Libra Facebook Kryptowährung

Libra kaufen? Das wichtigste zur Facebook Kryptowährung?

Schon seit längerem wird über die neue Facebook Kryptowährung Libra diskutiert. Doch es scheint nicht richtig voranzugehen. Es gibt nur wenig neue Informationen. Hier sind die wichtigsten!

Libra Coin kaufen in Stichpunkten

  • Libra soll die neue Facebook Kryptowährung werden
  • Basiert auf einer dezentralen Blockchain
  • Wird durch Währungsreserve abgesichert
  • Dadurch soll niedrige Volatilität erreicht werden

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Libra

Was ist Libra?

Der Libra soll eine Kryptowährung werden, so wie Bitcoin oder Ethereum. Mit ihr soll man unter anderem auf Facebook bezahlen können. Aber auch andere Anbieter sollen die Währung nach den Vorstellungen von Facebook bald akzeptieren. Anders als bei vielen anderen Kryptowährungen ist der Hauptzweck also tatsächlich der Handel, nicht die Spekulation.

Wichtigste Zielgruppe sind zunächst Menschen in armen Ländern ohne funktionierendes Bankensystem und ohne funktionierende Währung. Schon jetzt haben mobile Währungen wie der M-Pesa in einigen afrikanischen Ländern große Bedeutung. Sie werden aber bisher in der jeweiligen Landeswährung geführt, was bei hohen Inflationsraten unattraktiv werden kann.

Weichwährungen

Nach einer Hyperinflation hat Simbabwe seine Währung zunächst abgeschafft. Die Nachfolgewährung, die es auch als elektronisches Geld gibt, tut sich noch schwer. Hier könnte der Libra eine attraktive Alternative sein.

Auch für Menschen in den Staaten mit ausgebautem Banken-Sektor soll die Währung aber den Finanztransfer vereinfachen. Gespeichert werden kann die Kryptowährung in einem eigens entwickelten Wallet, aber auch in jedem anderen bestehenden System. (Wallet ist das englische Wort für Geldbörse. Im Zusammenhang mit Kryptowährungen bezeichnet man damit eine Software oder App zum Aufbewahren der Coins.)

Wer steht hinter Libra?

Libra ist ein offizielles Facebook-Projekt. Angeblich läuft die Entwicklung bereits seit Mitte 2018. Allerdings entwickelt Facebook die Kryptowährung nicht allein. Das Unternehmen hat eine Reihe von Partnern wie Spotify, MercadoLibre oder Vodafone mit ins Boot geholt, versucht aber gleichzeitig, alle Fäden in der Hand zu behalten. Offenbar schwebt dem sozialen Netzwerk ein ähnliches Vorgehen vor, wie es Google bei Android vorgemacht hat.

Allerdings haben erste Partner schon erklärt, aus dem Projekt wieder aussteigen zu wollen (siehe „Warum steht Libra in der Kritik“).

Was unterscheidet Libra von anderen Kryptowährungen?

Kryptowährungen wie Ethereum, Bitcoin oder Bitcoin Cash sind nur genauso viel wert wie Käufer auf den Märkten dafür zahlen wollen. Sie haben, anders als beispielsweise Aktien, keinen „inneren Wert“, der im Fall von Aktien aus dem dahinter stehenden Unternehmen, seinen Patenten und Maschinen, besteht.

Tatsächlich haben viele Kryptowährungen ein heftiges Auf und Ab hinter sich. Der Wert des Bitcoin verdreifachte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 nahezu. Im dritten Quartal verlor der Bitcoin dann fast ein Drittel seines Wertes. Damit lag er zwar deutlich über dem Kurs zum Jahresanfang, aber immer noch nur rund halb so hoch wie Ende 2017.

Absicherung durch Währungskorb

Die hohen Schwankungen bei Kryptwährungen will Facebook beenden, indem die Währung mit einem Währungskorb abgesichert werden soll. Das Geld, das mit dem Verkauf des Libra eingenommen wird, wandert nicht an Facebook oder die Schürfer, sondern wird in einen Währungskorb investiert. Der enthält die wichtigsten Währungen wie Euro, US-Dollar oder Yen. Der Kurs des Libra ist abhängig von diesem Währungskorb, ähnlich wie bei den Sonderziehungsrechten des IWF. Es wird sich also um ein Stablecoin handeln, also eine stabile Münze.

Für Spekulation nur wenig geeignet

Was gut für Menschen ist, die mit der Währung etwas kaufen wollen, ist für Spekulanten allerdings schlecht. Weil es keine hohen Schwankungen wie beim Bitcoin geben soll, ist die Währung weniger interessant. Attraktiv ist sie eher für Anleger, die einen Teil ihres Geldes breit streuen wollen. Allerdings erzielen sie keine Zinsen mit dem Libra. Ob es auch auf Libra lautende Fest- oder Tagesgelder geben wird, bleibt abzuwarten. Auch schürfen können Privatanleger die neue Währung nicht, das bleibt der Libra Association vorbehalten.

Libra kaufen, ab wann?

Nach aktuellem Stand soll die Facebook-Kryptowährung 2020 starten. Ob man Libra dann aber wirklich schon kaufen kann, ist immer noch offen. Nicht technische, sondern politische Schwierigkeiten stehen aktuell im Weg.

Warum steht Libra in der Kritik

Vor allem die Zentralbanken und Regulierungsbehörden sehen den Libra sehr kritisch. Vor allem deshalb haben sich bereits mehrere wichtige Teilnehmer aus dem Bündnis verabschiedet. Würde die Währung wirklich so erfolgreich, wie Facebook sich das erhofft, würde das Unternehmen bald über mehr Kapital verfügen als alle wichtigen Banken zusammen. Eine ungeheure Macht und womöglich eine Gefahr für das Finanzsystem.

Bisher können die Zentralbanken über die Leitzinsen die Geldmenge ein Stück weit steuern. Erhöhen sie die Zinsen, nehmen die Banken weniger Kredite bei den Zentralbanken auf und vergeben damit auch weniger Geld an Unternehmen und Haushalte. Das reduziert die Geldmenge. Ist weniger Geld im Umlauf, sinkt tendenziell auch die Inflationsrate. Umgekehrt verhält es sich bei sinkenden Zinsen. Auch wenn das in der Praxis nicht immer so gut klappt wie in der Theorie, haben EZB und Co damit Einfluss auf die Inflation, der sich mit der Einführung neuer Währungen reduzieren wird.

Außerdem, so die Kritik der Notenbanken, erleichtere die Kryptowährung die Geldwäsche. Denn die Übertragung von Guthaben ist fast so anonym wie Bargeld und findet außerhalb der etablierten Kontrollsysteme statt. Die Zentralbanken würde den Libra nur akzeptieren, wenn Facebook ähnlich weitgehende Schritte zur Vermeidung von Geldwäsche unternehmen würde wie bisher die Banken. Ob das aber gelingen kann, ist offen.

Allerdings äußern sich viele Beobachter auch positiv. Das Fehlen eines funktionierenden Bankensystems ist für viele arme Länder ein riesiges Entwicklungshemmnis, auch wenn vor allem elektronische Zahlungsdienste wie der M-Pesa in Kenia die Zahl der Haushalte ohne Konten zwischen 2011 und 2017 in fast allen Ländern drastisch reduziert haben.

Anteil der Personen über 15-Jahren, die Zugang zu einem Bankkonto oder einer Zahlungsapp haben in den Jahren 2017 (grau) und 2011 (rot). Länder mit dem höchsten Zuwachs in Prozentpunkten und dem höchsten Rückgang. Quelle: Statistiker-Blog.de nach Daten der Weltbank

Und die Kopplung an einen Währungskorb würde den Welthandel einfacher machen, weil die Händler dann nicht mehr von der Entwicklung einer einzelnen Leitwährung, des US-Dollar, abhängig wären. Nach aktuellem Stand soll die Währung Anfang 2020 auf den Markt kommen. Ob dieses Ziel einzuhalten ist, ist aber wegen der Kritik und dem Ausscheiden namhafter Teilnehmer wie MasterCard, VISA und PayPal unsicher.

Pro und Contra Libra kaufen

Pros
  • Geringe Schwankung
  • Durch Währungskorb abgesichert
  • Einfaches bezahlen über Mobilgeräte
  • Mit Facebook starker Partner
Contra
  • Nicht gesetzlich reguliert
  • Starke Abhängigkeit von wenigen Akteuren
  • Für Spekulation wegen niedriger Volatilität nur bedingt geeignet

Kryptowährung kaufen Schritt für Schritt

Egal ob Libra oder eine andere Kryptowährung, der Kauf funktioniert immer ähnlich.

Schritt
01
Wo kann ich Libra und andere Kryptos kaufen?
Schritt
02A
Libra direkt kaufen und im Wallet abspeichern
Schritt
02B
Kryptowährung über CFD Broker erwerben
Schritt
03
Libra sicher aufbewahren und Gewinne versteuern

Schritt 1: Wo kann ich Libra und andere Kryptos kaufen?

Libra wird vermutlich von Facebook in großem Stil über die eigenen Plattformen vertrieben werden. Neben Facebook selbst gehört zu der Unternehmensgruppe auch WhatsApp. Eigentlich sollte die Währung auch über PayPal, MasterCard oder VISA erhältlich sein, denn diese Firmen waren ebenfalls Teil der Libra Association. Allerdings sind sie mittlerweile allesamt ausgestiegen.

Auch klassische Krypto-Börsen werden den Libra wohl anbieten. Unklar ist, ob auch Differenzkontrakte (CFDs) auf Libra angeboten werden. CFDs sind eine gute Möglichkeit, von kurzfristigen Schwankungen am Währungsmarkt zu profitieren. Das gilt besonders für den Libra. Wegen der geringeren Schwankungen ist die Kryptowährung für Spekulanten nur attraktiv, wenn sie mit einem Hebel gehandelt wird, wie das bei CFDs üblich ist.

Schritt 2a: Libra direkt kaufen und im Wallet abspeichern

Wer Libra ganz klassisch kaufen will, wird das am einfachsten direkt über Facebook oder ein Partnerunternehmen tun können. Daneben wird sich die Währung wohl auch über Marktplätze wie Bitcoin.de handeln lassen. Dort lassen sich auch andere Währungen wie der Bitcoin handeln.

Bitcoin Kauf

Der Bitcoinkauf ist sehr einfach.

Zunächst muss dafür aber ein Konto angelegt werden. Dazu gehört auch das Hinterlegen einer Bankverbindung, über die alle Einnahmen und Ausgaben abgerechnet werden.

Händlern werden die aktuellen Kauf- und Verkaufsangebote angezeigt. Hier lässt sich die Anzahl der Coins und der Preis einsehen. Über einen Mausklick lässt sich eines auswählen. Der Käufer erhält dann die Kryptowährung, der Verkäufer den vereinbarten Betrag in Euros.

Ist der Kauf zustande gekommen wird das Geld zunächst bei dem Börsenplatz gespeichert. Es lässt sich aber auch in ein persönliches Wallet übertragen. Grundsätzlich besteht natürlich immer die Gefahr, dass die Cyber-Münzen gestohlen werden.

Für spekulative Zwecke sind allerdings CFDs, wie in Schritt 2b erläutert, besser geeignet.

Schritt 2b: Kryptowährung über CFD Broker erwerben

Welche CFD-Broker die Libra anbieten werden, ist noch unklar. Wer Interesse an dem chancen-, aber auch sehr risikoreichen Handel mit CFDs hat, sollte am besten einen großen Broker wie Plus500 im Auge behalten. Die Chancen sind groß, dass dort ein entsprechender Differenzkontrakt angeboten wird. Solange lässt sich dort mit CFDs auf andere Kryptowährungen aber auch auf traditionelle Währungspaare setzen.

Plus500 Kryptowährungen

Plus 500 ist einer der bekanntesten CFD Broker in Europa und bietet auch zahlreiche Differenzkontrakte auf Kryptowährungen.

Der Kauf geht dort ganz einfach. Meistens kann man den Handel zunächst mit einem Demokonto ausprobieren. Dafür muss man in den meisten Fällen noch nicht einmal Geld einzahlen. Man eröffnet ein Konto und sucht die gewünschte Kryptowährung. Dann muss der Trader entscheiden, ob er auf fallende oder steigende Kurse setzen will.

Top 5 CFD Broker

Sie riskieren Ihr Kapital

Mit Stop-Loss und Take-Profit Kursen lassen sich automatische Orders auslösen. Dann wird die Währung beim Erreichen eines bestimmten Verlustes oder Gewinns automatisch verkauft. Alternativ lässt sie sich auch zu einem individuellen Zeitpunkt verkaufen. Idealerweise sollten Positionen vor Handelsschluss aufgelöst werden, weil sonst Über-Nacht-Gebühren anfallen.

Will man mit echtem Geld handeln, muss das natürlich zunächst eingezahlt werden. Das geht meistens per Überweisung, Kreditkarte oder auch über elektronische Zahlungsdienste wie Skrill und Paypal.

Größter Nachteil bei CFDs: Sie eigenen sich nur für den kurzfristigen Handel. Werden sie nicht am selben Tag ge- und verkauft, fallen Übernacht-Gebühren an. Zielgruppe sind als Trader, die ihre Positionen weniger als 24 Stunden halten.

Schritt 3: Libra sicher aufbewahren und Gewinne versteuern

Zum Aufbewahren der Kryptowährung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Viele Coin-Börsen bieten die Möglichkeit, die „Münzen“ gleich dort zu lagern. Daneben können sie in einem sogenannten Wallet (englisch für Brieftasche, Geldbeutel) gespeichert werden. Ein solches Wallet will auch Facebook bereitstellen. Allerdings können die Libras auch in anderen Wallets aufbewahrt werden.

Damit die Kryptowährung nicht so leicht gestohlen werden kann, speichert man sie idealerweise offline. Das wird oft als “Cold Storrage”, also kaltes Lagern bezeichnet. Auch große Börsen wie Bitcoin.de speichern einen Großteil der Coins immer auf vom Internet getrennten Rechnern.

Blackwell Global Alternativen

Nextmarkets ist vor allem für Einsteiger interessant, weil der Broker eine intensive Begleitung beim Traden bietet.

Bei CFDs stellt sich die Frage nach der Lagerung nicht, weil nicht wirklich Coins erworben werden. Die CFDs werden, wie bei einem Aktienbroker, direkt beim Broker gespeichert.

Aus steuerlicher Sicht spielt es keine Rolle, ob man CFDs oder Bitcoins gekauft hat. Die Gewinne müssen als Kapitalerträge versteuert werden.

Alternativen zu Libra

Die bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin. Er ist wegen seiner hohen Wertschwankungen auch für Spekulanten attraktiv. Bei CFD-Brokern wie Libertex können Trader auch auf fallende Kurse spekulieren, sie können nämlich Bitcoins verkaufen, ohne sie zu besitzen. Außerdem müssen sie sich nicht um die Lagerung kümmern und der immense Stromverbrauch, der oft an Kryptowährungen kritisiert wird, entfällt weitgehend.

Neben dem Bitcoin hat Libertex aktuell aber noch CFDs auf weitere Kryptos im Angebot, darunter

  • Ethereum,
  • LiteCoin,
  • NEO,
  • IOTA und
  • Ripple XRP.


Außerdem lassen sich dort auch die Bitcoin-Abspaltungen Bitcoin Gold und Bitcoin Cash handeln, außerdem weitere Kryptowährungen wie Monero oder Stellar.

Libertex Erfahrungen

Libertex hat viele Kryptowährungen im Angebot.

Libertex ist ein etablierter und regulierter Broker für CFDs, der bereits seit mehr als 20 Jahren in diesem Markt aktiv ist. Wem das nicht genug ist, der findet mit Plus500 eine bekannte Alternative. Das Angebot an Kryptowährungen ist dort zwar etwas kleiner, dafür lässt sich aber auch ein Differenzkontrakt auf den Krypto10-Index handeln.

Top 5 Aktien Depots

Sie riskieren Ihr Kapital

Wer langfristig Geld anlegen will, sollte außerdem Geld in Aktien und ETFs investieren. Für die langfristige Geldanlage sind CFDs wegen der Übernacht-Gebühren aber nicht geeignet, hier empfiehlt sich ein Depot bei einem traditionellen Broker wie DeGiro oder der Consorsbank oder ein Robo Advisor wie quirion oder Oskar.

Fazit

2020 soll die Kryptowährung Libra starten. Im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen wie dem Bitcoin soll ihr Wert durch einen Währungskorb bestimmt werden. Für Spekulanten ist sie deshalb nur eingeschränkt attraktiv. Stattdessen soll die neue Währung vor allem zum Bezahlen dienen. Wer jetzt schon auf kurzfristige Währungsschwankungen bei Kryptowährungen setzen will, kann das bei zahlreichen CFD Brokern tun.

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