Quellensteuer bei Festgeld im Ausland beachten

Quellensteuer bei Festgeld im Ausland beachten

Quellensteuer Ausland

Festgeldkonten sind nach wie vor überaus beliebte Anlagemöglichkeiten. Festgeldkonten bieten vor allem in unsicheren Zeiten die Möglichkeit, eine möglichst stabile Wertanlage zu ermöglichen.

Daher sind Anlagemöglichkeiten wie Festgeldkonten vor allem bei Personen, die gerne auf Nummer sichere gehen beliebt. Vor allem die Charakteristika die ein Festgeldkonto im Gegensatz zu anderen Kontoarten auszeichnet ist für viele Anleger der endgültige Entscheidungsgrund für die Wahl der Anlagemöglichkeit.

Bei der BACB handelt es sich um eine 1996 gegründete bulgarische Bank.

Bei der BACB handelt es sich um eine 1996 gegründete bulgarische Bank.

Im Folgenden erfahren Sie, wie auch Sie von der beliebten Anlagemöglichkeit des Festgeldkontos profitieren und wie Sie unter anderem die möglichen Vorteile von Festgeldkonten aus dem Ausland für sich nutzen.

Festgeldkontos – Inland vs. Ausland

Viele Anleger sind durch die umstrittene Geldpolitik der europäischen Zentralbank dazu gedrängt, sich mit extrem niedrigen Zinsbeträgen abzufinden, die unter anderem keinen Kapitalerhalt, geschweige denn einen Zuwachs ermöglichen.

Auch die Festgeldkonten, die in der Regel dafür bekannt sind, vergleichsweise günstige Zinskonditionen anzubieten, bieten oft keine zufriedenstellende Auswirkung auf das angelegte Kapital mehr.

Daher sehen sich immer mehr Anleger gezwungen, zu Kontoalternativen im Ausland zu greifen.

Auch hier sind Festgeldkonten unter anderem sehr beliebte Möglichkeiten der Geldanlage. Denn Festgeldkonten sind dafür bekannt, wie bereits erwähnt, Zinskonditionen anzubieten, die eine deutlich bessere Ausbeute bezogen auf das angelegte Kapital versprechend als entsprechende Kontoalternativen.

Dies hängt unter anderem auch damit zusammen, dass Festgeldkonten der Bank eine gewisse Sicherheit in Bezug auf die Geldanlage bieten. Da beim Festgeldkonto eine feste Laufzeit vertraglich geregelt ist, kann die Bank entsprechend über diese Vertragslaufzeit frei über die angelegten Geldbeträge verfügen.

Nützlich ist dies vor allem für die Bank. Anleger hingegen sehen diese Eigenschaft des Festgeldkontos oft eher als zu statisch an. Durch die Möglichkeit, die der Bank durch die festgelegte Laufzeit jedoch gegeben wird, kann eben dieser hohe Zinsbetrag für den Anleger ermöglicht werden.

Reichen jedoch auch diese Zinsbeträge nichtmehr aus, so kann der Anleger oft nur noch auf Alternativen im Ausland zurückgreifen. Welche Herausforderungen diese Entscheidung mit sich bringt, erfahren Sie unter folgendem Punkt.

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Festgeldkontos aus dem Ausland – eine Alternative?

Die Variante des Festgeldkontos aus dem Ausland ist so in vielen Fällen die einzige Alternative, die vielen Anlegern bleibt, um eine zufriedenstellende Verzinsung von deren Wertanlagen zu erzielen.

Der Vorteil an ausländischen Festgeldkonten ist, dass im Gegensatz zu heimischen Festgeldkonten die Möglichkeit besteht, die wirtschaftliche aber auch die politische Situation anderer Länder zum eigenen Vorteil auszunutzen. Denn durch die abweichenden wirtschaftlichen Vorrausetzungen und Reglementierungen in anderen Ländern, können bessere Konditionen bezogen auf die Zinsvereinbarungen erreicht werden.

Darüber hinaus kann es sich nicht nur lohnen fernab der Handlungsgewalt der europäischen Zentralbank nach geeigneten Angeboten zu suchen, sondern auch innerhalb von Europa gibt es immer wieder wirtschaftliche Konstellationen die zu vergleichbar besseren Zinsbeträgen als im Inland führen.

Vorteile des europäischen Festgelds?

Bei der Erwägung zur Eröffnung von Festgeldkonten im Ausland, sollte immer auf die entsprechende Einlagensicherung geachtet werden. Die Einlagensicherung beschreibt den rechtlichen Grenzwert, welchen die Bank bei möglichen Liquiditätsengpässen beziehungsweise Insolvenzproblemen an den Anleger zurück übermitteln können muss.

Diese Einlagensicherung ist europaweit einheitlich geregelt und beläuft sich derzeit auf einen Betrag von 100.000 Euro. Sollten also Beträge über den Wert von 100.000 Euro auf einem europäischen Festgeldkonto angelegt werden, kann es bei Insolvenz der Bank, wenn nicht anders geregelt, zu einem Verlust der Differenz zur Einlagesicherung kommen.

Da in anderen Ländern diese Einlagensicherung unter anderem nicht gesetzlich geregelt sein muss, sollten Sie immer im Vorhinein eine Überprüfung der entsprechenden rechtlichen Grundlagen durchführen.

Daher ist die Erwägung eines Festgeldkontos in einem anderen europäischen Land unter anderem in vielen Fällen sicherer. Jedoch kann bei genauer Recherche auch entsprechend im EU-Ausland unter Umständen eine bessere Alternative zum europäischen Festgeld gefunden werden.

Festgeldkonto im Ausland – Währungsproblematik?

Bei vielen Banken kann auch im Ausland eine Kontoführung in Euro möglich sein. So kann für den Anleger das Währungsrisiko minimiert werden. Die Möglichkeit jedoch auch andere Währungen zu nutzen, bieten dem Anleger die Möglichkeit ein spekulatives Element in die Anlage mittels Festgeldkonto einließen zu lassen. Hier muss dann entsprechend nicht nur auf den Zinsbetrag geachtet werden, sondern auch die Perspektiven der Währung sind zu beachten um kein allzu hohes Risiko einzugehen.

Da viele Nutzer von Festgeldkonten jedoch ein möglichst geringes Risiko bevorzugen, nutzen viele die Möglichkeit der Kontoeröffnung in eigener, heimischer Währung.

Festgeldkonto im Ausland – Steuerliche Aspekte

Im Ausland erwartet viele Anleger jedoch auch eine steuerliche Veränderung der bereits im Vorhinein Beachtung geschenkt werden sollte. So muss beispielsweise darauf geachtet werden, dass Zinsen die auf ausländischen Festgeldkonten anfallen nicht automatisch steuerlich erfasst werden und gegebenenfalls je nach steuerlichen Verordnungen bei der Einkommenssteuererklärung deklariert werden müssen.

Bei Festgeldkonten im Ausland kann jedoch noch zusätzlich eine sogenannte Quellensteuer hinzukommen. Diese wird entsprechen an die im Ausland erworbenen Zinserträge angerechnet. Jedoch kann, je nach steuerbezogenen Regelungen im Inland die Quellensteuer beispielsweise an die Einkommenssteuer angerechnet werden.

Abweichende Währungsverhältnisse können entsprechend zu einem weiteren Gewinn beziehungsweise zu einem Verlust führen. Bei Gewinn kann es ebenfalls zusätzlich zu einer Versteuerung kommen, bei einem etwaigen Verlust kann es jedoch zu einer Steuerminderung kommen.

Alles in allem kann jedoch davon ausgegangen werden, dass entsprechend der steuerlichen Belastung im Inland wie im Ausland überwiegend gleiche Verhältnisse herrschen.

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Festgeldkonto im Ausland eröffnen – worauf ist zu achten?

Sowohl bei Anlagen im EU-Inland sowie im EU-Ausland ist vor der Eröffnung eines Festgeldkontos eine Legitimationsprüfung zu vollziehen. In dieser wird die Identität des Kontoinhabers festgestellt und sichergestellt, dass der Weg für die internationale Geldwäsche und andere kriminelle Handlungen zunehmend erschwert wird.

Diese Legitimationsprüfung kann sich jedoch als Hürde herausstellen, da hier meist das persönliche Erscheinen von Nöten ist.

Fazit

Um im von den vermeintlich besseren Zinsbeträgen im Ausland zu profitieren, kann die Möglichkeit des ausländischen Festgeldkontos durchaus attraktiv und verlockend sein.

Werden einige wichtige Faktoren wie beispielsweise die Einlagensicherung beachtet, so stehen ausländische Festgeldkonten den heimischen Festgeldkonten in nichts nach. Möglicherweise bieten Festgeldkonten anderer Länder sogar weit höhere Sicherheitsstandards.

Auch hinsichtlich der steuerlichen Verordnungen müssen Sie sich primär keine Sorgen machen, die Versteuerung kann zwar bezogen auf andere Steuerarten wie beispielsweise die Quellensteuer etwas komplizierter von statten gehen, entspricht jedoch in den meisten Fällen in Summe der gleichen steuerlichen Belastung wie im Inland.

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