CASHBOARD Erfahrungen – Test und Bewertung

CASHBOARD ist ein Anbieter für Robo-Advisor, der im Gegensatz zu einem Großteil der Konkurrenz lediglich auf Gewinne eine Gewinnbeteiligung fordert und keine generellen Kosten erhebt. Das Unternehmen wirbt sogar damit, mindestens zwei Prozent Gewinn jährlich auszubezahlen und richtet sich somit auch an sicherheitsbewusste Anleger.

Welches Angebot hat CASHBOARD?

CASHBOARD ermittelt die Risikobereitschaft seiner potentiellen Neukunden durch einen Fragebogen und teilt ihnen dann ein passendes Portfolio zu. Derzeit stehen die drei Portfolios Kapitalschutz, Ausgewogen und Rendite zur Verfügung. Diese bestehen wiederum aus vielen Einzelprodukten, die unterschiedlichen Risikoklassen zugeordnet sind. Auf diese Weise ergibt sich zumindest dann, wenn alle Portfolios gemeinsam betrachtet werden, ein Querschnitt durch die heute verfügbaren Anlagemöglichkeiten. Beispiele sind:

  • Festgeld
  • Tagesgeld
  • Europäische Geldmarktfonds
  • Europäische Rentenfonds
  • Mischfonds
  • Euro-Garantiefonds
  • Währungsanleihen
  • Aktienfonds mit Standardwerten, außereuropäischen Aktien oder internationalen Nebenwerten
  • Social Trading-Produkte wie Wikifolio
  • Startup-Investments
  • Privatkredite
  • Optionsscheine
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Je nach Risikoklasse hat der Anleger jedoch nicht Zugriff auf alle Assets. Stattdessen stehen ihm nur die zur Verfügung, die zu seiner Risikostufe passen. Aus ihnen kann er dann allerdings selbstständig wählen. Auf diese Weise kann er unliebsame Produkte meiden oder sich für passiv verwaltete ETFs entscheiden und so Geld sparen.

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CASHBOARD ist ein Anbieter für Robo-Advisor

Darüber hinaus hat CASHBOARD noch ein erweitertes Angebot. So bietet es im Rahmen des 5 % ImmobilienPlus-Konto fünf Prozent Festzins an. Dabei besteht die Anlage zu zwei Dritteln aus Immobilien und zu 35 % aus einem Investment in Fundflow.

Darüber hinaus bietet es 1 % auf ein Tagesgeldkonto an. Der Zins ist für 12 Monate garantiert und gilt für bis zu 250.000 Euro Anlagekapital. Die Zinsausschüttung erfolgt halbjährig. Die Zinsen werden dabei teilweise von CASHBOARD finanziert, der Rest wird von ebase beigesteuert. Allerdings ist Voraussetzung für das Tagesgeldkonto, dass der Kunde ein anderes CASHBOARD-Konto nutzt.

Wie teuer ist CASHBOARD?

Wie teuer CASHBOARD ist, hängt unmittelbar mit dem Anlageerfolg zusammen. Das Unternehmen erhebt eine Gewinnbeteiligung von 10 %. Dies gilt allerdings erst ab einer Mindestrendite von zwei Prozent.

Dabei wird das High-Watermark Prinzip genutzt. Erzielt eine Anlage beispielsweise eine Rendite von 5 %, gilt der erreichte Betrag als Anfangsbetrag für die nächste Abrechnungsperiode. Das bedeutet im Falle von einer Anlage über 1.000 Euro Folgendes:

  1. Die Anlage erzielt ein Wachstum auf 1.050 Euro.
  2. CASHBOARD zieht von den 50 Euro Gewinn den garantierten Zins in Höhe von 2 % oder 20 Euro ab.
  3. Von den verbleibenden 30 Euro gehen 10 % Gewinnbeteiligung, also 30 Euro ab.
  4. 1.050 ist die nächst High Watermark. Nur wenn die Anlage diesen Wert plus zwei Prozent Zinsgarantie übersteigt, erhebt CASHBOARD wieder eine Provision. In diesem Fall wäre dies bei einem Betrag über 1.071 Euro der Fall.

Darüber hinaus werden allerdings auch zusätzliche Gebühren fällig. Das Unternehmen vermittelt beispielsweise auch aktiv gemanagte Fonds. Auch wenn der Ausgabeaufschlag grundsätzlich entfällt, müssen Kunden natürlich Managementgebühren oder Innenprovisionen berechnen. Diese betragen bis zu 1,6 Prozent und werden bei der Berechnung der Rendite abgezogen. Auch ETFs schlagen bei Kauf und Verkauf mit bis zu 0,41 % zu Buche. Grund sind die Börsengebühren, die bei der Transaktion fällig werden.

Insgesamt beträgt die Total Expense Ratio (TER) zwischen 0,39 und 0,74 %. Der Kunde sollte dies also zusätzlich zur Gewinnbeteiligung einkalkulieren.

Keine zusätzlichen Kosten fallen allerdings für die folgenden Dienstleistungen und Produkte an:

  • Kontoeröffnung
  • Ein- und Auszahlungen
  • Sparaufträge
  • Kontoschließung
  • Alle Fonds ohne Aufschlag

Sollten dort von den CASHBOARD-Partnern zusätzliche Gebühren gefordert werden, übernimmt diese CASHBOARD. Das Unternehmen garantiert zudem, dass es Fremdkosten immer in maximal gleicher Höhe weiter gibt.

Welche Bedingungen bietet CASHBOARD?

Kunden können die Dienste von CASHBOARD bereits ab einem Betrag von 100 Euro in Anspruch nehmen. Dabei gibt es keine Höchstgrenze für das Investment, allerdings ist die Mindestrendite nur bis zu einer Anlagehöhe von 10.000 Euro garantiert. Ab 25.000 Euro erhalten Kunden zudem einen Premium-Status. Sie bekommen dann einen persönlichen Ansprechpartner zugewiesen und die Konditionen bei der Gewinnbeteiligung verbessern sich für sie.

Es ist nicht zwingend notwendig, dass der Anleger einen Wohnsitz oder ein Konto in Deutschland besitzt. Vor allem innerhalb des europäischen Auslands gestaltet sich die Nutzung von CASHBOARD auch dank SEPA-Überweisung unproblematisch. US-Amerikanische Bürger können allerdings kein Konto eröffnen.

Auszahlungen bei CASHBOARD nicht direkt möglich

Wer Geld wieder auszahlen möchte, kann sein Portfolio selbstständig wieder abbauen. Allerdings ist dies erst dann möglich, wenn das entsprechende Produkt seine Mindestlaufzeit bereits erfüllt hat oder ohnehin täglich verfügbar ist. Die Beschränkungen werden allerdings vor dem Portfoliostart und vor dem Kauf angezeigt. Sofort verfügbare Produkte können dann innerhalb von einer Woche liquidiert werden.

Es gibt jedoch auch Anlageprodukte, bei denen der Kunde investiert bleiben muss. Dies gilt beispielsweise bei Crowdfunding oder Privatkrediten. Hier wird die Investition über einen Zeitraum von einem bis sieben Jahren angelegt und kann vorher auch nicht liquidiert werden. Allerdings bietet CASHBOARD auch in diesem Fall an, eine individuelle Lösung zu erstellen.

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Bietet CASHBOARD tatsächlich zwei Prozent Zinsen garantiert?

Grundsätzlich ist dies der Fall. Allerdings gilt das Angebot nur für Kunden, die sich für das Kapitalschutzkonto entscheiden. Die risikoreicheren Portfolios verfügen nicht über einen derartigen Schutz.

CASHBOARD finanziert dies über Provisionen, die das Unternehmen für Kontoeröffnungen und Anlagen von den Anlagepartnern erhält. CASHBOARD bündelt diese Provision und gibt sie an die Kunden weiter. Die Garantie gilt allerdings nur bis Ende 2017. Ob danach ein ähnliches Angebot folgt, ist unklar.

Allerdings bietet CASHBOARD keine Zinsgarantie im üblichen Sinne. Wer die Geldanlage mit Angeboten wie Festgeld oder Tagesgeld gleichsetzt, schätzt sein Risiko falsch ein. Das wohl wichtigste Risiko ist der Umstand, dass das Unternehmen dies erst einmal stemmen können muss. Prinzipiell wäre nämlich auch das folgende Szenario denkbar: Die Kurse stürzen in den Keller und CASHBOARD ist schlicht nicht in der Lage, zwei Prozent Rendite zu zahlen. Es kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und muss Insolvenz anmelden. In diesem Falle würde die Investition zwar vorhanden bleiben, da sie zum Sondervermögen gerechnet werden. Der Kunde würde allerdings dieses allerdings natürlich nur zu dem Preis zurückerhalten, den sein Investment dann noch Wert ist. Die Garantie würde in diesem Fall nicht greifen. Der Kunde hätte zwar grundsätzlich darauf Anspruch, allerdings gäbe es niemanden, der seine Forderung begleichen könnte.

Über CASHBOARD

Die CASHBOARD GmbH aus Berlin gilt als eines der führenden neuen FinTechs aus Deutschland. Das StartUp wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach für sein Potential ausgezeichnet. Die Wirtschaftswoche bescheinigte dem Angebot, zu den Top 20 FinTech-Unternehmen in Deutschland zu gehören.

Hinter dem Angebot von CASHBOARD stecken gleich drei unterschiedliche Unternehmen. Neben CASHBOARD selbst sind für das Angebot noch zwei weitere Finanzdienstleister für den Erfolg des Unternehmens verantwortlich.

Wie jeder Anbieter von Robo-Advisorn braucht auch CASHBOARD eine Vollbank, bei der das Geld der Kunden angelegt und verwaltet werden kann. Im Falle von CASHBOARD wird diese Aufgabe von ebase übernommen. Sie kann mehr als 65-jährige Erfahrung in der Depotverwaltung vorweisen und verfügt über eine BaFin-Lizenz. Darüber hinaus trägt die Hanseatische Portfoliomanagement Hamburg Verantwortung für das Angebot von CASHBOARD. Es handelt sich dabei um einen zugelassenen Finanzportfolioverwalter, der CASHBOARD als gebundener Agent nach deutschem Aufsichtsrecht überwacht und berät.

Service und Kundensupport bei CASHBOARD

CASHBOARD bietet eine 0800-Nummer an und ist somit aus dem deutschen Festnetz kostenfrei erreichbar. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch die Kontaktmöglichkeit per Email. Der Kundenservice ist dabei werktags von 9 – 18 Uhr besetzt und bietet somit eine gute Erreichbarkeit.

Darüber hinaus informiert das Unternehmen auch über die gängigen Social Media-Kanäle. In seinem Blog informiert CASHBOARD zudem auch über allgemeine Finanzthemen.

Sicherheit bei CASHBOARD

CASHBOARD fungiert ausschließlich als technische Plattform zur Vermittlung der Geldanlage. Die Kundengelder selbst lagern bei der Vollbank ebase, die der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt. Dementsprechend sind Kundeneinlagen über 100.000 Euro in jedem Fall abgesichert – zusätzlich zum Sondervermögen wie Aktien und andere Wertpapiere. Außerdem geht die Einlagensicherung bei ebase weit über die gesetzlich vorgeschriebene Höhe hinaus. Derzeit beträgt sie knapp 40 Millionen Euro.

Ein besonderer Service ist zudem der Kapitalschutz des Unternehmens. Allen Anlegern, die sich für das Portfolio mit dem geringsten Risiko entscheiden, sichert der Anbieter zu, den Kapitalerhalt zu 100 % zu garantieren. Dies gilt für Beträge bis zu 10.000 Euro und nach 12 Monaten Anlagedauer.

Auch auf die Daten achtet das Unternehmen. Die Daten der Kunden unterliegen dem deutschen Bundesdatenschutzgesetz, das als eines der strengsten der Welt gilt. Gerade bei Finanzdaten legen Kunden deswegen häufig besonderen Wert darauf, dass es sich um eine verständliche und strikte Datenschutzregelung handelt, wie es bei CASHBOARD der Fall ist.

Das Unternehmen speicherte Daten der Kunden zudem nur, wenn dies zur Bearbeitung über CASHBOARD notwendig ist. Sie gibt sie nur dann an Partner weiter, wenn es notwendig ist und der Kunde der Weitergabe zustimmt. Um auch technisch die notwendige Sicherheit zu gewährleisten, nutzt das Unternehmen ausschließlich nach höchsten Sicherheitsrichtlinien zertifizierte Server in Deutschland. Vertrauliche Informationen werden zudem über moderne SSL-Verschlüsselung geschützt, für die CASHBOARD mit Comodo zusammenarbeitet. Eine Firewall und das PIN-/TAN-Verfahren schützen das Portal und die Daten vor dem Zugriff durch unberechtigte Dritte.

Fazit:

CASHBOARD geht im Vergleich zu vielen anderen Robo-Advisorn vergleichsweise ungewöhnliche Wege. Besonders im Bezug auf die Mindestrendite und die Gewinnprovision anstelle von allgemeinen Verwaltungsgebühren ist dies der Fall. Vielen Anlegern erscheint eine Gewinnprovision fairer. Das Startup gilt in der Branche als einer der vielversprechendsten Anbieter auf dem Markt. Nachteilig könnte der Umstand sein, dass das angelegte Geld nicht problemlos und eigenständig wieder ausgezahlt werden kann, falls es langfristig investiert ist.

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