Welcher Bitoin-Broker seriös ist und worauf man achten muss

Bitcoins lassen sich theoretisch überall handeln. Aber ist der Bitcoin-Händler seriös? Wo sich die Kryptowährung am besten kaufen lässt, hängt auch vom Verwendungszweck ab. Will man damit einkaufen oder nur spekulieren? Und sol die Kryptowährung nur wenige Stunden oder mehrere Monate lange gehalten werden?

Bitcoin in Kürze

  • Bitcoins fast überall handelbar
  • Spezialisierte Bitcoin-Börsen gute Wahl
  • Für kurzfristige Spekulation Forex-Broker nutzen
  • Zertifikate für langfristige Anlegen

Ein paar Worte vorneweg

Grundsätzlich sind Bitcoins, so wie alle Kryptowährungen, hoch spekulativ. Denn ihr Wert beruht nur auf dem Vertrauen der Anleger. Das gilt zwar ein Stück weit für alle Finanzprodukte, selten aber so stark wie hier. Eine Aktiengesellschaft verfügt über Grundstücke, Patente und Maschinen, die den Wert der Aktie absichern. Gold wiederum genießt seit Jahrtausenden das Vertrauen der Menschen als Wertgegenstand. Und selbst wenn es ihn verlieren sollte, bleibt da noch die Nachfrage aus der Industrie oder dem Schmuckgewerbe. Bitcoins dagegen sind im Extremfall völlig wertlos. Deshalb sollten Bitcoins nur ein Baustein von mehreren sein.

Warum man Bitcoins nicht in einer Bar kaufen sollte

Der große Vorteil des Bitcoins ist seine Dezentralität. Entsprechend kann man die Kryptowährung auch praktisch überall kaufen. Beispielsweise in einer Bar von einem Fremden. Oder noch passender: In der Schenke eines Computerspiels von einem Magier. Allerdings wirft vor allem der letzte Weg Probleme bei der Abwicklung auf. Verspricht ein Fremder den Übertrag von Bitcoins im Tausch gegen die Überweisung von Geld, ist nicht gesichert dass der Partner sich auch an die Abmachung hält.

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An der Börse geht es nicht immer nur nach oben. Der Einbruch des Bitcoins im Jahr 2018 ist aber ungewöhnlich stark.

Außerdem ändert sich der Kurs des Bitcoins ständig. Zu welchem Preis soll der Handel stattfinden? Das lässt sich zwar zur Not durch einen Blick ins Internet klären, bequemer sind aber seriöse Handelsbörsen. Sie sorgen auch dafür, dass der Handel wirklich stattfindet.

Seriöse Bitcoin-Händler

Marktplätze wie Bitcoin.de bringen Käufer und Verkäufer zusammen. Sie funktionieren also ähnlich wie eine Börse. Es handelt sich dabei streng genommen auch nicht um Bitcoin-Händler, sondern nur um Handelsplätze. Hier kommen unterschiedliche Akteure zusammen. Das können sowohl Privatanleger sein als auch Spekulanten oder Arbitrageure.

Der Marktplatz sorgt dafür, dass die verschiedenen Angebote übersichtlich nach dem Kauf- oder Verkaufskurs aufgelistet werden. Außerdem überwacht er die Abwicklung. Die eingezahlten Gelder werden auf einem Konto bei einer Bank in der Europäischen Union verwahrt.

Börse

Bitcoin Marktplätze funktionieren ähnlich wie eine Börse: Sie vermitteln zwischen Anbietern und Nachfragern.

Bei diesen Börsen lassen sich die Bitcoins auch lagern. Bei seriösen Anbietern wie Bitcoin.de geschieht das offline, damit sie bei einem Angriff von Cyberkriminellen nicht so einfach gestohlen werden können. Auf lediglich rund 2,0 Prozent der Bitcoins auf dem Handelsplatz kann online zugegriffen werden.

Ein derart aufwendiges Verfahren kostet natürlich auch Geld. Geeignet ist es vor allem für Anleger, die mit den Bitcoins wirklich bezahlen wollen oder mit einem baldigen Zusammenbruch der Finanzwelt rechnen. Wobei im letzten Fall oft Gold die bessere Anlageform ist.
Mittel- bis langfristige Anleger: Bitcoins als Zertifikat kaufen
Wer einfach auf einen mittel- bis langfristigen Anstieg der Bitcoin-Preise setzt, der kann das auch mit einem Zertifikat tun. Das hat eine ganze Reihe von Vorteilen, vor allem
• Aufbewahrung bei regulärem Broker
• Niedrigere Kosten
• Bessere Umweltbilanz

Wie erwähnt sollten Bitcoins nur ein Baustein bei der Vermögensanlage sein. Der Großteil des Geldes sollte bei einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont breit gestreut in Aktien investiert werden, am einfachsten in Aktien-ETFs oder eine Robo Advisor Depot, beispielsweise das Cominvest Depot.

Cominvest Robo Advisor Test

Beim Cominvest Depot muss sich der Anleger um fast nichts kümmern, das Geld wird voin einem Robo Advisor und Finanzexperten angelegt. Der Kunde muss nur das gewünschte Risikoniveau festlegen.

Für ein Aktienportfolio benötigt man ein Depot bei einem Direktbroker wie der Consorsbank, der Comdirect Bank oder S Broker. Dort lassen sich zwar keine Bitcoins kaufen, wohl aber Zertifikate darauf. Beispielsweise das Open-End Zertifikat auf den Bitcoin von Vontobel mit der ISIN DE000VL6LBC7 und der Wertpapierkennnummer VL6LLBC.

Damit erledigt sich auch gleich das Problem der Lagerung. Das Zertifikat wird ins Depot gelegt, wie eine Aktie oder ein ETF. Und das ist bei den meisten Anbietern kostenlos. Außerdem können über Zertifikate auch Bruchteile von Bitcoins gekauft werden, bei Vontobel beispielsweise 0,1 Bitcoins. Das bringt mehr Flexibilität. Auch unter Umweltgesichtspunkten ist ein Zertifikat meist günstiger. Denn das Schürfen und Handeln von Bitcoins verbraucht aktuell mehr Strom als das Land Griechenland.

Die Nachteile:

Allerdings hat diese Methode auch Nachteile. Das Zertifikat kostet Gebühren, bei langer Haltedauer ist der Kauf von echten Bitcoins deshalb günstiger. Außerdem liegt das Geld letzten Endes wieder bei einer Bank. Wer mit dem baldigen Ende des Finanzsystems rechnet, für den ist diese Variante nicht geeignet. Und bezahlen lässt sich mit den Zertifikaten auch nicht.

Für kurzfristige Spekulanten: Forex Broker

Für kurzfristige Anleger, die eine Position im Regelfall am Kauftag auch gleich wieder schließen, sind Forex-Broker die beste Wahl. Denn hier wird die Position nahezu sofort eröffnen. Außerdem lässt sich problemlos auch auf fallende Kurse setzen. Automatische Take-Profit-Kurse und Stopp-Kurse sind ein weiterer Vorteil.

Vor allem erfahrene Händler wissen außerdem den Hebel zu schätzen. Um Bitcoins im Wert von 3.000 Euro zu handeln müssen bei einem Hebel von 5:1 nur 600 Euro wirklich investiert werden. Wem auch das zu viel ist, der kann auch Bruchteile von Bitcoins kaufen – anders als bei Bitcoin-Börsen. Und schließlich ist auch hier der Stromverbrauch geringer.

Griechenland Aktien

Der Stromverbrauch für die Gewinnung von Bitcoins übertrifft den Griechenlands.

Allerdings erwirbt man auch hier die Kryptowährung nicht wirklich, sondern nur ein Differenzkontrakt darauf. Einkaufen kann man mit diesen Bitcoins also nicht. Ein großer Nachteil sind allerdings die Übernacht-Gebühren. Sie fallen an, wenn eine Position nicht am gleichen Tag an dem sie eröffnet wurde auch wieder geschlossen wird.

Ein bekannter und seriöser Forex-Broker mit einem großen Angebot an Kryptowährungen ist Plus500. Das Unternehmen bietet daneben auch andere Währungspaare sowie CFDs auf Indizes, Aktien und Rohstoffe.

Plus500 Kryptowährungen

Plus500 bietet auch zahlreiche Kryptowährungen.

Fazit

Ein seriöser Bitcoin-Broker ist wichtig. Welcher der richtige ist, hängt auch von den Rahmenbedingungen ab. Will man wirklich Bitcoins erwerben, die man auch auf den eigenen Rechner übertragen und mit denen man einkaufen gehen kann? Oder will man nur an der Wertentwicklung partizipieren – vielleicht sogar auf einen Kursverfall setzen? Wer die Kryptwährung wirklich besitzen will, ist bei einem Handelsplatz wie Bitcoin.de am besten aufgehoben. Soll der Bitcoin dagegen nur zu spekulativen Zwecken gekauft werden, dann hängt die Wahl des Brokers auch vom Zeithorizont ab. Wer mittel- bis langfristig investieren will, tut das am besten über einen ganz normalen Wertpapierbroker und kauft oder ein Zertifikat. Kurzfristige Spekulanten finden ein günstiges, bequemes und schnelles Angebot dagegen bei Forex-Brokern wie Plus500.
Insgesamt sind Bitcoins nur für sehr spekulative Anleger oder aber als Ergänzung zu einem breit gestreuten Aktien- und ETF-Depot zu empfehlen. Denn das Verlustrisiko ist groß.

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