Vestle Erfahrungen und Test – Hält der Broker was er verspricht?

Hinter Vestle steht ein bekannter Broker. Seit mehr als 20 Jahren besteht das Unternehmen schon, die längste Zeit allerdings unter dem Namen iForex. Um seine Kunden wirbt das Unternehmen unter anderem mit dem Versprechen Technik und persönliche Betreuung optimal zu verbinden.

Die wichtigsten Informationen in Stichpunkten

Die wichtigsten Informationen für schnelle Leser kurz zusammengefasst:

  • Vestle Kosten vor allem in Form von Spreads
  • Mindesteinlage von 100,- US-Dollar per e-Wallet, Kreditkarte oder Überweisung
  • Aktien, Indizes, Währungen und Rohstoffe
  • In Zypern reguliert
  • Web-Handelsplattform und Apps für iOS und Android
  • Niederlassung in Berlin
  • Verschiedene Kontomodelle
  • Demokonto möglich

Die Idee

Unter dem Namen iForex war der Broker schon am Markt aktiv, als Differenzkontrakte (CFDs) in Deutschland noch wenig bekannt waren. Im immer schärfer werdenden Wettbewerb positioniert sich Vestle als Broker, der persönliche Betreuung und Technologie kombiniert.

Deshalb bietet Vestle ein großes Angebot an Trainingsseiten und Informationen rund um das Thema CFDs und Tradingstile sowie ein kostenloses Demokonto mit bis zu 50.000,- Euro Spielgeld.

Was handeln?

Vestle bietet CFDs auf Aktien, Indizes, Rohstoffe und Währungspaare. Auch CFDs auf ETFs lassen sich kaufen, wobei die ETFs entweder wiederum Indizes abbilden oder zumindest wie ein Index konstruiert sind.

Bei der Auswahl der Aktien setzt Vestle auf Bekanntheit. Aus Deutschland sind beispielsweise die 30 DAX-Werte abbildbar. Die Nutzer lieben aber besonders klingende Namen, wie ein Blick in die populären Aktien zeigt. Dort findet man Juventus, Tesla, Facebook und Alibaba.

Bei den Währungspaaren findet man natürlich vor allem die Weltwährungen US-Dollar, Euro, Yen, Pfund und Schweizer Franken,aber auch kanadisch, australische und neuseeländische Dollar, Mexikanische Pesos, Türkische Lira und Südafrikanische Rand. Wobei nicht alle Kombinationen handelbar sind. Den Peso gibt es beispielsweise nur als Währungspaar mit dem US-Dollar. Eine Besonderheit ist der Bitcoin, CFDs lassen sich auf den Kurs der Kryptowährung zum US-Dollar und zum Euro abschließen.

Vestle Gebühren

Mittlerweile ist es üblich, dass CFD-Broker keine Gebühren im engeren Sinne verlangen. Die Vestle Kosten verstecken sich, wie in der Branche üblich, im Spread. Das bedeutet, dass der Kaufkurs meist etwas höher liegt als der Verkaufskurs zum gleichen Zeitpunkt. Die Differenz ist der Gewinn des Brokers. Verglichen mit anderen Anbietern liegen die Kosten bei Vestle im üblichen Rahmen.

Die Software

Traden lässt sich entweder über eine App oder über eine Webanwendung. Eine Tradingssoftware zum Download wie den MetaTrader gibt es nicht. Apps werden aktuell für iOS und Android angeboten. Das ist wenig verwunderlich, denn andere Betriebssysteme wie Windows Phone oder Ubuntu Touch haben nur sehr geringe Marktanteile.

Sitz, Regulierung und Sicherheit

Zypern ist das wichtigste Zentrum der CFD-Industrie in Europa. Das hat vor allem mit der dortigen Regulierung zu tun, die es den Firmen einfacher macht als etwa in Deutschland. Mittlerweile haben sich aber auch so viele Dienstleister dort etabliert, dass Zypern unabhängig von der Regulierung ein attraktiver Standort ist.

Die zyprische Finanzaufsicht CySEC hat jedenfalls ausreichend Erfahrung mit dem Sektor. Da die Insel EU-Mitglied ist (faktisch abgesehen vom türkisch besetzten Nordteil), gelten ähnliche Regeln wie bei Konkurrenten aus Malta oder Deutschland. So müssen Einlagen von Kunden von den Geldern des Brokers getrennt verwahrt werden. Außerdem sind sie durch die europäische Einlagensicherung geschützt.

Kontoführung und Demokonto

Kunden müssen nur 100,- Euro einzahlen. Das geht entweder per Kreditkarte, per Überweisung oder auf elektronischem Weg mit PayPal und Co. Bei Kreditkartenzahlungen und elektronischen Dienstleistern ist das Geld fast sofort auf dem Konto, bei Überweisungen oft erst am nächsten Tag.

Auszahlungen sind jederzeit möglich. Ab einem Betrag von 20,- Euro werden sie im Regelfall überwiesen.

Wer nicht gleich mit echtem Geld einsteigen will, kann zunächst ein Demokonto eröffnen. Dort kann er dann risikolos kaufen und verkaufen. Alle Gewinne und Verluste stehen am Ende nur auf dem Papier.

Support und Website

Der deutschsprachige Support ist in Berlin beheimatet. Viele Informationen finden sich aber auch auf der Website. Leider ist die Präsentation der Informationen nicht besonders übersichtlich. Teilweise muss man erst etwas suchen oder sich gar durch englischsprachige Texte quälen.

Erstaunlich ist auch, dass sich auf den Seiten Fehler finden und teilweise Überschriften nur halb zu lesen sind. Das macht keinen guten Eindruck, sollte für Trader aber nicht das wichtigste Kriterium sein.

Fazit

Ein etablierter Broker, der seine Dienste von Zypern aus anbietet. Hauptvorteil ist die große Auswahl an handelbaren Gütern. Auch die Weiterbildungsangebote für Einsteiger sind gut. Wer dagegen regelmäßige Hilfestellung setzt, ist bei Konkurrenten wie Nextmarkets besser aufgehoben. Interessenten können den Broker mit einem Demokonto zunächst risikolos testen.

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