Finanztipps für Familien (2018): Die 10 besten Familien Finanztipps

Finanztipps für Familien (2018): Die 10 besten Familien Finanztipps

Familien Finanztipps

Finanztipps für Familien

Steigende Kosten und wegfallende Einnahmen: Viele Familien müssen jeden Cent zweimal umdrehen. Wir stellen die besten zehn Finanztipps für Familien vor, die dabei helfen können, mit den Einnahmen auszukommen und sogar die Altersvorsorge im Blick zu behalten.

  1. Die richtigen Versicherungen wählen

Wer eine Familie hat, sollte mehr Wert auf Versicherungen gegen die wichtigsten Risiken legen, als dies bei Alleinstehenden der Fall ist. Die Absicherung der Familie im Ernstfall sind die Mehrkosten wert. Die Haftpflichtversicherung und Krankenversicherung gelten immer als Pflicht.

In der Regel ist es außerdem sinnvoll, sowohl eine Berufsunfähigkeitsversicherung als auch eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Wer hier gut versichert ist, verhindert, dass die Familie im Todesfall oder bei Krankheit des Hauptverdieners Geldprobleme bekommt.

Außerdem sollten frische Ehepartner überprüfen, ob sie durch die zuvor abgeschlossenen Versicherungen überversichert sind. Doppelte Versicherungen sollten gekündigt werden. Viele Versicherungen bieten elementare Absicherungen wie beispielsweise die Haftpflichtversicherung günstig oder gegen geringe Mehrkosten auch für den Ehepartner an.

Auf diese Weise lässt sich Geld sparen, das dann in wichtigere Versicherungen investiert werden kann. Auch wenn das Sicherheitsbedürfnis gerade bei jungen Eltern häufig sehr hoch ist, sollten sie darauf achten, dass nicht zu viele unnötige Risiken abgedeckt sind, die notwendigen jedoch alle enthalten sind. Sonst steigen die Kosten für die Versicherung unverhältnismäßig an.

  1. Beide Partner an der Finanzplanung beteiligen

Trotz der Emanzipation der Frau ist es auch heute noch in vielen Familien so, dass der Ehemann das Geld verwaltet und die Ehefrau ihm diese Aufgabe überlässt, ohne sich selbst zu informieren oder für sich Geld anzulegen. Dies ist jedoch ein Problem. Im Ernstfall weiß die Frau dann nicht, welche Geldanlagen für welchen Horizont geplant sind und unter welchen Bedingungen sie umgeschichtet werden müssen. Zudem sind die Bedürfnisse von Frauen bei der Geldanlage auch wegen der längeren Lebensdauer andere.

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Tagesgeld gehört zu jeder guten Geldanlage

 

Außerdem: Die meisten Frauen legen in Krisenzeiten besser Geld an, als dies Männer tun. Grund dafür ist das Meiden zu großer Risiken und gründlicheren Informationen, während Männer häufig eher renditeorientiert sind. Während sich dies in Hausse-Zeiten leicht positiv niederschlägt, verlieren Männer mehr Geld in schlechten Zeiten und können deswegen weniger Gesamtrendite verzeichnen. Die Frau bewusst in die Entscheidungen einzubeziehen, kann sich also auch finanziell lohnen.

  1. Flexibilität wahren

Gerade dann, wenn eine Familie Nachwuchs plant, sollte sie bei Geldanlagen zu jedem Zeitpunkt so viel Flexibilität wie möglich wahren. Das ermöglicht es, auf die geänderten finanziellen Bedingungen ohne Verluste reagieren zu können oder Absicherungen problemlos zu erhöhen.

Dies gilt im besonderen Maße auch für eine Immobilie. Während viele Familien das Eigenheim als A und O ansehen, kann sich das eigenen Haus auch nachteilig auswirken. Es setzt den Hauptverdiener unter finanziellen Druck und bindet sehr früh sehr viel Kapital. Es kann deswegen sinnvoller sein, erst einmal auf die Immobilie zu verzichten und das Thema Eigenheim mit mehr Ruhe und Eigenkapital anzugehen. Es sollte allerdings ein langfristiger Plan entwickelt werden, um mehr Eigenkapital anzusparen.

  1. Mehrausgaben richtig kalkulieren

Viele Eltern unterschätzen die Ausgaben, die von ihren Sprösslingen verursacht werden. Allerdings hängt dieser Betrag auch maßgeblich vom Einkommen der Eltern ab. Statistisch gesehen kostet ein Kind nach dem Statistischen Bundesamt monatlich knapp 550 Euro. Dabei gibt es zwischen Ost und West kein Gefälle, sehr wohl aber beim Einkommen. Während Paare mit einem Nettoeinkommen von bis zu 1.700 Euro monatlich gut 350 Euro für ihr Kind zahlen, sind es bei Paaren mit einem Einkommen von 5.400 Euro bereits über 860 Euro. Wie teuer ein Kind ist, hängt also auch davon ab, wie viel die Familie verdient.

Nicht eingerechnet sind allerdings Mehrausgaben wie ein größeres Auto oder einmalige Anschaffungskosten. Auch Betreuungskosten und Versicherungen wurden in der Erhebung nicht berücksichtigt.

Ein weiterer wichtiger Posten ist zudem das sinkende Familienkommen. Das Einkommen von Eltern liegt durchschnittlich bei 63 Prozent des Einkommens von kinderlosen Paaren. Grund dafür ist, dass in der Regel einer von zwei potenziellen Doppelverdienern erst in den Erziehungsurlaub geht und im Anschluss häufig über Jahre in Teilzeit verbleibt.

  1. Haushaltsbuch führen

Ein Haushaltsbuch sollte von jeder Familie geführt werden, da es die folgenden Vorteile hat:

  • Die Übersicht über die finanzielle Lage ist deutlich besser.
  • Unnötige Ausgaben werden schneller erkannt.
  • Die Familie bleibt leichter innerhalb ihres Budgets.
  • Es fällt leicht ihr leichter, unnötige Ausgaben zu vermeiden.
  • Es wird erkennbar, wie hoch mögliche Tilgungsraten für einen Immobilien- oder Autokredit wären.

Auf diese Weise gelingt es Familien mit wenig Einkommen besser, mit dem zur Verfügung stehendem Einkommen hauszuhalten. Familien mit mehr Einkommen können hingegen besser abschätzen, wie viel Geld in einer langfristigen Finanzplanung genutzt werden kann.

  1. Anlagehorizont und Risiko kennen

Für Familien ist es noch wichtiger, ihre Geldanlagen mit Bedacht zu tätigen. Eine umfangreiche Finanzplanung ist notwendig, um freies Kapital zwar gewinnbringend anzulegen, aber nicht zu stark zu binden, um im Ernstfall darauf zugreifen zu können. Zugleich legen zu viele Familien zu vorsichtig an. Eine Finanzberatung kann hier oft weiterhelfen und klärt darüber auf, welche Produkte im jeweiligen Lebensabschnitt sinnvoll sind.

Ungeprüft sollten Familien diese Vorschläge jedoch nicht übernehmen. Gerade dann, wenn es sich um sehr komplexe Verträge handelt, sind die Mehrkosten häufig unnötig hoch. Auf keinen Fall sollten Verträge direkt im Beratungsgespräch abgeschlossen werden. Stattdessen sollten Anleger Vergleichsangebote einholen und so günstige Lösungen finden. Auch eine mehrfache Beratung von unterschiedlichen Experten kostet zwar Zeit, kann jedoch Geld und Ärger sparen.

Interessant sind in dieser Hinsicht immer auch Informationsquellen und spezielle Finanzportale, die die tägliche Nachrichtenlage abdecken. Wir können in der Hinsicht die Webseite finanzen.net empfehlen, das stets den kompletten Markt abbildet.

  1. Zuschüsse und Vergünstigungen für Familien

Familien steht grundsätzlich eine ganze Reihe von finanziellen Zuschüssen und Hilfe zur Verfügung:

  • Mutterschaftsgeld
  • Elterngeld
  • Kindergeld
  • Kinderzuschlag
  • Kinderfreibetrag
  • Kinderbetreuungskosten
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen

Familien sollten sich bereits während der Schwangerschaft darüber informieren, welche Möglichkeiten sie haben und wo sie diese beantragen müssen. Viele Leistungen werden nämlich nicht automatisch gestellt.

Sollten Versicherung Kosten, die mit der Schwangerschaft angefallen sind, nicht ersetzen, können werdende Mütter diese immerhin von der Steuer absetzen. Voraussetzung ist, dass diese über der Grenze der zumutbaren Belastung liegen. Allerdings sollte ein Arzt, Heilpraktiker oder Hebamme die Rechnung gestellt oder ein Rezept hierfür ausgestellt haben, damit das Finanzamt die Leistung anerkennt.

Darüber hinaus ergeben sich zahlreiche steuerliche Vorteile. So ist es möglich, in der Steuer einen Kinderfreibetrag 4.608 Euro jährlich geltend zu machen. Auch Betreuungskosten bis zu 4.000 Euro können steuerlich abgesetzt werden. Dies gilt auch im Rahmen von haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen, die beispielsweise durch die Kinderbetreuung entstehen.

Familien mit nicht ausreichendem Familieneinkommen können zudem einen Kinderzuschlag beantragen. Dies ist dann möglich, wen für das Kind Kindergeld bezogen wird, und Einnahmen und Einkommen die Höchstgrenzen nicht überschreiten. Zudem darf kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld bestehen. Der Kinderhöchstzuschlag beträgt bis zu 160 Euro pro Kind.

  1. Riestern

Ob sich Riestern lohnt, hängt vom Verdienst der Familie und der Anzahl der Kinder ab. Grundsätzlich gilt allerdings, dass je kinderreicher die Familie ist, es sich umso eher lohnt zu riestern. Der Staat bietet für jeden Riester-Sparer 154 Euro und für jedes seit 2007 geborene Kind zusätzlich 300 Euro hinzu. Zudem verringern sich die Beträge, die eingezahlt werden müssen. Wer nichts verdient, muss nur 60 Euro leisten, damit die Zulagenstelle die Zuschüsse gewährt. Auf diese Weise ergibt sich in vielen Fällen eine mehr als ordentliche Rendite, die deutlich über dem liegt, was die Anleger auf dem freien Markt erhalten können – gerade bei gleichem Risiko.

Wer gerade erst Mutter geworden ist und davor mittelbar zulageberechtigt war, wird allerdings durch die staatliche Einzahlung in die gesetzliche Krankenkasse für drei Jahre nach der Geburt unmittelbar zulageberechtigt und muss deswegen unter Umständen mehr für seinen Riestervertrag zahlen. Dennoch lohnt sich dies in der Regel.

  1. Für das Kind sparen

Wer im jungen Alter anfängt zu sparen, kann sein Vermögen fast mühelos durch den Zinseszinseffekt noch deutlich vergrößern. Kinder können auf diese Weise mit finanziellem Rückhalt in ihre Ausbildung starten oder sich größere Träume erfüllen. Bereits wenig Geld kann gerade jungen Erwachsenen viel ermöglichen und häufig schießen Großeltern oder Paten etwas hinzu.

Für das Kind sparen sollten Eltern allerdings nur, wenn Kapital übrigbleibt, nachdem die folgenden Posten bezahlt sind:

  • Fixkosten
  • Notwendige Versicherungen
  • Lebenshaltungskosten
  • Kredite
  • Eigene Altersvorsorge

Wer dann noch Geld übrig hat, um für das Kind zu sparen, sind Fondssparpläne, gerade im Bereich von ETFs auf Indizes empfehlenswert. Sie bieten aufgrund einer großen Streuung ein geringes Risiko und sind im Vergleich zu anderen Produkten sehr kostengünstig.

  1. Eigene Altersvorsorge nicht vernachlässigen

Auch wenn andere Ausgabe drückender scheinen: Die Altersvorsorge sollten auch Eltern nicht dauerhaft vor sich her schieben. Es lohnt sich auch hier, frühzeitig einzusteigen, um den Zinseszinseffekt mitnehmen zu können. Wenn das Geld knapp ist, ist es oft sinnvoller, den Konsum mithilfe des Haushaltsbuches etwas einzuschränken und das Kapital abzuknapsen. Nur wenn es wirklich nicht möglich ist, sollten Eltern darauf verzichten, Vorsorgemaßnahmen für das Alter zu treffen.

Fazit:

Eine Familie steht im Vergleich zu einem Alleinstehenden oder Paaren vor besonderen Herausforderungen. Vor allem dann, wenn Nachwuchs ansteht oder bereits da ist, muss die Familie mit finanziellen Einbußen und Mehrkosten rechnen. Nachdem die wichtigsten Posten wie Lebenshaltung, Kredite und Versicherungen abgedeckt sind, sollte auch Geld angelegt werden. Dabei ist nicht immer das Eigenheim die beste Wahl. Für viele Familien sind flexiblere Geldanlagen besser geeignet. Familien sollten sich zudem darüber informieren, ob Riestern sich für sie lohnt.

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