CapTrader Erfahrungen – Test und Bewertung

CapTrader ist einer der Anbieter in Deutschland, die als sogenannter Introducing Broker für Interactive Brokers (IB) auftreten. Das bedeutet, dass CapTrader als Ansprechpartner für die geworbenen Kunden fungiert und beispielsweise auch einen Kundenservice stellt. Das Angebot selbst stammt allerdings von Interactive Brokers. CapTrader kann die günstigen Gebühren allerdings mit nur sehr wenig Aufschlag weitergeben und hat zudem einige Vorteile für deutsche Kunden, die IB selbst nicht bieten kann.

Welches Handelsangebot bietet CapTrader?

Die Auswahl und die Möglichkeiten sind bei CapTrader außergewöhnlich vielseitig und umfangreich. Der Broker bietet den Handel an mehr als 100 Börsen auf der ganzen Welt an. Der Fokus liegt dabei eindeutig auf USA und Europa, allerdings ist auch eine mexikanische und einige asiatischen Handelsplätze Teil des Angebotes.

Insgesamt sind auf diese Weise weit mehr als eine Million Wertpapiere bei CapTrader handelbar. Die Produktpalette umfasst:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Optionen
  • Futures
  • ETFs
  • Anleihen
  • Forex
  • Währungen
  • CFDs
  • Rohstoffe
Jetzt zum Angebot von CapTrader

Wie hoch sind die Gebühren bei CapTrader im Vergleich?

CapTrader kann die günstigen Gebühren von Interactive Brokers fast 1 zu 1 an deutsche Kunden weitergeben. Unter den Introducing Brokern von IB ist der Broker somit einer der günstigsten in Deutschland und somit auch auf dem deutschen Markt.

Bei den meisten Börsen beträgt die Kommission 0,10 Prozent des Transaktionsvolumen. Bei einem Großteil dieser Börsen beträgt die Mindesthandelssumme vier Euro, wobei es teils jedoch auch Abweichungen gibt. So sind in Großbritannien 8 GBP bis zu einem Transaktionsvolumen von 50.000 GBP Fixpreis, bei der Schweiz beträgt die Mindesthandelssumme ganze 15 CHF. In Stuttgart müssen Trader 0,12 Prozent des Handelsvolumen als Kommission einplanen, in Mexiko sind es sogar 25 Prozent. Der Handel in den USA und Kanada ist ab einem Cent pro Aktie möglich, bei einer Mindesthandelssumme von 2 US-Dollar oder einem CAD.

Damit bietet der Broker im Aktienhandel sehr günstige Konditionen und kann gerade bei Tradern mit mittelgroßem Volumen außergewöhnlich günstig sein. Es können allerdings noch weitere Gebühren von Dritten hinzukommen.

So präsentiert sich Captrader auf seiner Webseite.

So präsentiert sich Captrader auf seiner Webseite.

Auch weitere Finanzprodukte können günstig gehandelt werden:

  • Optionen ab 2 Euro
  • CFD Deutschland 30: 0,01 Prozent Kommission, zwei Euro mindestens
  • CFD Aktien Europa: 0,1 Prozent Kommission, mindestens 5 Euro
  • Währungshandel: 0.3 Basispunkte mal Transaktionsvolumen als Kommission, variierendes Minimum
  • Optionsscheine und Zertifikate: 0,20 Prozent, mindestens sechs Euro

Welche Konditionen müssen Anleger beachten?

Auch die Fixkosten sind bei OB sehr günstig. Die Depotführung ist kostenfrei möglich. Bei bestimmten Depots kann allerdings ein Risikoaufschlag fällig werden, die börsentäglich berechnet wird. Zudem erhebt der Broker Gebühren, wenn der Depotwert unter 1.000 USD sinkt. Dann wird ab dem Folgemonat jeweils monatlich ein Euro abgezogen, falls keine Trades getätigt werden.

Auch die Handelsplattformen und Telefonorders verursachen keine Zusatzgebühren. Ebenso sind Dividendenauszahlungen kostenfrei. Limit- und Order-Änderungen und Streichungen können Zusatzkosten verursachen. Dies gilt auch für Teilausführungen.

Die Kontoeröffnung ist dabei bereits ab 2.000 Euro möglich. Bei IB selbst müssen Anleger hingegen mindestens 10.000 USD investieren, sodass sich hier bei CapTrader ein deutlicher Vorteil für Anleger ergibt, die nicht einen so hohen Betrag anlegen möchten.

Auszahlungen sind einmal im Monat kostenfrei, für SEPA-Überweisungen wird jedoch ein Euro fällig. Jede weitere Überweisung kostet acht Euro zusätzlich.

Die Handelsplattformen von CapTrader

CapTrader darf dank der Zusammenarbeit mit Interactive Brokers auf die beliebte TraderWorkStation zurückgreifen. Sie gilt als eine der hochwertigsten und professionellsten Handelsplattformen, die derzeit im Einsatz sind. Das hat allerdings durchaus auch Nachteile für Einsteiger und Trader, die andere Plattformen gewohnt sind. Einsteigerfreundlich ist die Handelsplattform bei all den Funktionen und Tools sicherlich nicht. Es kann sich allerdings durchaus lohnen, die Zeit und den Aufwand aufzubringen und so Zugriff auf eine professionelle Trading-Lösung zu haben, die sämtliche Strategien und Analysen ermöglicht.

Wer mit weniger Funktionen genauso zurechtkommt, kann allerdings auch auf den WebTrader zurückgreifen. Hier ist das Trading deutlich schneller zu verstehen und durchzuführen, die Handelsplattform ist übersichtlich und bietet ausreichend Funktionen, um durschnittliche Anleger vollends zufriedenzustellen.

Mit AgenaTrader hat CapTrader noch eine dritte Software im Programm, die allerdings kein Stand-Alone benötigt und mit der TWS zusammen genutzt wird. Sie ermöglicht das Trading mit technischer Unterstützung.

Die Plattformen bei Captrader wurden mehrfach ausgezeichnet

Die Plattformen bei Captrader wurden mehrfach ausgezeichnet

Gibt es eine CapTrader App?

CapTrader bietet Anlegern die Möglichkeit, über den MobilTrader von unterwegs zu handeln und so jederzeit auf Marktveränderungen reagieren zu können. Enthaltene Finanzprodukte sind neben Aktien, Optionen und Futures auch FuturesOptionen.

Anleger können Order eingeben und Verwalten, Echtzeitkurse abrufen, Kontoauszüge- und –Informationen kontrollieren und ihr Depot überprüfen.

Die App ist dabei für zahlreiche Betriebssystem kostenfrei verfügbar. Neben iOS und Android ist die CapTrader App auch für Blackberry und über Java möglich.

Wie funktionieren Einzahlungen?

Einzahlungen können bei CapTrader ausschließlich per Überweisung getätigt werden. Der Sitz von IB ist zwar in England, Anleger können jedoch ein deutsches Konto bei der citigroup Frankfurt nutzen und so Gebühren sparen. Anleger müssen dafür im Verwendungszweck ihren Vor- und Zunamen und die Kontonummer angeben. Es ist zudem sinnvoll, eine Einzahlungsnotiz zusätzlich zur Überweisung beim Broker im Account einzureichen. Auf diese Weise kann CapTrader die Zahlung deutlich schneller verbuchen.

Insgesamt bietet CapTrader also keine all zu flexiblen Zahlungsmöglichkeiten und somit auch nicht wirklich viel Komfort. Anleger sind inzwischen von anderen Brokern deutlich mehr Service gewohnt. Auch ein Depotübertrag funktioniert nur relativ kompliziert und ohne automatischen Übertrag.

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Gibt es ein Demokonto oder Lernmaterial?

CapTrader bietet ein Demokonto an, dass sowohl für die TraderWorkStation als auch für den AgenaTrader verfügbar ist. Anleger können auf diese Weise unkompliziert CapTrader Erfahrungen sammeln, ohne eine finanzielles Risiko einzugehen. Es kann ohnehin sinnvoll sein, das Demo-Konto zu nutzen, selbst wenn Anleger mit dem Trading schon einige Erfahrungen sammeln können und darüber unkompliziert ihre Qualifikation für die riskanteren Finanzprodukte nachzuweisen.

Etwas bedauerlich ist, dass der Broker für die Inanspruchnahme neben E-Mail-Adresse und Adresse auch die Telefonnummer des Traders fordert. Natürlich muss dieser dann auch zustimmen, dass er Werbung erhalten darf. Natürlich ist es möglich, dies zu widerrufen, allerdings können Anleger sich darauf einstellen, dass CapTrader von der Gelegenheit Gebrauch machen wird.

Die Bildungsmaterialien sind bei CapTrader durchaus eine Erwähnung wert. Der Konzern hat zusammen mit dem Mutterunternehmen FXFlat erst vor Kurzem zu einer Webinare-Offensive aufgerufen, die für Einsteiger und Profis gleichermaßen interessante Informationen bereithalten sollen und dem Broker dabei helfen soll, sich gegen andere Anbieter auf dem Markt durchzusetzen.

Die Captrader Handelsmöglichkeiten auf einen Blick

Die Captrader Handelsmöglichkeiten auf einen Blick

Gibt es einen CapTrader Bonus?

Es gibt keinen CapTrader Bonus für Wechsler oder Neukunden. Vermutlich sind die Konditionen hier zu knapp kalkuliert. Vieltrader können auch keine Rabatte oder Boni erwarten. Bei Zertifikaten gibt es ab einem gewissen Handelsvolumen einen Rabatt, es gibt allerdings keine fixen Nachlässe durch eine bestimmte Anzahl an Trades.

Einen Bonus erhalten Trader bei CapTrader deswegen eigentlich nur dann, wenn sei einen Neukunden werben. Zahlt dieser bei seiner Ersteinzahlung zwischen 2.000 und 24.999 Euro ein, erhält der Kunde dafür 150 Euro. Liegt die Ersteinzahlung sogar über diesen Betrag, sind es 250 Euro. Die Einzahlung muss dabei innerhalb von 30 Tagen geschehen und darf nicht direkt wieder ausgezahlt werden.

Wie können Anleger den Kundenservice erreichen?

Der Kundenservice von CapTrader kann auf vielen Arten erreicht werden. Der Online Broker bietet dabei nicht nur eine kostenfrei Hotline an, sondern stellt auch einen Rückruf-Service zur Verfügung.

CapTrader ist unserer Kenntnis nach der einzige deutsche Introducing Broker für IB, der auch den persönlichen Kontakt ermöglicht. Zum einen ist dies dadurch möglich, dass der Broker auf Messen und Börsentagen vertreten ist und dort natürlich das Gespräch mit Kunden oder Interessenten sucht. Auf der anderen Seite besitzt CapTrader auch ein Büro in Ratingen und lädt Kunden auch dorthin ein.

Darüber hinaus bietet der Broker auch einen Live-Chat und eine E-Mail-Adresse als Kontaktweg. Dass der Broker sehr kundenorientiert arbeitet, wird daran ersichtlich, dass er auf der Webseite immer nur einen Klick vom Kontakt zum Kundenservice entfernt ist.

Vorab sollte man die die entstehenden Kosten genau kalkulieren.

Vorab sollte man die die entstehenden Kosten genau kalkulieren.

Wie seriös ist CapTrader?

CapTrader ist selbst nicht von einer Finanzaufsichtsbehörde reguliert oder lizenziert. Dies ist allerdings auch nicht erforderlich, da das Unternehmen als Finanzdienstleister auftritt, der lediglich die Dienste von Interactive Brokers vermittelt. Der Kunde handelt also nicht mit CapTrader und dieser hat auch zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf das Geld.

CapTrader wurde inzwischen von FXFlat erworben. Das Unternehmen ist seit 2015 Wertpapierhandelsbank und wird von der BaFin seit 1998 als unabhängiger Vermögensverwalter lizenziert.

Als tatsächlicher Handelspartner tritt allerdings dennoch einzig und allein Interactive Brokers UK auf. Dabei handelt es sich um die britische Tochter des US-Unternehmens. Dieses wird von der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA kontrolliert, die ihrerseits als eine der strengsten Behörden weltweit gilt. Kundeneinlagen werden selbstverständlich nach UK-Vorgaben abgesichert. Zudem greift eine Absicherung über die Lloyds of London, sodass bis zu 30 Millionen US-Dollar versichert sind.

Fazit: CapTrader mit sehr günstigen Konditionen

CapTrader ist einer der Introducing Brokern von Interactive Brokers, die die Konditionen am günstigsten weitergeben und zudem am professionellsten auftreten. Dementsprechend führt an dem Angebot, hinter dem sich inzwischen die FxFlat verbirgt, kaum ein Weg vorbei. Der Aktienhandel ist nur selten günstiger und vor allem die Tatsache, dass Anleger nicht deswegen mehr Geld bezahlen müssen, ist außergewöhnlich.

Da auch Handelsplattform, Einlagensicherung und Services zu überzeugen wissen, gilt CapTrader als einer der interessantesten Broker, die auch auf dem deutschen Markt vertreten sind. Dabei hat CapTrader im Vergleich zum Originalangebot von IB zudem den Vorteil, dass nur 2.000 Euro Ersteinzahlung notwendig sind und es keinen Mindestbetrag bei den monatlichen Provisionen gibt. Auf diese Weise eignet sich das Angebot selbst für Gelegenheits-Trader und Einsteiger.

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