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Aktiendepot Erfahrungen & Test

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quirion ist die automatisierte Vermögensverwaltung der Quirin Bank, auch bekannt als Robo-Advisor. Dabei sucht ein Algorithmus auf Basis statistischer Kennzahlen die zum Risikoprofil des Kunden passenden ETFs. Und das tut das Unternehmen zu besonders günstigen Konditionen. Bei der Stiftung Warentest wurde quirion Testsieger. Wer auf Beratung nicht verzichten will, findet bei quirion auch ein Modell mit einem Coach. Lesen Sie unsere quirion Erfahrungen.

Top 5 Robo Advisor

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quirion Erfahrungen im Überblick:

  • Günstiger Robo-Advisor
  • Automatisierte Geldanlage in ETF
  • Zehn verschiedene Modelle
  • Auf Wunsch mit Beratung
  • Ab 5.000,- Euro

Was bietet quirion?

Die Idee hinter quirion ist einfach. Die einfachste – und für die Mehrheit der Anleger auch erfolgreichste – Aktienstrategie besteht darin, die Wertpapiere möglichst breit zu streuen. Das kann man beispielsweise mit einem ETF auf den MSCI All Countries World Index tun. Allerdings stammen auch dort 50 Prozent der enthaltenen Aktien (genauer gesagt des Wertes der Aktien) aus den USA. Auch kleine Unternehmen, sogenannte Small Caps, kommen dort nicht vor.

Besser ist eine Streuung über mehrere ETFs. Deren Auswahl übernimmt der sogenannte Robo-Advisor. Er sucht Fonds, die günstig sind und die zusammen eine möglichst große Vielfalt abbilden. Dazu wird beispielsweise die Korrelation verschiedener ETFs untersucht. Entwickelt sich ein ETF gut, wenn die Wirtschaft brummt, der andere dagegen bietet Sicherheit bei schwacher Wirtschaftsentwicklung? Dann ist es von Vorteil, beide zu kombinieren. Und genau das tut der Robo-Advisor.

Das Angebot im Test: Die Vor- und Nachteile

Vorteil: Niedrige Gebühren

quirion gehörte zu den ersten Robo-Advisor auf dem Markt, ist aber längst nur noch einer von vielen. Allerdings gehört er nach wie vor zu den günstigsten. 0,48 Prozent des verwalteten Vermögens müssen Kunden pro Jahr für die Dienste zahlen. Hinzu kommen die ETF-Kosten, die aber fallen auch bei einem klassischen ETF-Depot an.

Insgesamt dürfte ein quirion-Depot in den meisten Fällen kaum teurer sein als ein selbst verwaltetes ETF-Depot, denn bei der Auswahl der ETFs achtet der Robo Advisor auf möglichst kostengünstige Angebot. Auch fallen bei Einzahlungen keine Kaufgebühren an.

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Vorteil: Zehn Szenarien

Wie die meisten automatisierten Vermögensverwalter kauft quirion nicht nur Aktien, sondern auch Anleihen. Kunden haben die Wahl, wie hoch der Aktienanteil seien soll. Von 10 bis 100 Prozent kann der Anteil in 10-Prozent-Schritten verändert werden. Je mehr Aktien, desto mehr Risiko, aber auch mehr Chance.

Für alle zehn Szenarien können Anleger auch den Erfolg der vergangenen Jahre betrachten. Natürlich ist der keine Garantie für weitere Zuwächse.

Eine so große Vielfalt an Strategien gibt es nur bei wenigen automatisierten Vermögensverwaltungen. Oskar, das Angebot von finanzen.net, bietet beispielsweise nur fünf Optionen.

Vorteil: Auf Wunsch individuelle Betreuung durch Coach

Eine Besonderheit ist auch der Betreuer, den Kunden auf Wunsch erhalten können. Im sogenannten Comfort Paket können Kunden nicht nur unbegrenzt die Strategie wechseln, also den Aktienanteil erhöhen oder senken, sondern auch alle Fragen mit einem sogenannten Coach klären. Dafür zahlen Sie einen Zuschlag von 0,40 Prozent, also insgesamt 0,88 Prozent.

Merkmale guter Finanzberater

Beim Comfort-Paket ist ein Berater telefonisch erreichbar und im Preis enthalten. Basis-Kunden können die Beratung gegen ein Honorar erhalten.

Damit liegen die Kosten beim Comfort-Paket günstiger als bei den meisten Konkurrenten und deutlich unter denen fast aller aktiv verwalteten Aktienfonds.

Wer das Basis-Paket gebucht hat, kann trotzdem einen Berater anrufen. Statt einer Pauschale zahlt er dann pro Viertelstunde Beratungsgespräch.

Nachteil: Mindesteinzahlung von 5.000,- Euro

Ein Nachteil von quirion ist die vergleichsweise hohe Mindesteinzahlung. Immerhin wurde sie von 10.000,- auf 5.000,- Euro gesenkt. Im Rahmen von Aktionen ist eine Geldanlage teilweise schon ab 1.000,- Euro möglich, allerdings nicht immer. Wem die 5.000,- Euro zu viel sind, der findet niedrigere Hürden bei Oskar, VisualVest oder cominvest.

Wer das Comfort-Paket nutzen will, muss allerdings weiterhin mindestens 10.000,- Euro anlegen.

Nachteil: Keine weiteren Bankdienstleistungen

Ein weiterer Nachteil ist das Fehlen weiterer Bankdienstleistungen. Für quirion muss also ein zusätzliches Depot eröffnet werden, was mit Aufwand verbunden ist. Wer alle Dienstleistungen aus einer Hand will, dem bleibt als Alternative nur das cominvest Depot oder aber der Kauf von easyfolios. Diese ETFs sind Dachfonds, die ihre ETF-Auswahl ebenfalls mithilfe eines Robo Advisors treffen und die über praktisch jeden deutschen Broker erworben werden können.

Fragen und Antworten rund um quirion

Wie sicher ist quirion?

quirion wurde als Angebot der Quirin Privatbank ins Leben gerufen, der bekanntesten deutschen Bank, die ausschließlich auf Honorarbasis berät. Das bedeutet, das man dort eine Beratungsgebühr zahlt, dass die Bank aber dafür keine Vermittlungsprovisionen erhält oder, falls doch, diese an den Kunden weitergibt. Hinter der Bank steht mit Karl Matthäus Schmidt ein bekanntes Gesicht der deutschen Bankenlandschaft. Der Spross aus der Hofer Bankiersfamilie gründete 1994 den Direktbroker Consors, heute als Consorsbank ein Teil der BNP Paribas.

So präsentiert sich die Consorsbank auf ihrer Homepage

Bevor Karl Matthäus Schmidt die Quirin Bank und quirion gründete, rief er 1994 Consors ins Leben. Heute ist das Unternehmen als Consorsbank Teil von BNP Paribas.

Seit 1998 ist quirion zwar ein rechtlich eigenständiges Unternehmen (quirion AG), aber immer noch eng mit dem Unternehmen verbunden. Als deutsches Geldinstitut unterliegt es strengen Regeln und der Aufsicht durch die deutschen Behörden. Die Fondsanteile werden als Sondervermögen behandelt. Einlagen auf den Konten sind bis 100.000,- Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, darüber hinaus durch den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken.

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quirion Erfahrungen und die Stiftung Warentest

Der Robo-Advisor quirion wurde 2018 von der Stiftung Warentest zum besten in Deutschland gekürt. Gelobt wurden die niedrigen Kosten, das Anlagekonzept sowie die hohe Sicherheit.
Auch viele andere Robo-Advisor Vergleiche und Tests kommen zu ähnlichen Ergebnissen. In Foren wird quirion ebenfalls meist gelobt, die meisten Anleger haben offenbar gute Erfahrungen mit quirion gemacht.

Die Stiftung Warentest wählte quiron zum besten Robo Advisor in Deutschland.

Fragen und Antworten rund um quirion

Lässt sich bei quirion ein Sparplan einrichten?

Schon ab 30,- Euro können Kunden bei quirion einen Sparplan einrichten. Anders als etwa bei VisualVest entbindet das Abschließen eines Sparplans aber nicht von der Mindesteinzahlung. 5.000,- Euro müssen Kunden trotzdem einmalig zahlen, 10.000,- wenn sie das Comfort-Paket wünschen.

Allerdings sind niedrigere Einzahlungen möglich, wenn der Sparplan zusätzlich zu einem bestehenden Konto eröffnet wird. Wer beispielsweise bereits 10.000,- Euro auf ein Konto mit einem Aktienanteil von 90,- Prozent eingezahlt hat, kann einen Sparplan mit einem Aktienanteil von 100,- Prozent einrichten ohne auch dafür die Mindesteinzahlung von 5.000,- Euro leisten zu müssen.

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Gibt es eine quirion App?

Schwache App für ein sehr gutes Produkt.“ Solche und ähnliche Bewertungen liest man oft über die quirion-App. Denn bisher bietet die Anwendung nur wenig Funktionen. Sie zeigt vor allem den aktuellen Stand des Depots.

Allerdings erfordert quirion auch nicht viel Arbeit vom Anleger. Tatsächlich besteht seine Hauptaufgabe darin, die richtige Strategie zu finden. Chartanalyse, das Vergleichen fundamentaler Daten oder aktuelle Wirtschaftsnachrichten sind nicht nötig. Denn die Auswahl der ETFs trifft ja der Robo Advisor.

Welche Kritik gibt es an quirion?

Neben der Kritik an der App und der vergleichsweise hohen Einzahlung gibt es wenig Kritik an quirion. Einige Beobachter kritisieren ganz grundsätzlich das Prinzip des Robo-Advisors. Ihrer Meinung nach ist es sinnvoller, selbst ETFs auszuwählen. Andere raten ganz von Indexfonds ab, die das Gros der ETFs bilden. „Schlimmer als Marxismus“, schimpfte Ingo Fraser-Jenkins über das passive Investieren und riet zu aktiv verwalteten Fonds. Kein Wunder, der Mann ist Fondsmanager.

Hinter der Strategie von quirion steht die Theorie, dass es kaum oder sogar gar nicht möglich ist, die Märkte dauerhaft zu schlagen und dass deshalb eine breite Streuung die einzig sinnvolle Vorgehensweise ist.

Andere Kritiken haben wir bereits genannt, nämlich die hohe Mindesteinzahlung und das Fehlen weiterer Bankdienstleistungen. Wer das ebenfalls kritisiert, findet Alternativen im nächsten Absatz.

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Quirion Alternativen

quirion vs. Scalable Capital

quirion und Scalable Capital gehören zu den alten Hasen im deutschen Geschäft mit automatisierter Vermögensverwaltung. Im direkten Vergleich siegt aber quirion in fast allen Punkten.

  • Die Kosten bei quirion sind niedriger
  • Mit 5.000,- Euro ist die Mindesteinzahlung nur halb so hoch
  • Es gibt die Option einer Beratung

Allerdings informiert Scalable Capital besser über die Anlageschwerpunkte, beispielsweise die regionale Verteilung des Geldes.

Vorteile hat Scalable Capital aber vor allem für Kunden der ING (ehemals ING DiBa). Denn die Frankfurter Direktbank bietet eine Kooperation mit Scalable, ebenso Siemens Privat Finance. Letztere allerdings nur für Mitarbeiter der Siemens AG.

Wen dagegen die hohe Mindesteinzahlung stört, der kann Scalable Capital auf dem Umweg über Oskar nutzen, ein Angebot von finanzen.net, das auf dem Robo-Advisor von Scalable basiert und schon ab 500,- Euro nutzbar ist.

quirion oder VisualVest

VisualVest ist der Robo Advisor von Union Investment, der Fondsgesellschaft der Genossenschaftsbanken. Auch in diesem Vergleich ist quirion für die meisten Anleger die bessere Wahl. Die Argumente sind ähnlich:

  • quirion ist kostengünstiger und
  • bietet auf Wunsch Beratung,
  • zehn statt sieben Anlagestrategien

Denn die eigentlich nahe liegende Idee, die Geldanlage bei VisualVest mit der Beratung durch die Volks- und Raiffeisenbanken zu verbinden, nutzt man bei VisualVest bisher nicht.

Immerhin bietet VisualVest für einige Zielgruppen aber auch Vorteile. Die Mindesteinzahlung ist mit 500,- Euro deutlich niedriger. Sie entfällt ganz, wenn ein Sparplan abgeschlossen wird. Dessen Mindestrate liegt bei nur 25,- Euro pro Monat.

VisualVest Mindesteinzahlung

VisualVest ist ein sehr guter Robo-Advisor. Nach unserer Einschätung aber kein so guter wie quirion.

Außerdem gibt es mit GreenFolio die Möglichkeit, gezielt in „grüne“ Geldanlagen zu investieren, also Fonds die vor allem auf Unternehmen aus dem Bereich Umweltschutz setzen.

quirion oder cominvest

Beim Vergleich mit cominvest ist das Angebot von quirion ebenfalls meist das bessere. Die Vorteile entsprechen denen gegenüber VisualVest nämlich:

  • zehn statt fünf Anlagestrategien,
  • niedrigere Kosten und
  • Beratung auf Wunsch.

Allerdings ist die Mindesteinzahlung mit 3.000,- Euro bei cominvest etwas niedriger. Vorteile hat das Angebot von Cominvest vor allem, wenn Kunden alle Dienstleistungen aus einer Hand wollen. Denn die comdirect Bank ist mittlerweile eine Direktbank, die vom Girokonto bis zum Aktiendepot fast alle Bankgeschäfte abwickelt. Beispielsweise lässt sich dort das Cominvest Depot mit einem klassischen Wertpapierdepot kombinieren.

Cominvest Robo Advisor Test

Zum Angebot der comdirect Bank gibt es deutlichere Unterschiede.

Dann dient beispielsweise der Robo-Advisor dazu, eine breite Basis zu schaffen und mit dem regulären Depot investiert man gezielt in einzelne Sektoren, beispielsweise Lithium-Aktien, Wasserstoff-Aktien oder chinesische Aktien.

Fazit

Die Stiftung Warentest hat quirion zum Testsieger unter den Robo Advisor gemacht und wir können uns dem Urteil nur anschließen. Die Strategie wirkt sinnvoll und durchdacht, es gibt eine große Auswahl an Strategien und die Sicherheit ist hoch. Vor allem aber sind die Kosten niedriger, selbst wer eine Beratung wünscht, zahlt noch weniger als bei vielen Konkurrenten.

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