Der Aktienfonds Vergleich – Welchen Fonds kaufen?

Aktienfonds sind für Einsteiger am Aktienmarkt meist die erste Wahl. Tatsächlich ist das eine kluge Entscheidung, denn so lässt sich schon mit wenigen Hundert Euro eine breite Streuung erreichen. Nicht immer ist aber ein klassischer Aktienfonds mit aktivem Management die beste Wahl. Indexfonds, die nur einen Index wie den DAX abbilden, sind oft die bessere Wahl. Wir haben trotzdem ein paar Fonds rausgesucht.

Aktienfonds Vergleich in Stichpunkten

  • Fonds sind Sondervermögen
  • Aktienfonds enthalten mehrere Unternehmen
  • Börsengehandelte Fonds (ETF) oft billiger
  • Fonds-Sparplan als Alternative
  • Robo Advisor als Alternative
Jetzt Broker vergleichen und den günstigsten Anbieter finden

Ein paar Worte zum Aktienfonds Vergleich

Vor einem seriösen Aktienfonds Vergleich müssen sich Anleger erst über die grundsätzliche Ausrichtung Gedanken machen. Denn wie gut ein Aktienfonds abschneidet, hängt vor allem vom zugrunde liegenden Markt ab. Auch ein schlechter Fondsmanager kann hohe Gewinne erzielen, wenn sich der Gesamtmarkt nach oben entwickelt.

Erfahrungen zeigen außerdem, dass viele Fondsmanager ihre Erfolge aus einem Jahr im nächsten nicht wiederholen können. Nicht selten war nur Glück für ihren Erfolg verantwortlich.

Viele Experten empfehlen deshalb Indexfonds als Alternative. Ein DAX-Fonds entwickelt sich beispielsweise immer nahezu genauso im Wert wie der DAX selbst. Das spart Kosten.

Jetzt Broker vergleichen und den günstigsten Anbieter finden

Arten von Fonds

Grundsätzlich werden Fonds oft nach zwei Merkmalen unterschieden. Zunächst danach ob sie

  1. börsengehandelt sind oder
  2. nur direkt über die Fondsgesellschaft gehandelt werden.

Börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs, können wie Aktien über die Börse ge- und verkauft werden. Das spart vor allem Kosten, denn statt einem Ausgabeaufschlag von nicht selten 5,0 Prozent werden nur Kaufgebühren fällig, die bei den meisten großen Online-Brokern und Direktbanken wie S Broker oder der DKB Bank bei rund 10,00 Euro liegen.


Meist werden ETFs mit Indexfonds gleichgesetzt. Tatsächlich sind die meisten Indexfonds ETFs und die meisten ETFs sind Indexfonds. Grundsätzlich können Indexfonds aber auch nicht börsengehandelt sein. Außerdem gibt es viele sogenannte Smart Beta ETFs. Grundsätzlich kann man Fonds nämlich auch danach unterscheiden, ob Aktien gezielt ausgewählt werden oder nicht. Grundsätzlich gibt es dabei drei Typen:

  1. Klassische Aktienfonds verfolgen einen aktiven Ansatz, Fondsmanager wählen bewusst einzelne Aktien aus.
  2. Smart Beta Fonds sind semiaktiv. Aktien werden nach einfachen statistischen Kriterien ausgewählt, beispielsweise nach der Dividendenrendite.
  3. Indexfonds bilden einfach einen Index ab. Das kann ein internationaler Index wie der MSCI All Countries World Index sein, Länderindex sein wie der F.A.Z.-Index, ein Strategie-Index, beispielsweise mit besonders dividendenstarken Werten oder ein Branchen-Index, beispielsweise für Immobilienfirmen.
Jetzt Broker vergleichen und den günstigsten Anbieter finden

Welcher Anlegertyp bin ich?

Aktuell empfehlen fast alle Experten einen passiven Anlagestil über ETFs. Fondsmanager schaffen es kaum dauerhaft besser abzuschneiden als ihr Vergleichsindex. Das wird oft mit der Effizienzmarkthypothese begründet. Die Märkte lassen neue Informationen sofort in die Kurse einfließen. Wenn Amazon bessere Wachstumsaussichten hat als der Einzelhändler Target Inc., dann sind Amazon Aktien entsprechend teurer. Es gibt deshalb keine Garantie, mit Amazon Papieren besser abzuschneiden.

Allerdings könnte sich das nach Meinung einiger Beobachter bald ändern. Denn weil passive Fonds mittlerweile so viel Geld umsetzen, werden die Märkte weniger effizient. Das eröffnet aktiven Fondsmanagern neue Chancen.

Die besten Broker

Garantierte Gewinne gibt es an der Börse nicht.

Wer Recht hat, wird erst die Zukunft zeigen. Vieles spricht dafür, dass Indexfonds noch eine ganze Weile die bessere Wahl bleiben. Aber es kann sich lohnen, zur Risikostreuung auch ein paar aktive Fonds mit ins Depot zu nehmen. Idealerweise solche, die schon lange besser abschneiden als der Markt. Auch das kann Zufall sein, aber vielleicht auch an gutem Fondsmanagement liegen.

Jetzt Broker vergleichen und den günstigsten Anbieter finden

Erfolgreiche Anleger: Ein paar Ideen für aktive Fonds

Schon lange schneidet der FLOSSBACH VON STORCH SICAV MULTIPLE OPPORTUNITIES – R EUR DIS (ISIN: LU0323578657, WKN: A0M430) im Aktienfonds Vergleich gut ab. Eine Garantie für weitere Gewinne ist das natürlich trotzdem nicht.

Eine gute Bilanz hat auch der Fonds Pictet – Digital-P USD (ISIN: LU0101692670, WKN: 926085). Der Fonds kauft weltweit Aktien von Digitalunternehmen. Ende 2018 lag er sowohl auf ein Jahr als auch auf drei oder fünf Jahre deutlich besser ab als der Vergleichsindex.

Aktive Fonds können außerdem in vergleichsweise wenig erschlossenen Märkten eine gute Wahl sein, beispielsweise für afrikanische Aktien. In diesem Markt ist beispielsweise der Magna MENA Fund R acc EUR (ISIN: IE00B3NMJY03, WKN: A1CZJF) seit vielen Jahren erfolgreich. Der Fonds investiert außer in Afrika auch im Nahen und Mittleren Osten (der amerikanische Begriff Middle East umfasst beide Weltregionen).

Um die teilweise hohen Ausgabeaufschläge zu sparen, sollten Anleger die Papiere über spezialisierte Anbieter wie Fondsvermittlung24 oder finvesto kaufen, die Rabatte von bis zu 100 Prozent auf die Ausgabeaufschläge anbieten.

Jetzt zum Angebot der Fondsvermittlung24

Aktie statt Fonds

Eine Alternative zu Fonds können aber auch Aktien von Holdinggesellschaften sein. Einige arbeiten ähnlich wie Fonds: Sie kaufen zukunftsträchtige Unternehmen auf. Im Gegensatz zu Aktienfonds können sie aber auch nicht börsennotierte Firmen erwerben.

Besonders bekannt ist das US-Unternehmen Berkshire Hethaway, das Unternehmen von Warren Buffet. Die Holding hat nur 25 Mitarbeiter (Quelle: Wikipedia) und kauft aussichtsreiche Unternehmen ganz oder teilweise auf. Aktien lassen sich auch in Deutschland kaufen (ISIN: US0846707026, WKN: A0YJQ2). Für Privatanleger sind die B-Aktien empfehlenswert, da sie deutlich günstiger sind. Die A-Aktien kosten rund eine Viertelmillion US-Dollar. Der hohe Preis ist die Folge der hohen Wertsteigerung des Unternehmens in den vergangenen Jahrzehnten.

Ein ähnliches Konzept verfolgt die MBB SE aus Deutschland. Das Unternehmen ist eine Beteiligungsgesellschaft, die vor allem Unternehmen aus dem Technologiebereich besitzt. Zu dem prominenten Namen kam sie, weil sie vom Luft- und Raumfahrtkonzern Messerschmitt-Bölkow-Blohm die Tochtergesellschaft MBB Gelma Industrieelektronik übernahm.

Beteiligungsgesellschaften haben gegenüber Aktienfonds den Vorteil, dass sie günstig über die Börse gekauft werden können und außerdem auch nicht-börsennotierte Firmen kaufen können. Die Aktien lassen sich über jeden Broker kaufen.

Jetzt Broker vergleichen und den günstigsten Anbieter finden

Passiv investieren mit ETFs

Egal ob ETF, klassischer Fonds oder Beteiligungsgesellschaft, jeder Aktienfonds Vergleich hat Grenzen. Denn in die Zukunft kann keiner sehen, abgebildet werden immer nur Gewinne aus der Vergangenheit. Statt zu viel Zeit in die Suche nach dem besten Fonds zu investieren, sollten Anleger deshalb auf eine breite Streuung achten.

Einfach kann man ein breit gestreutes Portfolio mit ETFs aufbauen. Sie sollten Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Weltregionen enthalten, beispielsweise:

  • Eine große Positionen, die einen Index wie den MSCI World nachbildet. Er enthält Aktien aus Industrienationen.
  • Eine etwas kleinere Position mit Aktien aus Schwellenländern, beispielsweise auf den MSCI World Emerging Markets.
  • Eine noch kleinere Position, die Aktien aus Entwicklungsländern enthält. Attraktiv für Privatanleger sind vor allem die Grenzmärkte wie Vietnam, die bald zu Schwellenländern aufsteigen könnten. Abgebildet werden sie beispielsweise vom MSCI Frontier Markets Index.

Für die meisten Indizes gibt es mehrere ETFs. Hier sollten Kunden zunächst darauf achten, dass der Fonds den Index physisch repliziert. Das bedeutet, dass er die im Index enthaltenen Aktien auch wirklich kauft und die Kursentwicklung nicht nur über SWAP-Geschäfte abbildet. Sonst kann es nämlich in seltenen Fällen passieren, dass der Transaktionspartner die erzielten Gewinne nicht auszahlen kann. Für einige Indizes gibt es womöglich aber nur synthetisch replizierende Fonds.

Im zweiten Schritt ist der Preis das wichtigste Kriterium. Anleger sollten einfach zum günstigsten Papier greifen.

Jetzt Broker vergleichen und den günstigsten Anbieter finden

Wo kaufen?

Für aktive Fonds bietet sich ein spezialisierter Anbieter wie Fondsvermittlung24 oder finvesto an. Für ETFs und Aktien braucht man dagegen einen klassischen Broker. Wer sowohl klassische Fonds als auch ETFs kaufen will muss abwägen, ob es sich lohnt zwei Depots zu eröffnen. Oder ob er nicht die etwas höheren Kosten bei einer Direktbank akzeptiert und dort auch weitere Finanzprodukte wie Festgelder und ein Girokonto findet.

Zur Gruppe der DiscountBroker gehört beispielsweise DeGiro. Die Niederländer bieten den Kauf von Aktien und ETFs aktuell unschlagbar günstig. Eine Order über 1.000,- Euro kostet dort nur 2,26 Euro. Dafür gibt es kaum weitere Dienstleistungen. Auch flatex gehört zu den günstigeren Anbietern mit geringer Produktvielfalt.

flatex ist bekanntermaßen günstig. Doch hält der Broker auch das was er verspricht?

Lange gehörte flatex zu den günstigsten Anbietern. Mittlerweile sind einige Konkurrenten wie DeGiro aber noch preiswerter.

Dagegen bieten die DKB Bank, ING (früher ING DiBa), 1822direkt und Comdirect fast die gleiche Breite an Dienstleistungen wie die Bank oder Sparkasse vor Ort. Wer Kunde einer Sparkasse ist kann sein Girokonto dort übrigens oft als Verrechnungskonto beim Sparkassen Broker (S Broker) nutzen. Ein breites Angebot an Dienstleistungen UND niedrige Preise bietet die Consorsbank – allerdings nur im ersten Jahr. Dann steigen die Kosten auf ein ähnliches Niveau wie man es auch von den anderen großen Direktbanken kennt. Diese und weitere Broker lassen sich in unserem Broker Vergleich genauer unter die Lupe nehmen.

Jetzt Broker vergleichen und den günstigsten Anbieter finden

Tipp: Sparplan eröffnen

Ein Sparplan, bei dem Kunden monatlich einen festen Betrag einzahlen, ist gleich eine doppelt gute Idee. Denn er animiert dazu, regelmäßig Geld zurückzulegen und senkt außerdem das Einstiegsrisiko. Durch die monatliche Investition ist das Risiko geringer, zum falschen Zeitpunkt einzusteigen. Wer beispielsweise direkt am Abend vor einer Kurskorrektur mit dem Sparen beginnt verliert zwar mit der ersten Investition viel Geld (zumindest auf dem Papier), kauft die zweite dafür sehr günstig. Und weil er monatlich nicht die gleiche Zahl Aktien kauft, sondern den gleichen Betrag investiert, kauft er dann sogar besonders viel (weshalb man beim Aussteigen dann ebenfalls in kleinen Schritten verkaufen sollte, dann aber nicht immer Aktien oder ETFs im gleichen Wert verkauft, sondern die gleiche Anzahl).

Direktbanken wie die Consorsbank bieten Sparpläne auf zahlreiche Fonds und ETFs. Wer zu Beginn einen größeren Einmalbetrag anlegen will, profitiert vom höheren Tagesgeldzins für Neukunden. Er kann das Geld zunächst auf das Tagesgeldkonto legen und dann monatlich oder quartalsweise investieren.

Jetzt Broker vergleichen und Sparplan eröffnen

Alternative: Robo Advisor

Ein breit gestreutes ETF-Portfolio lässt sich einfach aufbauen. Noch einfacher geht es aber, wenn eine automatisierte Vermögensverwaltung die Aufteilung übernimmt. Dort müssen Kunden nur ihre Risikoneigung angeben, dann sucht ein sogenannter Robo Advisor die richtigen ETFs und Fonds aus.

Ginmon verspricht hohe Renditen bei absoluter Transparenz und fairen Gebühren.

Ginmon verspricht hohe Renditen bei absoluter Transparenz und fairen Gebühren.

Schon ab 3.000,- Euro ist eine solche Auswahl beim Cominvest Depot der Comdirect Bank möglich. Der Robo Advisor investiert sowohl in ETF als auch in klassische Fonds. Experten prüfen die Anlagevorschläge des Algorithmus und wer möchte, kann sich alle Käufe und Verkäufe zunächst vorlegen lassen und dann selbst darüber entscheiden. Trotzdem sind die Gebühren niedriger als bei den meisten aktiv verwalteten Fonds.

Bei Ginmon sind sogar nur 1.000,- Euro ausreichend. Dafür bietet Ginmon kein klassisches Aktiendepot, ebenso wie VisualVest aus der Gruppe der Volks- und Raiffeisenbanken. Bei VisualVest sind sogar 500,- Euro Mindesteinzahlung ausreichend. Oder 25,- Euro, wenn der Betrag monatlich eingezahlt wird, entweder in eine klassisches Fonds-Portfolio oder in ein sogenanntes GreenVest, das Fonds enthält die ihre Aktien nach ökologischen Kriterien aussuchen.

Jetzt direkt zu VisualVest

Fazit

Statt den einen idealen Fonds zu suchen, sollten Anleger ihr Vermögen streuen. ETFs sind dafür eine gute Basis. Ein paar aktiv verwaltete Fonds können aber eine gute Ergänzung sein. Wer sich mit dem Thema Geldanlage nicht beschäftigen will, kann auch einfach eine automatisierte Vermögensverwaltung beauftragen. Das ist bereits ab niedrigen Beträgen möglich, beispielsweise ab 3.000,- Euro bei Cominvest.

Top 5 Aktien Depots

Sie riskieren Ihr Kapital