Beste Aktien 2019 – Diese Unternehmen sollten Sie im Auge behalten

Wir haben uns auf die Suche nach den besten Aktien 2019 gemacht und drei deutsche und drei internationale Unternehmen ausgewĂ€hlt. Außerdem erklĂ€ren wir, worauf Anleger bei der Wahl der richtigen Aktien achten sollten und welche Alternativen sie zu den vorgestellten sechs Unternehmen haben.

Beste Aktien 2019 in KĂŒrze:

  • Wir haben Aktien fĂŒr einen mittleren Zeithorizont gewĂ€hlt
  • AuslĂ€ndische Aktien gehören mit ins Depot
  • Auf die Risikostreuung achten
  • ETFs und Robo Advisors als Alternative

Das zweite Halbjahr: Ausblick auf Q3 und Q4 2019

Das Jahr 2019 ist mit einer Hypothek gestartet. Denn im Jahr 2018 war der Kurs der meisten Indizes, auch des DAX, deutlich zurĂŒckgegangen. Damit das Jahr ein echter Erfolg wird, mĂŒssen die Kurse diesen RĂŒckschlag wieder aufholen. TatsĂ€chlich stieg der Deutsche Aktienindex zunĂ€chst an, konnte jedoch bis Mitte des Jahres den Höchststand von Ende 2017 nicht wieder erreichen. Bedeutet das fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte eine Belastung oder eine Chance?

Wird ausschließlich die Kursentwicklung unter die Lupe genommen, also der Anstieg des DAX aufgrund von Dividendenzahlungen außen vor gelassen, dann lagen die Kurse Mitte 2019 sogar niedriger als 2015. Einerseits bedeutet der KursrĂŒckgang seit 2017 Luft nach oben. Andererseits kann er aber auch einen lĂ€ngeren Trend nach unten einleiten. Denn nicht nur an der Börse, auch in der Politik und bei den Unternehmen hĂ€ufen sich die Anzeichen fĂŒr höhere Risiken. Unternehmen investieren weniger und bereiten sich auf magerere Jahre vor. Auch die Verbraucher erwarten nach einer im August 2019 veröffentlichten Untersuchung des Marktforschers gfk schlechtere Zeiten, auch wenn die Konsumneigung zunĂ€chst hoch bleibt.

FĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte ist deshalb beides denkbar: Eine erneute Erholung mit einem deutlichen Kursgewinn oder ein lĂ€nger dauernder Abschwung, der sich auch im Jahr 2020 fortsetzen könnte. Umso wichtiger ist die ĂŒberlegte Auswahl der Aktien und ETFs. Dabei ist auch die Mischung wichtig. Weil der weitere Verlauf unklar ist, sollten defensive und offensive Unternehmen im Portfolio vertreten sein. Das haben wir auch bei unserer Auswahl berĂŒcksichtig.

Die besten Aktien aus Deutschland und der Welt

Ein gutes Aktienportfolio sollte weltweit gestreut sein und aus unterschiedlichen Papieren bestehen. Wer sein ganzes Vermögen in den 1990ern in scheinbar sichere Aktien wie die der Deutschen Bank oder des Energieversorgers RWE steckt, hatte seitdem wenig Freude. Wer dagegen in einen ETF auf einen Index wie den DAX, den Dow Jones oder auch den MSCI All Countries World Index investierte, hat ein gutes GeschÀft gemacht.

Allerdings sollten die Aktien auch aus verschiedenen Branchen und Regionen stammen. Wer neben RWE-Aktien auch solche von E.on im Depot hatte, dem war damit wenig gedient. Und weil Deutschland stark von der Automobilindustrie abhĂ€ngt, gehören in unseren Augen auf jeden Fall auch auslĂ€ndische Papiere ins Depot. Weil wir aber wissen, dass viele Anleger heimische Aktien bevorzugen, haben wir drei deutsche und drei auslĂ€ndische Unternehmen gewĂ€hlt – obwohl wir einen Anteil auslĂ€ndischer Aktien von mehr als 50 Prozent empfehlen wĂŒrden.

3 besten Aktien Deutschland 2019

Diese drei deutschen Aktien haben Potenzial. Entweder, weil sie einen intakten AufwÀrtstrend vorweisen können oder weil ihre fundamentalen Daten vielversprechend sind.

MBB SE – WKN: A0ETBQ; ISIN: DE000A0ETBQ4

  • Beteiligungsunternehmen fĂŒr Technologie-fokussierte Industrieunternehmen
  • Überwiegend im Besitz der GrĂŒnder
  • 1.000 Prozent Plus seit 2009
  • Zuletzt verhaltene Entwicklung

1.000 Prozent hat die Aktie von MBB in den vergangenen zehn Jahren zugelegt, das entspricht 25 Prozent pro Jahr. Allein das Plus in den vergangenen drei Jahren betrÀgt 75 Prozent. Von Oktober 2017 bis Mitte 2019 hat sich der Kurs zwar enttÀuschend entwickelt.
Das liegt aber auch daran, dass MBB viel investiert und im Juli 2019 beispielsweise Friedrich Vorwerk ĂŒbernommen hat, einen Spezialisten fĂŒr den Bau von Stromtrassen und Pipelines. Die aktuelle SchwĂ€che kann also eine Chance fĂŒr Anleger sein.

 2016201720182019 (e)
Umsatz in Millionen Euro332403507(558)
Gewinn je Aktie in Euro2,160,712,34(2,17)
Dividende je Aktie in Euro0,591,221,32(1,24)

Der Name MBB wird noch immer vor allem mit dem Luft- und Raumfahrtunternehmen Messerschmidt-Bölkow-Blohm (MBB GmbH) verbunden. TatsÀchlich gab deren ehemaliges Tochterunternehmen MBB Gelma Industrieelektronik GmbH gab der Firma ihren Namen.

Die heutige MBB SE ist eine auf technologiegetriebene Industrieunternehmen spezialisierte Holding. Sie kauft vor allem mittelstĂ€ndische Firmen, beispielsweise solche, die keinen Unternehmensnachfolger gefunden haben. Ein schneller Wiederverkauf ist dabei nicht das Ziel, sondern eine langfristige Investition und gegebenenfalls ein Börsengang einzelner Tochterfirmen. FĂŒr das Unternehmen spricht außer der starken Rendite in der Vergangenheit, dass die GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer nach wie vor große Aktienanteile halten.

Fazit: Mit MBB investieren AktionÀre in verschiedene Technologien-Firmen gleichzeitig. Bisher hatte das MBB-Management bei der Firmenauswahl einen guten Riecher.

Adidas AG – WKN: A1EWWW; ISIN: DE000A1EWWW

  • Bekleidungsunternehmen mit Schwerpunkt Sport
  • Starke Kursentwicklung in der Vergangenheit
  • Technologisch gut aufgestellt.

Adidas ist weltweit bekannt als Ausstatter zahlreicher Sportmannschaften. Doch Bekanntheit muss nicht zwangslÀufig auch finanziellen Erfolg bedeuten. Doch bei Adidas ist das anders. Mehr als 875 Prozent hat die Aktie von Mitte 2009 bis Mitte 2019 zugelegt. Und im Gegensatz zur MBB SE war die Aktie auch auf Jahresfrist und Monatsfrist im Plus. Allein von Mitte 2018 bis Mitte 2019 betrug das Plus rund 50 Prozent.

Kein Wunder, denn die Firma aus dem NĂŒrnberger Umland nĂ€ht nicht einfach nur Hosen und produziert Schuhe. Adidas ist lĂ€ngst ein Hochtechnologieunternehmen. Das zeigt die neue Schuhfabrik des Konzerns im mittelfrĂ€nkischen Ansbach. Das erste Mal seit Jahrzehnten hat die Firma damit wieder ein Werk in Deutschland eröffnet. Allerdings eines fast ohne Personal. Wenige hundert Menschen produzieren dort genauso viele Schuhe wie mehrere Tausend in SĂŒdostasien, den Rest erledigen Roboter.

Was sich fĂŒr Entwicklungspolitiker wie eine Horrornachricht anhört, bedeutet fĂŒr Adidas einen Vorsprung gegenĂŒber seinen Konkurrenten, auch wenn bisher die meisten Schuhe noch von Menschen in Entwicklungs- und SchwellenlĂ€ndern genĂ€ht werden. Denn die Produktion in der NĂ€he der MĂ€rkte erlaubt eine schnellere Antwort auf Trends und auch Nachfragen ĂŒber die Produktionsbedingungen in den EntwicklungslĂ€ndern bleiben dann aus. Der Verlust von Tausenden von ArbeitsplĂ€tzen wiederum ist kaum eine Gefahr fĂŒr das Image, denn die Schuhe werden von Subunternehmen genĂ€ht, Adidas mĂŒsste also nicht selbst Menschen entlassen.

 2016201720182019 (e)
Umsatz in Millionen Euro12.29121.218 21.915(23.496)
Gewinn je Aktie in Euro5,085,388,42(9,85)
Dividende je Aktie in Euro2,002,603,35(3,88)

Problematisch ist allerdings das hohe Kurs-Gewinn-VerhÀltnis. Es lag Mitte 2019 bei rund 20, ein Wert den man vor allem von IT-Firmen kennt. Adidas muss seinen Gewinnanstieg also fortsetzen. Gelingt das nicht, drohen Verluste.

Fazit: Adidas ist ein dynamisches Unternehmen, das stark in die Fabrik der Zukunft investiert.

Deutsche Telekom – WKN: 555750; ISIN: DE0005557508

  • Dividendenstarker Wert
  • Stark von Regulierern abhĂ€ngig
  • Weniger konjunkturabhĂ€ngig

Eine Empfehlung fĂŒr die Deutsche Telekom mag viele Leser ĂŒberraschen. TatsĂ€chlich ist der Wert den meisten Anlegern vor allem als Geldvernichter in Erinnerung. Bei mehr als 86,- Euro stand die Aktie im FrĂŒhjahr 2000, Mitte 2019 waren es noch knapp ĂŒber 15,- Euro. Allerdings gilt hier, dass der Wert sein Tal lĂ€ngst durchschritten hat. Das war vor etwas mehr als zehn Jahren, als die Aktie noch nicht einmal mehr 9,-  Euro kostete. Doch aus der Vergangenheit darf man nicht 1:1 auf die Zukunft schließen.

Neue technologische Verfahren versprechen einiges an Einsparpotenzial. Mit Voice over IP (VoIP) könnten beispielsweise die Kosten fĂŒr die Vermittlung deutlich sinken. Und auch bei Sorgenkindern wie T-Systems gab es große Einsparungen. Der Ausbau des 5G-Netzes wird zwar zunĂ€chst viel Geld kosten, hoffentlich aber bald auch hohe Einnahmen generieren.

FĂŒr den Wert spricht außerdem die Dividendenrendite von mehr als 5,0 Prozent. 2019 hat das Unternehmen die Zahlung das vierte Mal in Folge erhöht. Außerdem ist der Wert weniger konjunkturabhĂ€ngig als die meisten Industrieunternehmen. Sollte die Konjunktur sich tatsĂ€chlich eintrĂŒben und der Handelsstreit mit den USA eskalieren, sollte die Firma das besser wegstecken als die meisten anderen Werte aus dem DAX.

 2016201720182019 (e)
Umsatz in Millionen Euro73.09574.94775.656(79.628)
Gewinn je Aktie in Euro0,580,740,46(0,86)
Dividende je Aktie in Euro0,600,650,70(0,75)

Insgesamt ist die Deutsche Telekom vor allem eine Aktie fĂŒr BĂ€ren, also fĂŒr Anleger, die eine schwĂ€chere Konjunktur erwarten. Denn die Nachfrage nach Telekomdiensten ist weit weniger konjunkturabhĂ€ngig als beispielsweise die nach Maschinen oder auch Autos. Hinzu kommt, dass die Regulierungsbehörden großzĂŒgiger werden dĂŒrften, falls die Telekom-Firmen trotzdem in die roten Zahlen rutschen. Risikolos ist der Wert natĂŒrlich trotzdem nicht. Der Kauf der Übertragungsrechte fĂŒr die EM 2024 dĂŒrfte nicht billig gewesen sein und nicht alle Analysten sind ĂŒberzeugt, dass sich die Investition am Ende lohnt.

Fazit: Der hochregulierte Telekommunikationsmarkt verspricht zwar keine hohen, dafĂŒr aber stabile Einnahmen und eine hohe Dividendenrendite. 

Die 3 besten Aktien weltweit 2019

Die drei vorgestellten deutschen Aktien kommen aus unterschiedlichen Branchen. Trotzdem wĂŒrde eine Wirtschaftskrise in Deutschland alle drei treffen. Zwar hat sich insbesondere Adidas international aufgestellte, die Bedeutung des deutschen Marktes ist aber immer noch ĂŒberproportional groß. Deshalb gehören auch internationale Aktien ins Depot, darunter idealerweise auch solche aus LĂ€ndern jenseits von Europa und den USA.

Alphabet (Google) – WKN: A14Y6F; ISIN: US02079K3059

  • Monopolartige Stellung bei mobilen Betriebssystemen und Suchmaschinen
  • Bisher kaum reguliert
  • Hohe Bewertung
  • Aber: Regulierung könnte verschĂ€rft werden
  • Keine Dividende

Die Google-Mutter Alphabet hat in den vergangenen zehn Jahren zwar “nur” 600 Prozent zugelegt und nicht mehr als 1.000 wie die MBB SE. DafĂŒr war die Firma, genauso wie Adidas, Mitte 2019 sowohl im Zeitraum von einem, drei, zwölf, 36 und 60 Monaten im Plus. Die Frage bei Alphabet ist weniger, ob die Firma auch in Zukunft hohe Gewinne machen wird, sondern eher, ob die Gewinne schnell genug steigen, um die bereits jetzt hohe Bewertung zu rechtfertigen.

Mit einem Kurs-Gewinn-VerhÀltnis von 25 ist die Aktie allerdings sehr teuer. Doch angesichts der monopolartigen Stellung bei Suchmaschinen (Google) und mobilen Betriebssystemen (Android) relativiert sich der Wert. Das Ende des Wachstums ist noch lÀngst nicht erreicht, zumal Alphabet mit seinen hohen Gewinnen in neue Sektoren vordringt.

 2016201720182019 (e)
Umsatz in Millionen USD90.272110.855136.819(161.541)
Gewinn je Aktie in USD27,918,043,7(48,8)
Dividende je Aktie in USD---(-)

Allerdings hat die Expansion zur Folge, dass trotz hoher Gewinne keine Dividende gezahlt wird. Und ganz ohne Risiko ist auch diese Investition nicht. Vermutlich wird auf absehbare Zeit keine neue Suchmaschine Google verdrĂ€ngen und auch alle Versuche Android Konkurrenz zu machen sind mit Ausnahme von Apples iOS gescheitert. Aber der Vergleich mit der Deutschen Telekom zeigt, wie wenig die Plattformbetreiber bisher reguliert sind. Auch wenn die Behörden sich wegen der internationalen Aufstellung von Google und Co schwertun dĂŒrften, auch eine Politik kleiner Nadelstiche kann Gewinne kosten. Und die Rufe nach einer Regulierung der Tech-Giganten werden immer lauter. Angesichts der hohen Bewertung kann schon ein langsameres Gewinnwachstum zu Kursverlusten fĂŒhren.

Fazit: Alphabet ist durch Google, Youtube und Android auf mehreren Gebieten faktisch Monopolist, wird im Gegensatz zu anderen Monopolisten wie Telekom- oder Energieunternehmen kaum reguliert. 

Sino Biopharm: ISIN: KYG8167W1380, WKN: A0CBDJ

  • Unternehmen aus der Volksrepublik China
  • Pharmaunternehmen
  • Hoher Kursgewinn seit 2009
  • Kurs Mitte 2019 noch unter Höchstkurs von 2018

Angesichts der wachsenden Chinas gehört auch eine chinesische Aktie in diese Übersicht. Wer das Plus von mehr als 1.000 Prozent ĂŒber zehn Jahre bei MBB hoch findet, der sollte einen Blick auf Sino Biopharm werfen. Die Aktie der Pharmafirma aus der Volksrepublik China legte von Mitte 2009 bis Mitte 2019 um mehr als 2.700 Prozent zu. Im zweiten Halbjahr 2018 sank der Kurs zunĂ€chst deutlich, wer das zum Einstieg nutzte, hatte Mitte 2019 ein gutes GeschĂ€ft gemacht. Im ersten Halbjahr hatte sich der Kurs nahezu verdoppelt.

FĂŒr einen weiteren Kursanstieg spricht auch die hohe Innovationskraft des Unternehmens. Zwar ist das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis sehr hoch, doch die Zeichen stehen auf Wachstum. Bisher wird der Gewinn durch die hohen Ausgaben fĂŒr Forschung reduziert, doch die Investition in neue Produkte könnte sich schon bald fĂŒr den Konzern auszahlen. Denn ist ein Medikament erst einmal entwickelt, kann es bis zu 25 Jahre lang hohe Gewinne einbringen.

 2016201720182019 (e)
Umsatz in Milllionen HKD15.82518.36724.431(27.836)
Gewinn je Aktie in HKD0,170,240,86(0,28)
Dividende je Aktie in HKD0,040,050,08(0,07)

Fazit: Attraktiv ist die Aktie vor allem wegen der ForschungsstĂ€rke. Sino Biopharm wĂ€re nicht das erste ostasiatische Unternehmen, dass aufgrund seiner erfolgreichen Forschung ĂŒber einen langen Zeitraum hohe Gewinne erzielt. 

MercadoLibre – WKN: A0MYN; ISIN: US58733R1023

  • Lateinamerikanischer VersandhĂ€ndler
  • Ursprung in Argentinien
  • Starker Anstieg
  • Kursplus könnte 2019 enden

MercadoLibre ist ein argentinischer Online-HĂ€ndler der vor allem in SĂŒd- und Mittelamerika aktiv ist. Deshalb wird das Unternehmen oft auch als lateinamerikanisches Amazon bezeichnet. Von Mitte 2018 bis Mitte 2019 hat sich der Kurs nahezu verdoppelt. Damit ist das Unternehmen in diesem Zeitraum noch viel stĂ€rker gewachsen als Amazon selbst. Allerdings deutet der Blick auf die Charts darauf hin, dass die Rallye langsam an Schwung verliert. Die Aktie ist deshalb in erster Linie fĂŒr Anleger interessant, die auf die Frist von wenigen Monaten anlegen.

Mittelfristig bleibt abzuwarten, ob sich das Unternehmen behaupten kann, oder ob Amazon und Alibaba auch den lateinamerikanischen Markt dominieren. Allerdings kann das auch auf dem Weg einer Übernahme geschehen. Gerade Alibaba könnte die internationale Expansion mit einer Übernahme von MercadoLibre forcieren. Dann wĂ€re die Aktie auch fĂŒr langfristig orientierte Anleger eine sehr gute Wahl.

 2016201720182019 (e)
Umsatz in Millionen USD8441.3981.440(2.000)
Gewinn je Aktie in USD3,090,31-0,82(...)
Dividende je Aktie in USD0,600,60-(...)

Fazit: Mercado Libre macht nicht nur hohe UmsĂ€tze, auch die Hoffnung auf eine Übernahme, zum Beispiel durch Alibaba, macht die Aktie attraktiv. 

Wichtig: Der Mix macht’s

Wichtig ist, dass Anleger bei der Wahl der richtigen Aktien die Unternehmen nicht isoliert sehen, sondern auch im Zusammenhang. Wer schon Aktien einer Bank besitzt, sollte nicht noch eine zweite dazu nehmen. Und wer mit MarcadoLibre in den Einzelhandel investiert, sollte eine zweite Aktie lieber aus dem Bereich Industrie oder IT wÀhlen.

Alternativen zu Einzelaktien

Weil die Investition in nur wenige Aktien sehr riskant ist und ein breit aufgestelltes Aktiendepot sich nur bei grĂ¶ĂŸeren BetrĂ€gen lohnt, stellen wir zwei Alternativen vor. Beide sorgen bei geringen Kosten fĂŒr eine Verteilung des Kapitals auf verschiedene LĂ€nder und Regionen.

ETF: Zum Beispiel Xtrackers MSCI ACWI – ISIN: IE00BGHQ0G80, WKN: A1W8SB

Die einfachste und kostengĂŒnstigste Möglichkeit in viele Aktien gleichzeitig zu investieren ist ein ETF. Die AbkĂŒrzung steht fĂŒr Exchange Traded Fund, also börsengehandelter Fonds. Es handelt sich also um einen Aktienfonds, allerdings einen der an der Börse als Wertpapier gehandelt wird. Das spart die teuren AusgabeaufschlĂ€ge, die beim Kauf ĂŒber eine klassische Bank anfallen und macht das Geld kurzfristig verfĂŒgbar.

Außerdem sind die meisten ETFs sogenannte Indexfonds. Sie bilden also einfach einen Aktienindex ab und sparen sich so das teure Fondsmanagement. Dadurch schneiden sie meist besser ab als klassische Fonds, denn nur die wenigsten schaffen es, die höheren Kosten durch geschickte Aktienauswahl auszugleichen.

Außerdem sind solche Fonds sehr transparent. Wer einen DAX-ETF kauft, weiß genau welche 30 Werte in welchem VerhĂ€ltnis im Depot liegen. Allerdings ist es nicht ratsam, ganz auf deutsche Aktien zu setzen. Denn viele deutsche Firmen sind nach wie vor stark im Heimatland investiert, eine Krise dort wĂŒrde sie stark treffen. Außerdem sind viele aus der Automobilindustrie, IT-Firmen gibt es unter den grĂ¶ĂŸten 100 deutschen AGs dagegen kaum.

Besser ist deshalb ein international investierender Fonds, beispielsweise auf den MSCI World. Anders als der Name suggeriert bildet der aber nicht weltweit die wichtigsten Aktiengesellschaften ab, sondern nur aus den Industrienationen. Besser ist deshalb ein ETF auf den MSCI All Countries World Index (MSCI ACWI), der zu etwas mehr als zehn Prozent aus Firmen aus SchwellenlĂ€ndern besteht. KostengĂŒnstig kann man in den MSCI ACWI beispielsweise mit dem ETF von Xtrackers investieren (WKN: A1W8SB).

Robo Advisor statt beste Aktien 2019

Auch im MSCI ACWI fallen US-Firmen allerdings mit rund 50 Prozent ins Gewicht. Wem das, insbesondere angesichts der aktuellen politischen Situation in den USA, zu viel ist, der kann noch gezielt Aktien aus anderen Regionen hinzufĂŒgen, beispielsweise aus der TĂŒrkei oder aus China. Auch mit Anleihen, einem Gold-ETF oder Immobilienaktien lĂ€sst sich das Risiko stĂ€rker verteilen.

Wem das zu viel Arbeit ist, der kann diese auch von einer automatisierten Vermögensverwaltung ĂŒbernehmen lassen. Dort wĂ€hlt ein Algorithmus nach festgelegten Kriterien ETFs aus, die besonders gĂŒnstig und vielversprechend sind und eine möglichst breite Streuung einbringen. Je nach Risikoneigung kann der Kunde einen höheren oder niedrigeren Aktienanteil wĂ€hlen. Das ĂŒbrige Geld wird meist in Gold und vor allem Anleihen investiert.

VisualVest Mindesteinzahlung

VisualVest ist ein Angebot der Fondsgesellschaft Union Investment. Damit gehört der Robo Advisor zum Reich der genossenschaftlichen Banken.

Die GebĂŒhren liegen im Regelfall bei maximal 1,0 Prozent und damit niedriger als bei klassischen Dachfonds. Moderate Konditionen und eine niedrige Mindesteinzahlung bietet beispielsweise VisualVest. Ein Depot lĂ€sst sich hier schon mit einer Einzahlung von einmalig 500,- Euro oder monatlich 25,- Euro eröffnen. Der Robo Advisor wird von Union Investment verwaltet, einem Unternehmen aus der Gruppe der Genossenschaftsbanken. Als Besonderheit bietet VisualVest auch ein sogenanntes GreenFolio mit Fonds aus dem Bereich Umweltschutz.

Wer gerne weiterhin selbst mit Aktien handeln will und den Robo Advisor nur benötigt, um damit die Basis-Geldanlage zu schaffen, der kann bei der comdirect Bank ein klassisches Depot mit automatisch verwalteten Cominvest Depot verbinden.

Fazit zu beste Aktien 2019

Beste Aktien 2019 oder bestes Portfolio 2019, was ist wichtiger? NatĂŒrlich das beste Portfolio. Niemand kann mit 100-Prozentiger Sicherheit die Zukunft am Aktienmarkt vorhersagen. Und der Markt sorgt ja gerade dafĂŒr, dass aktuelle Informationen sich möglichst schnell im Kurs widerspiegeln. Deshalb sind Firmen mit guten Zukunftsaussichten nicht immer die beste Investition, denn sie sind auch teuer. Eine solide, aber dafĂŒr gĂŒnstige Aktie kann die bessere Wahl sein. Die ist aber gar nicht so einfach zu finden, wenn man nicht Warren Buffett heißt. Und selbst der Starinvestor aus Omaha irrt sich immer wieder. Ein breit aufgestelltes Portfolio ist deshalb wichtig.

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