Geld gewinnbringend anlegen – 5 Bausteine für finanziellen Erfolg

Wie kann man heute noch Geld gewinnbringend anlegen, so dass es sicher und profitabel ist? Tatsächlich ist das gar nicht so schwer, wie es zunächst scheint. Etwas Risiko müssen Anleger dabei zwar eingehen, aber mit ein paar wichtigen Verhaltensregeln lässt es sich minimieren. Diese fünf Bausteine (oder sogar nur drei bis vier davon) reichen aus.

Die fünf Bausteine im Überblick:

  • Bankguthaben als Reserve
  • Breit gestreuter ETF als Basis
  • Regionale Streuung erhöhen
  • Depot absichern
  • Regelmäßig sparen

Baustein 1: Bankguthaben

Wer sein Geld zur Bank bringt bekommt aktuell kaum noch Zinsen. Trotzdem ist ein Tagesgeldkonto oder ein Sparbuch unverzichtbar. Denn es dient dazu kurzfristige Ausgaben zu decken. Abhilfe. Die Spülmaschine ist kaputt, eine teure Reparatur steht an oder man hat in einem Monat einfach etwas über seine Verhältnisse gelebt. Dann schafft das Sparbuch oder Tagesgeldkonto schnell Abhilfe.

Sicherheit Aktien

Das Sparbuch wurde heute weitgehend vom Tagesgeldkonto verdrängt.

Eigentlich gehört auch ein Festgeldkonto mit zur Grundausstattung. Falls es an der Börse doch einmal nicht so gut läuft, ist dort Geld sicher angelegt. Aktuell sind die Zinsen dort aber so niedrig, dass sich Festgelder kaum noch lohnen. Der Unterschied zum Tagesgeldkonto ist so klein, dass der Verlust an Flexibilität durch den höheren Zins nicht ausgeglichen wird.

Eine interessante Mischform aus Sparbuch und Festgeld ist das Zuwachssparen. Das Geld dort ist mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten regelmäßig verfügbar. Wer es allerdings auf dem Konto belässt, wird mit jährlich steigenden Zinsen belohnt. Bei einigen Anbieter können sogar 2.000,- Euro im Monat ohne Kündigung abgehoben werden, wie beim Sparbuch.Aktuell wird das Zuwachs- oder Wachstumssparen aber nur von wenigen Banken angeboten. Zu den Direktbanken mit diesem Anlageprodukt, die gleichzeitig auch Brokerage anbieten, gehört die Berliner DKB.

Fazit: Ein Teil des Geldes sollte trotz Niedrigzinsen als Bankguthaben angelegt werden.

Baustein 2: Aktien, breit gestreut

Wer Geld in Aktien angelegt hat, der hat in der Vergangenheit über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren fast immer Gewinne gemacht. Rückrechnungen des DAX zeigen zwar eine lange Schwächephase in den 1960er und 1970er Jahren, allerdings berücksichtigen die meisten dieser Berechnungen keine Dividende. Die aber macht einen großen Teil der Gewinne aus. Das Plus des DAX im Vergleich zum Januar 2000 ist beispielsweise ausschließlich den Dividenden zu verdanken, der Kurs-DAX (der Dividenden im Gegensatz zum regulären DAX nicht berücksichtigt) lag Ende 2018 sogar niedriger als am Anfang des Jahrtausends, während der DAX einschließlich der Ausschüttungen 50 Prozent gewann.

Das bedeutet aber nicht, dass nicht einzelne Aktien trotzdem hohe Verluste machen. Man denke an Karstadt Quelle oder jüngst die Deutsche Bank und RWE. Anleger müssen ihr Investment deshalb breit streuen. Dazu zählen nicht nur verschiedene deutsche Aktien, sondern auch solche aus anderen Staaten.

Am einfachsten kann man eine breite Auswahl an Aktien mit einem ETF kaufen, beispielsweise auf den MSCI World, der die größten Unternehmen aus den Industrienationen zusammenfasst. Wer sich für einen Indexfonds auf den MSCI All Countries World Index entscheidet investiert sogar rund zehn Prozent in Schwellenländer wie Brasilien oder Südkorea.

Fazit: Der Hauptteil des Geldes sollte breit gestreut in Aktien angelegt sein.

Baustein 3: Aktien mit Zukunft

Schwellenländer sollten auf jeden Fall mit ins Depot. Einerseits sind diese Nationen zwar anfälliger für Krisen, allerdings bieten sie auch viele Chancen. Zudem unterliegen sie teilweise anderen Risiken als die Industrienationen. Ein Verfall der Rohstoffpreise trifft die meisten Schwellenländer stärker, auch politisch sind sie oft instabiler. Dafür haben sie eine wachsende Bevölkerung und ihre Märkte sind weit weniger gesättigt.

MSCI Frontier Markets

Auch Schwellenländeraktien sollten mit im Depot liegen. Frontier Markets wie der Senegal sind noch etwas riskanter, aber auch chancenreicher.

Auch Aktien von kleinen Unternehmen sowie Technologieaktien bringen zusätzliche Chancen, aber auch mehr Risiken. Unterm Strich gehört ein kleiner Anteil dieser Unternehmen mit ins Depot.

Fazit: Chancenreiche Unternehmen runden das Paket ab.

Baustein 4: Sichere Aktien

Ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen zu Risiken sollte auf jeden Fall gewahrt werden. Deshalb gehören in ein gutes Depot auch Aktien beziehungsweise Aktienfonds, die für Stabilität sorgen. Relativ sichere Aktien sind beispielsweise die von Konsumgüterherstellern wie Unilever. Auch Immobilienaktien könne für Stabilität sorgen.

Immobilienaktien

Immobilien kauften man am einfachsten als Fonds oder Immobilienaktie.

Eine Besonderheit sind Aktien von Goldminen. Ihr Wert schwankt sehr stark, allerdings entwickelt sich ihr Kurs oft versetzt zum allgemeinen Markt. In Krisenzeiten steigt der Goldkurs und damit auch der Wert der Minenbetreiber, in guten Zeiten ist es umgekehrt. Natürlich können Anleger auch direkt in Gold investieren, am einfachsten in einen Gold-ETC.

Nun mag mancher fragen, ob man nicht auf sichere und chancenreicher Aktien gleichermaßen verzichten kann und dann trotzdem ein mittleres Risiko hat. Tatsächlich ist das eine gute Strategie, wenn nur wenig Geld angelegt werden soll. Denn jeder Kauf und Verkauf kostet Gebühren. Bei größeren Summen haben die Bausteine 3 und 4 aber durchaus ihre Berechtigung. Denn sie sorgen für eine noch breitere Streuung.

Fazit: Aktien aus dem Konsumgüterbereich oder von Immobilienfirmen stabilisieren das Depot.

Baustein 5: Regelmäßiges Sparen

Der Baustein 5 bringt gleich zwei Vorteile. Wer monatlich oder quartalsweise Geld in einen ETF-Sparplan einzahlt spart nämlich nicht nur mehr als derjenige, der nicht so planvoll vorgeht. Er streut auch sein Risiko zusätzlich.

Stellen wir uns vor, jemand hat im Jahr 2000 sein komplettes Kapital in den NASDAQ 100 investiert. Dann dauerte es mehr als zehn Jahre, bis das Portfolio wieder im Plus war. Wer dagegen monatlich etwas eingezahlt hat, der kauft einen Teil der Wertpapiere zum Höchstkurs, einen anderen dagegen zu besonders günstigen Preisen. Noch besser wäre es natürlich, das gesamte Kapital zum Tiefstkurs zu investieren. Allerdings schaffen es noch nicht einmal die Profis, den richtigen Zeitpunkt zum Ein- und Aussteigen zu finden.

So präsentiert sich die Consorsbank auf ihrer Homepage

2,0 Prozent Zinsen beim Depotwechsel bietet die Consorsbank aktuell kaum noch, aber trotzdem gibt es immer wieder attraktive Aktionsangebote.

Wer einen größeren Betrag bereits auf dem Konto hat und das jetzt investieren will, der kann einen Mittelweg gehen. Einige Banken wie die Consorsbank bieten immer wieder Aktionsangebote, bei denen im ersten Jahr vergleichsweise hohe Zinsen auf dem Tagesgeldkonto locken und gleichzeitig die Kaufkurse niedrig sind. Um das Risiko zu streuen kann man sein Geld dann regelmäßig über ein Jahr hinweg investieren. Ab dem zweiten Jahr spart man mit einem etwas niedrigeren Sparplan weiter.

Fazit: Ein Sparplan senkt das Verlustrisiko.

Tipp: Sparen bei Gebühren

Jeder Euro, den man an Gebühren spart, muss anschließend an der Börse weniger verdient werden. Das gilt sowohl für die gekaufen ETFs als auch für den Broker. ETFs die einen Index wie den DAX, den F.A.Z.-Index oder den MSCI World abbilden haben immer eine ähnliche Wertentwicklung. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal sind deshalb die Gebühren. Lediglich die Frage, ob ein Indexfonds die Aktien des Fonds wirklich kauft (physische Replikation) oder die Wertentwicklung mit Derivaten abbildet (synthetische Replikation) kann noch eine Rolle spielen, denn physisch replizierende Fonds bieten mehr Sicherheit.

Das Traderkonto für Neukuknden bei der Consorsbank

Ein günstiger Broker spart viel Geld.

Geld sparen lässt sich aber auch mit dem Broker. Da sind zunächst Discount-Broker wie DeGiro. Allerdings bieten sie nur ein eingeschränktes Sortiment an Dienstleistungen. Gerade für Einsteiger, die nur geringe Umsätze haben, lohnt sich der Aufwand für einen zusätzlichen Broker meist nicht. Besser geeignet ist für diese Zielgruppe ein Anbieter, der alle Dienstleistungen einer Direktbank aus einer Hand bietet.

Das ist beispielsweise die DKB, die neben Brokerage auch ein Girokonto anbietet, eine kostenlose VISA-Karte mit der man an fast allen Automaten gebührenfrei Geld bekommt, das bereits erwähnte Wachstumssparen und außerdem auch Edelmetalle verkauft.

DKB Depot - das Wichtigste auf einen Blick

DKB Depot – die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Einen Kompromiss aus beiden stellt die Consorsbank dar. Die Direktbank aus Nürnberg bietet ein fast genauso umfangreiches Sortiment wie die DKB Bank, allerdings im ersten Jahr auch Gebühren auf dem Niveau eines Discount-Brokers. Das lohnt sich vor allem dann, wenn man gerade etwas Geld hat und es investieren will. Dann nämlich kann man die niedrigen Gebühren im ersten Jahr voll ausnutzen. Ab dem zweiten wird dann kostengünstig mit einem ETF-Sparplan weiter investiert.

dkb logoFazit

Mit unseren fünf Bausteinen lässt sich schnell und einfach ein Depot aufbauen, dass mittelfristig auch Krisen gut übersteht. Absolute Sicherheit gibt es natürlich am Aktienmarkt nie, dafür locken hier aber auch deutlich höhere Renditechancen als auf dem Tages- oder Festgeldkonto, bei dem Sparer nach Abzug der Inflation Monat für Monat Geld verlieren.

Top 5 Aktien Depots

Sie riskieren Ihr Kapital