Aktienarten

Aktienarten – Diese Unterschiede gibt es

In diesem Bericht wollen wir auf die vielen verschiedenen Aktienarten eingehen. Aktienarten gibt es mehr als genug. Gerade Anfänger haben das Problem, dass sie nicht so viel verstehen. Bei vielen Menschen ist es so, dass sie selbst nicht über die einfachsten Aktien Bescheid wissen. Das ist problematisch und auch schade. Denn beim Handel mit Aktien an der Börse kann sich schon nach einiger Zeit ein nettes Einkommen verdienen lassen. Es kann sich also durchaus lohnen anfangen an der Börse zu handeln. Und nicht nur beim reinen Zeitvertreib macht es Sinn mehr über die verschiedenen Arten der Aktien zu lernen. Auch bei anderen Formen wie einem Fondssparplan oder alternativen Anlageformen kann es Sinn machen mehr über Aktien Bescheid zu wissen.

Anfänger werden verwunderlich feststellen, dass das Angebot von Aktien sehr groß ist. Es ist völlig normal, dass man auf den ersten Blick nicht gleich alles weiß. Daher haben wir diesen Ratgeber geschrieben, damit Anfänger und natürlich auch Fortgeschrittene hier nachlesen können.

Die Form der Aktie kann viele unterschiedliche Faktoren beeinflussen. Anleger haben abhängig von der Aktienart unterschiedliche Rechte und Pflichten. Weiterhin ist die Art der Aktie auch für die Höhe der Rendite ausschlaggebend.
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Was ist eine Stammaktie?

AktienartenDie Stammaktie ist eine sehr weit verbreitete Aktie. Sie stellt den Besitz an einem Unternehmen dar. Der Eigentümer der Aktie wird somit auch als Aktionär bezeichnet. Er hat Anspruch auf die Gewinnausschüttung, und besitzt ein Stimmrecht bei der Jahreshauptversammlung. Die Stammaktien stellen namenlose Anteilscheine dar. Man bezeichnet sie auch als Inhaberaktien.

Der Handel mit Aktien ist im Paragraph 12 des Aktiengesetzes niedergeschrieben. Den Kurs eine Stammaktie kann man an der Börse einsehen. An der Börse werden alle Aktien gehandelt. Es kann Fälle geben, wo die Stammaktie nicht als Original an die Eigentümer ausgegeben werden. Vielmehr bekommen die Aktionäre ein Zertifikat, welches den Besitz der Aktie verbrieft. Diese Vorgehensweise kommt sehr häufig bei den internationalen Aktien vor. Die Zertifikate fungieren genauso wo Aktien.

Mit dem Besitzt einer Stammaktie hat der Inhaber das Recht an der Hauptversammlung teilzunehmen. Als Aktionär dar man zudem über die Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern abstimmen. Der Aktionär darf auch mitbestimmen wie der Bilanzgewinn genutzt wird. Weiterhin darf ein Aktionär auch entscheiden ob eine Aktiengesellschaft aufgelöst wird.

Was die Pflichten angeht, so hat der Aktionär die Pflicht beim Ordern die Aktien auch zu bezahlen. Man bezeichnet diese Form der Zahlung auch als sogenannte Einlagenleistung. Die Einlagenleistung findet man auch im Aktiengesetz. Und schließlich besteht auch die Pflicht darin dem Unternehmen nicht zu schaden.

Im Vergleich mit anderen Aktien werden dem Inhaber einer Stammaktie Rechte übergeben. Auf diese Weise können institutionelle Aktionäre einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Geschäftes ausüben.

Was die Nachteile angeht, so sind diese eher gering. Der größte Nachteil liegt im Risiko, welches sich aus der Rendite ergibt. Die Rendite ist selbstverständlich von der Unternehmensentwicklung abhängig. Wenn der Gewinn niedrig ist, so ist die Rendite der Aktie ebenfalls gering. Weiterhin muss der Aktionär mit einem Kursrisiko rechnen. Und wenn die Aktiengesellschaft insolvent geht, so kann es zu einem Totalverlust kommen.

Was sind Vorzugsaktien?

Vorzugsaktien

Welche Vorzugsaktien gibt es?

Diese Vorzugsaktie ist neben der Stammaktie die gängigste Aktienart. Diese Aktien werden ausgegeben, wenn es zu einer Eigenkapitalerhöhung kommt. Schwankungen sollten zu diesem Zeitpunkt in den Mehrheitsverhältnissen nicht bestehen. Ein Vorzugsaktionär muss zwar auf sein Stimmrecht verzichten. Er bekommt aber dafür mehr Dividenden. Wer eine Vorzugsaktie besitzt, bekommt mehr Dividenden als die Inhaber einer Stammaktie.

Die Vorzugsaktien sind also bei den Aktionären sehr beliebt. Sie versprechen eine höhere Dividende und ermöglichen dem Unternehmen ganz einfach ihr Eigenkapital aufzustocken. Dafür müssen sie nicht mal Mitbestimmungsrechte abgeben.

In den meisten Fällen wird die Vorzugsaktie auch als Gegenstück zur Stammaktie angesehen. Das Besondere an einer Vorzugsaktie ist, dass das die Aktie zwar Anteile enthält, aber dem Inhaber kein Mitbestimmungsrecht gibt. Die Vorzugsaktien werden bei einer Kapitalerhöhung ausgegeben. Die Kurse der Vorzugsaktien findet man bei der Börse. Weitere Informationen findet man beim Börseninformationsdienst.

Weiterhin besagt der Paragraph 139 des deutschen Aktiengesetzes, dass diese Form von Aktien nur bis zu 50 Prozent des Kapitals einer Unternehmung ausmachen dürfen. Es soll gewährleistet werden, dass mindestens 50 Prozent der Inhaber ein Mitspracherecht besitzen.

Wandelbare Vorzugsaktien

Eine wandelbare Vorzugsaktie ist eine Aktie, die zu einem im Vorfeld festgelegten Zeitpunkt in eine Stammaktie gewandelt wird. Diese Aktien werden von Unternehmen ausgegeben, die einen Anreiz für den Kauf der Aktien schaffen wollen. Zum Kauf gibt es somit Kapital für das Unternehmen. Es gibt aber keine Mitbestimmungsrechte.

Kumulative Vorzugsaktien

Diese Form von Aktien sind den Vorzugsaktien gleichgestellt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Inhaber auch ein Anrecht auf eine Dividende haben. Das Anrecht auf die Dividende besteht auch dann, wenn das Unternehmen Verluste macht. In diesem Fall hat die Aktiengesellschaft die Pflicht die Dividende an den Inhaber auszuzahlen.

Vorteile und Risiken der Vorzugsaktien

Vorzugsaktien haben viele Vorteile wie ihr Name schon verrät. Diese Aktien ermöglichen eine höhere Gewinnausschüttung. Der Inhaber bekommt zwar kein Mitspracherecht, aber seine Dividende fällt höher aus. Und wenn die Aktie eine kumulative Vorzugsaktie ist, so ist die Dividende selbst bei Insolvenz des Unternehmens gesichert. Weiterhin verspricht eine kumulative Aktie auch eine höhere Sicherheit. Falls das Unternehmen liquidiert wird, so werden diese Aktien bevorzugt.

Die Risiken liegen darin, dass Anleger nicht profitieren können, wenn das Unternehmen plötzlich Gewinner zielt, die unerwartet sind. Leider ist die Dividende nämlich im Vorfeld bestimmt worden. Sie hat mit dem Gewinn des Unternehmens nichts zu tun. Weiterhin kann es auch zu einem Totalverlust kommen. Ein derartiger Verlust entsteht beispielsweise dann, wenn eine Vorzugsaktie in eine Stammaktie umgewandelt wird, und das Unternehmen in Insolvenz geht.

Wo und wie kann man Vorzugsaktien kaufen?

Vorzugsaktien versprechen viele Vorteile. Man kann sie als Anleger direkt auf der Börse kaufen. Den Kauf tätigt man über sein Depot, welches man bei seiner Bank hat. Es gibt im Internet viele Portale, die eine Liste von Firmen anbieten, die mit Vorzugsaktien arbeiten. Es gilt sich diese Listen genauer anzuschauen, um sich den richtigen Anbiete herauszusuchen. Zusätzlich sollte die depotführende Bank auch Informationen und Details haben über Unternehmen haben, die diese Form von Aktien ausgeben.

Wenn man eine Vorzugsaktie kauft, so ist der Kurs normalerweise unter dem von Stammaktien. Als Anleger sollte man auch darauf schauen, welche Rechte man bei einer Vorzugsaktie bekommt.
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Was sind Nennwertaktien?

Dann haben wir noch die Nennwertaktie. Diese besitzt einen festen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Der Mindestnennwert dieser Aktie ist nur ein Euro. Der Anteil wird in Euro am Grundkapital verbrieft. Die ausgegebenen Aktien ergeben sich wenn man das Gesellschaftskapital durch den Nennwert teilt.

Wenn Unternehmen Aktien ausgeben, so gibt es zwei Möglichkeiten. Die Nennwertkaktie verbrieft einen Betrag des Grundkapitals. Dieser ist klar definiert. Die Stückaktie dagegen verbrieft für den Inhaber einen Anteil an der Gesellschaft. Es handelt sich hier um das gezeichnete Kapital. Das Gewicht dieses Anteils ist von der Anzahl der ausgegebenen Aktien abhängig.

Was ist eine Stückaktie?

Eine Stückaktie stellt eine unechte und nennwertlose Aktie dar. Dies mag auf den ersten Blick kurios erscheinen, ist aber wahr. Diese Aktienform wurde zum ersten Mal im Jahr 1998 zugelassen. Die Stückaktie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Gesellschaft ein Grundkapital besitzt, welches nennwertbetragsmäßig ist. Bei einer Stückaktie sind zudem auch nicht unterschiedliche Grundkapitaleinteilungen zulässig. Bei einer Stückaktie gibt es also keinen festen Nennbetrag. Jede Aktie besitzt einen gleich großen Anteil am Grundkapital. Die Anteile werden in Prozent angegeben. Die Stückaktien existieren seit dem der Euro auf den Markt gebracht worden ist. Auf diese Weise kann man die Währungsumstellung an der Börse einfacher nachvollziehen. Dies war der Grundgedanken warum diese Aktien auf den Markt gebracht worden sind. Die Aktien erkennt man oftmals an der Abkürzung „o.N.“. Stückaktien besitzen also keinen festen Wert. Sie alle besitzen den gleichen Wertanteil, das bei den Nennwertaktien nicht immer gegeben ist.

Was sind junge Aktien?

Junge Aktien

Was sind junge Aktien?

Unter jungen Aktien versteht man diese Aktien, die zu existierenden Aktien dazu-emittiert werden. Die jungen Aktien werden von einer Aktiengesellschaft ausgegeben. Man bezeichnet diese Aktien als neue Aktien, um sie von den alten Aktien zu unterscheiden. Junge Aktien haben bei der Emission zudem eine eigene Wertpapierkennnummer. Diese Aktien können an der Börse nicht gehandelt werden. Sie werden Altaktionären zu einem Vorzugspreis angeboten. Der Altaktionär bekommt Bezugsrechte.

Junge Aktien haben den Zweck eine Aktiengesellschaft mit neuem Kapital zu versorgen. Daher redet man hier auch gerne von „frischen“ Kapital. Diese Form der Kapitalerhöhung ist eine gute Alternative zu einem Kredit, den man von einer Bank bekommt. Das Herausgeben einer jungen Aktie gibt dem Unternehmen eine Finanzspritze. Die Aktien, die nicht gekauft worden sind, können an der Börse gehandelt werden.

Altaktionäre werden sich an jungen Aktien erfreuen. Diese Aktien geben den Aktionär die gleiche Dividendenberechtigung.

Wie findet man die richtige Aktienart?

Die wichtigsten Aktienformen haben wir ja hier schon beschrieben. Natürlich gibt weitere tausende Aktienformen, aber wir wollen uns in diesem Bericht nur auf die wichtigsten konzentrieren.

Zunächst ist die Frage wichtig in welches Unternehmen man überhaupt investieren möchte. Gerade am Anfang sollte sich der Anfänger weniger mit der Aktienart beschäftigen, sondern mit der Firma. Es nützt nichts eine tolle Vorzugsaktie zu erwerben, die von einer Firma ausgegeben wird mit einer schlechten Rendite oder Bonität. In diesem ersten Schritt ist es sehr wichtig mehr über das Unternehmen herauszufinden. Es kann sich lohnen die Finanzberichte anzusehen, die jährlich oder quartalsweise ausgegeben werden. Weiterhin sollte man die Kurse des Unternehmens anschauen. Wenn die Kurse stark schwanken oder ein deutlicher Abwärtstrend zu erkennen ist, der auch schon seit längerer Zeit besteht, so ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass man lieber die Finger weglässt. Weiterhin sollte man auch Informationen über den Konzern einholen. Es ist auch nicht verkehrt Fachleute anzusprechen oder sich richtig beraten zu lassen. Vielleicht hat man aber auch ein Wunschunternehmen, wo man über die zukünftige Entwicklung optimistisch ist.

Dann schaut man sich an welche Aktienformen es überhaupt gibt. Die wichtigsten hatten wir ja schon genannt. Es gibt einige Unternehmen, die nur ganz bestimmte Aktienarten ausschütten. Schon hier kann also schon entschieden werden, welche Form der Aktie man überhaupt erwerben will. Als Anleger solle man sich bloß nicht von der Entscheidung über die Anlage abbringen lassen, nur weil ein Unternehmen nur über eine bestimmte Aktienart verfügt. Die Tatsache, dass ein Unternehmen nur Stammaktien und keine Vorzugsaktien ausgibt, heißt noch lange nicht, dass man nur Nachteiler erfahren wird.

Dann ist auch wichtig, ob man unbedingt ein Mitspracherecht haben will. Es sind natürlich die Vorzugsaktien, welche in großem Umfang vom Unternehmen ausgeschüttet werden. Die meisten Konzernen nutzen die 50 Prozent als maximalen Anteil auch voll aus. Kleinaktionäre sollten am besten nur Vorzugsaktien bekommen, das Entscheidungen leichter gefällt werden können und sinnlose Diskussionen wegfallen. Möchte man aber als privater Anleger trotzdem mitreden, so empfiehlt sich der Kauf einer Namensaktie. Nur in diesem Fall enthält der Aktionär ein Stimmrecht.

Schließlich sollte man auch versuchen den bürokratischen Aufwand zu senken. Natürlich sind Namensaktien positiv. Der Anleger ist mit allen seinen Daten erfasst und kann vom Unternehmen sehr einfach kontaktiert werden. Für den Anleger aber heißt das, dass er sehr inflexibel ist. Das heißt also, dass man im besten Falle immer eine reine Inhaberaktie erwerben sollte. Auf diese Weise kann man sich viel Aufwand sparen.

Fazit

Aktienarten

Gut informieren und dann profitieren

Es gibt in der Tat viele unterschiedliche Aktien. Wir haben hier die wichtigsten genannt. Wenn es nun darum geht eine neue Aktie zu erwerben, so sollte man aber nicht unbedingt darauf schauen, dass das ausgewählte Unternehmen auch die Wunsch-Aktie emittiert. Es geht im ersten Schritt viel mehr darum, dass man sich das richtige Unternehmen raussucht. Dazu kann man sich die Kursentwicklung anschauen und eine Beratung bei einem Experten aufsuchen. Erst, wenn man das richtige Unternehmen gefunden hat, kann man sich mit den verschiedenen Aktienformen auseinandersetzen. Grundsätzlich sind viele Aktien in ihrer Ausprägung fast gleich. Einige geben ein Mitspracherecht, und andere ermöglichen eine höhere Dividendenausschüttung. Des Weiteren geht es aber letztendlich darum von einer höheren Rendite zu profitieren, und weniger darum unbedingt ein Mitspracherecht auszuüben. Daher sollte man auch nicht unbedingt das Unternehmen wechseln, nur weil das ausgewählte Unternehmen nicht die Wunsch-Aktie ausgibt. Jetzt mehr zu den Aktienarten

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