Robo Advisor

Robo Advisor Erfahrungen 2018: die Vermögensverwaltung von morgen?

Robo Advisor: Vorteile und passende Anbieter

Längst ist in der Geldanlage eine Zeitwende im Gange. Klassische Vermögensberater werden in den kommenden Jahren zunehmend durch Online-Werkzeuge ersetzt. Die sogenannten Robo Advisor sind günstig, transparent und helfen dabei, eine diversifizierte Anlagestrategie im Handumdrehen zu erstellen. Mittlerweile existiert jedoch eine beachtliche Anzahl an Anbietern auf dem Markt. Wie Anleger hier die besten finden und warum sich Robo Advisor überhaupt lohnen, weiß der folgende Artikel.

Robo Advisor: Definition einer neuartigen Art der Vermögensanlage

Die Funktionsweise eines Robo Advisors ist im Prinzip ganz simpel: Ein Programm fragt einen Anleger nach spezifischen Informationen zu dessen Anlageverhalten. Beispielsweise werden der Anlagehorizont, das Risikoprofil und die bisherigen Erfahrungen an den Finanzmärkten abgefragt. Aus den Antworten des Nutzers erstellt der Robo Advisor anschließend voll automatisch eine Anlagestrategie – ohne jeden Verwalter. Alle Strategien wurden dabei auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse von erfahrenen Anlageexperten entwickelt.

Alle entwickelten Handelsstrategien basieren dabei auf möglichst kostengünstigen ETFs und Fonds. Das Kapital soll breit gestreut werden, um ein hohes Maß an Diversifizierung für das Portfolio zu erreichen. Je nach persönlichem Risikoprofil des Anlegers wird ein passender Mix aus Anleihen und Aktien für das Depot zusammengestellt. Investitionen in Robo Advisor lohnen sich vor allem für Anleger, die ihr Kapital für fünf oder mehr Jahre entbehren können.

ETF Consos

ETFs sind eine sehr gute Möglichkeit das Risiko breit zu streuen

Vorteile von Robo Advisors gegenüber Fondsmanagern

Robo Advisor sind also standardisierte, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelte Musterportfolios. Gegenüber herkömmlichen Fonds haben sie vor allem auf der Kostenseite mehrere klare Vorteile. Aber auch bezüglich des Mindestanlagebetrags können Robo Advisor glänzen.

  • Kosten von unter 1 Prozent pro Jahr
  • Oft keine Mindestanlagesummen
  • Einfache Handhabung
  • Auch für unerfahrene Anleger geeignet
  • Hohes Maß an Transparenz
  • Geldentnahmen meist jederzeit und ohne Gebühr möglich
  • Hohe Renditeerwartung auf mittlere bis lange Sicht

Wer sein Kapital in Robo Adivsor investiert, muss keine Ausgabeaufschläge zahlen, wie sie beispielsweise bei herkömmlichen Fonds fällig werden. Auch die Mindesteinlage liegt bei vielen Anbietern schon bei einem Euro. Auf mittlere bis lange Sicht überzeugen Robo Advisor durch hohe Renditeerwartungen. Im Gegensatz zu Fondsmanagern versuchen die Programme erst gar nicht, den Markt zu schlagen. Das gelingt laut zahlreicher wissenschaftlicher Studien ohnehin nur einem verschwindend geringen Teil der vermeintlichen Experten. Vielmehr setzen Robo Advisor auf eine marktkonforme Entwicklung des Portfolios und verändern die Depotzusammensetzung möglichst selten, um Transaktionskosten zu sparen. Wie groß die Rendite bei marktkonformer Entwicklung ausfallen kann, zeigt ein Blick auf den MSCI World Index, der die Entwicklung der weltweiten Aktienmärkte widerspiegelt.

Wer beispielsweise Anfang des Jahres 2012 Anteile an einem solchen Indexfonds erworben hat, musste dafür rund 1300 Euro bezahlen. Mitte 2016 wäre ein einzelner Anteil bereits knapp über 1700 Euro wert gewesen – eine Steigerung von gut 30 Prozent.

Viele Robo Advisor nutzen Fonds wie den MSCI World Index oder gar noch breiter gestreute Produkte. Für junge Anleger dürften Robo Advisor damit in Zukunft zur ersten Anlaufstelle bei der Vermögensverwaltung werden. Aktuelle Studien belegen das wachsende Interesse an der automatisierten Geldanlage bereits:

  • 2014 wurden weltweit 13 Milliarden Dollar von Robo Advisorn verwaltet
  • 2015 waren es bereits 30 Milliarden Dollar
  • 2016 verdoppelte sich der Wert abermals auf 60 Milliarden Dollar
  • 2020 sollen es laut Schätzungen rund 500 Milliarden Dollar sein

Für welche Anleger eignen sich Robo Advisor?

Nicht für jeden Anlegertyp ist die Investition in Robo Advisor empfehlenswert. Grundsätzlich gilt, dass ein gesundes Risikobewusstsein vorausgesetzt wird. Schließlich investieren die digitalen Helfer das Kapital an den internationalen Finanzmärkten und legen es nicht in sicheren Festgeldern an. Zudem sollte das Kapital über einen längeren Zeitraum von fünf bis zehn Jahren nicht benötigt werden. Aufgrund der Volatilität der Finanzmärkte lohnen sich Investitionen auf sehr kurzfristige Sicht nicht.

Das Angebot der digitalen Vermögensverwaltung richtet sich zudem an Anleger, die ihr Kapital gerne selbst im Blick haben. Es ist prinzipiell der Mittelweg aus teurer, aber vollumfänglicher Vermögensberatung bei der Bank und der zeitaufwendigen Selbstverwaltung. So wird etwa vorausgesetzt, dass sich Anleger darüber im Klaren sind, wie viel Risiko sie eingehen möchten und grundlegende Prinzipien der Finanzmärkte verstehen.

Typischerweise – aber keinesfalls ausschließlich – richten sich Robo Advisor an junge Berufseinsteiger mit akademischem Hintergrund. Die Personengruppe verfügt über einen recht langfristigen Anlagehorizont und ist deutlich weniger risikoavers als ältere Mitglieder der Gesellschaft. Außerdem verfügen Berufseinsteiger über verhältnismäßig wenig Kapital, was Investitionen mittels Sparplänen attraktiv macht.

Robo Advisor im Test – darauf müssen Anleger bei der Wahl des Anbieters achten

Das Grundprinzip bei der digitalen Vermögensverwaltung ist bei allen Anbietern gleich. Sie unterscheiden sich allerdings vor allem im Bereich der Kosten und der verfügbaren Anlagestrategien. Zudem schwanken die Mindestanlagesummen zwischen 1 und 10.000 Euro. Auf folgende Aspekte sollte daher im Rahmen eines Robo-Advisor-Tests wert gelegt werden:

Kosten und Rendite

Der Hauptgrund für die Investition in Robo Advisor sind die günstigen Konditionen. Fast alle Anbieter erheben dabei Gebühren, die abhängig vom Depotvolumen sind. Mehr als 1 Prozent p.a. muss aber nur selten bezahlt werden. Der Robo-Advisor-Vergleich fällt an dieser Stelle leicht, Testsieger ist das Unternehmen, bei dem die Software am wenigsten kostet.

Bezüglich der Rendite gestaltet sich das Urteil etwas komplizierter: Der Ertrag muss immer vor dem Hintergrund des Risikoprofils beurteilt werden. Ein Vergleich zwischen einem Portfolio mit 50 Prozent Aktienanteil und einem Depot, das zu 90 Prozent aus Aktien besteht, ergibt keinen Sinn. Fundierte Beurteilungen lassen sich hier vor allem anhand von Vergleichsindizes fällen.

Verfügbare Anlagestrategien

Robo Advisor sollen dafür sorgen, dass Anleger in kurzer Zeit möglichst passgenaue Anlagestrategien entwickeln können. Hilfreich ist es daher, wenn die digitalen Helfer verschiedene Musterdepots anbieten. Pure Masse ist dabei nicht entscheidend. Vielmehr kommt es darauf an, dass die Portfolios ein möglichst breites Spektrum von Anlegern ansprechen.

Sicherheit und Transparenz

Der typische Robo-Investor verfügt zumindest über ein grundlegendes Verständnis der Finanzmärkte. Die Anlagestrategien dürfen also gerne näher erläutert werden, um Transparenz zu schaffen. Das kann beispielsweise durch FAQ-Bereiche und Video-Tutorials geschehen.

Die Sicherheit spielt bei der Geldanlage immer eine wichtige Rolle. In diesem Fall ist damit gemeint, dass die Kundengelder auch im Insolvenzfall des Anbieters nicht verloren sind und das Depot weiter bestehen kann. Dazu kooperieren viele der Robo Advisor mit renommierten Banken.

Vorhandensein von Sparplänen

Besonders für die Hauptzielgruppe der Robo Advisor, junge Berufseinsteiger, sind Sparpläne äußerst attraktiv. Meist besitzen die Young-Professionals noch kein eigenes Vermögen, das an den Finanzmärkten investiert werden kann. Dennoch bleibt jeden Monat ein gewisser Teil vom Kapital über, der dank der Sparpläne in die Robo Advisor investiert werden kann.

Minimaler Anlagebetrag

Grundsätzlich gilt: Je geringer der minimale Anlagebetrag, desto besser für den Anleger. Bei anfänglicher Skepsis kann der Robo Advisor so zunächst ohne viel Risiko getestet werden. Aber auch wenn tatsächlich nur einige Hundert Euro investiert werden sollen, sind geringe Anlagebeträge angenehm. Aktuell liegen die Anbieter zwischen 1 und 10.000 Euro.

Kündigungsfristen und Verfügbarkeit des Kapitals

Es kommt der Zeitpunkt, an dem Anleger ihr gespartes Geld ausgeben möchten. Nicht bei allen Anbietern ist das Kapital wirklich direkt verfügbar, die Kündigungsfristen betragen teils bis zu sechs Monaten. Bei einigen Robo Advisorn sind zudem keine Teilentnahmen möglich, sodass immer gleich das komplette Depot gekündigt werden muss.

Service

Robo Advisor setzen auf Eigenverantwortung und möglichst günstige Vermögensberatung. Dem Service kommt insofern kein allzu hoher Stellenwert zu. Dennoch ist es hilfreich, wenn der Anbieter seinen Kunden einen telefonischen Support und regelmäßige Depotauswertungen zur Verfügung stellt. Auch grundlegende Informationen zu Robo Advisorn im Allgemeinen sollten in Textform dargestellt werden.

Wie genau kann Geld über Robo Advisor angelegt werden?

Aus Sicht der Anleger gestaltet sich die Investition äußerst komfortabel:

  1. Wahl des passenden Anbieters
    Zunächst müssen sich Anleger für einen Robo Advisor entscheiden, der aus ihrer Sicht am attraktivsten erscheint. Auswahlkriterien sind dabei die bereits vorgestellten Aspekte wie die Kosten, die Möglichkeit zum Abschluss eines Sparplans, die Anzahl der verfügbaren Anlagestrategien oder die Mindestanlagesumme.
  2. Beantwortung des Fragekatalogs
    Anschließend wird die Website des jeweiligen Robo Advisors aufgerufen und der Registrierungsprozess eingeleitet. Die digitalen Helfer stellen dann die bereits erwähnten Fragen zum Anlegerprofil.
  3. Auswahl des Investments
    Je nach Anbieter werden anschließend eine oder mehrere Anlagestrategien vorgestellt, die am besten zu den Bedürfnissen des Anlegers passen. Die Robo Advisor weisen dabei auch ausdrücklich daraufhin, wenn ein Investment ungeeignet erscheint. Anleger können sich entsprechend für eine Strategie entscheiden oder zunächst weitere Informationen über die eingesetzten ETFs einholen. Dazu stellen die meisten Robo Advisor recht umfangreiches Material zur Verfügung.
  4. Eröffnung des Handelskontos
    Erst im vierten Schritt verlangt die Software nach der Eingabe von persönlichen Daten. Anleger müssen neben ihrem Namen und der Anschrift auch immer ein Referenzkonto angeben. Von diesem aus wird der Sparbetrag bequem per Lastschrift entweder einmalig oder bei Sparplänen entsprechend fortlaufend eingezogen.
  5. Legitimation
    Laut geltendem deutschen und europaweitem Recht, müssen Finanzdienstleister die Identität ihrer Kunden überprüfen. Andernfalls wäre es ein leichtes, über seriöse Unternehmen Geldwäsche zu betreiben. Die Legitimation findet mittlerweile vollständig online statt. Dazu benötigen Kunden der Robo Advisor lediglich eine funktionierende Webcam. Über diese wird die eigene Identität im Videochat mit einem Servicemitarbeiter des Anbieters bestätigt.

Fazit: Geldanlage der Zukunft mir Robo Advisors

In den nächsten Jahren führt kein Weg an Robo Advisors vorbei. Die digitalen Helfer revolutionieren die Vermögensberatung und glänzen durch äußerst geringe Kosten. Das Kapital der Anleger wird möglichst breit gestreut, um maximale Diversifikation zu erreichen. Ziel ist es, eine möglichst marktkonforme Entwicklung des Kapitals zu erreichen – die in den letzten fünf Jahren bereits eine hohe Rendite einbringen konnte. Das Angebot der verschiedenen Robo Advisor unterscheidet sich teilweise stark voneinander. Für Anleger ist es daher wichtig, die digitalen Helfer einem umfangreichen Vergleich zu unterziehen.

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