Börsenstrategien 2018 » Die besten Strategien im Überblick

Börsenstrategien 2018 » Die besten Strategien im Überblick

Börsenstrategie

Börsenstrategien

Viele Anleger und professionelle Investoren suchen nach einem Mittel, den Markt zu schlagen und langfristig mehr Gewinne verzeichnen zu können. Börsenstrategien sind deswegen so alt wie die Börse selbst. Dennoch sind sie nicht immer unumstritten, und gäbe es eine unfehlbare Börsenstrategie, würde sie wohl von allen Anlegern genutzt werden. Dennoch versuchen sich immer wieder auch renommierte Portale wie die BILD an neuen Strategien für möglichst hohe Gewinne an der Börse.

Gibt es überhaupt funktionierende Börsenstrategien?

Ob es erfolgreiche Börsenstrategien gibt, ist umstritten. Kritiker gehen davon aus, dass der Markt langfristig weder mit der Fundamentalanalyse noch der Chartanalyse geschlagen werden kann. Die Finanzmarkttheorie geht beispielsweise davon aus, dass gerade die technische Analyse nicht dazu geeignet ist, Rendite zu erzielen, die über den Durchschnitt hinausgehen.

Auch der größte Teil der Fonds kann Vergleichsindizes nicht übertreffen. Nur einzelnen Fondsmanagern und Investoren gelingt es tatsächlich, den Markt dauerhaft zu schlagen. Ihre Ansätze sind dabei allerdings für Privatanleger in der Regel nicht im gleichen Ausmaße durchführbar. So kann beispielsweise Star-Investor Warren Buffett auf eine durchschnittliche Rendite von jährlich 20 Prozent seit den letzten fünfzig Jahren stolz sein. Allerdings verfügt er inzwischen auch über eine Armada an Angestellten, die jedes Unternehmen genauesten unter die Lupe nehmen und so wesentlich besser unterscheiden können, ob es sich um ein lohnenswertes Investment handelt.

Allerdings ist es nicht notwendig, den Markt zu schlagen, um gewinnbringend in Aktien zu investieren. Wer etwas bescheidener an den Aktienhandel herangeht, wird auch dann glücklich sein, wenn er die durchschnittliche Rendite von 7 Prozent jährlich erzielen kann. Viele Privatanleger verspielen diese Chance jedoch, indem sie wie die meisten anderen Anleger Opfer ihrer eigenen Psyche werden und ungünstige Kaufs- und Verkaufsentscheidungen treffen. Hier helfen Börsenstrategien häufig weiter. Aufgrund ihrer starren Anweisungen ermöglichen sie es, den menschlichen Fehler zu verkleinern und so die Rendite zu maximieren. Zudem fühlen sich die meisten Anleger auf diese Weise wesentlich wohler, da Börsenstrategien auch Sicherheit vermitteln.

Die richtige Strategie finden

Die beste Börsenstrategie ist jedoch immer eine individuelle Entscheidung. Es gibt mehrere Dutzend Börsenstrategien, die erfolgsversprechender sind als die Geldanlage nach zufälligen Entscheidungen. Dennoch muss jede Strategie auf die folgenden Merkmale geprüft werden:

Die Börsenstrategie passt ins Risikokonzept

Die meisten Strategien unterscheiden sich im Verhältnis von Risiko und Renditechancen. Wer die beste Börsenstrategie finden möchte, muss deswegen darauf achten, welche Wertpapiere von der entsprechenden Strategie mit einer Kaufempfehlung versehen werden würden. Handelt es sich beispielsweise um einen eher konservativen Anleger, der innerhalb der Strategie Aktien erwerben sollte, die gerade deutlich im Kurs gefallen sind, handelt es sich in der Regel um eine Börsenstrategie, die für den entsprechenden Anleger nicht geeignet ist. Die meisten Strategien lassen sich jedoch verfeinern, indem beispielsweise die Risikoklasse der Wertpapiere beschränkt wird oder durch ausreichende Recherche über die Hintergründe das Risiko minimiert wird. Auf diese Weise können Strategien dennoch zu den Anlagezielen passen. Wichtig ist jedoch, dass das Konzept sich grundsätzlich eignet und zudem entsprechend angeglichen wird.

Strategie ist über Jahre erfolgreich

Kaum eine Börsenstrategie ist tatsächlich neu. Die meisten sind bereits mehrere Jahrzehnte alt. Deswegen ist es vergleichsweise leicht zu ermitteln, wie sich die jeweilige Strategie innerhalb der letzten Jahre bis Jahrzehnte geschlagen hat. Die größte Schwierigkeit hierbei ist allerdings die entsprechenden Daten zu finden. Nicht immer ist es leicht, die wichtigsten Daten zu recherchieren. Gute Anlaufstellen sind Fachzeitschriften, die über verschiedene Strategien berichten, Investoren, die bestimmte Börsenstrategien vertreten oder seit Neuerem auch Portfolios in Social Trading Netzwerken.

Erfolg abschätzen

Um den Erfolg einer Börsenstrategie einschätzen zu können, ist es wichtig, die veröffentlichten Daten verstehen zu können. Bevor sich der Anleger für eine Börsenstrategie entscheidet, sollte er nach Möglichkeit mindestens ein Portfolio analysieren, das nach dieser Strategie geführt wird. Wichtige Kennzahlen sind die Sharpe-Ratio, ROI, Gesamtkapitalrendite, Dividendenrendite, Treynor-Ratio oder Jensen-Alpha. Sie geben Aufschluss darüber, ob es sich um eine Strategie handelt, die erfolgsversprechend ist. Im besten Fall sollte die Performance zudem mit einem Vergleichsindex abgeglichen werden. Auf diese Weise wird eindeutiger, ob die Strategie mit der Marktentwicklung mithalten kann.

Bullen- vs. Bärenmärkte

Privatanleger sollten zudem beachten, dass nicht alle Strategien zu jedem Zeitpunkt gleichermaßen geeignet sind. Börsenstrategien, die in Bullenmärkten gut funktionieren, weisen in Bärenmärkten häufig eine deutlich schlechtere Performance auf und umgekehrt. Einen weiteren Sonderfall stellen Seitwärtsbewegungen dar. Wer also keinen besonders langfristigen Anlagezeitraum verfolgt, sollte darauf achten, dass seine Strategie der jeweiligen Marktsituation angemessen ist. Zu welchen Marktbewegungen die jeweilige Börsenstrategie passt, wird auch durch deutliche Ausreißer in der Performance deutlich. Häufig lassen diese sich mit der jeweiligen Marktsituation in Verbindung bringen.

Häufigkeit des Handels

Manche Privatanleger wollen sich so umfassend wie möglich mit ihren Investments beschäftigen, andere planen langfristige Geldanlagen und überprüfen die Entwicklung ihrer Aktien nur unregelmäßig. Auch nach dieser Vorliebe sollte die richtige Börsenstrategie ausgerichtet sein. Zudem sollten Privatanleger, die auf der Suche nach einer erfolgreichen Strategie für die Börse sind, beachten, dass häufiges Umschichten die Rendite durch die Orderkosten deutlich verringern kann. Dennoch kann es in Einzelfällen auch sinnvoll sein, die erhöhten Gebühren in Kauf zu nehmen. Dies hängt jedoch von den Renditezielen und der jeweiligen Strategie ab. Für Privatanleger ist es jedoch in der Regel sinnvoll, keine Strategie zu wählen, die ein Umschichten des Portfolios häufiger als monatlich vorsieht. Der Zeitaufwand steigt sonst deutlich. Eine gute Alternative hierzu können allerdings auch Zertifikate sein, die bestimmte Strategien abbilden und beispielsweise selbstständig zwischen Geld- und Aktienmarkt wechseln.

Zwei Arten von Börsenstrategien

In der Regel lassen sich Börsenstrategien in zwei verschiedene Kategorien aufteilen: Strategien, die das Timing verbessern sollen oder Strategien, die bei der Auswahl der besten Aktien helfen. Bei Auswahlstrategien steigt der Anleger in der Regel nicht aus der Börse aus, sondern bleibt dauerhaft investiert. Dafür legt er sein Kapital in Titel an, die besonders erfolgsversprechend wirken. Die Timing-Strategien sind hingegen nicht darauf ausgerichtet, die „besten“ Aktien zu finden, sondern lediglich den richtigen Zeitpunkt zum Ein- oder Ausstieg zu ermitteln. Anleger, die Timing-Strategien nutzen, handeln deswegen in der Regel Zertifikate auf einen Index oder Indexfonds und versuchen, von einer positiven Entwicklung des gesamten Marktes zu profitieren.

Ob Timing- oder Auswahlstrategien erfolgsversprechender sind, ist nicht eindeutig geklärt. Star-Investor Warren Buffett setzt beispielsweise darauf, Aktien nach bestimmten Kriterien auszuwählen und sie möglich langfristig zu halten. Dafür nimmt er auch in Kauf, dass seine Wertpapiere in Krisenzeiten deutlich an Wert verlieren. Er setzt also darauf, die Marktschwankungen auszusitzen. Demgegenüber können Timing-Strategien tatsächlich im Vorteil sein.

Welche Börsenstrategien erfolgreich sind

Aus der Fülle der Börsenstrategien sticht eine Handvoll heraus, die tatsächlich die Rendite steigern kann. In der Regel handelt es sich dabei allerdings nicht um die bekannten Börsenstrategien, die die meisten Privatanleger direkt zu Beginn kennenlernen. Diese sind oft zu starr oder geben nicht ausreichend vor, wie aus den infrage kommenden Unternehmen die besten ausgewählt werden können. Folgende Tipps können allerdings dabei helfen, zum richtigen Zeitpunkt die besten Wertpapiere zu kaufen:

Aktien oder Geldmarkt?

Ob das Kapital in Aktien oder den Geldmarkt fließen soll, lässt sich laut Thomas Gebert nur an vier Faktoren ablesen. Wenn die Inflationsrate in der Eurozone geringer ist als vor einem Jahr, die EZB den Zins gesenkt hat, der Dollar höher als vor einem Jahr notiert und die Investition in den Monaten November bis April getätigt werden soll, wird im DAX angelegt. Auch wenn eines der Merkmale nicht zutrifft oder zwei nicht zutreffen, die letzte Entscheidung jedoch für den DAX fiel, ist dies der Fall. Nur wenn nur ein Kriterium nicht zutrifft, wird das Kapital im Geldmarkt angelegt.

Die Strategie hat sich in den letzten Jahren als außergewöhnlich erfolgreich erwiesen, konnte allerdings nicht immer alle Renditemöglichkeiten ausschöpfen, da die Entwicklungen zu früh herausgeahnt wurden. Auch deswegen kann sie sich durch ein niedrigeres Risiko als andere Börsenstrategien auszeichnen. Sie sagt allerdings nichts darüber aus, welche Unternehmen sich für ein Investment eignen, es handelt sich also um eine Timing-Strategie. Dennoch lässt sich mit den Indikatoren eine beachtliche Rendite erzielen, die sogar Warren Buffets Erfolge deutlich schlagen konnten. Die Börsenstrategie ist auch deswegen so beliebt, dass die Indikatoren sogar in der Fachpresse veröffentlicht werden.

August und September meiden

Traditionsgemäß bricht der DAX im August und September ein. Die beiden Monate sind der einzige Zeitraum, in dem der DAX im Durchschnitt verloren hat. Deswegen ziehen sich viele Anleger in diesen Monaten zurück und kehren erst im Oktober an die Börse zurück. Allerdings stimmt diese Regel nicht immer. In einzelnen Jahren können auch diese Monate mit Gewinn enden oder nur einer der Monate schließt im Minus. Eine allgemeingültige Empfehlung stellt dies also nicht dar, die Tendenz ist allerdings eindeutig. Bei dieser Strategie handelt es sich ebenfalls um eine Timing-Strategie.

Value-Growth

Sowohl die Value-Strategie als auch die Growth-Strategie zählen zu den Auswahlstrategien. Während die Value-Strategie darauf setzt, unterbewertete Aktien zu erwerben, setzt die Growth-Strategie darauf, dass das Unternehmen seinen Umsatz erhöhen kann und so auch der Aktienkurs steigt. Bei der Growth-Strategie würde der Anleger beispielsweise die fünf Unternehmen aus dem DAX wählen, deren Umsatz im letzten Geschäftsjahr am deutlichsten zulegte. Bei der Value-Strategie würde er hingegen Kennzahlen der einzelnen Titel analysieren und beispielsweise die fünf mit dem niedrigsten KGV auswählen und davon erneut eine Auswahl nach Dividendenrendite treffen. Beim Value-Growth-Ansatz werden beide Auswahlkriterien kombiniert. Der Anleger kauft also beispielsweise drei Aktien nach dem Value-Ansatz und drei weiter nach den Kriterien der Growth-Methode. Nach zwölf Monaten schichtet er sein Portfolio dann nach dem gleichen Muster um.

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