onvista ETF Sparplan Erfahrungen – Test und Bewertung

onvista ist einer der günstigsten Online-Broker, die aktuell auf dem deutschen Markt sind. Dies beweist das Unternehmen auch im Bereich der ETFs und ETF-Sparpläne, die teilweise sogar kostenfrei gehandelt werden können. Dennoch hat das Angebot einige Schwächen bei der Auswahl und im Bereich des Service.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gebühren: 1,- Euro je Ausführung
  • Sparplanrate: 50,- Euro bis 500,- Euro
  • Anzahl sparplanfähiger ETFs: 154, zusätzlich 79 klassische Fonds und ein Zertifikate-Sparplan
  • Anzahl gebührenfreier Sparpläne: keine

Top 5 Broker für ETF Sparpläne

Sie riskieren Ihr Kapital

Die onvista ETF-Sparpläne im Überblick

Wie umfangreich ist das Angebot an ETFs und ETF-Sparplänen bei onvista?

Derzeit bietet der Broker rund 85 ETF-Sparpläne. Dabei sind ausschließlich Sparpläne von den Partnern von onvista im Angebot. Aktuell sind dies die Folgenden:

  • Deka
  • Comstage
  • ETF Securities
  • iShares
  • Lyxor

Weitere ETFs sind nur als Einmalanlage verfügbar. Die Auswahl deckt dabei primär Aktienindizes und einige Branchen ab. Ergänzt wird das Angebot auch durch einige Rohstoff-ETFs und ETFs auf Anleihen, allzu umfangreich ist die Auswahl allerdings natürlich nicht. Was den Umfang und die Breite des Angebots der einzelnen Fonds angeht, ist onvista also nur Durchschnitt. Etwas mehr Auswahl würde sicherlich vielen Anlegern entgegenkommen.

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Welche Konditionen gelten bei ETF-Sparplänen von onvista?

onvista bietet Sparpläne ab 50 Euro je Sparrate an und bewegt sich damit in einem üblichen Rahmen. Maximal kann ein Sparbetrag 1.000 Euro betragen, was vergleichsweise wenig ist. Die ETF-Sparpläne können jeweils monatlich oder quartalsweise ausgeführt werden. Die Ausführung findet entweder am 1. oder 15. eines Monats statt.

Der Broker bietet keine Möglichkeit, den Sparbetrag durch Lastschrifteinzug von Drittkonten zu begleichen. Zudem ist weder eine Dynamisierung der Sparrate möglich, noch können Ausschüttungen automatisch wieder angelegt werden.

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Einmal angelegte Sparpläne können nicht geändert werden. Wer die Sparrate, den Stichtag oder das Intervall ändern möchte, muss den bestehenden Sparplan löschen und einen neuen Sparplan anlegen. Dieses Vorgehen ist vergleichsweise umständlich.

onvista könnte bei den ETF-Sparplänen also durchaus etwas mehr Service und Flexibilität bieten. Es gibt gleich mehrere Bedingungen, die nicht ganz optimal sind. Zweimonatliches oder halbjährliches Sparen wird vielen Anlegern genauso fehlen wie eine unkomplizierte Änderung der Rate.

Wie teuer sind die ETF-Sparpläne? Welchen anderen Gebühren gibt es?

Anleger, die sich für ETF-Sparpläne bei onvista interessieren, tun dies vielleicht nicht wegen der Auswahl, ganz sicher jedoch wegen des Preises. Der Broker bietet alle angebotenen Sparpläne zu einer Gebühr von nur einem Euro an.

Der Verkauf erfolgt zu den regulären Gebühren (siehe dazu unseren OnVista Erfahrungsbericht). Die Kosten sind, im Vergleich zu anderen Brokern, sehr günstig. Kunden zahlen 5,- Euro plus 2,- Euro pauschalierte Handelsplatzgebühr und bei einigen Handelsplätzen noch Ordergebühren und Maklercourtage.

OnVista Bank Konditionen

onvista Bank: Top Konditionen warten hier auf die Anleger.

onvista zählt also zu den günstigsten Anbieter von ETF-Sparplänen. Dies gilt auch deswegen, weil der Broker vollständig auf Depotführungsgebühren oder Kontogebühren verzichtet, ohne diesen Rabatt an Bedingungen zu knüpfen. Es kann sich also durchaus lohnen, nur wegen eines oder zweier ETF-Sparpläne ein zusätzliches Depot bei onvista zu eröffnen.

Wie kann man ETF-Sparpläne bei onvista finden?

onvista bietet einen ETF-Finder an, über den Anleger die Indexfonds nach verschiedenen Merkmalen filtern können. Der Broker bietet hier eine mehr als ausreichende Auswahl. Anleger können die ETFs nicht nur nach Wertpapierart, Region, Land, Index und Branche sortieren, sondern auch nach diversen wichtigen Kennzahlen oder der Strategie. Natürlich lassen sich auch die einzelnen Fondsgesellschaften ein- oder ausschließen. Allerdings fehlen noch einige weitere wichtige Merkmale, wie beispielsweise ein Swap-Anteil und die Verwendung von Dividenden und anderen Erträgen.

Wer vor allem Wert auf eine technische Analyse legt, erhält zahlreiche weitere Filtermöglichkeiten, die es schnell erlauben, geeignete ETFs zu finden. Zu den möglichen technischen Kennzahlen gehören:

  • Performance über die Zeiträume 1 Jahr, 6 Monate und 4 Wochen
  • Korrelation
  • Beta
  • Volatilität (30 Tage oder 250 Tage)
  • Alpha
  • Sharpe Ration
  • Tracking Error
  • Standardabweichung
  • Maximaler Verlust
  • Total Expense Ratio

So werden die ETFS leicht vergleichbar und Anleger finden schnell geeignete Produkte. Statistiken wie die Tops und Flops helfen ebenfalls dabei, eine Vorauswahl zu treffen. Anleger, die hingegen eher schriftliche Informationen und Analysen zur Entscheidungsfindung benötigen, können im Extra-Magazin auch interessante Informationen zu vielen der Anbieter finden.

Einen ETF-Sparplan bei onvista anlegen Schritt für Schritt

Um einen ETF-Sparplan bei onvista anzulegen, benötigen Anleger außer einem onvista-Depot nur wenige Schritte:

Wer noch kein Depot bei der onvista bank besitzt, kann eines direkt über den Link am Ende dieser Anleitung eröffnen. Zunächst erscheint eine Startseite mit Informationen zum Depot, dort „Jetzt Depot eröffnen“ klicken. Dann müssen zunächst die persönlichen Daten eingegeben werden, anschließend die Kontoinformationen.

Zur Eröffnung ist eine Legitimation erforderlich, die online erfolgen kann. Genaue Informationen zur Depoteröffnung haben wir in dem Beitrag „Onvista Aktiendepot Erfahrungen & Test“ zusammengestellt.

Schritt
01
Einloggen und Sparplan anlegen
Schritt
02
ETF wählen
Schritt
03
Rahmendaten eingeben und Sparplan beantragen

Erster Schritt: Einloggen und Sparplan anlegen

Um einen Sparplan anzulegen, müssen Sie sich im Online-Depot einloggen und dort unter „Sparen und Anlegen“ auf „Sparplan Übersicht“ klicken. Im Anschluss daran wählen Sie „Neuen Sparplan abschließen“ aus. Wer noch Online-Depot hat, kann über diesen Link eines beantragen.

Zweiter Schritt: Gewünschten ETF aussuchen

Nun müssen Sie aus einer Liste von Fonds den gewünschten ETF aussuchen, der als Grundlage Ihres Sparplans dienen soll. Neben dem Fondsnamen findet sich die Aktion „Sparplan anlegen“. Bei der Wahl des Sparplans sollten Sie als Anleger auf eine breite Streuung achten. Wer beispielsweise ausschließlich in deutsche Aktien investiert, wäre stark von einer Krise der deutschen Wirtschaft betroffen.

Internationale ETFs sind hier besser. So investiert der MSCI All Countries World Index nicht nur in Industrieländer, wie der MSCI World, sondern auch in Schwellenländer wie Brasilien oder Südafrika. Beachten müssen Anleger aber, dass auch bei diesem ETF rund 50 Prozent der Aktien aus den USA stammen und hier die großen Tech-Werte wie Amazon, Google und Apple ein hohes Gewicht haben. Die Streuung ist also geringer, als viele Anleger vermuten.

Wer eine größere Summe anlegt, sollte die Streuung deshalb gezielt weiter erhöhen, beispielsweise durch einen Schwellenland-ETF oder einen Gold-ETF, der sich in Krisenzeiten oft gut entwickelt. Ein Immobilien-ETF ist nur für Anleger interessant, die nicht privat schon viel Geld in Häuser und Grundstücke investiert haben. Länder-ETFs, beispielsweise auf chinesische Aktien, können ebenfalls eine gute Ergänzung sein. Oder man greift gleich zu einer automatisierten Vermögensverwaltung per Robo Advisor (siehe unten) statt zu einem ETF.

Dritter Schritt: Rahmendaten eingeben

Wenn Sie Ihre Wahl getroffen haben, öffnet sich ein neues Fenster, in das Sie die wichtigen Merkmale Ihres Sparplans eingeben müssen. Hierunter fallen der Sparbetrag in Euro, der Termin, das Intervall, der erste Ausführungstermin und möglicherweise auch ein Endtermin.

Im Anschluss daran markieren Sie, dass Sie die Sonderbedingungen für den Sparplan gelesen haben und sich die Vertragsunterlagen heruntergeladen haben. Sie haben an dieser Stelle natürlich auch die Gelegenheit, die fraglichen Dokumente abzurufen. Nun klicken Sie auf „Zahlungspflicht anlegen“ und bestätigen den ETF-Sparplan mit einer TAN.

Beachten Sie: Während es bei vielen anderen Online-Brokern problemlos möglich ist, Einzelheiten von Sparplänen im Nachhinein zu ändern, ist dies bei onvista nicht der Fall. Hier müssten Sie bei etwaigen Änderungen Ihren Sparplan löschen und anschließend mit den geänderten Daten neu anlegen. Daher sollten Sie die angegebenen Daten sorgfältig prüfen und auch sinnvoll kalkulieren.

OnVista Sicherheit

Sicherheit ist onvista wichtig.

Über OnVista

Die Marke OnVista wird vielen Anlegern schon alleine deswegen ein Begriff sein, weil es sich bei der Webseite um eines der umfangreichsten Informationsportale zu Finanzen und Wirtschaft im deutschsprachigen Raum handelt. Es wurde bereits vor der Jahrtausendwende gegründet und war zu Zeiten des Neuen Marktes eines der wenigen Unternehmen aus dem Online-Bereich, das schwarze Zahlen schrieb.

OnVista Kurse

Die Ursprünge von OnVista liegen in einem Finanzportal. Erst später firmiertere der Broker Fimatex in Deutschland als OnVista Bank.

Der Online Broker wurde allerdings schon 1997 auf den Markt gebracht, damals noch unter dem Namen „Fimatex“, dann „Fimatex by Boursorama“. Nach der Übernahme von OnVista durch Boursorama ab 2007 folgte 2009 die Unbenennung in „OnVista Bank“.

2016 kündigte die Comdirect Bank die Übernahme von OnVista an. Schon 2017 wurde die Bank mit der Muttergesellschaft in Quickborn verschmolzen und ist damit streng genommen keine eigene Bank mehr, sondern eine Marke von Comdirect.

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Geldanlage bei onvista – Was Sie sonst noch wissen müssen

ETFs bei onvista abseits eines ETF Sparplan handeln

Viele Anleger wollen zusätzlich zu einem ETF-Sparplan noch einzelne ETFs kaufen, beispielsweise um gezielt in Märkte mit großen Chancen zu investieren, etwa bestimmte Länder und Regionen wie die Schweiz oder auch in einzelne Branchen, etwa Wasserstoff oder die Biotechnologie. Wer abseits der großen Märkte investiert, beispielsweise in die Türkei, sollte sich mit dem Markt aber gut auskennen.

Für den Kauf von ETFs werden die normalen Ordergebühren fällig, die auch für den Kauf anderer Wertpapiere verlangt werden. Die Orderprovision beträgt 5,- Euro plus ein pauschaliertes Handelsplatzentgelt von 2,- Euro und ist unabhängig vom Volumen. Wer ETFs und andere Fonds direkt beim Emittenten kauft, zahlt im Regelfall kein pauschaliertes Börsenplatzentgelt, handelt also ab 5,- Euro statt 7,- Euro. onvista bietet aber darüber hinaus auch ETFs zu Sonderpreisen an: Beim Kauf von Zertifikaten und ETFs über ein Partnerunternehmen sinkt die Grundgebühr von 5,- Euro auf 2,50 Euro.  Aktuell (Stand: 01/2020) hat onvista fünf Partner:

  • Commerzbank
  • Vontobel
  • Société Général
  • Morgan Stanley
  • BNP Paribas

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onvista: Online-Broker ohne Beratungsangebot

Wer sich erst über ETF-Sparpläne und sinnvolle Anlagestrategien beraten lassen möchte, ist bei onvista nicht an der richten Adresse. Der Online-Broker verzichtet vollständig auf das Beratungsangebot außerhalb des Finanzportals. Hierüber findet natürlich auch keine Beratung im eigentlichen Sinne statt. Anleger mit ein bisschen Erfahrung finden dort jedoch alle Informationen, die sie benötigen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

Neben den harten Fakten veröffentlicht der Broker auch News, Kolumnen, Marktberichte und Videos. Zudem steht ein Forum bereit, in dem sich die Community-Mitglieder untereinander austauschen können, um so noch mehr Informationen und Meinungen zu sammeln. Natürlich beantworten Forenmitglieder häufig auch Fragen zu Anlagestrategien. Diese können aber die eigene Beschäftigung mit dem Thema und selbst gemachte Erfahrungen natürlich nicht ersetzen können.

Das fehlende Beratungsangebot halten viele Anleger so eher für eine Stärke und nicht unbedingt für eine Schwäche, zumal Finanzberater von Banken in den letzten Jahren deutlich an Vertrauen eingebüßt haben.

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Alternative zum klassischen ETF-Sparplan: Robo Advisor

Grundsätzlich ist ein ETF-Sparplan eine sehr gute Idee, denn er animiert zum regelmäßigen Geldanlegen. Außerdem wird durch die stetige Investition eine gewisse Risikostreuung erreicht. Allerdings kann ein ETF-Sparplan auch Nachteile haben. So besteht die Gefahr, dass das gesamte Kapital in nur ein einziges Wertpapier fließt.

Wie oben unter Schritt 2 (einen ETF-Sparplan bei onvista anlegen) erwähnt, ist die Streuung auch bei weltweit investierenden ETFs wie solchen auf den MSCI All Countries World Index (MSCI ACWI) oft geringer als Anleger gemeinhin denken. Wer einen DAX ETF kauft, hat damit zu einem großen Teil Automobilhersteller im Depot. US-Aktien wiederum sind stark durch eine Handvoll Technologiewerte wie Apple, Facebook und Amazon geprägt.

Weil die Verteilung des Geldes auf mehrere Sparpläne schnell teuer wird und außerdem auch eine gewisse Grundkenntnis verlangt, beispielsweise über die Korrelation verschiedener Märkte, ist eine automatisierte Vermögensverwaltung mithilfe eines sogenannten Robo Advisor oft die besser und nicht selten auch die günstigere Lösung. Dabei wird das Geld nach den Kriterien der Risikostreuung auf bestimmte Anlageformen und Regionen verteilt, meist durch den Kauf von ETFs. Je mehr Risiko der Anleger eingehen will, desto mehr fließt in Aktien, bei sicherheitsbewussten Investoren stehen dagegen Anleihen im Vordergrund.

Cominvest Robo Advisor Test

cominvest bietet vom Girokonto über Festgeld bis hinzu Wertpapierdepot und Robo Advisor alles aus einer Hand.

Kein Robo Advisor bei OnVista

Allerdings bietet onvista selbst keinen Robo Advisor an. Eine Alternative kann der Service cominvest der Muttergesellschaft comdirect sein. Kunden können hier schon ab 3.000,- Euro Geld anlegen. Wem das zu viel ist, der findet bei VisualVest, einem Dienst der Volks- und Raiffeisenbanken, Anlagemöglichkeiten bereits ab 500,- Euro einmalig oder 25,- Euro monatlich. Weitere Angebote finden sich in unserem unten stehenden Vergleichsrechner.

Top 5 Robo Advisor

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Fazit: Bei der onvista bank sind ETF-Sparpläne günstig

Die onvista bank bietet ETF-Sparpläne, die Kunden zu Gebühren von nur einem Euro ordern können. Im Gegenzug ist allerdings die Auswahl im Vergleich zu anderen Online-Brokern eher klein. Der Verkauf ist mit Gebühren ab fünf Euro ebenfalls sehr preisgünstig möglich und stellt viele anderen Angebote in den Schatten.

onvista hat allerdings im Bereich Service und Flexibilität noch durchaus Möglichkeiten, das Angebot zu verbessern. So ist es nicht einmal möglich, den Sparplan zu ändern – Anleger müssen ihn gleich ganz löschen und mit anderen Parametern neu anlegen. Zudem gibt es keine Möglichkeit, eine dynamische Sparrate zu vereinbaren oder Ausschüttungen automatisch wieder anzulegen. Auch die Zeitintervalle könnten vielseitiger sein.

Bei den genannten Konditionen handelt es sich jedoch natürlich gewissermaßen um Luxusprobleme. Der Broker bietet bei den ETF-Sparplänen sehr günstige Preise. Wer sich mit der Auswahl anfreunden kann, wird bei onvista also mit großer Wahrscheinlichkeit einen für ihn passenden Online-Broker finden.