Online-Broker-Vergleich – Bester Broker für Sie?

Online-Broker-Vergleich – Bester Broker für Sie?

Die Konkurrenz unter den Online Brokern hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Wer sein Depot wechseln oder ein neues eröffnen möchte, hat die Qual der Wahl. Noch dazu ist nicht jeder Broker gleich gut für jeden Anlegertypen geeignet. Darüber hinaus unterscheiden sich die Broker in weiteren wichtigen Faktoren wie:

  • Service
  • Auswahl an Handelsplätzen
  • Auswahl an Finanzprodukten
  • Beratungsangebot
  • Prämien für Neukunden

Auswahlkriterium Nr.1: Die Kosten

Ein Online Broker-Vergleich macht auf einen Blick klar, dass die Kosten bei den unterschiedlichen Anbietern deutlich variieren können. Bei einem Anleger der viel tradet können zwischen dem teuersten und dem günstigsten Angebot sogar jährlich vierstellige Summen Unterschied entstehen. Doch auch Anleger, die nicht all zu viel Traden, können bei dem günstigsten Anbieter in der Regel deutlich Gebühren sparen.

Die Gebühren setzen sich dabei aus verschiedenen Faktoren zusammen:

  • Depotführungsgebühr
  • Orderprovisionen
  • Limits sowie Streichungen und Änderungen
  • Teilausführungen

Die Depotführungsgebühren gehören mehr und mehr der Vergangenheit an. Kaum ein Anbieter verlangt sie noch von seinen Kunden. Zumindest dann, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind, wie beispielsweise ein gewisses Depot-Volumen oder eine bestimmte Anzahl an Orders entfallen sie. Nimmt ein Anbieter dennoch Depotführungsgebühren, können sich Kunden fast sicher sein, dass es sich Online Broker Vergleich eher um einen teureren Anbieter handelt.

Dies zeigt sich allerdings wesentlich deutlicher bei den Orderprovisionen. Die Depotführungskosten werden immerhin teilweise schon durch eine Order übertroffen. Die Broker nutzen verschiedene Gebührenstrukturen, die für unterschiedliche Anlegertypen vorteilhaft oder nachteilig sein können. In der Regel gibt es die folgenden Punkte, die für die Gesamtorderkosten des Brokers wesentlich sind:

  • Oderprovision in Prozent
  • Höchstprovision je Order
  • Mindestprovision je Order

Bei vielen Brokern, die von den großen Banken angeboten werden, sind die Ordergebühren häufig deutlich über den Angeboten von Direktbanken oder sogar Discount-Brokern. Je nach Anlegertyp kann dies sehr nachteilig sein oder kaum ins Gewicht fallen.

Die variablen Kosten, die durch Limits, deren Änderung oder Löschung anfallen können, werden von vielen Anlegern unterschätzt. Ein Großteil der Broker verzichtet allerdings inzwischen auf diese Zusatzgebühren zumindest teilweise. Auch Teilausführungen können einen Trade wesentlich verteuern. Werden sie nicht taggleich ausgeführt, können die Ordergebühren deutlich steigen.

Welches Gebührenmodell für welchen Anleger?

Für Anleger, die mit hohen Volumina handeln, ist vor allem die maximalen Kosten je Order wichtig. Je geringer sie sind, umso günstiger wird der Trade. Umgekehrt gibt es auch Kleinanleger, die geringe Volumen traden. Für sie lohnt es sich kaum, für eine ihrer Orders mehr als zehn Euro zu bezahlen. Diese benötigen vor allem einen Broker, der geringe Mindestgebühren verlangt. Für alle, die sich dazwischen bewegen können die Orderprovisionen besonders wichtig werden. Die meisten Broker verlangen einen Festbetrag und einen geringen Anteil am Ordervolumen. Schon kleine Preisunterschiede können bei Vieltradern deutlich ins Gewicht fallen.

flatex

Der Broker flatex überzeugt mit seinen sehr günstigen Kosten

Für viele Privatanleger sind deswegen Discount-Broker zu einer echten Alternative geworden. Sie bieten nicht den Service, den Anleger von ihrer Filialbank gewohnt sind. Dafür überzeugen sie mit besonders geringen Orderkosten und verfügen häufig über eine sehr transparente Kostenstruktur. Dies wird beispielsweise dadurch möglich, dass jede Order zu einem Festpreis durchgeführt wird oder der Händler einen festen Betrag im Monat zahlt.

Auswahlkriterium Nr. 2: Die Auswahl

Die Auswahl ist mindestens ebenso wichtig wie die Kostenstruktur der Online Broker. Es nützt einem Anleger nichts, wenn er den günstigsten Broker gefunden hat, wenn er mit ihm nicht die Werte handeln kann, die ihn interessieren.

In der Regel ergibt sich kein Problem, wenn ein Händler ausschließlich DAX-Werte an der deutschen Börse und die größten Unternehmen der Welt handelt. Mitglieder in den bekannten Börsenindizes sind so gut wie immer im Angebot. Diese sind zur Diversifikation eines Aktiendepots allerdings nicht immer ausreichend, sodass bei vielen Anlegern durchaus Interesse an exotischeren Werten besteht. Sind diese dann nicht beim Online Broker handelbar, hat er den falschen Anbieter.

Ein weiterer Unterschied kann natürlich auch in der Kostenstruktur bestehen. Viele Discount-Broker haben sich auf einen sehr kleinen Markt spezialisiert und können die günstigen Gebühren auch nur deswegen anbieten. An internationalen Handelsplätzen sind die Kosten dann häufig deutlich höher.

Darüber hinaus ist es nicht nur eine Frage des Handelsplatzes, welcher Broker am Besten zu einem Anleger passt, sondern auch welche Finanzprodukte dort gehandelt werden können. Kaum ein Online Broker bietet außer Aktien keine weiteren Produkte an. Vor allem die folgenden Produkte können für Privatanleger interessant sein:

  • Fonds
  • ETFs
  • Sparpläne
  • Zertifikate
  • Optionen

Auch hier können sich Gebühren und Auswahl deutlich unterscheiden. Viele Broker bieten auf einzelne Fonds oder ETFs geringere Gebühren, weil sie mit dem Emittenten zusammenarbeiten. Dies ist aber nicht bei jedem Broker gleich. Wer bereits Fondsanteile im Portfolio hat oder den Erwerb eines bestimmten ETFs plant, sollte sich deswegen auch darüber informieren, ob der Broker die entsprechenden Produkte im Programm hat und wie hoch Ausgabeaufschläge und sonstige Gebühren hierfür sind. Im Vergleich finden sich hier häufig deutliche Unterschiede.

Finanzderivate wie CFDs und binäre Optionen oder der Forex-Handel wird hingegen häufig auf gesonderten Plattformen spezialisierter Broker abgewickelt. Bei einem Aktien Broker können solche Produkte zwar ein interessantes Zusatzangebot sein und es gibt durchaus Anbieter, die derart breit aufgestellt sind. Allerdings eignen sich hierfür spezialisierte Broker häufig besser. Außerdem ist der Handel mit solchen Derivaten sehr zeitaufwendig und die meisten Anleger werden genügend Aufwand in den Handel damit stecken, dass sich ein gesonderter Broker auch lohnt.

Auswahlkriterium Nr. 3: Service

Auch der Service eines Online Brokers sollte in seiner Wichtigkeit nicht unterschätzt werden. Wer beispielsweise noch Wert auf eine Beratung durch einen Finanzberater legt, wird bei einem Discount-Broker nicht glücklich werden. Auch wer persönlichen Kontakt zu den Bankangestellten bevorzugt, ist bei einem reinen Online Broker nicht gut aufgehoben. Hier lohnen sich die Mehrkosten unter Umständen, die die alteingesessenen Geldinstitute erheben.

Eine Alternative zu der Beratung einer Filialbank stellen allerdings auch immer unabhängige Finanzberater da, die auf Honorarbasis bezahlt werden. Sei können eine umfangreiche Beratung bieten, ohne durch Abschlüsse einen persönlichen Vorteil zu haben. Die Gebührenunterschiede bei den Brokern können gerade bei aktiven Anlegern eine Beratung leicht mitfinanzieren.

Außerdem ist es für viele Anleger wichtig zu wissen, dass sie verschiedene Möglichkeiten haben, den Broker zu kontaktieren und gut beraten zu werden. Reine Online-Broker sollten deswegen immer auch eine Hotline anbieten, die nicht nur zu den wichtigsten Geschäftszeiten besetzt ist und es im Ernstfall auch erlaubt, telefonische Orders aufzugeben.

Darüber hinaus ist das Angebot an zusätzlichen Services unter den Brokern sehr unterschiedlich. Für viele Anleger wird beispielsweise eine App immer wichtiger, die es ermöglicht, auch von unterwegs die Kurse unter Kontrolle zu haben und schnell reagieren zu können. Für langfristig orientierte Anleger hat eine solche App allerdings eher weniger Nutzen und könnte dafür sorgen, dass sie schneller nervös werden.

Echtzeitkurse oder Zusatzangebote wie der MetaTrader können für sehr aktive Trader ebenfalls ein entscheidendes Kriterium sein. Je nach Broker erhalten Kunden derartige Serviceleistungen kostenfrei oder gegen erhebliche monatliche Mehrkosten. Auch hier können sich also wichtige Vor- und Nachteile eines Brokers verbergen, die nicht für jeden Kunden gleich relevant sind.

Auch die Konditionen beim Verrechnungskonto können sehr unterschiedlich sein. Während manche Anbieter ein Tagesgeldkonto mit dem Depot verknüpfen und vergleichsweise großzügige Zinsen bieten, verzichten andere sogar inzwischen ganz auf die Notwendigkeit eines solchen Kontos. Wieder andere verlangen, dass bei dem Anbieter neben dem Depot auch ein Verrechnungskonto und ein Girokonto geführt wird.

Den besten Broker finden

Wer auf der Suche nach dem für ihn günstigsten Broker ist, sollte zuerst überprüfen, wie oft und welche Volumina er üblicherweise jährlich handelt. Diese Daten können dann für den Online Broker Vergleich genutzt werden. Allerdings sind Zusatzkosten wie Limitänderungen oder Teilausführungen hier noch nicht enthalten und müssen separat überprüft werden. Es sollten allerdings zumindest die Anzahl und das Ordervolumen ermittelt und für den Vergleich genutzt werden.

Auf diese Weise können Kunden eine engere Auswahl an günstigeren Angeboten treffen. Diese kann dann weiter differenziert werden, indem folgende Fragen beantwortet werden:

  • Hat der Broker alle für den Händler wichtigen Handelsplätze im Programm?
  • Welche anderen Finanzprodukte bietet er zu welchen Preisen?
  • Werden die Kosten durch Teilausführung und Limits noch einmal deutlich steigen?
  • Bietet der Broker den Service, den der Kunde benötigt?

Darüber hinaus gibt es noch einige andere Faktoren, die durchaus wichtig werden können. Ein Depotwechsel wird bei einigen Brokern beispielsweise mit zahlreichen Vorteilen vergütet, die ein Depot noch einmal deutlich attraktiver machen können. Allerdings sollten Interessenten hier auch die Bedingungen genau im Blick haben und problemlos erfüllen können, damit sich eine solche Prämie auch lohnt. Häufig sind es auch sehr günstige Anbieter, die sehr attraktive Prämienprogramme anbieten, in manchen Fällen sind die Broker jedoch auch überdurchschnittlich teuer. Anleger sollten den Anbieter also genau überprüfen, um nicht in einem Jahr wieder ihr Depot wechseln zu müssen.

Einen guten Anhaltspunkt kann ein Demokonto sein, das manche Online Broker auch ohne Depotübertrag anbieten. Hier können Interessenten testen, ob sie mit der Handelsplattform gut zurechtkommen und mit dem Handelsangebot des Brokers zufrieden sind. Es ist bei vielen Anbietern allerdings zeitlich nur beschränkt nutzbar.

Fazit:

Die Wahl des besten Online Brokers ist grundsätzlich eine individuelle. Je nach Anforderungen und Häufigkeit der Trades können unterschiedliche Broker besser oder schlechter geeignet sein. Anleger sollten deswegen ihre Prioritäten festsetzen und sich erst danach für einen Broker entscheiden. Als Entscheidungshilfe dient dabei das Orderverhalten in den vergangenen Jahren.

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