat der Konzern einen Jahresüberschuss von 128 Mio. US-Dollar in den Büchern verzeichnet. Dabei wurden Produkte im Wert von 23,8 Mrd. US-Dollar umgesetzt.

Überdurchschnittliche Gesamtrendite

Der Öldienstleister, der sich auch auf Flüssigerdgasprodukte spezialisiert hat, erwirtschaftete 2019 eine Gesamtrendite von 22 Prozent und liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt der bereits erwähnten elf Prozent. Aber woran liegt das? Zum einen profitiert der Konzern von seiner Diversifizierung. Zum anderen konnte sich das Unternehmen vom angeschlagenen Industriekonzern General Electric distanzieren. Dieser hatte seine Beteiligung an Baker Hughes verkauft. Davon profitiert der Energiekonzern jetzt, nachdem die Partnerschaft die Aktie in der Vergangenheit zurückgehalten hatte.

Grundsätzlich kann das Unternehmen aber nicht nur auf ein erfolgreiches letztes Jahr zurückblicken, sondern profitiert auch von einer erfolgreichen Geschichte. Seit 1987 wird das Unternehmen unter dem Namen Baker Hughes gelistet. Damals fusionierten die Baker International Corporation und die Hughes Tool Company. Seit dem Zusammenschluss ist der Hauptsitz der Gesellschaft in Houston, Texas.

Was passiert nach der Pandemie?

Im Mai 2020, also zur Zeit der Covid-19-Pandemie, steht ein Verlust von 4,12 Prozent zu Buche, womit sich das Papier um 56 Cent verbilligte. Aktuell (Stand: 05/2020) steht der Anteilsschein von Baker Hughes im Vergleich zum Gesamtmarkt also nicht mehr so gut da wie noch zu Beginn des Jahres. Experten erwarten jedoch, dass nach der Pandemie die Ölnachfrage steigt. Aktienbesitzer würden davon profitieren.

Bewertung

  • Überdurchschnittliche Rendite
  • Diversifizierung bringt Sicherheit und Potential
  • Offen bleibt: Wie entwickelt sich die Aktie nach der Pandemie?

An allen großen deutschen Handelsplätzen käuflich

Die Aktie von Baker Hughes lässt sich über die großen deutschen Handelsplätze kaufen. Außerdem lässt sie sich über die Lang & Schwarz Exchange handeln. Als Anleger können Sie die Aktie so zum Beispiel zu günstigen Konditionen beim Anbieter Trade Republic erwerben.

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Siemens Gamesa

(WKN: A0B5Z8 , ISIN: ES0143416115)

Während Experten die klassischen Energieunternehmen gerne zu den absteigenden Konzernen zählen, sieht es mit einer Investition in Aktien alternativer Energien ganz anders aus. Die Kapazität erneuerbarer Energien – ob Solarenergie, Wind- oder Wasserkraft – wird in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach weiterhin wachsen. Laut IEA (International Energy Agency) werden 70 Prozent der neuen Stromkapazitäten, die in den nächsten fünf Jahren verfügbar sein werden, aus Quellen für erneuerbare Energie stammen.

Wie der Wettbewerb es aber nun einmal will, wird für manche Unternehmen ein langfristig stärkeres Wachstum prognostiziert als für andere. Darunter fällt auch Siemens Gamesa. Seit dem Zusammenschluss zwischen Siemens Wind Power und Gamesa im Jahr 2017 ist das Unternehmen einer der großen Player in der Branche. Übrigens: Die für Zuverlässigkeit stehende Siemens AG besitzt 59 Prozent des Unternehmens.

Mit erneuerbaren Energien erfolgreich in der ganzen Welt

Trotz der starken deutschen Beteiligung hat Siemens Gamesa sein Headquarter in Spanien. Von dort leitet es seine Geschicke in der ganzen Welt: In über 90 Ländern ist es am Bau und an der Instandhaltung von Windfarmen beteiligt.

Die Macht des Unternehmens zeigt sich auch in den Zahlen. Zu Buche stehen ein Jahresumsatz von etwa zehn Mrd. Euro und ein Auftragsbuch über 15 Mrd. Euro. Das Unternehmen ist profitabel und verfügt über mehr Mittel als Schulden. Die Bilanz ist also gesund.

 20152016201720182019
Umsatz in Mio. USD3.503,84.611,988.695,89.122,2710.226,88
Ergebnis je Aktie in USD (unverwässert, nach Steuern)0,621,09-0,040,100,21
Dividende je Aktie (in USD)0,120,090,000,020,04

Derzeit starke Einbußen durch die Corona-Krise

Die Corona-Krise bringt dem Konzern jedoch auch einige Wermutstropfen. In den aktuellen Zahlen zeigt sich die Pandemie ganz deutlich. Nach einem Gewinn von 49 Mio. Euro in 2019 und trotz einer gestiegenen Auftragslage fährt die Siemens-Tochter derzeit Verluste ein. Im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres (Stand: 05/2020) summieren sie sich auf 339 Mio. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis sank zudem um 81,6 Prozent auf 33 Mio. Euro. Das gesunde Wirtschaften und die starken Unternehmen im Rücken sind aktuell also besonders wichtig für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens.

Bewertung

  • Gesunde Unternehmensbilanz
  • Einer der Big Player in der Zukunftsbranche Windenenergie
  • Aber: Die Corona-Krise macht dem Unternehmen stark zu schaffen

Siemens Gamesa: An den deutschen Börsen handelbar

Die Aktie von Siemens Gamesa ist an den großen deutschen Börsen handelbar. Als privater Investor erhalten Sie besonders günstige Konditionen, wenn Sie die Aktie zum Beispiel über flatex ordern.

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Ormat Technologies

(WKN: A0DK9X , ISIN: US6866881021)

Mit dem Unternehmen Ormat Technologies setzen Anleger ebenfalls auf Aktien der Energiewende. Der Konzern errichtet und betreibt Kraftwerke zur Energierückgewinnung, die Strom aus überschüssiger Wärme erzeugen. Zum Geschäftsfeld von Ormat gehören zudem die Herstellung, die Entwicklung und der Vertrieb von Komponenten für Geothermiekraftwerke.

Seinen Sitz hat das Unternehmen in Reno, Nevada. Die geothermischen und regenerativen Kraftwerke von Ormat stehen aber nicht nur in den USA, sondern auch in Guatemala, Guadeloupe, Honduras, Indonesien und Kenia. Einen schweren Schlag erlitt die Aktie, nachdem das Puna-Kraftwerk in Hawaii vom Netz genommen werden musste. Jetzt geht es aber wieder aufwärts und dank der Diversifikation im Segment Strom und im Produktsegment ist das Unternehmen auch für die Zukunft gut aufgestellt.

Seit einigen Jahren stellt der Energiegigant auch Produkte her, die Strom aus rückgewonnener Energie oder sogenannter Abwärme erzeugen. Zu den Technologien von Ormat gehören zum Beispiel Turbinen, Pumpen und Wärmetauscher.

Hohe Gewinnausschüttung

Für Investitionen in Energie ist vor allem die Dividendenpolitik interessant: Sie beruht auf einer Auszahlungsrate von 20 Prozent des jährlichen Gewinns. Die Aktien zeigen überdurchschnittliches Wachstum und sind sicher finanziert, haben aber auch einen hohen Preis. Trotzdem bleibt die Frage, ob die Zukunft der Aktie Ormat Technologies wirklich so positiv ist, wie der aktuelle Aktienpreis darstellt. Ansonsten könnte eine weitere Beobachtung ratsam sein.

 20152016201720182019
Umsatz in Mio. USD593,49662,59692,81719,27746,04
Ergebnis je Aktie in USD (unverwässert, nach Steuern)2,461,903,101,931,73
Dividende je Aktie (in USD)0,260,520,410,530,44

Derzeitiger Abwärtstrend

Begünstigt durch die durch Corona beeinflusste Weltwirtschaftslage verzeichnete auch das sonst über dem Branchendurchschnitt wachsende Unternehmen von Ende Februar bis Ende April 2020 einen Abwärtstrend. Das könnte jedoch auch ein kurzfristiger Einbruch sein, wie die jetzt langsam wieder steigenden Zahlen suggerieren. Denn der Kurs der Aktie ist auch mit Einberechnung des aktuellen Einbruchs in den vergangenen fünf Jahren um 76,84 % gewachsen.

Bewertung

  • 20 Prozent Gewinnausschüttung
  • Überdurchschnittliches Wachstum und sichere Finanzierung
  • Aber: Hoher Aktienpreis

Wo lässt sich die Ormat-Technologies-Aktie günstig handeln?

Die Aktie von Ormat Technologies ist an den großen deutschen Börsen handelbar, zum Beispiel in Frankfurt. Bei den Discount-Depots erhalten Sie besonders günstige Konditionen, um in das Unternehmen zu investieren. Dafür bieten sich zum Beispiel Trade Republic an.

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Williams Companies

(WKN: 855451 , ISIN: US9694571004)

Zwar traditionsreich, aber in Deutschland weitestgehend unbekannt ist das US-amerikanische Unternehmen Williams Companies aus Tulsa in Oklahoma. Es kann auf eine lange Wachstumsgeschichte zurückblicken, die sich auf langfristige Sicht vermutlich fortsetzen wird. Von der durch die Pandemie bedingten Wirtschaftskrise hat sich der Konzern laut Aktienkurs relativ schnell erholt. Zugute kamen ihm, dass die Kunden hauptsächlich risikoarme Unternehmen und Versorger sind.

Das 1908 gegründete und rund 5.000 Mitarbeiter zählende Unternehmen ist inzwischen auf Erdgas und Erdöl spezialisiert. Außerdem versteht es sich auf die Weiterverarbeitung der Rohstoffe zu Petrochemie-Produkten sowie die Beförderung von Treibstoffen und flüssigen Gasen.

Quartalsweise Dividendenausschüttung

Besonders investorenfreundlich ist die quartalsweise stattfindende Dividendenausschüttung. Im Januar dieses Jahres gab Williams Companies außerdem eine Erhöhung der Quartalsdividende um 5,3 % auf jetzt 0,40 US-Dollar je Aktie bekannt. Damit werden, hochgerechnet auf ein Jahr, 1,60 US-Dollar je Anteilsschein ausgeschüttet. Im Februar errechnete sich dabei eine für Investoren Anfangsrendite von 7,6 %.

 20152016201720182019
Umsatz in Mio. USD7.3577.4998.0318.6868.201
Ergebnis je Aktie in USD (unverwässert, nach Steuern)-0,76-0,562,63-0,160.70
Dividende je Aktie (in USD)2,451,681,201,361,52

Wo geht die Reise hin?

Fraglich ist, ob die Entwicklung dieser Energie-Aktien in 2020 weiterhin nach oben zeigt und das Unternehmen tatsächlich Profit aus dem durch die Krise verursachten Branchentief schlagen kann. Alles in allem bietet die Williams Companies jedoch eine für Anleger interessante Aktie.

Bewertung

  • Das Unternehmen zeigt sich relativ krisenfest
  • Erhöhung der Quartalsdividende
  • Regelmäßige Gewinnausschüttung

Wo gibt es die Williams-Companies-Aktie zu günstigen Konditionen?

Die Aktien der Williams Companies werden an allen deutschen Börsen gehandelt. Auch Lang & Schwarz und die Handelsplattform Xetra sind wichtige Börsenplätze. Als privater Investor können Sie die Aktien des Unternehmens bei Trade Republic besonders günstig handeln.

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NextEra Energy

(WKN: A1CZ4H , ISIN: US65339F1012)

Nicht nur als eines der wichtigsten Energieunternehmen, sondern vor allem aufgrund seiner guten Zahlen darf NextEra Energy in dieser Auflistung nicht fehlen. Der Konzern konzentriert sich zwar auf saubere Energie – aber nicht nur. So unterhält er neben Kraftwerken für erneuerbare Energien auch Kernkraftwerke.

Das Unternehmen ist derzeit in zwei Geschäftsbereichen tätig. Zum einen für staatlich regulierte Versorger (Florida Power & Light sowie Gulf Power) und zum anderen im wettbewerbsfähigen Energiegeschäft (Next Era Energy Resources). Für diesen Markt erzeugt NextEra Energy Strom und verkauft diesen an Dritte. Die Energie erzeugt es mit Wind, Sonne, Kernkraft, Erdgas und Öl.

Verschiedene Standbeine

In den letzten Jahren konnte sich das Unternehmen als Marktführer von Batteriespeichern etablieren. Außerdem betreibt es ein bedeutendes Erdgaspipelinegeschäft. Dabei vermietet es Kapazitäten in seinen Gaspipelines über langfristige Verträge. Der aus Unternehmens- und Investorensicht lohnenswerte Nebeneffekt: Der Konzern schafft sich so einen vorhersagbaren Cashflow.

 20152016201720182019
Umsatz in Mio. USD16.09215.29916.36216.30217.486
Ergebnis je Aktie in USD (unverwässert, nach Steuern)6,116,2911,4714,037,82
Dividende je Aktie (in USD)3,083,483,934,445,00

Die vielen Standbeine sorgten außerdem dafür, dass nach einem Aktieneinbruch zu Beginn der Pandemie das Niveau bereits jetzt (Stand 05/2020) schon wieder auf dem Stand von Dezember 2019 ist. Und die Tendenz zeigt weiter nach oben.

Expansionspläne: Zukauf von Gulf Power

Neben einer starken Bilanz stehen massive Expansionspläne auf der Habenseite. Ausgehend von 2018 möchte das Unternehmen bis 2022 zwischen sechs und acht Prozent wachsen. Wie das funktionieren soll? Unter anderem durch Zukauf von GulfPower. Dadurch soll es gelingen, einen zusätzlichen Einnahmeschub zu erhalten und damit Dividende zu steigern. Ist die Unternehmung erfolgreich, sollte NextEra Energy in der Lage sein, weiterhin über dem Markt liegende Wertsteigerungen zu erzielen.

Bewertung

  • Hohe Diversifikation
  • Massive Expansionspläne
  • Unklar: Gelingt der Zukauf von GulfPower?

Aktie von NextEra Energy günstig handeln

Auch die Aktie von NextEra Energy ist an der Lang & Schwarz Exchange handelbar, sodass sie diese ebenfalls über den Discount-Anbieter Trade Republic traden können.

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Die besten ETFs für (erneuerbare) Energie

Wer auf ETFs als risikoärmere Alternative zu einzelnen Wertpapieren einzelner Unternehmen setzen möchte, findet im Bereich Energie einige spannende Fonds. Vor allem die ETFs der erneuerbaren Energien gewinnen an Bedeutung. Entsprechend gibt es speziell dort einige Kandidaten, die Sie als Anleger in Betracht ziehen können.

Übrigens: Die Green Energy ETFs erhalten häufig Wasserstoff-Aktien. Wer sowieso in diesem Bereich investieren will, kann das mit diesen Zertifikaten also tun.

Diese Wertpapiere haben einen Fokus auf (erneuerbare) Energie, können somit auf eine solide Entwicklung und akzeptable Kosten verweisen:

iShares Global Clean Energy

(WKN: A0MW0M , ISIN: IE00B1XNHC34)

Der iShares Global Clean Energy UCITS ETF strebt die Nachbildung der Wertentwicklung eines Index an, der aus 30 der größten Unternehmen weltweit besteht, die im Sektor der sauberen Energie tätig sind – darunter zum Beispiel die bereits vorgestellten Konzerne Siemens Gamesa oder Ormat Technologies. Zugute kommt dem ETF, dass die meisten darin zusammengefassten Unternehmen eine breite Diversifikation aufweisen.

Der Kurs des Fonds seit einem Jahr ist trotz der aktuellen Krisensituation gestiegen. Den Höchstpunkt von 2007 konnte er jedoch nie wieder erreichen. 2012 ist der Kurs sogar um rund 85 Prozent gesunken. Seit fünf Jahren geht es jedoch langsam, aber sicher wieder bergauf. Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei 0,65 %.

Durchschnittlicher Wertzuwachs pro Jahr in den letzten 5 Jahren0,98 % (Stand Mai 2020)
Fondsgröße 684 Mio. €
ProduktstrukturPhysisch
GewinnverwendungAusschüttend
AbbildungsartVollständig
Gesamtkostenquote (TER)0,65 %

Besonders günstige Konditionen erhalten Sie, wenn Sie in den Fonds investieren möchten, bei dem Broker Trade Republic.

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LYXOR New Energy UCITS ETF

(WKN: LYX0CB , ISIN: FR0010524777)

Der LYXOR New Energy UCITS ETF ist ebenfalls ein Renewable-Energy-ETF. Indem er den World Alternative Energy Index nachbildet, fließen verschiedene Energieträger in ihn ein. Enthalten sind zum Beispiel Wasserstoff-, Brennstoffzellen- oder Windkraftaktien.

Dank seiner Konzeption als Indexfonds sind die Gebühren von 0,6 % vergleichsweise gering. Der Fonds konnte in den vergangenen Jahren um rund 50 Prozent zulegen. Beim 5-Jahres-Vergleich profitiert er allerdings davon, dass Ende 2012 ein Tiefkurs erreicht wurde. Seit seinem Start 2008 verlor er damals fast 70 Prozent seines Wertes. Somit notierte er Anfang 2019 immer noch rund 40 Prozent unter dem Startkurs. Trotz eines durch die Wirtschaftskrise bedingten Ausschlags nach unten zeigt die langfristige Tendenz aber nach oben.

Durchschnittlicher Wertzuwachs pro Jahr in den letzten 5 Jahren7,38 % (Stand Mai 2020)
Fondsgröße 307 Mio. €
ProduktstrukturSynthetisch
GewinnverwendungAusschüttend
AbbildungsartUnfunded
Gesamtkostenquote (TER)0,60 %

Wenn Sie in den Clean-Energy-ETF investieren möchten, erhalten Sie diesen zu besonders günstigen Konditionen bei dem Broker comdirect.

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iShares S&P 500 Energy Sector UCITS ETF USD (Acc)

(WKN: A0MW0M , ISIN: IE00B1XNHC34)

Der iShares S&P 500 Energy Sector UCITS ETF bildet die Unternehmen aus dem US-Energiesektor ab, wie er im sogenannten Global Industry Classification Standard (GICS) definiert ist.

Seit Auflage ist der Energie-Fonds jährlich um 9,57 % gesunken. Interessant ist aber Folgendes: Im April 2020 ist der Kurs um satte 16,43 % gestiegen. Sollte die Ölnachfrage wie erwartet nach diesem Jahr wieder steigen, dürfte auch der Fondskurs profitieren.

Die Gebühren, die dem ETF jährlich entnommen werden, liegen bei 0,15 %. Im Fonds enthalten sind übrigens auch die Aktien des weiter oben behandelten Unternehmens Williams Companies.

Durchschnittlicher Wertzuwachs pro Jahr in den letzten 5 JahrenKeine Angabe (seit Auflage -8,96 %, Stand Mai 2020)
Fondsgröße 128 Mio. €
ProduktstrukturPhysisch
GewinnverwendungThesaurierend
AbbildungsartVollständig
Gesamtkostenquote (TER)0,15 %

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Top 5 Depots für Energie-ETFs

1
Degiro
Anzahl ETFs
200
Orderkosten 1000€
2,00€ + 0,03%
Sparplanfähige ETFs
0
Anzahl gebührenfreier ETFs
200
Testberichtzu Degiro
2
Anzahl ETFs
165
Orderkosten 1000 €
1€
Sparplanfähige ETFs
165
Anzahl gebührenfreier ETFs
0
Testberichtzu OnVista
3
Anzahl ETFs
1000
Orderkosten 1000 €
4,90€ + 0,25%
Sparplanfähige ETFs
600
Anzahl gebührenfreier ETFs
170
Testberichtzu Comdirect
4
Anzahl ETFs
443
Orderkosten 1000 €
9,95€ + 1%
Sparplanfähige ETFs
443
Anzahl gebührenfreier ETFs
250
Testberichtzu Consorsbank
5
Anzahl ETFs
746
Orderkosten 1000 €
5,90€ + 0,59%
Sparplanfähige ETFs
746
Anzahl gebührenfreier ETFs
358
Testberichtzu Flatex
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SWOT-Analyse: Viele Faktoren bestimmen den Erfolg der Investition in (erneuerbare) Energie-Aktien

Stärken

Einer der besten Gründe, in Energie-Aktien zu investieren, ist so grundlegend wie banal: Energie wird immer gebraucht. Der Sektor ist deshalb nicht so stark von Konjunkturschwankungen betroffen wie beispielsweise Branchen, die Konsumgüter herstellen. Die wirklich interessante Frage ist jedoch, in welche Art der Energie Sie investieren möchten: Heißt die Energie der Zukunft Wind, Sonne oder lohnt es sich, weiterhin auf herkömmlichen Quellen zu setzen?

Eine klare Antwort auf die Frage nach der Energiequelle der Zukunft gibt es nicht. Aber: Viele Unternehmen aus dem Sektor lassen sich gut nach der Diversifizierung bewerten. Einige sind gerade deshalb gut aufgestellt, weil sie so einen breiten Geschäftsbereich haben und somit auf Entwicklungen am Weltmarkt und der Politik reagieren können. Eine allgemeine Tendenz zeichnet sich jedoch deutlich ab: Wer auf erneuerbare Energien setzt, darf aller Wahrscheinlichkeit nach mit weiterem Wachstum rechnen.

erneuerbare Energien

Entwicklung der Anteile erneuerbarer Energien in Deutschland. (Quelle: AGEE-Stat | Umweltbundesamt)

Wer in der Vergangenheit so mutig war, auf erneuerbare Energien zu setzen, erntet heute die Früchte der Investition. Denn erneuerbare Energien entwickeln sich derzeit nicht zuletzt auf Grund von politischen Entscheidungen rasant. Vor einigen Jahren war das noch nicht denkbar.

Hinzu kommt, dass Anleger mit finanziellen Anteilen an der Entwicklung im Energiesektor teilhaben und ihre Entscheidung für oder gegen eine Investition unter anderem aus ethischen Gesichtspunkten treffen können.

Schwächen

Wie keine andere Branche werden Unternehmen und damit auch die Kurse der Aktien im Energiesektor häufig durch Umweltskandale erschüttert. Das wohl aussagekräftigste Beispiel sind die Ausstiege aus der Kernenergie in verschiedenen Ländern nach Fukushima. Doch auch andere Unfälle wie gekenterte Öltanker sorgen dafür, dass die Kurse der Energiekonzerne regelmäßig einbrechen. In der Regel ist nicht nur der jeweils verantwortliche Konzern betroffen, sondern die Auswirkungen sind in der gesamten Branche spürbar.

Die Energie-Branche ist wie nur wenige andere Branchen globalen und inländischen Einflüssen ausgesetzt. Eine wesentliche Rolle spielen politische Entscheidungen, da die Regierungen vieler Länder versuchen, Umweltverschmutzung und Emissionen über Gesetze zu beeinflussen. Ebenso wichtig sind jedoch die politische Stabilität energiefördernder Länder und vor allem der Ölpreis.

Öl und auch Gas werden zum größten Teil in Ländern produziert, die als politisch instabil gelten. Krisen in den größeren ölfördernden Ländern sorgten deswegen in regelmäßigen Abständen zu Anstiegen des Ölpreises. Derzeit sind vor allem der Iran und Russland die Länder, deren politische Lage sich am deutlichsten auf die Energiepreise auswirkt.

Auch die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Nahen Osten und westlichen Industrieländern ist nicht immer frei von Spannungen. Auch diese können sich auf den Ölpreis und somit auf Energie-Aktien auswirken.

Chancen

Die Politik übt einen großen Einfluss auf den Energie-Sektor aus. Kenner der aktuellen politischen Lage können die Situation ausnutzen.

Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wird zum Beispiel durch die folgenden Faktoren bestimmt:

  • Politische Stabilität der ölexportierenden Länder
  • Neu erschlossene Ölfelder
  • Steigendes Wirtschaftswachstum
  • Bevorratung
  • Preissetzung und Angebotsverknappung der OPEC
  • Spekulationen, Manipulationen und Herding
  • Wechselkursfaktor

Dabei ist kaum ein anderer Faktor so wichtig für Energie-Aktien wie der Ölpreis. Dies gilt nicht nur für die Aktien von Energieunternehmen, die direkt von Öl abhängig sind, sondern auch für die Konzerne, die bewusst auf Alternativen setzen. Fällt der Ölpreis, werden Alternativen so gut wie immer unattraktiv und dementsprechend wirkt sich ein sinkender Ölpreis auch auf die Auftragsbücher von Anbietern von alternativen Energien aus. Deshalb gehen in der Regel auch dort Umsatz und Gewinn zurück.

Ölpreis Entwicklung

Der Ölpreis hat mit seiner Volatilität einen starken Einfluss auf den Energiesektor. Das bedeutet gleichermaßen Risiko und Chance. (Quelle: de.statista.com)

Genauso leiden Energiekonzerne, die auf Öl setzen, unter dem niedrigen Preis. Wer Öl fördert oder verkauft, muss dann mit einer niedrigeren Gewinnspanne kalkulieren. Im Ernstfall lassen sich die Förderkosten sogar überhaupt nicht mehr decken.

Wer politische Entwicklungen richtig antizipiert, kann Kapital aus den Entwicklungen des Ölpreises schlagen.

Risiken

Je nach Blickwinkel bedeuten die bereits genannten Faktoren auch Risiken. Wer falsch antizipiert, kann unter Umständen viel Geld durch nicht vorhersehbare Ereignisse verlieren. Deshalb gilt die Energie-Branche auch als vergleichsweise risikoreich. Mit der Risikoanalyse von Aktiendepots beschäftigt sich ein eigenständiger Ratgeberartikel.

Als besonders risikoreiche Anlage gelten vor allem Produzenten von Schieferöl. Dies hat unterschiedliche Gründe. Zum einen ist Fracking in den meisten Staaten höchstumstritten. Kritiker befürchten bedeutende Umweltschäden, die Milliardenkosten zur Folge haben könnten.

Ein weiterer bedenklicher Faktor ist jedoch der hohe Fremdkapitalanteil der meisten Unternehmen, die in den USA Schieferöl fördern. Ohnehin handelt es sich in der Regel eher um kleinere Firmen, die sich zu einem großen Teil über Anleihen finanzieren. Durch den Preiskampf mit den OPEC-Ländern konnten viele der Unternehmen jedoch nicht kostendeckend produzieren. Ein gutes Dutzend musste Insolvenz anmelden. Auch bei anderen Ölförderern wird gemunkelt, dass sie gerade genug einnehmen, um die Zinsen zu begleichen.

Von einer nachhaltigen Unternehmensstruktur kann also bei vielen Firmen keine Rede sein. Als ein weiteres Problem gilt der Verdacht, dass einige Firmen die erschlossenen Reserven als deutlich umfangreicher angegeben haben, als dies tatsächlich der Fall ist, um Geldgeber von Investitionen zu überzeugen.

Zu all dem kommt das Problem, dass die Schieferölförderung nach wie vor teuer ist und die erschlossenen Bestände in der Regel nicht allzu große Volumina bieten. Die Schieferöl-Unternehmen müssen also dauerhaft Investitionen tätigen, um überhaupt weiter fördern zu können. Zusammen mit der Tatsache, dass die Gelder hierfür in der Regel aus Anleihen oder Krediten stammen, ergibt sich bei vielen Firmen eine bedenkliche Kapitalstruktur. Sie sind deswegen hochriskant und für die meisten Privatanleger ungeeignet.

Bei der Investition sollten Anleger also genau hinschauen, welche Geschäftsbereiche von den jeweiligen Unternehmen abgedeckt sind. Von Schieferöl-Anlagen raten wir ab. Das Gute: Die Gewinnung des Öls ist bei weitem nicht bei allen Unternehmen im Portfolio.

Ergebnis der SWOT-Analyse

Wie immer sind Risiken und Chancen im Gleichgewicht. Im Falle von Energie-Aktien betrifft das vor allem die Abhängigkeit von äußeren Faktoren. Nicht immer sind diese vorhersehbar. Wer die Mechanismen auf dem Ölmarkt durchblickt, kann aber genauso davon profitieren.

Für die Risikostreuung im eigenen Depot kann sich eine Investition in Energie-Aktien durchaus lohnen. Dafür sind gerade ETFs prädestiniert. Und die erneuerbaren Energien befinden sich immer noch auf einem aufsteigenden Ast – ein Ende der Tendenz ist nicht absehbar.

3 Fragen und Antworten rund um das Thema Energie-Aktien und Erneuerbare-Energie-Aktien

Wie sinnvoll ist ein Investment-Fokus auf Erneuerbare-Energie-Aktien?

Erneuerbare Energien zählen fast als eigene Branche, die teilweise eigenen Einflüssen unterliegt und immer noch als Trendthema gilt. Nachhaltige Investments sind immer gefragter und gerade Firmen, die sich auf Energiegewinnung aus regenerativen Ressourcen konzentrieren oder die entsprechende Technologie hierfür entwickeln, sind für viele Anleger interessant.

Zu den Möglichkeiten, regenerative Energien zu nutzen, zählen:

  • Windenenergie
  • Solarenergie
  • Biogasanlagen
  • Blockheizkraftwerke

Darüber hinaus sind auch noch weitere Technologien eng mit dem Thema regenerative Energien verknüpft. Zu ihnen zählen beispielsweise Anbieter von Passivhäusern und andere Green-Tech-Unternehmen.

Der Trend innerhalb Deutschlands zu erneuerbaren Energien ist trotz eingeschränktem EEG-Gesetz deutlich. Im Jahr 2015 nutzen deutsche Haushalte so viel Öko-Strom wie nie zuvor.

Als Problem gilt allerdings die Tatsache, dass Umweltschutz und regenerative Energien nicht in allen Ländern wichtige Themen sind. Dementsprechend eingeschränkt ist das Export- und somit auch Wachstumspotenzial vieler Unternehmen. Wie sich dies in den nächsten Jahren entwickeln wird, ist mehr als unklar. Dies liegt auch daran, dass Ereignisse wie Fukushima den Fokus verstärkt auf Alternativen zur herkömmlichen Energiegewinnung legen, die Relevanz im Laufe der Zeit jedoch wieder abnimmt. Dennoch zeigen Indizes wie der Öko-Dax eine insgesamt positive Entwicklung.

Zudem sind Wertpapiere im Bereich der regenerativen Energien wie kaum eine andere Branche von Politik und aktuellen Ereignissen bestimmt und dementsprechend volatil. Wer in regenerative Energien investieren möchte, benötigt deswegen im Vergleich zu anderen Branchen relativ starke Nerven, kann jedoch auch von einem hohen Wachstumspotenzial profitieren.

Aktien für erneuerbare Energien gelten als zukunftsträchtiges Investment, allerdings ist bislang nicht abzusehen, wie relevant Umweltschutz in Zukunft im Ausland sein wird.

Was sind die größten Herausforderungen für die klassischen Energiekonzerne?

Vor allem die Emissionsreichen und nicht nachwachsenden Energiequellen werden in Zukunft zur Herausforderung. Es wird daher sogar erforscht, wie die Vorgänge, die zum Entstehen von Öl führen, künstlich nachgebildet werden können. Würde dies gelingen, würde Öl zu einer erneuerbaren Ressource. Selbst dann wäre allerdings die Emission, die bei der Nutzung von Öl entsteht, nach wie vor ein Problem. Wer sich dennoch darüber informieren möchte, wie man aktuell noch am besten in Öl investieren kann, liest am besten unseren Ratgeberartikel zu den besten Öl-ETFs.

Auch Atomenergie ist seit Jahrzehnten in der Kritik und viele Staaten beauftragen die Energiekonzerne mit den langfristigen Entsorgungskosten von Atomabfall. Klimaschutz wird für viele zu einem wichtigen Thema und die Politik reagiert darauf zwar halbherzig, für Energiekonzerne wird die Luft dennoch dünner. Es ist nicht davon auszugehen, dass Ölnutzung im bisherigen Ausmaß als erstrebenswert gelten wird.

Stattdessen gilt als wahrscheinlich, dass die Politik der westlichen Länder erneuerbare Energien begünstigen wird. Nur die Konzerne, die es schaffen, sich darauf ausreichend umzustellen, werden auch in Zukunft Energie-Aktien mit aussichtsreichen Wachstumschancen bieten können.

Aktien für Erneuerbare Energien? Diese Quellen wachsen derzeit am stärksten

Viele Länder bauen derzeit vor allem die erneuerbaren bzw. regenerativen Energien stark aus. Neben fast schon klassischen Quellen wie Wasserkraft und Bioenergie gewannen zu Beginn des Jahrhunderts vor allem Windenergie-Aktien an Bedeutung und wuchsen schnell an, inzwischen wird auch Sonnenenergie immer wichtiger.

2013 hatte der Kapazitätszuwachs der Photovoltaik, also aus Sonne gewonnene Energie, aber erstmals den Zuwachs der aus Windkraft gewonnenen Energie überholt. 2015 gab es dann in einem Jahr den größten Anstieg von erneuerbaren Energien in einem Jahr. Etwa 147 Gigawatt wurden neu installiert. Der größte Zuwachs wurde dabei aber wieder aus Windenergie verzeichnet, gefolgt von Photovoltaik und Wasserkraft.

Energiequellen

Energiequellen der Zukunft: Am stärksten wachsen Sonnen- und Windkraft. (Quelle: Global Status Report)

Im aktuellen Global Status Report zu erneuerbaren Energien ist das Wachstum der einzelnen Quellen im abgeschlossenen Jahr 2018 dargestellt. Die Tabelle zeigt: Die Kapazität von Energie aus Sonnenkraft ist weltweit um 100,06 Gigawatt gestiegen, diejenige von Windenergie um 51 Gigawatt. In der rechten Spalte zeigt sich die gesamte Menge an Kapazitäten erneuerbarer Energien.

FAQ - die wichtigsten Antworten in unserer Zusammenfassung

Sollte ich mein Investment auf erneuerbare Energien fokussieren?

Für deutsche Anbieter ergibt dies unter Umständen Sinn, aber nicht jedes Land nutzt erneuerbare Energien im gleichen Umfang. Die Entwicklung von Energie-Aktien ist stark von Politik und aktuellen Ereignissen bestimmt. Dies ist bei der Entscheidung über einen möglichen Investment-Fokus auf Aktien von erneuerbaren Energien zu beachten.

Was sind die derzeitigen Herausforderungen für klassische Energie-Konzerne?

Erneuerbare Energie wird immer wichtiger und könnte etablierte Unternehmen daher in eine Krise stürzen.

In welche erneuerbaren Energien sollte ich investieren?

Wasserkraft und Bioenergie wachsen derzeit stark, aber auch Wind- und Sonnenenergie sind mögliche Aktien, in die Sie investieren können. Besonders die Energiegewinnung aus Sonnenenergie erlebt ein starkes Wachstum.

Spannende Alternativen zu Energieaktien

Wenn Sie in Rohstoff-Aktien investieren möchten, finden Sie nicht nur Aktien aus dem Energie-Sektor, sondern auch reichlich Alternativen. Dazu gehören Gold- oder Wasserstoff-Aktien, die wir in diesem Artikel bis dato nur am Rande behandelt haben.

Gold – eine lohnende Investition?

Ein Gold-ETF hat viele Vorteile: Es bietet sich zum Beispiel an, um ein breit gestreutes Aktien- oder ETF-Depot abzusichern. Die ETFs haben dabei den Vorteil, dass sie an jeder Börse handelbar sind und Anleger sie fast über jeden Wertpapierbroker kaufen können. Eine Alternative bietet die Investition in Goldminen. Der Goldpreis ist in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach gestiegen, allerding auch längere Zeit gefallen. In einem anderen Artikel haben wir eine genauere Analyse der Entwicklung des Goldpreises vorgenommen.

Wasserstoff: Corona-Krise als Chance?

Zwar sind, seit wir vor einem Jahr mehrere Wasserstoffaktien vorgestellt haben, einige von diesen um mehr als 300 Prozent gestiegen. Die durch das Covid-19-Virus bedingte Wirtschaftskrise hat Wasserstoffaktien aber besonders getroffen.

Fraglich ist, ob dadurch genau jetzt die richtige Gelegenheit zum Einstieg ist. Gute Argumente gibt es sowohl für Befürworter und Gegner der These. Klar ist, dass die Bundesregierung Wasserstoff verstärkt subventionieren möchte. Das würde der Industrie vermutlich einen Schub geben.

Fazit

Ein Investment in Energie-Aktien kann für viele Privatanleger eine lohnende Geldanlage sein. Zwar ist die Branche wie kaum eine andere von politischen Entscheidungen abhängig und durch Umweltkatastrophen und sinkende Ölpreise sehr volatil. Trotzdem handelt es sich bei vielen Wertpapieren der größeren Konzerne um eine sinnvolle und nicht zu riskante Möglichkeit der Risikostreuung. Besonders Aktien für erneuerbare Energien sollten Sie als Anleger im Auge behalten.