In nur 7 Schritten: Depot eröffnen Schritt für Schritt

Mann sitzt am Laptop und tradet

Depot eröffnen

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer Aktien oder ETFs kaufen will, benötigt dafür ein Depot.
  • Nicht für jede Zielgruppe ist der gleiche Broker empfehlenswert.
  • Aktienbroker sind oft eine gute Wahl, aber in manchen Fällen können Robo Advisor oder CFD-Broker die bessere sein.

 

 

 

Top 5 Aktien Depots

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Depot eröffnen Schritt für Schritt

Schritt 01
Ziele klären
Schritt 02
Depots vergleichen
Schritt 03
Antrag ausfüllen
Schritt 04
Risikoprofil erstellen
Schritt 05
Identität bestätigen
Schritt 06
Geld einzahlen und / oder altes Depot übertragen
Schritt 07
Handeln

 

Schritt 1: Ziele klären

Vor dem Depotvergleich müssen Sie sich im Klaren sein, was Ihnen wichtig ist. Sollen vor allem die Kosten niedrig sein, dann sind Neobroker eine gute Wahl, die oft weder Depot- noch Kauf- oder Verkaufsgebühren berechnen. Am anderen Ende der Skala stehen die Direktbanken, die teurer sind, dafür aber auch mehr Bequemlichkeit bieten.

 

Kosten sparen: Neobroker, z. B. justTRADE

Das Vorbild aller Neobroker ist der Broker Robinhood aus den USA. Er bot als Erstes einen völlig provisionsfreien Handel mit Wertpapieren an. Stattdessen finanziert er sich aus Provisionen, die er von Marketmakern, Handelsplätzen und Highspeed Trading Firms dafür erhält, dass es die Aufträge der Kunden an diese zur Ausführung weiterleitet.

Mittlerweile sind auch in Deutschland viele Neobroker entstanden. Einer der ersten Anbieter war Trade Republic, wo der Handel allerdings nicht ganz gebührenfrei ist, sondern 1,- Euro kostet (Stand: 07 /2021).

Die besten Neo Broker

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Risikohinweis: Ihr Kapital ist gefährdet

Weil sich auch in Deutschland Neobroker aus den Provisionen für die Weiterleitung von Aufträgen oder den Verkauf von Fonds, Zertifikaten und Optionsscheinen erhalten, bieten Neobroker allerdings nur Zugang zu ausgewählten Handelsplätzen, meist kleineren wie der Lang & Schwarz Exchange in Hamburg oder Quotrix in Düsseldorf.

Über Xetra lässt sich bei keinem Neobroker handeln, allerdings bietet justTRADE Käufe und Verkäufe über die Tradegate Exchange, den zweitgrößten deutschen Börsenplatz.

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Kosten pro Order
0€
Kosten gesamt
0€
Handelsplätze
3

 

Breites Angebot: Online-Broker

Wer auch über Xetra, die Frankfurter Wertpapierbörse, die Regionalbörsen oder gar ausländische Handelsplätze kaufen und verkaufen will, der benötigt dafür einen klassischen Broker oder eine Direktbank.

Reine Broker wie flatex, onvista bank oder Lynx sind dabei meist deutlich günstiger als Direktbanken. An der Grenze zwischen Neobroker und klassischem Online-Broker liegt Smartbroker. Das Unternehmen bietet sowohl den gebührenfreien Handel über Premium-Partner und den Handelsplatz gettex als auch gebührenpflichtige Käufe und Verkäufe über Xetra. Hauptnachteil ist allerdings die lange Bearbeitungszeit bei der Kontoeröffnung und der nur mäßige Service.

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Kosten pro Order
0€
Kosten gesamt
0€
Handelsplätze
36

 

Alles aus einer Hand: Direktbank

Direktbanken wie die ING, die DKB oder die comdirect bank bieten sowohl ein Girokonto als auch Tages- und Festgelder und ein Depot. Der Sparkassen Broker ist zwar streng genommen ein reiner Online-Broker, Käufe und Verkäufe lassen sich aber teilweise direkt von einem Sparkassen-Girokonto aus abrechnen, sodass die Bequemlichkeit fast an eine Direktbank heranreicht.

BankWebsiteTestberichtKosten OrderKosten DepotAngebotEröffnungSupport
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Jetzt zu maxblue maxblue Test 0,25 Prozent vom Ordervolumen, mindestens 8,90 Euro + EntgeltKostenlosAktien, ETF, Sparpläne, Fonds, Anleihen, Zertifikate, Optionsscheine, ForexOnline, PostTelefon, E-Mail
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Dafür sind diese Anbieter auch etwas teurer als reine Online-Broker. Die Gebühren liegen meist bei etwa 10,- Euro pro Kauf oder Verkauf. Das gilt auch für die comdirect bank, eine Marke der Commerzbank AG. Das Unternehmen bietet ähnliche Preise wie die Konkurrenz, aber ein sehr breit gefächertes Angebot. Dazu gehören nicht nur Girokonto und Depot, sondern beispielsweise auch der Robo Advisor cominvest.

Der Service ist deutlich besser als bei den meisten der günstigeren Broker. So gibt es an sieben Tagen rund um die Uhr eine Telefon-Hotline und einen Live-Chat. Über den Live-Support kann bei Problemen ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Bank die gleiche Website betrachten und Ratschläge geben.

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Kosten pro Order
3,90€
Kosten gesamt
46,8€
Handelsplätze
21

 

Gibt es Direktbanken mit Beratung?

Beratung bieten auch Direktbanken aber üblicherweise nicht. Wer Wert darauf legt, kann ein Konto bei einer klassischen Filialbank wie der Commerzbank oder der Targobank eröffnen. Kein echtes Beratungsangebot, aber womöglich trotzdem eine Alternative ist die Beratungsstrecke der ING (ehemals ING DiBa) beim ING Komfort Depot. Oder man lässt sein Depot von einem Robo Advisor automatisch verwalten. Bei quirion steht dabei auf Wunsch sogar ein Mitarbeiter für Rückfragen bereit.

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Kosten pro Order
7,40€
Kosten gesamt
88,80€
Handelsplätze
10

 

Schritt 2: Depots vergleichen

Wer sich bereits für einen Anbieter entschieden hat, der kann diesen direkt oben über den Produktbanner aufrufen und ein Konto eröffnen. Wer sich noch unsicher ist, sollte zunächst die Depots vergleichen.

Sie suchen einen günstigen Neobroker? Jetzt direkt zum Neobroker-Vergleich
Sie suchen einen klassischen Online-Broker? Jetzt direkt zum Broker-Vergleich
Sie suchen eine Direktbank mit breitem Angebot? Jetzt direkt zum Direktbank-Vergleich

Dafür muss in unserem Aktiendepot-Vergleich das durchschnittliche Ordervolumen eintragen werden. Das ist wichtig, denn oft werden die Gebühren in Abhängigkeit vom Wert der ge- oder verkauften Wertpapiere berechnet. Daneben entscheidet die Zahl der Käufe und Verkäufe pro Jahr über die Gebührenhöhe, deshalb müssen diese als Nächstes eingegeben werden.

Üblicherweise werde heute fast alle Aufträge über das Internet abgewickelt. Deshalb ist bei diesem Punkt ein Anteil von 100 Prozent voreingestellt. Wer Aufträge auch per Telefon erteilen will, muss den Prozentsatz anpassen.

Depotvergleich Suchmaske - Depot eröffnen

Quelle: Aktien.net / financeAds.net

Einige Broker wie flatex verlangen eine Depotgebühr, die oft abhängig vom Depotvolumen ist. Daher wird als Nächstes der durchschnittliche Wertpapierbestand abgefragt.

Im letzten Punkt wird schließlich noch erhoben, an welchen Börsen gehandelt werden soll. Wer hier beispielsweise XETRA auswählt, erhält die Preise für den Handel an genau dieser Börse angezeigt. Broker, die keinen Zugang zum entsprechenden Handelsplatz bieten, werden nicht aufgeführt.

Weitere Informationen bieten die Erfahrungsberichte. Wer sich noch unsicher ist, findet im Erfahrungsbericht nicht nur unseren Test, sondern kann meistens auch Erfahrungsberichte von echten Kunden in den Kommentaren lesen.

 

Schritt 3: Antrag ausfüllen

Der Antrag kann entweder direkt aus dem Vergleichsrechner heraus oder durch einen der Buttons mit der Aufschrift „Jetzt direkt zu …“ gestartet werden. Üblicherweise muss dann zunächst eine E-Mail-Adresse angegeben und ein Passwort festgelegt werden.

finanzen.net zero Angaben zur Person - Depot eröffnen

Abbildung 1 Nun müssen Angaben zur Person gemacht werden. Hier als Beispiel der Antrag von finanzen.net zero (früher GRATISBROKER).

Daneben werden Angaben zur Person abgefragt. Wichtig ist es, den gesamten Namen einzugeben, denn die Angaben werden später mit denen auf dem Ausweis abgeglichen.

 

Schritt 4: Risikoprofil erstellen

Im vierten Schritt erhebt der Broker das Wissen und die Erfahrungen mit Finanzgeschäften. Dieser Schritt wird von der EU-Richtlinie MiFID II ausdrücklich eingefordert, weshalb er oft auch mit MiFID II Angaben überschrieben ist.

onvista bank nicht komplexe Wertpapiere - Depot eröffnen

Abbildung 2 Die Richtlinie MiFID II verlangt von den Brokern, dass sie die Erfahrung mit Wertpapieren erheben. Hier am Beispiel der onvista bank.

Wer bestimmte Wertpapiere noch nicht gehandelt hat, kann sie dennoch kaufen, erhält dann aber immer einen Warnhinweis angezeigt, dass er oder sie bisher kaum Erfahrungen in dieser Wertpapierklasse besitzt.

 

Schritt 5: Identität bestätigen

Ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben ist die Überprüfung der Identität. Das funktioniert heute meistens online mithilfe eines Dienstleisters wie IDnow oder dem POSTIDENT Videochat. Dabei muss ein Ausweisdokument, meist der Personalausweis, in die Kamera gehalten werden. Manchmal ist es dafür nötig, eine spezielle App herunterzuladen, teilweise erfolgt die Bestätigung aber auch über eine Website oder direkt über die App des Brokers.

iDnow Videoident

Quelle: iDnow

Wer keine Webcam besitzt oder dem Verfahren nicht traut, kann sich bei einigen Brokern immer noch in einer Postfiliale seine Angaben bestätigen lassen.

 

Schritt 6: Geld einzahlen und / oder altes Depot übertragen

Jetzt muss nur noch Geld eingezahlt werden. Beim Sparkassen Broker (S Broker) können Käufe und Verkäufe unter Umständen direkt über das Girokonto abgerechnet werden, dann entfällt dieser Schritt. Bei allen anderen Brokern ist die Eröffnung eines Tagesgeld-, Giro- oder Verrechnungskontos nötig.

Reine Online-Broker wie Trade Republic eröffnen mit dem Depot immer auch ein Verrechnungskonto. Oft wird das Konto von einer Partnerbank abgewickelt, bei Smartbroker beispielsweise von der DAB Bank.

Bei einigen Brokern können Negativzinsen auf das Verrechnungskonto anfallen. Während flatex ab dem ersten Euro Gebühren berechnet, ist bei den meisten Konkurrenten ein bestimmter Betrag befreit. Bei Direktbanken werden Käufe und Verkäufe oft direkt über das Giro- oder das Tagesgeldkonto abgewickelt.

ING Depotwechsel

Abbildung 4 Viele Banken unterstützen Kundinnen und Kunden beim Übertrag eines Depots, so auch die ING.

Wer bereits ein Depot besitzt, kann das oft zum neuen Broker übertragen lassen. Oft geht das mittlerweile schon online, viele Banken kooperieren beispielsweise mit dem Dienst Depotwechselservice24, so etwa die Oldenburgische Landesbank oder die ING (siehe Bild oben).

Gerade bei den Discount- und Neobrokern heißt es aber aufpassen. So verlangt DEGIRO Gebühren für einen Depotübertrag zur Bank und auch von der Bank zu einem anderen Broker. Einige Neobroker wie justTRADE bieten einen Depotwechsel zur Bank wegen der Kosten gar nicht an. Zu den Neobrokern, die einen kostenlosen Depotübertrag bieten gehört Trade Republic.

 

Schritt 7: Handeln

Wenn Geld eingezahlt und/oder Wertpapiere übertragen wurden, kann der Handel beginnen. Wichtig ist, nicht hektisch zu kaufen und zu verkaufen. Außerdem sollte das Vermögen möglichst breit gestreut werden. Auf Aktien.net haben wir mehrere Investmentideen zusammengestellt. Natürlich handelt es sich dabei nur um Vorschläge und nicht um eine Anlageberatung.

Für die langfristige Geldanlage sind ETF-Sparpläne gut geeignet. Dabei wird monatlich ein fester Betrag in einen börsengehandelten Fonds investiert, beispielsweise auf den MSCI All Countries World Index. Sparpläne sind schon ab 1,- Euro möglich.

Expertentipp
Freistellungsauftrag einrichten: Deutsche Banken sind dazu verpflichtet, von Dividenden, Verkaufsgewinnen und anderen Erträgen direkt die Kapitalertragsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuern einzubehalten.

Allerdings gibt es pro Person einen Freibetrag von 801,- Euro. Damit Erträge bis zu dieser Höhe erst gar nicht abgezogen werden, sollte ein Freistellungsauftrag gestellt werden. Diese Möglichkeit bietet praktisch jeder deutsche Broker.

DAB BNP Paribas Freistellungsantrag - Depot eröffnen

Abbildung 5 So sieht der Freitstellungsauftrag von Smartbroker aus. Weil der Broker mit DAB BNP Paribas kooperiert, wird der Antrag an diese Bank gestellt.

Dazu muss ein Formular ausgefüllt und im Regelfall per Post an die Bank oder den Broker geschickt werden. Dabei gilt es zu beachten, dass der Freibetrag für alle Konten und Depots gemeinsam gilt. Wer bereits bei seiner Direktbank einen Freibetrag von 300,- Euro abgegeben hat, kann also beim Broker nur noch einen über maximal 501,- Euro stellen. Bei Eheleuten werden sowohl die beiden Freibeträge wie einer über 1.602,- Euro behandelt.

Wird der Freistellungsauftrag bei einer Bank nicht ausgeschöpft, bei einer anderen dagegen werden Steuern gezahlt, kann das Geld im Jahreslohnsteuerausgleich zurückgefordert werden.

 

Besonderheiten bei einzelnen Brokern

Depot eröffnen Sparkasse

Eine Depoteröffnung bei der Sparkasse funktioniert grundsätzlich genauso wie oben beschrieben. Allerdings gibt es eine Besonderheit, denn die Sparkasse ist keine Bank, sondern ein Verbund öffentlich-rechtlicher Kreditinstitute. Zwar hat sich die Zahl der Sparkassen in den vergangenen Jahren durch Fusionen deutlich reduziert, aber die Hamburger Sparkasse und die Stadtsparkasse München sind nach wie vor verschiedene Unternehmen.

Wer ein Depot bei der Sparkasse eröffnen will, muss sich deshalb zunächst entscheiden. Soll es die Sparkasse vor Ort sein? Manchmal gibt es sogar mehrere Sparkassen in einer Stadt, beispielsweise in Düsseldorf die Kreis- und die Stadtsparkasse.

BrokerAnmerkung 
Sparkasse vor OrtKonditionen unterschiedlich
S BrokerSparkassen Girokonto als Verrechnungskonto (teilweise)Direkt zu S Broker
1822 direktTochter der Frankfurter SparkasseDirekt zu 1822 direkt
DKB BrokerTochter der Bayern LBDirekt zur DKB

Alternativ lässt sich aber auch ein Depot bei S Broker eröffnen. Dieser kooperiert mit zahlreichen Sparkassen, dann können Käufe und Verkäufe direkt vom Girokonto abgerechnet werden.

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Während die meisten Sparkassen ihre Dienstleistungen nur regional anbieten, ist die Frankfurter Sparkasse mit ihrer Vertriebsgesellschaft 1822direkt bundesweit aktiv. Sie bietet auch ein Girokonto sowie Tages- und Festgelder und ist damit eine echte Direktsparkasse.

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Noch umfangreicher ist aber das Angebot der DKB. Die ist streng genommen keine Sparkasse, befindet sich aber zu 100 Prozent im Besitz der Bayerischen Landesbank, die wiederum dem Freistaat Bayern sowie den bayerischen Sparkassen gehört.

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Depot eröffnen ING (DiBa)

Bei der ING haben Neukunden die Wahl, denn das Unternehmen bietet mittlerweile drei verschiedene Optionen. Neben dem klassischen Direkt-Depot, bei dem die Anlegerinnen und Anleger selbst Wertpapiere kaufen und verkaufen, bietet das früher als DiBa bekannte Unternehmen jetzt auch eine Komfort-Anlage, bei der am Ende einer Beratungsstrecke ein Fonds empfohlen wird.

ING Direktdepot - Depot eröffnen

Abbildung 6 Die ING bietet neben dem klassischen Direktdepot auch noch die Komfort-Anlage und eine Online-Vermögensverwaltung.

In eine ähnliche Richtung wie die Komfort-Anlage geht die Online-Vermögensverwaltung. Auch dort wird das Geld je nach Risikoneigung in Fonds angelegt, in diesem Fall unterschiedliche ETFs. Allerdings müssen dafür mindestens 5.000,- Euro eingezahlt werden.

Mehr Informationen haben wir im Beitrag ING Aktiendepot Erfahrungen & Test 2021 zusammengestellt.

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Depot eröffnen comdirect bank

Auch bei der comdirect bank gibt es zwei verschiedene Depots, nämlich das comdirect depot und das cominvest depot. Der Unterschied ist ähnlich wie bei der ING.

Wer seine Wertpapiere selbst auswählen will, für den ist das comdirect depot die richtige Wahl. Beim cominvest depot handelt es sich dagegen um eine Online-Vermögensverwaltung, wie sie auch die ING anbietet. Dabei sucht ein Algorithmus die passenden ETFs aus.

Mehr Informationen gibt es im Beitrag comdirect Aktiendepot Erfahrungen und Test 2021.

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Depot eröffnen Trade Republic

Wer bei Trade Republic ein Depot eröffnen will muss wissen, dass hier der Handel ausschließlich per App möglich ist. Das Unternehmen bietet keinen Webtrader oder Ähnliches.

Mehr Informationen finden Sie im Beitrag Trade Republic Broker Test & Erfahrungen 2021.

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Alternativen zum Aktiendepot

Nicht immer ist ein Aktiendepot die beste Wahl. Wir zeigen drei Alternativen.

p2p Kredite

Für das kurzfristige „Parken“ von Geld sind Aktien und ETFs nur sehr eingeschränkt geeignet, denn die Kurse schwanken. Wird das Ersparte benötigt besteht die Gefahr, dass ausgerechnet dann verkauft werden muss, wenn die Kurse gerade niedrig sind. Was kurzfristig bedeutet, ist umstritten. Für den Robo Advisor quirion (nächstes Kapitel) beträgt die Mindestanlagedauer zwei Jahre. Besser sind bei kürzeren Zeiträumen, trotz der niedrigen Zinsen, Tages- und Festgelder, eventuell auch p2p-Kredite.

Top 5 P2P Plattformen

1
iuvo-logo-144x84
Durchschnittliche Rendite
bis 15%
Rückkauf Garantie
60 Tage
Mindestanlage
100€
Kreditvolumen
0,13 Mio.
Testberichtzu Iuvo
2
Mintos Logo
Durchschnittliche Rendite
12,19%
Rückkauf Garantie
60 Tage
Mindestanlage
10€
Kreditvolumen
2,5 Mrd.
Testberichtzu Mintos
3
Bondora-logo-144x84
Durchschnittliche Rendite
über 9%
Rückkauf Garantie
keine
Mindestanlage
1€
Kreditvolumen
7,6 Mio.
Testberichtzu Bondora
4
Estateguru-logo-144x84
Durchschnittliche Rendite
12,38%
Rückkauf Garantie
keine
Mindestanlage
50€
Kreditvolumen
65 mio
Testberichtzu Estateguru
5
Viventor-logo-144x84
Durchschnittliche Rendite
bis 14%
Rückkauf Garantie
60 Tage
Mindestanlage
10€
Kreditvolumen
40 mio
Testberichtzu Viventor
Sie riskieren Ihr Kapital

Bei p2p Krediten werden Darlehen gezielt an bestimmte Personen oder Unternehmen vergeben. Auf Plattformen wie auxmoney stellen Kreditinteressenten Gesuche ein. Wenn sich genügend Finanziers finden, wird der Kredit vergeben.

Etwas anders funktionieren Plattformen wie Mintos. Dort verkaufen Kreditbüros wie ExpressCredit oder Sun Finance Kredite bereits vergebene Darlehen weiter.

Mintos ExpressCredit

Abbildung 7 Bei Mintos werden bereits vergebene Darlehen weiterverkauft. Hochverszinste Darlehen stammen meist aber aus Ländern außerhalb der EU. Hier zu sehen sind Kredite von ExpressCredit aus Botsuana.

Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile. Viele Darlehen bei Mintos & Co sind mit einer Rückkaufverpflichtung versehen. Das bedeutet, dass die Kredite vom Verkäufer zurückgekauft werden, sollten sie vom Schuldner nicht zurückgezahlt werden. Das bietet Sicherheit.

Allerdings kommt es immer wieder zu Problemen mit den Kreditunternehmen, etwa weil diese ihre Lizenz verlieren. Dann kann es passieren, dass Gelder erst verzögert oder gar nicht zurückgezahlt werden, selbst wenn die Schuldner pünktlich getilgt haben.

 

Robo Advisor

Bei einem mindestens mittelfristigen Anlagehorizont sind Aktien und ETFs meistens eine gute Investition. Doch nicht jeder und jede hat Interesse an der Geldanlage. Dann kann eine Online-Vermögensverwaltung der bessere Weg sein.

quirion Geldanlage - Depot eröffnen

Abbildung 8 Bei der Geldanlage mithilfe eines Robo Advisor wird der passende Mix von Chance und Risiko ermittelt. quirion empfiehlt als minimale Anlagedauer zwei Jahre.

Dabei wird zunächst ermittelt, welche Risiken der Anleger oder die Anlegerin eingehen kann und will. Je länger der Anlagezeitraum und je höher die individuelle Risikobereitschaft, desto höher ist auch der Aktienanteil.

Top 5 Robo Advisor

1
Servicegebühr
0,80%
Fondskosten
0,15%
Sparplan
Ab 25€
Mindesteinlage
Ab 1.000€
Anlagestrategien
5
Testberichtzu Oskar
2
quirion-logo-184x44
Servicegebühr
0,00%
Fondskosten
0,22%
Sparplan
Ab 30€
Mindesteinlage
Ab 5.000€
Anlagestrategien
10
Testberichtzu Quirion
3
Weltsparen-logo-184x44
Servicegebühr
0,33%
Fondskosten
0,16%
Sparplan
Ab 50€
Mindesteinlage
Ab 500€
Anlagestrategien
4
Testberichtzu Weltsparen
4
Growney-logo-184x44
Servicegebühr
0,69%
Fondskosten
0,27%
Sparplan
Ab 1€
Mindesteinlage
Ab 0€
Anlagestrategien
5
Testberichtzu Growney
5
Servicegebühr
0,70%
Fondskosten
0,25%
Sparplan
Ab 50€
Mindesteinlage
Ab 2.500€
Anlagestrategien
5
Testberichtzu Fintego
Sie riskieren Ihr Kapital

Ein von einem Robo Advisor verwaltetes ETF-Depot hat nicht nur den Vorteil, dass man sich um nichts kümmern muss. Eine ähnliche breite Streuung ist für private Geldanleger nur schwer zu erreichen. Der zur Quirion Privatbank gehörende Robo Advisor quirion bietet außerdem nachhaltig ausgerichtete Depots und auf Wunsch – gegen einen Aufpreis – auch einen Berater, der bei wichtigen Fragen unterstützend zur Seite steht.

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CFD-Broker

Auch für rein spekulative Zwecke können andere Anlageprodukte sinnvoller sein. Zumal sie helfen, Spekulation und Investition sauber zu trennen. CFDs, deutsch auch Differenzkontrakte, sind Derivate, deren Entwicklung sich an einem Basiswert orientiert. Das kann eine Aktie, ein ETF, ein Index, ein Rohstoff, eine Anleihe oder auch ein Währungspaar beziehungsweise ein Kryptowährungspaar sein.

CFDs haben zwei Vorteile gegenüber Aktien. Sie erlauben das Spekulieren auf fallende Kurse (Leerverkäufe) und man kann sie mit einem Hebel handeln. Ein Hebel von 5 bedeutet beispielsweise, dass mit einer Einzahlung von 100,- Euro Wertpapiere im Wert von 500,- Euro ge- oder verkauft werden können.

Top 5 CFD Broker

1
Produkte
Aktien, Krypto, ETFs
Regulierung
CySEC und FCA
Hebel
bis zu 1:30
67% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld
Testberichtzu eToro67% der CFD-Konten von Privathändler verlieren ihr Geld
2
Produkte
Aktien, Krypto, ETFs
Regulierung
brit. FCA
Hebel
bis zu 1:30
Testberichtzu Plus500
3
Produkte
Aktien, Krypto, ETFs
Regulierung
brit. FCA
Hebel
bis zu 1:30
Testberichtzu Trading 212
4
Produkte
Aktien, Krypto, ETFs
Regulierung
deut. BaFin
Hebel
bis zu 1:30
Testberichtzu FXFlat
5
Produkte
Aktien, Krypto, ETFs
Regulierung
zyp. CySEC
Hebel
bis zu 1:30
Testberichtzu Capital.com
Sie riskieren Ihr Kapital

Dadurch sind CFDs aber auch sehr riskant. Zumal sie üblicherweise am selben Tag ge- und wieder verkauft werden, denn sonst berechnet der Broker eine sogenannte Übernacht-Gebühr. Immerhin lassen einige Anbieter wie eToro die Wahl: wer auf den Hebel verzichtet, kauft die Aktie direkt und zahlt dann auch keine Overnight-Gebühren.

Unterm Strich machen, je nach CFD-Broker, 66 bis 80 Prozent der Privatanlegerkonten Verluste. In unseren Augen sind CFDs daher keine Geldanlage, sondern eine Finanzwette. Wer Spaß daran hat, sollte das von der Geldanlage trennen. Etwa durch ein CFD-Konto für spekulative Wetten und einen Sparplan bei einem ETF-Broker oder einem Robo Advisor für den Vermögensaufbau.

 

Fragen und Antworten

Bei welcher Bank Depot eröffnen?

Welche Bank die richtig ist, hängt auch vom persönlichen Anspruch ab. Direktbanken bieten fast alle Bankdienstleistungen aus einer Hand, sind aber teurer. Online-Broker verlangen dagegen deutlich niedrigere Gebühren, bieten aber nur den Wertpapierhandel. Bei Neobrokern kostet eine Kauf oder Verkauf oft gar nichts, dafür ist der Handel auf einen oder zumindest wenige Handelsplätze beschränkt.

Was bedeutet Depot eröffnen?

Ein Depot dient dazu, Wertpapiere wie Aktien oder ETFs zu verwahren. Dessen Eröffnung muss zunächst beantragt werden. Besonders einfach geht das, wenn bei der Bank bereits ein Konto besteht. Allerdings sind diese Angebote meistens nicht die kostengünstigsten.

Auf was achten bei der Depoteröffnung?

Wichtigster Punkt sind für die meisten Anleger die Orderkosten sowie die monatliche Depotgebühr. Wer nur selten kauft oder verkauft, sollte ein Depot ohne Grundgebühr wählen. Neobroker bieten zusätzlich noch niedrige Ordergebühren oder verzichten ganz darauf, bieten aber nur ein eingeschränktes Angebot. Bequemer, aber auch teurer, sind Direktbanken wie ING oder comdirect bank.

Welches Depot ist für Anfänger und Kleinanleger das richtige?

Kleinanleger und Anfänger starten oft mit einem Konto bei einer klassischen Direktbank gut. Die Gebühren sind dort zwar etwas höher, dafür bieten sie aber auch mehr Service. Wer bereits ein Sparkassen-Girokonto besitzt, sollte das Angebot von S Broker prüfen.

 

Fazit

Ein Depot eröffnen geht ganz einfach. Zunächst sollte man sich über seine Ziele klar werden. Unsere Vergleichsrechner helfen dabei, den dazu passenden Broker zu finden, beispielsweise einen Neobroker für niedrige Kosten oder eine Direktbank, wenn alle Dienstleistungen aus einer Hand kommen sollen. Wer sich unsicher ist, kann noch einen unserer Erfahrungsberichte lesen. Von einem Link aus dem Rechner oder dem Bericht kommt man direkt zu einem Antragsformular. Dort müssen persönliche Daten und die Kenntnisse im Wertpapierhandel eingegeben werden. Sobald die Legitimation per Videoident abgeschlossen ist, wird das Depot üblicherweise in wenigen Tagen eröffnen. Dann muss noch Geld eingezahlt werden und bald kann die erste Aktie oder der erste ETF gekauft werden.

 

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Tilman Weigel

Tilman schreibt seit 2017 für Aktien.net. Er selbst legt sein Geld am liebsten mit ETFs an, gerne themen- und länderspezifisch, aber immer auch im Hinblick auf eine breite Streuung. Studiert hat er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seit zehn Jahren ist er freiberuflicher Online-Autor und hat unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, manager-magazin.de und Spiegel Online geschrieben.

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