Wie Sie in Turbo Zertifikate 2021 investieren? Erklärung, Risiken & Handelsmöglichkeiten

Turbo Zertifikate Beitragsbild

Turbo Zertifikate: Das Wichtigste in Kürze

  • Turbo Zertifikate sind eine Weiterentwicklung der regulären Optionsscheine. Es gibt sie, immer versehen mit einer Knock-out-Schwelle, mit Laufzeitbegrenzung und in der Open-End-Variante. Häufig werden sie für Day-Trading-Strategien und als Depotabsicherung genutzt.
  • Turbo Zertifikate gehören wie Optionsscheine und Mini-Futures zu den Hebelprodukten, was entsprechende Handelsrisiken einschließt. Anleger sollten die grundlegende Funktionsweise der Knock-Out-Zertifikate verstehen.
  • In unserer SWOT Analyse beleuchten wir die Chancen und Risiken von Turbo-Zertifikaten.
  • Wie können Sie Turbozertifikate handeln? Wir erläutern den Handel mit Turbozertifikate bei Banken am Beispiel der Commerzbank.
  • Wir geben Tipps zur Knock-Out-Zertifikate Suche.
  • Turbo-Zertifikate wie CFDs sind einfach zu handeln und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Wir gehen auf die Unterschiede und Vorteile der beiden Finanzinstrumente ein.
  • In unseren FAQ beantworten wir typische Fragen rund um Knock-Out-Zertifikate-Handel.

Turbozertifikate, auch bezeichnet als Knockout-Zertifikate oder Turbo-Optionsscheine, gehören zur Gruppe der Hebelzertifikate. Diese eignen sich, um auf verschiedene Basiswerte (u.a. Aktien, Währungen, Rohstoffe, Indizes usw.) zu spekulieren. Die Besonderheit hierbei ist, dass Turbo Zertifikate mit einem hohen Hebel ausgestattet sein können. Zusätzlich beinhalten sie eine Knock-Out Struktur bzw. Barrier-Option

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Was sind Turbo Zertifikate: Erklärung

Turbo-Zertifikate (oft auch einfach Knock-outs genannt) sind aufgrund ihrer einfachen Preisgestaltung bei risikofreudigen Anlegern beliebt. Sie werden seit etwas mehr als einem Jahrzehnt angeboten und sind noch ein recht junges Finanzinstrument. Allein die Börse Stuttgart hat mehr als 520.000 Knock-out Zertifikate bzw. KO-Produkte unterschiedlicher Ausgestaltung im Angebot. Der Unterschied zu den schon länger bekannten Optionsscheinen besteht darin, dass sie nicht unter dem Einfluss von Schwankungen am Aktienmarkt stehen.

Wenn der Basiswert um einen Punkt steigt, steigt auch das Turbozertifikat um einen Punkt. Der beliebteste Basiswert ist der DAX. Turbozertifikate verfügen dafür aber über eine sogenannte „Knock-Out-Barriere“ (auch Finanzierungslevel oder Strike genannt). Wenn diese vorzeitig erreicht wird, verfällt das Turbo-Zertifikat und wird wertlos. Damit sollen vor allem Privatanleger vor zu hohen Verlusten geschützt werden.

Anleger, die auf der Suche nach einem Produkt sind, mit dem sie mit Vollgas spekulieren können, sind bei Turbozertifikaten genau richtig. Sie setzen dabei auf die Entwicklung von Aktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffen. Der Reiz von Turbozertifikaten liegt darin, dass man seinen Einsatz schnell steigern kann. Sie werden günstig zum Handel angeboten, indem ein Teil des Kurswertes des Basiswertes vom Emittenten kreditfinanziert herausgegeben.

Aber Turbozertifikate sind nur für besonders risikofreudige Anleger zu empfehlen. Dieses Finanzprodukt ist mit einem hohen Risiko verbunden und nur für Investoren geeignet, die ihr Investment jederzeit im Auge behalten können. Wer sich aber intensiv mit diesem Produkt auseinander gesetzt hat und sich über die Risiken bewusst ist, für den können Turbozertifikate durchaus interessant sein.

Expertentipp
Turbozertifikate sind ein Finanzinstrument mit hohem Risiko. Der Investor zieht seinen Gewinn im besten Fall aus Kursschwankungen. Die Hebelzertifikate ermöglichen es, dass der Anleger überproportional von Kursanstiegen oder -verlusten profitieren kann.
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Mit Turbo Zertifikaten den DAX handeln
Turbo Call Optionsschein auf DAX
UE3U3XWKN kopiert
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Öl handeln mit Turbo Zertifikate
Turbo-Optionsschein auf WTI Rohöl NYMEX 12/21
SD0M53WKN kopiert
DE000SD0M530ISIN kopiert
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Gold handeln mit Turbo Zertifikate
Endlos-Turbo-Zertifikat auf Gold
LS71AYWKN kopiert
DE000LS71AY5ISIN kopiert
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Forex-Handel mit Turbo Zertifikaten
Turbo Bear auf EUR/USD
HR3MANWKN kopiert
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Welche Arten von Turbo-Zertifikaten gibt es?

Turbozertifikate gibt es verschiedene Bezeichnungen für die Hebelzertifikate: Die Abkürzung „Turbos“ ist ebenso geläufig wie „Mini-Futures“, „Knock-Out-Zertifikate“ oder „Wave“. Manche Finanzexperten sind der Ansicht, dass der Begriff „Zertifikat“ unpassende sei, da der Begriff den eher konservativen Anteilsscheinen nahe steht. Turbozertifikate sind aber das Gegenteil von konservativ. Die Deutsche Bank verwendet daher für ihre Produkte den Begriff „Wave“. Wave steht für „Warrant Alternative Vehicel“. Dies soll die Nähe der Turbozertifikate zum Optionsschein (englisch: Warrant) verdeutlichen.

Oft werden Turbozertifikate in Long- und Short-Zertikate oder Bären- und Bullen-Zertifikate unterteilt. Bei einem Bullen-Turbozertifikat errechnet sich der Wert aus der Formel (Kurs Basiswert – Strike) x Bezugsverhältnis, beim Bären-Turbozertifikat aus (Strike – Kurs Basiswert) x Bezugsverhältnis. Der Bulle symbolisiert einen Kursanstieg, der Bär einen Kursverlust.

Welche Knock-Out Varianten gibt es?

Knock-Out Produkte gehören zu den meistgehandelten Finanzinstrumenten an Börsen. Wesentliche Unterschiede zeigen sich in der Laufzeit und Gestaltung der Knock-Out-Schwelle oder Stop-Loss-Schwelle. Eine weitere Variante sind die seit 2004 am Markt befindlichen Rolling Futures bzw. rollierende Zertifikate. Zu den Knock-Out Varianten gehören:

  • Knock-out Produkte ohne Stop-Loss-Barriere mit Laufzeitbegrenzung
  • Knock-out Produkte ohne Stop-Loss-Barriere & Open end
  • Stop-Loss-Produkte mit begrenzter Laufzeit
  • Stop-Loss-Produkte mit unbegrenzter Laufzeit
  • Rollierende Knock-Outs

In einer Übersicht werden die qm 11.12.2020 meistgehandelten Optionsscheine und Knock-Outs angezeigt. - Turbo Zertifikate

Das OnVista-Portal zeigt hier die Basiswerte mit dem höchsten Wochenumsatz für die Anlageprodukte Optionsscheine und Knock-Outs an. (Quelle: onvista.de/hebelprodukte)

Es gibt KO-Produkte in den verschiedensten Ausrichtungen und Ausgestaltungen. Über Details des grundsätzlichen Produktsaufbaus können sich Anleger im Prospekt des Emittenten informieren. Die grundlegende Funktionsweise weist größere Ähnlichkeiten auf.

An der Börse Gettex werden Knock-out Typen unter diesen Bezeichnungen geführt:

  • Knock-Out ohne Stop-Loss
  • Knock-Out mit Stop-Loss
  • KO-Barriere
  • KO-Barriere 100,00
  • X-Knock-Out
  • Smart Knock-Out

An der Börse Stuttgart werden Knock-out Produkte unter folgenden Bezeichnungen aufgeführt:

  • Classic ohne SL
  • Closed-End X-Turbo Optionsscheine
  • Inline
  • Knock-In
  • Open-End X-Turbo Optionsscheine

Bei Turbos gibt es immer eine Long- und eine Shortvariante. Bei der Long-Variante stellt der Emittent die finanziellen Mittel bis zum Strike zur Verfügung. Der Anleger zahlt dafür Kreditzinsen. Zudem muss der Anleger ein Aufgeld zahlen oder dies wird mit dem Preis des Turbos verrechnet. Bei der Short-Variante ist der Besitzer des Turbozertifikats der Kreditgeber und bekommt dafür seinerseits Zinsen. Diese werden mit einem Abgeld verrechnet.

Expertentipp
Turbozertifikate sind unter verschiedenen Namen bekannt. Wenn der Kurs ansteigt, kann man von Turbo-Bulle-Zertifikaten sprechen, sinkt der Kurs so nennt sich das Zertifikat Turbo-Bär-Zertifikat. Darüber hinaus kann man zwischen einer Short- und einer Long-Variante unterscheiden.

Wie funktionieren Turbo Zertifikate?

Knock-out-Zertifikate stehen für größere Gewinnchancen und mehr Risiko. Sie sind verbriefte Derivate mit Bezug auf unterschiedliche Basiswerte. Ihnen ist gemein, dass sie Kursschwankungen überproportional abbilden und mit dem Berühren einer bestimmten Knock-out-Schwelle verfallen.

Jedes Knock-Out-Zertifikat verfügt über einen Basispreis. Er gibt den inneren Wert des Produkts vor: Notiert zum Beispiel eine bestimmte Aktie bei 100 Euro und ist der Basispreis auf 90 Euro festgelegt, besitzt ein Call-Knock-out einen inneren Wert von 10 Euro.

Da bei klassisch ausgestalteten KO-Produkten der Basispreis der Knock-out-Barriere entspricht, hätte das Berühren der Kursmarke von 90 Euro den Verlust des kompletten Kapitaleinsatzes zur Folge.

Ein Vorteil von Knock-outs ist Transparenz der Kursentwicklung. Sie sind ein exaktes Abbild der Bewegung des Basiswerts. Legt der Kurs des Basiswerts um 10 Euro auf 110 Euro zu, erhöht sich der Kurs des Turbo-Zertifikats um 10 Euro. Die Hebelwirkung 1:10 zeigt sich darin, dass der Zuwachs beim Zertifikat 100 Prozent beträgt, während er beim Basiswert 10 Prozent ausmacht. Geht die Marktprognose nicht auf, kommt es bereits vor dem Totalverlust zu relevanten Kurseinbußen.

Was ist die Hebelwirkung bei Knock-Outs?

Turbo-Zertifikate funktionieren mit Hebeln. Der Hebel gibt an, um das Wie vielfache sich das Zertifikat gegenüber dem Investment in den Basiswert bewegt. Wenn der Hebel beispielsweise 2 beträgt, bedeutet dies, dass das Turbo-Zertifikat doppelt so stark auf Kursschwankungen des Basiswerts reagiert wie der Basiswert.

Der Hebel wirkt sich dabei sowohl auf Kurssteigerungen wie auch auf Kursverluste aus. Dank des Hebels profitiert der Anleger überproportional von Kurssteigerungen oder Kursverlusten des Basiswerts.

Wie können Sie Knock-Out-Zertifikate handeln?

Knock-Out-Produkte gehören bei der Euwax Stuttgart oder Börse Frankfurt zu den meistgehandelten verbrieften Derivaten. Mehr als 25 Emittenten bieten mehr 500.000 unterschiedliche Knock-outs und weitere Zertifikate an.

Ausgestattet sind sie mit unbegrenzter Laufzeit oder mit fester Fälligkeit. Gehandelt werden Turbo Zertifikate an Börsentagen von 8 bis 22 Uhr.

Bei diesen Handelsöffnungszeiten können Investoren auf Entwicklungen an den Börsen in den USA und Asien reagieren. Der Zertifikate-Handel erfolgt außerdem direkt über den Emittenten (OTC). Die OTC (außerbörslich) Kursstellung unterscheidet sich nicht von der börslichen Order.

Wer bietet Turbo-Zertifikate an?

Turbozertifikate können sowohl bei den Emittenten (OTC-Handel) als auch direkt an der Börse erworben werden. Bei den Emittenten wird sofort der Kurs genannt, zu dem der Handel beginnen kann. Der Anleger kann also selbst entscheiden ob er zu diesem Zeitpunkt das Turbozertifikat kaufen möchte oder lieber noch etwas wartet.

Wer an der Börse Turbozertifikate erwerben möchte, wird oft sofort zum Emittenten weitergeleitet. Aber auf dem Weg über die Börse kann der Anleger oft bessere Kurse erzielen und sofort eine Stop-Loss-Order platzieren.

Auch wenn die Preisgestaltung von Turbozertifikaten als sehr einfach gilt, gibt es Unterschiede. Emittenten wie die Commerzbank oder AMN Amro haben sich für eine Knock-Out-Schwelle oberhalb des Basispreises entschieden. Wenn dieser Punkt erreicht ist, verfügen die Papiere noch über den Wert aus verbliebenem Aufgeld und der Differenz zwischen Knock-Out und Basispreis.

Diese Summer wird aber nur bei ABN Amro ausgezahlt. Allerdings ist bei diesem Anbieter nicht eindeutig geklärt, zu welchem Kurs abgerechnet wird. Wer derartige Risiken vermeiden möchte, sollte auf ein eigenes Stop-Loss-Limit zurückgreifen.
Börsliche Handelsplätze für Zertifikate & Hebelprodukte sind:

Außerbörslichen Direkthandel (OTC) für Zertifikate & Hebelprodukte bieten hierzulande mehr als 25 Emittenten an, darunter:

Expertentipp
Turbozertifikate können an der Börse oder bei den Emittenten direkt erworben werden. Für die Kurse ist das nicht relevant, denn die Kursstellung gleicht sich bei OTC- und börslicher Order. Beim Weg über die Börse kann der Anleger sofort eine Stop-Loss-Order platzieren.

Turbozertifikate bei Banken: Beispiel Commerzbank

Turbo-Zertifikate werden von verschiedenen Banken angeboten. Eine sehr umfassende Auswahl bietet die Commerzbank. Die Zertifikate werden am Deutschen Derivatemarkt angeboten. In der Auswahl der Bank ist für fast jeden Anleger mit unterschiedlichen Meinungen über den Markt etwas dabei. Commerzbank Hebelzertifikate verfügen über fast alle relevanten Basiswerte.

Commerzbank Zertifikate - Turbo Zertifikate

Die Commerzbank emittiert Zertifikate und bietet viele Infos dazu. (Quelle: Commerzbank)

Bei der Commerzbank stellt das Finanzierungslevel die Höhe des von der Bank bereitgestellten Betrags zum Kauf des Indexes dar. Der Käufer muss lediglich die Differenz zwischen den aktuellen Kurs und dem Basiswert plus ein Aufgeld für die Restlaufzeit zahlen. Bei der Variante „Classic“, die zu den ersten Turbo-Zertifikaten gehörte, besitzen die Zertifikate eine festgelegte Laufzeit. Dazu kommt eine Knock-Out-Barriere, die dem Basispreis entspricht.

Die sogenannten Unlimited Turbo-Zertifikate laufen – wie der Name schon sagt – endlos. Sie besitzen keine feste Laufzeit. Sie verfügten über eine Knock-Out-Barriere, die dem Basispreis vorgelagert ist. Wenn der Knock-Out eintritt, erhält der Anleger damit in der Regel einen Restwert zurück. Die Finanzierungskosten eines Unlimited Turbo-Zertifikats werden mit einer täglichen Anpassung des Basispreises verrechnet.

Eine weitere Art von Turbo-Zertifikaten der Commerzbank sind unter der Abkürzung BEST bekannt. BEST steht für Barrier equals Strike. Dabei sind Basispreis und Knock-Out-Barriere einheitlich. Dies verspricht höhere Hebel. Wenn jedoch der Knock-Out eintritt, werden BEST-Zertifikate komplett wertlos. Dafür ist jedoch die Laufzeit unbegrenzt.

Ähnlich wie die Unlimited Turbo-Zertifikate funktionieren die Smart Turbo-Zertifikate. Der Unterschied besteht darin, dass die Knock-Out-Barriere nur zur Schlussauktion gültig ist. Wenn der Basiswert im Laufe des Tages unter- oder überschritten wird, sich aber bis zum Handelsschluss wieder erholt, erfolgt kein Knock-Out. Das Produkt verfällt also nicht, sondern läuft weiter. Wenn aber im Verlauf des Handelstages auch der Basispreis unter- oder überschritten wird, tritt der Knock-Out ein.

Anleger, die immer auf die aktuellsten Marktbewegungen reagieren möchten und sich auch immer höhere Hebel auf den Basiswert wünschen, können sich bei der Commerzbank für sogenannte Intraday-Zertifikate festlegen. Eine weitere Form der Turbo-Zertifikate sind der X-Classic und der X-BEST.

Beide haben als Basiswert den DAX, sie werden jedoch vor- und nachbörslich gehandelt, also länger als die übliche Börsenzeit. Der Knock-Out kann zwischen 8 und 22 Uhr eintreten. Das Risiko ist damit höher. Damit ist der Preis allerdings auch geringer.

Banken sind Emittenten von Turbozertifikaten. Die Commerzbank bietet eine breite Auswahl an, darunter auch Zertifikate, die außerbörslich gehandelt werden können.

Commerzbank und comdirect bieten alle in Deutschland handelbaren Optionsscheine und somit auch Knock-Out Zertifikate an. Dazu gibt es auch einen eigenen Zertifikate Finder.

Top 5 Broker für Zertifikate

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Wie platziert man eine Order an der Börse?

Zum Handel von Turbo Zertifikaten benötigen Sie ein Depot. Das können Sie bei Ihrer Hausbank oder einem Online-Broker eröffnen.

  • Vom jeweiligen Depotanbieter hängt es ab, welche Börsen (Euwax, Gettex, etc.) und Emittenten angeboten werden.
  • Über die Ordermaske in Ihrem Depot könne Sie ein ausgewähltes Knock-out-Produkt kaufen oder verkaufen.
  • Dazu geben Sie als Erstes die entsprechende Wertpapierkennnummer (WKN) ein.
  • Dann geben Sie die Stückzahl an. Jetzt treffen Sie eine Entscheidung für einen der börslichen Handelsplätze oder einen Emittenten. Abschließend können Sie weitere Orderdetails wie Gültigkeitsdauer oder Limit der Order angeben und den Handel in Auftrag geben.

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Wie finden Sie das richtige Knock-out-Zertifikat?

Wenn Sie Zertifikate handeln möchten, können Sie für die Suche einen Zertifikate Finder verwenden. Diesen bieten Börsen und Emittenten mit umfangreichen Suchoptionen an.

Blick auf den Zertifikate Finder ivestor der Börse Gettex, wo jeweilige Suchergebnisse angezeigt werden. - Turbo Zertifikate

Mit dem Zertifikate Finder der Börse Gettex können Anleger verschiedene KO-Produkte recherchieren. (Quelle: Gettex)

Gettex hilft seinen Kunden mit einem Extra-Tool das richtige Knock-out-Zertifikat zu finden. Der auf Knock-out-Produkte ausgelegte Derivate-Finders enthält Filterfunktionen beispielsweise Basiswert, Knock-out Art, Basispreis, KO-Schwelle und / oder Fälligkeit. Es stehen weitere zusätzliche Filter zur Verfügung. Einstellungen lassen sich hinsichtlich Emittent, Hebel, Fälligkeit, etc. vornehmen.

Was kostet ein Knock-out-Zertifikat?

Beim Handel mit Turbo Zertifikaten können einmalige und laufende Gebühren unterschieden werden. Laufende Kosten bilden quartalsweise oder jährlich erhobene Strukturierungsgebühren, wobei meist eine Verrechnung mit einem erzielten Gewinn oder dem Verlust erfolgt. Angewendet wird diese Preisregelung der Finanzierungskosten bei Turbo-Zertifikaten mit unbeschränkter Laufzeit, da Emittenten ein regelmäßiger Aufwand entsteht.

Einmalige Kosten fallen beim Erwerb des Knock-out-Zertifikats an. Das können sein:

  • Kommissionen / normalen Bankspesen
  • Zertifikate-Anbieter Gebühren / Spread (Geld-Brief-Spanne)
  • Aufgeld Call-Knock-outs/ Abgeld Put Knock-out

Die deutsche Zertifikate-Börse Frankfurt verlangt zusätzliche Börsengebühren für Orders über 1.000 Euro. Der Kauf bzw. Verkauf von Hebelprodukten direkt über die Börse Stuttgart ist entgeltfrei bis zu einer Order-Summe von 1.100 Euro. Die Börse Gettex (München) verzichtet auf jegliche Börsengebühren, wobei über zwei Emittenten (HSBC und HVB) gehandelt wird. Bei zahlreichen Online-Brokern können Anleger bei ausgewählten Emittenten ohne oder zu geringen Kommissionen auf Turbo-Zertifikate spekulieren.

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Turbo Zertifikate in der SWOT Analyse

Stärken

Zertifikateinhaber profitieren sowohl von steigenden als auch von fallenden Märkten. Das Risiko ist durch ein integriertes Knock-out-Level absolut begrenzt. Ständig werden neue Turbo-Zertifikate heraus gegeben. Anleger handeln ohne Währungsrisiko mit Euro-Zertifikaten. Angeboten werden Kock-out in einer breiten Auswahl der am häufigsten gehandelten Märkte.

Schwächen

Für Turbo Zertifikate gibt es allein an der Euwax Stuttgart mehr als 500.000 Angebote. Allein die riesige Anzahl macht es nicht zum Produkt für Anfänger. Trotz des einfachen Produktaufbaus und der vielfältigen Handelsmöglichkeiten ist der Handel insgesamt kompliziert.

Das gilt zumindest für einen sinnvollen Einsatz als Depotabsicherung oder im Rahmen einer Daytrading-Strategie. Die Knock-out Schwelle ist eine Schwäche des Produkts und Produktvorteil zugleich. Das erspart dem Anleger einen ständig größer werden Verlust.

Risiken

Es gibt eine Reihe von Risiken, denen Hebelzertifikate unterliegen:

  • Hebelrisiko: Durch das Hebelrisiko sind schnell erhebliche Verluste möglich. Ein Knock out kann im Laufe der Zeit einen hohen Hebel entwickeln und umgekehrt. Die Hebel der Knock- out-Zertifikate reichen von 0,046 bis 29.565,891 (Euwax Stuttgart). Das eingesetzte Kapital kann vollständig in kurzer Zeit verloren gehen.
  • Knock-out-Risiko: Wird durch Kursbewegungen des Basiswertes die Knock-out-Barriere berührt, verfällt das Zertifikat vorzeitig. Für den Anleger bedeutet das einen Totalverlust.
  • Risiko einer vorzeitigen Kündigung: Ein Zertifikate-Emittent kann das Produkt jederzeit mit einer bestimmten kurzen Kündigungsfrist (fünf Bankarbeitstage) kündigen.
  • Liquiditätsrisiko: Der jeweilige Emittent ist der Kurssteller, für die am Markt positionierten Knock-out Wertpapiere. Unter Umständen kann der Investor nicht jederzeit seine Wertpapiere an- bzw. verkaufen.
  • Emittentenrisiko: Wird der Emittent zahlungsunfähig und kann Verbindlichkeiten nicht zurückzahlen, kann das Wertpapier seinen Wert verlieren. Das eingesetzte Kapital erleidet einen Totalverlust.
  • Kein Sicherungssystem: Turbo Zertifikate unterliegen keinem Sicherungssystem wie dem Einlagensicherungsfonds in Deutschland.

Chancen

Knock-Out Produkte bieten Investoren die Möglichkeit, mit einem kleinen Kapitaleinsatz an der Wertentwicklung bestimmter Basiswerte (Aktie, Währung, Index, Rohstoff) teilzunehmen. Aufgrund des Hebels besteht die Chance im Vergleich mit einer Direktanlage die bessere Performance zu erzielen.

Knock-out-Produkte eignen sich u.a. zur Depotabsicherung oder für eine Daytrading-Strategie. Es gibt noch weitere Einsatzmöglichkeiten. Vom hohen Hebel kann der Investor profitieren, wenn sich seine Entscheidung Call oder Put Turbo Zertifikat als richtig erweist.

Ergebnis der SWOT Analyse

Der Handel mit Turbozertifikaten bietet gleichermaßen hohe Chancen und Risiken. Interessierte Anleger müssen sich vertraut machen mit der Funktionsweise der KO-Produkte und den Knock-Out-Regeln der einzelnen Emittenten.

Für Turbozertifikate benötigen Anleger gute Nerven. Ihr persönliches Risiko können sie über die Wahl des Basispreises steuern. Je weiter entfernt der derzeitige Aktienkurs am Basispreis ist, umso geringer ist die Gefahr eines Knock-Outs.

Hebel machen Turbozertifikate zu einem hoch risikoreichen Finanzinstrument. Anleger sollten sich vorab über die Knock-Out-Regeln informieren und gegebenenfalls ein Stopp-Loss-Limit setzen.

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CFDs & Forex: Alternativen zu Turbo Zertifikaten

CFDs und Hebelzertifikate gehören zu den Hebelprodukten, wobei hinsichtlich der Gestaltung größere Unterschiede bestehen. Gleich ist ihnen, dass Inhaber von einer steigenden und fallenden Kursentwicklung (Long und Short) einer Vielzahl handelbarer Basiswerte partizipieren. Beide Produkte zeichnet zudem eine Hebelwirkung aus, sodass ein geringer Kapitaleinsatz zum Handeln hoher Volumina ausreicht.

Durch ihre Eigenschaft der Hebelwirkung eignen sich die Anlageprodukte beispielsweise als Absicherungsinstrument für Aktienpositionen.

CFDs werden nicht an einer Börse, sondern immer beim Broker gehandelt, der zugleich der Anbieter ist. Turbo Zertifikaten können an einer Börse oder direkt beim Emittenten gehandelt werden, wobei ein Broker als Vermittler dient.

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Worin bestehen die Unterschiede zwischen Turbo Zertifikat und CFDs?

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Hebelzertifikat und CFD ist der, dass Knock-out-Produkte mit der Berührung der Knock-out-Barriere durch den Basiswert sofort wertlos verfallen.

Beim Handel mit CFDs schließt der Broker die Position spätestens dann, wenn das auf dem CFD-Konto freie Handelskapital die Margin-Anforderung nicht mehr deckt. Besondere Marktsituationen (Gap) können einen Totalverlust zur Folge haben. Den maximalen Verlust begrenzt das verfügbare Guthaben auf dem CFD-Konto.

Hinsichtlich der Kosten ist die höhere Transparenz auf Seiten der CFDs anzutreffen. Hier handeln Kunden einen bestimmten Basiswert auf der Basis von Spreads. Eine Ausnahme bilden zusätzliche Provisionen bei Aktien- und Futures-CFDs.

Vergleichs-KriterienTurbozertifikateCFDs
Basiswerte Große AuswahlGroße Auswahl
Long & Short handelbarJaJa
HebelwirkungDynamische HebelStatische Hebel
Börsenhandel Ja (Beim Broker oder direkt beim Emittenten)Nein, OTC-Handel beim Broker
Kostentransparenzkeine Aufschlüsselung einzelner Kostenenge Spreads (+ ggf. Übernachtgebühren)
LaufzeitbeschränkungNein bei Open-End-ZertifikatenNein
EmittentenrisikoJaNein

Vorteile von CFDs gegenüber Hebelzertifikaten

CFDs weisen eine Reihe von Vorteilen auf. Dazu gehören:

  • transparente Preisbildung,
  • Handel mit kleinen Stückzahlen
  • unbegrenzte Laufzeit (außer bei Futures-CFDs)
  • keine Knock-out-Barrieren
  • Hebel für CFD-Positionen

Was sind die Vorteile des Knock-Out?

  • Verlustrisiko begrenzt
  • Transparenz bei Kursbildung
  • Hohe Hebel einsetzbar
  • Volatilitätseinfluss gering
  • Transparente Auf- und Abgelder
  • Ohne Laufzeitbegrenzung

Bei Turbo-Zertifikaten handelt es sich nicht um ein Laufzeitprodukt, denn gibt es eine bestimmte Knock-Out-Schwelle. Sobald die durchbrochen wird, wird das Zertifikat ausgebucht. Der Einsatz ist verloren. Wurde ein zusätzlicher Stop-Loss eingebaut, wird ein Restwert gutgeschrieben.

Expertentipp
CFDs und Knock-out-Produkten haben Investoren die Wahl, ob sie ein Finanzprodukt ohne jegliche Laufzeitbegrenzung oder mit einer Knock-out-Schwelle handeln möchten. Der Handel von CFDs ist ohne Laufzeitbeschränkungen und zu günstigen Gebühren möglich.

Steuern auf Knock-out Produkte und CFDs

Hinsichtlich der Besteuerung unterliegen Hebelprodukte wie Knock-outs und CFDs den gleichen gesetzlichen Regelungen, die hierzulande durch die Abgeltungssteuer vorgegeben werden. Der Abgeltungssteuersatz beträgt 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer).

Anleger zahlen Steuern auf laufende Erträge und Veräußerungsgewinne. Kommt es beim Handel mit Aktien-CFDs auf steigende Kurse zu einer Dividendenzahlung, erfolgt eine nachträgliche Dividendengutschrift auf dem CFD-Konto abzüglich anfallender Steuern.

Auf die Haltedauer kommt es bei der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen nicht an. Gewinne aus dem Zertifikate- und CFD-Handel werden vollständig versteuert. Handelsverluste können mit den Gewinnen (§ 20 Abs. 6 EStG) verrechnet werden.

Letztlich entscheiden über die steuerliche Behandlung die persönlichen Verhältnisse des jeweiligen Kunden. Ihr Steuerberater kann dazu aktuell und genau Auskunft erteilen.

Expertentipp
Knock-out-Zertifikate sind vergleichbar riskant wie CFDs. Dennoch werden sie von staatlicher Finanzbehörden nicht in ihrer Gestaltung und vollen Wirksamkeit eingeschränkt. Dadurch können Privatanleger von höheren Hebeln profitieren. Bei CFDs ist der Hebel je nach Basiswert (1:5 bis 1:30 für Privatanleger) durch die Behörde ESMA vorgegeben. Die Hebel bei KO-Produkten können um ein Vielfaches darüber liegen. Im Knock-Out-Finder werden Hebel bis 10.000 angezeigt.
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Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. Zwischen 74% und 89% der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs Geld. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Sind Hebelprodukte für Einsteiger geeignet?

Nein, Einsteiger sollten auf den Handel von Hebelprodukten verzichten.
Wer hier investiert, muss große Risiken akzeptieren, da die Hebelwirkung im Falle eines möglichen Verlustes voll zum Tragen kommt. Bei Turbo Zertifikaten können Anleger ihr gesamtes eingesetztes Kapital verlieren. Bei Erreichen der Knock-out-Schwelle wird das Zertifikat sofort wertlos.

Das Börsengesetz untersagt Banken und Brokern, unerfahrenen Anlegern den Handel mit Hebelprodukte zu erlauben. Zumindest müssen sie diese über die Risiken bei Finanztermingeschäften aufklären.

Hinweis: Für das Handeln mit Zertifikaten und Optionsscheinen benötigt Ihre Bank bzw. Ihr Broker Ihre Unterschrift. Dafür hält er ein entsprechendes Formular wie „Risiken bei Finanztermingeschäften“ bereit.

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Sie riskieren Ihr Kapital

Die Alternative für Anfänger: ETFs

Einsteiger sollten sich nicht von der Werbung locken lassen und dem Ruf nach schnellen Gewinnen folgen.

Ihr Kapital sollten sie langfristig und mit Bedacht anlegen. Das funktioniert einfach und günstig mit einem Indexfonds (ETF). Kleinanleger können in einen Sparplan auf einen ETF Beträge ab 25 Euro investieren.

ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen bestimmten Aktienindex (DAX, MSCI World) abbilden und so die Entwicklung des Marktes widerspiegeln. Mit einem ETF auf den MSCI World investieren Sie Geld in die Weltwirtschaft mit breiter Risikostreuung. Bei einem DAX-ETF investieren Sie in 30 deutsche Blue-Chip-Unternehmen. Beim DAX40 ab September 2021 werden es zehn deutsche Aktienunternehmen mehr sein.

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FAQ: Ihre Fragen und unsere Antworten rund um Turbo Zertifikate

Für wen eignen sich Knock-Out-Zertifikate?

Knock-out-Zertifikate sind aufgrund der dynamischen Hebelwirkung sehr spekulativ. Daher eignen sie sich eher für spekulative Anleger, die sich mit der Funktionsweise des Hebelprodukts auskennen und ein Verlustrisiko bewusst in Kauf nehmen. Mit Knock-out-Zertifikaten werden Sie sinnvoll im Rahmen einer Daytrading-Strategie kurzfristig spekulieren. Erfahrene Händler können Sie zur Depotabsicherung verwenden.

Wo kann ich Turbo Zertifikate handeln?

Turbozertifikate können Sie in Ihrem Depot ihres Depotanbieter und Brokers der Wahl in der Webplattform oder in der mobilen App handeln. Bei der Commerzbank erhalten Sie Zugang zu allen in Deutschland verfügbaren Knock-Out-Zertifikaten. Bei Smartbroker und Trade Republic handeln Sie mehrere zehntausend Zertifikate ausgewählter Emittenten ab 0 Euro bzw. 1 Euro.

Wie wird der Handel mit Turbo Zertifikaten besteuert?

Erträge aus dem Börsen-Handel, einschließlich Veräußerungsgewinne, unterliegen der Abgeltungssteuer. Seit 2009 gilt hierfür ein Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Für Zertifikate im Allgemeinen und für Turbo Zertifikate im Besonderen gilt der Abgeltungssteuersatz.

Welche Märkte können mit Turbo Zertifikaten gehandelt werden?

Turbo Zertifikate werden für beliebte und liquide Zertifikate-Märkten wie Aktien, Indizes, Rohstoffe und Devisen zu den hierzulande üblichen Börsenzeiten 8:00 bis 22:00 Uhr angeboten.

  • Aktien: Amazon, Tesla, Microsoft u.a.
  • Devisenpaare EUR/USD, AUD/USD, GBP/USD, EUR/JPY
  • Globale Indizes: DOW Jones, DAX30, u. a.
  • Häufig gehandelte Rohstoffe: Gold, Rohöl

Können Turbo Zertifikate long und short gehandelt werden?

Ja, Sie können sich bei Knock-out-Produkten long und short positionieren.

  • Um einen Knock-out long zum Beispiel einen DAX Turbo Optionsschein zu handeln und auf einen steigenden Basiswertekurs zu spekulieren, kaufen Sie beispielsweise einen „X-Turbo Optionsschein auf DAX - Typ Call“ WKN: PF3N20 / ISIN: DE000PF3N202.
  • Um sich short zu positionieren und auf einen fallenden Index zu spekulieren, kaufen Sie einen „Turbo Optionsschein auf DAX - Typ Put“ WKN: PF36R2 / ISIN: DE000PF36R21.

Fazit

Mit Turbo Zertifikaten in verschiedenen Märkten partizipieren und deren Risiken kontrollieren.

  • Turbozertifikate sind nichts für schwache Nerven. Die Hebelwirkung macht sie zu einem Finanzinstrument, dass nur für Anleger geeignet ist, die ständig einen Blick auf die Kursbewegungen am Markt haben. Anleger oder Trader verlieren maximal ihren Einsatz, nicht mehr. Der Einsatzverlust kann allerdings sehr schnell erfolgen, da dazu kurzfristige Auf- oder Abwärtsbewegungen des Kurses über die Knock-out Schwelle ausreichen. Eine Verlustbegrenzung kann mit einer Stop Loss Absicherung erreicht werden.
  • Ein Vorteil von Turbozertifikaten liegt in der einfachen Preisgestaltung. Der Preis berechnet sich aus der Differenz zwischen aktuellem Indexstand und Basispreis unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses. Turbozertifikate können über die Börse oder direkt bei den Emittenten in unterschiedlichen Varianten (Laufzeit begrenzt oder Open-End mit und ohne Stopp-Loss) erworben werden. Viele Banken bieten das Finanzinstrument an.

 

Thomas Detlef Bär

Thomas Detlef Bär schreibt seit mehr als zehn Jahren über Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherthemen. Bereits vor dieser Zeit galt sein Interesse dem Aktienmarkt. Seine Erfahrungen hat er in vielen Ratgebern niedergeschrieben und in Onlinemedien veröffentlicht. Thomas hat Betriebswirtschaft studiert und mehrere Jahre freiberuflich für Versicherungen gearbeitet. Seit 2020 schreibt er bei Aktien.net über Themen rund um den Aktienmarkt.