N26 Invest

N26 Invest wird eingestellt – Gründe und Alternativen

Heftig haben die Verbraucherzentralen N26 Invest kritisiert. Für Kleinsparer sei das Produkt ungeeignet, musste sich das erfolgsverwöhnte FinTech aus Berlin anhören. Jetzt ist das Produkt über die App nicht mehr zu erreichen. Offenbar stellt N26 den Vertrieb des Investment-Tools ein. Die übrigen Angebote von N26 laufen dagegen weiter. Doch für Kunden, die eine zeitgemäße, digitale Vermögensverwaltung suchen gibt es Alternativen. Wir verraten, welche Kritik an N26 Invest geäußert wurde, was davon stimmt und was die besten Alternativen sind.

Der Kundenservice weiß bereits, dass das Produkt N26 Invest eingestellt wird.

Top 5 Alternativen zu N26 Invest

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Das wichtigste zu N26 Invest in Kürze

  • N26 stellt digitale Vermögensverwaltung offenbar ein
  • Von den Verbraucherzentralen wurde das Produkt wegen hoher Kosten kritisiert
  • Andere Produkte von N26 laufen weiter
  • Es gibt gute Alternativen zu N26 Invest

War N26 Invest seriös? Was wurde kritisiert?

N26 gilt als eines der erfolgreichsten FinTech Startups in der Bundesrepublik. Erst Anfang Februar veröffentlichte das Nachrichtenmagazin Focus einen fast euphorischen Artikel über die Firma. Nicht im Ressort Wirtschaft, sondern eingeordnet unter „Gesellschaft“.

Weniger angetan waren dagegen die Verbraucherzentralen vom Produkt N26 Invest. Darüber können Kunden Beträge ab 10,- Euro in ein Aktien- und Anleihenportfolio investieren. Dieses Produkt soll jetzt eingestellt werden, über die App ist es schon nicht mehr aufrufbar. Die übrigen Dienstleistungen von N26 laufen dagegen ganz normal weiter.

N26 Invest

Einfach per App Geld anlegen, das war die Grundidee von N26 Invest.

Bei N26 Invest kooperiert das Berliner Startup mit dem Frankfurter Spezialist für digitale Vermögensverwaltung vaaomo. Dessen Robo Advisor legt das Ersparte der Kunden so in ETFs mit Aktien und Anleihen an, dass das Risiko möglichst breit gestreut wird. Grundsätzlich keine schlechte Idee. Gestört hat die Verbraucherschützer aber die Mindestgebühr von 1,90 Euro, was 19,0 Prozent Gebühren pro Monat entspricht.

Auch in Sachen Transparenz musste sich N26 Kritik anhören. Erst nach längerem Suchen finden Kunden heraus, dass eine weitere Gebühr von 0,36 bis 0,44 Prozent hinzu kommt, die direkt von vaaomo einbehalten wird. Unklar ist, ob darin wenigsten auch die Fondskosten enthalten sind.

Top 5 Alternativen zu N26 Invest

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Auch die N26 Performance wurde nach Meinung der Verbraucherschützer zu positiv dargestellt. Denn die Beispielrechnungen berücksichtigten die hohen Gebühren nicht. Kritisiert wurde auch, dass N26 Invest nicht ausreichend auf die Gefahr hinweise, dass Aktien und sogar Anleihen auch im Wert fallen können.

Ist die Kritik berechtigt?

Tatsächlich stellt sich die Frage, ob bei einer Sparrate von 10,- Euro ein Aktien- und Anleihenportfolio überhaupt die richtige Wahl ist. Allerdings ist es durchaus denkbar, dass viele Sparer neben diesem Geld auch noch auf eine Tagesgeldkonto oder ein Zuwachssparen etwas zurückgelegt haben. Das ist wichtig, damit bei finanziellen Engpässen nicht plötzlich Wertpapiere verkauft werden müssen, wenn die Kurse gerade niedrig stehen.

Schwerer wiegt die Kritik an den hohen Gebühren für Kleinsparer. 1,90 Euro pro Monat hört sich nach wenig an. Aufs Jahr gerechnet entstehen so aber Kosten von mindestens 22,80 Euro. Liegen im Jahresdurchschnitt 1.000,- Euro auf dem Konto entspricht das immer noch einer Kostenbelastung von 2,28 Prozent plus weitere 0,36 bis 0,44 Prozent, die von vaamo einbehalten werden. Das geht bei vielen anderen Anbietern deutlich günstiger (siehe „Alternativen“).

Gebühren N26 Betrug

Gebühren bei N26 Invest in Prozent abhängig vom investierten Betrag.

Bei Beträgen ab 2.303,- Euro sinkt die jährliche Belastung auf 0,99 Prozent plus 0,36 bis 0,44 Prozent, also maximal 1,43 Prozent. Auch das ist allerdings teuer. Dass die Kosten bei der Performance von N26 Invest nicht berücksichtigt wurden darf man dem Startup ebenfalls vorwerfen.

Nicht in der Kritik steht dagegen die grundsätzliche Methode Geld von einem Robo Advisor auf unterschiedliche ETFs aufzuteilen. Im Gegenteil, eine breite Risikostreuung wird von nahezu allen Finanzmarktkennern empfohlen.

Was müssen Kunden von N26 jetzt tun?

Wer N26 als Girokonto nutzt muss nicht aktiv werden. Diese Funktion ist weder von der Kritik noch von der Einstellung betroffen. Unklar ist, was mit Bestandkunden von N26 Invest geschieht. Weil das Angebot in Zusammenarbeit mit vaamo betrieben wurde und der Geschäftspartner auch weiter bestehen bleibt ist es denkbar, dass Altkunden das Produkt noch weiter nutzen können.

Sinnvoll ist das aber nicht, denn wie unser Gebührenvergleich zeigt bieten andere Anbieter die gleiche oder mehr Leistung zu günstigeren Konditionen. Wer N26 noch nutzt sollte also wechseln, wer sich für digitale Vermögensverwaltung interessiert gleich einen besseren Anbieter wählen.

Top 5 Aktien Depots

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Welche Alternativen gibt es zu N26?

In den vergangenen Jahren haben sich eine ganze Reihe von digitalen Vermögensverwaltern etabliert. Sie arbeiten alle ähnlich. Ein Algorithmus untersucht Fonds, meist ETFs, auf ihr Risikoprofil. Dann werden sie so gewählt, dass sie zu den Wünschen des Anlegers passen und das Risiko möglichst breit streuen. So gehören zum Portfolio üblicherweise sowohl Fonds die auf Aktien aus Industrieländern setzen als auch solche, die gezielt in Schwellenländer investieren.

Kostenvergleich N26 Invest

Prozentuale Kosten für ein Depot mit dem jeweiligen Wert bei N26 Invest (Schwarz), VisualVest (rot) und Cominvest (grau). Zielfondskosten sind nicht enthalten. Für N26 Invest wurde die Zusatzgebühr mit 0,40 Prozent berücksichtigt. Da Cominvest eine Mindestanlage von 3.000,- Euro verlangt fehlt eine Angabe für ein Depot mit 1.000,- Euro.

Das Konzept ist durchaus sinnvoll, denn mit wenig Aufwand und ohne viel eigenes Fachwissen können Anleger so einen Teil ihres Geldes breit gestreut in Aktien anlegen. Allerdings gibt es Anbieter, die ein besseres Produkt bieten als N26 Invest. Zu nennen sind dabei aktuell vor allem zwei Anbieter, nämlich

  • das Cominvest Depot der Comdirect Bank,
  • VisualVest, der Anbieter der Volks- und Raiffeisenbanken sowie
  • die Easyfolios.

Cominvest in Kürze

Cominvest ist der Robo Advisor der Comdirect Bank und gehört damit überwiegend zum Reich der Commerzbank. Die enge Verzahnung mit der Direktbank ist vor allem für jene vorteilhaft, die gerne alle Bankdienstleistungen aus einer Hand wollen. Oder die wenigsten alle Wertpapiere an einem Ort haben möchten, denn Anleger können dem Cominvest Depot zwar keine eigenen Wertpapiere hinzufügen, aber parallel dazu ein Comdirect Depot führen und dort selbst Aktien und ETFs kaufen.

Die Gebühren liegen bei Beträgen bis 50.000,- Euro mit 0,95 pro Jahr auch geringer als bei N26 Invest, zumal die 0,95 Prozent auch bereits die Verwaltungskosten enthalten. Lediglich die Zielfondskosten komme noch hinzu. Also die Gelder, die von Emittenten der gekauften ETFs direkt einbehalten werden, meist 0,2 bis 0,3 Prozent des Anlagevolumens.

Cominvest Robo Advisor Test

Die Cominvest Website.

Ein weiterer Pluspunkt von Cominvest: Beim Modell „Wir gemeinsam“ erhalten Anleger alle Entscheidungen des Algorithmus zunächst vorgelegt und können sie dann annehmen oder ablegen. Mindestens 3.000,- Euro müssen Kunden bei Cominvest anlegen, deutlich weniger als die 10.000,- Euro, die viele Konkurrenten verlangen oder gar die Millionenbeträge, die für eine klassische Vermögensverwaltung oft erforderlich sind.

Mehr Infos zu Cominvest findet man hier, direkt zum Anbieter geht es hier.

VisualVest in Kürze

Hinter VisualVest steht mit Union Investment die Fondgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken. Vertrieben wird das Produkt aber vor allem über das Internet.

Gegenüber Cominvest punktet VisualVest vor allem mit niedrigeren Verwaltungskosten in Höhe von nur 0,6 Prozent. Hinzu kommen noch Zielfondskosten, also die Gebühren die direkt von den Fondsgesellschaften einbehalten werden. Sie betragen 0,31 bis 0,45 Prozent. Das ist etwas mehr als beim Konkurrenten Cominvest, weil VisualVest auch in aktiv verwaltete Fonds investiert.

Zusätzlich bietet VisualVest mit den sogenannten GreenFolios auch die Möglichkeit direkt in „grüne“ Fonds zu investieren. Weil der Anteil aktiv verwalteter Fonds hier höher ist, sind es aber auch die Zielfondskosten, sie betragen 0,63 bis 1,55 Prozent.

Ein weiterer Pluspunkt: Während die Mindestanlagesumme bei Cominvest bei 3.000,- Euro liegt, sind es bei VisualVest nur 500,- Euro. Wer einen Sparplan anlegt muss gar keine Mindesteinzahlung leisten, sondern nur monatlich mindestens 25,- Euro investieren.

Mehr Infos zu VisualVest findet man hier, direkt zum Anbieter geht es hier.

Easyfolio in Kürze

Anders als beim Cominvest Depot oder bei VisualVest benötigen Anleger für den Kauf eines Easyfolios kein neues Depot – sofern sie schon eines besitzen. Denn bei den Easyfolios handelt es sich um Dach-ETFs, also börsengehandelte Fonds die wiederum andere Fonds kaufen.

Anders als bei klassischen Dachfonds wird die Auswahl aber auch hier von einem Robo Advisor getroffen, was Kosten spart. Wie bei Cominvest oder VisualVest muss der Anleger zunächst seine Risikoneigung bestimmen. Je risikofreudiger er ist, desto höher der Anteil von Aktien und geringer der von Anleihen.

easyfolio verspricht eine einfache und transparente Geldanlage

easyfolio verspricht eine einfache und transparente Geldanlage

Insgesamt stehen drei Easyfolios zur Auswahl, sie bieten 30, 50 oder 70 Prozent Aktien. Die Gebühr liegt bei rund 1,0 Prozent, dort sind aber bereits die Zielfondskosten enthalten. Die eigentliche Verwaltungsgebühr gibt easyfolio mit 0,59 Prozent an, also ähnlich wie bei VisualVest.

Allerdings entstehen beim Kauf zusätzlich Orderkosten. Wer easyfolios für 1.000,- Euro über DeGiro kauft, zahlt aktuell allerdings nur 2,26 Euro Gebühren. Weitere Broker findet man in unserem Vergleich.

Fazit

Das Ende von N26 Invest betrifft nur dieses konkrete Angebot. N26 selbst bleibt weiter aktiv. Auch das Thema digitale Vermögensverwaltung ist damit nicht abgeschlossen. Ohnehin haben andere Anbieter hier bessere Angebote gemacht als das Berliner Startup, beispielsweise die Frankfurter VisualVest.

Top 5 Alternativen zu N26 Invest

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Als Hintergrundinformation veröffentlichen wir hier den alten N26 Erfahrungsbericht aus dem Jahr 2018:

Der N26 Erfahrungsbericht und Test aus dem Jahr 2018

N26 ist eines der wichtigsten FinTech-Startups in Deutschland. Innerhalb kürzester Zeit konnte das Unternehmen sogar eine offizielle deutsche Bankenlizenz erwerben und 200.000 Kunden gewinnen. Das Rezept für den kometenhaften Aufstieg sieht neben einem extrem günstigen Gebührenmodell auch technische Innovationen vor. N26 verspricht, Banking über das Smartphone nicht nur zu ermöglichen, sondern dessen Potenzial auszunutzen.

N26 Invest

Seit Kurzem bietet die Smartphone-Bank auch ein Investment-Portfolio an. Auf Grundlage der Risikobereitschaft des Anlegers investiert das Unternehmen in fünf unterschiedliche ETFs:

  • Global Core Equity Fund
  • Global Small Companies Fund
  • Emerging Markets Value Fund
  • Global Short Fixed Income Fund
  • Global Short Fixed Income Fund

Insgesamt wird die Geldanlage so auf mehr als 15.000 Einzeltitel gestreut. Je nach Sicherheitsbedürfnis des Anlegers besteht das Portfolio aus einer Mischung von Fonds und Anleihen. So sind beispielsweise im zurückhaltenden Portfolio-Mix 60 Prozent Anleihen und 40 Prozent Aktien enthalten, bei mutigem Portfolio-Mix sind es hingegen 80 Prozent Aktien und 20 Anleihen. Dazwischen befindet sich mit „ausgewogen“ und einem Anteil von 40 Prozent Anleihen und 60 Prozent Aktien noch eine Zwischenstufe.

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Bei N26 kann nun auch in ETFs investiert werden

Der Vertrag läuft dabei auf unbestimmte Zeit. Das bedeutet, dass der Anleger das Portfolio jederzeit ohne Kündigungsfrist kündigen kann. Ausreichend ist dafür die Kündigung in Textform. Letztlich vermittelt N26 dabei die Dienste der Vaamo Finanz AG. Es handelt sich also um kein eigenständiges Angebot. Das Depot wird wiederum über die Partnerbank FFB geführt. Es handelt sich dabei um eine der drei größten Fondsbanken in Deutschland und einer 100 %-igen Tochter von Fidelity Investments. Die Bank wird von der BaFin reguliert.

Anleger können die Entwicklung des Investments in der N26 App verfolgen und benötigen keine zusätzlichen Login-Daten oder Programme, um N26 Invest zu nutzen.

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Wie teuer ist N26 Invest?

Die Gebühren, die bei dem Portfolio von N26 anfallen, richten sich auch nach der Höhe des eingezahlten Kapitals. Dabei sind sowohl Monatsraten als auch Einmalzahlungen möglich:

  • Bis 30.000 Euro: Servicegebühr von 0,99 % jährlich
  • 30.000 – 49.999 Euro: 0,79 % im Jahr
  • Mehr als 50.000 Euro: jährlich 0,49 % Servicegebühr

Mindestens wird jedoch eine Mindestgebühr von 1,90 pro Monat und Portfolio fällig.

Dies führt dazu, dass N26 Invest nur dann wirklich günstig ist, wenn der Anleger über ein Mindestkapital verfügt, das im besten Falle vierstellig sein sollte. Grundsätzlich ist es möglich, ab einem Investment von mehr als 2.300 Euro eine Service-Gebühr von unter einem Prozent pro Jahr zu erreichen, was sich dann im Vergleich zu anderen Anbietern besonders lohnen kann. Die Gebühren von N26 Invest sind grundsätzlich deckungsgleich mit denen des eigentlichen Anbieters, vaamo.

Es gibt keine weiteren Transaktions- oder Depotgebühren oder Aufschläge aus anderen Gründen. Die Gebühren beziehen sich als Prozentsatz per annum und werden dem Kunden tagesgenau berechnet. Die Kosten werden quartalsweise anteilig nachträglich zur Zahlung fällig.

Zu Beginn der Einführung von N26 Invest wurde das Unternehmen dafür kritisiert, dass es damit warb, dass bereits ab 10 Euro monatlich ein Investment möglich wäre. Grundsätzlich ist es das auch. Es lohnt sich für den Anleger jedoch keineswegs, eine so geringe Sparrate zu vereinbaren, wenn kein Anfangskapital eingezahlt wurde. Sonst fressen die Gebühren einen Großteil des angelegten Geldes wieder auf.

Für wen empfiehlt sich N26 Invest?

N26 empfiehlt sich grundsätzlich für alle Anleger, denen die Zusammensetzung der angebotenen Portfolios entgegenkommt und die sich mit ihrer Geldanlage möglichst wenig beschäftigen möchten. Derartige passive Investments werden immer beliebter unter Privatanlegern, die Alternativen zur klassischen Bankfiliale suchen und dennoch ein Finanzprodukt möchten, dass sie verstehen und das risikoarm strukturiert ist.

Auch die Kosten können sich sehen lassen. Dies gilt allerdings erst ab einem Anlagekapital im vierstelligen Bereich. Wer beispielsweise nur mit einer monatlichen Sparrate Kapital anlegen möchte oder keinen Notgroschen zur Verfügung hat, sollte zuerst andere Finanzprodukte nutzen, bevor er sich für N26 Invest entscheidet.

Ist N26 Invest sicher?

N26 ist selbst als Bank mit BaFin-Lizenz ein seriöses und vertrauenswürdiges Unternehmen. Allerdings ist es in diesem Fall nur als Vermittler tätig und ist somit im Ernstfall mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ausschlaggebend. Wichtiger sind die Partner Vaamo Finanz AG und die verantwortliche Bank FFB. Vaamo selbst ist ebenfalls nicht in der Lage, direkt Zugriff auf das Geld der Anleger zu nehmen. Der Transfer findet für N26 Kunden ausschließlich zwischen dem N26 Girokonto und der FBB-Bank statt. Es lässt sich also auch nur auf dieses Konto zurücküberweisen. Dementsprechend stellt die Vaamo Finanz AG kein finanzielles Risiko dar.

Und auch wenn die FFB Insolvenz anmelden müsste, müssen die Kunden keinerlei Nachteile fürchten. Diese wird durch die BaFin reguliert und ist deswegen natürlich Mitglied im Einlagensicherungsfonds des deutschen Bankenverbandes. Kundengelder bis zu 100.000 Euro wären hier also geschützt. Dies ist jedoch ohnehin nicht notwendig, da Fonds, Aktien und ETFs als Sondervermögen gelten. Die Wertpapiere könnten also einfach in ein anderes Depot übernommen werden und werden nicht der Konkursmasse der Bank zugerechnet.

Warum lohnt sich N26?

N26 zählt zu einen der wichtigsten FinTechs Deutschlands. Das Unternehmen möchte die Bankenwelt revolutionieren und kann inzwischen auf mehrere Hunderttausende Kunden stolz sein. Seitdem das Unternehmen eine Vollbankenlizenz hat, kann es noch deutlich mehr Service bieten.

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  1. Kostenfreies Girokonto

Kernstück ist natürlich das kostenfreie Girokonto. Es ist dabei vollkommen kostenfrei. Zudem erhalten Kunden der Bank eine kostenlose MasterCard sowie eine MaestroCard hinzu. Bargeldabhebungen sind ohne Zusatzgebühren bei Einzelhändlern möglich. Zudem kann mit der Kreditkarte bis zu fünf Mal im Monat Bargeld an Geldautomaten abgehoben werden. Zudem sind selbst Bargeldeinzahlungen über das CASH26-Netzwerk bis zu 100 Euro monatlich kostenfrei.

  1. Banking App

Eine Besonderheit ist allerdings die ebenfalls kostenlose N26 Banking-App. Sie ermöglicht es, Live-Transaktionen durchzuführen und diese über die App jederzeit zu kontrollieren. Zudem können Statistiken, Tags und Kategorien dazu genutzt werden, das eigene Ausgabeverhalten besser zu kontrollieren und überwachen zu können.

  1. Dispokredit

Innerhalb von nur zwei Minuten können Kunden zudem feststellen, ob sie von N26 einen Dispokredit erhalten. Der verfügbare Überziehungsrahmen kann dann nur mit einem Klick eingerichtet werden. Für Neukunden ist dabei ein Kreditrahmen von bis zu 1.000 Euro möglich, während Bestandskunden bis zu 2.000 Euro Dispokredit erhalten können. Der Dispozins bewegt sich mit 8,9 Prozent ebenfalls in einem fairen Rahmen.

  1. Geld an Freunde in Echtzeit senden

Ein zusätzlicher Service ist MoneyBeam. Das Programm ermöglicht es, direkt Geld an Freunde oder Bekannte zu senden. Auf diese Weise können sich Freunde beispielsweise Hotelrechnungen teilen und dennoch jeder für sich zahlen. So ist es deutlich einfacher, die Übersicht darüber zu behalten, wann wer welche Rechnung gezahlt hat. Entsprechend wird MoneyBeam auch besonders häufig für folgende Leistungen genutzt:

  • Essen
  • Miete
  • Taxi
  • Getränke
  1. Auslandsüberweisungen

Über TransferWise ermöglicht N26 ebenfalls, Auslandsüberweisungen in Fremdwährungen zu tätigen. Überweisungen werden innerhalb von ein bis zwei Werktagen abgeschlossen. Insgesamt können 19 Währungen genutzt werden. Das Besondere dabei: Kunden erhalten den echten Wechselkurs ohne zusätzliche Bankgebühren.

Ist N26 seriös?

N26 ist zweifelsohne ein sehr junges Unternehmen. Die Kombination mit der Nutzung per App lässt vorsichtige Kunden schnell stutzen. Inzwischen verfügt das Startup allerdings über eine Vollbanklizenz und wird durch die BaFin lizensiert und reguliert. Damit steht eine der härtesten Finanzaufsichtsbehörden der Welt parat und guckt den Berlinern genau auf die Finger. Teil der Bedingungen ist natürlich auch, dass N26 Mitglied im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken ist. Das bedeutet, dass je Kunde Einlagen bis zu 100.000 Euro im Insolvenzfall abgesichert sind. Dass dieser eintreten sollte, ist jedoch mehr als unwahrscheinlich. Das Unternehmen gilt in der Startup-Szene fast schon als Everybodys Darling und mehr als ein Business Angel ärgert sich darüber, die Einstiegschancen verpasst zu haben.

Als junges Unternehmen bekam N26 Kritik jedoch durchaus schon zu spüren. So kündigte das Startup rund 400 Kunden, weil diese die kostenfreie Kreditkarte zu häufig zum Geldabheben nutzten. Für Kritik sorgte auch die Umstellung von unbegrenztem Geldabheben per Kreditkarte zu der Begrenzung auf fünf Mal im Monat im gleichen Zuge. Allerdings musste das Unternehmen entgegensteuern, um eine ausufernde Nutzung zu verhindern und hat im Vorfeld die Fair Use-Policy per Kundenumfrage ermittelt. Es ist also durchaus bemüht, auf Kundenwünsche einzugehen. Dass Anfängerfehler nicht immer ausgeschlossen werden können und der Niedrigzins auch N26 vor besondere Herausforderungen stellt, konnte selbst ein Drittel der gekündigten Kunden verstehen und kehrte zu N26 unter neuen Bedingungen zurück.

N26 plant noch mehr

N26 befindet sich derzeit im Umbruch. Die App wird vollkommen auf eigene Technik umgestellt, um dann als Vollbank durchzustarten und noch mehr Finanzdienstleistungen anbieten zu können. Das bedeutet, dass das Unternehmen auch für Privatanleger noch mehr Abwechslung bieten möchte. So sollen auch Sparprodukte in den Fokus des Unternehmens rücken.

Ergänzt wird das Angebot zudem in Zukunft durch Echtzeit-Konsumentenkredite, Versicherungsprodukte und Gemeinschaftskonten. Kunden dürfen zudem gespannt sein, welche Features und technische Innovationen das Startup noch auf den Markt bringen wird, um die Bankenwelt weiter unter Druck zu setzen.

Fazit:

N26 Invest ist ein relativ begrenztes Finanzprodukt, dass sich jedoch gerade deswegen für viele Privatanleger eigenen dürfte. Das Kapital wird dabei je nach Risikoneigung zwischen ETFs gestreut, die Anleihen und Aktienmärkte abdecken. Aufgrund der passiven Verwaltung des Geldes können bei einem ausreichend hohen Anlagekapital die Verwaltungsgebühren im Vergleich zu anderen Banken außergewöhnlich günstig sein. Das Berliner Startup überzeugt zudem mit zahlreichen weiteren kostenfreien Dienstleistungen wie Girokonto, MoneyBeam und Finanz-App. Erwähnenswert ist auch der extrem kurze Zeitraum zwischen Anmeldung und tatsächlicher Kontoeröffnung, die zudem auch durch einen Dispokredit in Minutenschnelle ergänzt werden kann.

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