Auxmoney Erfahrungen

Auxmoney Erfahrungen als Anleger

Auxmoney ist eine deutsche P2 Kreditplattform, auf der Kreditsuchende mit privaten Kreditgebern zusammengebracht werden. Investoren, die eine attraktive Geldanlage suchen, können hier mit relativ wenig Startkapital eine Rendite deutlich über dem aktuellen Niveau von Tages- oder Festgeld erzielen. In diesem Artikel beschreiben wir unsere Auxmoney Erfahrungen als Kreditgeber. Wir zeigen auf, für welche Anleger sich die Plattform eignet, welche Tipps wir haben und auch welche Alternativen es gibt.

Über Auxmoney

Die Auxmoney GmbH ist die größte P2P Kreditplattform in Deutschland. Das Unternehmen existiert bereits seit dem Jahr 2007. Der Firmensitz befindet sich seit 2010 in Düsseldorf. Im Laufe der Jahre konnte Auxmoney einige größere Investoren überzeugen, die direkt in das Unternehmen investierten. Dadurch wurde der Grundstein für weiteres Wachstum gelegt.

Nach eigenen Angaben wurden über Auxmoney bisher über 118.000 Kredite finanziert. Das Finanzierungsvolumen beträgt dabei mehrere Hundert Millionen Euro. Eine beachtliche Summe, wenn man bedenkt, dass das Geld nur von Anlegern stammt, also nicht vorfinanziert wurde. 2018 hatte die Plattform bereits knapp 3 Millionen Mitglieder, wobei wir davon ausgehen, dass unter „Mitglieder“ sowohl Kreditsuchende als auch Kreditgeber gemeint sind. Außerdem gibt es sicherlich auch viele registrierte Nutzer, die kein Geld mehr investieren, aber ihren Account nicht gelöscht haben. Dennoch besitzt Auxmoney einen Marktanteil von über zwei Drittel des deutschen P2P Kreditmarktes.

Auxmoney selbst ist keine Bank. Da in Deutschland jedoch nur Banken Kredite vergeben dürfen, erfolgt die Kreditabwicklung durch den Kooperationspartner SWK Bank. Die SWK Bank ist für die Betreuung, Auszahlung und Bearbeitung des Kredits verantwortlich, während Auxmoney quasi die Vermittlung betreibt. Die Ausfallquote der Kredit liegt bei circa 3 bis 4 Prozent.

Vorteile von Auxmoney

  • Registrierung in wenigen Minuten
  • Investitionen bereits ab 25 Euro je Kredit
  • Umfangreiche Informationen zu den Kreditnehmern
  • Geldanlage mit Autoinvest automatisieren
  • Anleger können dem Kreditsuchenden direkt Fragen stellen

Nachteile von Auxmoney

  • Kein Sekundärmarkt vorhanden
  • Keine Rückkaufgarantie
  • 1 Prozent Gebühr auf die Anlagesumme
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Unsere Auxmoney Erfahrungen als Anleger

Wie funktioniert Auxmoney?

Private Kreditnehmer können auf Auxmoney ein Kreditgesuch starten. Unter „privat“ fallen jedoch nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Freiberufler und Gewerbetreibende sowie Studenten, die ein Darlehen benötigen. Allerdings prüft Auxmoney im Vorfeld genau die Bonität der Antragsteller. Nach eigenen Angaben fallen 80 Prozent der Anfragenden „durch“, das heißt, sie werden sofort von Auxmoney abgelehnt. In die Bonitätsbewertung fließen über 100 Faktoren ein. Kommt Auxmoney zu dem Schluss, dass der Nutzer die Mindestvoraussetzungen erfüllt, kann er auf der Plattform sein Gesuch einstellen. Dazu wird ein Scoring veröffentlicht, welches von AA (beste Bonität) bis X (niedrigste Bonität) reicht. Die Laufzeiten reichen von 12 bis 84 Monaten. Die Kreditvergabe beschränkt sich auf Summen zwischen 1.000 Euro und 50.000 Euro.

Wie funktioniert Auxmoney

Bei Auxmoney treffen Kreditsuchende und private Investoren aufeinander. Die Anlage ist bereits ab 25 Euro je Kredit möglich.

Abhängig von der Bonität ist auch der Zinssatz, den Auxmoney selbst festlegt. Früher konnte der Nutzer selbst einen Zinssatz vorschlagen und so gut wie jeder konnte eine Kreditanfrage stellen. Anleger wiederum haben nun die Möglichkeit, direkt in die einzelnen Kreditprojekte zu investieren. Die Mindestsumme beträgt dabei 25 Euro je Kredit. Es gilt dabei das „Alles oder Nichts Prinzip“. Das heißt, finden sich nicht genügend Investoren für ein Kreditprojekt, so verfällt die Anfrage. Nur zu 100 Prozent finanzierte Kreditprojekte werden ausgezahlt. Für den Anleger fällt eine Gebühr von 1 Prozent an. Der Kreditnehmer muss neben den Zinsen eine einmalige Vermittlungsgebühr von 2,95 Prozent zahlen. Kosten sind jedoch nur dann fällig, wenn der Auxmoney Kredit auch ausgezahlt wird.

Sofern der Kredit erfolgreich ausgezahlt wurde, zahlt der Kreditnehmer monatlich seine Kreditrate. Diese wird dann sozusagen an die Investoren anteilig weitergeleitet. Anleger erhalten dadurch eine monatliche feste Zahlung.

Auxmoney Zinsen im Test: Abhängig von der Bonitätsbewertung

Die Auxmoney Zinsen werden, wie schon gesagt, direkt vom Unternehmen festgelegt. Sie sind abhängig von der Bonitätseinschätzung. Im Groben gelten folgende Richtwerte:

  • AA: 3,20 bis 3,40 Prozent p.a.
  • A: 5,10 bis 5,50 Prozent p.a.
  • B: 7,50 bis 7,90 Prozent p.a.
  • C: 9,50 bis 9,90 Prozent p.a.
  • D: 13,10 bis 13,90 Prozent p.a.
  • X: 15,90 bis 16,90 Prozent p.a.

Auf den ersten Blick sehen die Auxmoney Zinsen natürlich recht üppig aus, selbst im Vergleich zu einigen baltischen P2P Kreditplattformen wie Bondora, zumindest wenn man die Scoring-Einschätzungen C bis X im Betracht zieht. Allerdings sollten Anleger bedenken, dass sie natürlich auch das volle Risiko tragen. Auxmoney selbst gibt daher die effektive Rendite dieser Scoring-Kunden eher zwischen 5 und 8 Prozent p.a. an, was unserer Meinung wesentlich realistischer sein dürfte. Natürlich variiert die individuelle Auxmoney Rendite. Abhängig ist sie vor allem davon, in welche Kredite ein Anleger investiert und wie hoch die Ausfallquote am Ende ist.

Keine Auxmoney Rückkaufgarantie vorhanden

Wer sich ein wenig mit P2P Krediten auseinandersetzt, stellt fest, dass es Plattformen gibt, die eine Rückkaufgarantie (Englisch: Buyback) bieten. Ein solches Beispiel ist Twino. Dort erhalten Anleger die Garantie, dass sie im Fall eines Zahlungsverzugs dennoch die Investition sowie anfallende Zinsen erhalten.

Eine solche Garantie gibt es jedoch bei Auxmoney nicht. Daher raten Experten dazu, maximal ein Prozent des P2P Kapitals pro Kredit zu investieren. Das bedeutet, dass bei einer Mindestanlagesumme von 25 Euro je Kredit, ein Anleger zumindest 2.500 Euro bei Auxmoney investieren sollte. Dann hätte er eine Streuung auf 100 Kredite, was eine gute Risikostreuung darstellt. Alternativ dazu besteht bei kleinerem Startkapital auch die Möglichkeit, nur in Kredite mit guter oder sehr guter Bonität zu investieren. Denn hier ist das Ausfallrisiko am geringsten, dafür aber auch die Renditen.

Auxmoney Portfolio Builder

Mit dem Auxmoney Portfolio Builder schnell und einfach in Kredit investieren. Möglich ist das ab 1.000 Euro Anlagesumme.

Auxmoney Portfolio Builder

Wer nicht manuell sich jeden Auxmoney Kredit anschauen möchte, der kann auch eine Auto Invest Funktion nutzen. Den Auxmoney Portfolio Builder nutzen nach eigenen Angaben 70 Prozent aller Anleger. Dort können Nutzer einstellen, ob sie eher sicherheitsorientiert oder renditeorientiert Geld anlegen möchten. Der Portfolio Builder legt dann das Geld des Kunden automatisch in die einzelnen Kreditprojekte an. Selbstverständlich achtet das Feature auch auf eine ausreichende Risikostreuung. Daher können nur Anleger mit mindestens 1.000 Euro den Portfolio Builder in Anspruch nehmen. Investiert wird dabei in Projekte der Bonitätsklassen AA bis E.

  • Mit dem Portfolio Builder das Geld automatisch anlegen lassen
  • Einstellen, ob sicherheits- oder risikoorientiert
  • Keine zusätzlichen Gebühren
  • Kann jederzeit pausiert, geändert, abgebrochen werden
  • Ab 1.000 Euro Anlagevolumen

Auxmoney Steuern: Anleger erhält vollen Zinsertrag

Deutsche Banken sind verpflichtet, Steuern auf Zinserträge direkt von ihren Kunden einzubehalten und an den Fiskus weiterzuleiten. Da Auxmoney jedoch keine Bank ist, unterliegt sie nicht dieser Verpflichtung. Für den Anleger ergeben sich dadurch einige Vorteile. Denn so erhält er den vollen Zinsertrag. Diesen kann er unterjährig wieder reinvestieren. Die Steuerzahlung verlagert sich damit auf das folgende Jahr. Bis dahin kann der Investor das Geld für sich arbeiten lassen. Auch die meisten baltischen P2P Anbieter behalten keine Steuern für den Anleger ein, einzige Ausnahme ist Viainvest.

  • Auxmoney führt keine Steuern für den Anleger ab
  • Investoren erhalten vollen Zinsertrag
  • Dieser kann unterjährig wieder reinvestiert werden
  • Volle Ausschöpfung des Zinseszinseffekts
Auxmoney Test

Auxmoney verfügt über einige namhafte Partner an seiner Seite.

Zinserträge müssen in Deutschland aktuell mit der Abgeltungssteuer versteuert werden. Diese beträgt 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag plus ggf. Kirchensteuer. Im Rahmen der persönlichen Steuererklärung findet jedoch die Günstigerprüfung statt, was bedeutet, dass die Steuerlast auch unterhalb von 25 Prozent liegen kann.

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Kein Auxmoney Sekundärmarkt vorhanden

Wie unsere Auxmoney Erfahrung zeigt, gibt es keinen Sekundärmarkt, auf dem Anleger ihre Kredit verkaufen könnten. Einen solchen gibt es zum Beispiel bei Mintos. Für Auxmoney Anleger bedeutet das, dass ihre Investition bis zum Laufzeitende gebunden ist, sofern der Kreditnehmer das Darlehen nicht vorzeitig zurückzahlt. Die Laufzeiten betragen 12 bis 84 Monate. Zwar erhalten Investoren monatlich die Kreditrate, doch während der Laufzeit können Anleger ihren Kredit nicht liquidieren. Das sehen wir derzeit noch als Nachteil in unseren Auxmoney Erfahrungen.

Häufige Fragen zu Auxmoney

Welche Auxmoney Gebühren fallen an?

Für die Kontoeröffnung und -verwaltung fallen keine Gebühren an. Anleger zahlen bei erfolgreichem Abschluss einmalig 1 Prozent ihrer Anlagesumme, sprich mindestens 0,25 Euro. Weitere Kosten fallen für Anleger nicht an. Das heißt, dass auch ein eventuelles Inkassoverfahren gebührenfrei ist. Kreditsuchende zahlen bei erfolgreicher Vermittlung 2,95 Prozent auf die Kreditsumme.

Was ist der Portfolio Builder und was nützt er mir?

Der Portfolio Builder ist ein Tool, mit dem Anleger ihre Geldanlage automatisieren können. Die Nutzung eignet ich besonders wenn der Anleger in viele Kreditprojekte investieren kann. Damit er dies nicht manuell tun muss, gibt er mithilfe des Portfolio Builders seine Präferenzen ein und dieser tätigt die Geldanlage automatisiert. Die Benutzung ist kostenfrei, aber erst ab 1.000 Euro Anlagesumme verfügbar.

Was passiert bei einem Zahlungsverzug?

Das ist eine sehr wichtige Frage. Letzten Endes beeinflussen Ausfälle ja direkt die Auxmoney Gewinne der Anleger. Und niemand ist daran interessiert, dass Kredit in Verzug geraten, geschweige denn ausfallen. Zunächst wollen wir festhalten, dass das Unternehmen in den letzten Jahren hier deutlich nachgebessert hat. Zu Beginn der P2P Plattform waren die Ausfallquoten noch deutlich höher. Heute liegen sie im Schnitt zwischen 3 und 4 Prozent. Sobald eine Rate in Verzug ist, mahnt die Bank den Kunden an. Nach 3 erfolglosen Mahnungen werden weitere Schritte in Form von Kündigung und Fälligstellung des Kredits durchgeführt. Dieser Schritt ist notwendig, damit die Bank weitere Schritte einleiten kann.

Wird der Betrag nach weiteren zwei Wochen nicht beglichen, wird die Forderung dem Forderungsmanagement übergeben, der dann die weiteren Schritte einleitet und überwacht. Hier kommen dann bei Bedarf sämtliche Rechtsmittel, wie außergerichtliche Einigung, Zwangsvollstreckung usw. zum Einsatz.

Mit welcher Auxmoney Rendite kann ich rechnen?

Auch wenn die Zinsen teilweise sehr hoch erscheinen, so liegt die effektive Auxmoney Rendite in den meisten Fällen deutlich darunter. Je höher die Zinsen, desto höher das Ausfallrisiko. Auxmoney selbst gibt als Durchschnittswerte Renditen in den Scoringklassen C bis E zwischen 5 und 8 Prozent an (vor Kosten). In den Klassen AA bis B liegen die Renditen zwischen 2,5 und 4 Prozent. Die durchschnittliche Rendite über alle Bonitätsklassen hinweg liegt nach eigenen Angaben bei 5 Prozent.

Auxmoney Rendite

Ein Blick auf die Auxmoney Rendite gewichtet nach Scoreklasse. Je höher die Scoreklasse, desto höher das Risiko aber auch die Rendite.

Gibt es einen Auxmoney Bonus?

Gelegentlich gibt es einen Auxmoney Bonus bzw. eine Auxmoney Prämie, doch nicht permanent. Wenn eine P2P Kreditplattform startet, werden häufig Gutscheine vergeben. Doch mit zunehmendem Bekanntheitsgrad, sind Anreize in Form von Boni meist nicht mehr nötig. Auxmoney überzeugt daher eher durch verbesserte Funktionen und einen Ausbau des Kreditmarktplatzes.

In welche Länder kann ich investieren?

Im Prinzip können Anleger nur in Deutschland investieren. Das ist an sich kein Nachteil, da der Markt groß ist und Auxmoney einen Marktanteil von etwa zwei Drittel besitzt. Um eine Risikostreuung auch über mehre Länder hinweg zu erreichen, könnten Investoren sich auch bei anderen Plattformen anmelden und darüber zum Beispiel in Spanien, Finnland, Polen, Tschechien, Estland usw. investieren.

Auxmoney Marktplatz

Ein Blick auf den Auxmoney Marktplatz.

Fazit: Unter 1.000 Euro sollten Anleger hier nicht starten

Auxmoney ist der Platzhirsch unter den P2P Kreditplattformen in Deutschland. Anleger können bereits ab 25 Euro je Kredit investieren. Im Vergleich ist das eine akzeptable Größe. Es gibt Anbieter, wie EstateGuru, bei denen Nutzer mindestens 50 Euro investieren müssen. Doch häufig liegt die Mindestsumme bei 10 Euro, so auch bei Robocash. Da eine ausreichende Risikostreuung jedoch erst ab circa 100 Kreditprojekten gegeben ist, sollten Investoren versuchen, mindestens 2.500 Euro einzuzahlen. Ab 1.000 Euro Anlagesumme kann der Portfolio Builder genutzt werden. Das ermöglicht eine Investition in zumindest 40 verschiedene Projekte. Wer weniger als 2.500 Euro einzahlt, sollte daher nur in Kredit mit besserer Bonität investieren. Das Ausfallrisiko liegt im Ganzen gesehen zwischen 3 und 4 Prozent. Allerdings bei den Scoringklassen D, E sowie X mit Sicherheit höher.

Wir sehen Auxmoney als hervorragende Möglichkeit, in den deutschen P2P Kreditmarkt einzusteigen. Dennoch empfehlen wir nicht, als Anfänger ausschließlich auf Auxmoney zu setzen. Vielmehr sollte dieser Anbieter eine Ergänzung im P2P Portfolio darstellen. Hintergrund ist, dass das Mindestvolumen von 1.000 Euro nicht für jeden möglich ist. Baltische Anbieter wie Mintos oder Viventor bieten darüber hinaus auch eine Rückkaufgarantie für ausgefallene Kredite. Doch wer dort bereits investiert ist, erhält mit Auxmoney einen Zugang zum deutschen Markt. Dadurch erreichen P2P Investoren eine bessere Streuung ihrer Anlage auf verschiedene Länder.

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