Saxo Bank

Saxo Bank Erfahrungen – Test und Bewertung

Die Saxo Bank ist inzwischen seit fast 25 Jahren als Finanzdienstleister tätig und kann auch im Online-Bereich auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen. Dass sie vielen Privatanlegern nicht bekannt ist, liegt auch an dem Umstand, dass sich der Broker gezielt an erfahr//www.aktien.net/aktien-sicher-handeln/ene und professionelle Anleger richtet.

Unglaublich umfangreiches Angebot

Der wohl größte Pluspunkt der Saxo Bank wird auch unerfahrenen Tradern direkt ins Auge fallen: Das Angebot des Brokers scheint fast unerschöpflich zu sein:

  • 182 Devisenpaare im Forexhandel
  • Mehr als 9.000 CFDs an mehr als 30 internationalen Börsen
  • 19.000 Aktien an 36 globalen Handelsplätzen
  • Mehr als 200 Futures-Kontrakte an 22 weltweiten Börsen
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Aktienhandel mit der Saxo Bank

Die Saxo Bank versucht, ein möglichst kundenfreundliches Gebührenmodell zur Verfügung zu stellen. Die folgenden Dienstleistungen sind ohne Zusatzgebühren erhältlich:

  • Kontoführung
  • Kontoaufstellungen
  • Charting-Package
  • Telefonische Order-Platzierungen und Anpassungen
  • Intelligentes Auftragsrouting
  • Client-Trading-Manager
  • Chartanalyse-Tool
  • Wirtschaftsdatenkalender und Marktnachrichten

Bereits ab vier monatlichen Trades an einer bestimmten Börse erhalten Trader außerdem kostenfreie Live-Kursdaten von sämtlichen Handelsplätzen an.

Die Aktien können auch genutzt werden, um sie als Sicherheit für andere Margin-Geschäfte zu hinterlegen. Seit dem 01.01.2015 entfallen die Depotgebühren auf Wertpapiere nicht mehr. Stattdessen erhebt die Saxo Bank 0.01 % pro Monat, dabei jedoch mindestens fünf Euro zuzüglich MwSt. Die Belastung des Kundenkontos erfolgt dabei monatlich.

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Hier zeigt sich auch der Umstand, dass sich die Saxo Bank üblicherweise eher an professionelle Kunden richtet. So bietet der Broker Algorithmic Orders an, um größere und kompliziertere Orders durchzuführen. Ohnehin werden die Orders per Smart Oder Routers durchgeführt.

Konditionen für den Aktienhandel

Die Konditionen für den Wertpapierhandel hängen maßgeblich vom Handelsplatz ab. An europäischen Börsen beträgt die Kommission üblicherweise 0.10 %. Prag (0.28 %), Warschau (0.30 %) und London Stock Exchange SEAQ (0.35 %) bilden hier eine Ausnahme. Die Mindestkommission bewegt sich üblicherweise bei 12 Euro, kann jedoch in Einzelfällen auch darunter liegen. Maximal beträgt sie 50 GBP. In den USA können Trader ab 15 USD handeln, in Kanada werden mindestens 25 CAD fällig. Im Asien-Pazifik-Raum beträgt die Kommissionsrate 0.15 %, in Johannesburg, dem einzigen afrikanischen Handelsplatz, den die Saxo Bank anbietet, sind es 0.25 %.

Darüber hinaus bietet der Broker für besonders aktive Kunden Sonderpreise an. Wer mehr als 100 Trades pro Kalendermonat durchführt, kann von deutlich günstigeren Gebühren profitieren. US-Amerikanische Aktien lassen sich dann bereits ab 6 Euro handeln. Xetra und andere europäische Handelsplätze sind bereits ab 9 Euro nutzbar, die London Stock Exchange beginnt bei 5 GBP.

Teilausführungen sind taggleich kostenfrei, darüber hinaus können Mehrkosten entstehen.

Saxo Bank mit drei Kontomodellen

Die Saxo Bank bietet abhängig von der Einzahlung unterschiedliche Kontomodelle. Um das Classic-Konto zu erhalten, sind mindestens 10.000 USD Einzahlung notwendig. Der Trader erhält dann Zugriff auf alle Tradingprodukte und Plattformen. Zudem kann er die Kundenberatung und den Support nutzen. Im Premium-Konto, das ab 100.000 USD Einzahlung erhältlich ist, sind darüber hinaus auch die folgenden Dienstleistungen enthalten:

  • Telefonische Orders
  • Kostenlose News und Research
  • Account Executive Service

Der Platinum-Account steht Kunden offen, die mindestens eine halbe Million Euro investieren. Der einzige weitere Vorteil sind individuelle Preise. Sowohl Premium als auch Platinum können von institutionellen Kunden genutzt werden.

Saxo Bank in der Kritik

Die Saxo Bank ist dabei leider kein Unternehmen, das seine Kunden immer zufriedenstellt und fair behandelt. In der Vergangenheit fiel der Broker negativ auf, weil er zur Entkoppelung des Franken Kurse der Kunden nachträglich änderte. Erst im Sommer 2016 entschied ein Ombudsmann in London, dass das Unternehmen seine Kunden unfair behandelt habe, und schlug einen finanziellen Ausgleich vor. Auch in Bezug auf den Kundenservice musste die Saxo Bank negative Bewertungen hinnehmen. Allerdings hat der Broker seit den Vorkommnissen einen neuen Geschäftsführer und auch andere Teile des Vorstandes mussten ihren Hut nehmen. Mit Ruhm bekleckert hat sich der Broker allerdings sicherlich nicht.

Über Saxo Bank

Die Saxo Bank wurde 1992 in Dänemark gegründet. Auch heute noch ist der Hauptsitz des global tätigen Finanzdienstleisters in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Sie hört allerdings erst seit 2001 auf den Namen Saxo Bank. Zu diesem Zeitpunkt erhielt das Unternehmen die EU-weite Bankenlizenz.

Erklärtes Ziel des Brokers ist es unter anderem, die Technologie für den Kunden stetig weiterzuentwickeln und so noch mehr Sicherheit, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit bieten zu können. Die besten Jahre im Vergleich zu anderen Brokern hatte die Saxo Bank um 2011. Dort konnte der Broker zahlreiche Preise einheimsen. Untere anderem wurde das Unternehmen für die Ausführungsgeschwindigkeit, Forschung und Analyse und die beste Trading-App ausgezeichnet. In den letzten Jahren konnte der Broker an die Erfolge der Vergangenheit jedoch nicht mehr anknüpfen. Dies soll sich nun mit einem kompletten Neustart ändern. Saxo Bank hat nicht nur die Webadresse geändert und Teile des Vorstandes ersetzt, sondern auch ein komplett neues Design implementiert. Auf diese Weise ist es gut möglich, dass der Broker sich wieder in die Riege der absoluten Top-Anbieter einreihen kann.

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SaxoTrader – Die Handelsplattform ist auch mobil nutzbar

Um den Kunden eine möglichst professionelle Handelsumgebung zu bieten, hat der Online Broker den SaxoTrader entwickelt. Es handelt sich dabei um eine vollständig individualisierbare und professionelle Handelsplattform. Sie unterstützt bis zu sechs Bildschirme, kann Orders besonders schnell ausführen und bietet zahlreiche Trading-Tools.

Darüber hinaus bietet die Saxo Bank mit SaxoTraderGO eine mobile Variante an, die von PC, Max, Tablet oder Smartphone aus nutzbar ist und keine gesonderte Installation erfordert. Ziel ist es, die hohe Funktionalität von SaxoTrader zu erhalten, ohne an Übersichtlichkeit auf kleineren Bildschirmen oder Komfort anzubieten. Für iOS und Android steht zudem eine native App parat, während der SaxoTraderGO auch über den Browser schnelles Trading ermöglichen soll, ohne zuvor eine Handelssoftware downloaden zu müssen.

Demo-Account und Lernmaterial

Die Saxo Bank bietet allen, die ihren SaxoTrader oder SaxoTraderGO testen möchten, die Möglichkeit, ein kostenfreies Demokonto zu nutzen. Zu Beginn erhalten Kunden einen freien Zugang über 20 Tage. Das Demokonto wird mit 100.000 USD Spielgeld aufgeladen und bietet so genügend Spielraum, den Service der Saxo Bank ausführlich zu testen. Auch danach können Kunden das Demokonto behalten, müssen allerdings einen Live Account eröffnen. Dann kann das Demokonto auch über die Testperiode hinaus genutzt werden, um noch mehr hinzuzulernen oder neue Strategien und Systeme zu erproben.

Darüber hinaus bietet das Unternehmen diverse Video-Guides an. Auf diese Weise soll allerdings vor allem die Nutzung der Handelsplattform schneller verständlich werden. Darüber hinaus bietet Saxo Bank verschiedene weitere Lernmaterialen an, die teilweise ebenfalls per Video zur Verfügung stehen. Darüber hinaus stellt der Broker auch verschiedene Broschüren und Infomaterialien zum Lesen bereit. Eines der Prunkstücke sind die zahlreichen Webinare, zu denen sich Kunden der Saxo Bank anmelden können. Auch vor Ort finden teilweise Seminare und Treffen statt, allerdings ist dies derzeit vor allem in Osteuropa der Fall, sodass deutsche Kunden hier eher nicht fündig werden.

Support der Saxo Bank

Grundsätzlich ist der Kundenservice der Saxo Bank rund um die Uhr an Wochentagen erreichbar. Als Kontaktmöglichkeiten stehen unterschiedliche Wege zur Verfügung. So bietet der Broker beispielsweise einen Live-Chat an und stellt in seinem Hilfe-Center umfangreiche FAQ und andere Informationen bereit. Wer möchte, kann das Unternehmen sogar in seiner Zentrale in Kopenhagen besuchen.

Wer die Saxo Bank aus Deutschland anrufen möchte, muss allerdings mit Mehrkosten rechnen. Eine Hotline mit deutscher Festnetznummer ist derzeit nicht erreichbar. Viele Probleme lassen sich jedoch auch per Email, Fax oder Kontaktformular lösen.

Zahlungsmethoden bei der Saxo Bank

Die Saxo Bank gestattet grundsätzlich drei Methoden, den Account aufzuladen. Die herkömmliche Banküberweisung wird innerhalb von ein bis fünf Bankwerktagen gutgeschrieben. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch Kreditkartenzahlung an. Derzeit akzeptiert der Broker die folgenden Kreditkarten:

  • Visa, Visa Electron und Visa Debit
  • MasterCard und MasterCard Debit
  • Diverse lokale Kreditkarten wie Maestro in den UK oder CB in Frankreich

Debit-Kartenzahlung ist dabei frei von zusätzlichen Gebühren. Bei herkömmlichen Kreditkarten leitet die Saxo Bank allerdings die Gebühren der Kreditkartenanbieter weiter. Sie variieren zwischen 1,80 und 2,50 Prozent, wobei für Euro üblicherweise 1,90 % der Gesamtsumme fällig wird. Kunden, die eine Ersteinzahlung tätigen möchten, sollten dies bedenken, da die Gebühr von der Gesamtsumme abgezogen wird. Die Saxo Bank erhebt bei Ein- und Auszahlungen also keine zusätzlichen Gebühren, übernimmt allerdings auch nicht die des Zahlungsdienstleisters für den Kunden.

Als Drittes existiert noch die Möglichkeit, Wertpapiere aus dem Depot zur Saxo Bank zu übertragen. Dies ist allerdings mit einiger Bearbeitungszeit verbunden.

Sicherheit bei der Saxo Bank

Natürlich haben viele Kunden das Vorgehen der Bank rund um die Franken-Krise mit Skepsis betrachtet. Der Bank kann mangelnde Fairness und Übergehen des Kundeninteresses aus Eigennutz vorgeworfen werden. Allerdings zeigen die Geschehnisse auch: Die Geschädigten erhalten ihr Geld zurück. Möglich ist dies auch deswegen, weil die Saxo Bank in Europa reguliert und lizensiert wird.

Deswegen muss das Unternehmen europaweite Regelungen und Vorschriften erfüllen. Hierzu zählt beispielsweise der Umstand, dass die Bank Mitglied im dänischen Einlagensicherungsfonds ist. Im Insolvenzfall sind also Bareinlagen von Kunden bis zu 100.000 Euro abgesichert. Aktien und Co. zählen natürlich auch hier zum Sondervermögen und müssen in jedem Fall an den Kunden zurückgegeben werden. Sonst können noch einmal bis zu 20.000 Euro Gewähr je Kunde geleistet werden.

Zu den Auflagen zählt beispielsweise auch, dass das Unternehmen transparent über mögliche Interessenskonflikte aufklärt und die bestmögliche Ausführung der Kundenorders sicherstellt.

Fazit:

Kaum eine Bank bietet Tradern ähnlich viel Auswahl wie die Saxo Bank. Privatanleger dürfte in manchen Fällen die Mindesteinzahlung von 10.000 Euro zu viel sein. Der Broker bietet nicht die günstigsten Konditionen.

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