Libertex Erfahrungen und Tests – Hält der Broker, was er 2019 verspricht?

1997 gegründet hat der Broker Libertex mittlerweile mehr als 2,2 Millionen Kunden. In 27 Ländern ist der Broker aktiv. Hauptsitz ist, wie bei CFD-Brokern durchaus üblich, die Mittelmeerinsel Zypern. Attraktiv ist Libertex vor allem für Trader, die mit Kryptowährungen handeln wollen. Ein derart breites Angebot bietet kaum ein Konkurrent. Positiv ist auch, dass sich der Broker nicht aus dem Spread finanziert, sondern über eine Transaktionsgebühr. Das macht die Kosten transparenter. Klassischen Wertpapierhandel bietet Libertex aber nicht, wer mittel- bis langfristig in Aktien oder ETFs investieren will braucht dafür einen Broker wie DeGiro, die Consorsbank oder S Broker.

Die wichtigsten Informationen in Stichpunkten

Einige wichtige Informationen zu Libertex haben wir hier kurz zusammengefasst.

  • Libertex Kosten durch Transaktionsgebühr, kein Spread
  • 170 handelbare Vermögenswerte
  • In Zypern reguliert
  • Webanwendung und Apps für iOS und Android
  • Support per E-Mail
  • Kostenloses Demokonto

Die Idee: Kostentransparenz

Libertex ist ein fast ganz normaler CFD-Broker. Ungewöhnlich sind allerdings die Libertex Gebühren. Denn üblicherweise verlangen CFD-Broker zwar keine Gebühren, dafür ist der Kaufkurs eines CFDs etwas höher als der Verkaufskurs. Aus diesem Spread finanzieren sich die Broker. Bei Libertex ist es genau anders herum, die Libertex Gebühr ersetzt den Spread. Das ist durchaus vorteilhaft, da es die Kosten transparenter macht.

Libertex Kosten

So wirbt Libertex für sich. Leider findet man aktuell kaum Infos zu den Kosten.

Wie bei nahezu allen Brokern auch gibt es zusätzlich Rollover-Gebühren, wenn eine Position über Nacht gehalten wird. Damit sollen die Finanzierungskosten des Brokers ausgeglichen werden. Entsprechend fällt die Gebühr auch gleich dreimal an, wenn eine Position von Freitag bis Montag geöffnet bleibt, auch wenn am Samstag und Sonntag kein Handel stattfindet.

Zumindest war das der Sachstand vor einigen Monaten. Wer im Februar 2019 die Seite besucht, findet dagegen so gut wie gar keine Informationen zu den Kosten. Auf eine E-Mail zu dem Thema hat der Support leider nicht zeitnah geantwortet.

Was handeln?

213 verschiedene Vermögenswerte bietet Libertex als Basis für seine CFDs an. Dazu gehören Aktien, Rohstoffe, Indizes und Währungen. Groß ist das Angebot an Aktien und Indizes. Sortiert sind die Aktien nicht nach Regionen, wie üblich, sondern nach Branchen, was zeitgemäßer erscheint. Bei den Rohstoffen hat Libertex sein Angebot in Metalle, Öl und Gas sowie landwirtschaftliche Rohstoffe unterteilt.

Rohstoffe

Auch CFDs auf Rohstoffe können bei Libertex gehandelt werden. Quelle: Pixabay

Libertex Kryptowährungen: Großes Angebot

Bekannt ist Libertex aber vor allem für sein großes Angebot an Kryptowährungen. Wo andere nur Bitcoin und vielleicht noch Ethereum bieten, lässt sich bei Libertex auch auf die Entwicklung von Litecoin, NEO oder Ripple spekulieren. Oder auch auf das Währungspaar Litecoin/Bitcoin. Hier ist also nicht das Verhältnis einer Kryptowährung zum US-Dollar oder Euro entscheidend, sondern das zwischen zwei Kryptowährungen.

Die Software: Apps und Webtrader

Für immer mehr Broker steht nicht mehr die PC-Handelssoftware im Zentrum, sondern Apps für das mobile Trading. Libertex ist hier keine Ausnahme. Das Unternehmen bietet mobile Anwendungen fürs iPhone und Android-Telefone sowie eine Web-Plattform.

Libertex Website Test

Ein Blick auf die Libertex Website

Die Web-Plattform wendet sich vor allem an Trader, die für die Chartanalyse etwas mehr Übersicht benötigten als ein Tablet PC oder Smartphone bieten kann. Ein Handelsprogramm wie den MetaTrader gibt es dagegen nicht.

Libertex Einzahlung und Konto: Ab 10,- Euro

Kunden können Geld entweder per Kreditkarte, Banküberweisung oder über den Zahlungsdienstleister Skrill einzahlen. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10,- Euro. Auszahlen lässt sich das Geld nur über eine Banküberweisung. Dafür ist diese immer kostenlos.

Libertex Einzahlung

Die Einzahlungsmethoden bei Libertex

Wer erst einmal sein Talent als Trader testen will, kann das bei Libertex risikolos mit einem Demokonto tun. Da mehr als 80 Prozent der Anleger bei CFD- und Forex-Geschäften Verluste machen, ist das auch durchaus eine ratsame Idee.

Regulierung und Sicherheit: Auf Zypern reguliert

Dass die Firma ihren Sitz in der Republik Zypern hat ist nicht ungewöhnlich. Viele CFD-Broker haben ihren Hauptsitz auf der Insel im Mittelmeer.

Da Zypern Mitglied der EU ist, unterliegt das Unternehmen den üblichen Anforderungen. Dazu gehört beispielsweise, dass Kundengelder getrennt von den Firmengeldern auf separaten Konten lagern müssen. Damit soll verhindert werden, dass Löcher im Firmenhaushalt mit dem Geld der Kunden gestopft werden – und die dann leer ausgehen, falls die Firma insolvent wird. Zusätzlich unterliegen die Gelder dem EU-Einlagenschutz.

Regulierung

Zypern ist Teil der Eurozone.

Support und Website: Schulungen und Nachrichten

Neukunden bietet Libertex eine Einführung in das Thema Trading an. Das Angebot an Schulungen kann aber nicht mit dem der Spitzenreiter in dieser Kategorie mithalten.

Daneben bietet das Unternehmen aktuelle Nachrichten. Die Informationen dort sind aber eher als Hintergrundinformationen zu verstehen. Einen Ticker mit aktuellen Nachrichten für das Newstrading gibt es dagegen nicht. Insgesamt muss man an einigen Stellen lange suchen, bis man die gewünschten Informationen gefunden hat. Am besten wirft man gleichen einen Blick in die Rubrik „Hilfe und Support“, dort findet man Infos am einfachsten.

Libertex Erfahrungen

Libertex bietet zahlreiche aktuelle Nachrichten für Trader.

Nachteilig ist in diesem Zusammenhang, dass die Firma keinen deutschen Support bietet. Wer Fragen hat, muss sich direkt an die Zentrale in Zypern wenden.

Fazit

Libertex wendet sich vor allem Trader, die mit Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum handeln wollen. Kaum ein anderer CFD-Broker kann hier mithalten. So lässt sich beispielsweise auch das Währungspaar Litecoin/Bitcoin handeln. Für Einsteiger bietet der Broker dagegen weniger. Hier eigenen sich Konkurrenten wie Nextmarkets, die ein begleitetes Trading anbieten. Wer langfristig in Aktien und ETFs anlegen will, der braucht ohnehin einen klassischen Broker wie die Consorsbank oder DeGiro.

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